Michael Fränkel

Michael Fränkel

EDERTAL. Wegen eines Flächenbrandes ist die Feuerwehr Edertal in die Gemarkung zwischen Bergheim und Lieschensruh ausgerückt. Rund 300 Quadratmeter standen in Flammen. Eine Ausbreitung auf angrenzende Wald- und Feldflächen konnte durch das schnelle Eingreifen verhindert werden.

Unter dem Einsatzstichwort „F Wald 1“ wurden die Ortsteilwehren Bergheim-Giflitz und Mehlen am Mittwoch um 13.55 Uhr in die Gemarkung zwischen Bergheim und Lieschensruh gerufen. Im weiteren Verlauf wurde ein zusätzliches Fahrzeug aus Hemfurth-Edersee angefordert.

Beim Eintreffen fanden die Kräfte einen etwa 300 Quadratmeter großen Flächenbrand vor. Das Feuer drohte sich zu diesem Zeitpunkt auf angrenzende Wald- und Feldflächen auszubreiten.

Unter der Leitung von Christian Weidel gelang es den Einsatzkräften, die weitere Ausbreitung rechtzeitig zu verhindern und den Brand zu löschen.

Insgesamt war die Feuerwehr Edertal mit 28 Kräften und sieben Fahrzeugen vor Ort. Fünf der eingesetzten Fahrzeuge führten Löschwasser mit.

Nach rund eineinhalb Stunden waren die Arbeiten beendet und die Kräfte konnten die Einsatzstelle wieder verlassen.

WILLINGEN. Wegen eines Großbrandes in einer Strohlagerhalle sind zahlreiche Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und mehrere Landwirte nach Eimelrod ausgerückt. Rund 100 Kräfte waren an dem stundenlangen Einsatz beteiligt. Verletzte gab es nicht.

Strohlagerhalle steht beim Eintreffen in Vollbrand

Alarmiert wurden die Kräfte am Mittwoch um 14.28 Uhr, nachdem die Leitstelle unter dem Einsatzstichwort „F 3 – Brand Scheune“ eine mit Stroh gefüllte Scheune im Bereich Am Schmitteuwer auf einem Feld in Richtung Deisfeld gemeldet hatte. Hinweise auf betroffene Personen lagen zu diesem Zeitpunkt nicht vor.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Strohlagerhalle bereits in voller Ausdehnung in Flammen, berichtete Gemeindebrandinspektor Christian Querl gegenüber 112-Magazin. Eine starke Rauchentwicklung war weithin sichtbar.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem unmittelbar hinter der Halle liegenden Wald. Nach Angaben von Christian Querl bestand die Gefahr, dass sich das Feuer auf die Bäume ausbreiten könnte. Begünstigend wirkte sich aus, dass es sich um einen Laubwald handelte, der nicht so schnell Feuer fing.

Rund 800 Strohballen und landwirtschaftliche Geräte zerstört

In der etwa 50 Meter langen Lagerhalle befanden sich nach Angaben des Einsatzleiters rund 800 Strohballen. Ein Großteil des Strohs wurde durch das Feuer zerstört.

Zusätzlich standen im hinteren Bereich der Scheune mehrere landwirtschaftliche Geräte. Einige davon fielen ebenfalls den Flammen zum Opfer. Tiere befanden sich nicht in dem Gebäude und waren durch den Brand nicht gefährdet. Bei der betroffenen Scheune handelte es sich ausschließlich um eine Lagerhalle.

Feuerwehren aus mehreren Kommunen angefordert

Sämtliche Ortsteilwehren der Gemeinde Willingen beteiligten sich an den Löscharbeiten. Unterstützung kam außerdem von den Feuerwehren aus Adorf, Deisfeld, Benkhausen und Schweinsbühl aus der Gemeinde Diemelsee.

Mit dem GABC-Zug und dem Gerätewagen Atemschutz rückte die Feuerwehr Korbach nach Eimelrod aus. Im weiteren Verlauf wurde zudem die Feuerwehr Medebach mit einem Tankfahrzeug und die Feuerwehr Rhena mit Löschfahrzeug nachalarmiert.

Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Christian Querl arbeiteten die beteiligten Einheiten an der Eindämmung des Feuers und den anschließenden Nachlöscharbeiten.

Philip Windisch von der Brandschutzaufsicht machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und dem Einsatzgeschehen.

Wasserversorgung stellt Kräfte vor Herausforderungen

Zunächst reichte das örtliche Hydrantennetz für den hohen Löschwasserbedarf an der brennenden Strohlagerhalle nicht aus. Wasser entnahmen die Einsatzkräfte deshalb zusätzlich aus einem nahe gelegenen Teich.

Tankfahrzeuge aus Willingen, Adorf und Medebach brachten fortlaufend Löschwasser zur Einsatzstelle. Mehrere Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit Güllefässern und transportierten im Pendelverkehr große Mengen Wasser zur brennenden Halle.

Die Firma MC Trucking beteiligte sich mit einem 30.000 Liter fassenden Güllebehälter ebenfalls am Pendelverkehr und unterstützte damit die Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser.

Durch die Wasserentnahme aus dem Teich sowie den Einsatz der Tankfahrzeuge und Güllefässer konnte die Löschwasserversorgung schließlich sichergestellt werden, berichtete Christian Querl gegenüber 112-Magazin.

Helfer vor Ort versorgten die Kräfte während der anstrengenden und langwierigen Arbeiten mit Getränken.

THW und Landwirte räumen Brandgut auseinander

Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten wurde das Technische Hilfswerk Korbach eingesetzt. Mithilfe eines Mobilbaggers und eines Radladers räumten die THW-Kräfte das brennende Stroh auseinander.

Die Firma Küthe Container aus Rattlar stellte zusätzlich einen Umschlagbagger zur Verfügung, mit dessen Hilfe das Stroh auseinandergezogen werden konnte.

Landwirte beteiligten sich mit eigenen Radladern an diesen Arbeiten. Für den Einsatz während der Abendstunden forderte die Einsatzleitung zusätzlich Beleuchtung vom THW an.

Ein genaues Einsatzende ließ sich zunächst nicht nennen. Christian Querl ging davon aus, dass sich die Lösch- und Nachlöscharbeiten bis in die späten Abendstunden hinziehen würden.

Besonderes Lob gilt den zahlreichen Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen über viele Stunden gegen das Feuer kämpften. Ebenso hervorzuheben sind die Landwirte, die spontan und freiwillig Hilfe leisteten. Mit ihren Fahrzeugen und ihrem Einsatz trugen sie erheblich zur Bewältigung des Großbrandes bei. Dank gebührt ebenfalls den Menschen, die an die Versorgung der Kräfte mit Getränken dachten.

Angaben zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten zunächst noch nicht gemacht werden.

DIEMELSTADT. Nach einem schweren Unfall mit einem Flüssiggas-Tankfahrzeug ist ein 61 Jahre alter Lastwagenfahrer am Mittwoch im Industriegebiet von Rhoden gestorben. Der Sattelzug durchbrach einen Zaun, stürzte einen kleinen Abhang hinunter und prallte gegen die Wand einer Industriehalle.

Wie Polizeisprecherin Annika Heuschneider mitteilt, ereignete sich der Unfall am Mittwoch gegen 13 Uhr in der Straße Hellenberg. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei wollte der 61-Jährige seinen Sattelzug betanken. Aus zunächst ungeklärter Ursache geriet das Fahrzeug ins Rollen, durchbrach einen Zaun, stürzte den kleinen Abhang hinunter und kam nach der Kollision mit der Wand an einer Industriehalle zum Stehen.

Die Feuerwehr befreite den Fahrer unter Atemschutz mithilfe einer Rettungsplattform aus dem Fahrerhaus. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst leiteten die Einsatzkräfte Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Später kam dabei auch ein LUCAS-Gerät zum Einsatz. Trotz der notärztlichen Versorgung starb der 61-Jährige noch an der Unfallstelle.

