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GIRKHAUSEN. Spektakulärer Verkehrsunfall am späten Montagnachmittag in Girkhausen. Dort war auf der L 721 in Höhe des Sportplatzes ein Pkw, der aus Richtung Bad Berleburg kam, gegen einen Baum am rechten Fahrbahnrand geprallt. Anschließend war der 49-jährige Fahrer des Wagens zu Fuß von der Unfallstelle geflüchtet. Eine Zeugin, die kurz nach dem Unfall vorbei gekommen war, hatte angegeben, der Mann sei etwas orientierungslos ins Feld gelaufen.

Die Feuerwehren aus Schüllar-Wemlighausen und Girkhausen wurden alarmiert, um nach dem Mann zu suchen. Die Polizei war ebenfalls in Suchmaßnahmen eingebunden, in Dortmund machte sich dazu ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera auf den Weg.

Mehrere Streifenwagen wurden zum Girkhäuser Ortseingang beordert. Die Kameraden der Löschgruppe Girkhausen konnten den Mann, der sich in einem Hochsitz in einem Seitental versteckt hielt, schließlich noch vor Eintreffen des Hubschraubers ausfindig machen und an den ebenfalls alarmierten DRK Rettungsdienst übergeben. Der Mann wurde dann untersucht und von der Polizei befragt. Der Mann wurde mit dem Rettungswagen, der von der Polizei begleitet wurde, ins Bad Berleburger Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat die Ermittlungen nach weiteren Straftaten, die in Zusammenhang mit der Unfallursache stehen könnten, aufgenommen. Der blaue Ford Focus des Mannes wurde total zerstört und musste abgeschleppt werden. Der Verkehr wurde einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet.

Publiziert in SI Feuerwehr

GIRKHAUSEN. Mehr als glimpflich endete ein Sekundenschlaf eines 56-jährigen Mannes am Freitagnachmittag. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann auf der L721 kurz vor dem Girkhäuser Sportplatz eingenickt und dabei auf die Gegenfahrbahn geraten.

Ein 44-jähriger Mann, der die Landstraße mit seinem Beetle in Richtung Dödesberg befuhr, wich noch in den Grünstreifen aus, es kam aber trotzdem zum Zusammenstoß. Dabei wurden beide Autos zerstört, der Wagen des Verursachers drehte sich um nahezu 180 Grad und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Die beiden Männer wurden nach Polizeiangaben vor Ort durch die Besatzung eines Rettungswagens untersucht, konnten aber beide unverletzt vor Ort verbleiben.

Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt, der Verkehr konnte einspurig an der Unfallstelle vorbei fahren.  

Publiziert in SI Polizei
Dienstag, 11 Juni 2019 18:03

Pfingstübung in Girkhausen

GIRKHAUSEN. Pfingstmontag, morgens um acht Uhr - die Sirenen heulen im ganzen Ort. Zum Glück kein Ernstfall. Viele der Bewohner in Girkhausen wissen, dass die traditionelle Pfingstübung der Feuerwehr stattfindet. Feuerwehren aus dem Altkreis Wittgenstein und dem benachbarten Hochsauerlandkreis üben dort einmal jährlich für den Ernstfall.

Um acht Uhr begann die Übung. Die Feuerwehren, die teilgenommen haben, waren um kurz vor dem Beginn alle bereits rund um Girkhausen verteilt und rückten von ihren Bereitstellungsräumen zu den Einsatzszenarien aus. Bei der Übung beteiligt waren die Einheiten aus Girkhausen, Schüllar-Wemlighausen, Berghausen, Raumland, Dotzlar, Weidenhausen, Hemschlar, Aue-Wingeshausen, Bad Laasphe, Langewiese, sowie Züschen mit 105 Einsatzkräften. Mitglieder der Jugendfeuerwehr konnten sich als Verletztendarsteller in das Geschehen mit einbringen. Im ganzen Ort verteilt wurden verschiedene, individuelle Szenarien geprobt. Es kam zu einem Brand in einer Sägehalle mit Brandausbreitung in eine weitere Halle. Für die Brandbekämpfung wurden zwei Wasserentnahmepunkte in der Odeborn errichtet, sowie mehrere hundert Meter Schlauchleitung gelegt. Zu dem Gebäudebrand wurde in der näheren Umgebung noch das Löschen von Flächenbränden geübt. Zudem wurden zwei technische Hilfeleistungen mit Personenrettung abgearbeitet.

