PADERBORN. Ein ausgelöster Heimrauchmelder hat in der Kernstadt Schlimmeres verhindert. Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Winfriedstraße bemerkten das Warnsignal aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss und wählten den Notruf, wobei in einem weiteren Telefonat Brandgeruch im Gebäude bestätigt wurde.
Beim Eintreffen der alarmierten Einheiten am Montag, 13. April, bestätigte sich die Meldung, da Rauch aus der Wohnung im Obergeschoss drang. Zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob sich noch Personen in den betroffenen Räumlichkeiten befanden. Glücklicherweise öffnete eine Person in der Brandwohnung bereits auf Aufforderung im Rahmen der Erkundung, sodass sie zügig in den sicheren Außenbereich verbracht und an den Rettungsdienst übergeben werden konnte.
Zur weiteren medizinischen Abklärung erfolgte der vorsorgliche Transport in ein Paderborner Krankenhaus durch das Team des Rettungswagens. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung eingeleitet, wobei sich das Feuer auf einzelne Einrichtungsgegenstände in der Küche beschränkte und schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Im Anschluss an die Löschmaßnahmen erfolgten Belüftungstätigkeiten im Bereich der betroffenen Wohnung.
Insgesamt befanden sich 12 Personen der Feuer- und Rettungswache Süd mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einer Drehleiter, einem Rettungswagen sowie dem Führungsdienst vor Ort. Maßnahmen am Brandort wurden koordiniert durchgeführt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Brandschützer weisen in diesem Zusammenhang auf die lebensrettende Bedeutung von Rauchwarnmeldern hin, da diese in diesem Fall maßgeblich zur frühzeitigen Alarmierung beigetragen haben. (ots/r)
-Anzeige-
KORBACH. Ein Alleinunfall auf der Landesstraße 3076 hat am Wochenende zu Schäden an zwei Fahrzeugen und mehreren Verkehrszeichen geführt.
Am Samstag gegen 11.25 Uhr war ein 28 Jahre alter Mann aus Korbach mit einem blauen Fiat von Nordenbeck in Richtung Goddelsheim unterwegs, als das Fahrzeug in einer scharfen Kurve auf die Bankette geriet. Der Fahrer übersteuerte daraufhin, woraufhin sich der Pkw auf die Seite legte und gegen einen geparkten Citroën rutschte.
Durch den Unfall wurden außerdem mehrere Verkehrszeichen beschädigt. Während der Fiat auf der Seite liegen blieb, entstand an dem geparkten Citroën lediglich leichter Schaden. Zur genauen Höhe des Gesamtsachschadens konnten bei der Aufnahme noch keine Angaben gemacht werden.
Die Firma Gäbler war zur Bergung vor Ort und schleppte den nicht mehr fahrbereiten Fiat ab.
KORBACH. Ein am Fahrbahnrand abgestellter Skoda Rapid ist in der Enser Straße zum Ziel einer Verkehrsunfallflucht geworden. Unbekannte beschädigten das Fahrzeug und entfernten sich anschließend unerlaubt von der Unfallstelle.
Zwischen 8.50 Uhr und 17.05 Uhr stand der silbergraue Wagen in Höhe der Jugendherberge. Beschädigt wurden an dem Skoda insbesondere die Fahrerseite, der Kotflügel sowie das Heck. Bei der Aufnahme des Sachverhalts stellten Beamte der Polizei weißen Farbabrieb am Fahrzeug fest. Dies könnte Hinweise auf das verursachende Fahrzeug geben.
Auf 2500 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Hinweise nimmt die Polizei in Korbach entgegen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 zu melden.
-Anzeige-
PADERBORN. Reizgas in einem Zug der Nordwestbahn hat am Samstag für einen größeren Einsatz in Sennelager gesorgt. Mehrere Personen mussten medizinisch begutachtet werden, nachdem der Lokführer eine Notbremsung eingeleitet hatte.
Gegen 16.45 Uhr erfolgte die Alarmierung zum Bahnübergang Pater-Ewald-Straße. Zuvor war in einem Waggon vermutlich Reizgas versprüht worden. Da die Substanz in die einzelnen Abteile sowie in den Führerstand zog, sah sich der Lokführer gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der betroffene Zug mit geöffneten Türen auf den Schienen. Insgesamt befanden sich 105 Personen im Inneren.
Im weiteren Verlauf wurden zwei Personen vom Rettungsdienst gesichtet und medizinisch untersucht. Eine Person musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Paderborn gebracht werden. Warum die Substanz versprüht wurde, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Neben den hauptamtlichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord befanden sich auch die ehrenamtlichen Einheiten aus Sande und Schloss Neuhaus vor Ort. Insgesamt waren etwa 35 Einsatzkräfte mit vier Hilfeleistungslöschfahrzeugen, einem Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Gefahrgut, einem Einsatzleitwagen, einem Rettungswagen sowie einem Notarzt im Einsatz.
