Michael Fränkel

Michael Fränkel

Freitag, 20 Februar 2026 11:52

Rauch im Kindergarten - Feuerwehr im Einsatz

BRILON. In einem Kindergarten an der Propst-Meyer-Straße hat es eine Rauchentwicklung im Keller gegeben. Am Donnerstag um 13.03 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Objekt alarmiert, nachdem kurz nach 13 Uhr die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte.

Bei Eintreffen hatten alle Erzieherinnen mit 17 anwesenden Kindern das Gebäude bereits verlassen. Einsatzkräfte kontrollierten den Kellerbereich unter Atemschutz mit einer Wärmebildkamera und einem Gasmessgerät. Als Ursache wurde die Heizungsanlage ermittelt, die nach einem Neustart vermutlich eine geringe Menge Rauch in den Heizungskeller ausgestoßen hatte. Ein Feuer wurde nicht festgestellt.

Anschließend wurden der Kellerbereich und der Kindergarten umfangreich belüftet. Der Einsatz konnte um 14.15 Uhr beendet werden.

Personen kamen nicht zu Schaden. Während der Maßnahmen wurden die Kinder und die Erzieherinnen in der nahegelegenen Marienschule untergebracht. Der Löschzug Brilon war mit 14 Einsatzkräften vor Ort, weitere alarmierte Kräfte mussten nicht mehr ausrücken. Zur Ursache der Rauchentwicklung liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.

Freitag, 20 Februar 2026 00:37

Karnevals-Bilanz: 100 Fahrer gestoppt

NORDHESSEN. Bei Kontrollen in der Karnevalszeit hat die nordhessische Polizei in diesem Jahr 100 Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die nicht nüchtern unterwegs waren. In 35 Fällen wurden Verfahren wegen Alkohol am Steuer eingeleitet, 65 Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen richten sich gegen Fahrer, die offenbar drogenberauscht unterwegs waren, 31-mal beschlagnahmten Polizeibeamte Führerscheine. Trotz der vielerorts durchgeführten und vorab angekündigten Kontrollen blieben Verkehrsunfälle wegen Alkohol und Drogen am Steuer nicht aus: Bei sechs Unfällen mit zwei Verletzten war Alkohol im Spiel, ein Unfall geht auf das Konto eines drogenberauschten Fahrzeugführers.

2598 Fahrzeuge und 3326 Personen kontrolliert

Um andere Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren durch nicht mehr fahrtüchtige Fahrer zu schützen, waren auch in diesem Jahr in der Karnevalszeit viele Beamte auf den nordhessischen Straßen im Einsatz und stoppten Fahrzeuge im fließenden Verkehr oder an fest eingerichteten Kontrollstellen. 2598 Fahrzeuge sowie 3326 Personen wurden zwischen dem 2. Februar und dem gestrigen Aschermittwoch mit dem Hauptaugenmerk auf die Fahrtauglichkeit überprüft. Dabei führten die Kontrollierenden 936 Atemalkoholtests und 381 Drogenvortests durch.

Von den 35 unter Alkoholeinfluss stehenden Fahrern müssen sich zwölf wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten. Bei ihnen lag der Wert unter 1,1 Promille und es kamen keine weiteren Ausfallerscheinungen hinzu. Sie müssen mindestens mit einem Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. In den übrigen 23 Fällen wurden Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr oder Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet, da Werte ab 0,3 Promille und alkoholbedingte Ausfallerscheinungen vorlagen oder die Fahrer mit mehr als 1,1 Promille angehalten wurden. Hier drohen Geldstrafen und ein längerer Führerscheinentzug.

Auch die 65 mutmaßlich drogenberauschten Fahrer erwartet Konsequenzen in Form von Geldbußen oder -strafen sowie Fahrverboten oder Entzug der Fahrerlaubnis.

Darüber hinaus kontrollierte die Polizei in der Karnevalszeit fünf Personen, die mit Haftbefehlen gesucht wurden und acht Fahrer, die keinen Führerschein hatten. Sie müssen sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. (ots/r)

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Freitag, 20 Februar 2026 00:14

Schwerer Unfall: Feuerwehr befreit Fahrerin

MARSBERG. Zwischen Essentho und Meerhof ist ein Pkw verunglückt, die Fahrerin wurde schwer verletzt und konnte sich nicht selbst befreien. Am Mittwoch gegen 12 Uhr wurden die Löschgruppen Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim sowie der Löschzug Marsberg, die Rathauswache und der Rettungsdienst alarmiert.

