Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Bad Berleburg

BAD BERLEBRUG. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am späten Donnerstagnachmittag in der Bad Berleburger Innenstadt. Dabei wurden drei Menschen verletzt. Glücklicherweise niemand ernsthaft. Zwei Pkw waren auf der Bahnhofstraße in Höhe des Mc Donalds Restaurant zusammengestoßen.

Wie die Polizei erklärte, wollte der Fahrer eines schwarzen VW einen Parkplatz eines Bekleidungshauses verlassen, als er auf die Bahnhofstraße einfuhr. Ein weiterer Pkw, ein silberner VW war zur selben Zeit auf der Bahnhofstraße in Richtung Bahnhof unterwegs und wäre vorfahrtberechtigt gewesen. Beim Ausfahren des schwarzen Pkw auf die Bahnhofstraße kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Dabei geriet der silberne VW auf den angrenzenden Mc Donalds Parkplatz und kam genau zwischen einem Lichtmast und einem Baum zum Stehen.

Drei Menschen wurden allesamt leicht verletzt und kamen ins Krankenhaus nach Bad Berleburg. Die Feuerwehr Bad Berleburg war mit ihrem HLF im Einsatz, um auslaufende Betriebsstoffe aufzunehmen und die Einsatzstelle für die Spurensicherung der Polizei auszuleuchten, sowie die Fahrbahn zu reinigen. Die Bahnhofstraße blieb während der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme für den Verkehr voll gesperrt.

Nach Markierung der Bremsspur durch die aufnehmenden Polizeibeamten dürfte der silberne Pkw mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein, als es zum Unfall kam. Inwieweit auch Alkohol eine Rolle gespielt haben könnte, äußerte die Polizei nicht.

Publiziert in SI Feuerwehr
Mittwoch, 30 November 2022 21:47

Gasalarm konnte schnell beendet werden

BAD BERLEBURG. Schnell beendet war ein Feuerwehreinsatz am Mittwochabend in der Waldenburger Straße. Dorthin waren die Einsatzkräfte aus Bad Berleburg und Aue alarmiert worden, weil eine Hausbewohnerin im Keller eines Mehrfamilienhauses Gasgeruch wahrgenommen hatte.

Schnell bauten die Feuerwehrleute eine Wasserversorgung auf und rüsteten zwei Trupps mit Atemschutz aus, wovon einer ins Gebäude zur Erkundung vor ging. Die Messgeräte der Feuerwehrkräfte schlugen auch nach mehreren aufeinander folgenden Messungen nicht an, sodass der Einsatz schnell beendet werden konnte und die Bewohner wieder in ihr Haus zurückkehren konnten. Woher der Geruch, den die Bewohnerin wahrgenommen hatte, schließlich kam, ließ sich vor Ort nicht mehr klären.  

Publiziert in SI Feuerwehr

WITTGENSTEIN. 20 Feuerwehrleute aus Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück können sich ab sofort Atemschutzgeräteträger nennen und einen roten Punkt am Helm tragen, der sie als solcher identifiziert.

Unter der Aufsicht des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Sebastian Reh wurden alle Themen des Atemschutzes auf Basis der Feuerwehrdienstvorschrift 7 in einem schriftlichen und praktischen Leistungsnachweis überprüft. Vorangegangen war eine 39-stündige Ausbildung ab dem 17. Oktober 2022 unter der Leitung von Markus Bernard (Feuerwehr Bad Laasphe) und Christian Müsse (Feuerwehr Bad Berleburg). Dabei wurde mit weiteren Ausbildern aus den drei Wittgensteiner Kommunen neben den Grundlagen des Atemschutzes besonders Wert auf die praktische Gewöhnung unter Atemschutz gelegt.

