Michael Fränkel

Michael Fränkel

WILLINGEN. Beim Zusammenstoß zwischen einem PKW und einem Motorrad auf der Briloner Straße ist ein 48 Jahre alter Motorradfahrer schwer verletzt worden.

Zu dem Unfall kam es am Donnerstag gegen 21.50 Uhr. Eine 29 Jahre alte Frau aus Willingen war mit einem Dacia Sandero auf der Briloner Straße in Fahrtrichtung Brilon unterwegs.

In Höhe der Straße Kurgarten wollte die Frau nach links abbiegen. Dabei übersah sie den entgegenkommenden Motorradfahrer. Der 48 Jahre alte Mann aus Willingen war mit einer BMW S 1000 R unterwegs.

Es kam zum Zusammenstoß. Der Motorradfahrer stürzte und erlitt neben Schürfwunden und Prellungen einen Beinbruch.

Schwer verletzt wurde der 48-Jährige mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus nach Korbach gebracht.

Am Dacia entstand Sachschaden von rund 8000 Euro. Der Schaden an der BMW wird mit etwa 2000 Euro angegeben.

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KORBACH. Bei einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der Straßen Am Mühlwege, Am Ziegelgrund und Im Alten Felde ist ein 44 Jahre alter Autofahrer aus Korbach verletzt worden. Beteiligt waren ein Lkw und ein Volkswagen Touareg.

Zu dem Unfall kam es am Donnerstag, 25. Juni 2026, gegen 16.50 Uhr. Nach bisherigen Informationen befuhr ein 21 Jahre alter Mann aus den Niederlanden mit einem Lkw die Straße Am Mühlwege und kam aus Richtung Flechtdorfer Straße.

Aus Richtung Am Ziegelgrund war der 44 Jahre alte Korbacher mit seinem Volkswagen Touareg unterwegs.

An der Kreuzung hätte der Lkw-Fahrer warten müssen. Dort stieß er mit dem Touareg des 44-Jährigen zusammen.

Durch den Zusammenstoß wurde der Korbacher verletzt und mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus nach Korbach gebracht. Der 21 Jahre alte Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 40.000 Euro. Der Volkswagen Touareg musste abgeschleppt werden.

KASSEL. Die HNO-Klinik am Klinikum Kassel bietet ein neues Behandlungsangebot für Patienten mit Schlafapnoe an. Als erste Klinik in Nordhessen setzt das Klinikum dabei auf einen teilimplantierbaren Zungenschrittmacher.

Chronisches Schnarchen ist mehr als eine störende Eigenart. Besonders wenn es zu Atemaussetzern, sogenannten Apnoen, kommt, erhöht sich das Risiko für schwerwiegende Folgen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes deutlich.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird standardmäßig eine CPAP-Therapie eingesetzt. Dabei schlafen die Patienten mit einer Maske, die durch einen kontinuierlichen Überdruck die Atemwege offenhält.

„Es gibt Patienten, denen die CPAP-Therapie nicht hilft“, sagt Dr. Jens Haferkamp, Somnologe (DGSM) und Oberarzt der HNO-Klinik am Klinikum Kassel. „Für diese Patienten kann der Zungenschrittmacher als Alternative geeignet sein.“

Für wen eignet sich ein Zungenschrittmacher?

Der Zungenschrittmacher ist ein Gerät, das die Zungenmuskulatur sowie die Muskulatur des Gaumens und des Zungengrundes stimuliert. Dadurch zieht sich die Muskulatur zusammen, wodurch die Atemwege weiter werden.

Im Klinikum Kassel wird mit einem teilimplantierbaren Gerät gearbeitet. Das bedeutet: Elektroden und Spule werden den Patienten eingesetzt, Batterie und Steuerung befinden sich in einem Chip. Dieser wird abends auf den Hals aufgeklebt und morgens wieder entfernt.

„Geeignet ist der Zungenschrittmacher für Patienten, die bereits im Schlaflabor waren, eine Therapie mit Maske versucht und bestenfalls auch eine Unterkieferprotrusionsschiene ausprobiert haben“, erklärt Dr. Haferkamp.

