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WINTERBERG. Etwas Aufregung war schon dabei, als Marc Sartorius von der Bergwacht Winterberg seinen Anruf vom DRK Kreisverband Brilon, dem die Bergwacht Winterberg untersteht, entgegennahm. „Könnt Ihr Luftretter ins Flutgebiet schicken? Die Polizeifliegerstaffel NRW hat hier angefragt“, wendet sich der Kreisverband an Sartorius, der selbst ehrenamtlicher Luftretter bei der Bergwacht ist. Einer von denen, die im Einsatzfall von der Winde eines Hubschraubers zu in Not geratenen Menschen abgewincht werden, um diese dann an Bord des Hubschraubers zu bringen.

„Es musste alles ganz schnell gehen und es hieß, dass der Hubschrauber uns in Winterberg abholen würde“, berichtet Marc Sartorius. Hauptberuflich im Rettungsdienst, hatte er an diesem Tag frei. Drei weitere Kollegen hatten sich ebenfalls schnell zurück gemeldet, mit Arbeitgebern gesprochen, oder kurzfristig Urlaub genommen, um im Krisengebiet irgendwo in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen helfen zu können. Schließlich ist die Bergwacht Winterberg nur kurze Zeit später mit vier Leuten – den Luftrettern Marc Sartorius, Tobias Lutter und Marc Ramspott, sowie dem Bergretter Steffen Schnier nach Düsseldorf gestartet – zu einem der insgesamt zwei Standorte der Polizeifliegerstaffel NRW. „Eine Maschine war zu dieser Zeit bereits auf dem Weg ins Schadensgebiet, so dass wir schließlich bodengebunden nach Düsseldorf fahren mussten“, erklärt Marc Sartorius. Es sei der erste reale Luftrettungseinsatz für die Bergwacht Winterberg, berichtet Marc Sartorius. Allein deshalb schon habe sich das jahrelange Training am Hubschraubersimulator im Trainingszentrum in Bad Tölz gelohnt. Überhaupt sei deshalb auch erst die Alarmierung zu Stande gekommen: „Mitarbeiter der Polizeifliegerstaffel NRW haben damals mit uns in Bad Tölz gemeinsam trainiert und konnten sich daran erinnern, dass wir Luftretter in unserer Bergwacht haben“, berichtet Sartorius.

Kaum in Düsseldorf angekommen, erreicht die Kräfte der erste Hilferuf: Mit Hilfe der Hubschrauber soll ein Krankenhaus evakuiert werden. Da die Polizeihubschrauber jedoch über keine Krankentrage verfügen, muss dieser Einsatz schnell wieder abgebrochen werden. Die Kameraden aus Winterberg stellen nun mit einer Hubschrauberbesatzung den Grundschutz im regulären Einsatzradius des Hubschraubers sicher. Nach kurzer Zeit geht ein Notruf ein, dass ein Mensch im Rhein bei Düsseldorf treibt. Sofort startet der Hubschrauber mit den Luftrettern an Bord und nimmt Kurs in Richtung Rhein. Aus der Luft wird die vermeintliche Einsatzstelle erkundet, nach dem Menschen gesucht. Nach kurzer Zeit stellte sich allerdings heraus, dass die Person bereits nicht mehr im Rhein ist. Rückflug nach Düsseldorf. Gegen 20:00 Uhr ist der Einsatz, der für die Winterberger Kameraden gegen 12:00 Uhr begonnen hatte, beendet und sie können den Heimweg nach Winterberg antreten.

Besonders gefallen hat den Bergwachtlern die äußerst kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Hubschrauberbesatzungen der Polizei NRW. „Das war ein Arbeiten auf Augenhöhe, es haben alle dieselbe Sprache gesprochen. Das jahrelange Training hat sich einfach ausgezahlt“, resümiert Marc Sartorius.

Publiziert in HSK Retter

BUSCHHÜTTEN. Zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person wurden am frühen Donnerstagmorgen gegen 5.20 Uhr zahlreiche Feuerwehr-Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Kreuztal sowie des Rettungsdienstes in die Mühlenbergstraße in den Kreuztaler Ortsteil Buschhütten gerufen.

Als die Kräfte wenige Minuten später an der Unfallstelle eintrafen, stand ein verunfallter Pkw an der Böschung zum Ufer des Ferndorfbaches. Schnell stellte sich heraus, dass niemand eingeklemmt, geschweige denn überhaupt noch an der Unfallstelle war.

Die Feuerwehr sicherte zunächst den verunglückten Wagen gegen weiteres Wegrutschen in die Ferndorf und suchte das umliegende Gebiet weiträumig nach möglichen verletzten Personen ab, allerings ohne Erfolg. Die Polizei forderte einen Hubschrauber an, der aus der Luft mit Hilfe einer Wärmebildkamera nach den möglichen Unfallbeteiligten suchen sollte. Der Wagen wurde geborgen, die Brandschützer fingen auslaufende Betriebsstoffe auf.

Hubschrauberbesatzung findet alkoholisierten Verletzten im Wald
Im Verlauf der Suche aus der Luft entdeckte die Besatzung des Polizeihubschraubers einen 22 Jahre alten Mann in einem Waldstück in der Nähe der Unfallstelle. Der junge Mann, der alkoholisiert und leicht verletzt war, räumte ein, am Steuer des Wagens gesessen zu haben. Polizisten brachten ihn zur Dienststelle, eine Blutentnahme wurde angeordnet und der Führerschein eingezogen.

Publiziert in SI Feuerwehr

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