Michael Fränkel

Michael Fränkel

FRANKENBERG. Die Wilhelmstraße ist im Bereich der Brücke über den Mühlgraben halbseitig gesperrt. Die Maßnahme soll bis Anfang September dauern und vor allem die Sicherheit des Schulverkehrs verbessern.

Betroffen ist der Abschnitt seit dem 7. Juli 2026. Nach Angaben der Stadt Frankenberg bleibt die halbseitige Sperrung voraussichtlich bis zum 5. September 2026 bestehen.

Grund für die Verkehrsbehinderungen ist die Verbreiterung der sogenannten Brückenkappen. Dabei handelt es sich um die Gehwege auf beiden Seiten der Brücke. Deren nutzbare Breite soll jeweils von 1,50 Meter auf 2,50 Meter erweitert werden.

Sicherer Schulweg vom Bahnhof

Mit der Baumaßnahme reagiert die Stadt auf den zunehmenden Fußgängerverkehr zwischen dem Bahnhof am Goßberg und der Innenstadt. Seit der Reaktivierung der Bahnstrecke nach Korbach habe insbesondere der Schulverkehr in diesem Bereich deutlich zugenommen.

Bei den Arbeiten handelt es sich um die letzte Teilmaßnahme der Gesamtkonzeption zur Umgestaltung der Uferstraße. Mit der Ausführung wurde die Firma Schmees & Lühn beauftragt.

Auslöser für eine Anfrage des 112-Magazins waren mehrere Bürgerbeschwerden sowie der Eindruck, dass an der gesperrten Brücke bislang keine Bauarbeiten, Maschinen oder Arbeiter zu sehen seien. Die Stadt teilte dazu mit, dass die Arbeiten bereits begonnen hätten, auch wenn die Tätigkeiten nicht an jedem Tag und zu jeder Tageszeit sichtbar seien.

Umleitung durch die Innenstadt

Die ausgeschilderte Umleitung in Richtung Stadtmitte führt über die Ruhrstraße, die Röddenauer Straße, die Bahnhofstraße und die Uferstraße. Nach Angaben der Stadt seien alternative Verkehrsführungen geprüft worden. Wegen der lediglich zwei Autobrücken im Innenstadtbereich seien die Möglichkeiten jedoch begrenzt.

Stadtauswärts bleibt die Wilhelmstraße während der gesamten Maßnahme befahrbar. Für Anlieger ist die Zufahrt aus Richtung Goßbergstraße und Otto-Stoelcker-Straße bis zur Brücke möglich. Auch die Einfahrt zum Parkplatz Wehrweide bleibt frei.

Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Schreufa nach Korbach fahren möchten, können nach Empfehlung der Stadt alternativ die Strecke über Viermünden oder Sachsenberg nutzen.

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Mittwoch, 15 Juli 2026 08:46

Strohballenpresse brennt auf Feld

MARSBERG. Auf einem Feld an der B 7 in Fahrtrichtung Brilon ist eine Strohballenpresse in Brand geraten. Das Feuer breitete sich zum Glück nicht großflächig auf das Stoppelfeld aus.

Alarmiert wurde die Feuerwehr am Montag gegen 19.40 Uhr. Gemeldet worden war den Einsatzkräften eine brennende Strohballenpresse auf einem Feld in Richtung Brilon-Madfeld. Auch Stoppelfeld in der nahen Umgebung war bereits betroffen.

Die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschfahrzeugen aus und konnte die Einsatzstelle schnell erreichen. Auf dem Stoppelfeld brannte es in der Ballenpresse. Der betroffene Landwirt hatte seine Zugmaschine bereits von der Presse abgehängt. Dies dürfte größeren Schaden verhindert haben.

Das umgebende Stoppelfeld brannte nicht mehr, sodass der Fokus sofort auf die Ballenpresse gerichtet werden konnte.

Unter Atemschutz ging ein Trupp zur Brandbekämpfung vor. Nachdem die Presse abgelöscht war, wurde sie vorsichtig geöffnet, um das darin befindliche Stroh abzulöschen. Um die Löschwirkung zu verbessern, wurde dem Löschwasser Netzmittel beigemischt.

