Michael Fränkel

Michael Fränkel

Freitag, 06 Februar 2026 21:57

KFV feiert 50 Jahre: Start in Haina

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Eine Reihe von Veranstaltungen markiert in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes.

Ein Blaulichtgottesdienst in der Winterkirche in Haina am Freitag (13. Februar) bildet dabei den Auftakt. Ab 19 Uhr sind neben Mitgliedern der Brandschutzorganisationen auch Einsatzkräfte der Polizei, des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks sowie der Rettungshundestaffel in die beheizte Kirche eingeladen.

Pfarrerin Sabrina Niemeyer, zuständig für die Notfallseelsorge im Landkreis, übernimmt die liturgische Gestaltung des ökumenischen Gottesdienstes. Musikalisch wird der Abend durch den Musikzug der Feuerwehr Gemünden umrahmt.

Parkplätze sind auf dem Gelände von Vitos Haina ausgeschildert. Ortsfremde Besucher werden durch Kamerad-innen der freiwilligen Feuerwehr Haina eingewiesen.

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Freitag, 06 Februar 2026 09:27

Öltanker flüchtet nach Unfall

BRILON. Nach einer Unfallflucht im Bereich der Altenbürener Straße sucht die Polizei nach einem weiß-roten Lastwagen sowie Zeugen des Geschehens.

Am Freitag gegen 16.10 Uhr befuhr eine 23-jährige Brilonerin mit ihrem schwarzen Audi A4 die Altenbürener Straße in Richtung Kreisverkehr. Vor ihr hielt ein Lastwagen, den die Frau als weiß-roten Öltanker beschrieb, für mindestens eine Minute an. Plötzlich setzte das Fahrzeug zurück und stieß gegen den Pkw der jungen Frau.

Infolge des Aufpralls wurde der Audi auf ein unmittelbar dahinterstehendes Auto geschoben. Ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern, bog der unbekannte Fahrer des Lastwagens nach dem Rangiermanöver in die Rochusstraße ab und entfernte sich von der Unfallstelle. Auch die anderen am Geschehen beteiligten Autofahrer setzten ihre Fahrt fort.

Hinweise nimmt die Polizei in Brilon unter der Telefonnummer 02961/90200 entgegen. Die Ermittlungen des Verkehrskommissariats dauern an.

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Freitag, 06 Februar 2026 07:50

Pakettransporter brennt auf Autobahn

KASSEL. Auf der Autobahn 7 ist ein Lastwagen in Brand geraten, sodass Polizei und Feuerwehr umfangreiche Maßnahmen einleiteten.

Am Donnerstag wurde die Berufsfeuerwehr Kassel gegen 18.52 Uhr in Fahrtrichtung Süden auf Höhe der Abfahrt Kassel Ost alarmiert. Der Brand konnte im Verlauf der Maßnahmen unter Kontrolle gebracht werden. Bereits beim Eintreffen war die Polizei vor Ort und hatte die Autobahn gesperrt. Der Fahrer des etwa 7,5 Tonnen schweren Lastwagens, der mit Briefen und Paketen beladen war, konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits ein Rückstau von rund 1 Kilometer gebildet.

Vor Ort sicherte die Feuerwehr die Stelle ab und begann mit den Löscharbeiten. Um an Brandherde in der Ladung zu gelangen, öffneten die Kräfte den Kofferaufbau des Lastwagens seitlich. Weil gefrierendes Löschwasser die Fahrbahn gefährlich glatt machte, informierte die Berufsfeuerwehr Kassel gemeinsam mit der Polizei die Autobahnmeisterei, die umgehend Streuarbeiten veranlasste.

Für die Dauer der Löscharbeiten blieb die Autobahn vollständig gesperrt.

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Freitag, 06 Februar 2026 07:00

Zimmerbrand in Klinik: 25 Evakuierte

MARSBERG. Ein Brand in einem Patientenzimmer auf einem Klinikgelände führte in der Nacht zum Einsatz mehrerer Feuerwehreinheiten.

