MÜNCHHAUSEN. Nahe der Ortschaft Münchhausen ist ein 41 Jahre alter Sprinter-Fahrer bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 252 ums Leben gekommen. Zwei weitere Beteiligte wurden leicht verletzt.
Der Mann aus Glauchau war am Montag gegen 15.56 Uhr mit einem Mercedes-Benz Sprinter von Frankenberg in Richtung Marburg unterwegs. Zur gleichen Zeit befuhr ein 31 Jahre alter Mann aus Vöhl mit einem Traktor und landwirtschaftlichem Anhänger die Bundesstraße in entgegengesetzter Richtung.
Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der 41-Jährige mit seinem Sprinter auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem entgegenkommenden Traktorgespann des 31-Jährigen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Sprinter zurück auf die Fahrspur in Richtung Marburg geschleudert.
Eine 23 Jahre alte Autofahrerin aus Rostock, die ebenfalls von Frankenberg in Richtung Marburg unterwegs war, konnte ihr Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr anschließend in der Unfallstelle gegen den Sprinter.
Der 41-jährige Sprinter-Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Seine Verletzungen waren so schwer, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.
Der Fahrer des Traktors und die 23-jährige Autofahrerin erlitten leichte Verletzungen. Beide wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.
Sachverständiger untersucht Unfallhergang
Der vorläufig geschätzte Gesamtschaden beläuft sich auf rund 200.000 Euro. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Hilfs- und Rettungsdienste sowie der Polizei waren im Einsatz.
Neben der polizeilichen Unfallaufnahme beauftragte die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen für Unfallursachenermittlungen mit der Untersuchung des Unfallgeschehens.
B 252 für rund elf Stunden voll gesperrt
Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten zum Zeitpunkt der Polizeimeldung noch an. Nach Abschluss der Arbeiten wird die B 252 im betroffenen Bereich rund elf Stunden voll gesperrt gewesen sein.
Zeugen, die den Verkehrsunfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Marburg unter der Telefonnummer 06421/4060 zu melden. (ots/r)
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FRITZLAR. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L 3150 bei Fritzlar ist eine Frau ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein Mann schwer.
Gegen 15.04 Uhr waren am Montag im Bereich einer Einmündung zwei Pkw aus bislang ungeklärter Ursache miteinander kollidiert. Beide Fahrzeuge waren jeweils mit zwei Personen besetzt.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Fahrer eines der beteiligten Fahrzeuge schwer verletzt in seinem Pkw eingeschlossen. In enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst sicherten die Einsatzkräfte zunächst das Fahrzeug und leiteten anschließend die technische Rettung ein. Mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte wurde der Mann aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst übergeben.
Auch seine Beifahrerin hatte bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen erlitten. Sie wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht, verstarb dort jedoch später an ihren Verletzungen. Die beiden Insassen des zweiten Pkw wurden leicht verletzt.
Insgesamt versorgte der Rettungsdienst alle vier Beteiligten und brachte sie in umliegende Krankenhäuser. Im Einsatz waren vier Rettungswagen, zwei Notärzte, ein Leitender Notarzt sowie ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst.
Feuerwehr sichert Unfallstelle
Parallel zur Rettung sicherte die Feuerwehr die Einsatzstelle weiträumig ab und stellte den Brandschutz sicher. Außerdem wurden die Batterien der Unfallfahrzeuge abgeklemmt, auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen und die Fahrbahn von Trümmerteilen gereinigt.
Zum Einsatz kamen ein Einsatzleitwagen ELW 1, ein Staffellöschfahrzeug StLF 20, ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20/16, ein Gerätewagen Logistik GW-L 1, ein Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 sowie ein Mannschaftstransportwagen.
Beide Pkw waren nach dem Zusammenstoß nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Gutachter soll Unfallhergang klären
Die genauen Umstände des Zusammenstoßes sind derzeit noch unklar und Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Ein Gutachter wurde mit der Rekonstruktion des Verkehrsunfalls beauftragt.
Während der Rettungsmaßnahmen, der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergungsarbeiten blieb die L 3150 vollständig gesperrt.
BIELEFELD. Nach einem Unfall in der Straße Heeperholz sucht das Verkehrskommissariat 1 nach einem verletzten E-Scooter-Fahrer sowie nach Zeugen. Der Unbekannte stieß gegen einen geparkten BMW und flüchtete anschließend zu Fuß.
