Michael Fränkel

Michael Fränkel

Dienstag, 13 Januar 2026 14:13

ICE-Scheibe im Tunnel gesplittert

FULDA. Eine gesplitterte Scheibe an einem ICE 73 hat am Montag einen Einsatz der Bundespolizei im Bahnhof Fulda ausgelöst. Gegen 14.10 Uhr meldete die Deutsche Bahn AG der Bundespolizeiinspektion Kassel, dass bei dem Zug auf der Fahrt von Hamburg nach Basel eine Scheibe gesplittert war.

Der Zug hielt daraufhin im Bahnhof Fulda. Eine Streife des Bundespolizeireviers Fulda nahm den Schaden in Augenschein und sprach mit dem Zugpersonal sowie den Reisenden, die sich in dem betreffenden Wagen befanden. Alle Reisenden gaben übereinstimmend an, dass die Scheibe nach einem lauten Knall im Tunnel Langenschwarz gesprungen sei.

Aufgrund der Mehrfachverglasung splitterte lediglich die äußere Scheibe. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG brachte von außen eine Spezialfolie an, so dass der Zug seine Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit fortsetzen konnte. Ob es sich bei den äußeren Einwirkungen um gelöste Eisbrocken oder aufgewirbelte Steine handelt, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. (ots/r)

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Dienstag, 13 Januar 2026 01:28

Hyundai kracht gegen Baum

HÖXTER. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Freitag gegen 12 Uhr auf der L 946 zwischen Fürstenau und Löwendorf. Ein 55-jähriger Mann aus Lügde befuhr gemeinsam mit seiner 48-jährigen Ehefrau in einem Hyundai die Strecke aus Richtung Fürstenau kommend in Fahrtrichtung Löwendorf.

Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Pkw nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Baum erheblich beschädigt. Der Pkw überschlug sich in der Folge und kam schließlich auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Beide Insassen erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen. Sie wurden nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Das total beschädigte Fahrzeug musste geborgen werden. Nach ersten Schätzungen liegt der entstandene Gesamtschaden bei rund 30.000 Euro. (ots/r)

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Dienstag, 13 Januar 2026 01:18

Beherztes Eingreifen bei Zimmerbrand

MARSBERG. Ein Brand in einer Obdachlosenunterkunft im Ortsteil Westheim hat am späten Abend des Freitags, 10. Januar, mehrere Einheiten der Feuerwehr Marsberg, des Rettungsdienstes, die Polizei, das Ordnungsamt und die Kriminalpolizei auf den Plan gerufen. Zum Glück lief alles glimpflich ab – Dank des beherzten Eingreifens von Hausbewohnern, Ersthelfern und Feuerwehrleuten, die aus der Nähe zu Hilfe gerufen wurden.

Gegen 23.20 Uhr wurden die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei zu einem Zimmerbrand mit dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr“ nach Westheim alarmiert. Bei Eintreffen der Feuerwehr brauchten die Einsatzkräfte jedoch nicht mehr tätig werden: Der Brand war bereits gelöscht und Personen kamen nicht zu Schaden. In einem Zimmer der Obdachlosenunterkunft wurden durch einen Anwesenden auf dem Holzfußboden Gegenstände angezündet; durch Bewohner wurde der Qualm entdeckt, ebenso schlugen die installierten Rauchmelder aus.

Die Einsatzstelle lag in der Nähe der Schützenhalle, wo zum Tatzeitpunkt eine Veranstaltung stattfand. Dort holten Bewohner Hilfe, woraufhin sich Einsatzkräfte der Löschgruppe Westheim sofort auf den Weg machten. Dank dieses beherzten Vorgehens konnte der Brand schnell gelöscht werden, wobei es sich glücklicherweise nur um ein kleines Feuer handelte. Die Räumlichkeiten wurden im Anschluss gelüftet.

Da bei Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte weder Feuer noch Rauch auszumachen waren, konnte ein Großteil der alarmierten Einheiten die Anfahrt abbrechen. Schlussendlich war der Einsatz nach wenigen Minuten beendet. Die Kriminalpolizei übernimmt nun die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall.

