Michael Fränkel

Michael Fränkel

KREIS HÖXTER. Die Kreispolizeibehörde Höxter hat ihren Verkehrsbericht für 2025 vorgestellt. Sieben Menschen kamen im Jahr 2025 auf den Straßen im Kreis Höxter ums Leben, das entspricht der Zahl vom Vorjahr. „Jeder Todesfall ist einer zu viel“, betonte Behördenleiter Landrat Michael Stickeln, der gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Polizei, Polizeidirektor Karsten Koutsky, und EPHK Markus Tewes als Direktionsleiter Verkehr die Eckpunkte der Jahresstatistik erläuterte.

Die Zahl der Schwerverletzten ist hingegen deutlich zurückgegangen. Sie sank um 38 auf 111, das entspricht einem Rückgang um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Leichtverletzten liegt bei 473, das ist der höchste Stand seit zehn Jahren. Mit insgesamt 4.300 Unfällen bewegt sich das Unfallaufkommen etwa auf dem Niveau der vergangenen zehn Jahre, im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl leicht um 167 gestiegen.

Sorgen bereitet der Kreispolizeibehörde grundsätzlich das Thema Geschwindigkeit. Die Statistik zeigt abermals, dass zu hohe Geschwindigkeit eine Hauptursache für Unfälle ist und außerdem insbesondere außerhalb geschlossener Ortschaften für die schweren Unfallfolgen verantwortlich ist. Hier will die Polizei weiterhin durch Kontrollen und präventive Maßnahmen gegensteuern. Dass die Bemühungen der Vergangenheit schon Erfolge zeigen, lässt sich im Verkehrsbericht an der deutlich gesunkenen Zahl an Schwerverletzten bereits ablesen.

Als weitere Ursache für Unfälle rückt immer mehr der Bereich „Unaufmerksamkeit“ in den Fokus. Dazu zählt Ablenkung durch Handy am Steuer oder auch durch komplizierte Entertainment-Steuerung an Bord. „Unfälle passieren nicht, Unfälle werden verursacht“, betont dazu Markus Tewes. „Im Straßenverkehr können kleine Fehler große Auswirkungen haben“.

Ein weiteres Problemfeld, das sich in der Verkehrsstatistik 2025 zeigt, betrifft Unfälle mit E-Scootern. 17 Menschen wurden bei Unfällen mit den so genannten „Elektrokleinstfahrzeugen“ im Straßenverkehr verletzt, darunter sieben Kinder. Diese sieben Kinder unter 14 Jahren haben einen E-Scooter entweder selber gesteuert, was verboten ist, oder standen als Mitfahrer auf dem Brett, was ebenfalls nicht erlaubt ist. Hier appelliert die Polizei an das Verantwortungsbewusstsein der Eltern.

Alle weiteren Zahlen und Entwicklungen sind im Verkehrsbericht 2025 auf der Internetseite der Polizei Höxter nachzulesen. Unter folgendem Link steht der gesamte Bericht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung: https://hoexter.polizei.nrw/Verkehrsbericht2025

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HELSA. Auf dem Neuen Friedhof sind von rund 20 Gräbern Schalen und Vasen entwendet worden, zudem wurde eine Tür der Friedhofskapelle aufgebrochen. Die Polizei ermittelt wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls, Störung der Totenruhe sowie Sachbeschädigung und bittet um Hinweise.

Nach Angaben der Beamten wurde der Diebstahl am Donnerstag (12. März) gegen 11 Uhr bekannt, nachdem ein Mitarbeiter des Bauhofes die Tat bemerkt hatte. Bei der Anzeigenaufnahme stellten Polizisten an rund 20 Gräbern fest, dass teils fest mit den Grabplatten verbundene Schalen und Vasen abgebrochen und mitgenommen worden waren. Dabei wurden teilweise auch Grabplatten beschädigt.