Nach Einschätzung der Polizei dürfte ein plötzlich eingetretener medizinischer Notfall sowohl die Ursache des Unfalls als auch des Todes des Fahrers gewesen sein. Da der Tankzug Flüssiggas geladen hatte, führte die Feuerwehr Messungen durch. Dabei wurde weder ein Austritt von Flüssiggas oder anderen Stoffen noch von Betriebsmitteln festgestellt.

Insgesamt waren 40 Feuerwehrkräfte aus Diemelstadt im Einsatz. Die Leitung hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jörn Ständecke.

Nach Abschluss ihrer Maßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Diese kümmerte sich um die weiteren Ermittlungen und den Abtransport des Tankfahrzeugs. Der Sattelzug wurde abgeschleppt.

Den Gesamtschaden an dem Lastwagen und der Industriehalle schätzt die Polizei nach ersten vorsichtigen Angaben auf einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich.

Mittwoch, 05 August 2026 18:22

Renault überschlägt sich auf Feldweg

TWISTETAL. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ist ein 24 Jahre alter Autofahrer am Dienstagnachmittag mit einem Renault Zoe auf einem Feldweg von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen überschlug sich und blieb anschließend in einem Graben liegen.

Ereignet hatte sich der Unfall am Dienstag gegen 16.30 Uhr. Der aus Korbach stammende Fahrer war vom Hofgut Rocklinghausen in Richtung Twiste unterwegs gewesen. Seine 60 Jahre alte Beifahrerin befand sich ebenfalls im Fahrzeug.

Beide Insassen erlitten leichte Verletzungen. Weitere Angaben zur medizinischen Versorgung liegen derzeit nicht vor.

An dem Renault Zoe entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe beträgt nach den vorliegenden Angaben rund 20.000 Euro. Für die Bergung des beschädigten Fahrzeugs war das Abschleppunternehmen Gäbler im Einsatz.

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BORCHEN. Ein technischer Defekt an einem Feuerwehrfahrzeug hat in der Nacht zum Mittwoch einen Großbrand im Gerätehaus der Feuerwehr Borchen-Etteln ausgelöst. Das Gebäude brannte weitgehend aus. Drei Großfahrzeuge und ein Anhänger wurden zerstört. Drei Einsatzkräfte erlitten leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt im Millionenbereich.

Technischer Defekt an Feuerwehrfahrzeug

Nach Angaben der Feuerwehr hatte die Feuerwehr Alfen das betroffene Fahrzeug ausgeliehen und am Dienstag, 4. August 2026, gegen 20 Uhr nach Etteln zurückgebracht. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen steht fest, dass ein technischer Defekt an dem Feuerwehrwagen in der linken Garage die Ursache für das Feuer war.

Rund 150 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Gegen 23.40 Uhr brannte das Gerätehaus bereits. Kurz vor Mitternacht lösten die aufgeschalteten Rauchmelder des Gerätehauses aus. Der Brandmeldealarm ging gegen 23.47 Uhr bei Feuerwehr und Polizei ein.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, standen das Gebäude und die darin abgestellten Fahrzeuge bereits lichterloh in Flammen, berichtet Kerstin Dietz, Pressesprecherin der Freiwilligen Feuerwehr Borchen. Rund 150 Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Paderborn versuchten, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Brandschutzwand verhindert vollständige Zerstörung

Durch das Feuer wurden drei Großfahrzeuge der Feuerwehr sowie ein Anhänger vollständig zerstört. Der hintere Teil des Gerätehauses konnte durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte gerettet werden. Dieser Gebäudebereich bildet einen eigenen Brandabschnitt und war durch eine funktionierende Brandschutzwand sowie eine Brandschutztür vom übrigen Gerätehaus getrennt.

Auch der im hinteren Gebäudeteil abgestellte Mannschaftstransportwagen blieb von den Flammen verschont.

Drei Einsatzkräfte leicht verletzt

Bei den Löscharbeiten wurden zwei Frauen und ein Mann der Feuerwehr leicht verletzt. Eine Feuerwehrfrau wurde mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Paderborner Krankenhaus gebracht. Die beiden anderen Verletzten konnten vor Ort medizinisch versorgt werden.

