LEIMSTRUTH. Für eine stundenlange Behinderung sorgte am Mittwochabend der technische Defekt eines Schwertransportfahrzeuges auf der B 62 zwischen Holzhausen und Leimstruth. Bei dem mit Windradflügeltransporten befassten Selbstfahrer löste sich ein Hydraulikschlauch und Öl ergoss sich auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern über die Fahrbahnen der B62 und auch der B 480 am Abzweig nach Weidenhausen. Da die hauptsächliche Ölspur zwei Kommunengebiete betraf, wurden sowohl die Leiter der Feuerwehren aus Bad Laasphe und Erndtebrück alarmiert, um die Ölspur in Augenschein zu nehmen und weitere Maßnahmen einzuleiten. Zur Reinigung der Fahrbahn wurde eine Spezialfirma beauftragt. „Diese Firma hat es lieber, wenn die Ölspur nicht vorbehandelt wurde, dann kann das Spezialfahrzeug das Öl besser aufnehmen“, erklärte Dirk Höbener von der Bad Laaspher Feuerwehr. Deshalb beschränkten sich die Arbeiten der Feuerwehr auf das Absperren und Absichern der Gefahrenstelle. Von Erndtebrücks Leiter der Feuerwehr, Michael Dellori wurde veranlasst, dass seine Kameraden noch Warnschilder aufstellen, um die Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Bis zum Eintreffen der Reinigungsfirma wurde die Straße dann von der Schwertransportfirma abgesperrt. Der defekte Selbstfahrer wurde auf einem Parkplatz kurz vor Holzhausen zwischengeparkt.
BERGHUSEN. Dem umsichtigen und besonnenen Handeln der Belegschaft der Firma Bikar Metalle ist es zu verdanken, dass ein Brand in einer Halle am späten Mittwochabend vergleichsweise glimpflich ausging. Brandschutzkonzept und Verhalten der Mitarbeiter haben funktioniert.
Wie Mike Radenbach, Einsatzleiter der Feuerwehr, vor Ort mitteilte, waren die Feuerwehren aus Berghausen, Raumland und Bad Berleburg, sowie der DRK Rettungsdienst Bad Berleburg und die Polizei am Abend gegen 21:30 Uhr mit dem Stichwort „Feuer 4 Hallenbrand“ in das Industriegebiet zwischen Raumland und Berghausen alarmiert worden. Im Werk 2 war es in einer Halle zum Brand einer Maschine gekommen. „Die betroffene Maschine schneidet Aluminium“, erklärte Mike Radenbach. Diese habe plötzlich in Vollbrand gestanden, die Ursache dazu werde noch ermittelt. Sofort haben die Mitarbeiter mit Löscharbeiten begonnen und parallel den Notruf abgesetzt. Auch die Brandmeldeanlage des Gebäudes hatte einen Alarm bei der Feuerwehr ausgelöst. Unmittelbar nach der Brandbekämpfung hatten sich alle Mitarbeiter ins Freie begeben. „Als die Feuerwehr ankam, war bereits niemand mehr im Gebäude“, lobte Mike Radenbach das erstklassige Verhalten der Belegschaft. Die Mitarbeiter werden vom Betrieb regelmäßig im Verhalten bei Notfällen geschult und trainiert. „Darauf wird hier sehr großer Wert gelegt“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens.
Die Löschgruppen Raumland und Berghausen nahmen unter schwerem Atemschutz einen Erstangriff vor, anschließend kontrollierten die Feuerwehren die Maschine unter schwerem Atemschutz mehrfach mit der Wärmebildkamera. Nachdem keine Gefahr mehr bestand, konnte der Einsatz beendet werden. Verletzt wurde niemand, der DRK Rettungsdienst konnte nach der Bereitstellung wieder zur Wache fahren. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei übernommen. Der entstandene Sachschaden stand zunächst noch nicht fest.