Polizei und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn koordinierten die weiteren Schritte an der Einsatzstelle. Gegen 17.30 Uhr konnten die Maßnahmen beendet werden. Während des Einsatzes kam es zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
-Anzeige-
LICHTENFELS. In Sachsenberg wird derzeit in der Orker Straße auf Höhe der Grundschule die Geschwindigkeit kontrolliert. In dem Bereich gilt Tempo 30.
Geschwindigkeitskontrollen dienen der Verkehrssicherheit und sollen Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit verhindern. Insbesondere auf Landstraßen kann zu schnelles Fahren ein hohes Risiko darstellen.
Das Team von 112-magazin.de appelliert an alle Fahrer, die geltenden Tempolimits grundsätzlich einzuhalten – auch dann, wenn keine Blitzer gemeldet werden.
-Anzeige-
BAD AROLSEN. Eine Rauchentwicklung im Bereich eines Kamins hat in Schmillinghausen für Aufregung gesorgt. Bewohner bemerkten Qualm innerhalb eines Gebäudes, woraufhin die Brandschützer alarmiert wurden.
Um 17.29 Uhr erfolgte die Alarmierung am Samstag, 11. April, in die Straße An der Wande. Durch den laufenden Ofenbetrieb trat an einem Teilstück eines freiliegenden Ofenrohrs, das vom Erdgeschoss ins erste Obergeschoss führt, Rauch aus.
Die Einsatzkräfte kontrollierten den gesamten Rohrverlauf mit einer Wärmebildkamera auf kritische Temperaturen, um mögliche Glutnester oder Überhitzungen auszuschließen. Durch natürliche Belüftungsmaßnahmen konnte der betroffene Bereich schnell rauchfrei gemacht werden.
Zur fachlichen Absicherung wurde ein Schornsteinfeger hinzugezogen. Dieser kehrte das betroffene Teilstück im Kamin aus und kontrollierte die gesamte Anlage abschließend.
Neben dem Rettungsdienst und der Polizei Nordhessen befanden sich auch Bürgermeister Marko Lambion sowie der Erste Stadtrat Marc van Biene vor Ort, um sich über das Geschehen zu informieren. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.
-Anzeige-
KORBACH. Zu einem kleineren Waldbrand am Homberg sind am Samstagnachmittag die Feuerwehren aus Lelbach und Rhena alarmiert worden. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine Ausbreitung verhindert werden.
Gegen 15 Uhr entdeckten zwei Mountainbiker mitten im Waldgebiet eine Fläche, auf der sich ein Bodenfeuer ausgebreitet hatte. Glücklicherweise hatte der Wind zu diesem Zeitpunkt bereits nachgelassen, sodass nur an wenigen Stellen noch offene Flammen zu sehen waren. Einer der beiden Biker, der selbst in der Großgemeinde als Feuerwehrmann aktiv ist, informierte direkt die Wehren.
Schnell vor Ort nahmen die Feuerwehrleute mit wasserführenden Fahrzeugen sowie spezieller Waldbrandausrüstung die Brandbekämpfung auf. Zahlreiche Glutnester und noch brennende Baumstümpfe wurden abgelöscht, wobei auch eine Kettensäge zum Einsatz kam. Nach einer intensiven Bewässerung der gesamten Fläche erfolgte eine abschließende Kontrolle mit der Wärmebildkamera.
Betroffen war eine rund 300 Quadratmeter große Böschungsfläche in unmittelbarer Nähe eines Jagdhauses. Eine weitere Ausbreitung hätte in diesem Fall größere Folgen haben können. Waldbesitzer befanden sich selbst vor Ort und dankten für das schnelle Handeln der Feuerwehr.
Nach gut 90 Minuten war die Bereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt. Zur Brandursache liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.
EDERTAL. In Vollbrand gestanden hat am späten Abend ein freistehendes Holzhaus im Waldweg. Brandschützer aus mehreren Ortsteilen eilten nach Bringhausen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Durch die massiven Schäden ist das Gebäude nun komplett unbewohnbar.
Dachgeschoss und Dachstuhl in Flammen
Gegen 22.11 Uhr wurde das Feuer am Freitag, 10. April, über Notruf gemeldet, woraufhin um 22.20 Uhr weitere Einheiten alarmiert wurden. Beim Eintreffen der ersten Wehren standen das Dachgeschoss und der Dachstuhl bereits in vollem Umfang in Flammen. Personen befanden sich glücklicherweise nicht im Gebäude, verletzt wurde niemand.
