
KASSEL / NORDHESSEN. Mitte Februar erhielt ein Mann aus Kassel eine beunruhigende Nachricht über einen Messenger-Dienst. Der Absender, eine unbekannte Nummer aus der Dominikanischen Republik, gab sich als Verantwortlicher eines deutschen Online-Erotikportals aus und drohte dem Empfänger mit Auftragsmördern. Um „Probleme zu vermeiden“, forderte der Täter 1.800 Euro.
Wie die Kasseler Kriminalpolizei berichtet, handelt es sich nicht um einen Einzelfall. In den letzten Monaten meldeten sich mehrere Betroffene aus Nordhessen mit identischen Erpressungsnachrichten. Die Täter behaupten, ihre Opfer hätten über das besagte Erotikportal Dienstleistungen von Prostituierten angefragt, diese aber abgesagt. Als „Strafe“ drohen sie mit Gewalt gegen die Betroffenen und deren Familien. In einem Fall erhielt das Opfer sogar ein Video, auf dem ein Mann mit einer Schusswaffe zu sehen ist.
Polizei warnt vor „Sextortion“-Masche
Die Täter nutzen die sogenannte „Sextortion“-Methode – eine Form der sexuellen Erpressung. Dabei setzen sie auf die Angst der Opfer, mit Prostitution in Verbindung gebracht zu werden. Dies soll sie davon abhalten, sich Hilfe zu holen. Die Polizei stellt jedoch klar: Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass von den Tätern tatsächlich eine reale Gefahr ausgeht.
Tipps der Polizei: So reagieren Sie richtig
Wer eine ähnliche Erpressungsnachricht erhält, sollte sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle wenden. (ots/r)
BAD EMSTAL. Ein versuchter Raubüberfall auf einen Discounter in der Kasseler Straße sorgte am Donnerstagabend für einen Polizeieinsatz. Gegen 18:30 Uhr betraten zwei maskierte Täter den NETTO-Markt. Einer der Männer begab sich sofort zum Kassenbereich, zog eine schwarze Schusswaffe und forderte eine 18-jährige Kassiererin auf, Geld herauszugeben.
Aus bislang unbekannten Gründen ließ sich die Kasse nicht öffnen. Daraufhin flüchteten die beiden Täter ohne Beute aus dem Markt. Draußen stiegen sie in ein dunkles Fahrzeug mit dem vermutlichen Teilkennzeichen KS-HS ….. und setzten ihre Flucht in Richtung Wohngebiet fort.
Zum Tatzeitpunkt befanden sich mehrere Kunden im Markt, die unverletzt blieben. Die Kassiererin erlitt jedoch einen Schock.
Täterbeschreibung:
Die Kriminalpolizei Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen führten bislang nicht zur Festnahme der Täter. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)
FRANKENBERG. Zum 28. Februar 2025 beendet der langjährige Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus Frankenberg seine berufliche Laufbahn und verabschiedet sich in den Ruhestand. Dies nehmen wir zum Anlass, um mit Dr. Volker Aßmann über medizinische Entwicklungen, seine Erfahrungen und die Zukunft seines Fachbereichs zu sprechen.
Interview mit dem scheidenden Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus Frankenberg:
A) Was waren Ihre wertvollsten Erfahrungen in Ihrer beruflichen Laufbahn?
„Die wertvollsten Dinge in meinem Leben stehen in einer bestimmten Reihenfolge: An erster Stelle steht mein Glaube an Gott, der mich stärkt und trägt. An zweiter Stelle kommen meine Familie und Freundschaften. Erst danach folgt die Arbeit, die ich mit Leidenschaft ausgeübt habe.“
„Die wertvollste Erfahrung in meinem Berufsleben ist die Dankbarkeit meiner Patientinnen, insbesondere von Krebspatientinnen, die sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Das Wissen, dass wir ihnen in schwierigen Zeiten beistehen können, ist unbezahlbar.“
B) Welche bahnbrechenden Entwicklungen in der Frauenheilkunde haben Sie miterlebt?