Gewaltsam verschafften sich die Täter außerdem Zutritt zur Friedhofskapelle, daraus wurde nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nichts entwendet. Die Tatzeit liegt nach derzeitigem Stand zwischen Dienstag, 14 Uhr, und 11 Uhr am folgenden Vormittag. Aufgrund der Menge der entwendeten Gegenstände geht die Polizei davon aus, dass zum Abtransport ein Fahrzeug genutzt wurde.

Zeugen, die im Bereich des Friedhofes verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0561-9100 entgegen. (ots/r)

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Freitag, 13 März 2026 22:34

Revision gegen Urteil im Radlader-Prozess

BURGWALD. Gegen das Urteil des Landgerichts Marburg im Verfahren gegen den 29-jährigen Radlader-Fahrer ist Revision eingelegt worden. Nach Angaben der Justiz hat die Verteidigung am 11. März Rechtsmittel eingelegt, damit wurde die Wochenfrist nach der Urteilsverkündung am 4. März eingehalten.

Die 6. Strafkammer des Landgerichts Marburg hatte den Angeklagten am 4. März unter anderem wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Das Urteil ist weiterhin nicht rechtskräftig.

Hintergrund ist ein Vorfall am Donnerstagabend, 29. Mai 2025: Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann zunächst in Ernsthausen mit einem Radlader unterwegs und fuhr dort einen Baum um. Kurz darauf befuhr er gegen 20 Uhr die B 252 in Richtung Bottendorf, geriet dabei wiederholt in den Gegenverkehr und stieß mit mehreren Fahrzeugen sowie Leitplanken zusammen. Eine Person wurde leicht verletzt.

Erheblich beschädigt wurden nach Polizeiangaben ein brauner VW Polo und eine schwarze Mercedes E-Klasse am Ortsausgang von Ernsthausen sowie ein blauer Skoda etwa zwei Kilometer weiter. Anschließend bog der Radlader in einen Waldweg ein, wo die Fahrt an einem Teich endete. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Ernsthausen und Bottendorf, außerdem zwei Notärzte, vier Rettungswagen und fünf Streifenwagen der Polizei. Der Tatverdächtige wurde nach einer medizinischen Untersuchung in Gewahrsam genommen. Am Freitag, 30. Mai 2025, wurde er der Haftrichterin des Amtsgerichts Marburg vorgeführt, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erließ. Der Beschuldigte befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft.

Mit der Revision muss die Verteidigung das Rechtsmittel nun begründen. Danach geht das Verfahren an den Bundesgerichtshof, der über die Revision zu entscheiden hat.

Link: Serie von Unfällen auf der B 252 – Festnahme

Link: Nach Radlader-Fahrt in Untersuchungshaft

Link: Amokfahrt mit Radlader: 7 Jahre Freiheitsstrafe

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VÖHL. Auf der Landesstraße zwischen Basdorf und Vöhl ist ein Toyota von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Am Freitag gegen 15.20 Uhr war ein 26-Jähriger aus der Gemeinde Vöhl aus Richtung Basdorf in Richtung Vöhl unterwegs, als es aus bislang ungeklärten Gründen zu dem Alleinunfall kam.

Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Aufgrund der Erstmeldung über eine eingeklemmte Person wurden die Feuerwehren der Nationalparkgemeinde Vöhl und der Stadt Waldeck unter der Leitung von Marco Amert alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte war der Mann im Fußraum seines Kleinwagens eingeklemmt. Während die Feuerwehr Vöhl und der Notarzt die Erstversorgung einleiteten, übernahm die Feuerwehr Sachsenhausen als ersteintreffende Einheit mit hydraulischem Rettungsgerät die technische Rettung.