HATZFELD. Bei einem Zimmerbrand im Dachgeschoss eines Wohnhauses in der Hatzfelder Bergstraße ist am Mittwochmorgen ein Bewohner mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Zuvor hatte der Hausbesitzer versucht, die Flammen, die im Büro des Hauses aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen waren, mit Feuerlöschern zu löschen. Nach Auskunft der Feuerwehr habe der Mann dabei zwar eine Maske getragen, diese habe aber nicht dazu geführt, dass er keinen Rauch mehr einatmet. „Wir mussten nicht mehr viel löschen. Das Feuer war im Prinzip aus, als wir ankamen“, berichten der stellvertretende Stadtbrandinspektor René Döpp und Dirk Riedesel von der Feuerwehr Hatzfeld. Die Kameraden brachten kokelnde Gegenstände unter schwerem Atemschutz ins Freie, um sie vor dem Haus abzulöschen. Im Anschluss kam ein Lüfter zum Einsatz, um das Haus vom Rauch zu befreien. Dennoch war das Haus am Morgen zunächst unbewohnbar und es wurde eine Unterkunft für die Hausbewohner organisiert. Glück im Unglück: Ein Übergreifen der Flammen konnte verhindert werden und die übrigen Hausbewohner, darunter auch mehrere Kinder, blieben unverletzt. Im Einsatz war die Feuerwehr der gesamten Stadt Hatzfeld, die Drehleiter aus Battenberg, Rettungsdienst, Notarzt und Polizei. Die Brandursache stand zunächst noch nicht fest, die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Bergstraße in Hatzfeld war während des Einsatzes gesperrt.
ELSOFF. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagnachmittag in der Elsoffer Ortsmitte. Eine junge Motorradfahrerin fuhr dabei auf der Spur des Gegenverkehrs und wurde von einem Traktor erfasst. Die junge Frau wurde unter dem linken Hinterrad des Traktors eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.
Wie die Polizei mitteilte, war die 17-jährige Elsofferin mit ihrem Motorrad auf der Brückenstraße in Richtung Sportplatz unterwegs. Im Bereich einer Kurve fuhr sie auf der Gegenfahrbahn und wurde von einem entgegenkommenden Traktor erfasst, der von einem 16-jährigen Jungen gesteuert wurde. Bei dem Unfall wurde die Verursacherin mit dem Bein unter dem linken Hinterrad eingeklemmt, das Motorrad kam zum Liegen. Die Feuerwehren aus Elsoff, Alertshausen, Arfeld und Bad Berleburg kamen zur Rettung der eingeklemmten Frau und zur Sicherstellung des Brandschutzes zum Einsatz. Wie Einsatzleiter Maik Radenbach vor Ort erklärte, haben die Feuerwehrkameraden mit hydraulischem Hebesatz den Traktor angehoben und die junge Frau unter dem Reifen heraus gerettet. „Zuvor wurde die Patientin vom Rettungsdienst und Notarzt mit Medikamenten versorgt und untersucht“, erklärte Maik Radenbach.
Zwischenzeitlich war auch der Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“ in unmittelbarer Nähe auf dem Sportplatz gelandet, der die junge Frau nach der Versorgung in die Marburger Uniklink geflogen hat.
Ein besonderes Lob der Einsatzkräfte richtet sich an die Elsoffer Bürger, die sich die Porsche-Oldtimer angesehen haben, die zum Unfallzeitpunkt durch Elsoff fuhren. „Die Bürger an der Straße haben uns und den weiteren Einsatzfahrzeugen alle an den Kreuzungen den Weg gewiesen, wo wir hinfahren mussten. Das war überragend!“, lobte die Polizei die Hilfe vor Ort.
BIRKENBRINGHAUSEN. Am Freitagmorgen kam es zu einem Brandgeschehen in Birkenbringhausen. Dabei wurde ein Haus in der Hainstraße vorübergehend unbewohnbar, verletzt wurde niemand.