Nach rund einer Stunde konnten die Feuerwehren die Übung beenden. Gegen 10:30 Uhr fand der Feldgottesdienst an der Schützenhalle statt mit anschließendem Frühshoppenkonzert und Eintopfessen.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Firma Holz-Harth, die das Sägewerk, sowie eine Fahrzeughalle für die Übung bereitgestellt hat. (Quelle: U. Wahle/112-Magazin)

 

Publiziert in SI Feuerwehr
Samstag, 23 März 2019 13:59

Nächtlicher Hubschraubereinsatz in Girkhausen

GIRKHAUSEN.

Bereits am Dienstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Girkhausen auf den Plan gerufen, um den Sportplatz am Ortsrand am frühen Abend auszuleuchten. Grund: Der Hubschrauber „Christoph Gießen“ der Johanniter Luftrettung war auf dem Weg in das Dörfchen an der Odeborn.

Bereits im Vorfeld waren Rettungswagen und Notarzt der DRK Rettungswache Bad Berleburg zu einem medizinischen Notfall nach Girkhausen alarmiert worden. Der Notarzt und die Notfallsanitäter vor Ort ordneten für den Patienten den schnellen und schonenden Hubschraubertransport an.

Noch während der Versorgung an der Notfallstelle wurde der Hubschrauber alarmiert und machte sich bereits währenddessen auf den Weg nach Girkhausen. Nach der Versorgung vor Ort wurde der Patient mit dem Rettungswagen zum Sportplatz gebracht und währenddessen weiterhin vom Notarzt und dem Rettungsteam betreut.

Den Sportplatz hatten die 12 Feuerwehrkameraden, die von der Löschgruppe Girkhausen angerückt waren, zu dieser Zeit bereits komplett ausgeleuchtet. Neben Stativen mit Flutlichstrahlern kam dazu auch der Lichtmas des Tanklöschfahrzeuges zum Einsatz. Die Kameraden kümmerten sich außerdem darum, dass eine Schranke an der Sportplatzeinfahrt geöffnet wurde und niemand der Einsatzstelle zu nahe kam.

Nach einer kurzen Übergabe wurde der Patient in den Hubschrauber verbracht und zur Uniklinik Marburg geflogen.

Publiziert in SI Retter
Freitag, 13 Juli 2018 00:30

Geländer durchbrochen und in Wald geflogen

HOHELEYE. Zu einem spektakulären Verkehrsunfall wurden die Feuerwehren aus Langewiese, Neuastenberg und Winterberg, sowie Rettungsdienst und Polizei am späten Donnerstagabend auf die K 52 zwischen Hoheleye und Girkhausen alarmiert.

Dort war ein Mann mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen, hatte ein Geländer durchbrochen und war rund 50 Meter in ein angrenzendes, abschüssiges Waldstück gestürzt. Dabei drehte sich sein Wagen um 180 Grad und blieb total zerstört stehen.

Wie durch ein Wunder wurde der Mann dabei offenbar nur leicht verletzt und konnte sich selbst aus dem Auto befreien. Der Unfallfahrer wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Wie die Polizei mitteilte, war der Mann aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg mit seinem Pkw aus Richtung Girkhausen gekommen und in Richtung Hoheleye unterwegs. Warum er auf die Gegenfahrbahn geriet und dort das Geländer durchbrach, ist bisher noch unklar.

Die Feuerwehren aus Langewiese und Neuastenberg leuchteten die Einsatzstelle aus, sicherten die Rettungsarbeiten ab und klemmten die Batterie des Unfallwagens ab.