Im Einsatz waren alle Löschzüge der Gemeinde Borchen, der Wassertransportzug des Kreises Paderborn, der Rettungsdienst sowie die Polizei.

Krisenstab berät über weiteres Vorgehen

Bürgermeister Uwe Gockel zeigte sich angesichts des entstandenen Schadens entsetzt. Gleichzeitig sei er erleichtert, dass bei dem Brand keine Menschen schwer verletzt worden seien.

Bereits um 9 Uhr trat der Krisenstab der Gemeinde Borchen zusammen, um die Lage und das weitere Vorgehen zu besprechen. Bis zur provisorischen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft übernehmen die umliegenden Feuerwehren den Brandschutz in Etteln.

Der Brandort war zunächst von der Polizei beschlagnahmt worden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind inzwischen abgeschlossen. Der entstandene Sachschaden wird auf eine Summe im Millionenbereich geschätzt.

ALLENDORF (EDER). Die Serie von Bränden in der Gemeinde Allendorf reißt nicht ab. In der Nacht zum Mittwoch brannten drei Mülltonnen an der Straße Am Bahndamm vollständig aus. Ein unmittelbar daneben stehender Container wurde ebenfalls beschädigt.

Nach Angaben von Gemeindebrandinspektor Christian Henkel-Strieder handelt es sich seit dem 23. Juli um insgesamt acht Ereignisse innerhalb von 14 Tagen. In dieser Zahl ist auch eine versuchte Brandstiftung enthalten.

Rauchsäule im Bereich der Tennishalle

Die Feuerwehr Allendorf wurde am Mittwoch, 5. August 2026, um 3.47 Uhr zu den brennenden Müllbehältern im Bereich der Tennishalle alarmiert. Gegen 3.50 Uhr meldete eine Zeugin der Polizei eine Rauchsäule über dem Brandort.

Als die Beamten der Polizeistation Frankenberg eintrafen, hatte die Feuerwehr den Brand bereits gelöscht. Nach den bisherigen Erkenntnissen waren die drei Mülltonnen von einem unbekannten Täter offenbar zusammengeschoben und anschließend in Brand gesetzt worden.

Container unter Atemschutz kontrolliert

Durch den Vollbrand der Mülltonnen wurde auch der unmittelbar angrenzende Container beschädigt. Die Einsatzkräfte öffneten und kontrollierten ihn. Zudem wurde der Container teilweise ausgeräumt. Diese Arbeiten erfolgten unter Atemschutz.

Unter der Leitung von Christian Henkel-Strieder setzte die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung zwei C-Rohre ein. Insgesamt waren zwölf Kräfte der Feuerwehr Allendorf beteiligt.

Nach Einschätzung der Feuerwehr dürfte der Brand gegen 3 Uhr ausgebrochen sein. Der Einsatz war um 5.30 Uhr beendet.

Polizei ermittelt wegen Branddeliktes

Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei nach ersten Schätzungen auf rund 10.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen eines Branddeliktes.

Gesucht werden Zeugen, die Hinweise zu dem Brand geben können. Die Kriminalpolizei in Korbach ist unter der Rufnummer 05631/9710 erreichbar, die Polizeistation Frankenberg unter 06451/72030.

WALDECK-FRANKENBERG. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen Waldbrandgefahr richtet der Landkreis Waldeck-Frankenberg einen dringenden Appell an die Bevölkerung. Um die heimische Natur, Wälder und Felder zu schützen, bittet der Landkreis um die Einhaltung verschiedener Sicherheitsmaßnahmen.