Kurz vor dem Ortseingang Essentho aus Richtung Meerhof kam die Frau mit ihrem Fahrzeug aus noch ungeklärter Ursache von der Straße ab. Anschließend kollidierte der Pkw mit Gebüsch am Straßenrand, die Fahrerin blieb im Fahrzeug eingeschlossen.

Rettungskräfte versorgten die Verletzte an der Unfallstelle. Einsatzkräfte stabilisierten das Fahrzeug mit zwei Paratech-Stützen und schalteten das E-Auto stromlos. Eine Rettungskarte, die über die Leitstelle digital bereitgestellt werden konnte, leistete dabei gute Hilfe.

Mit Unterstützung der Feuerwehr wurde die Fahrerin aus dem Auto befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Ein Krankenhaus transportierte sie anschließend zur weiteren Behandlung.

Rund anderthalb Stunden dauerte der Einsatz der 30 Einsatzkräfte aus den genannten Einheiten unter der Leitung von Frank Steker aus Marsberg. Voll gesperrt war die Strecke zwischen Essentho und Meerhof für die Dauer des Einsatzes, die Polizei ermittelt zum Unfallhergang.

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Donnerstag, 19 Februar 2026 23:56

Feuerwehr und Schornsteinfeger im Einsatz

VOLKMARSEN. Im Ehringer Weg ist es zu einem Schornsteinbrand gekommen. Am Donnerstag um 19.04 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort „F2 KAMIN“ alarmiert, bereits auf der Anfahrt war Funkenflug aus dem Schornstein sichtbar.

Ein Trupp ging unter Atemschutz in den Wohnbereich vor und kontrollierte diesen sorgfältig mit einer Wärmebildkamera. Parallel wurde eine Hubarbeitsbühne in Stellung gebracht, um den Schornstein von oben zu kontrollieren und den Brandverlauf zu beurteilen.

Nach dem Eintreffen des zuständigen Schornsteinfegers erfolgte eine erneute Kontrolle des Schornsteins. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung verhindert und die Gefahr beseitigt werden. Nach der entsprechenden Kontrolle wurde der Einsatz beendet.

Im Einsatz waren der Löschzug Mitte sowie Polizei und ein Rettungswagen.

Donnerstag, 19 Februar 2026 17:41

Falscher Polizist ergaunert über 10.000

WALDECK. Erneut haben Betrüger Bargeld und Schmuck im Wert von über 10.000 Euro ergaunert. Ein Täter stellte sich am Telefon als Kriminalbeamter vor und gaukelte einer Seniorin vor, ihr Vermögen sei in Gefahr. Die unter Druck gesetzte Frau glaubte die Geschichte und übergab schließlich Bargeld und Schmuck. Die Kriminalpolizei Korbach führt die weiteren Ermittlungen, bittet um Hinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen und warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche.

Am Dienstag, 17. Februar, gegen 17.00 Uhr ging bei der Seniorin aus Waldeck ein Anruf ein. Der Anrufer stellte sich als „Herr Sperling vom K 4 des Raubdezernat Korbach“ vor. Dramatisch schilderte er, dass eine Nachbarin der angerufenen Frau in ihrem Haus durch Einbrecher gefesselt, geknebelt und ausgeraubt worden sei. Die Polizei habe einen der Täter festnehmen können und dabei eine Liste mit weiteren Adressen aufgefunden, wobei auch die Anschrift der Seniorin aufgeführt sei. Mit dem angeblichen Ziel, weitere Raubstraftaten verhindern zu wollen, sei man auf ihre Hilfe angewiesen. Ihr gesamtes zu Hause gelagertes Vermögen müsse gesichert werden. Von dem Betrüger unter Druck gesetzt, folgte sie den Anweisungen, legte Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von über 10.000 Euro in einen Kochtopf und stellte diesen gegen 19.00 Uhr vor ihr Haus.