Im Einsatz waren die Einheiten aus Westheim, Oesdorf, Essentho, Meerhof, Marsberg und Giershagen sowie die Führungsunterstützung und die Fachgruppe Drohne. Der Rettungsdienst rückte aus Bad Wünnenberg und Marsberg an. Auch die First Responder aus Westheim waren alarmiert. Zudem kam das Ordnungsamt zur Einsatzstelle, da es sich um eine städtische Obdachlosenunterkunft handelte. Die Einsatzleitung lag beim stellvertretenden Leiter der Feuerwehr, Michael Hüwel.

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Dienstag, 13 Januar 2026 01:07

Brennender Weihnachtsbaum richtet Schaden an

KASSEL. Ein brennender Weihnachtsbaum in einem Einfamilienhaus im Kasseler Stadtteil Wehlheiden hat am Sonntagnachmittag, 11. Januar, einen erheblichen Gebäudeschaden verursacht. Der Baum konnte vor Eintreffen der Feuerwehr durch die Bewohner gelöscht werden, dabei erlitt aber eine Person Brandverletzungen und musste zur weiteren Behandlung in ein Kasseler Krankenhaus transportiert werden. Durch den Rauchschaden ist das Gebäude vorerst nicht bewohnbar.

Am frühen Sonntagabend erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Kassel über den Notruf 112 die Meldung über einen brennenden Weihnachtsbaum in einem Einfamilienhaus im Kasseler Stadtteil Wehlheiden. Daraufhin wurde umgehend der Löschzug der Berufsfeuerwehr von der Feuer- und Rettungswache 1 sowie der Rettungsdienst entsendet. Vor Ort hatte der Bewohner des Gebäudes bereits mit einem Feuerlöscher den brennenden Weihnachtsbaum sowie Teile eines Sofas abgelöscht, erlitt dabei aber Brandverletzungen am Kopf. Der Rettungsdienst versorgte ihn vor Ort und brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Kasseler Krankenhaus.

Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle und löschte den Baum sowie das Sofa mit einem Trupp unter Atemschutz abschließend ab. Durch den Brand wurde das gesamte Gebäude stark verraucht und musste durch die Feuerwehr umfangreich maschinell belüftet werden, um den Brandrauch aus dem Gebäude zu entfernen. Durch den Rauchschaden ist das Gebäude allerdings vorerst nicht bewohnbar. Ausgelöst hat den Brand wohl eine am Baum befestigte, brennende Kerze.

In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr nochmals auf die Gefahren und den sachgerechten Umgang mit Weihnachtsbäumen und Kerzen hin:

  • Verwenden Sie im besten Fall Lichterketten statt echte Kerzen.

  • Weihnachtsbäume möglichst weit weg von Gardinen und anderen leicht brennbaren Gegenständen aufstellen.

  • Weihnachtsbäume sollten rechtzeitig nach Weihnachten aus den Wohnräumen entfernt werden.

  • Nur nicht tropfende Kerzen verwenden und so befestigen, dass keine Zweige oder Bänder in Brand geraten können.

  • Tannenbäume mit dem Fuß ins Wasser stellen, um ein schnelles Austrocknen zu verhindern.

  • Halten Sie vorsorglich einen Eimer Wasser oder Feuerlöscher griffbereit.

  • Erhöhte Vorsicht beim Anzünden der Kerzen: Stets mit den Kerzen an der Spitze des Baumes beginnen.

  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt.

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BAD WILDUNGEN. Ohne Beute blieb ein bisher unbekannter Täter am Sonntagabend bei einem versuchten Raubüberfall in Bad Wildungen. Der Unbekannte hatte versucht, einen 28-jährigen Mann zu berauben, der sich jedoch erfolgreich zur Wehr setzte. Bei dem Vorfall erhielt der Angreifer einen Schlag ins Gesicht und flüchtete anschließend ohne Beute vom Tatort.

Der 28-Jährige hatte am Sonntag gegen 20.45 Uhr an einem Geldautomaten in der Bad Wildunger Brunnenstraße Bargeld abgehoben. Unmittelbar nach dem Vorgang trat ein Unbekannter an ihn heran und forderte die Herausgabe des Geldes. Im weiteren Verlauf versuchte der Täter, den jungen Mann zu schlagen. Dieser konnte dem Angriff jedoch ausweichen und schlug seinerseits zurück. Der im Gesicht getroffene Angreifer ging kurzzeitig zu Boden, rappelte sich jedoch schnell wieder auf und ergriff die Flucht in Richtung der Altstadt.

