Michael Fränkel

Michael Fränkel

HÖXTER. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 64 zwischen Höxter und Godelheim sind am Donnerstagabend ein Gefahrgutzug und ein VW Golf in den Graben geraten. Die Autofahrerin musste von der Feuerwehr aus ihrem Wagen befreit werden.

Gegen 19 Uhr war eine 27-Jährige mit ihrem VW Golf von Höxter in Richtung Godelheim unterwegs, als sie in Höhe der Godelheimer Seen zunächst nach links von ihrer Fahrspur abkam. Dabei touchierte sie einen entgegenkommenden Lastwagen und geriet anschließend in den linken Straßengraben, wo ihr Auto gegen einen Baum prallte. Dem Wagen entgegen kam ein Gefahrgutzug mit einem Kohlensäure-Tank. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der 36 Jahre alte Lastwagenfahrer nach links aus, wobei auch sein Gespann im Straßengraben landete.

Stark beschädigt wurde die Zugmaschine, während der Tank des Aufliegers nach ersten Erkenntnissen weitgehend unbeschädigt blieb, sodass kein Gas austrat. Leicht verletzt wurde der aus der Region Koblenz stammende Lastwagenfahrer. Schwerer traf es die 27-Jährige aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, die in ihrem Fahrzeug eingeklemmt war und mit technischem Gerät befreit werden musste. Anschließend brachte der Rettungsdienst sie in ein Krankenhaus. Nach ersten Einschätzungen besteht keine Lebensgefahr. An ihrem Wagen entstand Totalschaden.

Für die Bergung des Lastwagen-Gespanns kamen zwei Spezialkräne zum Einsatz. Ein Abschleppunternehmen transportierte das Fahrzeug anschließend ab. Während der Unfallaufnahme und der aufwändigen Bergungsarbeiten blieb die B 64 für etwa sieben Stunden voll gesperrt.

Als mögliche Ursache wird ein medizinischer Hintergrund bei der 27-Jährigen vermutet. Auf 50.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. (ots/r)

Samstag, 28 März 2026 00:08

Defekte Powerbank löst Wohnheimbrand aus

PADERBORN. Zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einer Wohneinrichtung an der Pontanusstraße sind am Donnerstagabend (26. März) zahlreiche Einheiten alarmiert worden. Aufgrund der besonderen Nutzung des Objekts wurden früh umfangreiche Maßnahmen eingeleitet.

Noch auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte die Information, dass Betreuer der Einrichtung eine Rauchentwicklung in einem Raum im Erdgeschoss bemerkt hatten. Gegen 21 Uhr bestätigte sich diese Lage vor Ort, woraufhin der betroffene Gebäudeabschnitt geräumt wurde. Parallel bereitete die Feuerwehr Lösch- und Belüftungsmaßnahmen vor. Ein Trupp unter Atemschutz brachte den Entstehungsbrand in einem Abstellraum schnell unter Kontrolle. Auslöser war vermutlich ein technischer Defekt an einer Powerbank, die eine Mitarbeiterin in einem Spind aufbewahrt hatte.

Die Bewohner der Wohngruppe wurden durch das Personal in einem anderen Gebäudeteil betreut. Durch das schnelle Eingreifen konnten die Räumlichkeiten weitgehend rauchfrei gehalten werden, sodass alle Betroffenen nach Abschluss der Maßnahmen unverletzt in ihre Zimmer zurückkehren konnten. Neben den hauptamtlichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord waren auch die ehrenamtlichen Einheiten der Löschzüge Stadtmitte und Elsen im Einsatz. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte mit vier Löschfahrzeugen, zwei Drehleitern, einem Rettungswagen, einem Notarzt sowie dem Führungsdienst vor Ort.

Bereits am späten Nachmittag war die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einer Turnhalle am Kaukenberg gerufen worden. Dort kam es zu einem Entstehungsbrand in einem Küchenbereich, der mit einem Kleinlöschgerät gelöscht werden konnte. In beiden Fällen verhinderte die frühzeitige Branderkennung durch die Brandmeldeanlagen größere Schäden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (ots/r)

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KORBACH. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg setzt seine Kampagne gegen Catcalling auch in diesem Jahr fort. Unter Beteiligung von EWF, NVV und Kurhessenbahn soll dabei noch stärker zu mehr Zivilcourage bei verbaler sexueller Belästigung aufgerufen werden.