Rund 70 Einsatzkräfte waren unter der Leitung von stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Michael Rese an der Brandstelle im Einsatz. Neben den Feuerwehren aus Bringhausen, Hemfurth, Mehlen, Affoldern und Bergheim-Giflitz unterstützte auch die Feuerwehr Bad Wildungen die Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Wasserversorgung. Zudem waren die ÖTEL-Gruppe der Gemeinde Edertal, ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie die Polizei vor Ort.
Brandbekämpfung nur von außen möglich
Wegen der massiven Brandausbreitung war ein Vorgehen im Inneren des Hauses nicht möglich, teilte Gemeindebrandinspektor Michael Rese gegenüber 112-Magazin mit. Die Brandbekämpfung erfolgte deshalb von außen mit vier Rohren sowie maßgeblich über das Wenderohr einer Drehleiter. „Drei Trupps unter Atemschutz befanden sich hierbei an der Brandstelle. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurden zeitweise vier B-Leitungen verlegt“, so Rese.
Wasserversorgung zeitweise zusammengebrochen
Probleme bei der stabilen Wasserversorgung machten im weiteren Verlauf einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen von Bad Wildungen zum Rehbach erforderlich, da die Versorgung zeitweise zusammengebrochen war. Für das endgültige Ablöschen der verbliebenen Brandnester nutzten die Brandschützer schließlich Schaum. Die Maßnahmen dauerten bis tief in die Nacht an. Bis 9 Uhr übernahmen die Feuerwehren Bringhausen und Hemfurth die Brandwache.
Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache
Ermittlungen zur genauen Brandursache übernimmt die zuständige Kriminalpolizei. Auf etwa 500.000 Euro wird der Gesamtsachschaden an dem nun unbewohnbaren Holzhaus geschätzt. Kreisbrandmeister Steffen Bricher sowie der örtliche Wassermeister machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.
TWISTETAL. Ein missglücktes Überholmanöver auf der B 252 hat zu einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen geführt. Vier Personen wurden verletzt.
Ein 33 Jahre alter rumänischer Staatsbürger war mit einem VW Passat von Bad Arolsen in Richtung Korbach unterwegs, als er am Freitag gegen 16.40 Uhr in Höhe der ehemaligen Spulenfabrik zum Überholen einer Fahrzeugkolonne ansetzte. Dabei bemerkte er offenbar zu spät, dass sich die Fahrbahn kurz vor Twiste verjüngt. In der Folge beschädigte der Passat zunächst einen Lastwagen sowie einen Transporter.
Anschließend stieß der Wagen frontal mit einem entgegenkommenden nagelneuen Audi e-tron zusammen. Am Steuer des Elektroautos saß ein 40-jähriger Mann aus Korbach. Sowohl der Verursacher und seine Beifahrerin als auch der Korbacher und seine Begleiterin wurden verletzt. Alle vier Personen kamen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser.
Auf 90.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Die Firma Gäbler war mit zwei Fahrzeugen vor Ort und übernahm die Abschlepparbeiten.
WALDECK. Mit dem Stichwort „Tier in Not“ sind die Feuerwehren aus Nieder-Werbe und Sachsenhausen zu einer nicht alltäglichen Rettung alarmiert worden. Ein Pferd war an einem an die Weide angrenzenden Abhang mehrere Meter abgestürzt und in dicht bewachsenem Gebüsch zum Liegen gekommen.
Besitzer vor Ort konnten das Tier zwar beruhigen, aus eigener Kraft war es jedoch nicht mehr in der Lage, sich zu erheben oder sich aus dem steilen Gelände zu befreien. Zunächst unterstützten die Einsatzkräfte die Halter bei der Betreuung des Pferdes und sicherten die Lage so ab, dass das Tier nicht weiter den Abhang hinabrutschen konnte. Die Alarmierung erfolgte am Freitag um 18.51 Uhr.
Im weiteren Verlauf schufen die Feuerwehrleute hangabwärts einen Weg durch das dichte Gebüsch, um das Pferd kontrolliert auf eine tiefer gelegene Weide verbringen zu können. Für den schonenden Transport des schweren Tieres war anschließend Improvisation gefragt. Mithilfe einer Schleifkorbtrage, die eigentlich für die Rettung von Menschen vorgesehen ist, konnte das Pferd langsam und möglichst schonend den Hang hinabgelassen werden.
Solche Maßnahmen zeigen einmal mehr, wie wichtig flexibles Handeln und kreative Lösungen im Alltag der Feuerwehren sind. Nachdem das Tier auf die untere Weide gebracht worden war, konnte es sich dort zunächst weiter erholen und mit Unterstützung wieder auf die Beine kommen.
Zur weiteren Versorgung wurde eine Tierärztin hinzugezogen, die das Pferd vor Ort untersuchte. Unter der Leitung von Andreas Lamotte dauerte der Einsatz insgesamt eine Stunde und neun Minuten. Anschließend war die Arbeit der Wehren beendet.