In enger Absprache mit dem Notarzt unterbauten die Teams das Fahrzeug und trennten mit einem Spreizer die Fahrertür heraus. Um die eingeklemmten Beine zu befreien, setzten die Kräfte einen Rettungszylinder ein. Die Rettung erfolgte per Spineboard über die Fahrerseite, anschließend wurde der Patient an den Rettungsdienst übergeben und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Im Anschluss übernahmen die Vöhler Kräfte die weiteren Arbeiten am Fahrzeug. Da es sich um ein Hybridfahrzeug handelte, wurde der Toyota stromlos geschaltet. Am Pkw entstand Totalschaden, auf 4000 Euro wird der Sachschaden geschätzt. Abschleppdienst Gäbler übernahm die Bergung. Während der Rettunsarbeiten war die Landesstraße voll gesperrt. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Maßnahmen an die Polizei übergeben. 

Donnerstag, 12 März 2026 18:53

Wildwechsel - Tucson landet seitlich im Graben

HAINA. Zu einem Alleinunfall auf der Landesstraße 3296 wurden am Donnerstagmorgen zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Ein 23-jähriger Mann aus Kassel war gegen 6.50 Uhr mit seinem weißen Hyundai Tucson zwischen Dodenhausen und Herbelhausen unterwegs, als ein Reh die Fahrbahn kreuzte.

Um eine Kollision mit dem Tier zu vermeiden, wich der Fahrer aus. Dabei geriet der Wagen zunächst rechts auf die Schutzplanke, schleuderte über die Gegenfahrbahn und kam schließlich im Straßengraben auf der Seite zum Liegen. Aufgrund der Erstmeldung über eine im Fahrzeug eingeschlossene Person wurden die Feuerwehren aus Gemünden, Haina, Löhlbach, Dodenhausen und Battenhausen mit dem Alarmstichwort „HKLEMM 1 Y, VU Klemm PKW, eingeschlossen im PKW“ alarmiert.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr Haina gegenüber 112 Magazin mitteilte, war der Fahrer jedoch nicht eingeklemmt. Die Teams vor Ort beschränkten ihre Maßnahmen auf das Batteriemanagement; eine technische Hilfeleistung war nicht erforderlich. Der 23-Jährige blieb unverletzt und kümmerte sich eigenständig um die Abschleppung des Fahrzeugs. Zur Schadenshöhe konnten vor Ort keine Angaben gemacht werden.

GIEßEN. Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Baugewerbe haben rund 100 Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Gießen mehrere Baustellen in Nord-, Ost- und Mittelhessen überprüft. Dabei wurden Verstöße unter anderem gegen das Arbeits- und Aufenthaltsrecht festgestellt.

Im Fokus stand, ob Arbeitgeber Beschäftigte ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden und ob Ausländer die für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen beziehungsweise Aufenthaltstitel besitzen. Auch die Zahlung der gesetzlichen Mindestlöhne wurde überprüft.

Im Bezirk des Hauptzollamtes Gießen wurden 223 Arbeiter von 73 Firmen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt und zahlreiche Dokumente geprüft. Bundesweit waren mehr als 3200 Zöllnerinnen und Zöllner aller Hauptzollämter auf Baustellen unterwegs. „Solche Kontrollen sind wichtig, um faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu sichern. Wer sich nicht an die Regeln hält, verschafft sich einen unrechtmäßigen Vorteil gegenüber ehrlichen Unternehmern“, so Stephanie Auerswald, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Gießen. „Gerade auf Baustellen kommt es immer wieder zu Verstößen. Unternehmen und Beschäftigte müssen jederzeit damit rechnen, dass wir unangekündigt vor Ort prüfen.“

Für drei moldawische Männer im Alter von 28 bis 34 Jahren endete die Arbeit auf einer Baustelle im Landkreis Fulda mit ihrer vorläufigen Festnahme und einem Strafverfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthaltes. Auf einer Baustelle in Gießen wurde außerdem ein 56-jähriger Belarusse vorläufig festgenommen, der Monteur arbeitete ohne gültigen Aufenthaltstitel.

In Kassel wurden auf einer Baustelle drei Serben im Alter von 40 bis 42 und ein Moldawier im Alter von 26 Jahren angetroffen, die keine eindeutigen Aufenthalts- und Arbeitspapiere für die hiesigen Tätigkeiten vorlegen konnten. Die zuständigen Ausländerbehörden wurden eingeschaltet.