Bei den Betroffenen sollten nicht zu viele Atemaussetzer bestehen. Auch der Atemantrieb darf nicht gestört sein. Genannt werden ein AHI-Wert unter 65 pro Stunde und weniger als 25 Prozent sogenannte zentrale Apnoen.

Starkes Übergewicht stellt ebenfalls ein Ausschlusskriterium dar. Der BMI sollte unter 35 liegen.

Wenn die gängigen Behandlungsansätze entweder nicht vertragen wurden oder nicht funktioniert haben und die Patienten die weiteren Bedingungen erfüllen, kann der Zungenschrittmacher helfen.

Ablauf der Operation

Bei der Operation macht Dr. Haferkamp einen kleinen Schnitt unterhalb des Kinns. Dort wird die Muskulatur vorsichtig auseinandergedrängt, um den Nerv zu erreichen, der für die Vorwärtsbewegung der Zunge zuständig ist.

Anschließend werden zwei Elektroden rechts und links angenäht, die später der Stimulation dienen.

Der operative Eingriff ist mit einem kurzen stationären Aufenthalt von etwa vier Tagen verbunden.

„Die Patienten kommen zur operativen Nachsorge ungefähr zehn Tage nach der Entlassung zur Kontrolle und zum Fadenzug. Nach sechs bis acht Wochen erfolgt bei uns die Inbetriebnahme des Zungenschrittmachers und erste Einstellungen“, schildert Dr. Haferkamp den weiteren Ablauf.

In der weiteren Folge werden die Einstellungen und die Verträglichkeit kontrolliert. Abschließend erfolgt eine Kontrolle des Therapieerfolgs im Schlaflabor.

Die HNO-Klinik ist auch langfristig Ansprechpartner für die Patienten. „Es reichen dann jährliche Kontrollen über unsere Sprechstunde“, sagt der Facharzt.

Wie jede operative Therapie ist auch der Einsatz des Zungenschrittmachers nicht komplett risikofrei.

„Der Nutzen ist aber im Vergleich dazu sehr groß. Patienten, die sonst keine Möglichkeit haben, ihre Atemaussetzer zu behandeln, können mit einem solchen Zungenschrittmacher sehr effektiv therapiert werden und sehr viel Lebensqualität zurückgewinnen“, sagt Dr. Haferkamp.

Weitere Informationen und Kontakt zur HNO-Klinik gibt es auf der Website von Gesundheit Nordhessen.

 

MITTELHESSEN. Zur Ferienzeit warnt das Polizeipräsidium Mittelhessen vor Betrug bei Onlinebuchungen von Urlaubsreisen. Betrüger nutzen nach Angaben der Polizei auch dieses Feld, um Erholungssuchende um ihr Geld zu bringen.

Während viele Urlauber ihre Reise bereits vor Monaten geplant und gebucht haben, entscheiden sich andere erst kurzfristig für ein Reiseziel. Gerade Kurzentschlossene und Last-Minute-Schnäppchenjäger sollten bei Onlinebuchungen genau hinsehen, um nicht auf falsche Anbieter oder gefälschte Angebote hereinzufallen.

Das Polizeipräsidium Mittelhessen gibt dazu folgende Hinweise:

  • Angebote vergleichen: Angebote, die zu günstig erscheinen, können ein Hinweis auf ein Fake-Angebot sein.
  • Nicht allein auf die Aufmachung verlassen: Betrüger nutzen inzwischen auch künstliche Intelligenz, um Angebote möglichst echt und professionell wirken zu lassen.
  • Vorsicht bei Vorkasse: Wenn Vorkasse die einzige Zahlungsart ist, kann dies ein Hinweis auf eine Betrugsseite sein.
  • Sichere Zahlungsarten nutzen: Besser ist eine Zahlung per Lastschrift oder Kreditkarte.
  • Impressum prüfen: Vor der Buchung über Online-Portale sollten Firmensitz und Steuernummer des Anbieters überprüft werden.
  • Kontaktadressen kontrollieren: Betrüger kopieren häufig Kontaktadressen seriöser Anbieter.
  • Auf verschlüsselte Verbindungen achten: Bei Onlinebuchungen sollte eine sichere Verbindung mit „https://“ genutzt werden.

