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KORBACH. Die Kriminalpolizei Korbach und die Staatsanwaltschaft Kassel ermitteln derzeit in einem Fall von Anlagebetrug.

Ein 29-jähriger Korbacher wurde von einer angeblichen "Managerin" zum Investieren in Kryptowährungen animiert und hat beim Traden mehrere zehntausend Euro verloren. Der Staatsanwaltschaft Kassel gelang es, einen Teil des angelegten Geldes mit einem Vermögensarrest zu belegen. Die Polizei warnt vor dieser neuen Masche des Anlagebetrugs

Einfach und unkompliziert Geld über das Internet verdienen. Mit nur wenigen Klicks zum Reichtum. Mit diesem Traum werden Anlegerinnen und Anleger auf betrügerischen Internetseiten zu hohen Ausgaben animiert. Diese erhoffen sich in der Regel schnelle Gewinne durch sogenanntes Cyber-Trading. Was sie jedoch nicht wissen: Das Geld wird niemals wirklich angelegt, sondern wandert direkt in die Taschen der Betrügerinnen und Betrüger.

Bei dieser Masche erfolgt die Kontaktaufnahme häufig über Partnerbörsen. Nach allgemeiner Plauderei und Annäherung kommt die Sprache auf eine Kapitalanlage in Kryptowährungen mit hoher Rendite. Das Opfer soll hierzu einen Account auf einer Web-Site der Täter eröffnen, dann über einen Zahlungsdienstleister Kryptowährungen, zum Beispiel Bitcoins, erwerben und auf den eingerichteten Account transferieren. So soll schließlich das angebliche Krypto-Investment erworben werden. Wenn die Opfer eine Aus- oder Rückzahlung veranlassen wollen, brechen die Betrüger den Kontakt ab oder verlangen weitere Investitionen.

So erging es auch dem Korbacher, der im Juni 2022 Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattete. Einige Wochen vorher hatte er über eine Partnerbörse im Internet eine Frau kennengelernt. Nach kurzer Zeit wechseln die beiden ihre Kommunikation auf einen Messenger-Dienst. Sie stellte sich als Managerin einer Bank in London vor und schwärmte von ihren Gewinnen beim Traden mit Kryptowährungen. Sie bot nun an, ihn beim Traden zu unterstützen. Die gesamte Kommunikation erfolgte ausschließlich über den Messenger-Dienst, es kam nie zu einer persönlichen oder telefonischen Kontaktaufnahme.

Für den 29-Jährigen wirkte das Angebot glaubhaft, sein Interesse war geweckt. Beeindruckend fand er insbesondere einen Trade, bei dem die angebliche Managerin innerhalb einer Minute umgerechnet etwa 3000 US-Dollar Gewinn gemacht haben soll. Er richtete ein Konto auf einer von der "Managerin" genannten Internetseite ein und zahlte dort Geld ein. Da alle seine Trades zunächst scheinbar Gewinne erzielten, hielt er die Seite für seriös und investierte nach und nach weiteres Kapital.

Nach einiger Zeit wollte er seine Investitionen sowie seinen Gewinn auf sein eigenes Konto (Wallet) transferieren. Da dies nicht möglich war, wandte er sich auf Anraten der "Managerin" an den vermeintlichen Support, wo man ihm mitteilte, dass er dazu weitere Kryptowährungen erwerben müsse. Als er das entsprechend Geld zusammen hatte, wurde ihm nun gesagt, dass die Währung deutlich gestiegen sei und er noch mehr investieren müsse. Die "Managerin" bot an, ihn zu unterstützen. Sie lieh ihm angeblich Geld, welches dann sofort wieder auf das Konto investiert wurde. Erst jetzt wurde der 29-Jährige misstrauisch. Er informiert sich im Internet über die Seite, wo er investiert hatte. Dabei fand er einige Warnungen und entschied sich richtigerweise, Anzeige zu erstatten.