„Die wichtigste Entwicklung ist die Nutzung minimalinvasiver Operationstechniken. Sie reduzieren die Belastung für die Patientinnen erheblich. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.“
„Künstliche Intelligenz spielt in unserem Arbeitsalltag noch keine große Rolle, hat aber Potenzial, etwa in der Befundung von Bildmaterial. Die Einschätzung ihrer möglichen Zukunft überlasse ich gerne jüngeren Kollegen.“
C) Sind Geburten für Sie nach so vielen Jahren Routine?
„Ja, das kann man sagen. Doch jede Geburt ist einzigartig und bleibt ein Wunder.“
D) Was war Ihr schönstes Erlebnis auf der Geburtsstation?
„Die Geburt eines meiner Enkelkinder selbst begleiten zu dürfen – das war das größte Geschenk.“
E) Welche Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen?
Brustzentrum Regio: Optimale Versorgung für Brustkrebspatientinnen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Lehrkrankenhaus: Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg, wodurch viele junge Ärzte ihren Weg zu uns gefunden haben.
Soforthilfe Vergewaltigung: Ein wichtiges Projekt zur anonymen Beweissicherung für Gewaltopfer.
Modernisierung der Geburtshilfe: Renovierung der Kreißsäle und Station 11 im Jahr 2018, um werdenden Eltern eine angenehme Umgebung zu bieten.
F) Wie sehen Sie die Zukunft der Geburtshilfe in Frankenberg?
„Ich habe keine Zweifel daran, dass die Geburtshilfe in Frankenberg erhalten bleibt. Trotz rückläufiger Geburtenzahlen in Deutschland konnten wir unsere Geburtenrate steigern. Entscheidende Faktoren sind eine moderne Ausstattung, hohe fachliche Kompetenz und eine familiäre Atmosphäre.“
G) Welche Herausforderungen gab es für Sie als Chefarzt?
„Der wirtschaftliche Druck auf Krankenhäuser, der Fachkräftemangel und die Krankenhausreform sind große Herausforderungen. Wir begegnen ihnen als starkes Team, das auf Qualität und Menschlichkeit setzt.“
„Die geplante Fusion mit dem Stadtkrankenhaus Korbach ist eine große Chance. Sie muss sorgfältig vorbereitet werden, damit beide Kliniken als Partner auf Augenhöhe agieren.“
H) Wie sind Sie mit schlimmen Diagnosen und Fehlgeburten umgegangen?
„Mein Glaube gibt mir Kraft in Krisensituationen. Es ist mir wichtig, dass wir als Krankenhaus keine Abtreibungen anbieten, da ich das aus ethischen Gründen nicht vertreten kann.“
„Für die Mitarbeiter ist es essenziell, belastende Ereignisse im Team oder mit professioneller Unterstützung zu verarbeiten. Die Klinikseelsorge hat uns auch nach dem Brandereignis im Oktober sehr geholfen.“
I) Was schätzen Sie an Ihrem Team besonders?
„Loyalität, Verbindlichkeit und Wertschätzung – unser Team steht füreinander ein. Auch Fehler offen zu besprechen und Kritikfähigkeit zu zeigen, gehört dazu.“
J) Was werden Sie am meisten vermissen?
„Die Gespräche mit den Patienten, das Team, das Operieren und natürlich den Kreißsaal – aber nur tagsüber! Nachtschichten lasse ich gerne hinter mir.“
K) Welche Pläne haben Sie für den Ruhestand?