Die Wärmebildkamera des Löschzuges Winterberg wurde im Anschluss nachgefordert, um sicher zu gehen, dass kein weiterer Insasse im Auto war und jetzt im Wald liegt. Hierbei konnten die Feuerwehrkameraden zum Glück schnell Entwarnung geben.

Nach rund einer Stunde war der Einsatz beendet. Der total zerstörte Wagen soll bei Tageslicht geborgen werden.

Publiziert in HSK Feuerwehr

GIRKHAUSEN. Am frühen Dienstagmorgen  gegen 1 Uhr mussten Feuerwehr und Polizei zum Brand eines Hauses in Girkhausen ausrücken.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte in der Straße "In der Dell" stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr, die mit Löschzügen aus Girkhausen und den umliegenden Gemeinden im Einsatz war, konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Die beiden 46 und 49 Jahre alten Bewohner des Hauses zogen sich bei dem Brand leichte Verletzungen zu und wurden daraufhin beide ins Krankenhaus gebracht.

Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Erkenntnissen auf 150.000 Euro. Die Ermittlungen der Bad Berleburger Kriminalpolizei zur Brandursache dauern noch an. (ots/r)

Ausführlicher Bericht und Fotostrecke siehe:

http://112-magazin.de/meldungen-aus-der-region/feuerwehr/item/26227-zwei-verletzte-bei-dachstuhlbrand

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Publiziert in SI Polizei
Dienstag, 19 Juni 2018 10:47

Zwei Verletzte bei Dachstuhlbrand

GIRKHAUSEN. Hoher Sachschaden und zwei Verletzte Hausbewohner sind die Bilanz eines Dachstuhlbrandes, der sich in der Nacht zum Dienstag in Girkhausen ereignete. Gegen kurz nach ein Uhr wurde ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zur Einsatzstelle beordert.

Das Besondere: Nahezu parallel war es zu einem Einsatz an der Bad Berleburger Heliosklinik gekommen, weil dort vom Personal Brandgeruch wahrgenommen worden war. Dieser Einsatz entpuppte sich jedoch zum Glück schnell als Fehleinsatz. Wenige Minuten, nachdem die Feuerwehr am Krankenhaus eingetroffen war, erfolgte der Alarm für Girkhausen, so dass die Kameraden vom Krankenhaus direkt zur neuen Einsatzadresse ausrückten. „Das HLF des Löschzuges 1 und das Tanklöschfahrzeug aus Raumland stellen derzeit den Grundschutz in der Stadt sicher, da die Kernstadt jetzt fast leer ist“, erklärte Einsatzleiter Klaus Langenberg in Girkhausen.

Er und seine Kameraden aus Bad Berleburg, Girkhausen, Schüllar-Wemlighausen, Berghausen, Diedenshausen und Bad Laasphe fanden in der Straße „In der Dell“ einen Brand im Dachgeschoss eines Wohnhauses vor. Die Flammen hatten sich einen Weg durch die Dachhaut gefressen und es brannte im Dachgeschoss komplett. Von der Bad Berleburger Drehleiter aus, von der rückwärtigen Seite des Wohnhauses und im Innenangriff hatten die Kameraden den Brand nach einigen Minuten unter Kontrolle und konnten ein Ausbreiten, sowie ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindern. Zwei Hausbewohner wurden vor dem Eintreffen der Feuerwehr bei dem Brand verletzt. „Ein Bewohner erlitt Verbrennungen, ein weitere eine Rauchvergiftung“, resümierte Klaus Langenberg. Beide Verletzten wurden mit den Rettungwagen der DRK Rettungswache Bad Berleburg und dem DRK Ortsverein Bad Laasphe in ein Krankenhaus gebracht.

