BURGWALD. Infolge einer erheblichen Alkoholisierung hat ein Kleintransporter-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ist nach dem Überfahren eines Verkehrsschildes frontal gegen die Wand einer Garage geprallt.
Wie die Polizei gegenüber 112-Magazin berichtet, befuhr der 39-jährige Mann aus Hatzfeld mit seinem weißen Ford Transit am Freitagabend gegen 21.15 Uhr die Hauptstraße aus Richtung Birkenbringhausen kommend in Fahrtrichtung Frankenberg. Auf der Höhe des Steinwegs, im Bereich des alten Wasserhäuschens, kam der Fahrer in einer Kurve nach links von der Fahrbahn ab. Ungebremst überfuhr der Wagen ein Straßenschild und prallte schließlich frontal gegen die Garagenwand eines dortigen Hauses.
Festgestellt wurde durch die hinzugerufenen Polizeibeamten vor Ort eine deutliche Alkoholisierung des Fahrers, was die Anordnung einer Blutentnahme sowie die unmittelbare Sicherstellung seines Führerscheins zur Folge hatte.
Totalschaden entstand an dem Ford Transit, der mit rund 13.000 Euro beziffert wird, während der Schaden am überfahrenen Verkehrsschild bei etwa 2.000 Euro liegt. Hinzu kommen die noch nicht abschließend ermittelten Instandsetzungskosten für die beschädigte Garagenwand. Auf mindestens 15.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.
- Anzeige -
BIELEFELD / MARSBERG / LICHTENAU / DIEMELSTADT. Eine verheerende Serie von insgesamt 18 Glätteunfällen infolge von plötzlichem Blitzeis hat auf der Autobahn 44 zwischen der Anschlussstelle Diemelstadt und dem Kreuz Wünnenberg-Haaren ein kilometerlanges Trümmerfeld hinterlassen und drei Menschenleben gefordert.
Gemeldet wurde der erste folgenschwere Zusammenstoß gegen 01.30 Uhr am Freitag (23. Januar 2026) in Fahrtrichtung Dortmund, als ein 48-jähriger Bielefelder mit einem 3,5-Tonnen-Lkw auf einen am Seitenstreifen abgestellten Sattelauflieger auffuhr. Infolge der massiven Kollision geriet der mit Papier beladene Sattelzug unmittelbar in Vollbrand, wobei der 48-jährige Fahrer des auffahrenden Lastwagens noch an der Unfallstelle verstarb.
Hinzugezogen wurden nach der ersten Alarmierung um 01.45 Uhr zunächst Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Warburg, da der brennende Lkw in Fahrtrichtung Kassel gemeldet worden war. Einheiten der Feuerwehr Marsberg folgten um 02.15 Uhr mit der Alarmierung in Fahrtrichtung Kassel, um die Brandbekämpfung und Absicherung zu unterstützen.
Ereignet hat sich ein weiterer tragischer Unfall gegen 02.30 Uhr ebenfalls in Fahrtrichtung Kassel, bei dem zwei weitere Personen ihr Leben verloren. Ein Lkw-Fahrer beabsichtigte, vom rechten auf den linken Fahrstreifen zu wechseln, um einen in Schrittgeschwindigkeit fahrenden Pkw zu überholen, wobei der Lastwagen zunächst den Pkw leicht touchierte und anschließend auf dem linken Fahrstreifen auf einen anderen Lkw aufprallte. In dem auffahrenden Fahrzeug, das zunächst fälschlicherweise als Pkw gemeldet worden war, erlitten der 60-jährige Fahrer und sein 63-jähriger Beifahrer – beide italienische Staatsangehörige – tödliche Verletzungen.