Bei der Anzeigenaufnahme wurde den Ermittlern schnell klar, dass der Korbacher fleißigen Betrügern aufgesessen war. Seine Investitionen sind direkt in das sogenannte Wallet der Betrüger geflossen. Der Staatsanwaltschaft Kassel gelang es, einen Vermögensarrest zu erwirken und ein sogenanntes Wallet, eine Art digitales Bankkonto, eines mutmaßlichen Geldwäschers mit einem Guthaben von umgerechnet circa 95.000 Euro sicherzustellen. Somit konnte zumindest ein Teil des Geldes des Korbachers und möglicherweise weiterer Geschädigten gesichert werden. Der Schaden für den Korbacher beläuft sich dennoch auf mehrere zehntausend Euro. (ots/r)

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Freitag, 24 Juni 2022 17:43

Feuer auf Campingplatz am Diemelsee

DIEMELSEE. 112 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und der Hubschrauberstaffel aus Kassel waren am 24. Juni auf dem Campingplatz "Seebrücke" im Einsatz, um Menschenleben zu retten, Feuer zu löschen, ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnwagen zu verhindern und eine schwerverletzte Person nach Bochum in eine Spezialklinik für Brandopfer zu fliegen.

Die Polizei

war nach der gemeldeten Großlage mit vier Streifenwagen und einem Zivilfahrzeug aus Bad Arolsen und Korbach angerückt, um den Bereich an der Seebrücke, der zwischen den Ortsteilen Heringhausen und Stormbruch liegt, für den Verkehr zu sperren. Dies war insofern nötig, um ankommenden Rettungs- und nachrückenden Feuerwehrfahrzeugen die Anfahrt störungsfrei zu ermöglichen. Wie sich später herausstellen sollte, hatte ein 32-Jähriger aus Schauenburg (Kreis Kassel) gegen 17 Uhr mit einer handelsüblichen Gasflasche hantiert. Im Laufe dieser Tätigkeit kam es dann innerhalb des Wohnwagens zu einer Explosion, bei der sich der 32-Jährige schwere Verbrennungen zuzog. Innerhalb von Sekunden stand der Wohnwagen in Vollbrand. Weitere sechs Wohnwagen, teilweise mit Vorzelten, standen innerhalb weniger Minuten in Vollbrand. Auf 150.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

Die Feuerwehren

aus Adorf, Heringhausen, Giebringhausen und Ottlar rückten mit mehreren Tanklöschfahrzeugen an. Die beiden Diemelseer Gemeindebrandinspektoren Karl-Wilhelm Römer und Torsten Behle erkannten die Gefahr eines Großfeuers und ließen umgehend mehrere Trupps mit Atemschutz ausrüsten. Erste Löschangriffe brachten dann den gewünschten Erfolg, ein Übergreifen auf weitere Wohnwagen konnte verhindert werden. Um diese Ziele zu erreichen, musste ein Zaun geöffnet werden, um an die Brandherde zu gelangen. Die Wasserversorgung über Hydranten reichte nicht aus, daher ließ der GBI die Tanklöschfahrzeuge mit Wasser aus dem Diemelsee füllen. Während der Löscharbeiten wurden Passanten aus dem Gefahrenbereich geholt, weil die Gefahr weiterer explodierender Gasflaschen ein erhebliches Risiko darstellte. Unter Einsatz ihres Lebens wichen die Feuerwehrleute keinen Schritt zurück und kämpften weiter gegen das Feuer an. Unterstützung rollte in Form von drei Tanklöschfahrzeugen aus Willingen an. Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl ließ sich in die Lage vor Ort einweisen und setzte Trupps mit Löschschaum ein, um die Brandherde schnell herunterzukühlen. Der Einsatz der Willinger Kräfte war nach zwei Stunden beendet. Im Nachgang lösten die Feuerwehren Schweinsbühl und Deisfeld Teile der erschöpften Einsatzkräfte ab. Die Gemeinschaftsfeuerwehr Rhenegge-Sudeck blieb als Reserve in ihrem Stützpunkt.