Aus Sicherheitsgründen sollte sie sich anschließend von der Haustür und den Fenstern fernhalten. Ein paar Minuten später wurde ihr mitgeteilt, dass die Vermögenswerte abgeholt worden seien. Anschließend hielten die Betrüger die Seniorin noch bis etwa 21.30 Uhr am Telefon. Dabei wurde ihr noch gesagt, dass man sich am nächsten Tag erneut melden werde, da ihre bei einem Geldinstitut gelagerten Vermögenswerte nicht sicher seien, weil auch ein Bankmitarbeiter in die Sache verwickelt sei.

Als die Frau am Mittwochmorgen, 18. Februar, bei ihrem Geldinstitut anrief, fiel der Betrug auf und sie meldete sich sofort bei der Polizei. Am Donnerstagmorgen, 19. Februar, gingen tatsächlich zahlreiche weitere Anrufe ein, die inzwischen informierte Seniorin fiel aber nicht nochmal auf die Betrüger rein.

Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Wer am Dienstag, 17. Februar, insbesondere in der Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr, aber auch an den Folgetagen im Bereich der Bahnhofstraße und der Straße Am Ziegenberg in Waldeck verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 zu melden.

Da es in den letzten Wochen im Landkreis Waldeck-Frankenberg auch wieder vermehrt zu Betrugsversuchen am Telefon gekommen ist, ist davon auszugehen, dass die Kriminellen auch zukünftig mit ihren verschiedenen Betrugsmaschen am Telefon versuchen, Bürger um ihre Ersparnisse zu bringen.

Die Polizei gibt daher die folgenden Tipps:

  • Die „echte“ Polizei erfragt am Telefon keine Details zu Bargeld oder Wertgegenständen im Haus.

  • Die Polizei nimmt kein Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung oder Überprüfung entgegen.

  • Die Polizei fragt nie nach Kontodaten und fordert Sie auch niemals auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen.

  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder familiären Verhältnissen preis.

  • Seien Sie misstrauisch: Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Sie haben immer Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen, Vertrauenspersonen und der örtlichen Polizei.

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen oder einschüchtern. Legen Sie einfach auf.

  • Auch wenn Sie im Display die „110“ oder eine Telefonnummer mit einer Ihnen bekannten Vorwahl sehen: Das sogenannte „Call-ID-Spoofing“ erlaubt es Kriminellen, die eigene Rufnummernanzeige zu ändern und statt der Originalrufnummer eine beliebige Rufnummer anzeigen zu lassen. Kriminelle nutzen diese Möglichkeit nicht nur, um ihre Identität zu verschleiern, sondern auch, um gezielt bei ihrem Gesprächspartner den Eindruck zu erwecken, es handele sich um einen Anruf der Polizei oder einer anderen Behörde.

  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder Sie schon Opfer geworden sind. WICHTIG: Beenden Sie das vorige Telefonat unbedingt durch Auflegen und wählen erst nach einigen Minuten die 110. (ots/r)

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Donnerstag, 19 Februar 2026 08:20

BMW kracht gegen Linienbus

WILLINGEN. Auf der B 251 sind ein Auto und ein Linienbus zusammengestoßen, dabei wurden drei Personen verletzt. Am Dienstag gegen 15.50 Uhr war ein 25-Jähriger aus Arnsberg mit einem BMW von Willingen in Richtung Brilon unterwegs.

Ein 55-Jähriger aus Olsberg fuhr mit einem Linienbus der Marke MAN in entgegengesetzter Richtung. Wie die Polizei gegenüber 112-Magazin mitteilt, kam der BMW am Ortsausgang in einer langgezogenen Rechtskurve aus ungeklärter Ursache von der Fahrspur ab und stieß mit dem entgegenkommenden Bus zusammen.

Schwerverletzt musste der 25-Jährige ins Krankenhaus nach Brilon gebracht werden. Der 55-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde in das Krankenhaus nach Korbach gebracht. Außerdem wurde eine 36-Jährige aus Frankenberg als Mitfahrerin im Bus verletzt.

Der BMW erlitt Totalschaden, der Sachschaden wird mit 17.000 Euro angegeben. Am Linienbus entstand ein Schaden von geschätzt 30.000 Euro.

Nach Angaben der Feuerwehr Willingen wurde die Einsatzstelle unter der Leitung von Kevin Kruk abgesichert. Einsatzkräfte klemmten die Batterien ab, unterstützten Polizei und Rettungsdienste und streuten Betriebsstoffe ab, die anschließend aufgenommen wurden. Im Einsatz waren drei Fahrzeuge und zehn Einsatzkräfte.