Wichtige Präventionsmaßnahmen im Überblick

  • Kein offenes Feuer: Offenes Feuer jeglicher Art sollte vermieden werden. Dazu zählen Lagerfeuer und das Grillen. Dies gilt nach Möglichkeit auch für ausgewiesene Grillplätze, da unkontrollierter Funkenflug eine enorme Gefahr darstellt.
  • Striktes Rauchverbot: In den Wäldern gilt ein absolutes Rauchverbot. Auch das achtlose Wegwerfen von vermeintlich erloschenen Zigarettenkippen kann ausgetrocknete Böden sofort entzünden.
  • Kein Müll in der Natur: Leere Glasflaschen und anderer Müll sollten wieder mit nach Hause genommen und fachgerecht entsorgt werden. Glasscherben können wie ein Brennglas wirken.
  • Auf den Wegen bleiben: In der Natur sollten ausschließlich ausgewiesene Wege genutzt werden, um die extrem trockene Vegetation zu schonen.
  • Vorsicht beim Parken: Kraftfahrzeuge sollten nur auf offiziell ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Das Parken auf Grünflächen ist unbedingt zu vermeiden, da heiße Fahrzeugteile wie Katalysatoren oder Auspuffanlagen trockenes Gras im Handumdrehen entflammen können.
  • Zufahrten freihalten: Zuwegungen zu Feldern und Wäldern müssen unbedingt freigehalten werden. Blockierte Wege behindern die Einsatzkräfte bei der Anfahrt im Ernstfall massiv.
  • Kein Abflämmen von Unkraut: Das thermische Vernichten von Unkraut durch Abflämmen ist bei dieser Witterung tunlichst zu unterlassen.

Richtiges Verhalten im Ernstfall

Sollte trotz aller Vorsicht ein Wald- oder Flächenbrand ausbrechen, zählt jede Sekunde. Für Personen, die einen Brand über den Notruf 112 bei der Leitstelle melden, gelten folgende wichtige Verhaltensregeln:

  • Vor Ort bleiben und Einsatzkräfte einweisen: Nach dem Absetzen des Notrufs sollte die meldende Person in sicherem Abstand an der Einsatzstelle bleiben. So können die eintreffenden Rettungskräfte direkt eingewiesen und ihnen der schnellste Weg zum Brandherd beschrieben werden.
  • Forstrettungspunkte nutzen: Ausschau gehalten werden sollte nach den grünen Schildern mit weißem Kreuz. Diese tragen eine Kennzeichnung mit den Buchstaben „KB-“ und einer dreistelligen Nummer. Der Leitstelle sollte beim Notruf genau dieser Rettungspunkt mitgeteilt werden, damit die Einsatzkräfte die Position exakt lokalisieren können.
  • Verkehrsleitkegel liegen lassen: Auf den Seitenrändern von Feld- und Waldwegen liegende Verkehrsleitkegel dürfen keinesfalls aufgestellt oder bewegt werden. Sie wurden von den ersten Einsatzkräften bewusst als Wegweiser für nachrückende Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge platziert.

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BAD AROLSEN. Freundlicher Blick, wedelnder Schwanz und ruhige Präsenz: Ein Therapiehund kann im Krankenhausalltag ein besonderer Begleiter für ältere Patientinnen und Patienten sein. In der geriatrischen Abteilung am Krankenhaus Bad Arolsen steht neben der medizinischen Behandlung auch die Förderung von Lebensqualität, Selbstständigkeit und emotionalem Wohlbefinden im Mittelpunkt.

Geriatrie setzt auf tiergestützte Therapie, um das Befinden der Patienten zu verbessern

Neuer Mitarbeiter in der Geriatrie

Der siebenjährige Australian-Shepherd-Rüde „Thanos“ ist seit 2021 ausgebildeter Therapiehund. Seit Kurzem ergänzt er gemeinsam mit seiner Besitzerin Janina Stengl die Arbeit des multiprofessionellen Teams der Geriatrie, Neurogeriatrie und Alterstraumatologie am Krankenhaus Bad Arolsen.