Spiegelglatte Fahrbahnen auf der Autobahn sowie auf den Zufahrtswegen über Essentho, Meerhof und Oesdorf erschwerten die Anfahrt der Rettungskräfte massiv und machten das Vordringen zu den 18 Unfallstellen zeitweise extrem schwierig. Insgesamt forderte die Unfallserie neben den drei Todesopfern laut Polizei elf Leichtverletzte, während die Feuerwehr von insgesamt 18 Verletzten berichtet, die durch den leitenden Notarzt und den organisatorischen Leiter Rettungsdienst des Kreises Höxter gesichtet und auf Krankenhäuser verteilt wurden.
Sicherung der Einsatzstelle sowie die Brandbekämpfung hatten für die Feuerwehr und den Rettungsdienst oberste Priorität. Zur Brandbekämpfung wurde mit Tanklöschfahrzeugen ein Pendelverkehr eingerichtet, während mehrere Trupps unter Atemschutz gegen die Flammen des brennenden Lastwagens vorgingen.
Errichtet haben die Hilfsorganisationen wie das DRK aus Brilon und Warburg sowie die Johanniter aus Altenbeken Wärmezelte direkt auf der Fahrbahn, um die im Stau stehenden Menschen zu versorgen. Insgesamt 720 Mahlzeiten sowie Heißgetränke wurden im Verlauf des Einsatzes an Betroffene und Einsatzkräfte ausgegeben.
Unterstützung bei der Erkundung des unübersichtlichen Trümmerfeldes lieferte zudem eine Fachgruppe Drohne, deren Bilder wertvolle Hilfe bei der Koordination der zahlreichen beteiligten Fahrzeuge leisteten. Aus dem ZFR Meschede rückte zusätzlich ein Sonderfahrzeug für umfangreiche technische Rettung an, um die komplexen Bergungsmaßnahmen zu unterstützen.
Geborgen werden mussten die drei Verstorbenen schließlich durch die Feuerwehr unter Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät. Parallel dazu kümmerten sich Polizeibeschäftigte um Zeugen und Angehörige, wobei auch ein Team der Psycho-Sozialen-Notfallversorgung (PSNV) für die Betreuung nachgefordert wurde.
Ableitungen im Bereich der Anschlussstelle Diemelstadt und am Kreuz Wünnenberg-Haaren sorgten für eine weiträumige Umfahrung des gesperrten Abschnitts. Während die Fahrbahn in Richtung Dortmund gegen 17.10 Uhr wieder komplett freigegeben werden konnte, dauerten die intensiven Arbeiten in Fahrtrichtung Kassel bis in den späten Nachmittag an.
Beteiligt waren an den umfangreichen Maßnahmen zudem die untere Wasserbehörde, die Straßenmeisterei mit speziellen Reinigungsfahrzeugen sowie kommunale Streudienste auf den Zuwegen. Spezialfirmen mit Kränen und Baggern unterstützten die Einsatzkräfte bei der Bergung der teils umgestürzten oder überschlagenen Lkw.
Geleitet wurde der über 14 Stunden dauernde Großeinsatz vom stellvertretenden Wehrleiter Michael Hüwel und Wehrleiter Cyrill Stute, wobei insgesamt 50 Einsatzkräfte der Marsberger Einheiten aus Meerhof, Essentho, Oesdorf, Westheim, Giershagen, Marsberg und Leitmar vor Ort waren.
Aktuell dauern die Ermittlungen der Unfallaufnahme-Teams aus Bielefeld und Münster an, wobei Zeugen gebeten werden, sich unter dem Hinweistelefon 0521-545 5149 zu melden. (ots/r & Fw Marsberg)
FELSBERG. Ausgerechnet ein Zivilfahrzeug der Autobahnpolizei hat ein niederländischer Autofahrer auf der Autobahn 7 bei Felsberg mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit rechts überholt und damit eine Kontrolle provoziert, die gleich eine ganze Serie schwerwiegender Delikte ans Tageslicht brachte.