Nach dem Abschluss einer Reise erhalten Kunden die Buchungsbestätigung meist per E-Mail. Auch hier ist Vorsicht geboten. Nach Angaben der Polizei können sich Betrüger mitunter Zugang zu tatsächlichen Reisedaten verschaffen. Anschließend schreiben sie Betroffene an und fordern sie auf, dringend ihre Daten erneut zu bestätigen. Dabei handelt es sich häufig um Phishing-Mails.

Zum Schutz vor solchen Nachrichten gibt die Polizei weitere Hinweise:

  • Absenderadresse prüfen: Phishing-Mails können Absenderadressen nutzen, die denen echter Reiseanbieter ähneln. Kleine Abweichungen in der Schreibweise oder ungewöhnliche Zeichen sollten beachtet werden.
  • Bei Druck und Eile misstrauisch werden: Betrüger versuchen oft, ein Gefühl von Dringlichkeit zu erzeugen. Misstrauisch sollte man werden, wenn sofortiges Handeln verlangt wird, um eine Reisebuchung zu sichern oder zu bestätigen.
  • Inhalte der E-Mail prüfen: Grammatische Fehler, ungewöhnliche Formulierungen oder ein unprofessioneller Ton können Hinweise auf eine Phishing-Mail sein.
  • Reiseanbieter direkt kontaktieren: Wer zur Eingabe oder Bestätigung sensibler Daten aufgefordert wird, sollte den Anbieter über die offizielle Website, eine vertrauenswürdige Telefonnummer oder eine bekannte E-Mail-Adresse kontaktieren.
  • Starke Passwörter nutzen: Online-Konten sollten mit starken und einzigartigen Passwörtern geschützt werden.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Dadurch wird das Risiko eines unbefugten Zugriffs deutlich reduziert.
  • Geräte und Software aktuell halten: Betriebssystem, Browser und Sicherheitssoftware sollten regelmäßig aktualisiert werden.

Nach Angaben der Polizei können diese Vorsichtsmaßnahmen das Risiko, Opfer einer Phishing-Mail zu werden, erheblich reduzieren und persönliche sowie finanzielle Informationen besser schützen.

Für Fragen zu diesem Thema steht Kriminalhauptkommissar Ulrich Kaiser, Fachberater für Cybercrimeprävention beim Polizeipräsidium Mittelhessen, zur Verfügung. Er ist unter der Telefonnummer 0641/7006-2942 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

Weitere Hinweise gibt es auch bei der Polizeilichen Kriminalprävention. (ots/r)

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Freitag, 26 Juni 2026 13:51

Leblose Person aus Badesee geborgen

AHNATAL. Nach dem Tod eines 40 Jahre alten Mannes am Badesee „Bühl“ im Ortsteil Weimar geht die Polizei derzeit von einem tragischen Unfall aus. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen bislang nicht vor.

Der Mann aus Vellmar war am Freitagvormittag, 26. Juni 2026, tot aus dem See geborgen worden. Die weiteren Ermittlungen der Kasseler Kriminalpolizei dauern an.

Ein Badegast hatte die Polizei gegen 7.30 Uhr informiert, nachdem am Ufer des Sees Kleidungsstücke gefunden worden waren, die zunächst keiner Person zugeordnet werden konnten.

Daraufhin wurden umgehend Suchmaßnahmen durch die eingesetzten Polizei- und Rettungskräfte eingeleitet. Gegen 9.30 Uhr konnte der 40-Jährige schließlich aus dem Wasser geborgen werden. Ein hinzugezogener Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Die Polizei bittet Zeugen, die am Freitagmorgen oder in der Nacht zum Freitag verdächtige Beobachtungen im Bereich des Badesees gemacht haben oder Hinweise zum Geschehen geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 zu melden. (ots/r)

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KASSEL. Vom Eichenprozessionsspinner betroffen sind derzeit rund 300 städtische Eichen im Kasseler Stadtgebiet. Die Stadt überwacht bekannte Befallsorte kontinuierlich und lässt festgestellte Nester zeitnah durch Fachfirmen entfernen.

Bürger werden gebeten, befallene Bereiche zu meiden und Verdachtsfälle zu melden.

Was ist der Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner, lateinisch Thaumetopoea processionea, ist ein Schmetterling, dessen Raupen bevorzugt Eichen besiedeln. Die Tiere treten insbesondere in den Monaten Mai bis Juli auf und bilden charakteristische Gespinste an Stämmen und stärkeren Ästen.

Ihren Namen verdanken sie ihrer typischen Fortbewegung in langen „Prozessionen“, bei denen die Raupen hintereinander wandern.

Welche Gesundheitsrisiken bestehen?

Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes Region Kassel besteht ein gesundheitliches Risiko vor allem dann, wenn Menschen mit den feinen Brennhaaren der Raupen in Kontakt kommen. Diese können Hautreaktionen wie Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen auslösen.

In seltenen Fällen sind auch stärkere Beschwerden wie Reizungen der Schleimhäute, Husten, Atembeschwerden, Fieber, Übelkeit oder Erbrechen möglich.

Entscheidend ist daher nicht allein das Vorkommen des Eichenprozessionsspinners, sondern die Möglichkeit eines Kontakts mit den Brennhaaren.

Wie geht die Stadt Kassel mit dem Befall um?

Die Stadt Kassel überwacht das Auftreten des Eichenprozessionsspinners an städtischen Bäumen kontinuierlich und dokumentiert bekannte Befallsorte.

Sobald Nester oder Gespinste an städtischen Bäumen festgestellt werden, erfolgt deren Beseitigung in der Regel zeitnah durch spezialisierte Fachfirmen. Dabei werden die Nester unter Anwendung geeigneter Arbeitsschutzmaßnahmen abgesaugt und fachgerecht entsorgt.

Durch dieses Verfahren werden sowohl die Raupen als auch die gesundheitsgefährdenden Brennhaare entfernt und eine weitere Verbreitung wirksam reduziert.

Trotz regelmäßiger Kontrollen kann nicht ausgeschlossen werden, dass vereinzelt bislang unbekannte Nester auftreten oder bereits bekannte Nester noch nicht entfernt sind. Bis zur Beseitigung werden betroffene Bereiche mit Flatterband abgesperrt.

Was sollten Bürger beachten?

Die Stadt Kassel bittet darum, Raupen, Gespinste oder Nester nicht selbst zu entfernen und ausreichend Abstand zu befallenen Bereichen einzuhalten. Insbesondere Kinder und Haustiere sollten von betroffenen Eichen ferngehalten werden.

Beobachtungen von Raupen, Gespinsten oder Nestern an städtischen Bäumen können dem Umwelt- und Gartenamt gemeldet werden, damit eine fachliche Überprüfung und gegebenenfalls eine zeitnahe Beseitigung erfolgen kann.

Hinweise nimmt die Stadt über die Behördennummer 115 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

Wer ist für private Grundstücke verantwortlich?

Auf privaten Grundstücken liegt die Verantwortung für die Beseitigung möglicher Gefahren grundsätzlich bei den jeweiligen Eigentümern. Wer an einer privaten Eiche einen Befall feststellt, sollte sich von einer Fachfirma für Baumpflege beraten lassen und die Entfernung zeitnah veranlassen.

Auch auf den städtischen Friedhöfen sowie auf landeseigenen Flächen in der Karlsaue und im Bergpark beobachten die jeweils zuständigen Betreiber die Situation und leiten bei Bedarf erforderliche Maßnahmen ein.

Meldungen zu befallenen privaten Bäumen nimmt das Ordnungsamt der Stadt Kassel unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

Durch die kontinuierliche Überwachung der städtischen Eichenbestände sowie die umgehende Entfernung dokumentierter Nester trägt die Stadt Kassel dazu bei, Risiken für die Bevölkerung zu minimieren und die sichere Nutzung öffentlicher Grün- und Erholungsflächen zu gewährleisten.

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Freitag, 26 Juni 2026 11:56

Polizei warnt vor Sommerhitze

NORDHESSEN. Am Wochenende wird es in Nordhessen heiß. Die Polizei gibt deshalb Hinweise, wie Menschen und Tiere vor den Folgen der Sommerhitze geschützt werden können.

Bei hohen Temperaturen gilt:

  • Schattenplätze aufsuchen.
  • Ausreichend Wasser trinken.
  • Körperliche Belastungen möglichst vermeiden.
  • Besonders auf ältere Menschen, Kinder und Tiere achten.

Besondere Vorsicht gilt bei abgestellten Fahrzeugen. In parkenden Autos steigen die Temperaturen bereits innerhalb weniger Minuten auf lebensgefährliche Werte.

Menschen und Tiere dürfen deshalb nicht im Fahrzeug zurückgelassen werden – auch nicht „nur kurz“.

Wer ein Kind, eine hilflose Person oder ein Tier in einem überhitzten Fahrzeug bemerkt, sollte sofort Hilfe holen und im Notfall die 112 wählen.

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Freitag, 26 Juni 2026 11:36

Polizei und Schüler im Dialog

BAD AROLSEN. Bereits zum zweiten Mal fand im Landkreis Waldeck-Frankenberg eine Dialogrunde zwischen Schülern und Polizei statt. Geladen waren diesmal etwa 100 Schülerinnen und Schüler der Kaulbachschule Bad Arolsen aus den Jahrgängen 7 und 9.

In Kooperation mit dem Präventionsrat der Stadt konnte die Veranstaltung am 11. Juni im großen Saal des Bürgerhauses in Bad Arolsen durchgeführt werden.

Nach einem Impulsvortrag durch den Leiter der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Polizeioberrat Martin Berbig, wurden den Schülerinnen und Schülern Videoaufnahmen von echten Polizeieinsätzen gezeigt, in denen sich Polizisten aggressiven Bürgern gegenübersahen.

Auch Situationen, in denen Polizisten nach einem Angriff ihre Waffen einsetzen mussten, wurden geschildert. „Man kann nicht immer erkennen, ob es sich um eine echte Waffe oder eine Spielzeugpistole handelt. Im äußersten Notfall müssen die Kollegen schießen, um sich selbst zu schützen“, erklärte Berbig.

Auch in Bezug auf das Führen von Messern in der Öffentlichkeit sensibilisierte er die Schüler. „Messer stellen immer für alle Beteiligten, wie auch für die Polizei, eine große Gefahr dar. Das kann im schlimmsten Fall mit einem Schusswaffengebrauch durch die Polizei enden“, so Berbig weiter.

Die Schüler zeigten sich sehr interessiert und gut vorbereitet. Sie hatten sich bereits im Vorfeld mit dem Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ beschäftigt und einige Fragen an die Polizisten gesammelt.

„Was war Ihr gefährlichster Einsatz? Welcher Form von Gewalt sind Polizisten am häufigsten ausgesetzt?“ und „Wie reagieren Sie, wenn Sie provoziert werden?“ waren nur einige der vielen, teils auch kritischen Fragen, die die Schülerinnen und Schüler der Louis-Peter-Schule aus Korbach an die Polizistinnen und Polizisten aus Bad Arolsen richteten.

Auch Fragen zur Rechtmäßigkeit polizeilicher Maßnahmen und zu Konsequenzen bei einem möglichen Fehlverhalten von Polizisten wurden gestellt.

„Polizisten handeln nach Recht und Gesetz. Wir sind da, um die Bürger zu schützen, und führen unsere Maßnahmen nicht durch, um jemanden zu ärgern. Deshalb erwarten wir von unserem Gegenüber, mit Respekt behandelt zu werden“, führte die Jugendkoordinatorin der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Annika Heuschneider, aus.

Auch ein Polizistenteam aus dem Streifendienst, Ilona Niemann und Niklas Nellenschulte, sowie die beiden SVO (Schutzfrauen vor Ort) der Polizeistation Bad Arolsen, Elke Weber und Diana Manthey, stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

„Beleidigungen begegnen uns häufig. Manche Menschen wollen nicht, dass die Polizei sich einmischt. Da kann es auch schon einmal handgreiflich werden. Es passiert, dass Kollegen verletzt werden, meist zum Glück nur leicht“, erläuterte Niklas Nellenschulte von der Polizeistation Bad Arolsen.