Mittwoch, 18 Februar 2026 22:14

Hüfte & Knie: Infoabend mit Experten

KASSEL. Das Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen in der Wilhelmshöher Allee 91 bietet am Mittwoch, 25. Februar, 16.30 bis 18 Uhr die Informationsveranstaltung „Hüfte und Knie im Fokus – Mobilität zurückgewinnen, Lebensqualität erhalten“ an.

Diese Veranstaltung richtet sich an Menschen, die bereits unter Beschwerden der Hüfte oder des Knies leiden oder eine Prothese tragen. Außerdem sind alle, die sich präventiv informieren möchten oder vor einer Therapie- oder Operationsentscheidung stehen, herzlich willkommen.

Die Referenten sind Dr. Joachim Spiller, Leitender Arzt der orthopädischen Reha sowie Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Holger Kraus, Physiotherapeut, Osteopath und fachlicher Leiter des Reha-Zentrums und der Sportwissenschaftler Tobias Hake. Sie erläutern, welche modernen therapeutischen Möglichkeiten es heute gibt – von konservativen Ansätzen bis hin zu operativen Verfahren – und welche Rolle eine gezielte Rehabilitation für ein aktives und selbstbestimmtes Leben spielt.

Themen der Veranstaltung
  • Aufgaben und Belastungen von Hüft- und Kniegelenk im Alltag

  • Häufige Erkrankungen und Verschleißbilder (z. B. Arthrose)

  • Wann sind konservative Therapieformen sinnvoll und wirksam?

  • Wann ist eine operative Versorgung notwendig?

  • Moderne Prothesenversorgung – was ist heute möglich?

  • Die Bedeutung von Rehabilitation und gezieltem Training für den Behandlungserfolg

Besonderheiten der Veranstaltung
  • Anschauliche Darstellung moderner Therapie- und Reha-Konzepte

  • Vorstellung aktueller Trainings- und Behandlungsansätze

  • Modelle und Visualisierungen von Hüft- und Kniegelenken

  • Möglichkeit zum persönlichen Austausch und zur Beantwortung individueller Fragen

Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmendenzahl auf 100 Personen begrenzt ist.

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Mittwoch, 18 Februar 2026 21:57

Darmgesundheit aus einer Hand

BAD WILDUNGEN. Darmgesundheit aus einer Hand: Asklepios Kliniken Bad Wildungen setzen auf ein ganzheitliches Versorgungskonzept

Der Darm ist eines der komplexesten Organe im menschlichen Körper und spielt eine zentrale Rolle für Verdauung, Immunsystem und Stoffwechsel. Gleichzeitig zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. Mit einem gastroenterologischen Zentrum setzen die Asklepios Kliniken Bad Wildungen im Bereich Darmgesundheit auf ein ganzheitliches Konzept: Vorsorge, Diagnostik, chirurgische Therapie und Nachsorge greifen eng ineinander. Im Interview erklären Dr. Martin Schnaubelt (Chefarzt Innere Medizin), Hussein Al-Muddaeai (Chefarzt Allgemein- und Viszeralmedizin), Dr. Rolf Lange (Asklepios MVZ Bad Wildungen / Praxis für Innere Medizin) und Dr. Olaf Sawal (Chefarzt der Asklepios Helenenklinik Bad Wildungen), wie ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit eine Behandlung „aus einer Hand“ ermöglicht, welche Vorteile dies für die Patienten bietet und warum Teamwork bei komplexen Fällen besonders wichtig ist.

Fangen wir bei der Vorsorge an: Früherkennungsuntersuchungen können das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, deutlich senken. Warum sind Darmspiegelungen so wichtig?

