Michael Fränkel

Michael Fränkel

Dienstag, 23 Juni 2026 01:25

Tiere jetzt vor Hitze schützen

WALDECK-FRANKENBERG. Tiere auf der Weide müssen bei anhaltend heißen Temperaturen unbedingt genügend Schattenplätze und ausreichend Trinkwasser haben. Darauf weist der Landkreis Waldeck-Frankenberg nochmals hin.

Tiere brauchen besonderen Schutz

Mit steigenden Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung benötigen Nutz- und Haustiere besonderen Schutz. Ausreichend frisches Wasser und schattige Rückzugsorte sind für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit unverzichtbar.

Anders als Menschen können Tiere Hitze nur eingeschränkt ausgleichen. Bei hochsommerlichen Temperaturen kann eine unzureichende Versorgung schnell zu gesundheitlichen Problemen oder sogar lebensbedrohlichen Situationen führen.

Der Fachdienst Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen weist deshalb auf die besonderen Anforderungen der Tierhaltung während der Sommermonate hin.

Wasser, Schatten, Insektenschutz

„Eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser und genügend Schattenplätze sind in dieser Jahreszeit überlebenswichtig“, betont Amtstierärztin Catherina Hoes. „Idealerweise befinden sich die Schattenbereiche unter größeren Baumgruppen. Auch Unterstände oder Sonnensegel können wirksamen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bieten.“

Tiere versuchen bei Hitze, ihre Körpertemperatur durch vermehrtes Trinken, Schwitzen, eine erhöhte Atemfrequenz oder das Befeuchten der Körperoberfläche zu regulieren.

Schattige Bereiche sorgen dabei nicht nur für Abkühlung, sondern bieten zugleich Schutz vor Fliegen, Bremsen und Stechmücken.

Verstärkte Kontrollen im Sommer

Wichtig ist, dass Schatten- und Liegeflächen ausreichend groß dimensioniert sind, damit alle Tiere gleichzeitig Schutz finden können.

„Herdentiere wie Schafe, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde oder Geflügel ruhen und fressen häufig zur gleichen Zeit. Deshalb müssen genügend geschützte Bereiche für den gesamten Bestand vorhanden sein“, erklärt Hoes.

Zum Schutz der Tiere wird der Fachdienst die Haltungsbedingungen von Nutz- und Haustieren während der Sommermonate verstärkt kontrollieren.

Für Fragen stehen die Mitarbeiter des Fachdienstes Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen des Landkreises zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de.

Dienstag, 23 Juni 2026 01:14

Kommunen schlagen Alarm wegen Finanzkrise

NORDHESSEN. Mit dem bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ machen Landkreise, Städte und Gemeinden auf die dramatische Finanzsituation der Kommunen aufmerksam. Bund und Länder werden aufgefordert, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.

Bundesweit beteiligen sich Landkreise, Städte und Gemeinden sowie die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund an dem Aktionstag. Die drei kommunalen Spitzenverbände hatten gemeinsam dazu aufgerufen.

Die Lage der Landkreise, Städte und Gemeinden ist dramatisch. Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend. Eine Hauptursache sind steigende Sozialausgaben, die die Kommunen bundesgesetzlich leisten müssen und bei denen in der Vergangenheit Umfang und Standards immer weiter erhöht wurden.

Für die Bürgerinnen und Bürger wird die kommunale Finanzkrise direkt spürbar. Sie betrifft viele kommunale Aufgaben, darunter die Instandhaltung von Schulen, Bibliotheken und Schwimmbädern, Kultur- und Sportangebote, den ÖPNV, die Krankenhausversorgung, die Wirtschaftsförderung und viele soziale Angebote.

„Unsere Landkreise, Städte und Gemeinden brauchen endlich eine verlässliche und auskömmliche finanzielle Ausstattung, um die ihnen übertragenen Pflichtaufgaben erfüllen und die Daseinsvorsorge zukunftsfähig gestalten zu können. Dabei gilt ganz klar: Wer bestellt, muss auch bezahlen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen vor Ort spüren, dass Staat und Kommunen handlungsfähig sind – bei Bildung, Betreuung, Infrastruktur, Sicherheit und sozialem Zusammenhalt. Deshalb appellieren wir gleichermaßen an Bund und Länder, die Finanzpolitik schnell und nachhaltig neu auszurichten. Eine gerechte Verteilung der finanziellen Ressourcen stärkt nicht nur die Kommunen, sondern auch das Vertrauen der Menschen in unseren demokratischen Staat“, heißt es in einem gemeinsamen Statement der Landrätin und Landräte der nordhessischen Landkreise.

Das gemeinsame Statement stammt von Nicole Rathgeber für den Werra-Meißner-Kreis, Torsten Warnecke für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Andreas Siebert für den Landkreis Kassel, Winfried Becker für den Schwalm-Eder-Kreis und Jürgen van der Horst für den Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Die Kommunen und ihre drei kommunalen Spitzenverbände fordern deshalb von Bund und Ländern:

• Das kommunale Finanzierungsdefizit muss vollständig beseitigt werden. Dies kann über eine jährliche Soforthilfe, eine Erhöhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern sowie notwendige Reformen in den sozialen Sicherungssystemen geschehen.

• Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss sofort für jede Aufgabenübertragung oder Aufgabenausweitung von Bund und Ländern gelten – mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Ländern übertragen werden.

Die kommunale Finanzkrise ist nicht abstrakt. Sie ist sehr konkret vor Ort spürbar. Bund und Länder müssen handeln, damit der Staat vor Ort für seine Bürgerinnen und Bürger handlungsfähig bleibt.

Montag, 22 Juni 2026 16:51

Wendeversuch endet mit Zusammenstoß

BAD WILDUNGEN. Beim Wendeversuch im Stadtteil Wega sind zwei Fahrzeuge zusammengestoßen. Beide Wagen wurden dabei stark beschädigt.

Ereignet hatte sich der Unfall am Sonntag gegen 15 Uhr in Höhe der Tankstelle Wagener in der Ederstraße. Ein 40 Jahre alter Mann aus Bad Wildungen war mit einem Seat aus Richtung Bahnhof kommend in Fahrtrichtung Wellen unterwegs.

Als der Fahrer bemerkte, dass er sich verfahren hatte, fuhr er auf das Grundstück der Tankstelle, holte aus und versuchte, auf der Fahrbahn in Richtung B 253 zu wenden.

Dabei übersah er einen VW Golf, der ebenfalls in Richtung Wellen unterwegs war. Am Steuer saß eine 67 Jahre alte Frau aus Bad Wildungen. Es kam zum Zusammenstoß.

Der Seat-Fahrer wurde leicht verletzt. Beide Fahrzeuge mussten vom Abschleppunternehmen Landau abgeschleppt werden. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 14.000 Euro.

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Montag, 22 Juni 2026 15:36

BMW kracht in geparkten Suzuki

BAD AROLSEN. Leicht verletzt wurde eine Autofahrerin bei einem Unfall im Stadtteil Wetterburg. Zwei Fahrzeuge wurden bei der Kollision in der Burgstraße beschädigt.

Ereignet hatte sich der Unfall am Sonntag gegen 18.30 Uhr. Eine 29 Jahre alte Frau aus Trendelburg war mit ihrem BMW auf der Burgstraße in Richtung Bad Arolsen unterwegs.

In Höhe der Hausnummer 29 stand ein Suzuki Ignis am rechten Fahrbahnrand. Während der Vorbeifahrt kam es zum Zusammenstoß zwischen dem BMW und dem geparkten Suzuki.

Die BMW-Fahrerin wurde leicht verletzt und mit einem Rettungswagen in das Korbacher Krankenhaus gebracht. Am Suzuki wurde die Achse beschädigt. Beide Fahrzeuge mussten durch das Abschleppunternehmen Gäbler abgeschleppt werden.

FRANKENBERG. Am Waldrand in der Gemarkung Viermünden hat ein Bodenfeuer rund 40 Quadratmeter Waldboden, Gebüsch, Äste und eine Baumwurzel erfasst. Die Feuerwehr verhinderte eine weitere Ausbreitung.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Montag, 22. Juni 2026, um 10.54 Uhr zu einem gemeldeten Waldbrand im Bereich der KB 527 bei Viermünden. Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Martin Trost rückten 20 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen aus Viermünden und Frankenberg aus.

An der Einsatzstelle nahmen die Kräfte ein C-Rohr und ein D-Rohr vor. Zudem wurde der Waldboden aufgehackt und gründlich bewässert.

Die Wasserversorgung erfolgte über die Fahrzeugtanks. Anschließend kontrollierten die Kräfte die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera. Zur Brandursache können derzeit keine Angaben gemacht werden. Wie Martin Trost berichtete, dauerte der Einsatz rund eineinhalb Stunden.

VOLKMARSEN. Erfolgreich zu Ende gegangen ist das Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager. Hinter den Teilnehmern, Besuchern, Unterstützern und Helfern liegt ein Wochenende mit Wettbewerben, Gemeinschaft und vielen schönen Momenten.

Mit der Warm-Up-Party und dem anschließenden Public Viewing des WM-Spiels fand der Tag am Samstagabend einen stimmungsvollen Abschluss. Am Sonntag wurden zahlreiche Jugendspangen verliehen. Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen zu dieser besonderen Auszeichnung.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Besuchern, Unterstützern, Helfern sowie allen Beteiligten, die dieses Wochenende möglich gemacht haben.

Aktuell laufen die Rückbauarbeiten. Erschöpft, aber zufrieden blicken die Organisatoren auf ein rundum gelungenes Wochenende mit spannenden Wettbewerben und gelebter Gemeinschaft zurück.

Alle Bilder vom Wochenende sind auf der Homepage der Feuerwehr Volkmarsen zu finden:

https://www.feuerwehr-volkmarsen.de/bildergalerie

VOLKMARSEN. Entstehungsbrand im Motorraum eines blauen Hyundai Transporters hat Einsatzkräfte der Feuerwehr Volkmarsen vom Kreiszeltlager zur Kasseler Straße gerufen. Der Zeltlagerbetrieb an der Nordhessenhalle lief währenddessen weiter.