Gerade die praktische Ausbildung kam bei den jungen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden besonders gut an, auch wenn es oft an die persönliche körperliche Leistungsgrenze ging. Arbeiten unter schwerem Atemschutz, wenn die Einsatzausrüstung schon über 25 Kilogramm wiegt, bedarf einer besonderen Vorbereitung und Ausbildung. Bei Einsätzen in brennenden Gebäuden vielleicht sogar verbunden mit einer Menschenrettung ist nicht nur eine gute fachliche Ausbildung wichtig, sondern vor allem auch ein gesundes Risikobewusstsein, um die anstehenden Gefahren und Risiken einschätzen zu können. Gerade dies wurde bei diesem Lehrgang den jungen Feuerwehrleuten vermittelt.

Zum Abschluss des Lehrgangs am Samstag (5. November 2022) mussten alle Lehrgangsteilnehmer noch eine simulierte Brandbekämpfung unter fast realen Bedingungen im Brandraum der Feuerwehr Siegen absolvieren. Zum Ausbilderteam gehörten des Weiteren Ausbilder aus Bad Berleburg und Bad Laasphe. Trotz der intensiven Ausbildung ist dies für die jungen Feuerwehrangehörigen aus Wittgenstein nur der erste Schritt zum erfolgreichen und sicheren Innenangriff unter Atemschutz. Erst unter Aufsicht der Gruppenführer und Führung von erfahrenen Truppführern können die neuen Atemschutzgeräteträger ihren Beitrag zum Schutz der Bevölkerung wahrnehmen. 

- Anzeige -

Publiziert in SI Feuerwehr
Dienstag, 06 September 2022 06:53

Drei Verletzte bei Unfall auf der Bundesstraße 253

ALLENDORF. Mit schweren Verletzungen ist am Montagnachmittag ein 41-jähriger Motorradfahrer ins Klinikum nach Marburg geflogen worden - vorausgegangen war ein Unfall auf der Bundesstraße 253 zwischen Frankenberg und Allendorf.

Nach Informationen der Polizei befuhr eine 18-Jährige mit ihrem im Landkreis Siegen-Wittgenstein zugelassenen Seat die Kreisstraße 118 von Birkenbringhausen zur B 253, um nach links in Fahrtrichtung Bad Berleburg abzubiegen. Dabei übersah die 18-Jährige einen aus Richtung Allendorf (Eder) herannahenden und vorfahrtsberechtigten Motorradfahrer, der in Richtung Frankenberg unterwegs war. Um 16.30 Uhr bog die 18-Jährige nach links ab, es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge, wobei sich das Krad in den Motorraum des Seat bohrte. Der Aufprall war so hart, dass der Fahrer mehrere Meter durch die Luft flog und auf dem Asphalt aufschlug.

Ersthelfer, die an der Unfallstelle eintrafen, leisteten umgehend Erste Hilfe, setzten den Notruf ab und sicherten die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Polizei, dem Notarzt und der Rettungswagenbesatzungen. Noch während der medizinischen Erstversorgung forderte der Notarzt Luftrettung an. Diese traf zeitnah ein, sodass der Patient ins Klinikum nach Marburg geflogen werden konnte.

Mit leichten Verletzungen kam die Unfallverursacherin und ihre Beifahrerin (18) davon. Insgesamt wird der Sachschaden auf 17.000 Euro geschätzt. Die Strecke musste etwa zwei Stunden für den Verkehr gesperrt werden. 