Die Retter

bestehend aus Transportern der Johanniter Unfallhilfe, dem Deutschen Roten Kreuz, Notärzten aus dem Hochsauerlandkreis und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg waren nur Minuten nach der Alarmierung vor Ort, übernahmen den Patienten und führten die Erstversorgung durch. Aufgrund der Schwere der Verletzungen entschied der leitende Notarzt den Rettungshubschrauber Christoph 7 aus Kassel anzufordern. Dieser landete im Nahbereich des Diemelsees und flog den 32-Jährigen in eine Spezialklinik nach Bochum.

Publiziert in Feuerwehr
Montag, 11 April 2022 15:18

Unbekannter sprüht "Z" auf ukrainisches Auto

FRANKENBERG. Den Einkauf einer Ukrainerin nutzte ein unbekannter Täter am Samstag in Frankenberg aus, um ein "Z" auf ihr Auto zu sprühen. Die Polizei sucht Zeugen.

Die aus der Ukraine geflüchtete Frau stellte ihr Auto mit ukrainischem Kennzeichen am Samstag gegen 15 Uhr auf dem Parkdeck des Einkaufszentrums "Frankenberger Tor" ab. Als sie etwa zwei Stunden später zurückkehrte, musste sie feststellen, dass ein Unbekannter mit schwarzer Farbe ein "Z" auf die Motorhaube ihres Autos, ein weißer Kia, gesprüht hatte.

Die Ukrainerin informierte einen Bekannten und erstattete Anzeige bei der Polizei Frankenberg. Diese schätzte den Sachschaden auf etwa 200 Euro und leitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und des Verdachts eines Vergehens wegen "Belohnung und Billigung einer Straftat" nach §140 StGB ein.

Das "Z" gilt als Symbol für die Unterstützung der russischen Regierung und Armee in Bezug auf den Krieg in der Ukraine. Der §140 Strafgesetzbuch stellt die öffentliche Billigung von Angriffskriegen unter Strafe. Versieht man also einen Gegenstand in der Öffentlichkeit in Verbindung mit dem Krieg in der Ukraine mit dem Buchstaben "Z", wird gegen die Person strafrechtlich ermittelt.

Die weiteren Ermittlungen werden bei der Kriminalpolizei Korbach geführt, die unter der Telefonnummer 05631/9710 um Hinweise bittet. (ots/r)

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Publiziert in Polizei

DIEMELSTADT. Am frühen Freitagmorgen sprengten bislang unbekannte Täter einen Geldautomaten der Waldecker Bank in Rhoden. Sie erbeuteten Geld in noch nicht bekannter Höhe. Personen wurden nicht verletzt, teilt Polizeisprecher Dirk Richter mit. Am Tatort dauert die Spurensicherung derzeit noch an.

Anwohner hatten gegen 3.30 Uhr einen lauten Knall aus dem Bereich der Bankfiliale gehört und die Polizei verständigt. Anschließend beobachteten sie mindestens drei Personen, die in einen dunklen Audi stiegen und mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort in Richtung Autobahn A 44 flüchteten.

Die in dem Gebäude wohnenden Personen konnten ihre Wohnungen teilweise schockiert, aber unverletzt verlassen. Durch die Explosion wurden der Vorraum der Bank sowie der Geldautomat erheblich beschädigt. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen beläuft sich der Gesamtsachschaden auf etwa 50.000 Euro. Fachberater des THW Korbach waren ebenfalls vor Ort, um Gebäudeschäden zu begutachten.

Die sofort eingeleitete Großfahndung nach den Tätern, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, verlief ohne Erfolg. Bei der Tat erbeuteten die Täter Bargeld aus dem Automaten, die Höhe steht derzeit noch nicht fest. Einige, durch die Sprengung verstreute Geldscheine, blieben am Tatort zurück.