Darüber hinaus besteht bei 16 Arbeitern der Verdacht auf Scheinselbständigkeit sowie bei zwei Arbeitern der Verdacht, dass der Mindestlohn nicht gezahlt wird. Die vor Ort erhobenen Daten der Arbeitnehmer werden nun mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Unternehmen sowie weiteren Geschäftsunterlagen abgeglichen.

Am Ende der Kontrollen leiteten die Zöllnerinnen und Zöllner ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und sieben Strafverfahren ein. Das Hauptzollamt Gießen ermittelte im letzten Jahr gegen mehrere Firmen der Baubranche wegen des Verdachts des Vorenthaltens von Sozialabgaben in Millionenhöhe. Insgesamt führte dies zur Aufdeckung von Schäden für die Sozial- und Steuerkassen in Höhe von mehr als 13 Millionen Euro.

Zusatzinformation

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- und Sonderprüfungen auf Basis des risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese konzertierten Prüfungen sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei.

Im Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk gelten branchenspezifische Mindestlöhne. In allen anderen Branchen des Baugewerbes gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde beträgt.

Mittwoch, 11 März 2026 22:42

Klinik lädt Kitas zu Aktionstagen ein

FRANKENBERG. Das Interesse der umliegenden Kindertagesstätten an einer Besichtigung ist so groß, dass das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg neue Wege geht: Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, bietet das Haus spezielle Aktionstage an, zu denen mehrere Kitas gleichzeitig eingeladen werden. Der Auftakt im Februar stieß auf durchweg positive Resonanz. Sowohl die Kinder und ihre Betreuer als auch das Organisationsteam des Krankenhauses zogen eine begeisterte Bilanz der gemeinsamen Entdeckungstour.

Spielerisches Lernen an verschiedenen Stationen

Nach einem neuen Konzept erkundeten die Kinder in kleinen Gruppen verschiedene Stationen und lernten so die Abläufe der Notaufnahme, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und sogar das Schulzentrum kennen. Die kleinen Besucher aus Allendorf, Frankenberg und Schreufa erfuhren dabei viel über typische Untersuchungen und Behandlungen. Der Fokus lag bewusst auf spielerischen Mitmach-Aktionen, um den Klinikalltag begreifbar zu machen:

  • Selbst aktiv werden: Die Kinder legten Verbände an, probten das Fahren im Rollstuhl oder das Gehen mit Krücken.

  • Medizin hautnah: Bei Messungen von Blutdruck und Sauerstoffsättigung verloren die Kinder schnell die Scheu vor der medizinischen Technik.

  • Kreative Verarbeitung: Themenspezifische Ausmalbilder halfen dabei, das Erlebte direkt vor Ort kreativ zu vertiefen.

Ängste abbauen und Interesse wecken

Jutta Muth aus der Unternehmenskommunikation, die das Konzept entwickelt hat, erklärt: „Wir geben Kindern die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen eigene Erfahrungen mit der Krankenhauswelt zu sammeln. Das hilft enorm, damit sie sich im Ernstfall mutiger auf eine eigene Behandlung in der Notaufnahme einlassen können. Auch wenn ein Familienmitglied ins Krankenhaus muss, ist das für die Kinder dann weniger belastend.“

„Ganz besonders möchte ich mich für das Engagement unserer Mitarbeitenden bedanken: Wir haben ein großartiges Team für diesen ‚Sondereinsatz‘. Neben den Kolleginnen der Zentralen Notaufnahme (ZNA) war erstmals auch das Team aus dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) mit einer Station vertreten. Sie betreuen die Kinder empathisch, schaffen eine fröhliche Atmosphäre und beantworten geduldig die klugen Fragen der kleinen Entdecker. Ganz nebenbei wecken sie durch ihre Arbeit das Interesse an den Berufen in der Gesundheitsversorgung.“