Publiziert in Polizei

BAD BERLEBURG. Aufgrund gesundheitlicher Probleme einer jungen Pkw-Fahrerin, die am Montagmittag von einem Parkplatz in der Limburgstraße los fahren wollte, ist es zu einer gefährlichen Situation und einem Unfall gekommen, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde. Die Frau hat eine Parkbox im Bereich einer Gaststätte an der Limburgstraße verlassen und dann nach Auskunft der Polizei vor Ort gesundheitliche Probleme erlitten, wobei sie scheinbar ihren Wagen nicht mehr richtig kontrollieren konnte. Die Frau fuhr rückwärts auf den Gehweg und ein Hausgrundstück, wobei sie in zwei dort geparkte Audis krachte und beide beschädigte. Ihr eigener Pkw wurde ebenfalls beschädigt. Glücklicherweise befanden sich zum Unfallzeitpunkt gegen 12:40 Uhr keine Schulkinder oder Passanten auf dem Gehweg, oder an den Fahrzeugen. Die Unfallverursacherin blieb glücklicherweise ebenfalls unverletzt. Sie musste dennoch mit ins Krankenhaus, da das Gesundheitsproblem, was die Ursache des Unfalls war, behandelt werden soll. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, ist derzeit noch nicht bekannt, die Fahrzeuge dürften aber noch fahrbereit in die Werkstatt sein. Während der Rettungsarbeiten durch den DRK Rettungsdienst und den Bad Berleburger Notarzt war die Straße an der Einsatzstelle halbseitig blockiert.

Publiziert in SI Retter

BAD BERLEBURG. Bei einem Unfall mit einem Roller ist der 16-jährige Fahrer am Montagnachmittag schwer verletzt worden. Er wurde mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht. Der junge Mann war auf der L717 gestürzt.

Der Mann befuhr die L717 von Laibach in Richtung Diedenshausen, als er nach rechts in die Böschung fuhr, zu Fall kam und einige Meter weiter rutschte. Vor Ort wurde er vom Bad Berleburger Notarzt und dem DRK Rettungsdienst aus Erndtebrück versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Während der Rettungsmaßnahmen kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen an der Unfallstelle, für kurze Zeit musste die Straße dort auch komplett gesperrt werden.

Publiziert in SI Retter

HALLENBERG. Zu einem Verkehrsunfall auf die Wunderthäuser Straße wurden am Morgen Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei alarmiert. Dort war eine 53-jährige Frau verunglückt. Die Dame war mit ihrem Pkw aus Richtung Trambach kommend kurz vor Hallenberg nach links von der Fahrbahn abgekommen, in einen Graben geraten und mehrfach gegen eine angrenzende Felswand geprallt.

Erste Meldungen, nach denen die Frau in ihrem Pkw eingeklemmt sein sollte, bestätigten sich glücklicherweise nicht. Die rund 15 Kameraden des Löschzuges Hallenberg konnten die Frau unter der Einsatzleitung von Michael Gamm gemeinsam mit dem Rettungsdienst Patienten orientiert aus dem Fahrzeug retten. Im Gegensatz zur Sofortrettung erlaubt es der Patientenzustand hier, besonders schonend um Nachteil der Zeit vorzugehen. Die Feuerwehr Hesborn, die ebenfalls alarmiert worden war, konnte den Einsatz abbrechen, da sich die erste Einsatzmeldung zum Glück nicht bestätigte. Nach der Rettung aus dem Fahrzeug verschoben die Kameraden das Unfallauto auf nur einen Fahrstreifen, um den Verkehr halbseitig an der Unfallstelle vorbei leiten zu können. Die Frau wurde nach der Befreiung aus dem Unfallfahrzeug von den Besatzungen des Medeloner Rettungswagens und des Röddenauer Notarzteinsatzfahrzeuges versorgt und anschließend ins Bad Berleburger Krankenhaus in einen Schockraum transportiert. Die genaue Ursache des Unfalles wird nun durch die Polizei ermittelt.

Publiziert in HSK Feuerwehr

BAD BERLEBURG. Ein bisschen traurig war ich schon, als ich heute Mittag zum Pressetermin in die Polizeiwache gegangen bin. Der Anlass war aber eigentlich ein schöner Anlass.

Vor der Tür treffe ich einen Kollegen einer Lokalzeitung. „Willst Du auch zum Onkel Dickel?“, ruft er mir zu. Ja, das will ich.