„Ich freue mich auf mehr Zeit fürs Reisen, Radfahren und Lesen. Meine Frau und ich bleiben in Frankenberg – hier fühlen wir uns wohl.“
Dr. med. Volker Aßmann
Geboren: 1962 in Dillenburg
Familie: Verheiratet, drei Kinder, sieben Enkel
Ausbildung: Studium der Humanmedizin an der Universität Köln (1983–1990), Promotion
Beruflicher Werdegang:
1990–1993: Assistenzarzt in Engelskirchen
1993–1995: Assistenzarzt in Bad Mergentheim
1996: Oberarzt in Mühlacker
1998: Leitender Oberarzt in Bad Mergentheim
Seit 2001: Chefarzt in Frankenberg
Schwerpunkte & Mitgliedschaften:
Gynäkologische Onkologie & Geburtshilfe
Deutsche Gesellschaft für Geburtshilfe & Perinatologie
Deutsche Gesellschaft für Senologie
DEGUM (Ultraschall in der Medizin)
Hobbys: Reisen, Radfahren, Lesen, Ehrenamtliches Engagement
Mit großer Anerkennung verabschieden wir Dr. Volker Aßmann in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Engagement und seine Menschlichkeit haben das Kreiskrankenhaus Frankenberg nachhaltig geprägt. Wir danken ihm herzlich für seine langjährige Arbeit!
BAUNATAL. Ein Getränkemarkt in der Besser Straße in Großenritte wurde am Donnerstagabend (27. Februar) Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls. Gegen 19.05 Uhr betraten zwei Täter den Markt. Einer der Männer begab sich sofort zum Kassenbereich, zog eine Schusswaffe und forderte den 40-jährigen Kassierer auf, Geld herauszugeben. Das Opfer warf daraufhin Bargeld in eine mitgebrachte Plastiktüte des Täters.
Anschließend flüchteten die beiden Täter zu Fuß in Richtung Niedensteiner Straße. Während sich zum Zeitpunkt des Überfalls noch ein Kunde im Markt befand, blieben sowohl er als auch der Kassierer unverletzt.
Täterbeschreibung:
Die Kasseler Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen blieben bislang erfolglos. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)
WALDECK-FRANKENBERG. Um die Menschen bei möglichen Katastrophenlagen bestmöglich warnen zu können, werden in regelmäßigen Abständen die unterschiedlichen Warnmittel geprobt – so auch am ersten landesweiten Warntag am 13. März in Hessen. An diesem Tag werden daher auch in Waldeck-Frankenberg Sirenen ausgelöst und Probe-Warnungen aufs Smartphone versendet. Wichtig zu wissen: Der Tag ist ein Test, es besteht keine reelle Gefahr.
Vorbereitung für mögliche Krisen
Gefährliche Wetterlagen, Chemieunfälle, Stromausfälle, Feuer und vieles anderes mehr: Situationen, in denen die Bevölkerung flächendeckend vor Gefahren gewarnt werden muss, können vielfältig sein. In der Hoffnung, dass diese nicht eintreten mögen, ist es dennoch ratsam, sich auf den Ernstfall vorzubereiten – und auch die Warnung der Bevölkerung zu üben. Denn: Je vertrauter man mit dem Thema ist, umso eigenständiger und effektiver kann man in einer tatsächlichen Krisensituation handeln und sich schützen.
Warnung per Sirene, Push-Nachricht und Warnsystem Cell Broadcast
Am 13. März werden daher ab 10.15 Uhr die 227 digitalisierten und auch die 45 noch analogen Sirenen in Waldeck-Frankenberg heulen. Ziel ist es, alle 272 Sirenen im Landkreis auszulösen – ob analog oder über den Digitalfunk. Darüber hinaus werden diejenigen, die sich Warn-Apps wie HessenWARN oder NINA, etc. auf ihr Handy geladen haben, per Push-Nachricht über den Probe-Alarm informiert, sofern sie die Funktion aktiviert haben.
Und: Alle Smartphone-Nutzenden werden auch über den Mobilfunk gewarnt: Mittels der Warnfunktion Cell Broadcast bekommen alle Handy-Nutzenden, die das neueste Betriebssystem geladen und die Funktion zum Empfang von Testwarnungen aktiviert haben, automatisch eine SMS zugesendet, die ebenfalls über den Warntest informiert. Bei dem System werden Nachrichten an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Zelle eingebucht sind.