Ein beeindruckender Ausflug

Nach rund zwei Stunden traten die Gruppen den Heimweg an – mit frisch angelegten Pflastern, Verbänden und ihren selbstgemalten Bildern sowie vielen neuen Eindrücken im Gepäck. Emma Paulus, stellvertretende Leitung der Kita Schreufa, bedankte sich im Nachgang im Namen der Kinder, Erzieherinnen und Eltern: „Der Tag war super organisiert, liebevoll durchgeführt und für die Kinder als auch die Erzieherinnen ein tolles Erlebnis. Die Kinder kamen mit einem freudestrahlenden Grinsen zurück in die Kita sowie nach Hause und haben von ihrem Ausflug begeistert erzählt, sodass sich auch heute noch mal viele der Erziehungsberechtigten bedankt haben.“

Mittwoch, 11 März 2026 22:34

HSK: Vorstellung des Verkehrsberichts 2025

HOCHSAUERLANDKREIS. Die Verkehrsunfallentwicklung im Hochsauerlandkreis zeigt im Jahr 2025 ein differenziertes Bild: Während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle leicht gestiegen ist, sind sowohl die Unfälle mit Personenschaden als auch die Zahl der verunglückten Menschen zurückgegangen.

Landrat Thomas Grosche, stellv. Abteilungsleiterin Mareen Weische und der Direktionsleiter Verkehr Victor Ocansey stellten die Zahlen im Rahmen einer Pressekonferenz vor. „Die statistische Wahrscheinlichkeit in unserem Kreisgebiet in einen Verkehrsunfall mit Personenschaden oder Schlimmeren verwickelt zu werden, ist geringer als in anderen Teilen von NRW“, so der Landrat und Behördenleiter der Kreispolizeibehörde. „Das ist aber keineswegs ein Grund, sich zurückzulehnen – im Gegenteil! Ein höchstmögliches Maß an Verkehrssicherheit für die Menschen in unserem Kreis ist unser Auftrag und unsere eigene Verpflichtung zugleich. Daher gibt es für uns Jahr für Jahr viel zu tun.“

Die Verunglücktenhäufigkeitszahl liegt im Hochsauerlandkreis mit 402 pro 100.000 Einwohnern weiterhin deutlich unter dem Landesdurchschnitt Nordrhein-Westfalens.

Im Jahr 2025 registrierte die Polizei im Hochsauerlandkreis 8901 Verkehrsunfälle. Der Anstieg ist vor allem auf Sachschadensunfälle sowie Verkehrsunfallfluchten zurückzuführen.

Positiv ist hingegen die Entwicklung bei den schweren Unfallfolgen:

  • weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden

  • weniger Verunglückte insgesamt

  • weniger Verkehrstote

Die Zahl der Verkehrstoten sank von 10 auf 9.

„Unser Ziel bleibt klar: Kein Mensch soll im Straßenverkehr sein Leben verlieren. Jeder tödliche Unfall ist einer zu viel und schmerzt uns alle sehr“, betont Polizeirat Victor Ocansey.

Motorradunfälle bleiben Schwerpunkt

Motorradfahrende sind weiterhin überproportional häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt. Obwohl sie nur einen vergleichsweise kleinen Anteil (6%) am gesamten Unfallgeschehen (28%) ausmachen, stellen sie einen großen Anteil der Schwerverletzten. Im Jahr 2025 verstarben zudem drei Motorradfahrer.

Das Hochsauerlandkreis gilt seit vielen Jahren als eine der attraktivsten Motorradregionen Deutschlands. Kurvenreiche Landstraßen, abwechslungsreiche Topografie und landschaftlich reizvolle Strecken ziehen jedes Jahr zahlreiche Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer an.

Doch genau diese Eigenschaften machen das Sauerland auch zu einer Region mit besonderen Herausforderungen für die Verkehrssicherheit.

Häufigste Unfallursache ist nicht angepasste Geschwindigkeit.

„Motorradunfälle sind zahlenmäßig nicht dominant, aber häufig mit besonders schweren Folgen verbunden, denn gerade hinter jeder Kurve kann der Tod lauern“, erklärt Ocansey.