Am Mittwoch gegen 23.10 Uhr (4. Februar) meldete eine automatische Brandmeldeanlage das Feuer in der psychiatrischen Einrichtung. Personal vor Ort evakuierte die betroffene Station mit insgesamt 25 Patienten noch vor dem Eintreffen der ersten Kräfte. In einem Zimmer im ersten Obergeschoss war Mobiliar in Brand geraten. Da sich alle Personen bereits sicher am Sammelplatz befanden, konzentrierte sich die Brandbekämpfung auf das betroffene Zimmer sowie anschließende Belüftungsarbeiten.

Kräfte aus Marsberg, Obermarsberg und Erlinghausen leiteten die Löschmaßnahmen unter Atemschutz ein, während weitere Unterstützung aus Essentho und Giershagen sowie eine Fachgruppe Drohne nachrückten. Insgesamt waren knapp 60 Einsatzkräfte unter der Leitung von Jörg Wlasny vor Ort. Vier Trupps gingen in das Gebäude vor, um die Flammen zu löschen und Kontrollmessungen durchzuführen.

Rettungsdienstmitarbeiter aus Bad Wünnenberg sichteten die evakuierten Patienten, wobei niemand verletzt wurde und kein Transport erforderlich war. Ein Krankentransportwagen des Deutschen Roten Kreuzes sicherte zudem den medizinischen Schutz der Einsatzkräfte ab. Während das Erdgeschoss sowie das zweite Obergeschoss weiter genutzt werden können, bleibt das betroffene Stockwerk vorerst unbewohnbar.

Nach rund anderthalb Stunden waren die Maßnahmen der Feuerwehr beendet. Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauern an.

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Freitag, 06 Februar 2026 00:20

Drei Verletzte nach Kreuzungskollision

PADERBORN. Eine Kollision im Kreuzungsbereich des George-Marshall-Rings und der Bundesstraße 64 führte am späten Nachmittag zu mehreren Verletzten und Rettungsmaßnahmen.

Am Donnerstag um 18.03 Uhr wurde die Feuerwehr zur Unfallstelle alarmiert. Im Bereich der Auf- und Abfahrt stießen zunächst zwei Pkw zusammen. Durch den Zusammenstoß kollidierte einer der beteiligten Wagen mit einem dritten Fahrzeug, das an der Kreuzung wartete. Eine Person wurde schwer verletzt, während zwei weitere Beteiligte leichte Verletzungen erlitten.

Nach der medizinischen Erstversorgung durch den Notarzt vor Ort transportierten zwei Rettungswagen die Patienten in Krankenhäuser. Zeitgleich sicherten Einsatzkräfte die Stelle gegen den fließenden Verkehr ab und stellten den Brandschutz sicher. Zudem wurde eine technische Rettung der betroffenen Personen durchgeführt.

Um 18.48 Uhr war der Einsatz nach rund 45 Minuten beendet. Während der Maßnahmen blieb der Kreuzungsbereich vollständig gesperrt. Insgesamt befanden sich zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, ein Löschgruppenfahrzeug, ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Technische Rettung, zwei Einsatzleitwagen, drei Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug mit rund 30 Kräften vor Ort. (ots/r)

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Donnerstag, 05 Februar 2026 15:36

Millionen-Fund durch Spürnase Lemmy

BEVERUNGEN. Ein außergewöhnlicher Fund von rund 65 Kilogramm chemisch erzeugter Drogen gelang Ermittlern nach der Einlieferung eines zweijährigen Kleinkindes in ein Krankenhaus.

Mitte Januar suchte eine 24-jährige Frau mit ihrer Tochter das St. Ansgar Krankenhaus in Höxter auf, da das Kind unter Übelkeit litt. Mediziner stellten fest, dass das Mädchen unter dem Einfluss von Amphetaminen stand. Wie die Polizei mitteilte, schaltete das Personal daraufhin die Beamten ein. Zunächst gab die Mutter an, das Kind habe möglicherweise Substanzen in einem Sandkasten auf einem Spielplatz gefunden.