Dr. Martin Schnaubelt: Darmkrebs entsteht häufig aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen, die über Jahre wachsen. Darmspiegelungen beziehungsweise Koloskopien sind deshalb so wichtig, weil Veränderungen frühzeitig erkannt und die Polypen direkt endoskopisch entfernt werden können. Studien zeigen, dass eine konsequente Darmkrebsvorsorge das Erkrankungsrisiko um bis zu 90 Prozent senken kann. Der erste Schritt dazu erfolgt in der Regel über den Haus- oder Facharzt. Auch wir bieten im Asklepios MVZ Innere Medizin über Dr. Lange eine ausführliche Beratung zu Früherkennungsmöglichkeiten an. Die Spiegelung selbst wird in der angegliederten Stadtklinik durchgeführt, wo in der Endoskopie Geräteeinheiten nach aktuellem Höchststandard zum Einsatz kommen. Das Besondere bei uns ist, dass unsere Patienten eine integrierte gastroenterologische Versorgung erhalten. Alle nächsten Schritte, von weiteren Diagnosen über eine mögliche stationäre Therapie bis hin zu Nachsorge und Reha, können nahtlos aufeinander abgestimmt werden.

Gibt es Risikogruppen, die besonders von der Darmkrebsvorsorge profitieren?

Dr. Rolf Lange: Ja, mit höherem Lebensalter steigt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Empfohlen wird eine regelmäßige Vorsorge daher ab dem 50. Lebensjahr. Bei einer familiären Vorbelastung sollte man deutlich früher mit der Vorsorge beginnen und engmaschige Kontrollen wahrnehmen. Als Risikofaktoren gelten außerdem Rauchen, ungesunde Ernährung, starkes Übergewicht oder Diabetes mellitus.

Was geschieht, wenn bei einer Vorsorgeuntersuchung ein auffälliger Befund festgestellt wird?

Dr. Martin Schaubelt: Wird bei einer Koloskopie Gewebe entfernt, wird dieses im Labor sorgfältig untersucht. Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, entwickeln wir in einer Tumorkonferenz gemeinsam mit Kollegen aus verschiedenen Fachabteilungen eine individuelle und bestmögliche Behandlungsstrategie für den Patienten. Gerade bei komplexen Fällen ist dieser interdisziplinäre Austausch besonders wichtig, um alle Therapieoptionen sorgfältig abzuwägen. Dabei orientieren wir uns an den wissenschaftlichen Leitlinien der Fachgesellschaften. Für weiterführende Untersuchungen steht in unserem Haus die ganze Bandbreite modernster Diagnostik zur Verfügung, unter anderem CT, MRT und Endosonografie.

Bei der Entfernung von fortgeschrittenen Darmtumoren kommt an der Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen hochmoderne Technik zum Einsatz: Die überwiegende Anzahl der Eingriffe wird mit dem Da Vinci-Operationsroboter durchgeführt. Welche Vorteile bietet diese Methode?

Hussein Al-Muddaeai: Das robotergestürzte Operationsverfahren ist besonders schonend, da die Roboterarme äußerst beweglich sind und auch auf engstem Raum wie im kleinen Becken sehr präzise arbeiten können. Auf diese Weise wird umliegendes Gewebe – Nervenstränge, Muskeln und Organe – geschont. Insbesondere bei tiefsitzenden Enddarm-Tumoren in der Nähe des Schließmuskels bedeutet diese Technik einen Quantensprung. Patienten sind nach der Operation deutlich schneller wieder fit und benötigen weniger Schmerzmittel. Auch eine geringere Komplikationsrate ist ein großer Vorteil. Zudem ist die vorübergehende Versorgung mit einem Stoma dank des gewebeschonenden Verfahrens nur noch sehr selten notwendig.

Wie geht es nach einer Darmoperation weiter?

Dr. Olaf Sawal: Obwohl Darmoperationen dank modernster Technik heute meist sehr schonend sind, brauchen viele Patienten danach erst einmal Zeit, um wieder richtig Kraft zu sammeln und im Alltag sicher zu werden. Eine Anschluss-Heilbehandlung hilft genau dabei: Sie unterstützt, die Selbstständigkeit zu erhalten, verlorene Leistungsfähigkeit Schritt für Schritt zurückzugewinnen und die Lebensqualität zu verbessern. Ein großer Vorteil unseres Gastroenterologie-Zentrums ist, dass die Reha direkt in Bad Wildungen stattfinden kann – also wohnortnah und ohne lange Wege. Gerade nach einer Operation ist das für viele eine enorme Erleichterung: Man kann sich auf die Genesung konzentrieren, bleibt in vertrauter Umgebung und Angehörige können leichter unterstützen. Zudem profitieren unsere Patienten davon, dass alle behandelnden Ärzte sowie das Team vor Ort die Krankengeschichte bereits kennen. Das sorgt für Sicherheit, Vertrauen und eine Behandlung, die optimal auf die persönliche Situation abgestimmt ist.