Zwischen 3.30 und 6 Uhr war der E-Scooter-Fahrer am Samstag auf dem Gehweg in Richtung Hillegosser Straße unterwegs. In Höhe der Hausnummer 16 stieß er aus bislang ungeklärter Ursache gegen den am Fahrbahnrand geparkten BMW einer 48 Jahre alten Frau und beschädigte das Fahrzeug.
Bei dem Zusammenstoß kam der E-Scooter-Fahrer zu Fall und verletzte sich. Anschließend flüchtete er zu Fuß und ließ den E-Scooter am Unfallort zurück.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0521/5450 entgegen. (ots/r)
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KASSEL. Großer Andrang, zahlreiche Gespräche und starkes Interesse an den verschiedenen Berufen sowie am ehrenamtlichen Wirken der Einsatzkräfte haben am Samstag den Kasseler Königsplatz geprägt. Elf verschiedene Organisationen und mehr als 120 Einsatzkräfte präsentierten dort ihre Arbeit und warben zugleich für mehr gegenseitige Achtung und Respekt in der Gesellschaft.
Von 12 bis 17 Uhr konnten sich die Besucher am Samstag, 5. September 2026, an zahlreichen Ständen und auf verschiedenen Aktionsflächen über die Arbeit der beteiligten Organisationen informieren. Für die Blaulichtfamilie war die Veranstaltung ein erfolgreicher Tag und zugleich ausgezeichnete Werbung für mehr gegenseitigen Respekt in der Gesellschaft.
Polizeipräsident Marco Bärtl zeigte sich von der Resonanz begeistert: „Wir können auf einen großartigen Tag zurückblicken. Was die elf verschiedenen Organisationen auf die Beine gestellt und angeboten haben, war beeindruckend. Die Bürgerinnen und Bürger unserer Region haben das Angebot überwältigend gut angenommen. Ich habe keinen Moment erlebt, an dem an den Ständen nicht viel los war. Tausende Gespräche über Beruf, Ehrenamt und die Arbeit sowie den täglichen Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit. Ich bin mir absolut sicher, dass wir das Ziel, die gegenseitige Achtung und den Respekt für die wichtige Arbeit der Helden des Alltags deutlich zu steigern, auch tatsächlich erreicht haben. Zudem konnten die Organisationen kräftig Werbung für ihre Arbeitsbereiche machen. Auch das ist enorm wichtig. Wir brauchen in unserer Gesellschaft weiterhin Menschen, die bereit sind, sich für andere einzusetzen. Mein aufrichtiger Dank geht an alle, die bei der Veranstaltung mitgewirkt haben, aber auch denen, die sich tagtäglich für die Sicherheit und das Wohl der Menschen in unserer Region engagieren.“
Schutzschleife steht für Respekt
Symbolisch für den Respekt gegenüber Einsatzkräften steht die „Schutzschleife“. Ihre Farben Blau, Rot und Weiß symbolisieren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Hilfsorganisationen.
Diese waren bei der Veranstaltung zahlreich vertreten. Mit dabei waren die Polizei Hessen, die Bundespolizei, der Zoll, die Stadtpolizei Kassel, die Berufsfeuerwehr Kassel, die Freiwillige Feuerwehr Kaufungen, die Johanniter, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die Suchhundstaffel und die Höhensicherung.
Im Zeichen dieser Farben eröffnete Polizeipräsident Marco Bärtl um 12 Uhr vor zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und der Blaulichtfamilie die Veranstaltung.
Mitmachen, ausprobieren und Einsatztechnik erleben
An den Ständen der elf Organisationen gab es für die Besucher viel zu sehen und selbst auszuprobieren. Neben einer Hüpfburg, einem aktiven Löscheinsatz und Kinderschminken gab es insbesondere für die jüngeren Besucher zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.
Auch eine große Zahl unterschiedlicher Einsatzfahrzeuge konnte bestaunt werden. Das Spektrum reichte von Motorrädern und Streifenwagen über Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeuge bis hin zu Booten, Drohnen und Geländefahrzeugen.
