Michael Fränkel

Michael Fränkel

FULDA­BRÜCK. Nach dem Brand einer Sporthalle in Fuldabrück-Dittershausen hat die Kasseler Kriminalpolizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Im Fokus stehen ein 13 und ein 14 Jahre alter Junge aus dem Landkreis Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis.

Zeugenhinweise führen zu Tatverdächtigen

Umfangreiche Ermittlungen der Kasseler Kripo sowie Hinweise aus der Bevölkerung führten zu den beiden Jungen. Im weiteren Verlauf erhärtete sich nach Angaben der Polizei der Verdacht, dass sie für den Brand verantwortlich waren.

Daraufhin erwirkte die Kasseler Staatsanwaltschaft bei Gericht Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der beiden Tatverdächtigen. Inzwischen wurden die Beschlüsse vollstreckt und die Jungen im Beisein ihrer Erziehungsberechtigten angehört beziehungsweise vernommen. Nach Angaben der Polizei müssen sie sich nun wegen Brandstiftung verantworten.

Altpapiertonne vor Notausgang geschoben

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand sind die Jungen verdächtig, am Nachmittag des 12. Juli 2026 eine große Tonne mit Altpapier vor die Notausgangstür der Sporthalle in der Oberen Feldstraße geschoben und diese vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben.

Anschließend sollen die beiden geflüchtet sein. Im Verlauf des Nachmittags breitete sich das zunächst kleinere Feuer weiter aus und griff schließlich auf die Sporthalle über.

Gegen 18.35 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei zu dem Brand gerufen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Feuer bereits über den hölzernen Hallenboden bis in den angrenzenden Sportgeräteraum ausgebreitet. Im weiteren Einsatzverlauf gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen.

Schadenshöhe mehrfach nach oben korrigiert

Unmittelbar nach dem Feuer war der Sachschaden zunächst auf etwa 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt worden. Am darauffolgenden Montag suchten Beamte der Kasseler Kriminalpolizei die Brandstelle auf und führten ihre Ermittlungen fort. Bereits zu diesem Zeitpunkt gingen sie von vorsätzlicher Brandstiftung als Ursache aus.

Damals bezifferten die Ermittler den Schaden auf rund eine Million Euro. Für die weiteren Ermittlungen war die Brandstelle zu diesem Zeitpunkt noch beschlagnahmt. Inzwischen wird der durch das Feuer entstandene Schaden mit rund 1,5 Millionen Euro angegeben.

Polizei hatte öffentlich nach Zeugen gesucht

Bereits frühzeitig hatten sich bei den Ermittlungen Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Deshalb wandte sich die Polizei mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit.

Gesucht wurden Personen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Brandstiftung in der Oberen Feldstraße gemacht hatten. Auch Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge waren für die Ermittler von Interesse.

Zusätzlich zu bereits eingegangenen Hinweisen bat die Polizei um weitere Meldungen. Gemeinsam mit den umfangreichen Ermittlungen führten die daraufhin eingegangenen Zeugenhinweise schließlich zur Identifizierung der beiden Tatverdächtigen.

Noch dauern die Ermittlungen der Kasseler Kriminalpolizei an. (pnd/r)

BIELEFELD. Bei einem Polizeieinsatz an der Steubenstraße ist ein bewaffneter Mann durch Schüsse von Polizeibeamten tödlich verletzt worden. Ermittlungen zu den genauen Umständen wurden aufgenommen.

Gegen 13 Uhr meldete sich am Dienstag, 11. August 2026, eine Frau bei der Leitstelle der Polizei und bat um Hilfe. Nach ihren Angaben hatte sie ihren Freund mit einer Waffe in ihrer Wohnung in einem Gebäude an der Steubenstraße eingesperrt. Unverletzt konnte die Frau aus der Wohnung flüchten.

Mit zahlreichen Kräften rückte die Polizei daraufhin zur Steubenstraße aus. Einsatzkräfte sicherten das Gebäude und sperrten den Bereich ab. Zusätzlich wurden Spezialeinsatzkräfte angefordert.

Gegen 15.20 Uhr lief ein Mann außerhalb des Gebäudes mit einer Waffe in der Hand auf eingesetzte Polizeibeamte zu. Daraufhin gaben die Beamten Schüsse auf ihn ab. Dabei wurde der Mann tödlich verletzt.

Verletzt wurde von den eingesetzten Polizeibeamten niemand.

Noch dauert die Identifizierung des verstorbenen Mannes an. Ermittlungen zu dem Geschehen wurden aufgenommen. Auch der Einsatz vor Ort lief zunächst weiter. (ots/r)

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KASSEL. Auf frischer Tat hat ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ein Pärchen beim Sprühen von Graffitis an einem Universitätsgebäude in der Henschelstraße ertappt. Nach der Ansprache flüchteten der Mann und die Frau.

Gegen 1.20 Uhr bemerkte der Mitarbeiter in der Nacht zum Dienstag, 11. August 2026, wie die beiden Personen undefinierbare Schriftzüge an die Fassade des Gebäudes sprühten. Als er das Pärchen ansprach, ergriffen beide die Flucht.

Am Stern verlor sich schließlich die Spur des Pärchens. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ohne Erfolg.

Nach Angaben der Polizei werden die beiden Täter wie folgt beschrieben:

1. Frau

  • über 1,90 Meter groß
  • kräftige Statur
  • lange dunkle Haare
  • Tätowierungen und Piercings im Gesicht
  • schwarzes T-Shirt mit goldfarbenem Sternaufdruck
  • schwarze kurze Hose
  • schwarze lange Socken bis zu den Knien
  • schwarze Schuhe
  • gelber Rucksack

2. Mann

  • schwarzes T-Shirt
  • kurze grüne Hose
  • schwarzer Rucksack

Zeugen, die Hinweise auf die Graffiti-Sprayer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (pnd/r)

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WETTER. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 252 ist ein Motorradfahrer tödlich verletzt worden (wir berichteten).

Polizei sucht BMW mit FKB-Kennzeichen

Im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen steht ein BMW mit FKB-Kennzeichen, der nach dem Unfall seine Fahrt in Richtung Norden fortsetzte.

Ereignet hat sich der Unfall am Samstag, 8. August 2026, gegen 22.35 Uhr. Ein 23 Jahre alter Motorradfahrer war aus Richtung Goßfelden kommend auf der B 252 in nördlicher Fahrtrichtung unterwegs. In Höhe Wetter wollte er einen BMW überholen.

Motorradfahrer muss nach links ausweichen

Während des Überholvorgangs zog der BMW plötzlich ebenfalls auf die linke Fahrspur, um seinerseits ein vorausfahrendes Fahrzeug zu überholen. Dadurch musste der 23-Jährige nach links ausweichen und kam von der Fahrbahn ab.

Anschließend überschlug sich der Motorradfahrer mehrfach. Zu einer Berührung zwischen beiden Fahrzeugen kam es nicht. Nach dem Unfall setzte der BMW seine Fahrt in Richtung Norden fort. Zeugen des Unfalls erkannten an dem Wagen ein FKB-Kennzeichen.

Bei dem Unfall erlitt der 23-Jährige so schwere Verletzungen, dass er später im Krankenhaus verstarb.

Zur genauen Klärung des Unfallhergangs beauftragte die Staatsanwaltschaft Marburg einen Sachverständigen. Für die Dauer der Unfallaufnahme blieb die B 252 mehrere Stunden gesperrt.

Polizei bittet weitere Zeugen um Hinweise

Nun suchen die Ermittler der Polizeistation Marburg weitere Unfallzeugen und fragen: Wer hat den Unfall beobachtet? Wer kann Hinweise auf den BMW mit FKB-Kennzeichen geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Marburg unter der Telefonnummer 06421/4060 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (ots/r)

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EDERTAL. Wegen eines Unterholzbrandes in einem Waldstück an der Ederseerandstraße auf der Ostseite der Sperrmauer ist die Feuerwehr Edertal ausgerückt. Rund 600 Quadratmeter Unterholz standen in Flammen.

Unter dem Einsatzstichwort „F Wald 1“ wurden die Kräfte am Dienstag um 7.07 Uhr zu dem Waldstück oberhalb eines Parkplatzes gerufen. Bereits auf der Anfahrt war eine Rauchsäule sichtbar, sodass die Brandstelle schnell gefunden werden konnte.

Mit dem im Hilfeleistungslöschfahrzeug mitgeführten Wasser begann die Ortsteilwehr Hemfurth-Edersee unter der Einsatzleitung von Jan Greinke unmittelbar mit dem Löschangriff.

Zur Unterstützung und zum Aufbau einer Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz wurde gleichzeitig die Ortsteilwehr Affoldern nachalarmiert.

Nach etwa zwei Stunden konnten die Nachlöscharbeiten beendet werden. Knapp 25 Kameradinnen und Kameraden rückten anschließend wieder ein und konnten ihrer normalen Arbeit nachgehen.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden.

FRANKENBERG. Unbekannte haben im Hainer Weg in Röddenau zwei junge Ebereschen mutwillig gefällt. Außerhalb des Ortes wurden die Bäume entlang des Weges in mittlerer Höhe abgeschlagen, vermutlich mit einer Axt.

Entdeckt und gemeldet wurde der Schaden am Montagmorgen der vergangenen Woche. Wie die Stadt Frankenberg gegenüber 112-Magazin berichtet, wurde die Tat wahrscheinlich am Wochenende zuvor begangen.

Wegen der mutwilligen Beschädigung wird die Stadt Frankenberg Strafanzeige stellen. Zugleich werden mögliche Zeugen gebeten, Hinweise zur Tat unter der Telefonnummer 06451/505161 mitzuteilen.

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PADERBORN. Auf dem abgeschlossenen Hinterhof einer Autohandlung in der Schulze-Delitzsch-Straße sind drei Pkw in Vollbrand geraten. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen die Fahrzeuge bereits vollständig in Flammen.

Gegen 23.35 Uhr waren die Einsatzkräfte am Freitag vor Ort. Durch das schnelle Eingreifen konnte insbesondere ein unmittelbar an den Brandbereich angrenzender Pkw vor den Flammen geschützt werden.

Eine Herausforderung stellte der verschlossene Hinterhof dar. Um einen schnellen Zugang zur Einsatzstelle zu ermöglichen, musste ein massives Stahltor gewaltsam mit einem hydraulischen Rettungsgerät geöffnet werden.

Zur Brandbekämpfung gingen zwei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz mit zwei C-Rohren vor. Zügig gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Löschwasser und Betriebsstoffe der beteiligten Pkw in die Kanalisation gelangt waren. Zur abschließenden Kontrolle wurden deshalb die Untere Wasserbehörde des Kreises Paderborn sowie der Stadtentwässerungsbetrieb (STEB) hinzugezogen.

Im Einsatz waren Kräfte der Feuerwachen Süd und Nord sowie die Löschzüge Stadtmitte, Stadtheide und Benhausen der Freiwilligen Feuerwehr. Außerdem kamen der GW-Logistik, zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie die Führungsdienste B und C zum Einsatz.

Zeitgleich weiterer Einsatz im Stadtgebiet

Parallel zum Brandeinsatz in der Schulze-Delitzsch-Straße kam es im Stadtgebiet zu einem weiteren Einsatz. In einem Wohnhaus an der Straße Am Atlaswerk hatte ein Rauchmelder ausgelöst.

Dorthin wurden die Einsatzkräfte des Löschzugs Wewer, eine Drehleiter aus Schloß Neuhaus sowie ein weiterer Führungsdienst, der A-Dienst, entsandt. Nach der Erkundung vor Ort konnte kein Feuer festgestellt werden.

Durch die beiden zeitgleich laufenden Einsatzstellen kam es vorübergehend zu einem erhöhten Einsatzaufkommen im Stadtgebiet Paderborn. (ots/r)

PADERBORN. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Riemekestraße sind sieben Menschen verletzt worden, fünf von ihnen nach Angaben der Polizei schwer. Aufgrund der Anzahl der betroffenen Personen wurde die Alarmstufe im weiteren Einsatzverlauf auf „MANV 10“ erhöht.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Sonntag gegen 22.32 Uhr. Ein 30 Jahre alter Mann aus Paderborn war mit einem BMW auf der Riemekestraße aus Richtung Heinz-Nixdorf-Ring kommend in Richtung Rathenaustraße unterwegs. Neben ihm befanden sich zwei weitere Personen im Fahrzeug.

In Höhe der Klöcknerstraße wollte ein 63 Jahre alter Paderborner mit seinem VW Sharan aus der Klöcknerstraße nach links auf die Riemekestraße abbiegen. Dabei missachtete er nach Angaben der Polizei die Vorfahrt des BMW. Im Kreuzungsbereich stießen beide Fahrzeuge zusammen.

Durch die Wucht der Kollision wurde der mit insgesamt vier Personen besetzte VW Sharan in die dortige Bushaltestelle gedrückt. Erheblicher Sachschaden entstand sowohl an der Haltestelle als auch an den beiden beteiligten Fahrzeugen.

Im VW Sharan erlitt der 63 Jahre alte Fahrer schwere Verletzungen. Seine 47 Jahre alte Beifahrerin wurde leicht verletzt. Auf der Rückbank saßen eine 17-Jährige und ein 15-Jähriger, die nach Angaben der Polizei ebenfalls schwere Verletzungen davontrugen.

Auch im BMW wurden alle drei Insassen verletzt. Schwere Verletzungen erlitten sowohl der 30 Jahre alte Fahrer als auch sein 31-jähriger Beifahrer. Ein ebenfalls 31 Jahre alter Mann auf der Rücksitzbank wurde leicht verletzt.

Nach der ersten Sichtung und medizinischen Versorgung wurden fünf der Betroffenen der Sichtungskategorie Gelb und zwei Personen der Kategorie Grün zugeordnet. Wegen der festgestellten Verletzungsmuster entschied der Leitende Notarzt, zwei Verletzte zur weiteren Diagnostik und Behandlung in die Schockräume umliegender Krankenhäuser zu transportieren. Angefahren wurden das St. Vincenz-Krankenhaus sowie das Brüderkrankenhaus Paderborn.

Entsprechend umfangreich waren die Kräfte des Rettungsdienstes vor Ort. Neben den regulären Rettungswagen der Feuer- und Rettungswachen Süd, Nord und Schloß Neuhaus kamen ein Rettungswagen aus Salzkotten, ein weiterer Rettungswagen sowie ein Krankentransportwagen des Deutschen Roten Kreuzes und ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Bad Driburg zum Einsatz. Zusätzlich befanden sich ein Leitender Notarzt sowie zwei weitere Notärzte an der Unfallstelle.

Kräfte der Feuerwehr Paderborn sicherten die Einsatzstelle und unterstützten die Maßnahmen des Rettungsdienstes. Unterstützung für die hauptamtlichen Einsatzkräfte kam außerdem vom Löschzug Stadtmitte.

Weil durch den Einsatz ein Großteil der verfügbaren Kräfte und Rettungsmittel gebunden war, besetzte der Löschzug Wewer die verwaiste Feuer- und Rettungswache Süd. Zur Sicherstellung des rettungsdienstlichen Spitzenbedarfs wurden zusätzlich Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes an der Wache Süd sowie der Malteser an der Wache Nord stationiert. Zeitweise waren sämtliche regulären Rettungswagen der Feuerwehr Paderborn gebunden.

Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Beide Unfallfahrzeuge mussten anschließend mit Abschleppwagen von der Einsatzstelle geborgen werden. Seitens der Stadt Paderborn wurde die beschädigte Bushaltestelle gesichert.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Reinigung der Fahrbahn blieb der Bereich komplett gesperrt.

(ots/r)

WILLINGEN. Mit der miesen Masche des falschen Bankmitarbeiters hat ein Betrüger die Bankkarten samt PIN von zwei Seniorinnen erbeutet. Dank aufmerksamer Angehöriger eines der Opfer, die den Täter nach der Abholung einer Karte unauffällig verfolgten und seinen Standort fortlaufend an die Polizei übermittelten, konnte der Mann schließlich am Bahnhof in Korbach festgenommen werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen erbeutete der Täter am Donnerstagnachmittag, 6. August 2026, zunächst einen hohen dreistelligen Betrag von einer Seniorin. An ihrer Haustür täuschte er eine akute Notlage vor und brachte die völlig überrumpelte Frau auf diese Weise dazu, ihm ihre Bankkarte sowie die dazugehörige PIN auszuhändigen. Mit der Karte hob er anschließend den Geldbetrag ab.

Danach begab sich der Täter zur Wohnung einer weiteren Rentnerin. Zuvor hatte er die Frau angerufen und sich als Mitarbeiter ihrer Hausbank ausgegeben. Durch geschickte Gesprächsführung machte er ihr weis, dass offenbar unberechtigte Abbuchungen von ihrem Konto stattfinden sollten. Um dem nachzugehen, benötige er die Bankkarte und die dazugehörige PIN.

Noch während des Telefonats klingelte der Mann an der Tür der Seniorin, stellte sich als Bankmitarbeiter vor und nahm die Bankkarte der Frau entgegen.

Im Nachbarhaus wohnende Angehörige des Opfers sahen zufällig, wie der Mann das Haus verließ, und wurden misstrauisch. Nachdem sie die Rentnerin auf den jungen Mann angesprochen hatten, erfuhren sie, dass dieser soeben in den Besitz ihrer Bankkarte gelangt war.

Sofort stieg das Ehepaar ins Auto und suchte nach dem Verdächtigen. Wenig später entdeckten die Angehörigen den 19-Jährigen und folgten ihm unauffällig, bis er in einen Bus stieg. Zeitgleich informierten sie die Polizei in Korbach über den Sachverhalt und übermittelten eine detaillierte Personenbeschreibung sowie den aktuellen Aufenthaltsort des Tatverdächtigen.

Anschließend folgten die Angehörigen dem Bus bis nach Willingen-Usseln und beobachteten, wie der junge Mann dort in einen Zug nach Korbach stieg. Aufgrund der guten Täterbeschreibung und der fortlaufenden Standortmeldungen konnte der 19-Jährige schließlich bei der Ankunft des Zuges in Korbach von hinzugeeilten Streifen der Polizeistation Korbach festgenommen werden.

Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten eine der erbeuteten Bankkarten sowie das offenbar damit abgehobene Bargeld und stellten beides sicher. Wegen Betruges in zwei Fällen muss sich der 19 Jahre alte Mann aus dem Hochsauerlandkreis nun verantworten. Ermittlungen gegen ihn und mögliche Komplizen dauern an. (pnd/r)

Tipps der Redaktion

Damit Betrüger mit solchen Maschen möglichst keine Chance haben, rät die Redaktion zu besonderer Vorsicht:

  • Bankkarten, PIN oder Zugangsdaten niemals an unbekannte Personen herausgeben – auch dann nicht, wenn sich jemand als Bankmitarbeiter ausgibt.
  • Bei angeblich dringenden Problemen mit dem Konto das Gespräch beenden und die eigene Bank über eine bekannte Telefonnummer selbst kontaktieren.
  • Niemanden unter Zeitdruck zu Entscheidungen drängen lassen. Gerade ungewöhnlich hektische oder dramatische Geschichten sollten misstrauisch machen.
  • Bankmitarbeiter benötigen an der Haustür keine PIN und nehmen normalerweise auch nicht unangekündigt Bankkarten zur „Überprüfung“ mit.
  • Angehörige älterer Menschen sollten solche Betrugsmaschen regelmäßig ansprechen und deutlich machen, dass bei Unsicherheit jederzeit nachgefragt werden kann.
  • Kommt einem eine Situation verdächtig vor, sollte möglichst frühzeitig die Polizei verständigt werden. Personenbeschreibung, Fluchtrichtung oder Fahrzeugdaten können dabei wichtige Hinweise liefern.
  • Wurde eine Bankkarte bereits herausgegeben, sollte sie schnellstmöglich über die Bank gesperrt und anschließend die Polizei informiert werden.

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BAD AROLSEN. Unbekannte haben insgesamt acht geparkte Autos mutwillig beschädigt und dabei einen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro verursacht.

In der Nacht zum Sonntag traten die Täter scheinbar wahllos gegen einen oder beide Außenspiegel von Pkw verschiedener Hersteller und beschädigten diese. Anschließend konnten die Unbekannten unerkannt flüchten.

Gegen Mittag meldete sich der Eigentümer eines in der Steinmetzstraße abgestellten VW Polo bei der Polizei. An seinem Fahrzeug waren augenscheinlich beide Außenspiegel abgetreten worden.

Daraufhin stellten die vor Ort eingesetzten Beamten der Polizeistation Bad Arolsen zwei weitere beschädigte Fahrzeuge in der nahegelegenen Bahnhofstraße sowie einen weiteren Pkw in der Lindenstraße fest.

Später am Abend wurden die Beamten noch in die Helenenstraße gerufen, wo vier weitere Autos ähnliche Schäden aufwiesen. Gegen 4.45 Uhr hatte eine Anwohnerin verdächtige Geräusche vernommen, die möglicherweise mit den Taten in Verbindung stehen.

Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können oder Beobachtungen im Zusammenhang mit den Sachbeschädigungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Bad Arolsen unter der Telefonnummer 05691/97990 zu melden. (pnd/r)

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