Die anschließend verständigte Polizei Bad Wildungen leitete sofort eine Fahndung ein, die jedoch nicht zum Erfolg führte. Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • Alter: ca. 40 bis 50 Jahre

  • Größe: ca. 170 bis 180 cm

  • Statur: schlank

  • Haare: schwarz, dazu ein Dreitagebart

  • Sprache: sprach eine unbekannte, ausländische Sprache

  • Kleidung: schwarze Hose, schwarze Jacke, graue Wollmütze und weiße Schuhe

Die Kriminalpolizei ist nun auf der Suche nach Zeugen. Wer Hinweise zu der Tat, dem beschriebenen Täter oder auch zu einer männlichen Person geben kann, auf die die Personenbeschreibung passt und die seit Sonntagabend eine Gesichtsverletzung aufweist, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Korbach unter der Telefonnummer 05631-9710 zu melden. (ots/r)

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Montag, 12 Januar 2026 19:46

Technischer Defekt führt zu Autobrand

KORBACH. Zu einem Pkw-Brand auf der Landesstraße 3076 zwischen Korbach und Nordenbeck kam es am Samstagvormittag. Gegen 11.00 Uhr am Samstag, 10. Januar, befuhr ein Fahrer aus Lichtenfels mit seinem VW Golf die Strecke, als das Fahrzeug aufgrund eines vermuteten technischen Defekts plötzlich in Brand geriet. Geistesgegenwärtig lenkte der Fahrer seinen Wagen noch in einen angrenzenden Feldweg, bevor er das brennende Fahrzeug verlassen konnte.

Noch während die Kräfte der Kernstadtwehr bei einem Verkehrsunfall zwischen Korbach und Strothe im Einsatz waren, ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Neben dem Löschzug der Kernstadt wurden die Feuerwehren aus Nordenbeck und Ober-Ense alarmiert. Bei Eintreffen der ehrenamtlichen Brandschützer stand der Volkswagen bereits im Vollbrand. Ein Totalschaden am Fahrzeug ließ sich nicht mehr vermeiden, jedoch brachten die Einsatzkräfte das Feuer schnell unter Kontrolle und löschten es schließlich vollständig ab.

Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Landesstraße zwischen Korbach und Nordenbeck für den Verkehr voll gesperrt werden. Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt.

Montag, 12 Januar 2026 19:26

Großeinsatz nach vermutetem Eiseinbruch

VÖHL. Ein massives Aufgebot an Rettungskräften wurde am Sonntagnachmittag, 11. Januar, in den Ortsteil Marienhagen alarmiert. Um 15.42 Uhr löste die Leitstelle Alarm mit dem Stichwort „H Wasser Y“ aus, da die Vermutung bestand, dass eine Person in eine dortige Teichanlage eingebrochen sein könnte. Sofort setzten die Verantwortlichen eine umfassende Rettungskette in Bewegung, an der die Feuerwehren aus Marienhagen, Thalitter, Obernburg sowie die später nachalarmierte Wehr aus Herzhausen beteiligt waren. Auch der Rettungsdienst, die Polizei und die Taucherstaffel der DLRG Waldeck-Frankenberg eilten zum Einsatzort.

Vor Ort begannen die ersten Einsatzkräfte umgehend damit, die Eisfläche mit einem Ruderboot und einer Wärmebildkamera abzusuchen. Da dies allein nicht ausreichte, gingen Retter in speziellen Überlebensanzügen auf das Eis vor, zerstörten die Fläche mit Feuerwehräxten und suchten das Gewässer weiter ab. Um die Maßnahmen zu vereinfachen, wurde über den sogenannten Mönch in der Mitte des Teiches gezielt Wasser abgelassen. Parallel dazu suchten Taucher der DLRG den kompletten Teichgrund systematisch ab, konnten jedoch glücklicherweise niemanden finden. Auch Bürgermeister Karsten Kalhöfer verschaffte sich vor Ort einen Überblick über den aufwendigen Einsatz der Rettungskräfte.

Mit einsetzender Dunkelheit leuchtete die Feuerwehr das gesamte Gelände mit mobilen Strahlern aus. Während der laufenden Maßnahmen wurde zudem über Social-Media-Kanäle im Ortsteil Marienhagen nach vermissten Personen gefragt. Da bis zum Einsatzende weder dort noch bei der Polizei Vermisstenanzeigen eingingen, wurde die Suche nach Rücksprache mit allen beteiligten Hilfsorganisationen schließlich beendet. Wer zuvor verdächtige Beobachtungen im Bereich der Teichanlage gemacht oder Personen dort gesehen hat, wird gebeten, sich mit der Polizeistation Korbach unter der Telefonnummer 05631 9710 in Verbindung zu setzen.