Im Anschluss wurde ebenfalls unter Atemschutz ein Schaumrohr eingesetzt, um auch die letzten Glutnester abzudecken. Mit einem Hohlstrahlrohr wurde auch das umgebende Stoppelfeld nochmals bewässert.

Insgesamt 6000 Liter Löschwasser wurden eingesetzt. Bereitgestellt wurde das Wasser von den Fahrzeugen aus Bredelar, Marsberg und Essentho.

Etwa anderthalb Stunden waren 45 Einsatzkräfte unter der Leitung von Andreas Bartmann vor Ort. Im Einsatz waren die Löschgruppen aus Bredelar, Beringhausen, Padberg und Essentho sowie der Löschzug Marsberg.

KASSEL. Für sieben Männer endete ihr Arbeitstag in einer Logistikhalle im Raum Kassel vergangene Woche vorzeitig. Nach einem anonymen Hinweis kontrollierten Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit gemeinsam mit der zuständigen Ausländerbehörde die Beschäftigten.

Beteiligt waren Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen, Standort Kassel, sowie die zuständige Ausländerbehörde. Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte fest, dass sechs moldauische und ein ukrainischer Staatsangehöriger weder die erforderlichen Arbeitspapiere noch gültige Aufenthaltsdokumente vorlegen konnten.

Gegen die sieben Männer wurden Strafverfahren eingeleitet. Ihre Ausweispapiere wurden sichergestellt. Über ihren weiteren Aufenthalt entscheidet nun die zuständige Ausländerbehörde. Auch gegen die jeweiligen Arbeitgeber wurden strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen.

„Anonyme Hinweise sind für unsere Ermittlungen häufig ein wichtiger Ansatzpunkt. Bestätigen sich Verdachtsmomente, gehen wir diesen konsequent nach“, sagt Stephanie Auerswald, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Gießen. „Wer Personen illegal beschäftigt oder einer unerlaubten Beschäftigung nachgeht, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.“

Neben den eingeleiteten Strafverfahren stellten die Zöllner weitere Verstöße fest. So kamen nahezu zwei Drittel der kontrollierten Arbeitnehmer ihrer gesetzlichen Pflicht, in der Logistikbranche ein Ausweisdokument mitzuführen, nicht nach.

Darüber hinaus ergab die Überprüfung eines ukrainischen Staatsangehörigen, dass gegen ihn ein Haftbefehl zur Vollstreckung einer Ersatzfreiheitsstrafe vorlag. Der Mann wurde festgenommen und der zuständigen Polizeistation übergeben. Von dort erfolgte die Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt.

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Mittwoch, 15 Juli 2026 05:37

L 3438 wird bis Ende 2027 erneuert

DIEMELSTADT. Hessen Mobil erneuert die L 3438 zwischen den Stadtteilen Neudorf und Orpethal. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung und sollen voraussichtlich bis Ende 2027 dauern.

Beginn der Straßenbaumaßnahme ist am Montag, 20. Juli 2026. Im Rahmen der Maßnahme werden rund 5,7 Kilometer Landesstraße erneuert.

Das beauftragte Bauunternehmen wird zunächst die bestehende Fahrbahn abfräsen. Anschließend erfolgen der Einbau der Frostschutzschicht sowie der Durchlässe, Borde und Rinnen zur Straßenentwässerung.

Danach wird die neue Fahrbahn asphaltiert. Außerdem werden die anliegenden Zufahrten und Bankette angepasst. Neben den Fahrbahnarbeiten finden auch kleinere Instandsetzungsarbeiten an vier Brücken statt.

Aufgrund der Baufeldlänge wird in mehreren Abschnitten gebaut. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von Orpethal bis zum Abzweig der K 84 nach Helmighausen und wird voraussichtlich bis Ende September 2026 dauern.

In dieser Zeit wird der Verkehr aus Richtung Bad Arolsen über die B 252 umgeleitet und gelangt über Wrexen nach Orpethal.

Hessen Mobil wird rechtzeitig vor dem Wechsel zum zweiten Bauabschnitt informieren.