Bernd Dickel, seit 15 Jahren der Wachleiter der Polizeiwache in seiner Bad Berleburger Heimat, hat uns eingeladen. Die letzten Tage seiner Dienstzeit sind angebrochen. Bernd Dickel geht mit 60 Jahren und zwei Tagen am Dienstag in den Ruhestand.

Heute hat er es uns gemeinsam mit seinen Kollegen und der Pressestelle ermöglicht, ihn zu besuchen und zu befragen. Es war unser Wunsch, diesen besonderen Termin wahrnehmen zu dürfen.

Ein Blick in vertraute Gesichter: Mein Kollege Lars-Peter ist bereits da, und Bernd. Der Hausherr, der mich in „seiner“ Wache schon so oft willkommen geheißen hat. Und Blick in ein neues Gesicht: Martin Kroh, den ich bereits kennen lernen durfte. Er wird Bernds Nachfolge antreten. Bisher war der gebürtige Berleburger ein Kripomann: „Ich bin K-sozialisiert“, lacht er. Erst war er in Bonn und an der Fachhochschule Köln tätig und seit 1995 in Siegen im Einsatz. Lange Jahre als Todesermittler und Brandermittler und „dann bin ich in den Führungsstab abgerutscht“. Nun tritt er Bernds Nachfolge in seiner Heimat an. „Gut, dass es wieder ein Wittgensteiner ist“, sind sich alle einig.

Einweisung und Verabschiedung

In den letzen Tagen sind beide in Wittgenstein unterwegs gewesen, um Martin in die neuen Aufgabenbereiche einzuweisen, und den Menschen vorzustellen. Aber auch, um Bernd zu verabschieden. Von all seinen Weggefährten und Partnern, und sicher mit den Jahren auch von vielen Freunden. Die Bürgermeister, die Ordnungsämter, die Feuerwehren, THW, Malteser, DRK und Rettungsdienst – mit ihnen allen lobt Bernd im Gespräch die besonders gute und einzigartige Zusammenarbeit. „Das müsst ihr unbedingt erwähnen. Das ist etwas Besonderes und ist mir ganz, ganz wichtig“, unterstreicht er. „Nach den Kraftfahrerbelehrungen für die Feuerwehren, da haben wir oft noch zwei Stunden gemeinsam zusammen gesessen und sind richtig toll ins Gespräch gekommen“, schwärmt Bernd. Das wird ihm fehlen. Aber vor allem wird ihm auch der Umgang mit seinen Kollegen fehlen: „Dass man morgens rein kommt und sprechen kann, wie die Nacht für die Kollegen war, dass man erst mal rum flackst – das wird mir fehlen“, gibt er zu.

Sein Werdegang war lang bei der Polizei: In 1979, vor 42 Jahren, begann er seine Ausbildung in Stukenbrock, danach verschlug es ihn einige Jahre zur Polizei nach Köln, an die Fachhochschule nach Dortmund und dann nach Gummersbach. Danach, von 1991 bis 2006 tat Bernd Dienst in Siegen als Dienstgruppenleiter. Er strahlt „Das war die schönste Zeit in meinem Leben“, sagt er, als er uns von seinen Erlebnissen und Eindrücken aus dieser Zeit erzählt: „Wisst Ihr, wenn man gemeinsam auf der Straße in gefährlichen Situationen zusammengestanden hat, dann entstehen da ganz enge Bindungen und Freundschaften. Wir sind zusammen in Urlaub gefahren, gemeinsam weggefahren und das war einfach immer toll“, erinnert er sich an diese für ihn wunderschöne Zeit. Diese Zeit endete 2006. Nun wurde Bernd in seine Heimat berufen. Er trat hier die Nachfolge von Richard Feige an, der damals in den Ruhestand verabschiedet wurde.

„Das war eine Umstellung. Mir hat das Adrenalin im Blut gefehlt. Es gibt ja auch positiven Stress“, erklärt Bernd Dickel uns im Gespräch und schildert Situationen, wie seine Dienstgruppe im Nachtdienst einen Kindermörder gefasst hat, oder sie Drogendealer festnehmen konnten.