Die Helenenklinik Bad Wildungen ist auch eine von wenigen Einrichtungen, die eine spezielle gastroenterologische Rehabilitation anbietet. Was gehört zu diesem Konzept?

Dr. Olaf Sawal: Das stimmt, es gibt deutschlandweit nur wenige gastroenterologische Rehabilitationskliniken. Bei uns stehen neben der Verbesserung der aktuellen Beschwerden auch die Vermittlung von Wissen über die Erkrankung und Maßnahmen zur „Selbsthilfe“ im Vordergrund. Zum ganzheitlichen Konzept gehören zum Beispiel Bewegungstraining, Physiotherapie, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung. Unterstützt werden wir von speziell ausgebildeten Stoma-Therapeuten und Wundpflegekräften. Wichtig: Wir betrachten jeden Patienten individuell und erstellen einen auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Therapieplan.

Welche Vorteile hat die enge Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen, aber auch der medizinischen Einrichtungen von Asklepios in Bad Wildungen?

Dr. Martin Schnaubelt: In der Stadtklinik, im MVZ und in der Helenenklinik pflegen wir ein familiäres, kollegiales Miteinander. Wir verstehen uns als Team und haben unsere Patienten stets gemeinsam im Blick. (Pamela De Felippo)

BAD WILDUNGEN. An einer Einmündung zur B 253 sind zwei Autos zusammengestoßen, zwei Fahrerinnen wurden verletzt. Am Mittwoch, 18. Februar, gegen 10.34 Uhr befuhr eine 47-Jährige aus Edertal mit ihrem roten Suzuki die Odershäuser Straße in Richtung Bundesstraße und wollte nach links in Richtung Fritzlar abbiegen.

Beim Auffahren auf die B 253 übersah sie nach Angaben der Polizei eine 29-Jährige aus Bad Wildungen, die mit ihrem orangefarbenen Toyota in Richtung Hundsdorf unterwegs war. Beide Fahrzeuge erlitten Totalschaden.

Die 47-Jährige wurde leicht verletzt und musste nicht ins Krankenhaus. Die 29-Jährige wurde verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden am Suzuki wird mit 12.000 Euro angegeben, am Toyota mit 7500 Euro. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Auf 19.500 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Unfall über das automatische Notrufsystem (E-Call) eines Pkw gemeldet. Einsatzkräfte stellten fest, dass niemand eingeklemmt war. Die Maßnahmen beschränkten sich auf das Batteriemanagement an den Unfallfahrzeugen und die Reinigung der Fahrbahn. Geleitet wurde der Einsatz vom stellvertretenden Wehrführer Daniel Lichtblau.

HAINA (KLOSTER). In Löhlbach wird die Sanierung der Ortsdurchfahrt an der B 253 im ersten Bauabschnitt unter Vollsperrung fortgesetzt. Ab Montag, 23. Februar, werden die restlichen Arbeiten des 1. Bauabschnitts wieder unter Vollsperrung durchgeführt.

Die Gemeindeverwaltung teilt mit, dass die Sperrung voraussichtlich bis 15. Mai andauern wird. Betroffen sind zwei Baufelder. Im ersten Abschnitt von der Tankstelle bis zur Kreuzung Raiffeisenstraße stehen unter anderem Pflasterarbeiten an den restlichen Gehwegen, Asphaltarbeiten an der Anbindungsstraße sowie Beschilderungen und Straßenmarkierungen an.

Im zweiten Baufeld von der Kreuzung Raiffeisenstraße bis zur Kreuzung Hainaer Straße sind der Rückbau der alten Straße und der Gehwege, die Verlegung der Trinkwasserleitung inklusive Hausanschlüssen, die teilweise Verlegung von Stromkabeln, die Erneuerung von Kanal-Hausanschlussleitungen sowie der Neubau von Fahrbahn und Gehwegen vorgesehen.

Wie bei der Vollsperrung 2025 gelten erneut die bekannten überörtlichen Umleitungsstrecken sowie die weitläufigen Umleitungsstrecken für den Lkw-Verkehr. Die Gemeinde bittet um Verständnis und Beachtung.

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