Das Land Hessen investiert rund 3,25 Millionen Euro in die Erneuerung der Landesstraße. Hessen Mobil bittet um Verständnis für die anstehende Baumaßnahme und die damit einhergehenden verkehrlichen Einschränkungen.

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BAD AROLSEN. Das Krankenhaus Bad Arolsen ist ein Krankenhaus für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt auf Altersmedizin. Vor diesem Hintergrund stärkt das Haus weiter die fachlichen Kompetenzen der Teams.

Für das Pflegewissen ist wegen des zunehmenden Lebensalters der Patienten wichtig, die Erkrankung Demenz in den Fokus zu nehmen. Eine sechsmonatige Fortbildung haben die erfahrenen Pflegefachkräfte Simone Sprenger und Bärbel von Hagen absolviert und dürfen sich jetzt ganz offiziell Demenzexpertinnen nennen. Beide arbeiten bereits seit den 90er-Jahren im Haus und sind aktuell als pflegepädagogische Leitungen tätig. Sie zeigen: Man lernt nie aus.

„Im Umgang mit Demenzerkrankten war es uns wichtig, auf dem neuesten fachlichen Stand zu sein“, sagt Bärbel von Hagen, Praxisanleiterin und Arbeitskreissprecherin Praxisanleitung Bad Arolsen. „Wir können damit den Pflegeprozess der erkrankten Menschen noch besser und individueller gestalten. Unsere Patienten sollen die bestmögliche Pflege und Lebensqualität von uns erhalten.“ Simone Sprenger, pflegepädagogische Leitung und Praxisanleiterin, ergänzt: „Besonders gut hat uns der Grundkurs Validation gefallen, weil wir hier am meisten für unseren Arbeitsalltag mitnehmen konnten.“ Validation bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man sich mithilfe einer besonderen Technik in die andere Person hineinversetzt und so eine neue Haltung und Kommunikation annimmt.

Die fremde Umgebung im Krankenhaus, die unbekannten Abläufe und die Unruhe machen den Demenz-Erkrankten oftmals Angst. Sie fragen sich: Wo bin ich? Was mache ich hier und wer sind all die fremden Menschen? Ein Krankenhausaufenthalt sollte aber für jeden Menschen so angenehm wie möglich verlaufen. Um den spezifischen Anforderungen gerecht zu werden, werden die Pflegefachkräfte im Krankenhaus Bad Arolsen kontinuierlich sensibilisiert und geschult und sind so immer auf dem neuesten Stand der Medizin und der Pflege.

Barbara Heidemann, Pflegedienstleitung am Krankenhaus Bad Arolsen, erläutert: „Die Arbeit mit demenziellen Erkrankungen kann umso besser erfolgen, wenn vertiefte Kenntnisse im Umgang mit den komplexen Versorgungssituationen vorhanden sind. Sowohl das medizinische Fachwissen als auch die personenzentrierte Pflege sind wichtig - das heißt, wir erwerben das Verständnis für die subjektive Lebenswelt von Menschen mit Demenz. Themen wie Biographiearbeit, Kommunikationstechniken bei eingeschränkter Sprachfähigkeit sowie der Umgang mit herausforderndem Verhalten werden praxisnah vertieft. Auch die Abgrenzung zwischen Demenzsymptomen und akuten Verwirrtheitszuständen (Delir) spielt eine wichtige Rolle.“

Für die geriatrische Station bedeutet die Weiterbildung der beiden Kolleginnen konkrete Verbesserungen im Alltag. Durch das neu vertiefte Fachwissen, das die beiden nun an ihre Kollegen weitergeben, können Pflegekräfte gezielter deeskalierend arbeiten, Angstzustände reduzieren und Orientierungshilfen besser einsetzen. Angeregt durch die Fortbildung wurde zum Beispiel eine neue Haltestelle im Haus eingerichtet. Diese soll vermeiden, dass desorientierte Menschen auf dem Weg „nach Hause“ einfach das Haus verlassen, denn sogenannte Hinlauftendenzen sind vor allem bei Demenz immer wieder zu beobachten.