„Die Arbeit mit einem Therapiehund erfolgt immer geplant und unter meiner fachlichen Begleitung. Thanos besucht Patientinnen und Patienten beispielsweise im Aufenthaltsbereich der Stationen. Dabei kann es um Streicheleinheiten, einfache Bewegungsübungen, gemeinsames Gehen oder spielerische Aktivitäten gehen. Schon kleine Aufgaben, wie das Füttern eines Leckerlis oder das Bürsten des Fells, können Beweglichkeit, Koordination und Konzentration fördern. Gleichzeitig entsteht durch den Kontakt mit dem Tier eine natürliche Gesprächssituation, die viele ältere Menschen zum Erzählen und Erinnern anregt“, erklärt Ergotherapeutin Janina Stengl.

Positive Effekte einer tiergestützten Therapie

„Gerade in der Altersmedizin profitieren viele Patientinnen und Patienten von der Begegnung mit einem Therapiehund. Krankenhausaufenthalte können mit Unsicherheit, Einsamkeit oder dem Verlust gewohnter Strukturen verbunden sein. Ein Hund kann hier Nähe und Vertrautheit vermitteln. Die Begegnung mit dem Tier sorgt häufig für Freude, Entspannung und positive Ablenkung vom Krankheitsgeschehen. Auch Menschen mit eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit oder kognitiven Veränderungen, etwa bei einer Demenzerkrankung, reagieren oft positiv auf den ruhigen Kontakt“, sagt Barbara Heidemann von der Pflegedienstleitung.

Darüber hinaus kann die tiergestützte Therapie verschiedene gesundheitliche Prozesse unterstützen. Der Kontakt mit einem Hund kann die Motivation steigern, die Teilnahme an therapeutischen Übungen erleichtern und die soziale Interaktion fördern.

Patientinnen und Patienten bewegen sich häufig lieber, wenn eine Begegnung mit dem Tier verbunden ist. Auch Angehörige und Mitarbeitende erleben den Therapiehund häufig als Bereicherung für die Atmosphäre auf den Stationen.

Damit die Einsätze sicher und erfolgreich verlaufen, werden Therapiehunde sorgfältig ausgewählt und ausgebildet. Sie müssen ein ausgeglichenes Wesen besitzen, gerne mit Menschen arbeiten und verschiedene Situationen im Krankenhaus ruhig bewältigen können.

Ebenso wichtig sind Hygienevorgaben, klare Abläufe und die individuelle Einschätzung, ob ein Kontakt für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten geeignet ist.

Der Therapiehund ersetzt keine medizinische oder pflegerische Behandlung, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen. Er bringt etwas in den Klinikalltag, das schwer messbar und dennoch wertvoll ist: Freude, Nähe und ein Gefühl von Verbundenheit.

Für viele ältere Menschen wird der Besuch auf vier Pfoten zu einem besonderen Moment, der Kraft gibt und den Genesungsprozess positiv begleiten kann.

Weitere Informationen zur Geriatrie, Neurogeriatrie und Alterstraumatologie am Krankenhaus Bad Arolsen:

https://www.gesundheit-nordhessen.de/krankenhaus-bad-arolsen/abteilungen/geriatrie-neurogeriatrie-und-alterstraumatologie/

KORBACH. Gasgeruch im Amtsgericht, ein brennender Rundballen und eine Türöffnung für den Rettungsdienst haben die Korbacher Kernstadtwehr am Montag und in der Nacht zum Dienstag dreimal gefordert.

Mitarbeiter des Amtsgerichts bemerkten am Montag, 3. August 2026, am Morgen Gasgeruch im Keller des Gebäudes. Die Behördenleitung ließ das Amtsgericht daraufhin umgehend räumen und setzte den Notruf ab.

Der Gefahrgutzug der Korbacher Feuerwehr rückte zur Einsatzstelle aus. Unter Atemschutz kontrollierten die Kräfte das Gebäude mit entsprechender Messtechnik. Auch der zuständige Energieversorger war vor Ort.

Nachdem keine Gefährdung mehr festgestellt werden konnte, wurde das Amtsgericht wieder freigegeben. Während des Einsatzes war die Hagenstraße sowohl für den Fahrzeugverkehr als auch für Fußgänger vollständig gesperrt. Nach gut einer halben Stunde war der Einsatz beendet.