Zweifel an dieser Geschichte führten nach einer ergebnislosen Absuche des Spielplatzes zu einer Wohnungsdurchsuchung in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Paderborn. Während der Maßnahmen im Haus der Frau schlug Diensthund „Lemmy“ an einem Stapel Kartons mit Solarpaneelen an. Erst bei einer genaueren Kontrolle entdeckten die Beamten das Versteck auf der Rückseite der Paneele, wo die illegalen Tabletten in Epoxidharz eingegossen worden waren.

Insgesamt entdeckten die Ermittler 14 solcher Paneele, von denen der Großteil bereits fertig präpariert war. In der Wohnung fanden die Beamten zudem weitere Beutel mit Captagon-Tabletten. Die Sicherstellung umfasste in der Summe etwa 65 Kilogramm der Rauschmittel. Der Wert der Gegenstände liegt schätzungsweise im siebenstelligen Bereich.

Bereits am 16. Januar ordnete ein Ermittlungsrichter die Untersuchungshaft für die Frau und ihren 27-jährigen Lebensgefährten an. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Um die Betreuung des Kindes, das die Klinik wieder verlassen konnte, kümmert sich nun das zuständige Jugendamt. (ots/r)

Donnerstag, 05 Februar 2026 14:49

Reue nach Helm-Diebstahl

WILLINGEN. Umfangreiches Diebesgut aus einer Sportlerkabine beim FIS-Skisprung Weltcup ist nach einem Geständnis eines Tatverdächtigen auf dem Postweg zurückgekehrt.

Während des Wochenendes zwischen Samstag (31. Januar) und Sonntag (1. Februar) drangen zwei Männer in die unverschlossene Kabine des norwegischen Teams ein. Videoaufnahmen belegten die Entwendung von Helmen und weiterem Equipment (wie bereits berichtet wurde).

Zwischenzeitlich meldete sich einer der Beschuldigten schriftlich bei den Behörden. Er gab die Tat zu, kündigte die Rückgabe der Beute an und ließ mitteilen, dass er sich anwaltlich vertreten lässt.

Am Mittwoch (4. Februar) erreichte ein Paket den Skiclub Willingen. Polizeikräfte aus Korbach sichteten den Inhalt, der neben Skibrillen und Jacken auch mehrere Helme enthielt. Ob die Sendung das gesamte Diebesgut umfasst, wird derzeit geprüft. Eine zeitnahe Aushändigung an den norwegischen Verband ist vorgesehen.

In der Postsendung des Mannes aus Niedersachsen befand sich zusätzlich eine Dose mit Feinwerkzeug. Diese konnte einer weiteren Tat zugeordnet werden, die am Montagabend (2. Februar) über die Online-Wache angezeigt worden war. Ein Kameramann hatte den Verlust der silbernen Box aus einem Aufwärmraum an der Mühlenkopfschanze gemeldet. Der Wert der Gegenstände liegt bei über 100 Euro.

Aktuell dauern die Ermittlungen der Polizeistation Korbach in beiden Fällen an. Hinweise zum zweiten, noch unbekannten Täter nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05631-9710 entgegen. (ots/r)

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Donnerstag, 05 Februar 2026 13:53

16 Entweichungen aus Vitos-Forensik

KASSEL. Die Zahl der Entweichungen ist 2025 mit insgesamt 16 halb so hoch wie im Vorjahr und eine der niedrigsten im Bundesvergleich.

Von den im Jahr 2025 durchschnittlich 962 (2024: 950) in den Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie (KFP) untergebrachten Patientinnen und Patienten sind insgesamt 16 Patienten entwichen (2024: 31). Davon sind 10 Patienten aus einer Dauerbelastungserprobung, 4 während eines unbegleiteten und ein Patient während eines begleitenden Ausgangs entwichen. Ein Patient ist aus der Klinik für Forensische Psychiatrie Hadamar ausgebrochen.