Nach der Fragerunde durften die Schülerinnen und Schüler dann noch die Ausrüstung der Polizei anschauen und auch einmal anlegen. Auch dabei stellten sie noch viele Fragen: „Wann braucht man so eine schwere Weste?“ oder „Wie ist es, bei einer Demo zu sein und so etwas zu tragen?“

Die Veranstaltung stieß bei allen Beteiligten auf große Zustimmung und bot eine gute Gelegenheit, Vorurteile abzubauen, Verständnis füreinander zu schaffen und den respektvollen Umgang zu stärken.

Hintergrund zu den Dialogformaten

Die Hessische Landesregierung hat die Veranstaltungsreihe „Cops im Dialog – Polizei und Schulen im Austausch“ als Teil ihres Respekt-Pakets ins Leben gerufen. Dieses umfasst Maßnahmen zur Bekämpfung der zunehmenden Gewalt gegen Einsatzkräfte.

Diese Dialogformate zwischen Schülern und Polizei sollen dazu beitragen, die Arbeit der Polizei jungen Menschen näherzubringen und für das Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte insgesamt zu sensibilisieren, denn Einsatz verdient Respekt.

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Freitag, 26 Juni 2026 03:30

Gemeinde Vöhl warnt vor Waldbränden

VÖHL. Aufgrund der hohen Zahl von Waldbränden in letzter Zeit weist die Gemeinde Vöhl auf wichtige Verhaltensregeln zur Vermeidung weiterer Brände hin. Aus dem Rathaus wird gebeten, die Hinweise zu beachten.

Verhalten zum Vermeiden von Waldbränden

Offenes Feuer in Wäldern ist verboten. Das gilt auch für Grillfeuer. Genutzt werden dürfen nur ausgewiesene Grillplätze.

Ebenso ist es grundsätzlich nicht erlaubt, in den Wäldern zu rauchen. Brennende Zigaretten dürfen nicht aus dem Autofenster geworfen werden.

Bei Ausflügen in die Natur sollen nur ausgewiesene Parkplätze genutzt werden. Trockene Grasflächen unter Fahrzeugen können sich durch heiße Katalysatoren und Auspuffrohre entzünden.

Auch Flaschen dürfen nicht in Wald und Flur weggeworfen werden. Glasscherben oder Flaschensplitter können wie ein Brennglas wirken und ein Feuer auslösen.

Zufahrten zu Wäldern müssen freigehalten werden. Sie sind wichtige Feuerwehrzufahrten und Rettungswege für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und anderer Hilfsdienste. Park- und Halteverbote sind unbedingt zu beachten.

Entstehende Feuer sollten nur dann selbst gelöscht werden, wenn dabei keine eigene Gefahr besteht. Brände oder Rauchentwicklungen müssen sofort über die Notrufnummer 112 gemeldet werden.

Wenn möglich, sollte bei der Abgabe des Notrufs die Nummer des nahegelegenen Rettungspunktes mit angegeben werden. Dadurch können die Einsatzkräfte wesentlich schneller an der Einsatzstelle eintreffen.

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Freitag, 26 Juni 2026 03:09

Feuerwehren löschen Wiesenbrand

VÖHL. Flammen auf einer Wiesenfläche am Waldrand haben im Ortsteil Herzhausen einen Einsatz mehrerer Feuerwehren der Nationalparkgemeinde ausgelöst. Betroffen war ein Bereich oberhalb der Ederseeschule.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Donnerstag um 14.37 Uhr mit dem Stichwort „F WALD 1“ nach Herzhausen. Da der Brandherd zunächst nicht genau lokalisiert werden konnte, wurde die Einsatzstelle mit einer Drohne und einer Wärmebildkamera gesucht.

Schließlich wurde eine brennende Wiesenfläche von rund 50 bis 100 Quadratmetern festgestellt. Sie befand sich angrenzend zum Wald. Das Feuer wurde mit Wasser aus den wasserführenden Fahrzeugen der Feuerwehr gelöscht.

In Handarbeit wurde die Wiese zum Waldrand hin aufgehackt. Anschließend wurde die Brandstelle an die Polizei übergeben.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Herzhausen, Buchenberg, Kirchlotheim, Thalitter und Schmittlotheim sowie die Polizei Korbach.

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