Nicht einfach war die Löschwasserentnahme aus der Odeborn, da diese in der doch recht trockenen Zeit kaum Wasser führte. Hier half ein örtlicher LAndwirt aus, der mit seinem Trecker und dem Ladewagen Holzbohlen herbeischaffte, mit denen die Feuerwehrleute das Wasser anstauen konnten. Ansonsten hätten sie kein Löschwasser aus der Odeborn bekommen können. Trotz dieser schwierigen Lage schafften es die Feuerwehrleute, den Brand schnell einzudämmen. Nach den eigentlichen Löscharbeiten waren Kameraden unter Atemschutz im Gebäude im Einsatz, um Trümmerteile nach draußen zu werfen und letzte Glutnester, unter anderem in der Wärmedämmung, abzulöschen. Zur Brandursache und der genauen Höhe des Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden, die Kriminalpolizei ist am Dienstag vor Ort erschienen und hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Haus ist durch den Brandschaden zunächst unbewohnbar geworden.    

Publiziert in SI Feuerwehr

Unser Mitarbeiter Patrick Krause, selbst aktiver und begeisterter Feuerwehrmann hat heute für uns die tradtionelle Pfingstübung der Feuerwehr Girkhausen besucht. Seine dort gesammelten Eindrücke hat der begeisterte Fotograf und Texteschreiber uns sehr detailliert übermittelt. Um genau diese Eindrücke an Euch, liebe Leser, originalgetreu weiter zu geben, haben wir uns bewusst entschieden, den Bericht nicht zu kürzen, oder zu verändern.

Euch also nun viel Spaß beim Lesen des vor Ort-Berichts und dem Betrachten der Fotos von unserem Mitarbeiter Patrick Krause.

- Matthias Böhl, 112-Magazin -


GIRKHAUSEN. Es ist Pfingstmontag, viele Leute schlafen noch, da  Pfingstmontag ein Feiertag in der Bundesrepublik Deutschland ist. Nur wenige Leute müssen heute, an diesem Feiertag, arbeiten. Zum Beispiel Krankenschwester und Ärzte, so sind wir auch an einem Feiertag bestens medizinisch versorgt, falls uns etwas passieren sollte.
Bäcker und Mitarbeiter der Bäckerei, damit wir frische Brötchen am Frühstückstisch haben       Tankstellenmitarbeiter, damit wir damit wir unseren Feiertagsausflug mit dem Auto unternehmen können, Restaurant / Café -Betreiber und deren Mitarbeiter, damit wir nachmittags einen Kaffee und ein Stück Kuchen essen können, oder Mittags bzw. Abends gemeinsam mit der Familie Essen gehen zu können. Natürlich gibt es noch viele andere Berufe, die man hier aufzählen könnte. Zusammengefasst die meisten Leute schlafen noch im Wittgensteiner Land. Jedoch nicht in Girkhausen ! Viele der knapp 900 Dorfbewohner, egal ob Schüler, Arbeiter oder Rentner, waren bereits am frühen Morgen gegen 07:30 Uhr auf den Beinen, um sich den schönsten und besten Platz aussuchen, damit sie die Pfingstübung ihrer Orts eigenen Löschgruppe und den eingeladenen Löschgruppen aus Siegen – Wittgenstein und den benachbarten und angrenzenden Sauerland zu beschauen zu können.

Ebenfalls gegen 7:30 Uhr sammelten sich die teilnehmenden Feuerwehrkräfte am Sportplatz in Girkhausen, welcher Ortseingang kommend von Bad Berleburg befindet. Dort im so genannten Bereitstellungsraum haben sich alle teilnehmende Kräfte gesammelt.
Mittlerweile ist es 08:00 Uhr in der Früh in Girkhausen. Nun werden auch die letzten Bewohner Girkhausens geweckt, denn die immer noch funktionsfähige Sirene heult auf. Dies war der Alarm für die wartenden Einsatzkräfte, welche im Bereitstellungsraum am Sportplatz von Girkhausen warteten.
Nun ging es mit Blaulicht und Martinshorn über die Straße " In der Odeborn", L 721 in Richtung Ortsmitte Girkhausens. Einsatzadresse war der Schulze Hof, welcher sich auf halben Weg zwischen Abbiegung Hauptstraße (Girkhausen in Richtung Züschen / L 721) zur Skihütte liegt.
Am Schulze Hof angekommen stellten sich für die Kameraden und Kameradinnen folgende Aufgaben: Menschenrettung und Brandbekämpfung aus dem landwirtschaftlichen Anwesen, eine ABC – Lage unterhalb des Anwesen und die Wasserversorgung von der Odeborn bis hoch zum Schulze Hof aufzubauen, sowie eine Technische Hilfeleistung.