Seit 2023 ist der Landkreis mit seinem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit Teil der bundesweiten Kampagne #KeinKompliment. Im Rahmen der Aktion werden Catcalling-Erlebnisse gesammelt und am Nationalen Aktionstag, dem zweiten Freitag im Juni, anonym mit Kreide auf die Straße gebracht. Ziel ist es, Catcalling, also verbale sexuelle Belästigung, sichtbar zu machen und dafür zu sensibilisieren.

Unter dem Motto „Catcalling ist kein Kompliment. Wegsehen aber auch nicht.“ wird in Waldeck-Frankenberg auch in Bussen und Bahnen auf das Thema aufmerksam gemacht. Mit der diesjährigen Kampagne soll zu mehr Zivilcourage bei verbaler sexueller Belästigung aufgerufen werden. Als Kooperationspartner stehen in diesem Jahr der heimische Energieversorger EWF, der Nordhessische Verkehrsverbund und die Kurhessenbahn zur Verfügung.

Im öffentlichen Nahverkehr macht die Sensibilisierung nach Angaben der Beteiligten besonders Sinn. Verbale sexuelle Belästigungen fänden überwiegend im öffentlichen Raum statt. Dazu gehörten etwa auch Bushaltestellen oder Bahnhöfe. Wichtig sei es deshalb, genau in diesem öffentlichen Raum auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen, insbesondere für Menschen, die Catcalling beobachten und Betroffenen helfen können.

Die Unterstützungsangebote zeigen Beobachtenden Möglichkeiten auf, Betroffene zu unterstützen. Sexuelle Belästigung betrifft nicht nur die direkt Betroffenen, sondern kann auch das Sicherheitsgefühl anderer Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum beeinträchtigen. Es geht dabei nicht darum, im öffentlichen Raum für Sicherheit zu sorgen, sondern Menschen dazu zu befähigen, sich gegenseitig zu unterstützen, wenn sie das Gefühl haben, dass Grenzen überschritten werden. In bedrohlichen Situationen oder im Zweifel ist immer die Polizei hinzuzuziehen.

Nach Angaben des Landkreises hat sich der öffentliche Nahverkehr mit der Kampagne im vergangenen Jahr als wichtiger Raum erwiesen, um möglichst viele Menschen mit der Botschaft zu erreichen. In kurzer Zeit seien dem Frauenbüro im Rahmen der Kampagne 2025 mehr Erfahrungen mit verbaler sexueller Belästigung gemeldet worden als in den Vorjahren insgesamt. Das unterstreiche die Bedeutung sichtbarer Sensibilisierung im öffentlichen Raum und zeige zugleich weiteren Handlungsbedarf.

Durch die Debatte um das, was Collien Fernandes von ihrem Ehemann angetan wurde, hat das Thema nach Angaben des Landkreises eine hochaktuelle neue Bedeutung gewonnen. Nicht nur Frauen forderten nun vermehrt, dass es nicht allein Aufgabe von Betroffenen sein könne, jede Form von Gewalt gegen Frauen zu benennen und sich solidarisch zu zeigen. Das sei eine Aufgabe, die von der Gesamtgesellschaft getragen werden müsse. Gewalt beginne nicht erst mit einem Schlag oder mit verbaler sexueller Belästigung im öffentlichen Raum. Sie beginne dort, wo sich niemand gegen sexistisches Verhalten positioniere und lieber weggesehen werde, anstatt Betroffene zu unterstützen.

Aufruf Erfahrungen mit Catcalling zu melden

Betroffene können Erfahrungen mit verbaler sexueller Belästigung online auf der Website des Landkreises oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Es geht dabei auch darum, Betroffenen die Möglichkeit zu geben, selbstwirksam ihre Stimme gegen das zu erheben, was ihnen passiert ist. Eine häufige Reaktion auf Catcalling ist Wut, Wut darüber, sich so etwas gefallen lassen zu müssen. Oft werden Betroffene von solchen Vorfällen überrascht und haben nur einen kurzen Moment, um zu reagieren. In der Situation bleibt wenig Zeit zum Nachdenken, wie man sich verhalten soll. Im Nachhinein ärgern sich viele darüber, nicht schlagfertiger gewesen zu sein oder anders gehandelt zu haben. Die Möglichkeit, solche Vorfälle zu melden, kann Betroffenen helfen, die Deutungshoheit über die Situation zurückzugewinnen.