Darüber hinaus konnten die Besucher zahlreiche Einsatzmittel und Ausrüstungsgegenstände anschauen, anfassen und sogar selbst anziehen oder deren Einsatz testen. Über den gesamten Tag hinweg entwickelte sich dadurch ein lebhafter Austausch zwischen den Einsatzkräften und den Besucherinnen und Besuchern.
Diensthunde, Suchhunde und schwere Rettungstechnik
Um 14 Uhr zeigte die Diensthundstaffel des Polizeipräsidiums Nordhessen auf der Präsentationsfläche vor hunderten Zuschauern ihr Können.
Auch die ARV Suchhundstaffel Kassel e.V. und Landkreis präsentierte um 16 Uhr ihren Einsatzbereich.
Die Freiwillige Feuerwehr Kaufungen zeigte bei mehreren Vorführungen eindrücklich, wie ein Rettungseinsatz mit schwerem Gerät an einem Unfallfahrzeug abläuft.
1578 Euro für die „Kleinen Riesen Nordhessen“
Über den gesamten Tag hinweg wurde außerdem ein Kaffee- und Kuchenverkauf angeboten. Der Erlös aus dem Verkauf war für einen guten Zweck bestimmt.
Zum Ende der Veranstaltung konnte Polizeipräsident Marco Bärtl insgesamt 1578 Euro an Dr. Thomas Voelker und Sandra Mackewitz vom Kinderpalliativteam „Kleine Riesen Nordhessen“ übergeben und damit deren wichtige Arbeit unterstützen.
Das Kinderpalliativteam setzt sich dafür ein, dass unheilbar schwerstkranke Kinder und Jugendliche ganzheitlich, umfassend und kompetent begleitet werden und im Kreise ihrer Familie sowie in ihrem vertrauten Zuhause sterben dürfen.
Fortsetzung im kommenden Jahr geplant
Die bereits zweite Veranstaltung dieser Art war aus Sicht der Blaulichtfamilie ein voller Erfolg. Eine Fortsetzung ist auch für das kommende Jahr geplant.
DIEMELSTADT. Unbekannte sind in der Nacht zum Sonntag in eine Verpackungsfirma im Stadtteil Rhoden eingebrochen. Ein ausgelöster Einbruchsalarm setzte die Täter offenbar nach wenigen Minuten in die Flucht.
Um 1.42 Uhr löste am Sonntag der Alarm in dem Firmengebäude im Laubacher Weg aus. Mehrere Polizeistreifen fahndeten anschließend nach den Tätern, die Suche blieb jedoch ohne Erfolg.
Nach Angaben der aufnehmenden Streife der Polizeistation Bad Arolsen hatten die Unbekannten mit mitgebrachtem Werkzeug ein Fenster des Bürogebäudes gewaltsam geöffnet und waren auf diesem Weg in die Firma gelangt.
Mutmaßlich wegen des ausgelösten Alarms hielten sich die Täter nur wenige Minuten in dem Gebäude auf. Anschließend flüchteten sie über einen Notausgang ins Freie und weiter in unbekannte Richtung.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand machten die Einbrecher keine Beute.
Zeugen, denen in der Tatnacht in Rhoden verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 zu melden. (ots/r)
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BATTENBERG. Wegen Schadstellensanierungen auf der B 253 in der Ortslage Laisa müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Einschränkungen einstellen. Von Mittwoch, 9. September 2026, bis Samstag, 12. September 2026, wird die Bundesstraße in Fahrtrichtung Frankenberg teilweise halbseitig gesperrt.
Betroffen ist der Abschnitt ab dem Abzweig Hainstraße bis hinter die Bushaltestelle „Laisa Haus Ederbergland“. In diesem Bereich führt Hessen Mobil die notwendigen Sanierungsarbeiten durch.
Während der Maßnahme kann der Verkehr von der Bundesstraße weiterhin in die Hainstraße, die K 116, einfahren. Eine Auffahrt von der Hainstraße auf die B 253 ist dagegen nicht möglich.
Für den Verkehr wird deshalb eine innerörtliche Umleitung eingerichtet. Diese führt ab der Hainstraße über die Straße des Handwerks, die Brunnenstraße und die Schulstraße zurück zur B 253.
Der Verkehr auf der Bundesstraße wird während der Arbeiten mithilfe einer Baustellenampel geregelt.
Hessen Mobil bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendige Maßnahme und die damit verbundenen Einschränkungen.