Für die Löschgruppen aus Girkhausen, Schüllar –Wemlighausen, Langewiese (Hochsauerlandkreis – HSK) und Raumland ging es darum, unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung in den Stall des Schulze Hofes vorzugehen und die vermissten Personen zu retten und anschließend die Brandbekämpfung einzuleiten. Voll ausgerüstet mit Umluft unabhängigem Atemschutzgerät, Axt, Leinen, C-Rohr, und der schweren, dicken flamm schützenden Feuerwehrkleidung ging es bei bereits 18 Grad Außentemperatur in den frühen Morgenstunden kriechend und in geduckter Haltung in den Stall vor. Die Menschenrettung wurde, trotz der Sichteinschränkung der Atemschutzmaske, ebenfalls durch eine Nebelmaschine erschwert, die den riesigen Stall vollkommen vernebelte. Jedoch konnten alle „Verletzten Personen“, die von der Jungendfeuerwehr Girkhausen dargestellt wurden, aus dem Stall gerettet werden. Anschließend konnte die Brandbekämpfung mit 7 C-Rohren im Innen- und Außenangriff vorgenommen werden. „So wurden über 38600 L Löschwasser verbraucht.“, hieß es von der Übungsleitung vor Ort.

Zum landwirtschaftlichen Anwesen, welches etwas abgelegen vom Dorf steht, musste eine mehrere hundert Meter lange Wegstrecke an Schläuchen verlegt werden, sodass genügend Löschwasser vor Ort war. In der Nähe befindet sich kein Löschteich, kein Bach, oder ähnliches, woraus über anderem Wege man hätte Löschwasser beziehen können. So blieb nur noch die durchs Dorf fließende Odeborn, für die Übungsteilnehmenden. Die Löschgruppe Girkhausen stellte ihr Löschgruppenfahrzeug zur Wasserentnahme aus der Odeborn an die so genannte „Schmeichelsbrücke“, die sich in der Nähe des ehemaligen Sägewerks Florin befindet. Innerhalb von gerade einmal 28 Minuten wurde eine stabile Wasserversorgung über mehrere hundert Meter bergauf von der Wasserentnahme an der Odeborn bis hoch auf dem Berg zum Schulze Hof aufgebaut.

Die lange Wegstrecke musste mehrmals durch tragbare, aber auch fest eingebaute Fahrzeugpumpen, die die Löschgruppe Dotzlar aufstellte, bzw. per Fahrzeug unterbrochen werden, damit der Wasserdruck in der gesamten Leitung stabil bleibt und oben auf dem Berg  am Unglücksort ankommt.

Ebenfalls hat sich unterhalb des landwirtschaftlichen Gestütes ein ABC Unfall ereignet, wo die Kameraden und Kameradinnen aus Aue-Wingeshausen sowie die Männer und Frauen aus Bad Laasphe mit ihrer Spezial - Komponente ABC (Atom - Biologie - Chemie) ihr Können zeigen und unter Beweis stellen konnten. Die ABC - Komponente kommt dann zum Einsatz, wenn eine größere Gefahr für Menschen, Tiere und oder Umwelt besteht. Aus einem verunfallten Transporter lief von der Ladefläche aus einem Kanister eine rötliche Flüssigkeit, zum Glück nur Wasser mit Lebensmittelfarbe eingefärbt, um den Übungseffekt zu verstärken. Das Fahrzeug war mit Gefahrgutkennzeichen markiert. Für die Kameraden und Kameradinnen der Löschzuge Bad Laasphe und Aue – Wingeshausen, die von der Löschgruppe Berghausen unterstützt wurden, kümmerten sich im Erstangriff darum, die verletzten Personen aus dem verunfallten Fahrzeug zu retten und zu betreuen. Im weiteren Verlauf musste eine Gasflasche aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Im Verlauf der Menschenrettung am Fahrzeug, rüsteten sich weitre Kameraden mit Chemikalien – Schutzanzügen (CSA) aus und sperrten den Unglücksort weiträumig ab. Unter Umluft unabhängigen Atemschutz, durch den CSA – Anzug auch körperlich von der Umwelt abgeschottet, ging ein erster Trupp vor und bestimmte die auslaufende Chemikalie.