Alarmiert wurde die Feuerwehr am Freitag um 18.37 Uhr in die Kasseler Straße. Gemeldet worden war zunächst ein brennender Pkw.

Während des gemeinsamen Abendessens rückte eine kleine Mannschaft zur Einsatzstelle aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass nach dem Platzen eines Turboladers im Motorraum des Hyundai Transporters ein Feuer ausgebrochen war.

Durch das schnelle Eingreifen aller Beteiligten konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert und größerer Schaden vermieden werden. Nach der Kontrolle des Fahrzeugs war der Einsatz beendet.

Anschließend kehrten die Kräfte wieder zum Kreiszeltlager zurück.

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BRILON. Auffällige Fahrweise und eine Kollision mit einer Schutzplanke haben eine Polizeikontrolle auf der Bundesstraße 251 nach sich gezogen. Bei einem 40 Jahre alten BMW-Fahrer stellten die Beamten Atemalkoholgeruch fest.

Der graue BMW war am Samstag gegen 20.36 Uhr einer Streifenwagenbesatzung aufgefallen. Das Fahrzeug war auf der B 251 in Fahrtrichtung Brilon-Wald unterwegs.

Auf Höhe des Abzweigs Hoppecke geriet der BMW in einer Linkskurve auf das Bankett und stieß mit der rechten Fahrzeugseite gegen die Schutzplanke. Die Streife war in entgegengesetzter Richtung unterwegs, wendete und fuhr dem BMW nach.

Aufgrund der Kollision und der unsicheren Fahrweise forderten die Polizisten den Fahrer zum Anhalten auf. Im Rahmen der Kontrolle nahmen die Beamten Atemalkoholgeruch wahr. Ein Atemalkoholtest verlief positiv.

Auf der nächstgelegenen Polizeiwache wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Der Führerschein des 40-Jährigen wurde sichergestellt. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte der Mann die Wache wieder verlassen.

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Montag, 22 Juni 2026 10:53

Staatsschutz ermittelt nach Autokorso

KASSEL. Nach einem Autokorso anlässlich des WM-Spiels Deutschlands gegen die Elfenbeinküste ist es in der Kasseler Innenstadt zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein 28-Jähriger steht im Verdacht, auf dem Dach eines Ford Mustang den Hitlergruß gezeigt zu haben.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren am Sonntag, 21. Juni 2026, gegen 1.20 Uhr drei Männer im Alter von 22 bis 40 Jahren sowie eine 16-Jährige gemeinsam in einem Ford Mustang auf der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt kam der Verkehr aufgrund zahlreicher Personen und Fahrzeuge bereits nahezu vollständig zum Erliegen.

Im Verdacht steht ein 28 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Kassel. Er soll den Pkw verlassen und auf dem Autodach stehend den Hitlergruß gezeigt haben. In der Folge kam es durch zahlreiche umstehende Personen zu Beschädigungen an dem Ford.

Unter anderem wurde das Kennzeichen abgerissen, dessen Buchstaben- und Zahlenkombination nach Polizeiangaben auch eine bekannte Symbolik im Rechtsextremismus darstellt. Zudem wurden die Fahrzeuginsassen teilweise durch die geöffneten Fenster attackiert.

Durch den Einsatz zahlreicher Polizeikräfte konnten weitere Aktionen der Person auf dem Fahrzeug sowie der Personen um das Fahrzeug herum unterbunden werden. Die beteiligten Personen wurden festgenommen und auf das Revier gebracht.

Noch in der Nacht übernahm die Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen die weiteren umfangreichen Ermittlungen. Diese wurden auch am selben Tag fortgeführt.

Ermittelt wird gegen den 28-Jährigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zudem richten sich Ermittlungen gegen zwei 20 und 25 Jahre alte Männer, die im Verdacht stehen, die Fahrzeuginsassen angegriffen zu haben. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt.

Die Ermittlungen dauern an und umfassen auch die Überprüfung von Videos im Internet hinsichtlich ihrer Echtheit und möglicher weiterer Ermittlungsansätze.

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EDERTAL. Im Kreuzungsbereich im Ortsteil Wellen sind ein Volkswagen und ein Motorrad zusammengestoßen. Der Motorradfahrer wurde bei dem Unfall verletzt.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag gegen 17.15 Uhr. Ein 37 Jahre alter Mann aus Bad Wildungen war mit einem VW auf der Bachstraße in Richtung Wehrweg und weiter in Richtung Wega unterwegs.

Zur gleichen Zeit befuhr ein 30 Jahre alter Mann aus Baunatal mit einer BMW S 1000 RR die vorfahrtberechtigte Edertalstraße. Er kam aus Richtung Bergheim und fuhr in Richtung Fritzlar.

Im Kreuzungsbereich missachtete der VW-Fahrer die Vorfahrt des Motorradfahrers. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der Motorradfahrer wurde verletzt, der Autofahrer blieb unverletzt.

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