Auch die Angehörigen profitieren von der Weiterbildung. Durch eine verständlichere Kommunikation und intensivere Einbindung fühlen sie sich stärker in den Pflegeprozess eingebunden und besser informiert. Das stärkt Vertrauen und erleichtert den oft emotional belastenden Umgang mit der Erkrankung.

Nikolai Dippel, Geschäftsführer des Krankenhauses Bad Arolsen, sagt: „Regelmäßige Fortbildungen sind wichtige Bausteine für die Versorgung älterer Menschen. In einer alternden Gesellschaft wird die Zahl demenziell erkrankter Patienten weiter steigen. Umso wichtiger ist es, unsere Fachkräfte ständig gezielt zu qualifizieren und moderne pflegerische Konzepte in den Alltag zu integrieren.“

Mittwoch, 15 Juli 2026 05:11

Ballenpresse brennt in voller Ausdehnung

BRILON. Im Ortsteil Scharfenberg ist eine Ballenpresse in Brand geraten. Das Feuer griff auf ein angrenzendes Stoppelfeld über.

Die Feuerwehr Brilon wurde am Samstag um 19.03 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brennt landwirtschaftliche Zugmaschine und Stoppelfeld“ in den Bereich „Im Boxen“ alarmiert. Im Einsatz waren die Löschgruppen Altenbüren, Brilon, Scharfenberg und Wülfte.

Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. An der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass eine Ballenpresse in voller Ausdehnung brannte und das Feuer bereits auf ein angrenzendes Stoppelfeld übergegriffen hatte.

Die ersten Einsatzkräfte konzentrierten sich zunächst darauf, eine weitere Ausbreitung des Brandes auf das umliegende Feld zu verhindern. Nachdem die Brandausbreitung gestoppt werden konnte, übernahmen weitere Einsatzkräfte die Brandbekämpfung an der Ballenpresse.

Das Feuer konnte anschließend zügig unter Kontrolle gebracht und vollständig abgelöscht werden.

Im Anschluss führte die Drohneneinheit der Feuerwehr einen Kontrollflug mit einer Wärmebildkamera durch, um die betroffene Fläche auf verbliebene Glutnester zu kontrollieren. Gleichzeitig wurde die Brandfläche vermessen.

Diese umfasste insgesamt 13.440 Quadratmeter. Rund 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Brilon waren etwa zweieinhalb Stunden im Einsatz. Der Einsatz endete gegen 21.25 Uhr.

Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.

BRILON. Pflanzenreste von Cannabispflanzen hat die Polizei in einem Waldgebiet im Bereich der Bundesstraße/Warburger Straße bei Messinghausen entdeckt. Am Wegesrand lagen etwa 35 bis 40 Wurzelballen samt Erdresten.

Unbekannte hatten die Wurzelballen dort offenbar abgeladen. Die Anzahl der Wurzelballen und der abgelegene Fundort lassen vermuten, dass die Pflanzen aus einer größeren Cannabisplantage stammen könnten.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist nicht auszuschließen, dass im Raum Brilon oder Marsberg eine solche Anlage betrieben wurde oder möglicherweise noch betrieben wird. Wann die Pflanzenreste in dem Waldgebiet abgelegt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Die Polizei fragt:

  • Wer hat im Bereich des Fundortes verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet?
  • Wem sind in den vergangenen Wochen oder Monaten ungewöhnliche Transporte aufgefallen?
  • Wer hat Hinweise auf Räumlichkeiten oder abgelegene Gebäude, in denen eine größere Zahl von Cannabispflanzen angebaut worden sein könnte?
  • Wo wurden beispielsweise auffällige Gerüche, dauerhaft verdeckte Fenster, ungewöhnliche Lüftungsanlagen oder ein hoher nächtlicher Lieferverkehr wahrgenommen?

Hinweise nimmt die Polizeiwache Brilon unter der Telefonnummer 02961/9020-3311 entgegen.

Rechtliche Einordnung:

Die teilweise Legalisierung von Cannabis bedeutet nicht, dass der Anbau unbegrenzt erlaubt ist. Erwachsene dürfen an ihrem Wohnsitz grundsätzlich höchstens drei Cannabispflanzen gleichzeitig zum Eigenkonsum anbauen.