Einsätze, auch wie in der Großstadt

Es sei aber nicht so, dass es in den ländlichen Bereichen keine schweren Einsätze gegeben habe. „Ihr seid ja alle von der schreibenden Zunft und bekommt es mit. Hier gibt es auch Waffensammler, Gaslecks, Zugriffe, oder Morde – Ihr berichtet ja auch darüber“, erklärte er uns. An einen dieser Einsätze, bei dem ein flüchtiger Waffenhändler in Erndtebrück gefasst und durch Bernd zu Boden gebracht wurde, kann ich mich selbst noch gut erinnern, da ich damals als Berichterstatter sehr schnell vor Ort war und den Zugriff fotografieren konnte. Da konnte ich nachvollziehen, was Bernd meinte, als er vom „Adrenalin im Blut“ sprach. All dies habe er ja in dieser Form fortan nur noch selten gehabt. Als Wachleiter sei man nicht mehr oft im Streifendienst, was ihm aber immer sehr große Freude bereitet habe.

„Es gab hier alles, was es in der Großstadt auch gab. Nur nicht so oft“, macht Bernd deutlich. Besonders der oft beschrittene „kurze Dienstweg“ mit vielen Wittgensteiner Charaktere bleibt ihm in positiver Erinnerung. „Wachleiter bist Du rund um die Uhr“, versichert er uns berichtet, wie er im Urlaub am Strand zwei, drei Mal angerufen wurde, weil ein Bürger ein Anliegen an ihn hatte. Mit strahlenden Augen erzählt Bernd uns von der „Fleischwurst-Streife“, die er in Wittgenstein so gerne gemacht hatte: „Das waren Sonderkontrollen mit den Bezirksdienstbeamten und dem Wachleiter und am Ende solcher Einsätze gab es immer Fleischwurst“, erinnert er sich gerne zurück.

Er berichtet uns aber auch von weniger schönen Anlässen, zu denen er als Wachleiter ausrücken musste: „Wenn man hier in Wittgenstein Todesnachrichten überbringen musste, dann kannte ich die Leute oft. In Siegen war sowas anonymer, da konnte man nach dem Dienst mit den Kollegen in den Keller gehen und das besprechen und ein wenig abschütteln und dann war es wieder ok. Hier in Wittgenstein kennt man dann plötzlich viele dieser Leute“, macht er klar. „Und wer den höchsten Dienstgrad hat an so einer Einsatzstelle, der muss das halt auch machen“.

Und dennoch möchte Bernd Dickel keine Minute seiner Wachleiterzeit in Wittgenstein missen. „Es gibt sicher keine zehn Tage an denen ich nicht gerne zur Arbeit gegangen bin“, kann er freien Herzens behaupten. Dass er 2006 in seine Heimat kommen konnte, war für ihn ein Glücksfall: „Ich war allein erziehender Papa, hatte ein Haus gekauft und war Fußballtrainer im Edertal, als das Angebot kam, in der Heimat zu arbeiten“.

Wie sieht er dem Dienstag entgegen, seinem letzten Arbeitstag in „seiner“ Wache. Das möchte ich von ihm wissen. „Am Anfang habe ich gedacht, es wäre problematischer. Aber ich hatte ja noch ganz viel Resturlaub und Überstunden, sodass ich schon rund vier Monate frei hatte“, erzählt Bernd. Und dann: „Aber heute bin ich wahrscheinlich zum letzten Mal mit einem Streifenwagen gefahren. Und gerade habe ich mit Martin meine Waffe leer gemacht und das war wahrscheinlich das letzte Mal in meinem Leben“. „Ich werde am Dienstag schon sicher eine Träne verdrücken, wenn ich hier raus gehe. Da bin ich sicher“, gesteht uns Bernd.