Insgesamt ist die Zahl der Entweichungen damit halb so hoch wie im Vorjahr. Vitos arbeitet in Hessen gemeinsam mit der Fachaufsicht, dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege an einer stetigen Verbesserung der Sicherheitsmaß­nah­men und Unterbringungsbedingungen im Maßregelvollzug. Im bundesweiten Vergleich steht Hessen sehr gut da. Die Entweichungsrate pro 100 Belegungsfälle liegt in Hessen mit 0,2 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 0,81 (Entweichungen geteilt durch Durchschnittsbelegung mal 100).

Ein wesentliches Ziel des Maßregelvollzugs ist es, die Patienten so zu therapieren, dass sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können, ohne erneut straffällig zu werden. Je nach therapeutischem Fortschritt gibt es verschiedene so genannte Lockerungsstufen und Alltagserprobungen. Das beginnt bei kleinen Freigängen in geschlossenen Bereichen und geht bis zur Dauerbeurlaubung zur Ent­lassungs­vorbereitung. Die Patienten müssen dabei strenge Regeln einhalten. Sie dürfen die gewährten Lockerungszeiten nicht überschreiten, müssen regelmäßig und zu bestimmten Zeiten Kontakt mit der Klinik aufnehmen usw. Jedes Mal, wenn Patienten die vorgegebenen Zeiten überschreiten und nicht innerhalb einer bestimmten Karenzzeit erreichbar sind, wird nach ihnen gefahndet und man spricht von einer Entweichung. Der überwiegende Anteil der Entweichungen aus dem Maßregelvollzug in Hessen findet dann statt, wenn sich Patienten bereits allein außerhalb der Klinik in Lockerungsmaßnahmen befinden. Im Jahr 2025 lag dieser Anteil bei 88 Prozent.

Im Gegensatz zu einer Entweichung ist ein Ausbruch das geplante Überwinden technischer und/oder personeller Sicherheitsvorkehrungen innerhalb der geschlossenen Maßregelvollzugseinrichtung durch den Patienten.

Rückkehr der Patienten

10 Patienten wurden von der Polizei zurückgebracht. 6 Patienten sind immer noch flüchtig.2 Patienten waren bereits am gleichen Tag, 4 innerhalb von zwei Tagen bis fünf Tagen und 4 nach mehr als einer Woche wieder zurück.

In den Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie standen 2025 insgesamt 943 Behandlungsplätze zur Behandlung von Maßregelvollzugspatienten zur Verfügung. 2025 waren die Behandlungskapazitäten zu rund 102 Prozent ausgelastet. Der Mehrbedarf an Behandlungskapazitäten wurde durch das Vorhalten von Interimskapazitäten kompensiert.

Details zur Entweichungsstatistik

Kliniken für psychisch kranke Rechtsbrecher (§ 63 StGB)

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Eltville

Aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Eltville entwich 2025 ein Patient.

Es sind keine Delikte während der Entweichung bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Eltville:
Anzahl Patienten: 1 aus unbegleitetem Ausgang
Entweichungsdauer in Tagen: 3
Rückkehrart: durch Polizei

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina

Aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina entwich 2025 ein Patient.

Es sind keine Delikte während der Entweichung bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Haina:
Anzahl Patienten: 1 aus unbegleitetem Ausgang
Entweichungsdauer in Tagen: 2
Rückkehrart: durch Polizei

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Gießen

2025 gab es in der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Gießen keine Entweichung.

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Riedstadt

Aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Riedstadt entwich 2025 ein Patient.

Es sind keine Delikte während der Entweichung bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Riedstadt:
Anzahl Patienten: 1 aus Dauerbeurlaubung zur Entlassvorbereitung
Entweichungsdauer in Tagen: 0
Rückkehrart: durch Polizei

Kliniken für suchtkranke Rechtsbrecher (§ 64 StGB)

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal

2025 entwichen aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal insgesamt sieben Patienten.

Bei keinem der Patienten sind Delikte während ihrer Entweichungen bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Bad Emstal:
Anzahl Patienten: 5 aus Dauerbeurlaubung zur Entlassvorbereitung, 2 bei unbegleitetem Ausgang
Entweichungsdauer in Tagen: 1x3, 1x17, 1x105, 4 noch flüchtig
Rückkehrart: 3 x durch Polizei

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Hadamar

2025 gab es in der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Hadamar fünf Entweichungen und einen Ausbruch.