Gegen 10.50 Uhr sollte am landesweiten Warntag dann auch wieder eine Entwarnung erfolgen. Durch die Probewarnung werden die unterschiedlichen Warnmittel und die Abläufe im Fall einer Warnung praktisch mit dem Ziel getestet, mögliche technische Schwachstellen in der Funktion der Warnmittel und in den Abläufen der Warnung aufzuspüren und diese gegebenenfalls im Nachgang zu beseitigen, um somit die Warnung der Bevölkerung im Ernstfall stetig zu verbessern.
Hintergrund: Landesweiter Warntag
Zum Test der Warnmedien und zur Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich Warnung hat sich der bundesweite Warntag im Herbst eines Jahres etabliert. Über diesen bundesweiten Warntag hinaus, soll nun in den Bundesländern ein jeweils landesweiter Warntag etabliert werden. Ziel ist es, die Auslösung der regionalen Warnmedien über die Infrastruktur der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zu testen. In einer bundesweiten Abstimmung hat man den landesweiten Warntag alljährlich für den zweiten Donnerstag im März vormittags festgelegt.
KASSEL. Am Mittwochabend (26. Februar) wurde die Polizei gegen 22.45 Uhr zum Lutherplatz in Kassel gerufen, nachdem ein 59-jähriger Mann mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden worden war. Der Mann gab gegenüber den Polizisten an, dass er von einem unbekannten Täter überfallen und seiner Geldbörse beraubt worden war. Er wurde mit den schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Lebensgefahr besteht laut Krankenhausangaben nicht, jedoch konnte der 59-Jährige noch nicht vernommen werden.
Der Vorfall ereignete sich, als der 59-Jährige auf dem Nachhauseweg war und ihm ein Mann begegnete, der vorgab, Hilfe zu benötigen. Plötzlich sprühte der Angreifer dem Opfer mutmaßlich Reizgas ins Gesicht und griff ihn anschließend brutal an. Der Täter schlug und trat auf das am Boden liegende Opfer ein, bevor er das Portemonnaie des 59-Jährigen samt Bargeld und Ausweispapieren entwendete und in Richtung Königsplatz flüchtete. Der Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 1,80 Meter groß, schlank, trug ein graues oder hellblaues Oberteil und war ansonsten dunkel gekleidet. Er hatte ein südosteuropäisches Erscheinungsbild, roch nach Alkohol und wirkte ungepflegt.
Ein Passant sah den Täter in Begleitung eines dunkel gekleideten Mannes weglaufen. Ob dieser Mann an der Tat beteiligt war, ist bisher unklar. Zeugen, die Hinweise zum Vorfall geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Nummer 0561-9100 zu melden.
ARNSBERG. Ein ungewöhnlicher Ladendiebstahl ereignete sich am Montagmorgen in einem Baumarkt in Hüsten. Ein 36-jähriger Mann aus Arnsberg versuchte, gestohlene Ware über einen Zaun auf das Außengelände zu werfen und anschließend selbst über die Absperrung zu klettern. Doch dabei unterlief ihm ein folgenschwerer Fehler: Er verlor seine Geldbörse im Innenbereich des Geschäfts.
Nachdem er den Zaun überwunden hatte, bemerkte der Dieb das Missgeschick und stellte sich daraufhin den Mitarbeitern des Baumarkts. Diese informierten umgehend die Polizei.
Neben einem eingeleiteten Ermittlungsverfahren dürfte sich der Vorfall für den Mann doppelt unangenehm gestaltet haben – denn beim Übersteigen des Zauns zog er sich zudem leichte Verletzungen zu.
BRAKEL. Ein Sachschaden von rund 5000 Euro entstand am Sonntag, dem 16. Februar, als ein 30-Jähriger mit seinem roten Porsche Taycan einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen musste. Der Unfallverursacher entfernte sich unerkannt – nun sucht die Polizei Zeugen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 13.15 Uhr auf der L 825 bei Bellersen, kurz vor der B 252. Der Porsche-Fahrer war von Bellersen in Richtung B 252 unterwegs, als ihm in einer „S-Kurve“ ein grauer Kombi teilweise auf seiner Fahrbahn entgegenkam. Um eine Kollision zu vermeiden, wich der 30-Jährige nach rechts aus, geriet auf den Grünstreifen und prallte gegen zwei Leitpfosten.