Und das Beste erzählt er uns zum Schluss, denn es gibt ihn: Diesen einen unvergessenen Einsatz in 42 Dienstjahren, nachdem ihn einer der Kollegen fragt. „Das war in Siegen. Ich war an Heiligabend morgens früh kurz vor Ende der Nachtschicht mit dem Streifenwagen unterwegs nach Geisweid, um die Brötchenbesellung für den Frühdienst abzuholen. Da bekam ich einen Einsatz zu einer Brücke, dort sei eine Babyleiche gefunden worden“. Bernd war nach wenigen Minuten vor Ort und Passanten zeigten ihm eine große Tasche in einem Gebüsch. „Ich war der erste und konnte ja nicht auf weitere Wagen warten, ich musste ja nun in diese Tasche schauen. Ganz vorsichtig habe ich die geöffnet, um nicht so viel von diesem schlimmen Anblick sehen zu müssen“, schildert Bernd uns. „Und dann sah ich diese kleine Hand und die Finger bewegten sich“. Bernd strahlt und berichtet weiter: „Dann habe ich das kleine Baby ganz fest in meinen Parka gewickelt und an mich gehalten und den Streifenwagen richtig aufgeheizt“. Die Freude in seinem Gesicht ist ihm immer noch anzumerken. „Aaaach, da kriege ich heute noch Gänsehaut, wenn ich das erzähle. Und das noch an einem Heiligabend“, berichtet er. Leider wisse er aber nicht, was dann hinterher aus diesem Fall geworden sei. Das habe er bis heute nicht erfahren können.

Am Dienstagmorgen wird Bernd zum letzten Mal zum Dienst in der Bad Berleburger Wache erscheinen, sein Büro betreten und es dann endgültig an Martin Kroh übergeben. Dann wird er offiziell durch die Siegener Führungsstelle seine Verabschiedung erhalten und in den Ruhestand verabschiedet.

 

 Persönlicher Dank

Und zum Schluss sei es mir erlaubt, hier noch einmal ein paar persönliche Worte über Bernd los zu werden: Als Bernd vor 15 Jahren in Bad Berleburg als Wachleiter anfing, da kannte ich ihn nicht persönlich. Obwohl er genau wie ich, gebürtiger Wemlighäuser ist. Ich wusste schon, wo sein Elternhaus steht, kannte auch seine Eltern und Geschwister – aber ihn persönlich hatte ich bisher nie bewusst kennen gelernt. An einem seiner ersten Diensttage wurde ich in sein Büro gebeten. Damals war ich ein wenig aufgeregt. Bernd erzählte mir zunächst, dass er mich bereits kennt und erzählte mir aus unserem heimatlichen Dorf. Und er kenne mich, weil er wüsste, dass ich oft über die polizeiliche Arbeit berichte und viele Fotos mache. Er bat mich, dass diese tolle Arbeit genau so weitergehen solle. Da war ich natürlich platt, dass mir ein Wachleiter einer Polizeiwache so etwas sagt.

In den folgenden 15 Jahren durfte ich mit Bernd viele unvergessliche Momente erleben, wertvolle und tiefgründige Gespräche führen, unvorstellbare Unterstützung in unterschiedlichsten Projekten erfahren. Bis ins Innenministerium hatte er geschrieben, als es um das Projekt „Wer soll Dich nach der Party fahren?“ ging, hat Streifenwagen und freiwilliges Personal in Abstimmung mit der Pressestelle zur  Verfügung gestellt, um Fotos von Einsatzsituationen zu ermöglichen. Er hat Polizeibeamten, die neu nach Bad Berleburg kamen, immer am Anfang von meinen Fotos berichtet, die auch in der Wache hängen dürfen und ihnen erklärt was ich mache, was zur Folge hatte, dass mich immer schon alle Polizeibeamten kannten, wenn ich zu einem Einsatzort kam. Vor allem hat Bernd mit seinen tollen Kollegen einem meiner besten Freunde, als dieser todkrank war, einen seiner letzten Wünsche erfüllt. Das und viele Dinge mehr werde ich niemals vergessen und kann nur sagen: Tausenddank, lieber Bernd!