Gegen einen Entwichenen wird wegen Diebstahldelikten während der Entweichung ermittelt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Hadamar:
Anzahl Patienten: 4 aus Dauerbeurlaubung zur Entlassvorbereitung, 1 bei begleitetem Ausgang, 1 Ausbruch
Entweichungsdauer in Tagen: 1x0, 1x5, 1x66, 1x109, 2 noch flüchtig
Rückkehrart: 4 x durch Polizei

Jugendforensische Klinik

Vitos jugendforensische Klinik Marburg

Aus der Vitos jugendforensischen Klinik Marburg gab es 2025 keine Entweichungen.

Erläuterungen

Statistik: Entweichungsrate

Zwei der 2025 aus den Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie entwichenen Patienten fließen in den statistischen Bundesvergleich ein. Die Entweichungsrate pro 100 Belegungsfälle (Entweichungen geteilt durch die Durchschnittsbelegung mal 100) liegt für die Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie 2025 bei 0,2 Patienten.

Die bundesdurchschnittliche Entweichungsrate lag bei der letzten Datener­hebung 2024 bei 0,81 Patienten. Hessen liegt somit 2025 erneut deutlich unter dem Durchschnitt der insgesamt 15 teilnehmenden Bundesländer.

Statistik: Entweichungen und Ausbrüche

Zum Bundesvergleich von Entweichungen und Ausbrüchen werden nur solche Ereignistypen als Entweichung gezählt, die wenig Interpretationsspielraum zulassen. Das sind Ausbrüche (Überwindung von baulichen, technischen oder personellen Hindernissen) und Entweichungen bei begleiteten Ausgängen.

Missbrauch von Vollzugslockerungen sind meistens verspätete Rückkehrer aus unbegleiteten Ausgängen. Deren Zählweise ist aber je nach Bundesland bzw. Klinik unterschiedlich. Manche zählen ab der ersten Verspätungsminute, andere räumen eine gewisse Kulanz ein. Somit sind diese Daten nicht valide und werden nicht mehr berücksichtigt. Entweichungen aus der Dauerbeurlaubung zur Vorbereitung auf die Entlassung werden im Kerndatensatz nicht erfasst.

Maßregelvollzug

In Hessen sind die Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie mit dem Maßregelvollzug beauftragt.

§ 63 StGB: Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung, einer geistigen Behinderung oder einer Persönlichkeitsstörung eine Straftat begangen haben, werden von einem Gutachter dahingehend untersucht, ob sie zum Tatzeitpunkt nicht oder nur vermindert schuldfähig waren. Wenn das der Fall ist, und wenn aufgrund der Erkrankung weitere erhebliche Straftaten zu erwarten sind, weist sie das Gericht in eine Klinik für forensische Psychiatrie ein. Hier wird ihre Erkrankung ärztlich behandelt und eine sichere Unterbringung gewährleistet.

§ 64 StGB: Suchtkranke Menschen, die straffällig geworden sind und bei denen wegen ihrer Suchterkrankung erheblich Wiederholungstaten zu erwarten sind, werden in forensische Kliniken für Suchtkranke eingewiesen. Voraussetzung ist die nötige Erfolgsaussicht der Suchttherapie.

Dauerbelastungserprobung (Entlassungsurlaub)

Der Entlassungsurlaub ist für die Wiedereingliederung eines Patienten in die Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Er findet in der Regel in einer Nachsorgeeinrichtung am Ort des zukünftigen Wohnortes statt. Bei dieser wichtigen Rehabilitationsmaßnahme soll sich der Patient über einen längeren Zeitraum (bis zu acht Monate) außerhalb der Einrichtung in relativer Selbstständigkeit bewähren. Eine Entweichung aus dem Entlassungsurlaub liegt dann vor, wenn er gegen Auflagen verstößt. Das heißt, wenn er Meldepflichten nicht einhält und für das Personal der forensisch-psychiatrischen Ambulanz nicht mehr erreichbar ist.