Der Anbau einer größeren Zahl von Pflanzen oder ein Anbau, der nicht dem Eigenkonsum dient, kann nach dem Konsumcannabisgesetz strafbar sein. Der konkrete Ursprung der gefundenen Wurzelballen und mögliche strafrechtliche Zusammenhänge sind Gegenstand der Ermittlungen. (ots/r)

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Mittwoch, 15 Juli 2026 04:38

Millionenschaden nach Brand in Sporthalle

FULDABRÜCK. In einer Sporthalle im Ortsteil Dittershausen in der Oberen Feldstraße hat ein Brand erheblichen Schaden verursacht. Inzwischen gehen Ermittler von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus.

Feuerwehr und Polizei wurden am Sonntag gegen 18.35 Uhr zu dem Brand gerufen. Nach Angaben der am Brandort eingesetzten Beamten war das Feuer im rückwärtigen Bereich der Sporthalle an einer Notausgangstür ausgebrochen.

Anschließend breitete sich der Brand über den kompletten hölzernen Hallenboden und in den angrenzenden Sportgeräteraum aus. Im weiteren Verlauf konnte die Feuerwehr das Feuer löschen. Personen wurden in den vorliegenden Meldungen nicht als verletzt genannt.

Die Ermittlungen zum Brand wurden am Montag, 13. Juli 2026, von den Beamten der Kasseler Kripo fortgeführt. Dabei suchten die Ermittler auch die Brandstelle auf. Nach derzeitigem Stand gehen sie von einer vorsätzlichen Brandstiftung als Brandursache aus.

Durch das Feuer entstand ein enormer Schaden. Zunächst war der Sachschaden auf etwa 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt worden. Nach neuer Einschätzung der Kriminalbeamten beläuft sich der Schaden auf rund 1.000.000 Euro und liegt damit deutlich höher als zunächst angenommen.

Die Brandstelle ist aktuell noch für die Ermittlungen beschlagnahmt. Zusätzlich zu bereits eingegangenen Zeugenhinweisen sucht die Polizei weitere Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Brandstiftung in der Oberen Feldstraße gemacht haben.

Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 entgegen. (ots/r)

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Dienstag, 14 Juli 2026 21:08

Zwei Unfälle beschäftigen Feuerwehr

BRILON. Die Feuerwehr war bei zwei Verkehrsunfällen im Stadtgebiet im Einsatz. Bei einem Unfall an der K 59 wurden zwei Personen verletzt, während mehrere Verkehrsteilnehmer trotz wahrnehmbarer Hilferufe keine Erste Hilfe leisteten.

Zu einem Verkehrsunfall mit eingeschlossenen Personen wurde der Löschzug Brilon am Dienstag um 14.42 Uhr an die Kreisstraße 52f9, Einmündung Aamühlen, alarmiert. Dort war ein Personenkraftwagen mit einem Trecker kollidiert.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Zugang zu den beiden Insassen bereits geschaffen. Die Einsatzkräfte unterstützten den Rettungsdienst bei der Rettung der Personen aus dem Fahrzeug. Danach wurde der Personenkraftwagen gesichert.

Die Fahrerin wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Der männliche Beifahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Treckers blieb unverletzt.

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen war die Kreisstraße nach Scharfenberg voll gesperrt. Mit 15 Einsatzkräften war der Löschzug Brilon rund anderthalb Stunden im Einsatz. Zur Unfallursache und zur Höhe des Sachschadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.

Völlig unverständlich aus Sicht der Feuerwehr: Vor Eintreffen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei umfuhren mehrere Fahrzeuge den quer auf der Straße stehenden verunfallten Personenkraftwagen. Trotz wahrnehmbarer Hilferufe aus dem Fahrzeug leisteten die Fahrer keine Erste Hilfe.

Noch während des Einsatzes im Aatal wurde die Feuerwehr um 15.03 Uhr zu einem weiteren Verkehrsunfall auf dem Nehdener Weg gerufen. Dort war ein Fahrzeug in Höhe der Zufahrt Egger von der Fahrbahn abgekommen und hatte zwei Bäume touchiert.

Bei diesem zweiten Einsatz leistete die Feuerwehr Erste Hilfe und sicherte das Fahrzeug. Der Fahrer des Personenkraftwagens blieb unverletzt.

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PADERBORN. Bei einem Dachstuhlbrand in einem Einfamilienhaus an der Straße Am Silberbrink ist ein Schaden von rund 600.000 Euro entstanden. Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, verletzt wurde niemand.

Ausgebrochen war das Feuer am Montag gegen 15.30 Uhr im Bereich des Dachstuhls. Nach Angaben der Polizei war nachweislich ein technischer Defekt an der PV-Anlage die Ursache. Die Feuerwehr Paderborn wurde um 15.37 Uhr zu dem Brandeinsatz alarmiert.

Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr befand sich die fünfköpfige Familie bereits außerhalb des Hauses. Der Dachstuhl brannte zu diesem Zeitpunkt vollständig. Bemerkt hatte das Feuer der 16 Jahre alte Sohn der Familie. Er alarmierte die Feuerwehr und seine Mutter und war anschließend mit seinen Geschwistern ins Freie geflohen.

Nach Angaben der Feuerwehr war es im Bereich der Solarpaneele, die gleichzeitig auch als Dacheindeckung verwendet waren, aus zunächst ungeklärter Ursache zu dem Dachstuhlbrand gekommen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachfirst bereits auf der gesamten Länge in Brand.

Umgehend wurde ein Trupp unter Atemschutz mit einem Strahlrohr zum Innenangriff im Wohngebäude eingesetzt. Gleichzeitig wurde ein weiteres Strahlrohr zur Brandbekämpfung von außen eingesetzt und eine Drehleiter in Stellung gebracht. Die Wasserversorgung wurde über mehrere Hydranten sichergestellt.

In einem zweiten Brandabschnitt wurde von der Neuhäuser Straße aus eine weitere Drehleiter eingesetzt, um eine Riegelstellung zum Schutz der Nachbargebäude einzurichten. Durch die Dachausführung in Nagelbinderbauweise stürzte kurz nach Eintreffen der Feuerwehr der Dachstuhl auf der gesamten Länge ein. Der im Innenangriff befindliche Trupp musste aufgrund dessen die Brandbekämpfung im Gebäude abbrechen.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden mit mehreren Strahlrohren über tragbare Leitern der Feuerwehr gezielt Glutnester im Bereich des Dachstuhls gelöscht. Zum Teil mussten dazu die Fassadenplatten entfernt werden. Durch die beiden freistehenden Giebel bestand zwischenzeitlich Einsturzgefahr. Um die Gefahr beurteilen zu können, wurde ein Baufachberater des THW angefordert.

Der angeforderte Energieversorger stellte vorsorglich die Strom- und Gaszufuhr zum Gebäude ab. Die Paderborner Notfallseelsorge unterstützte bei der Betreuung der Bewohner.

Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Der Dachstuhl brannte komplett aus. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 600.000 Euro, das Haus ist unbewohnbar.

Zu dem Einsatz wurden neben den hauptamtlichen Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd mit zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF), zwei Drehleitern (DLK), einem Tanklöschfahrzeug (TLF), einem Rettungswagen (RTW) und zwei Einsatzleitwagen (ELW) auch die ehrenamtlichen Löschzüge Stadtmitte und Elsen alarmiert, die mit drei weiteren Löschfahrzeugen zur Einsatzstelle ausrückten.

Außerdem wurde auch das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehrschule eingesetzt, das sogenannte TOJ-HLF für „Training on the Job“. Dieses Fahrzeug war mit Auszubildenden der Feuerwehr besetzt.

Darüber hinaus rückte der Gerätewagen Rettungsdienst aus, der nach dem Hygienekonzept der Feuerwehr Paderborn Getränke und saubere Schutzkleidung zur Einsatzstelle lieferte. Damit wurde sichergestellt, dass die eingesetzten Einsatzkräfte ihre kontaminierte Schutzkleidung wechseln konnten.

Erst gegen 20 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Um 22 Uhr führte ein Hilfeleistungslöschfahrzeug noch eine Brandnachschau durch, um mögliche Glutnester erkennen zu können. (ots/r)

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