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BAUNATAL. In einem Schwimmbad in Baunatal ist ein 45 Jahre alter Mann leblos in einem Schwimmbecken aufgefunden worden. Für den Mann wurden sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet.
Rettungsdienst und Polizei wurden am Samstag gegen 16.10 Uhr zu dem Schwimmbad gerufen. Wegen der Rettungsmaßnahmen wurde das Hallenbad geräumt, sodass alle Besucher das Bad verlassen mussten.
Der 45-Jährige wurde unter notärztlicher Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er später am Nachmittag.
Ein Fremdverschulden ist nach dem derzeitigen Ermittlungsstand auszuschließen. Die genauen Umstände, die zum Tod des Mannes führten, sind noch ungeklärt und Gegenstand der weiteren polizeilichen Ermittlungen. (ots/r)
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KORBACH. Rauchwarnmelder haben am frühen Montagmorgen die Bewohner eines Einfamilienhauses im Ortsteil Lelbach auf einen Brand aufmerksam gemacht. Durch das schnelle Eingreifen des Hauseigentümers konnte verhindert werden, dass sich das Feuer weiter ausbreitete.
Im Bereich des Badezimmers war vermutlich aufgrund eines technischen Defekts an einem Elektrogerät ein Brand ausgebrochen. Der Hauseigentümer deckte die Flammen mit Handtüchern ab und sorgte dafür, dass der Rauch abziehen konnte. Dies war gerade noch möglich, denn eine erste Spraydose hatte bereits zu einer kleinen Verpuffung geführt.
Gegen 7.20 Uhr wurden die Feuerwehren Lelbach und Rhena vorsorglich zur Brandnachschau alarmiert. Die Einsatzkräfte kontrollierten die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera. Dabei zeigte sich, dass das Feuer bereits auf die Elektroinstallation übergegriffen hatte.
Weitere Glutnester wurden nicht gefunden. Das Brandgut entfernten die Einsatzkräfte aus der Wohnung, wenige Minuten später konnten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte wieder einrücken.
Der Einsatz zeigte erneut, wie wichtig Rauchwarnmelder sind. Sie warnen Bewohner frühzeitig und können dadurch nicht nur Leben retten, sondern auch größere Schäden verhindern. Nur wenige Minuten später hätten die Bewohner das Haus verlassen müssen und es wäre unweigerlich zu einem Gebäudevollbrand gekommen. Der frühen Warnung durch den Rauchmelder ist es zu verdanken, dass es in diesem Fall bei einem Entstehungsbrand geblieben ist.
BAD WILDUNGEN. Große Freude am Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe Nordhessen: 15 Auszubildende haben ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann erfolgreich abgeschlossen und ihr Examen bestanden. Drei Pflegefachmänner und zwölf Pflegefachfrauen starten damit nun als examinierte Pflegefachkräfte in ihren Beruf.
Hinter den Absolventen liegen drei intensive Ausbildungsjahre mit theoretischem Unterricht und vielfältigen praktischen Einsätzen. Dabei ging es nicht nur darum, fachliches Wissen zu erwerben und für die Prüfungen zu lernen. Die Ausbildung bot auch zahlreiche Möglichkeiten, als Kurs zusammenzuwachsen und Erfahrungen über den Unterricht hinaus zu sammeln.
Besonders vielfältig war der Kurs auch mit Blick auf die unterschiedlichen Herkunftsländer der Auszubildenden. Sie kommen aus Deutschland, Madagaskar, Togo, Georgien, Syrien, Marokko und Indien. „Unser Kurs war von Anfang an sehr vielfältig. Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und persönlichen Erfahrungen haben voneinander gelernt und sich gegenseitig unterstützt. Gerade diese Mischung hat unseren Kurs besonders gemacht“, sagt die Kursleitung Elisa Ulrich.
Ein Höhepunkt der gemeinsamen Ausbildungszeit war ein Gesundheitsseminar in Homberg im vergangenen Jahr. Dort konnten sich die Auszubildenden intensiv mit verschiedenen gesundheitsbezogenen Themen auseinandersetzen und zugleich die Klassengemeinschaft stärken. Auch nach fast drei Jahren Ausbildung gab es noch einmal Gelegenheit, gemeinsam neue Eindrücke zu sammeln: Im Mai 2026 führte eine Klassenfahrt die angehenden Pflegefachkräfte nach Berlin. Neben gemeinsamen Erlebnissen stand auch der Austausch innerhalb der Gruppe im Mittelpunkt.
Mit dem erfolgreichen Examen endet nun die Ausbildungszeit, und ihnen stehen als examinierten Pflegefachkräften vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitswesen offen. Ein besonderer Dank gilt den Lehrkräften, Praxisanleitern sowie allen Mitarbeitenden in den praktischen Einsatzbereichen, die die Auszubildenden während ihrer Ausbildung begleitet, angeleitet und unterstützt haben.
„Drei Jahre Ausbildung sind eine intensive Zeit, in der die Auszubildenden fachlich und persönlich gewachsen sind. Sie haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen können und auch in herausfordernden Situationen zusammenhalten. Wir sind stolz auf das, was sie erreicht haben, und wünschen allen für ihren Start ins Berufsleben viel Erfolg“, so Schulleiterin Michaela Grebe abschließend.
GIEßEN. Die Staatsanwaltschaft Gießen und die Kriminalpolizei Gießen führen aktuell ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts gegen einen 19-jährigen Mann. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in der Nacht von Samstag (5.9.) auf Sonntag in der Hindemithstraße in Gießen zwei Männer mit einem Messer derart schwer verletzt zu haben, dass einer der beiden Geschädigten noch am Tatort verstarb.
Gegen 02:44 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle ein Notruf ein. Ein Passant meldete im Kreuzungsbereich „Frankfurter Straße - Robert-Sommer-Straße“ eine Person mit blutenden Verletzungen. Bei dem Verletzten handelt es sich um einen 26 Jahre alten Mann, der sogleich notfallmäßig in das Uniklinikum Gießen verbracht wurde. Im Rahmen der ärztlichen Behandlung konnten mehrere Stichverletzungen im Bereich des Oberkörpers und des Kopfes festgestellt werden. Aktuell ist sein Gesundheitszustand stabil, er konnte aber noch nicht zum Sachverhalt befragt werden. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten den Weg des Geschädigten bis zu einem Balkon in der Hindemithstraße zurückverfolgen. In der Wohnung fanden sie schließlich einen 18-Jährigen schwer verletzt vor. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb er noch am Tatort.
Die sich anschließende Tatortaufnahme wurde durch die Kriminalpolizei unter Mitwirkung der Rechtsmedizin Gießen und des sachleitenden Staatsanwalts durchgeführt. Es wurden Lichtbilder gefertigt, der Tatort vermessen, Nachbarn befragt und umfangreiche Spuren gesichert. Ferner wurde der Leichnam noch im Verlauf des gestrigen Tages auf Anordnung der Staatsanwaltschaft obduziert. Hierbei wurden ebenfalls mehrere Messerstichverletzungen festgestellt. Ein Stich verletzte das Herz und führte zum Tod.
Zum genauen Tatablauf und dem Motiv sind nach derzeitigem Ermittlungsstand noch keine gesicherten Erkenntnisse vorhanden. Der Beschuldigte stellte sich am gestrigen Morgen auf der Polizeistation Gießen Nord und trug blutverschmierte Kleidung. Er gab an, zwei Personen mit einem Messer im Zuge eines Streits verletzt zu haben. Weitere Angaben machte er zunächst nicht. Daraufhin wurde er vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Der Beschuldigte wurde außerdem gestern Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten und vollendeten Totschlags sowie gefährlicher Körperverletzung erließ.
Der Beschuldigte, der zuletzt ohne festen Wohnsitz war, befindet sich nunmehr in einer hessischen Justizvollzugsanstalt. Bei sämtlichen Beteiligten handelt es sich um afghanische Staatsangehörige. Alle drei dürften sich zumindest bekannt gewesen sein. Offenbar hielt sich der Getötete zum Tatzeitpunkt in der Wohnung des 26-jährigen Geschädigten in der Hindemithstraße auf, bis es dort zum Angriff durch den Beschuldigten kam. Der Beschuldigte ist nach den hiesigen Erkenntnissen bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Die umfangreichen Ermittlungen in Gestalt von Zeugenvernehmungen und Spurenauswertungen dauern weiter an. (ots/r)
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