Vitos

Vitos ist der größte Anbieter für die Behandlung von psychisch erkrankten Menschen in Hessen. Das Unternehmen betreibt psychiatrische, psychosomatische und forensisch-psychiatrische Kliniken sowie Einrichtungen der psychiatrischen Rehabilitation. Die begleitenden psychiatrischen Dienste richten sich mit ihrem Angebot an chronisch psychisch erkrankte Menschen.

Neben seiner Kernaufgabe – der Diagnostik und Behandlung psychisch erkrankter Menschen – betreibt Vitos auch eine orthopädische Fachklinik in Kassel sowie hessenweit Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe.

Vitos ist ein Unternehmen des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen. Zum Unter­neh­mens­verbund mit Zentrale in Kassel gehören 17 gemeinnützige Gesellschaften.

12.200 Mitarbeitende erwirtschaften an 115 Standorten einen jährlichen Gesamtertrag von 1,15 Mrd. Euro. Sie behandeln insgesamt 44.000 Patient/-innen stationär/teilstationär und erbringen 300.000 ambulante Behandlungen im Jahr. (Vitos)

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Donnerstag, 05 Februar 2026 06:43

Gebäudebrand nach Schornsteinfeuer

BRILON. Ein Schornsteinbrand im Ortsteil Alme weitete sich auf ein Gebäude aus und sorgte für umfassende Maßnahmen zahlreicher Rettungskräfte.

Am Dienstag (3. Februar) wurde die Feuerwehr um 8.49 Uhr in die Sebastianstraße alarmiert. Während der Anfahrt der Rettungsteams meldeten weitere Anrufer der Leitstelle, dass das Feuer bereits auf das Wohnhaus übergegriffen hatte. Infolge dieser Entwicklung wurde die Alarmstufe erhöht, um den notwendigen Personalbedarf zu decken.

Zusätzliche Einheiten aus Bad Wünnenberg, Scharfenberg und Thülen unterstützten die Löscharbeiten vor Ort. Zeitweise war ein Innenangriff nicht möglich, da im Gebäude Deckeneinstürze auftraten. Aus diesem Grund erfolgte die Brandbekämpfung ausschließlich von außen über Drehleitern.

Vorsorglich untersuchte der Rettungsdienst eine Person auf eine mögliche Rauchgasvergiftung. Gegen 12.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, woraufhin umfangreiche Nachlöscharbeiten begannen. Beendet war die Tätigkeit der insgesamt 46 Helfer gegen 14.20 Uhr. Neben der Feuerwehr waren auch die Polizei sowie der zuständige Energieversorger an der Brandstelle präsent.

Knapp zwei Stunden nach Ende dieses Vorfalls kam es zu einer weiteren Hilfeleistung im Stadtgebiet. Um 15.43 Uhr löste der eCall eines Fahrzeugs nach einem Verkehrsunfall auf der Hüttenstraße in Altenbüren aus.

Zwei verletzte Personen wurden medizinisch versorgt, waren jedoch nicht in ihrem Wagen eingeklemmt. Helfer der Löschgruppe Altenbüren sicherten die Unfallstelle in Fahrtrichtung Olsberg ab und kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsstoffe.

Mittwoch, 04 Februar 2026 19:45

Widerspruch nach Unfall in der Brunnenallee

BAD WILDUNGEN. Bei einem Verkehrsunfall in der Brunnenallee ist am Dienstagnachmittag, 3. Januar, ein Fußgänger von einem Pkw erfasst worden. Da die Beteiligten den Hergang unterschiedlich schildern, sucht die Polizei nun Zeugen.

Gegen 14.30 Uhr soll es in Höhe der Hausnummer 44 zum Zusammenstoß gekommen sein. Während der Autofahrer angab, der Fußgänger sei ihm von hinten in das Fahrzeug gelaufen, erklärte der Fußgänger, er sei von der Fahrzeugfront erfasst worden. Der genaue Ablauf ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Bad Wildungen unter Tel. 05621/70900 zu melden.

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