Wie Feuerwehreinsatzleiter Daniel Ayora Escandell vor Ort berichtete, waren die Feuerwehren der Gemeinde Burgwald um 07:26 Uhr zu einem Dachstuhlbrand eines Bauernhauses alarmiert worden. Vor Ort stellte sich die Lage etwas anders dar: „Im Badezimmer war es zum Brand eines Lüfters gekommen, der in eine Zwischendecke reichte. Es gab starke Verrauchng“, erklärt Daniel Ayora Escandell. Bevor die rund 52 Feuerwehrleute mit den eigentlichen Löscharbeiten beginnen konnten, mussten sie zunächst den Lüfter frei räumen und eine Großzahl an Kleidersäcken weg räumen und ins Freie befördern. „Die fingen dort auch immer wieder an zu brennen“, beschrieb der Einsatzleiter die schwierige Situation. Nach dem Ausräumen haben die Kameraden die Flammen im Spitz- und Zwischenboden gelöscht und konnte so nach einer Stunde „Feuer aus“ melden. Im Einsatz waren die Einheiten aus Burgwald, Bottendorf, Birkenbringhausen, Wiesenfeld und Ernsthausen. Außerdem waren ein DRK Rettungswagen aus Frankenberg und die Polizei vor Ort im Einsatz.
Nach der massiven Verrauchung sei das Haus zunächst nicht mehr bewohnbar, hieß es vor Ort. Der Hausbewohner, der die Einsatzkräfte selbst alarmiert und sich dann ins Freie begeben hatte, fand eine vorübergehende Unterkunft. Die Höhe des genauen Sachschadens stand zunächst nicht fest.
BAD BERLEBURG. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag auf der Astenbergstraße in Höhe des Abzweiges Herrenwiese. Wie die Polizei berichtete, war ein Senior mit seinem E-Bike auf dem Radweg von Wemlighausen in Richtung Bad Berleburg unterwegs. Zur selben Zeit wollte ein BMW Fahrer die Herrenwiese in Richtung Wemlighausen verlassen. Er übersah dabei offenbar den vorfahrtberechtigten Senior. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß.
Der Radfahrer erlitt dabei schwere Verletzungen und musste im Anschluss an die Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Der BMW Fahrer blieb körperlich unverletzt. Er konnte seine Fahrt später fortsetzen.
RAUMLAND. Unüberlegter Leichtsinn hat zu einem Brand in einem entlegenen Waldstück im Bereich der Hörre bei Raumland geführt. Durch einen Einmalgrill, der mitten im Wald benutzt und stehen gelassen wurde, geriet eine angrenzende Waldfläche in Brand. Vermutlich war der Grill nicht richtig abgelöscht worden und durch Wind und Funkenflug war es zur Entzündung der trockenen Vegetation gekommen. Daran hatte auch der gestrige Regen nichts geändert – die Böden sind immer noch staubtrocken und ein Grillen im Wald, was ohnehin verboten ist, stellt ein unabschätzbares Risiko dar.
Ein Mitarbeiter des gegenüberliegenden Steinbruchs, der selbst in der Feuerwehr Raumland aktiv ist, hatte mit seinen Kollegen den Brand bemerkt, Rauch und offene Flammen gesehen. Daraufhin wurden die Feuerwehr Raumland und das MLF aus Bad Berleburg, das vornehmlich für den Einsatz in bewaldeten Gebieten und Flächenbränden angeschafft wurde, alarmiert. Zunächst waren die Kameraden von einem Brand an der Kläranlage in Raumland ausgegangen. Dort hatten sie jedoch keine Feststellungen und fuhren dann in Richtung Hörre. Von der Hörre aus lag der Brand in einem abschüssigen Tal, zu dem kein richtiger Weg führte. Mit dem geländegängigen Unimog der Löschgruppe Raumland, der als Tanklöschfahrzeug auch 1800 Liter Löschwasser mitführt, konnte die Brandstelle dennoch schnell erreicht werden. Mit dem am Fahrzeug vorhandenen Schnellangriffsystem, das sofortige Löschangriffe ohne Verlegen von Schlauchleitungen ermöglicht, konnte der Brand auch an dieser entlegenen Stelle innerhalb weniger Minuten eingedämmt werden. Kein anderes Feuerwehrfahrzeug, vor allem mit nennenswerten Mengen Löschwasser, konnte die Einsatzstelle aufgrund des unwegsamen Geländes zeitnah erreichen. Dennoch soll der Unimog Ende des Jahres außer Dienst gestellt werden.