Montag, 12 Januar 2026 15:40

Müllwagen rutscht in Graben

FRANKENBERG. Ein Müllwagen des Mercedes Typs 2833 hat am Montagnachmittag einen schnellen Einsatz des Abschleppdienstes im Frankenberger Ortsteil Friedrichshausen ausgelöst. Gegen 13.30 Uhr am heutigen Montag befuhr der Lkw eines Entsorgungsunternehmens aus Lohfelden einen schmalen Weg. Beim Versuch, das schwere Fahrzeug rückwärts zu manövrieren, unterschätzte der Fahrer offenbar die Enge der Strecke, woraufhin der Lastwagen seitlich in den Graben rutschte und festsaß.

Zur Unterstützung rückte Ralf Schmidt, Inhaber der Firma AVAS, mit seinem 40 Tonnen schweren Bergefahrzeug an die Einsatzstelle aus. Um den Mercedes sicher aus seiner misslichen Lage zu befreien, setzte er eine der beiden am Fahrzeug verbauten Seilwinden ein. Diese weist eine enorme Zugkraft von 20 Tonnen auf, was völlig ausreichte, um den tonnenschweren Müllwagen präzise und behutsam zurück auf die befestigte Straße zu ziehen. Nach nur 15 Minuten war der routinierte Einsatz bereits erfolgreich beendet, sodass das Entsorgungsfahrzeug seine Tour ohne weitere Verzögerung fortsetzen konnte.

Montag, 12 Januar 2026 13:46

Schlägerei vor Drogeriemarkt eskaliert

FULDA. Am Sonntagabend kam es im Bahnhof Fulda zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der ein 23-jähriger Mann verletzt wurde. Gegen 20.05 Uhr am Sonntag, 11. Januar, gerieten ein 26-Jähriger und ein 23-Jähriger vor einem Drogeriemarkt in Streit. Im weiteren Verlauf soll der 26-jährige Deutsche den 23-Jährigen mehrfach so fest geschlagen haben, dass dieser zu Boden ging. Hierbei erlitt der Jüngere eine Platzwunde im Gesicht sowie eine Verletzung am Fuß.

Nachdem der 23-jährige Deutsche bereits am Boden lag, versuchte der Schläger zudem, ihn gegen den Kopf zu treten. Die beiden Personen konnten schließlich durch das Eingreifen eines bislang unbekannten Reisenden getrennt werden. Der verletzte 23-Jährige musste mit einem Rettungswagen zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Einsatzkräfte des Bundespolizeireviers Fulda verbrachten den 26-Jährigen für weitere polizeiliche Maßnahmen zur Dienststelle. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen den Mann eingeleitet. Zur Klärung des Vorfalls werden nun Zeugen gesucht. Personen, die Angaben zu dem Geschehen machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561 816 160 bei der Polizei zu melden. (ots/r)

Montag, 12 Januar 2026 00:22

Infocafé Mutmacher: Neuer Termin

FRANKENBERG. Beim letzten Termin des vergangenen Jahres des Infocafés „Mutmacher“ im Kreiskrankenhaus drehte sich alles um Sport und Bewegung für Krebspatienten. Norbert Schlechter, Leiter der Physikalischen Therapie in der Klinik, erklärte anschaulich, welche positiven Effekte Bewegung auf die Erkrankung haben kann.

Bewegung beeinflusst Rezidivrate

Herr Schlechter begann mit einer positiven Botschaft: Nachweislich reduziert leichtes Training bei Krebserkrankungen die Nebenwirkungen medikamentöser Therapien, die Nachwirkungen von operativen Eingriffen, psychische Begleiterscheinungen wie Angst, Depressionen oder Schlafstörungen und nicht zuletzt die Rezidivrate (erneutes Auftreten des Tumors). Die individuelle Belastbarkeit steht dabei immer im Vordergrund.

Im Detail erklärte er, mit welchen Sportarten und mit welcher Intensität sich die besten Effekte erzielen lassen. Herr Schlechter empfiehlt vor allem Ausdauertraining in Kombination mit Krafttraining zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und des Bewegungsapparates. Vor Therapiebeginn und auch in der Nachsorge sind eine halbe bis volle Stunde, dreimal pro Woche, anzustreben. Auch bei vorher untrainierten Personen zeigt sich so sehr schnell eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens.