Publiziert in SI Polizei
Samstag, 30 Oktober 2021 16:59

Vorfahrt missachtet - Golf-Fahrerin verletzt

BAD BERLEBURG. Eine verletzte Pkw Fahrerin und ein hoher Sachschaden an zwei Pkw sind die Bilanz einer Vorfahtmissachtung am Samstagvormittag auf der Schulstraße. Eine 58-jährige Pkw Fahrerin beabsichtigte in Höhe des Bürgerhauses mit ihrem Golf aus einem Parkstreifen am Fahrbahnrand auf die Schulstraße zu fahren. Dabei beachtete sie jedoch nicht den fließenden Verkehr und es kam zum Zusammenstoß mit einem Volvo.

Beide Fahrzeuge wurden beim Aufprall stark beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit. Die 58-jährige Golffahrerin wurde leicht verletzt. Sie wurde mit dem DRK Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Fahrerin des Volvo blieb zum Glück unverletzt. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen war die Schulstraße vom Marktplatz bis zum Kreisverkehr an der Limburgstraße voll gesperrt.  

Publiziert in SI Retter
Donnerstag, 30 September 2021 13:59

Fußgängerin erfasst und schwer verletzt

BAD BERLEBURG. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstagvormittag in der Bad Berleburger Innenstadt. Dabei wurde eine 38-jährige Frau schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in die Marburger Uniklinik geflogen werden. Die Bahnhofstraße blieb voll gesperrt.

Laut Polizei wollte die junge Frau den Zebrastreifen vom Aldimarkt in Richtung Hitmarkt überqueren. Zur selben Zeit befuhr ein Mann mit seinem Pickup die Bahnhofstraße aus Richtung Limburgstraße kommend, um nach rechts auf den Parkplatz des Hit-Marktes abzubiegen. Da sein Pickup etwas größer war, musste der Mann auf den gegenüberliegenden Fahrstreifen fahren, um auf den Parkplatz abbiegen zu können. Ob er dabei nach rechts oder links geblinkt hat, dazu gab es von Passanten vor Ort unterschiedliche Aussagen.

Direkt hinter dem Pickup befuhr eine 63-jährige Peugeotfahrerin die Bahnhofstraße in Richtung Kreisverkehr. Durch den Pickup wurde ihre Sicht auf den ersten Teil des Zebrastreifens verdeckt, auf dem die Fußgängerin bereits unterwegs war. Aus Angst, der Pickup könne mit ihrem Peugeot kollidieren, beschleunigte die Frau ihren Kleinwagen. Dabei erfasste sie die Fußgängerin, die über den Zebrastreifen ging. Die junge Frau schlug mit dem Kopf in der Windschutzscheibe des Pkw ein und wurde von der Front des Wagens getroffen.

Vor Ort wurde die schwer verletzte Frau von DRK Rettungsdienst und Notarzt aus Bad Berleburg versorgt. Nach kurzer Zeit kam auch die Besatzung des Siegener Rettungshubschraubers „Christoph 25“ hinzu. Nach der Versorgung vor Ort brachte der Hubschrauber die Fußgängerin zur Uniklinik Marburg. Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Polizei nicht.

Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde vor Ort ein aufwändiges Monobildverfahren durchgeführt, bei dem die Fahrbahn in Vierecke eingeteilt und genau vermessen wird. Zudem rekonstruierten die Polizeibeamten den Unfall, in dem der Pickup nochmals vorgefahren wurde und seine Abbiegestellung einnahm. Der Pkw der 63-jährigen Frau wurde beschlagnahmt und sichergestellt.

Die Pkw Fahrerin wurde nach dem Unfall ebenfalls durch den Rettungsdienst betreut und ins Krankenhaus gebracht.    

Publiziert in SI Retter
Seite 1 von 29

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige