KASSEL. Passanten haben in der Kasseler Fuldaaue einen toten Biber entdeckt. Nach dem Fund am Bugasee hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen, da eine mutwillige Tötung des Tieres im Raum steht.
Gegen 12 Uhr wurde am Sonntag, 12. April, eine Streife des Polizeireviers Ost zum Fundort gerufen. Das leblose Tier lag am Morgen im Uferbereich des Sees neben einem Fußweg, der von der Brücke an der Seglergaststätte zur Vogelbeobachtungsstation führt.
Bei dem Biber handelte es sich mutmaßlich um ein Weibchen mit einer Körperlänge von zirka 80 Zentimetern, welches erhebliche Verletzungen im Bauchbereich aufwies. Nach ersten Erkenntnissen kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Tier mutwillig mit einer Schusswaffe getötet wurde.
Wegen des Verdachts einer Straftat gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz werden nun Maßnahmen durchgeführt. Zur Feststellung der genauen Todesursache wurde der Tierkörper in ein Labor gebracht, um dort untersucht zu werden.
Zeugen, die am Wochenende verdächtige Beobachtungen in der Fuldaaue gemacht haben, die mit dem Fund im Zusammenhang stehen könnten, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0561 9100 entgegen.
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PADERBORN. Zwei Seniorinnen aus dem Kreisgebiet sind zum Opfer von professionellen Telefonbetrügern geworden. Unbekannte Täter erbeuteten durch sogenannte Schockanrufe erhebliche Geldbeträge, weshalb die Ermittler nun nach Zeugen suchen.
Gegen 15.30 Uhr erhielt eine 84-jährige Frau am Freitag, 10. April, einen Anruf von einem russisch sprechenden Mann. Dieser spiegelte der Seniorin vor, Zeuge eines Unfalls ihrer Enkelin geworden zu sein, bei dem eine schwangere Frau verletzt worden sei. Für eine vermeintlich dringende Operation werde nun Geld benötigt. Die Angerufene schenkte der Geschichte Glauben und übergab kurze Zeit später an ihrer Haustür einen mittleren vierstelligen Betrag an einen Abholer.
Ähnlich verlief ein Vorfall am selben Tag gegen 20 Uhr, bei dem eine 88-jährige Frau kontaktiert wurde. Ein russischsprachiger Anrufer behauptete, die Tochter der Seniorin habe eine Verkehrsteilnehmerin bei einem Unfall verletzt. Auch in diesem Fall wurde die Notwendigkeit einer teuren Operation vorgetäuscht. Die Frau einigte sich mit dem Betrüger auf eine niedrige fünfstellige Summe und händigte das Geld an ihrer Haustür ebenfalls einem Unbekannten aus.
Beschrieben wird der Abholer in beiden Fällen als etwa 20 bis 25 Jahre alt und 1,70 bis 1,80 Meter groß. Er soll ein südländisches Aussehen haben, kurze schwarze Haare tragen und dunkel gekleidet gewesen sein. Hinweise nimmt die Polizei in Paderborn entgegen. Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05251 306-0 zu melden.
Präventionskampagnen wie „Geschockt am Telefon? Auflegen!“ warnen eindringlich vor dieser Masche. Beamte raten dazu, niemals Angaben zu Wertgegenständen am Telefon zu machen und das Gespräch sofort zu beenden. Stattdessen sollten Angehörige über bekannte Nummern kontaktiert werden, um die Sachlage zu klären. Behörden oder Banken fragen niemals am Telefon nach Vermögenswerten. Familienmitglieder werden gebeten, ältere Verwandte regelmäßig für diese Gefahren zu sensibilisieren.
Alle Informationen und Informationsmaterial zur Kampagne "Geschockt am Telefon? Auflegen!" sind auf der Homepage: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen zu finden.
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BRILON. Ein schwerer Forstunfall hat am Montagnachmittag in Brilon-Wald umfangreiche Rettungsmaßnahmen im unwegsamen Gelände erforderlich gemacht. Bei Forstarbeiten wurde ein 56-jähriger Mann von einem herabstürzenden Ast getroffen und im Kopfbereich schwer verletzt.
Alarmiert wurde die Feuerwehr um 14.43 Uhr. Entgegen der ersten Meldung war der Forstwirt nicht eingeklemmt. Dennoch unterstützten die Feuerwehren aus Hoppecke und Brilon den Rettungsdienst in dem schwer zugänglichen Waldgebiet und wiesen im weiteren Verlauf einen Hubschrauber ein.
Weil ein zunächst angeforderter Rettungshubschrauber nicht direkt an der Einsatzstelle landen konnte, wurde ein weiterer Rettungshubschrauber mit Winde aus Dortmund angefordert. Mit Unterstützung der Feuerwehr wurde der Verletzte anschließend mit der Winde in den Hubschrauber aufgenommen und in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen.
Insgesamt waren 25 Feuerwehrleute aus Hoppecke und Brilon rund zweieinhalb Stunden im Einsatz. Zur Unfallursache liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.
PADERBORN. Ein ausgelöster Heimrauchmelder hat in der Kernstadt Schlimmeres verhindert. Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Winfriedstraße bemerkten das Warnsignal aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss und wählten den Notruf, wobei in einem weiteren Telefonat Brandgeruch im Gebäude bestätigt wurde.
Beim Eintreffen der alarmierten Einheiten am Montag, 13. April, bestätigte sich die Meldung, da Rauch aus der Wohnung im Obergeschoss drang. Zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob sich noch Personen in den betroffenen Räumlichkeiten befanden. Glücklicherweise öffnete eine Person in der Brandwohnung bereits auf Aufforderung im Rahmen der Erkundung, sodass sie zügig in den sicheren Außenbereich verbracht und an den Rettungsdienst übergeben werden konnte.
Zur weiteren medizinischen Abklärung erfolgte der vorsorgliche Transport in ein Paderborner Krankenhaus durch das Team des Rettungswagens. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung eingeleitet, wobei sich das Feuer auf einzelne Einrichtungsgegenstände in der Küche beschränkte und schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Im Anschluss an die Löschmaßnahmen erfolgten Belüftungstätigkeiten im Bereich der betroffenen Wohnung.
Insgesamt befanden sich 12 Personen der Feuer- und Rettungswache Süd mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einer Drehleiter, einem Rettungswagen sowie dem Führungsdienst vor Ort. Maßnahmen am Brandort wurden koordiniert durchgeführt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Brandschützer weisen in diesem Zusammenhang auf die lebensrettende Bedeutung von Rauchwarnmeldern hin, da diese in diesem Fall maßgeblich zur frühzeitigen Alarmierung beigetragen haben. (ots/r)
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KORBACH. Ein Alleinunfall auf der Landesstraße 3076 hat am Wochenende zu Schäden an zwei Fahrzeugen und mehreren Verkehrszeichen geführt.
Am Samstag gegen 11.25 Uhr war ein 28 Jahre alter Mann aus Korbach mit einem blauen Fiat von Nordenbeck in Richtung Goddelsheim unterwegs, als das Fahrzeug in einer scharfen Kurve auf die Bankette geriet. Der Fahrer übersteuerte daraufhin, woraufhin sich der Pkw auf die Seite legte und gegen einen geparkten Citroën rutschte.
Durch den Unfall wurden außerdem mehrere Verkehrszeichen beschädigt. Während der Fiat auf der Seite liegen blieb, entstand an dem geparkten Citroën lediglich leichter Schaden. Zur genauen Höhe des Gesamtsachschadens konnten bei der Aufnahme noch keine Angaben gemacht werden.
Die Firma Gäbler war zur Bergung vor Ort und schleppte den nicht mehr fahrbereiten Fiat ab.
KORBACH. Ein am Fahrbahnrand abgestellter Skoda Rapid ist in der Enser Straße zum Ziel einer Verkehrsunfallflucht geworden. Unbekannte beschädigten das Fahrzeug und entfernten sich anschließend unerlaubt von der Unfallstelle.
Zwischen 8.50 Uhr und 17.05 Uhr stand der silbergraue Wagen in Höhe der Jugendherberge. Beschädigt wurden an dem Skoda insbesondere die Fahrerseite, der Kotflügel sowie das Heck. Bei der Aufnahme des Sachverhalts stellten Beamte der Polizei weißen Farbabrieb am Fahrzeug fest. Dies könnte Hinweise auf das verursachende Fahrzeug geben.
Auf 2500 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Hinweise nimmt die Polizei in Korbach entgegen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 zu melden.
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PADERBORN. Reizgas in einem Zug der Nordwestbahn hat am Samstag für einen größeren Einsatz in Sennelager gesorgt. Mehrere Personen mussten medizinisch begutachtet werden, nachdem der Lokführer eine Notbremsung eingeleitet hatte.
Gegen 16.45 Uhr erfolgte die Alarmierung zum Bahnübergang Pater-Ewald-Straße. Zuvor war in einem Waggon vermutlich Reizgas versprüht worden. Da die Substanz in die einzelnen Abteile sowie in den Führerstand zog, sah sich der Lokführer gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der betroffene Zug mit geöffneten Türen auf den Schienen. Insgesamt befanden sich 105 Personen im Inneren.
Im weiteren Verlauf wurden zwei Personen vom Rettungsdienst gesichtet und medizinisch untersucht. Eine Person musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Paderborn gebracht werden. Warum die Substanz versprüht wurde, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Neben den hauptamtlichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord befanden sich auch die ehrenamtlichen Einheiten aus Sande und Schloss Neuhaus vor Ort. Insgesamt waren etwa 35 Einsatzkräfte mit vier Hilfeleistungslöschfahrzeugen, einem Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Gefahrgut, einem Einsatzleitwagen, einem Rettungswagen sowie einem Notarzt im Einsatz.
Polizei und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn koordinierten die weiteren Schritte an der Einsatzstelle. Gegen 17.30 Uhr konnten die Maßnahmen beendet werden. Während des Einsatzes kam es zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
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LICHTENFELS. In Sachsenberg wird derzeit in der Orker Straße auf Höhe der Grundschule die Geschwindigkeit kontrolliert. In dem Bereich gilt Tempo 30.
Geschwindigkeitskontrollen dienen der Verkehrssicherheit und sollen Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit verhindern. Insbesondere auf Landstraßen kann zu schnelles Fahren ein hohes Risiko darstellen.
Das Team von 112-magazin.de appelliert an alle Fahrer, die geltenden Tempolimits grundsätzlich einzuhalten – auch dann, wenn keine Blitzer gemeldet werden.
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BAD AROLSEN. Eine Rauchentwicklung im Bereich eines Kamins hat in Schmillinghausen für Aufregung gesorgt. Bewohner bemerkten Qualm innerhalb eines Gebäudes, woraufhin die Brandschützer alarmiert wurden.
Um 17.29 Uhr erfolgte die Alarmierung am Samstag, 11. April, in die Straße An der Wande. Durch den laufenden Ofenbetrieb trat an einem Teilstück eines freiliegenden Ofenrohrs, das vom Erdgeschoss ins erste Obergeschoss führt, Rauch aus.
Die Einsatzkräfte kontrollierten den gesamten Rohrverlauf mit einer Wärmebildkamera auf kritische Temperaturen, um mögliche Glutnester oder Überhitzungen auszuschließen. Durch natürliche Belüftungsmaßnahmen konnte der betroffene Bereich schnell rauchfrei gemacht werden.
Zur fachlichen Absicherung wurde ein Schornsteinfeger hinzugezogen. Dieser kehrte das betroffene Teilstück im Kamin aus und kontrollierte die gesamte Anlage abschließend.
Neben dem Rettungsdienst und der Polizei Nordhessen befanden sich auch Bürgermeister Marko Lambion sowie der Erste Stadtrat Marc van Biene vor Ort, um sich über das Geschehen zu informieren. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.
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KORBACH. Zu einem kleineren Waldbrand am Homberg sind am Samstagnachmittag die Feuerwehren aus Lelbach und Rhena alarmiert worden. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine Ausbreitung verhindert werden.
Gegen 15 Uhr entdeckten zwei Mountainbiker mitten im Waldgebiet eine Fläche, auf der sich ein Bodenfeuer ausgebreitet hatte. Glücklicherweise hatte der Wind zu diesem Zeitpunkt bereits nachgelassen, sodass nur an wenigen Stellen noch offene Flammen zu sehen waren. Einer der beiden Biker, der selbst in der Großgemeinde als Feuerwehrmann aktiv ist, informierte direkt die Wehren.
Schnell vor Ort nahmen die Feuerwehrleute mit wasserführenden Fahrzeugen sowie spezieller Waldbrandausrüstung die Brandbekämpfung auf. Zahlreiche Glutnester und noch brennende Baumstümpfe wurden abgelöscht, wobei auch eine Kettensäge zum Einsatz kam. Nach einer intensiven Bewässerung der gesamten Fläche erfolgte eine abschließende Kontrolle mit der Wärmebildkamera.
Betroffen war eine rund 300 Quadratmeter große Böschungsfläche in unmittelbarer Nähe eines Jagdhauses. Eine weitere Ausbreitung hätte in diesem Fall größere Folgen haben können. Waldbesitzer befanden sich selbst vor Ort und dankten für das schnelle Handeln der Feuerwehr.
Nach gut 90 Minuten war die Bereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt. Zur Brandursache liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.