Mithilfe einer Schlauchverbindung konnte das TSF der Löschgruppe noch dazu genutzt werden, den Unimog mit weiterem Löschwasser einzuspeisen. Die Kameraden löschten die brennende Fläche schnell ab und legten dann einen Schaumteppich über die abgelöschte Stelle. Nach Kontrolle mit der Wärmebildkamera waren weitere Nachlöscharbeiten erforderlich. Dazu musste der Unimog das einige hundert Meter entfernt stehende MLF an der Hörre ansteuern, um neues Löschwasser aufzunehmen. Für das Raumländer Urgestein kein Problem, die steilen Hänge zum MLF zu überwinden. Nachdem neues Löschwasser an Bord war, ging es wieder zur entlegenen Einsatzstelle und es erfolgten weitere Nachlöscharbeiten und ein erneuter Schaumteppich. Auch der Grill wurde von einem Schaumteppich bedeckt. Die Brandstelle befand sich im Revier der Wittgenstein Berleburg`schen Rentkammer. So ließ es sich der zuständige Revierleiter, Hendrik Engelhard, nicht nehmen, den Feuerwehrleuten im Anschluss an den Einsatz mit Wildbratwürsten ein Dankeschön auszurichten. Die Wittgenstein Berleburg´sche Rentkammer ist den Feuerwehren ohnehin stets sehr gut gesonnen: So fanden die Fototermine für das 150 jährige Jubiläum des Löschzuges Bad Berleburg im Schlosshof statt, Prinz Gustav zu Sayn Wittgenstein Berleburg übernahm zudem die Schirmherrschaft und einen Großteil der Verpflegung der Festveranstaltung. Regelmäßig dürfen Übungen, Fahrübungen, oder Fortbildungsveranstaltungen der Einsatzkräfte in den Berleburger Revieren stattfinden und auch Schloss Berleburg darf von den Feuerwehren immer wieder als Übungsobjekt genutzt werden.
Nach rund anderthalb Stunden war der Einsatz an der Hörre beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Grillen im Wald aufgenommen. Etwaige Zeugen, Mitwisser, oder die Griller selbst, werden gebeten sich bei der Polizei Bad Berleburg, unter 02751-9090 zu melden. Ein Zugang zu der Grillstelle dürfte vermutlich über die geteerten Wege hinter der Kläranlage und dem landwirtschaftlichen Anwesen am Ederauenradweg erfolgt sein.
GIRKHAUSEN. Einen schwierigen Einsatz im Wald gab es am Sonntagabend kurz vor Einbruch der Dunkelheit für den DRK Rettungsdienst Bad Berleburg, den Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“ und die Polizei. Eine Frau war mit ihrem E-Bike schwer gestürzt und konnte noch selbst einen Notruf absetzen – mehr jedoch nicht mehr. Sie wurde zunächst in der Nähe eines Rettungspunktes festgestellt, der dann an die Rettungskräfte übermittelt wurde. Aus der Luft suchte der Rettungshubschrauber die Patientin, während eine Polizeistreife und ein Rettungswagen über die Waldwege den Weg zum Unfallort suchten. Aufgrund der sehr exponierten Lage geriet die Navigationstechnik an ihre Grenzen. „Manche Wege und Stellen sind so exponiert, dass sie von der Technik nicht erfasst werden können. Viele Trails von Radfahrern haben sich binnen kürzester Zeit entwickelt und sind dahingehend einfach noch nicht erschlossen“, erklärt Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister und Amtsleiter für Rettungsdienst, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz beim Kreis Siegen Wittgenstein. Er lobte zugleich das Vorgehen seiner Kollegen: „Da ist dann menschlich sofort richtig reagiert worden“. Die Disponenten der Rettungsleitstelle standen während der gesamten Anfahrt im telefonischen Kontakt mit der Patientin. Unter Zuhilfenahme des Martinhorn vom Rettungswagen sollte die Patientin hören, ob sie das Horn wahrnimmt, ob es näher kommt, oder sich entfernt. Nach kurzer Zeit konnte die Patientin den Rettungshubschrauber hören, der genau über ihr kreiste. Die Patientin lag auf einem Waldweg, unter dicken Bäumen. Parallel zum Telefonat lief auch die Ortung des Handys, die den Standort bestätigte.
So gelang es den Rettungskräften, die Unfallstelle ausfindig zu machen. Der Pilot setzte seinen Rettungshubschrauber dazu mit einer Kufe im steilen Gelände auf, um die medizinische Besatzung aussteigen zu lassen und suchte danach einen geeigneten Landeplatz in der Nähe der Unfallstelle. Die Schwierigkeit waren dabei die extrem steilen Wiesen, in denen der Hubschrauber mit den Rotorblättern sehr nah an den Boden kommt. Trotz der starken Hangneigung konnte der Pilot seine Maschine aber in der Nähe der Unfallstelle, unweit eines Tals am so genannten Klebebach, abstellen. Nach der Versorgung vor Ort wurde die Patientin mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen. Die Polizei transportierte das E-Bike und die persönlichen Gegenstände der verunfallten Frau ab.
ARFELD. Auf der kurvenreichen, engen Strecke der L903 zwischen Arfeld und Richstein kam es am Freitagabend erneut zu einem Motorradunfall. Dabei kam eine 18-jährige Frau zu Fall und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden.
Nach Auskunft der Polizei vor Ort war die junge Frau am Freitagabend allein mit ihrem Motorrad von Richstein in Richtung Arfeld unterwegs. In einer Kurve rutschte ihr – vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers – das Hinterrad weg und die junge Frau landete in einem Flutgraben neben einer Wiese. Zwei junge Ersthelfer, die unmittelbar hinter der Frau unterwegs waren, leisteten sofort Erste Hilfe. Das Verhalten der beiden jungen Männer und auch der Motorradfahrerin lobten die Polizeibeamten ganz besonders: „Das waren super Ersthelfer!“, machten die Polizisten vor Ort deutlich. Nicht nur die Erstversorgung hatten die jungen Fahrer übernommen. Sie halfen auch der Rettungswagenbesatzung vor Ort und waren schließlich auch behilflich, die Frau aus dem unwegsamen Gelände zum Rettungswagen zu bringen. Im Anschluss schilderten beide der Polizei ihre Beobachtungen zum Unfallhergang. „Auch die Motorradfahrerin hat sich vorbildlich verhalten und ist nach dem Unfall nicht gleich aufgestanden, sondern bewusst liegen geblieben“, waren die Polizeibeamten voll des Lobes.
Zur weiteren Untersuchung und Versorgung wurde die Frau ins Krankenhaus nach Bad Berleburg gebracht. Die L903 blieb im Bereich der Unfallstelle voll gesperrt.
WEIDENHAUSEN. Glückliches Ende einer Vermisstensuche am späten Donnerstagabend in Weidenhausen. Nach mehreren Stunden konnte ein 13-jähriger Junge gefunden werden. Der Polizeihubschrauber „Hummel 5“ aus Dortmund, ein Großaufgebot an Polizeikräften aus dem gesamten Kreisgebiet, ein Mantrailer der Rettungshundestaffel des DRK Siegen-Wittgenstein, sowie rund 40 Feuerwehrleute aus Weidenhausen, Hemschlar, Rinthe, Berghausen und Arfeld waren am Einsatz beteiligt. Gefunden wurde der vermisste Junge letztlich von einem Jäger.