In der Nacht zum Dienstag, 4. August 2026, wurde der Löschzug der Kernstadtwehr gegen 0.40 Uhr erneut alarmiert. In der Feldgemarkung zwischen Korbach und Lelbach, nahe dem sogenannten Indianerwäldchen, stand ein Rundballen in Flammen.

Das Feuer hatte sich bereits auf eine Fläche von rund 100 Quadratmetern ausgebreitet. Nach knapp einer Stunde war der Brandeinsatz beendet. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.

Noch während des Brandeinsatzes ging der nächste Notruf ein. Zur Unterstützung des Rettungsdienstes musste eine Tür geöffnet werden.

Darüber hinaus unterstützten die ehrenamtlichen Kräfte den Rettungsdienst beim Transport eines Patienten. Auch dieser Einsatz war nach gut einer halben Stunde beendet.

 

BRILON. Innerhalb von 24 Stunden haben eine unklare Rauchentwicklung, Gasgeruch, ein Brand in einem Gewerbebetrieb und die Folgen eines Blitzeinschlags die Feuerwehr Brilon zu vier Einsätzen gerufen. Mehr als 70 Kräfte waren an den unterschiedlichen Einsatzstellen beteiligt.

Zunächst wurde die Löschgruppe Thülen am Montag, 3. August 2026, um 17.33 Uhr zu einer unklaren Rauchentwicklung im Bereich des Flugplatzes Thülen alarmiert. Die Kräfte erkundeten das Gelände umfassend, konnten jedoch keinen Rauch feststellen. Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich, sodass der Einsatz beendet werden konnte.

Noch während die Löschgruppe Thülen im Einsatz war, erfolgte gegen 18 Uhr die nächste Alarmierung. Der Löschzug Brilon und die kommunale ABC-Einheit der Feuerwehr Brilon rückten unter dem Einsatzstichwort „H 2 ABC“ zur Altenbriloner Straße aus.

Dort hatte ein aufmerksamer Anwohner im Bereich einer Heizungsanlage Gasgeruch wahrgenommen und richtigerweise umgehend die Feuerwehr verständigt. Die Einsatzkräfte führten vor Ort entsprechende Gasmessungen durch. Gefährliche Gaskonzentrationen konnten dabei nicht festgestellt werden, sodass schnell Entwarnung gegeben werden konnte. Nach rund einer Stunde war der Einsatz beendet.

Gegen 20 Uhr wurde der Löschzug Brilon erneut alarmiert. In einem Betrieb im Gewerbegebiet Hinterm Gallberg hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Ursache war ein defekter Motor in einer Pumpenstation, der eine starke Rauchentwicklung verursacht hatte.

Unter schwerem Atemschutz ging ein Trupp gegen das Feuer vor und löschte den Brand zügig ab. Anschließend waren umfangreiche Lüftungsmaßnahmen erforderlich, um das Gebäude vom Rauch zu befreien. Auch dieser Einsatz konnte nach etwa einer Stunde beendet werden.

In der Nacht zum Dienstag, 4. August 2026, zog ein kräftiges Sommergewitter über das Briloner Stadtgebiet. Um 3.36 Uhr wurden die Einheiten aus Alme, Brilon und Madfeld zu einem gemeldeten Scheunenbrand nach einem Blitzeinschlag in den Bereich „Loh“ zwischen Alme und Madfeld gerufen.

Vor Ort zeigte sich die enorme Energie des Blitzes: Ein etwa 30 Meter hoher Baum war der Länge nach gespalten worden. Zudem war im Bereich eines Telefonmastes ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzkräfte brachten den Brand schnell unter Kontrolle und löschten ihn.

Während die ersten Einheiten die Einsatzstelle nach rund einer Stunde wieder verlassen konnten, blieb die Löschgruppe Madfeld für eine Brandnachschau und zur Absicherung noch bis etwa 5.30 Uhr vor Ort.

Über die geschilderten Feststellungen hinaus lagen der Feuerwehr zu den jeweiligen Brandursachen sowie zur Höhe der entstandenen Sachschäden keine Angaben vor.

 

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