Gegen 14 Uhr am Mittwoch (21. Januar 2026) war eine Zivilstreife der Direktion Verkehrssicherheit und Sonderdienste in ihrem mit Videokamera und Geschwindigkeitsmesstechnik ausgestatteten Wagen zwischen den Anschlussstellen Guxhagen und Melsungen unterwegs. Während die Beamten gerade die Geschwindigkeitsüberschreitung eines anderen Autofahrers dokumentieren wollten, wurden sie von dem deutlich zu schnellen Audi rechts überholt. Da dessen Fahrer gleich darauf in gefährlicher und rücksichtsloser Weise noch weitere Verkehrsteilnehmer rechts überholte und dabei sogar den Seitenstreifen nutzte, holte die Streife auf und stoppte den Audi auf dem Autohof Malsfeld.
Erstaunt waren die Beamten bei der anschließenden Kontrolle gleich ein weiteres Mal, denn die Seitenscheibe des Audis war eingeschlagen und der Fahrer sowie sein 29-jähriger Beifahrer saßen bei frostigen Temperaturen mit dicken Winterjacken im Fahrzeug. Bei der Überprüfung des 27-Jährigen zeigte sich dann schnell der Grund für dessen enthemmte Fahrweise, da ein Atemalkoholtest einen Wert von über 1,8 Promille ergab und ein Drogentest positiv auf Kokain sowie Amphetamine im Urin reagierte. Zur Blutentnahme musste der Mann die Polizisten deshalb auf die Dienststelle begleiten.
Zutage kam im weiteren Verlauf zudem, dass der 27-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und den Audi offenbar kurz zuvor in den Niederlanden von einer Familienangehörigen gestohlen hatte, weshalb auch die Fensterscheibe zerstört war. Sichergestellt wurde das Fahrzeug daraufhin durch die Polizei; die Ermittlungen zum Diebstahl und den zahlreichen Verkehrsverstößen dauern derzeit noch an. (ots/r)
- Anzeige -
KORBACH. In der Korbacher Innenstadt hat die Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage in einem kombinierten Wohn- und Geschäftshaus am Freitagnachmittag des 23. Januar einen Einsatz der hiesigen Brandschützer sowie polizeiliche Ermittlungen zur Brandursache nach sich gezogen.
Alarmiert wurde der Löschzug der Kernstadtwehr gegen 13.20 Uhr nachdem die Leitstelle über das Alarmsystem des Gebäudes über eine mögliche Gefahr informiert worden war. Festgestellt wurde durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unmittelbar nach dem Eintreffen vor Ort eine leichte Verrauchung, die ihren Ursprung im Kellergeschoss des Objekts hatte.
Unter Atemschutz kontrollierte ein Trupp den betroffenen Bereich im Untergeschoss gründlich und sorgte anschließend für eine umfassende Belüftung der Räumlichkeiten mittels technischem Gerät. Erloschen war das ursächliche Feuer glücklicherweise bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr, sodass keine aktiven Löscharbeiten mehr eingeleitet werden mussten.
Übernommen hat die Polizei die weiteren Ermittlungen, um die genaue Entstehung des Brandes sowie mögliche Hintergründe zu klären. Wieder hergestellt werden konnte die vollständige Einsatzbereitschaft im Stützpunkt nach einer Einsatzdauer von knapp 40 Minuten.
- Anzeige -
MESCHEDE. Mit der feierlichen Unterzeichnung des Mietvertrags für ein neues Polizei-Dienstgebäude haben Landrat Thomas Grosche und die Weser Wohnbau Gruppe einen entscheidenden Schritt zur Schaffung eines modernen und zukunftsfähigen Standorts für die Polizei im Hochsauerlandkreis vollzogen.
Entstehen soll der Neubau auf dem sogenannten „Erdbeerfeld“ an der Hückeler Höhe / Galiläa. Nach mehreren Jahren intensiver Planung und einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren erhielt die Weser Wohnbau Gruppe den Zuschlag für das Großprojekt. Gesellschafter Dr. Matthias Zimmermann unterzeichnete am Montag (19. Januar 2026) den Mietvertrag gemeinsam mit Landrat Thomas Grosche, wobei auch Geschäftsführer Lars Röben sowie Vertreter der Kreispolizeibehörde an der Vertragsunterzeichnung teilnahmen.