Wenn es der Zustand des Patienten zulässt, ist ein Beginn des Trainings sogar vor einer geplanten Therapie oder Operation zur Prähabilitation hilfreich. Der Begriff meint die gezielte körperliche und mentale Vorbereitung auf eine bevorstehende Operation oder Behandlung, um die Erholung zu beschleunigen. Der Körper kann so mit gesteigerter Leistungs- und Belastungsfähigkeit in die Therapie starten. Der Patient kann von Beginn an mitwirken, um die Erkrankung aktiv zu bekämpfen.

Therapie mit Sport begleiten

Während der Chemo- oder Bestrahlungstherapie ist an den Behandlungstagen Schonung angezeigt. Doch an den Zwischentagen helfen zehnminütige Einheiten – dreimal pro Tag mit leichter bis mittlerer Belastung – einem Abbau der Muskeln und der Leistungsfähigkeit vorzubeugen. Auch Nebenwirkungen wie zum Beispiel die Fatigue (chronisches Erschöpfungssyndrom) können so eingegrenzt werden.

In der Klinik mobilisieren die Mitarbeitenden der Physikalischen Therapie die Patientinnen und Patienten nach operativen Eingriffen. Schon wenige Tage nach der OP wird damit begonnen, um die Beweglichkeit zu erhalten oder wiederzuerlangen, Fehlhaltungen und damit verbundenen Muskelverkürzungen oder -verspannungen Einhalt zu gebieten, den Kreislauf zu stabilisieren und Lymphödemen vorzubeugen. Dies sollte auch nach der Entlassung beibehalten werden. Herr Schlechter bat die Zuhörer, in jeder Phase genau auf ihren Körper zu achten und eine Überlastung zu vermeiden. Wenn Schwindel, starke Schmerzen oder Blutungen im OP-Bereich auftreten, sollte auf Sport verzichtet werden.

Gut tut, was Spaß macht

Wie ein roter Faden zog sich der Appell von Herrn Schlechter durch den Vortrag, sich genau zu überlegen, welche Art von Sport sich für einen persönlich eignet. Prinzipiell ungeeignet sind nur wenige Sportarten mit hoher Verletzungsgefahr wie Kampf- und Spielsportarten mit direktem Gegnerkontakt oder Geräteturnen. Um eine generelle Überlastung zu vermeiden, verzichtet man besser auf Wettkämpfe oder Leistungssport. Alles, was Spaß macht und guttut, ist geeignet.

Schon immer sportlich Aktiven fällt die Auswahl einer Sportart leichter, denn sie wissen, was ihnen guttut. Vielen anderen hilft es sehr, den „inneren Schweinehund“ zu überlisten, wenn sie in einer Gruppe oder mit Musik trainieren. Wichtig ist es, eine Sportart auszuwählen, die man dauerhaft und regelmäßig ausübt. Die Zuhörerinnen berichteten von eigenen Erfahrungen, der Auswahl von Reha-Sport-Kursen und dem vielfältigen Angebot der örtlichen Sportvereine.

Gabriele Schalk, kommissarische Leiterin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus, schloss den informativen Part der Veranstaltung mit Daten aus der aktuellen Forschung. Danach haben Patientinnen durch eine Ernährungsumstellung auf gesunde Kost in Kombination mit regelmäßigem Sport eine um 50 % erhöhte Chance, dass der Brustkrebs nicht wieder aufflammt.

Neuer Termin am 20.01.2026

Das inzwischen etablierte Format wird auch 2026 fortgesetzt. Zum ersten Treffen am 20. Januar ist Thorsten Junk, Inhaber der Lahnapotheke Gießen, eingeladen. Der erfahrene Apotheker referiert unter dem Titel „Gut informiert durch die Chemotherapie“ über komplementärmedizinische Maßnahmen. Er erläutert anschaulich, wie Betroffene durch gezielte, sanfte Methoden ihre Lebensqualität steigern und belastende Nebenwirkungen eigenständig lindern können. Im Fokus steht dabei die ganzheitliche Unterstützung, um den Körper im Einklang mit dem medizinischen Behandlungsplan bestmöglich zu stärken. Jeder ist herzlich willkommen und darf sich über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 06451 55 355 anmelden oder auch Themenwünsche nennen.

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