Anschließend musste die Chemikalie auch wieder unter CSA – Anzügen geborgen werden. Die Löschgruppe aus Hemschlar musste mit schwerem Gerät eine unter einem Anhänger eingeklemmte Person retten. Das Tanklöschfahrzeug aus Bad Berleburg, welches einen rund 4000 Liter großen Löschwassertank besitzt, fuhr im Pendelverkehr Löschwasser von der Odeborn zum Einsatzort - Schulze Hof. Im Anschluss an die Übung berichtete uns René Marburger, welcher selbst in der Löschgruppe Girkhausen aktiv ist, dass er, als Übungsplanender, und Übungsleiter vollkommen zufrieden ist und er sich das Schadensereignis sowie die Durchführung so vorgestellt hat. Er betonte das große Dankeschön von seiten der Feuerwehr an die Bewohner des Schulze Hof, welche das Übungsobjekt zur Verfügung stellten. Im Anschluss an die Feuerwehrübung ging es gegen 10 Uhr zum Feldgottesdienst in die Schützenhalle Girkhausen. Ab ca. 11 Uhr begann die Ausgabe des selbst gemachten Erbseneintopfs der Löschgruppe Girkhausen, welche traditionell in der eigenen Gulaschkanone frisch am selben Morgen zubereitet wurde. Zur gleichen Uhrzeit startete auch das Frühschoppenkonzert durch die Musikkapelle Irmgarteichen, sowie der Thekenausschank. Wer dann am Nachmittag noch Lust auf Kaffee und Kuchen bekam, der wurde herzlich von den Damen der Feuerwehr durch ihre selbstgebackenen Kuchen verwöhnt. Um 13 Uhr fand in diesem Jahr dann die Preisverleihung der Luftballon Verlosung vom September anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Girkhausen durch den Sponsor Sparkasse Wittgenstein statt.

Publiziert in SI Feuerwehr
Sonntag, 08 April 2018 21:05

Bären der Liebe für Kinder in Not

GIRKHAUSEN. Im Wohnzimmer von Matthias Marburger und seiner Frau Manuela tummeln sich Teddys. Nicht irgendwelche Teddys, die sie sammeln. Teddys, die in Notsituationen Hilfe für Kinder bringen. Rettungsteddys. Von der Deutschen Teddystiftung. Vor 20 Jahren wurde diese Stiftung von einem Polizeistellenleiter aus Bensersiel ins Leben gerufen, der damals im Einsatz war, als ein neun Jahre altes Mädchen Opfer eines schweren Verbrechens wurde.

Mittlerweile arbeitet die Stiftung bundesweit und kauft aus Spendengeldern Rettungsteddys ein, die sie kostenlos an Feuerwehr, Luftrettung, Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr übergibt, damit die Stoffteddys dort eingesetzt werden, wo sie so dringend gebraucht werden: Bei in Not geratenen Kindern.