Über den QR-Code auf dem Plakat zur Kampagne, das in Bussen und Bahnen aushängt, gelangt man ebenfalls zum Meldeprozess auf der Website. Meldungen von Vorfällen helfen, das Ausmaß verbaler sexueller Belästigung zu erfassen und daraus weitere Maßnahmen abzuleiten. Die gesammelten Catcalling-Erlebnisse werden am bundesweiten Aktionstag am 12. Juni öffentlichkeitswirksam sichtbar gemacht.

Zahlen

Die im Februar 2026 veröffentlichte Dunkelfeldstudie „Lebenssituation Sicherheit und Belastung im Alltag“ der Bundesministerien und des Bundeskriminalamtes zeigt, dass 56,7 Prozent aller Frauen in ihrem Leben sexuelle Belästigung ohne Körperkontakt erlebt haben, worunter auch Catcalling fällt.

Nach einer Befragung aus dem Jahr 2021 sind insbesondere Frauen, diverse Personen und Menschen, die sich dem LGBTQIA+-Spektrum zugehörig fühlen, von Catcalling betroffen. Verübt werden die Belästigungen fast ausschließlich von Männern. Meistens finden die sexuellen Belästigungen abends auf öffentlichen Plätzen, bei Fahrten in Bus oder U-Bahn sowie in Clubs, Bars und Kneipen statt. Das Durchschnittsalter, in dem Catcalling am häufigsten erlebt wird, liegt bei 19 Jahren.

Auch wenn die Statistiken eine eindeutige Mehrheit in der Betroffenheit von Frauen belegen, gibt es auch männliche Betroffene. Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2020 erleben 44 Prozent der Frauen und 32 Prozent der Männer in Deutschland Situationen, in denen sexistische Zeichen und Übergriffe an sie adressiert sind. Untersuchungsgegenstand war dabei allerdings nicht ausdrücklich Catcalling. 68 Prozent der weiblichen Opfer sexistischer Übergriffe sind 16 bis 24 Jahre alt, 43 Prozent der männlichen Opfer sexistischer Übergriffe sind jünger als 25 Jahre.

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Donnerstag, 26 März 2026 23:24

Drogen unter Solarmodulen – Zoll schlägt zu

FRANKFURT AM MAIN. Rund 654 Kilogramm Marihuana hat der Frankfurter Zoll am vergangenen Sonntag, 22. März, am Flughafen bei der Kontrolle einer Luftfrachtsendung aus den USA festgestellt. Versteckt waren die Drogen unter Solarmodulen. In 1309 luftdicht verschweißten Kunststoffpaketen befanden sich die Cannabisblüten unauffällig verborgen.

Verständigt wurden unmittelbar nach der Sicherstellung durch Einheiten des Zolls die Ermittler des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt leiteten sie weitere Schritte zur Identifizierung der Verantwortlichen des Rauschgiftschmuggels ein. Bestimmt sein sollte die sichergestellte Sendung nach bisherigen Erkenntnissen für eine Scheinfirma mit Sitz in Darmstadt.

Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Darmstadt vollstreckten Frankfurter Zollfahnder am Dienstag, 24. März, in Darmstadt sowie den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau insgesamt vier Durchsuchungsbeschlüsse in Wohn- und Geschäftsräumen. Festgenommen wurde hierbei ein 30-jähriger Mann aus Nauheim durch die Teams vor Ort. Er ist dringend tatverdächtig, für die illegale Einfuhr des Marihuanas verantwortlich zu sein.

Vorgeführt wurde der Tatverdächtige am gestrigen Donnerstag, 25. März, auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter beim Amtsgericht Darmstadt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an. Ermittlungen in dem Sachverhalt dauern an.

KORBACH. In der leerstehenden Klosterschule in der Korbacher Altstadt ist am Donnerstagvormittag ein Brand entdeckt worden. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Gegen 9.45 Uhr bemerkte ein Passant einen Feuerschein im Erdgeschoss des Gebäudes und setzte den Notruf ab. Alarmiert wurden die Feuerwehr Korbach sowie Einheiten aus Nordenbeck und Lelbach. Vorsorglich rückte auch ein Rettungswagen an.

Beim Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich die Meldung. Im Inneren der Klosterschule lokalisierten die Einsatzkräfte einen kleinen Brandherd. Brandgut wurde aus dem Gebäude gebracht und abgelöscht. Ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude konnte verhindert werden.

Bei der vorsorglichen Kontrolle des Gesamtgebäudes entdeckten die Einsatzkräfte außerdem einen dort schlafenden Obdachlosen. Nach Angaben vor Ort stand der Mann nicht mit dem Brand in Verbindung. Bei einer Ausbreitung des Feuers hätte für ihn jedoch schnell Lebensgefahr bestanden.

Während der Löscharbeiten musste der Altstadtring in diesem Bereich voll gesperrt werden. Mehrere Mitarbeiter des Ordnungsamtes übernahmen die Verkehrsregelung. Nach etwa 45 Minuten waren die Maßnahmen beendet und die Fahrzeuge kehrten zum Stützpunkt zurück.

Hinweise nimmt die Polizei in Korbach entgegen. Wer am Donnerstagvormittag verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Klosterschule gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631 9710 zu melden.

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Donnerstag, 26 März 2026 00:06

Schwerpunkteinsatz in der Innenstadt

PADERBORN. Bei einem Schwerpunkteinsatz in der Innenstadt haben Polizei, Ordnungsamt und Ausländerbehörde am Mittwoch zahlreiche Personen kontrolliert und mehrere Verstöße festgestellt.

Zwischen 15 und 22 Uhr waren die Einsatzkräfte im Rahmen des Behördenschwerpunkts „Wir sind da - mit Sicherheit“ unterwegs. Unterstützt wurde die Maßnahme auch von einem Diensthundführer der Paderborner Polizei. Besondere Aufmerksamkeit galt den Bereichen Westenmauer, Brückengasse und oberer Königsplatz. Zudem bestreiften die Teams den gesamten Innenstadtbereich, das Paderquellgebiet, den Riemekepark und die Paderwiesen.

Am Nachmittag trafen die Einsatzkräfte vor allem Personen aus der örtlichen Trinkerszene an. In den Abendstunden kontrollierte die Polizei dann zahlreiche Menschen, die der Betäubungsmittelszene zugeordnet wurden. Insgesamt wurden 50 Personenkontrollen durchgeführt. Hinzu kamen 14 Platzverweise sowie sechs Beobachtungs- und Feststellungsberichte. Eine Strafanzeige fertigte die Polizei, nachdem in der Toilettenanlage am Westerntor eine Tüte mit Diebesgut gefunden worden war.

Zwei Personen kamen vorläufig in Polizeigewahrsam. Darüber hinaus nahmen die Beamtinnen und Beamten mehrere Personalien auf.

Am Rolandsweg stoppten die Einsatzkräfte einen Autofahrer, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs war. Im Riemekepark stellten sie bei einer Person Kokain sicher. In beiden Fällen wurden Anzeigen geschrieben.

Auf der Bahnhofstraße kontrollierten die Beamtinnen und Beamten einen syrischen Staatsangehörigen, der mit einem Auto unterwegs war und einen gefälschten bulgarischen Führerschein vorzeigte. Gegen ihn wurde unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung ermittelt.

Zusätzlich schrieben die Einsatzkräfte neun Ordnungswidrigkeitenanzeigen und ahndeten sieben Verkehrsverstöße. Darunter waren auch Fälle, in denen zwei Personen gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs waren.

Im Rahmen des Behördenschwerpunkts „Wir sind da - mit Sicherheit in der Paderborner Innenstadt“ legen Polizei und Ordnungsbehörden in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Ordnungsstörungen und Straftaten, insbesondere Gewalt-, Betäubungsmittel- und Eigentumsdelikte. Ziel ist es nach Angaben der Polizei, das Dunkelfeld weiter aufzuhellen und kriminelle Strukturen durch sichtbare Präsenz und gezielte Einsätze zurückzudrängen.

Mittwoch, 25 März 2026 23:51

Erste Hebammen-Studentin am Ziel

FRANKENBERG. Im Kreißsaal des Klinikums Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg gibt es einen besonderen Grund zur Freude: Lena Schüssler hat als erste Studentin des dualen Studiengangs Hebammenkunde ihr Examen erfolgreich bestanden.

Vor drei Jahren startete sie als Pionierin der Kooperation zwischen der Klinik und der Fachhochschule Fulda.

Aufwertung des Berufes

Die Akademisierung stärkt die moderne Geburtshilfe mit ihren gestiegenen medizinischen Anforderungen und stellt sie auf eine fundierte wissenschaftliche Basis. Das Studium bereitet Hebammen gezielt auf die hohe Eigenverantwortung bei Geburten sowie auf eine Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft auf Augenhöhe vor. Gleichzeitig steigert der Bachelor-Abschluss die Attraktivität sowie das Ansehen des Berufs und eröffnet neue Karrierewege in Forschung und Klinik-Management.

„Die Kooperation bei diesem dualen Studium mit der Fachhochschule Fulda ist ein Gewinn für beide Seiten“, stellt Pflegedienstleiterin Silvia Vesper fest. „Wir bieten jedes Jahr einen Studienplatz an und haben viele Bewerbungen. Drei weitere Studentinnen sind bei uns angestellt, die oder der nächste Studierende startet im Oktober.“

Theorie trifft Praxis

Während des sieben Semester dauernden Studiums absolvierte Lena Schüssler den Großteil ihrer 2200 Praxisstunden im Frankenberger Kreißsaal, eng begleitet von der erfahrenen Hebamme und Praxisanleiterin Marie-Louise Beer sowie dem Hebammenteam. Der theoretische Teil wurde an der Fachhochschule Fulda vermittelt.

„Wir sind unglaublich stolz auf die Leistung von Frau Schüssler“, betont Gina Gönnewicht, Hebamme und kommissarische Kreißsaal-Leitung. „Sie hat nicht nur fachliche Exzellenz bewiesen, sondern auch das nötige Fingerspitzengefühl und die Empathie, die eine erstklassige Hebammenarbeit ausmachen.“

„Hebammen sind die tragenden Säulen unserer Geburtshilfe. Sie begleiten neues Leben mit einer einzigartigen Mischung aus medizinischem Fachwissen und menschlicher Wärme“, erklärt Geschäftsführerin Anne Bülling. „Wir gratulieren Lena Schüssler von ganzem Herzen zu ihrem verdienten Abschluss.“

Geburtshilfe für eine neue Hebamme

Lena Schüssler, die aus Bad Berleburg stammt, blickt mit Freude auf ihre Zeit in Frankenberg zurück: „Die Offenheit des Teams und die intensive Begleitung während der Praxisphasen haben mich geprägt. Ich habe 93 Geburten sowie viele Geburtsbegleitungen während meines Studiums erlebt und viele einzigartige Erfahrungen gesammelt. Jede einzelne Geburt war ein wundervolles Erlebnis, besonders meine erste und meine letzte, die ich völlig eigenständig begleiten durfte, werden mir besonders in Erinnerung bleiben. Ich bedanke mich herzlich bei dem Team im Krankenhaus. So wie die Kolleginnen und Kollegen hier jeden Tag Babys bei ihrem Start ins Leben helfen, haben sie auch mich bei meinem Start ins Berufsleben intensiv unterstützt. Für angehende Studierende der Hebammenkunde kann ich Frankenberg als Ausbildungsstätte empfehlen.“

Kreißsaalbesichtigung jeden ersten Dienstag im Monat

Die leitende Oberärztin in Frankenberg, Gabriele Schalk, ist ebenfalls stolz auf das Kreißsaalteam. „Wir haben schon 85 Geburten in diesem Jahr betreut, die werdenden Eltern vertrauen uns. Den ersten Kontakt knüpfen wir oft bei einer Kreißsaalführung. Diese finden jeden ersten Dienstag im Monat statt, das nächste Mal am 7. April. Als kommissarische Leiterin der Gynäkologie und Geburtshilfe bin ich gerne dabei. Zusammen mit einer Hebamme und einer Pflegekraft der Geburtsstation informieren wir ausführlich über die Vorstellung zur Geburt, den Kreißsaal und die Versorgung auf der Station im Wochenbett. Wir beantworten gerne alle Fragen, die die werdenden Eltern vor diesem wichtigen Ereignis in ihrem Leben beschäftigen.“

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WALDECK. Hessen Mobil beginnt mit einer Baumaßnahme in zwei Abschnitten auf der Landesstraße 3256 in und bei Waldeck. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme wird unter anderem die Fahrbahn grundhaft erneuert sowie ein Radweg ausgebaut. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2026.

Am Montag, 30. März, starten die Arbeiten zunächst in der Ortsdurchfahrt von Waldeck. Betroffen ist die Dr.-Mauser-Straße zwischen der Sachsenhäuser Straße und dem Abzweig Pfeifenstraße. Der erste Bauabschnitt ist eine Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Waldeck, die dort die Trinkwasserleitungen erneuert. Hessen Mobil erneuert die Fahrbahn grundhaft. Dieser erste Bauabschnitt dauert voraussichtlich bis Mitte Mai.

Während der Arbeiten wird die Dr.-Mauser-Straße im genannten Bereich voll gesperrt. Eine ausgewiesene Umleitungsstrecke für den überörtlichen Verkehr führt von Buhlen auf der B 485 über Netze und weiter über die L 3388 nach Waldeck sowie in umgekehrter Richtung zurück. Die Zufahrt zur Zimmerstraße und zur Pfeifenstraße erfolgt von der Sachsenhäuser Straße.

Im weiteren Verlauf der Baumaßnahme finden Arbeiten auf der freien Strecke zwischen Waldeck und dem Anschluss an die B 485 statt sowie auf dem parallel verlaufenden Radweg, der an den Ederseebahnradweg anschließt. Hessen Mobil will rechtzeitig vor dem Wechsel in den nächsten Bauabschnitt informieren.

Knapp 2,1 Millionen Euro investiert das Land Hessen in die Gesamtmaßnahme, davon rund 380.000 Euro in den Ausbau des Radwegs. Die Stadt Waldeck investiert mehr als 50.000 Euro in die Erneuerung der Trinkwasserleitung in der Dr.-Mauser-Straße.

Hessen Mobil und die Stadt Waldeck bitten um Verständnis für die anstehende Baumaßnahme und die damit einhergehenden verkehrlichen Einschränkungen.

Für Bürgerinnen und Bürger: Aktuelle Infos per WhatsApp

Aktuelle Infos, Fotos, Einblicke und mehr zu dieser Baumaßnahme gibt es für Bürgerinnen und Bürger auch per WhatsApp. Die Anmeldung erfolgt via QR-Code oder Link auf der Website von Hessen Mobil unter https://mobil.hessen.de/whatsapp. Über den WhatsApp-Kanal informiert Hessen Mobil dann auch zu den anstehenden Baumaßnahmen auf der L 3215 bei Netze sowie auf der L 3086 zwischen der Sperrmauer und dem Abzweig nach Hemfurth.

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Mittwoch, 25 März 2026 17:15

Unfallflucht nach Spiegelkollision

WILLINGEN. Nach einer Unfallflucht auf der K 61 bei Willingen bittet die Polizei um Hinweise zu dem verursachenden Fahrzeug.

Am Dienstag kam es gegen 15 Uhr im Begegnungsverkehr zum Zusammenstoß der Außenspiegel eines weißen Ford Transit und eines entgegenkommenden Fahrzeugs. Nach den vorliegenden Angaben soll es sich dabei um einen silbergrauen Toyota Landcruiser gehandelt haben, der von Bömighausen in Richtung Welleringhausen unterwegs war. Am Ford Transit entstand ein Schaden am Außenspiegel. Ohne sich um die Folgen des Unfalls zu kümmern, setzte der Fahrer des Toyota seine Fahrt fort.

Hinweise nimmt die Polizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen.

Mittwoch, 25 März 2026 12:04

Blitzer in Flechtdorf

DIEMELSEE. In Flechtdorf wird aktuell eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Gemessen wird links am Ortseingang aus Richtung Korbach kommend, in Höhe des alten Försterhauses. Eingesetzt wird ein weißer Bus. Erlaubt sind 50 km/h.

Geschwindigkeitskontrollen dienen der Verkehrssicherheit und sollen Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit verhindern. Insbesondere auf Landstraßen kann zu schnelles Fahren ein hohes Risiko darstellen.


Das Team von 112-magazin.de appelliert an alle Fahrer, die geltenden Tempolimits grundsätzlich einzuhalten – auch dann, wenn keine Blitzer gemeldet werden.

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