Am Tatort werden derzeit noch umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt, die durch den Erkennungsdienst der Polizeipräsidiums Nordhessen unterstützt werden. Auf welche Art und Weise die Täter die Explosion herbeiführten, ist nun ebenfalls Gegenstand der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Korbach - auch die Freiwillige Feuerwehr war im Einsatz.

Zeugen, die in der vergangenen Nacht verdächtige Wahrnehmungen in Rhoden gemacht haben oder sonstige Hinweise, auch zum Fluchtfahrzeug, geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 bei der Kriminalpolizei Korbach zu melden.

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Donnerstag, 03 März 2022 20:22

Hausbewohner (57) stirbt bei Feuer im Schlafzimmer

MANDELN. Ein tragischer Einsatz hat sich heute Morgen für die Feuerwehren aus der Gemeinde Dietzhölztal im Lahn-Dill-Kreis ereignet. Im Ortsteil Mandeln war es zu einem Zimmerbrand gekommen, bei dem ein 57- jähriger Mann verstorben ist.

Einsatzleiter Oliver Fleischer teilte vor Ort mit, dass man zunächst von einem brennenden Ofen ausgegangen sei. Das betroffene Wohnhaus, das in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrgerätehaus steht, fiel den ersten eintreffenden Kameraden bereits auf, da deutlich Brandrauch aus den Fenstern quoll. Sofort gingen zunächst ein und später vier Atemschutztrupps zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Das im Vollbrand stehende Schlafzimmer konnten die Feuerwehrleute zunächst nicht weiter betreten, auf der eingesetzten Wärmebildkamera gab es im brennenden Bett aber keine Temperaturunterschiede mehr. Der Hausbewohner ist in seinem Bett ums Leben gekommen. Die genaue Ursache des Brandes steht nach Angaben im Polizeipressebericht noch nicht fest.

Vier Ortsteilwehren aus Dietzhölztal, Kräfte der Feuerwehr Dillenburg und Kräfte aus Haiger brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Im Schlafzimmer hatte sich ein Loch in den Fußboden gebrannt, sodass zunächst ein verkokelter Balken abgestützt werden musste, bevor die Feuerwehrleute  den restlichen Fußboden öffnen und Nachlöscharbeiten durchführen konnten. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar, der Mann lebte alleine in dem Haus in der Mandelner Ortsmitte. Die Schulstraße, in der das Wohnhaus steht,  blieb während des gesamten Einsatzes gesperrt.

Publiziert in MR Feuerwehr

BURGWALD. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch öffneten unbekannte Täter gewaltsam einen Geldautomaten in einem SB-Center eines Geldinstitutes in der Marburger Straße in Ernsthausen.

Nach Angaben der Polizei gelangten die Täter gegen 3 Uhr in den Automatenraum, wo sie mit brachialer Gewalt Teile eines Geldautomaten öffneten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei scheiterten die Täter bei dem Versuch, den Tresor zu öffnen und konnten daher kein Geld entwenden.

Zeugen, die in der genannten Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Burgwald-Ernsthausen gesehen haben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 bei der Kriminalpolizei Korbach zu melden. (ots/r)

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Freitag, 03 Dezember 2021 14:10

Gefälschte Impfausweise: Kripo Korbach ermittelt

KASSEL/KORBACH. Mehrere Durchsuchungen wegen gefälschter Impfausweise - Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt. 

Bei der Staatsanwaltschaft Kassel werden derzeit gegen mehrere Tatverdächtige, Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Herstellung bzw. des Gebrauches unrichtiger Gesundheitserzeugnisse geführt. In diesem Zusammenhang wurden am 1. Dezember 2021 durch die Kriminalpolizei Homberg und Korbach mehrere Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt, die die zuständige Staatsanwaltschaft Kassel im Zuge der Ermittlungen beim Amtsgericht in Kassel beantragt hatte.