„Das können Kinder sein, die selbst Opfer bei einem Unfall oder einem Verbrechen geworden sind, aber auch Kinder, die durch ein traumatisches Erlebnis schwer betroffen sind“, erklärt Matthias Bohn. Er ist Fachberater Seelsorge der Feuerwehr Siegen, Pastor und Feuerwehrmann – alles ehrenamtlich. Seine Brötchen verdient der Siegener Familienvater als Dreher und Schleifer in der Metallindustrie. Auch er ist bei Matthias Marburger zu Gast. Die beiden sind seit Jahren enge Freunde. Deshalb hat Matthias Bohn das frisch gebackene Ehepaar auch im September in der Girkhäuser Kirche getraut. Die Kollekte am Ausgang war damals von den Eheleuten und Freund Matthias Bohn für einen bestimmten Zweck ausgesucht worden: Zur Beschaffung von Rettungsteddys. Einzusetzen ausschließlich für in Not geratene Kinder.

Diese Entscheidung, und dass Matthias Marburger und seine Frau Manuela nun neben Matthias Bohn auch Botschafter der Deutschen Teddystiftung sind, hatte einen Hintergrund. Von einer sehr prägsamen Begegnung berichtet mir Matthias Marburger: „Das war im Krankenhaus, wir mussten in der Ambulanz warten, als ein schwer verletztes Kind eingeliefert wurde. Das Kind hat so bitter geweint“, erinnert sich der Girkhäuser Feuerwehrmann. Da handelte er spontan: „Mein Notfallrucksack vom PSU-Team ist auch privat immer dabei und da ist auch ein Teddy drin, den ich diesem kleinen Jungen dann geschenkt habe“. Zu sehen, wie die Tränen trockneten, dem Kind trotz Schmerzen ein Lächeln über das Gesicht fuhr und wie auch die Eltern erleichtert waren – das bewegte noch mehr in Matthias Marburger und seiner Frau. Die Deutsche Teddystiftung und die Aufgaben eines Botschafters kannten beide schon durch ihren Freund Matthias Bohn. „Nach diesen Eindrücken war sofort klar, dass wir da als Botschafter mitmachen“, erklärt Matthias Marburger. Nun sind er und seine Frau dafür zuständig, dass alle Rettungskräfte im Kreis Siegen-Wittgenstein – gleich welcher Organisation oder Behörde – kostenfrei mit Rettungsteddys versorgt werden. „Die Anschaffung eines Teddys kostet etwa 3,60 Euro“ erklären die beiden Feuerwehrmänner. Die Aufgabe der Botschafter besteht nun darin, Spendengelder zu sammeln und pro Überweisung von der Stiftung Teddys zu erhalten, die sie dann nach Bedarf an die Einsatzkräfte verteilen, damit sie beim Kindernotfall zur Stelle sind. „Ich bin begeistert davon, an in Not geratene Kinder Bären der Liebe zu verschenken“, schwärmt Matthias Bohn. Er lebt das Projekt und zeigt mir einen Brief von Finn. Finn ist acht Jahre alt und hatte einen schweren Skiunfall. „Seit ich Dich bekommen habe, bist Du jede Nacht bei mir“, schreibt er in seinem Brief. Jeder der Rettungsteddys hat nämlich einen Anhänger, den die Kinder ausfüllen können und wenn sie mögen, können sie der Teddystiftung dann eine Rückmeldung schreiben und über ihre Erfahrungen mit dem Teddy berichten. „Mittlerweile sind das viele Aktenordner voll und das ist auch wichtig für uns, um uns stetig verbessern zu können. Und für die Einsatzkräfte ist das auch wichtig. Denn nicht zu wissen, wie ein Einsatz ausgegangen ist, belastet viele sehr“, wissen Matthias Bohn und Matthias Marburger aus ihrer seelsorgerischen Arbeit zu berichten.

Die beiden freuen sich über die großartige Resonanz der Teddys und sind zu Recht stolz, ein Teil dieser fantastischen Idee zu sein. Matthias Bohn ist schon seit 15 Jahren als Botschafter unterwegs. Auch bei ihm war ein Einsatz das Schlüsselerlebnis: „ Damals war ich Notfallseelsorger und habe Rettungsdienste begleitet, um die Strukturen und Abläufe kennen zu lernen. Bei einem Kindernotfall wollte der Rettungsassistent einen Teddy verschenken, aber das Fach war leer“, erinnert sich Matthias Bohn. Bis dahin hatte er von den Rettungsteddys gar nicht viel gehört. Aber sofort nach diesem Einsatz recherchierte er im Internet, stieß sofort auf die Deutsche Teddystiftung, wurde Botschafter und setzte sich ein klares Ziel: „Es darf nie wieder vorkommen, dass dieses Fach leer ist“.

Mittlerweile, so berichtet er, sind die Feuerwehren, die Polizei, der Rettungsdienst und der Hubschrauber mit diesem Rettungsteddy ausgestattet. Und sogar die Soldaten der Deutschen Bundeswehr haben Teddys mit zum Einsatz nach Afghanistan genommen.

Das Besondere bei den Bären: Sie tragen keine Uniform, kein Firmenlogo, keinen Sponsorenaufdruck. „Wir wollen ausschließlich Kindern helfen und keine Werbung machen. Diese Bären gibt es auch nur bei der Stiftung und sie sind somit einzigartig“, erklärt Matthias Bohn.

Er und seine Freunde Matthias Marburger und Manuela Marburger-Stahl sind nun auf Hilfe angewiesen: „Zum Einen muss die Stiftung und das Anliegen in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. In Siegen kennt man mich und hier in Wittgenstein ist Matthias Marburger nun der Ansprechpartner vor Ort, den die Einsatzkräfte hier kennen“.

Ein weiteres Anliegen sind natürlich Spenden, damit die Stiftung und die Botschafter Teddys einkaufen und kostenfrei an die Einsatzkräfte übergeben können. Dies funktioniert auf unterschiedliche Art und Weise: Es gibt ein Spendenkonto mit Verwendungszweck „Teddys Siegen-Wittgenstein“, auf das ein frei wählbarer Geldbetrag überwiesen werden kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Patenschaft für eine gewünschte Anzahl an Teddys zu übernehmen. „Dann bekommen die Spender auch eine Patenschaftsurkunde“, erklärt Matthias Bohn. Spenden kann übrigens jeder: Firmen, Vereine, oder jede Privatperson. Selbstverständlich werden auch Spendenquittungen ausgestellt und der Betrag den man spenden möchte, ist jedem Spender selbst überlassen. Weiterhin laufen derzeit Gespräche, um Spendendosen für die Stiftung und die Beschaffung in Siegen-Wittgenstein aufstellen zu dürfen. Mit einem Ziel: In Not geratenen Kindern trotzdem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihnen in dieser schweren Zeit einen Freund fürs Leben zu schenken.

Bankverbindungen:

Deutsche Teddy-Stiftung

IBAN: DE 54 2855 0000 0001 0820 07

BIC: BRLADE21LER

Link zur Deutschen Teddystiftung:

www.deutsche-teddy-stiftung.de

Publiziert in SI Retter

BAD BERLEBURG. Beim Sturz mit ihrem Rennrad ist eine 29 Jahre alte Radsportlerin aus dem Münsterland am Freitagnachmittag schwer verletzt worden. Die junge Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Siegen geflogen.

Mit ihren Rennrädern waren die 29-Jährige und ihr 32 Jahre alter Ehemann am frühen Freitagnachmittag gegen 14.20 Uhr auf der Berleburger Straße in Girkhausen unterwegs. Die Frau fuhr ihrem Mann hinterher und touchierte bei sportlicher Fahrweise aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Vorderrad das Hinterrad des vorausfahrenden Velos.

Die Freizeitsportlerin stürzte und zog sich neben Schürfwunden auch schwere Verletzungen am Becken zu. Sie wurde mit dem ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 25 in ein Siegener Krankenhaus geflogen. Ihr Mann hatte die Kontrolle über sein Fahrrad behalten, war nicht gestürzt und somit bei dem Zusammenstoß unverletzt geblieben, wie die Polizei mitteilte. (ots/pfa) 


Ein Rennradfahrer verunglückte am Donnerstagabend im Kreis Kassel tödlich:
Rennradfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Auto (18.08.2016)

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Publiziert in SI Polizei
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