Gegen 20:20 Uhr lief der Einsatz für die Polizei an. Es wurde mitgeteilt, dass ein 13-jähriger Junge aus einer Jugendgruppe vermisst werde. Zuvor, so die Polizei, sei es zu einem Streit zwischen dem Jungen und einem der Betreuer gekommen, woraufhin der Junge schließlich davon gelaufen sei.
Besonders heikel: Die Jugendgruppe kam nicht aus Wittgenstein. Sie war aus Duisburg im Rahmen eines Ausfluges in Wittgenstein unterwegs und hatte in der Weidenhäuser Mühle übernachtet. Der Junge kannte sich also in den weitläufigen Waldgebieten rund um die Weidenhäuser Mühle nicht aus.
Die Polizei richtete im Feuerwehrgerätehaus Weidenhausen ihre Kräftesammelstelle und Einsatzleitung vor Ort ein. Parallel dazu wurde die Feuerwehr zur Amtshilfe alarmiert. Ebenso erhielt der Polizeihubschrauber „Hummel 5“ von der Polizeifliegerstaffel NRW aus Dortmund seinen Einsatzbefehl nach Wittgenstein. Mittels Wärmebildkamera kann der Hubschrauber innerhalb kürzester Zeit Kalamitätsflächen und Wiesen absuchen und erkennt bereits kleine Temperaturunterschiede und auch menschliche Konturen trotz völliger Dunkelheit. Im Falle eines Fundes kann die Hubschrauberbesatzung Streifenwagen per Funk zum Fundort dirigieren und je nach Situation die Fundstelle auch mit einem Suchscheinwerfer anzeigen.
Weiterhin kam ein Mantrailer mit einer Hundeführerin und einer Helferin des DRK Siegen-Wittgenstein zum Einsatz. Diese speziell ausgebildeten Hunde können mit einem Geruchsträger die Witterung eines Menschen aufnehmen und dessen Spur dann – geführt an einer langen Leine – auch über Stunden noch exakt nachverfolgen. Dabei wurde das Team von ortskundigen Polizeibeamten der Bad Berleburger Wache begleitet. Im Falle eines Fundes können Hundeführerin und Helfer ohne Hund bei Bedarf auch eine medizinische Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicherstellen. Der Mantrailer kam zunächst an der Weidenhäuser Mühle zum Einsatz, wo der Junge mit seiner Gruppe untergebracht war. Dazu musste die B480 zeitweise durch zwei nebeneinander fahrende Polizeiwagen zum Schutz der Einsatzkräfte blockiert werden. Der Polizeihubschrauber überflog zeitgleich die weitere Umgebung mit der Wärmebildkamera. Streifenwagen waren in der näheren Umgebung unterwegs. Die Feuerwehr bereitete Suchtrupps am Gerätehaus vor und die Kameraden der Löschgruppe Arfeld stellten mit ihrem ELW 2 die nötige Infrastruktur hinsichtlich des Funkverkehrs und der Einsatzleitung zur Verfügung.
Während diese Einsatzmaßnahmen auf Hochtouren liefen, war wenige Kilometer weiter, im Kilbe Windpark bei Berghausen ein Jäger im Revier unterwegs, als er plötzlich Hilferufe wahrnahm. Der Jäger konnte den Jungen dann wohlbehalten in seinem Revier aufgreifen und die Einsatzkräfte verständigen. Der Junge wurde vom DRK Rettungsdienst aus Erndtebrück medizinisch untersucht, war aber glücklicherweise unverletzt. Der Einsatz konnte um kurz nach 23 Uhr mit glücklichem Ende abgeschlossen werden.