Zeitgleich wurden drei Objekte im Schwalm-Eder-Kreis sowie ein Objekt im Kreis Waldeck-Frankenberg durch die Kriminalpolizei durchsucht. Hierbei gelang es eine Vielzahl von gefälschten bzw. verfälschten Impfausweisen im Zusammenhang mit Covid19-Impfungen zu ermitteln. Zwei weibliche und ein männlicher Tatverdächtiger wurden im Schwalm-Eder-Kreis vorläufig festgenommen und nach Durchführung polizeilicher Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. 

Der Gesetzgeber hat erst kürzlich die Strafvorschriften in Bezug auf das Fälschen und Verfälschen bzw. des Gebrauches eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses, wie im vorliegenden Fall eines Impfausweises, ergänzt. Es handelt sich also durchaus nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat, die durch die Ermittlungsbehörden konsequent verfolgt wird und die mit empfindlichen Strafen belegt ist.  Die Staatsanwaltschaft Kassel hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen.

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FRANKENBERG. Der Frankenberger Ortsteil Viermünden wäre am Montag um ein altes Fachwerkhaus ärmer, wenn ein aufmerksamer Nachbar nicht den Notruf abgesetzt und erste Löschversuche unternommen hätte.

Um 18.13 Uhr bemerkte der Bewohner eines Einfamilienhauses in der Hauptstraße, dass im Haus der Strom nicht funktionierte und Qualm aus dem Obergeschoss im Wachwerkhaus aufstieg. Ohne zu zögern, verständigte der Mann einen Nachbarn, wählte die Notrufnummer 112 und beschrieb die Lage. Umgehend setzte die Leitstelle Waldeck-Frankenberg die Freiwilligen Feuerwehren Frankenberg und Viermünden in Alarmbereitschaft. Nach Ausgabe des Kürzels "F2, Brand Zimmer, Küchendielen" waren etwa 50 Einsatzkräfte, ein RTW und die Polizei im Anmarsch, um Schlimmeres zu verhindern.

Diese kurze Zeit nutze der Nachbar, um mit einem Feuerlöscher "bewaffnet", das Haus zu betreten und den ersten Löschvorgang durchzuführen. Dass er sich dabei selbst in Gefahr begeben hat, war ihm zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht bewusst. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte erkundete ein Trupp unter Atemschutz die Innenräume. Parallel dazu konnte der Löschangriff mit einem C-Rohr erfolgen. Außerdem wurde die Wasserversorgung über das Hydrantennetz aufgebaut und die Einsatzstelle ausgeleuchtet.

Wie Einsatzleiter Jörg Paulus berichtet, konnte der Brandherd im Bereich eines Ofens in einem Zimmer im ersten Obergeschoss lokalisiert werden. Dort war der Dielenboden bereits großflächig in Brand geraten. Mit vereinten Kräften konnten die Dielen herausgenommen und lokale Glutnester mit der Wärmebildkamera geortet werden. Weitere Löschaktionen waren notwendig, um ein erneutes Aufflackern zu verhindern. Im Anschluss wurde das nicht mehr bewohnbare Gebäude versiegelt. Die Brandursache muss nun von der Kripo ermittelt werden. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte vor Ort. Die mitgeführte Drehleiter kam nicht zum Einsatz.

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KORBACH. Ob es ein "Dumme-Jungen-Streich" oder eine gezielte Straftat war, wird die Kriminalpolizei in Korbach ermitteln - fest steht, dass ein silbergrauer Mercedes-Benz in Korbach gestohlen und im Anschluss im Eidinghäuser Wäldchen, östlich von Korbach, in unmittelbarer Nähe einer Teichanlage in Brand gesetzt wurde.

Nach ersten Erkenntnissen muss der Benz eines ehemaligen Hoteliers am Donnerstag (29. Juli) gegen 1 Uhr aufgebrochen und entwendet worden sein. Eine Nachbarin hatte gesehen, dass der Pkw um diese Uhrzeit vom Parkplatz "Im Sack" an der Hausnummer 1 gestartet wurde und sich entfernte.