Bei dem entgegenkommenden Fahrzeug soll es sich um einen VW oder Skoda gehandelt haben. Der Fahrer war etwa 50 Jahre alt, auf dem Beifahrersitz saß eine Frau im gleichen Alter.
Hinweise zu dem unbekannten Fahrzeug oder dessen Fahrer nimmt die Polizei Höxter unter Telefon 05271/962-0 entgegen. (ots/r)
KORBACH. Am Donnerstag, den 27. Februar, parkte eine 38-jährige Mitarbeiterin der Continental ihren grauen Mazda 3 auf dem firmeneigenen Parkplatz in der Continentalstraße, in der Parkreihe zum Busbahnhof.
Da die Schranke seit September 2024 fehlt, ist das Gelände derzeit frei zugänglich.
Im Zeitraum zwischen 07.23 Uhr und 16.10 Uhr beschädigte ein unbekanntes Fahrzeug den geparkten Mazda beim Vorbeifahren im hinteren rechten Bereich – mutmaßlich bei der Suche nach einem freien Stellplatz. Der entstandene Lackschaden wird auf rund 900 Euro geschätzt.
Aufgrund des Schadensbildes ist nicht auszuschließen, dass der Verursacher den Zusammenstoß bemerkt hat.
Die Polizei Korbach bittet um Hinweise:
Zeugen oder Personen, die sachdienliche Informationen geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 05631/971-0 bei der Polizeistation Korbach zu melden.
BREDELAR. Ein LKW-Brand hat am späten Vormittag des 26. Februar einen Großeinsatz der Feuerwehr Marsberg ausgelöst. Auf der B 7 zwischen Bredelar und Rösenbeck stand die Zugmaschine eines Sattelzugs in Vollbrand. Verletzt wurde niemand, doch dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein größerer Schaden verhindert werden.
Gegen 10.50 Uhr wurde Alarm für die Feuerwehren aus Bredelar, Beringhausen, Padberg, Helminghausen, Giershagen und Marsberg ausgelöst. Zusätzlich wurde der Wasserförderzug alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Zugmaschine des betroffenen Sattelzugs in Flammen, während der Auflieger – beladen mit Kunststoffschüttgut – unversehrt blieb.
Durch einen gezielten Löschangriff mit zwei C-Rohren konnte die Feuerwehr das Feuer rasch unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen der Flammen auf den Auflieger verhindern. Zur vollständigen Brandbekämpfung kam zusätzlich eine Schaumpistole zum Einsatz. Insgesamt vier Atemschutztrupps waren an den Löscharbeiten beteiligt.
Um den Einsatz optimal zu koordinieren, wurden drei Einsatzabschnitte gebildet: Brandbekämpfung, Wasserversorgung und Einsatzstellenhygiene. Ein Bereitstellungsraum wurde am Ortsausgang von Bredelar eingerichtet. Da der LKW Betriebsstoffe verlor, wurde eine Spezialfirma zur Reinigung der Fahrbahn hinzugezogen. Auch die untere Wasserbehörde wurde vorsorglich informiert.
Besonders bewährt hat sich die Alarmierung des Wasserförderzuges, der aus mehreren Einheiten des Stadtgebiets besteht. Er stellt bei Bränden in Gebieten mit unzureichender Löschwasserversorgung die Wasserversorgung sicher. Die zusätzlich bereitgestellten Tanklöschfahrzeuge aus Marsberg und Essentho sorgten dafür, dass stets ausreichend Wasser zur Verfügung stand. Ein Übergreifen des Feuers auf den Auflieger hätte zu einem weitaus aufwendigeren Einsatz und höheren Sachschäden geführt.
Die B 7 war während des Einsatzes voll gesperrt, der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Bis in den frühen Nachmittag hinein waren die Feuerwehrkräfte unter der Leitung von Cyrill Stute, dem Leiter der Feuerwehr Marsberg, im Einsatz.