Ein weiterer Faktor, der die Präventionsarbeit erschwert: Ein großer Teil, etwa 70%, der verunfallten Motorradfahrenden stammt nicht aus dem Hochsauerlandkreis.

Kinder im Radverkehr stärker betroffen

Eine besondere Entwicklung zeigt sich im Bereich der Verkehrsunfälle mit Kindern.

Während die Zahl der verunglückten Radfahrenden insgesamt leicht rückläufig ist, ist die Zahl der verunglückten Kinder auf Fahrrädern gestiegen.

„Kinder gehören zu den verletzlichsten Verkehrsteilnehmern. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen oftmals noch nicht zuverlässig einschätzen“, so Ocansey.

Die Polizei setzt deshalb weiterhin intensiv auf Verkehrserziehung und Radfahrausbildung in Schulen.

„Die Entwicklungen rund um den Fahrrad- und Pedelecverkehr nehmen wir sehr ernst. Auch wenn einzelne Zahlen in diesem Jahr rückläufig sind, wäre es völlig falsch, sich darauf auszuruhen. Gerade der Anstieg bei verunglückten Kindern zeigt uns, dass wir hier weiter intensiv arbeiten müssen. Deshalb werden Rad- und Pedelecverkehr im Jahr 2026 einen noch stärkeren Schwerpunkt unserer Verkehrssicherheitsarbeit bilden“, so Ocansey.

Junge Erwachsene weiterhin Risikogruppe

Die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ist weiterhin überdurchschnittlich häufig an Verkehrsunfällen beteiligt.

„Junge Erwachsene stellen nur einen kleinen Anteil an der Bevölkerung, tauchen aber deutlich häufiger im Unfallgeschehen auf“, erklärt Ocansey. „Das kommt ganz besonders im Hochsauerlandkreis, der der flächenmäßig größte Kreis im Land ist, zum Tragen, da der öffentliche Nahverkehr oder innovative Mobilitätslösungen nicht wie in Ballungsgebieten in jedem Stadtteil oder gar an jeder Straßenecke zur Verfügung stehen kann. Die Menschen in ländlichen Regionen sind auf die Fahrzeugmobilität regelrecht angewiesen.“

Programme wie Crash Kurs NRW (https://polizei.nrw/artikel/realitaet-erfahren-echt-hart) bleiben daher ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit.

Alkohol, Drogen und Unfallflucht

Auch im Jahr 2025 bleibt der Einfluss von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr ein wichtiges Thema.

„Wer berauscht fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmende“, betont Ocansey. „Hier gibt es keinerlei Kompromisse, denn es geht um nichts Geringeres als Menschenleben!“

Verkehrsunfallfluchten

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist von 1661 auf 1746 gestiegen. Gleichzeitig konnte die Polizei ihre Aufklärungsquote von 44% auf 46% weiter verbessern, was ein Ansporn für die gute Ermittlungsarbeit der Verkehrskommissariate ist. „Beinahe jede zweite Verkehrsunfallflucht geht in die Fänge unserer Ermittlerinnen und Ermittler“, so Ocansey. „Das ist zwar ein verhältnismäßig guter Ermittlungswert, aber auch nicht gut genug. Wir arbeiten weiter hart daran, noch besser zu werden.“

Verkehrssicherheit bleibt Gemeinschaftsaufgabe

Die Polizei setzt weiterhin auf einen sinnvollen Dreiklang aus Prävention, Kontrolle und Zusammenarbeit mit Kommunen und Netzwerkpartnern.

„Verkehrssicherheit entsteht nicht nur durch Regeln, sondern vor allem durch Rücksicht, Aufmerksamkeit und Verantwortung im Straßenverkehr“, so Landrat Thomas Grosche. „Verkehrssicherheit funktioniert aber auch am besten im Netzwerk. Deshalb freue ich mich sehr, dass der Hochsauerlandkreis am 30. Mai 2026 dem bislang bundesweit größten Präventionsnetzwerk für Verkehrssicherheit im Rahmen einer öffentlichen landeszentralen Veranstaltung in der Arnsberg-Neheimer Fußgängerzone unter Beteiligung von NRW-Innenminister Herbert Reul und Verkehrsminister Oliver Krischer beitreten wird – der NRW-Initiative #sicherimStraßenverkehr.“ (https://sicherimstrassenverkehr.nrw/)

8.901 Verkehrsunfälle im HSK

  • Weniger Unfälle mit Personenschaden

  • Weniger Verunglückte insgesamt

  • Verkehrstote von 10 auf 9 gesunken

  • Motorradunfälle weiterhin häufig mit schweren Folgen

  • Mehr verunglückte Kinder auf Fahrrädern

  • Junge Erwachsene weiterhin überdurchschnittlich beteiligt

  • Alkohol- und Drogenunfälle leicht gestiegen

  • Unfallfluchten nehmen zu – Aufklärungsquote verbessert (ots/r)

 

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Mittwoch, 11 März 2026 22:18

Holzsäge brennt - Feuerwehr im Einsatz

WALDECK. Zu einer brennenden Holzsäge in einem offenen Geräteschuppen wurden die Kräfte am Mittwochmorgen in den Ortsteil Alraft alarmiert. Der Brand in der Straße Zum Alraftsgraben konnte dank des schnellen Eingreifens aufmerksamer Augenzeugen frühzeitig begrenzt werden.

Zufällig vorbeifahrende Handwerker bemerkten das Feuer um 8.13 Uhr und wendeten durch erste Maßnahmen eine weitere Brandausbreitung auf das Gebäude ab. Die unter der Leitung von Andreas Przewdzing eintreffenden Teams der Feuerwehr Sachsenhausen übernahmen daraufhin die weiteren Nachlöscharbeiten. Dabei wurde die Säge mittels Schnellangriffseinrichtung und Löschwasser aus den Fahrzeugtanks umfassend gekühlt.

Zum Abschluss der Maßnahmen kontrollierten die Kräfte die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera auf versteckte Glutnester. Nach rund 40 Minuten war die Gefahr beseitigt und die Stelle konnte an die Polizei übergeben werden.

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Mittwoch, 11 März 2026 22:12

GRW-Förderung: Drei Projekte im Fokus

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, kurz GRW-Förderung, stellen Bund und Länder Mittel bereit, um Projekte zu unterstützen, die die regionale Wirtschaft stärken. Der Landkreis, seine Wirtschaftsförderung sowie einige Kommunen und Unternehmen wollen für drei Projekte in Waldeck-Frankenberg eine Zuwendung erreichen und haben sich dazu vor Ort mit Regierungspräsident Mark Weinmeister und Vertretern der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ausgetauscht, die das Verfahren in Hessen abwickelt.

Wirtschaft gestalten, Potenziale aktivieren, Flächenverbrauch senken

Das Programm wurde zum 1. Januar modernisiert. „Der Zugang zur Regionalförderung ist seit diesem Jahr vereinfacht. Mit der Neuauflage sind Verfahren zur Reaktivierung von Industrie- und Gewerbeflächen deutlich einfacher“, erklärt der Wirtschaftsförderer des Landkreises Dimitrij Schmalz. Künftig rücken Vorhaben aus den Feldern Digitalisierung, Nachhaltigkeit, touristische Infrastruktur, regionale Wertschöpfung sowie die Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen stärker in den Fokus.

„Die Reform zielt darauf ab, die regionale Wirtschaftsstruktur nachhaltiger zu gestalten und gleichwertige Lebensverhältnisse zu fördern, insbesondere in ländlichen Regionen mit viel Potenzial“, sagt Landrat Jürgen van der Horst. „Dazu passen auch drei Projekte im Landkreis, zu denen wir uns derzeit gemeinsam mit Vertretern der WIBank austauschen.“ Vor Ort lernten die Vertreter die Vorhaben in Bad Arolsen, Mengeringhausen und Berndorf kennen.

Entwicklung eines Wohnquartiers auf dem Lahrmann-Areal in Bad Arolsen

Ziel der Stadt Bad Arolsen ist es, auf dem Gelände des ehemaligen Lahrmann-Areals ein qualitativ hochwertiges Wohnquartier zu entwickeln, in dem aktuelle Anforderungen an nachhaltige Baumaterialien, regenerative Energienutzung sowie Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung berücksichtigt werden. „Nachhaltiger und attraktiver Wohnraum in ansprechender Umgebung ist ein wichtiger Big Point in der Fachkräfteakquise und dient unmittelbar der Stärkung der heimischen Wirtschaftsstruktur“, betont Bürgermeister Marko Lambion. „Das optimal gelegene Lahrmann-Areal erfüllt alle Voraussetzungen, wenn es uns gelingt, das Gelände zielgerichtet, strukturiert und vor allem wirtschaftlich zu einem zukunftsweisenden Wohnquartier zu entwickeln.“

Verwertung mineralischer Bauabfälle in Mengeringhausen

Die Firma Wenowa Baustoffe in Mengeringhausen möchte einen energieautarken, vollelektrischen und digital gesteuerten Wertstoffhof zur Annahme, Aufbereitung und Verwertung mineralischer Bauabfälle etablieren, inklusive Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur, vollelektrifiziertem Maschinenpark und digitaler Steuerungssysteme. Ziel ist nach Angaben des Unternehmens die Förderung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft mit CO2-Reduktion, regionaler Wertschöpfung sowie langfristiger Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit. „Mitten in Nordwaldeck entsteht mit unserem energieautarken Wertstoffhof ein neuer Maßstab für die Verwertung mineralischer Bauabfälle“, sagt Geschäftsführer Jörg Marpe. „Durch moderne elektrische Technologien, digitale Intelligenz und echte Kreislaufwirtschaft schaffen wir hier ein zukunftsweisendes System, ökologischen Mehrwert und treiben den Weg in eine CO2 arme Zukunft voran. Damit stärken wir nicht nur die Umwelt, sondern auch die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unserer Region.“

Umnutzung des ehemaligen Wilke-Geländes in Berndorf

Die Gemeinde Twistetal möchte in Berndorf das „Stukenhof-Gelände“, das Areal des ehemaligen Unternehmens Wilke, revitalisieren, einschließlich des Rückbaus schadstoffbelasteter Gebäude und anschließender Nachnutzung. Der Rückbau wurde in zwei Bauabschnitte gegliedert: Der erste wurde bereits umgesetzt und umfasste Gebäudeschadstoffsanierung, maschinellen Abbruch und zusätzliche Betonsanierung. Der zweite Bauabschnitt ist in Planung. Geprüft wird auch die Nutzung des sanierten Hauptgebäudes als Rohbau für eine künftige Folgenutzung. „Das Stukenhof-Areal ist Aufgabe und Chance zugleich“, sagt Bürgermeister Friedrich Vogel. „Eine zukunftsorientierte Entwicklung inklusive des Schulneubaus für die Twistetaler Grundschule ist das erklärte Ziel der Gemeinde.“

Inwiefern die vorgestellten Projekte die Förderbedingungen für die GRW-Förderung erfüllen, obliegt der Bewertung der WIBank, die in Hessen die Antragsstellung abwickelt und im Rahmen der Richtlinien über die nicht rückzahlbaren Investitionszuschüsse der Anteilsfinanzierungen entscheidet. In 2026 stehen deutschlandweit insgesamt etwa 1,3 Milliarden Euro für die GRW zur Verfügung, Bund und Länder teilen sich die Finanzierung jeweils hälftig. „Die Maßnahmen sind hoch interessant und sehr kreativ“, sagt der Sprecher der Geschäftsleitung der WIBank Gottfried Milde. „Wir schauen uns alle Fördermöglichkeiten sehr gern an und prüfen natürlich auch eine mögliche GRW-Förderung.“

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