Erst einige Stunden später bemerkte der Besitzer der E-Klasse, dass sein Fahrzeug nicht mehr am Platz stand, er informierte die Polizei und erstatte Anzeige. Tatsächlich konnten die Beamten das Fahrzeug auffinden, allerdings war der Mercedes komplett ausgebrannt. Der Benziner, der am Vortag noch mit 75 Liter Kraftstoff betankt worden war, muss von den Tätern bewusst in Brand gesetzt worden sein. 

Hinweise nimmt die Polizei in Korbach unter der Rufnummer 05631/9710 entgegen.

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FRANKENAU. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Waldecker Straße, nur wenige hundert Meter vom Ortskern entfernt, brach in den frühen Morgenstunden des 25. Juni ein Feuer aus. Nach derzeitigem Kenntnisstand waren sämtliche Feuerwehren der Frankenauer Ortsteile inklusive der Stadtwehr im Einsatz um eine brennende Scheune zu löschen und Tiere aus dem angrenzenden Stall zu retten. Eine Drehleiter mit Besatzung aus Frankenberg war ebenfalls im Einsatz.

Um 2.10 Uhr wurden die Ehrenamtlichen über Sirenen und per Warnapp alarmiert. Die Einsatzleitung hat der Frankenauer Stadtbrandinspektor Manuel Kühn übernommen. Nach Polizeiangaben stand der Stall, in dem neben 100 Kühen, Bullen und Rindern auch verschiedene landschaftliche Geräte untergebracht waren, im Vollbrand. Auf dem Dach des Gebäudes war eine Photovoltaikanlage installiert, welche ebenfalls durch das Feuer vollständig zerstört wurde. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Die Anzahl der verletzten oder verstorbenen Tiere steht zurzeit noch nicht fest - bislang sind 40 Tiere tot aufgefunden worden. Ein Bulle ist in den Nationalpark geflüchtet, wie schwer das Tier verletzt ist, steht nicht fest. Nach dem Tier wird intensiv gesucht.

Um 4.10 Uhr konnte Manuel Kühn der Leitstelle Feuer aus melden. Mit 14. Trupps unter Atemschutz, zwei C-Rohren, der Drehleiter und mit zwei Riegelstellungen konnte das Feuer gelöscht und ein Übergreifen auf das Haupthaus und eine weitere Stallung verhindert werden. Neben der Sicherung der angrenzenden Gebäude legten die Einsatzkräfte den Fokus auf die Tierrettung. Familienangehörige, die auf dem Hof leben, halfen tatkräftig mit, trotzdem konnten nicht alle Tiere gerettet werden. Obwohl die Feuerwehr den Brand zügig unter Kontrolle hatte, kam es am Anfang zu Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung. Da das Anwesen außerhalb der Ortschaft liegt, mussten Löschwasserleitungen mehrere hundert Meter zum Einsatzort verlegt werden. Die Wasserversorgung wurde zudem von Tankfahrzeugen unterstützt, wie Manuel Kühn mitteilte.

Nach derzeitigen Stand beträgt der Sachschaden mindestens 500.000 Euro. Zur Unterstützung der Feuerwehr wurde bei der Brandbekämpfung auch das technische Hilfswerk eingesetzt. Mit einem Bagger mussten Rundballen auseinandergezogen und Trümmerteile beseitigt werden. Trotz Einbringung von Netzmitteln zogen sich die Nachlöscharbeiten über mehrere Stunden hin. Eine Veterinärin war ebenfalls vor Ort.

Die Kriminalpolizei in Korbach übernimmt die weitere Sachbearbeitung. Dazu werden die Beamten der Kripo einen Sachverständigen des Hessischen Landeskriminalamtes hinzuziehen.

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