Geschaffen werden soll das erforderliche Baurecht im Rahmen der anstehenden Planungsverfahren durch den Rat der Stadt Meschede. Vorgesehen ist der Baubeginn für das Jahr 2028, während die Fertigstellung des neuen Dienstgebäudes für 2031 geplant ist.
Abteilungsleiter Thomas Vogt bezeichnete die Vertragsunterzeichnung als Meilenstein für die Entwicklung der Polizei im Hochsauerlandkreis und betonte, dass Meschede der Hauptsitz der Behörde bleibe. Nach sieben Jahren Planung zeigte er sich erfreut über das erreichte Etappenziel und dankte allen Beteiligten für die engagierte Begleitung des Prozesses.
Hervor hob Vogt dabei besonders die Arbeit von Projektgruppen-Geschäftsführer Lukas Kaufmann sowie Haushälter Klaus Mast, der für Vertragsangelegenheiten und polizeiliche Liegenschaften zuständig ist und das Verfahren maßgeblich vorangetrieben hat.
Entwickelt, geprüft und teilweise verworfen wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Ideen und Standortvarianten. Letztlich entstand ein tragfähiges sowie zukunftsorientiertes Gesamtkonzept, welches nun Schritt für Schritt zur Umsetzung kommen soll.
- Anzeige -
BAD WILDUNGEN / BAD ZWESTEN. Umfangreiche Gehölzpflegearbeiten führen an der Kreisstraße 61 zwischen Bergfreiheit und Oberurff-Schiffelborn zu einer vorübergehenden Vollsperrung des Streckenabschnitts für den gesamten Fahrzeugverkehr.
Hessen Mobil plant die erforderlichen Maßnahmen zur Vegetationspflege für den 28. Januar 2026 ein. Erforderlich ist die Sperrung der Verbindung im Zeitraum von 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr.
Verkehrsteilnehmer müssen während der Arbeiten eine ausgeschilderte Umleitung nutzen. Geführt wird diese in beiden Fahrtrichtungen über die Bundesstraße 3 und die Bundesstraße 485 durch Bad Zwesten sowie die Landesstraße 3296.
Linienbusse können den Bereich trotz der laufenden Pflegemaßnahmen passieren, sodass der Busverkehr ohne Unterbrechung aufrechterhalten bleibt. Um Verständnis für die notwendigen Arbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen bittet die zuständige Straßenbaubehörde.
- Anzeige -
HATZFELD. In der Ortschaft Hatzfeld ist es am Mittwochmorgen zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen gekommen, nachdem eine Autofahrerin beim Abbiegevorgang die Vorfahrt eines herannahenden Verkehrsteilnehmers missachtet hatte.
Gegen 8.40 Uhr am Mittwoch beabsichtigte eine 64-jährige Frau aus Hatzfeld, mit ihrer grauen Mercedes A-Klasse von der Untergasse nach links in die Berleburger Straße einzubiegen. Zeitgleich befand sich ein 37-jähriger Mann in einem grauen Opel Corsa auf der Berleburger Straße, von der Edertalstraße kommend in Fahrtrichtung Beddelhausen.
An der dortigen Einmündung hätte die Mercedes-Fahrerin warten müssen, um dem vorfahrtberechtigten Opel-Fahrer den Vorrang zu gewähren. Infolgedessen kam es im Kreuzungsbereich zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Glücklicherweise blieben beide Unfallbeteiligten unverletzt.
Hohe Sachschäden an beiden Fahrzeugen waren die Folge der Kollision, wobei der Schaden am Mercedes auf 8.000 Euro und am Opel auf 3.000 Euro beziffert wird. Auf insgesamt 11.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Sowohl die A-Klasse als auch der Corsa waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten durch das Abschleppunternehmen AVAS von der Unfallstelle entfernt werden.
KORBACH. Bei einem Auffahrunfall im Bereich eines Kreisverkehrs ist eine Autofahrerin am Donnerstagmorgen verletzt worden.
Ereignet hat sich die Kollision gegen 7.40 Uhr auf dem Südring, als eine 51-jährige Frau aus Korbach ihren Citroen verkehrsbedingt zum Stehen bringen musste. Die Korbacherin war in Fahrtrichtung des sogenannten Mercedes-Kreisels unterwegs und beabsichtigte, nach rechts in die Frankenberger Landstraße abzubiegen, was aufgrund der dortigen Verkehrslage ein Anhalten erforderlich machte.
Hinter ihr befuhr ein 46-jähriger Mann aus Allendorf mit einem Stadtbus die Strecke. Dieser bemerkte das Bremsmanöver des vorausfahrenden Fahrzeugs nach ersten Erkenntnissen zu spät, sodass es zum Zusammenstoß kam. Mit der Front prallte der Omnibus gegen das Heck des Kleinwagens. Infolge des Aufpralls erlitt die 51-Jährige Verletzungen, die eine sofortige medizinische Versorgung notwendig machten. Ein Rettungswagen brachte die Patientin zur weiteren Behandlung in das Korbacher Krankenhaus.
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden, wobei der Bus im Frontbereich und der Pkw im Heckbereich deformiert wurden. Auf 10.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.
- Anzeige -
BIELEFELD. In den frühen Stunden des Freitags (23. Januar 2026) ist es auf der Autobahn 44 in beiden Fahrtrichtungen zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau aufgrund von extremer Glätte zu einer Serie schwerer Verkehrsunfälle gekommen, bei denen nach derzeitigen Erkenntnissen mehrere Personen ums Leben kamen.
Gegen 01.30 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer der Polizei die Unfälle infolge von Straßenglätte. Vor Ort trafen die ersten Streifenwagen sowie Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes auf eine Kollision zwischen einem 3,5-Tonnen-Lkw und einem mit Papier beladenen Sattelauflieger, welcher zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand stand. Tragischerweise konnte der Fahrer des kleineren Lastwagens nicht mehr aus dem Führerhaus geborgen werden; er verstarb noch an der Unfallstelle. Den Fahrer des Sattelzuges brachte ein Rettungswagen zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus.
Nach bisherigen Erkenntnissen ereigneten sich in beiden Fahrtrichtungen aufgrund der glatten Fahrbahnen insgesamt 17 weitere Unfälle mit Personen- und Sachschaden. Darunter befindet sich mindestens ein schwerer Verkehrsunfall auf der Richtungsfahrbahn Kassel, bei dem zwei weitere Personen verstarben.
Zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau bleibt die Autobahn 44 in beide Richtungen bis auf Weiteres gesperrt. Momentan ist der Brand des Sattelaufliegers noch nicht vollständig gelöscht. Sobald die Löscharbeiten abgeschlossen sind, werden spezielle Unfallaufnahme-Teams der Polizei Bielefeld und der Polizei Münster mit der detaillierten Unfallaufnahme sowie der Spurensicherung an den Einsatzstellen beginnen.
Aktuell laufen die Einsatzmaßnahmen auf Hochtouren. Aufgrund der noch ausstehenden Untersuchungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte zum genauen Hergang oder der Identität der Opfer erteilt werden. Wann die Sperrungen der Richtungsfahrbahnen wieder aufgehoben werden können, ist derzeit noch nicht absehbar. (ots/r)
- Anzeige -
KASSEL. Dass Liebe blind machen kann, nutzen Kriminelle immer wieder schamlos aus und bringen ihre Opfer mit der sogenannten Love-Scamming-Masche um teils horrende Geldbeträge.
Über Dating-Portale, soziale Netzwerke oder auch Messenger-Dienste treten die Betrüger virtuell in Kontakt und täuschen Interesse an den Angeschriebenen vor. Über Wochen bauen die Täter unter falschen Personalien Vertrauen zu ihren Opfern auf und nutzen dabei frei erfundene Lebensgeschichten und gestohlene Bilder. Nachdem sie ihr Gegenüber geschickt um den Finger gewickelt haben, folgen dann Geldforderungen oder die Bitte nach Gefallen, etwa die Weiterleitung von Paketen oder die Annahme von Schecks. Eine Frau aus Kassel wurde auf solche Weise um rund 14.000 Euro gebracht. Die Polizei warnt vor dieser miesen Masche und rät daher dringend, bei Internetbekanntschaften und Geldforderungen grundsätzlich misstrauisch zu sein.
Eine hochbetagte Seniorin hatte vor knapp einem halben Jahr von einer Bekannten aus dem Landkreis Kassel berichtet bekommen, wie glücklich sie mit ihrer Internetbekanntschaft, einem vermeintlich wohlhabenden Mann aus Amerika, ist. Leider war sich die Bekannte zu diesem Zeitpunkt nicht darüber bewusst, dass sie mit einem Betrüger in Kontakt stand. Ermutigt von den Erzählungen ihrer Vertrauten, interessierte sich die Kasselerin daraufhin ebenfalls für die große Liebe im Internet, fragte den Amerikaner nach einem alleinstehenden Freund und bekam prompt WhatsApp-Nachrichten von einem angeblichen ebenfalls gut situierten Herrn aus dem Ausland.
Nachdem der Betrüger auf geschickte Weise über mehrere Wochen hinweg das Vertrauen der Kasseler Seniorin erlangte und sich zwischen ihnen eine vermeintliche Liebesbeziehung aufgebaut hatte, begannen die Bitten nach ersten finanziellen Unterstützungen. Zunächst nur in Höhe von einigen hundert Euro, die Forderungen wurden jedoch schnell immer höher. In dem guten Glauben, ihrem neuen Partner unter anderem die Reise zum ersehnten ersten Treffen zu ermöglichen, kaufte die ältere Dame zahlreiche Gutscheinkarten zur Onlinezahlung und ließ diese ihrer Internetbekanntschaft zukommen. Nach einer gewissen Zeit wurde die Frau misstrauisch und wandte sich an die Polizei, sodass der Betrug aufflog.
Auch die Dame aus dem Landkreis Kassel konnte mittlerweile durch die Polizei kontaktiert und gewarnt werden, dass sie Opfer eines Betrügers geworden ist. Eigenen Angaben nach hat sie dem Täter glücklicherweise kein Geld zukommen lassen. Das für Love-Scamming zuständige Kommissariat 23/24 der Kasseler Kriminalpolizei ermittelt aktuell in insgesamt fünf Fällen dieser Betrugsart, welche allein in den vergangenen Wochen zur Anzeige gebracht wurden.
Um sich vor der Masche des Love-Scammings zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:
Ignorieren: Auf keinen Fall Geld überweisen! Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein, überweisen Sie kein Geld und kaufen Sie keine Gutscheinkarten für den oder die Internetbekanntschaft. Machen Sie Zahlungen sofort rückgängig, wenn möglich.
Sichern: Alle Mails und Chats speichern! Sichern Sie Chatverläufe und E-Mails und heben Sie Überweisungsträger auf, diese können als Beweismittel später hilfreich sein.
Blockieren: Jeglichen Kontakt abbrechen! Brechen Sie den Kontakt mit dem Scammer ab und antworten Sie nicht auf Nachrichten oder Anrufe. Sicherheitshalber sollten Sie sich eine neue Telefonnummer und eine neue E-Mail-Adresse zulegen.
Hilfe holen: Anzeige bei der Polizei erstatten! Neben der Verfolgung der Täter ist eine Anzeigenerstattung bei der Polizei auch wichtig, falls etwa Banken Ansprüche gegen die Opfer geltend machen wollen, zum Beispiel weil Schecks weitergeleitet wurden. Die Polizei kann Ihnen außerdem helfen, die Betrüger effektiv zu blockieren. (ots/r)
- Anzeige -