KORBACH. Die Badesaison 2026 geht ihrem Ende entgegen. Freibäder im Landkreis bereiten sich langsam auf die Zwischensaison vor, in der häufig Instandhaltungsarbeiten oder Ausbauten vorgenommen werden. Viele der heimischen Freibäder werden von ehrenamtlich organisierten Schwimmbadvereinen getragen und diese hatte der Landkreis Waldeck-Frankenberg zum Saisonende noch zu einem willkommenen Termin eingeladen.
Landrat Jürgen van der Horst überreichte den acht Vereinen Förderbescheide über jeweils 3.125 €, eine wertvolle Unterstützung für Investitionen in die Freibadanlagen.
Fördervereine für Schwimmbäder gibt es in Volkmarsen-Ehringen, Bad Arolsen-Landau, Vöhl-Marienhagen, Bad Arolsen-Mengeringhausen, Frankenberg-Rengershausen, Diemelstadt-Rhoden, Rosenthal und Diemelsee-Vasbeck. Der Landrat lobte ihren Einsatz auf freiwilliger, unentgeltlicher Basis und sprach den Verantwortlichen an der Vereinsspitze große Bewunderung für die Expertise aus, die sie vor allem im Austausch miteinander für den „Bereich Freibad“ entwickelt haben. Einen Tipp gab der Kreishauschef außerdem, wie größere Investitionen an den Freibadanlagen noch finanziert werden können: Fördermöglichkeiten gibt es bei den Leader-Regionen Burgwald-Ederbergland e. V., Diemelsee-Nordwaldeck und Kellerwald-Edersee e. V. und über Regionalbudgets.
„Wie wichtig Schwimmbäder sind, die von allen besucht werden können, weil der Eintritt auch von Familien mit geringem Einkommen bezahlbar ist, zeigt sich immer wieder“, betonte van der Horst mit Blick auf den tragischen Fall eines vor Kurzem im Twistesee ertrunkenen Jungen. Das flächendeckende Vorhandensein von Freibädern schaffe die Voraussetzung für eine Schwimmausbildung unter fachlicher Begleitung – ein bedeutender Faktor, um der leider zunehmenden Anzahl von Nichtschwimmern entgegenzuwirken. Abschließend wünschte der Landrat den Schwimmbadvereinen weiterhin viel Freude an ihrer selbstgewählten, gesellschaftspolitisch so bedeutenden Aufgabe und wiederholte seinen Dank für das Engagement.
Hintergrund „Nichtschwimmerstatistik“, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V.
In Deutschland kann jedes fünfte Kind im Grundschulalter (20 Prozent) nicht schwimmen. Diese Zahl der absoluten Nichtschwimmer unter den Sechs- bis Zehnjährigen hat sich laut repräsentativen Umfragen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) binnen weniger Jahre verdoppelt, 2017 lag sie noch bei 10 Prozent. Noch dramatischer ist die Lage beim sicheren Schwimmen: Rund 58 bis 60 Prozent aller Kinder sind am Ende der Grundschule keine sicheren Schwimmer, da sie kein Bronze-Abzeichen besitzen.
Experten der DLRG betonen regelmäßig, dass das beliebte Seepferdchen-Abzeichen kein Nachweis für sicheres Schwimmen ist. Es bescheinigt lediglich, dass sich ein Kind auf einer kurzen Strecke von 25 Metern über Wasser halten kann. Als sicherer Schwimmer (Freischwimmer) gilt ein Kind rechtlich und praktisch erst ab dem Deutschen Schwimmabzeichen in Bronze. Hierfür müssen unter anderem 15 Minuten Dauerschwimmen und ein Tieftauchen absolviert werden.
Aktuelle Kennzahlen im Überblick
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KORBACH. Was passiert, wenn es in einem Krankenhaus brennt? Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr gelten dabei ganz andere Bedingungen als bei einem gewöhnlichen Gebäudebrand. Patientinnen und Patienten können häufig nicht selbstständig flüchten, medizinische Geräte müssen berücksichtigt werden und auf Intensivstationen ist eine Evakuierung besonders anspruchsvoll. Genau deshalb setzt das Klinikum Waldeck-Frankenberg auf Vorsorge – und auf eine enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.
Bei einer gemeinsamen Begehung am Standort Korbach mit den Einsatzkräften der Korbacher Feuerwehr wurden jetzt vier medizinische Bereiche des Klinikums unter die Lupe genommen. Ziel war es, den Einsatzkräften die örtlichen Gegebenheiten und die besonderen Anforderungen der einzelnen Bereiche direkt vor Ort zu erläutern.
Vorgestellt wurden die Bereiche von den jeweils verantwortlichen Leitungen: Christina Böhmeke (Leitung Zentrale Notaufnahme) erläuterte die Besonderheiten der ZNA. Sabine Vogel (Leitung Röntgen) stellte den radiologischen Bereich vor. Dr. Stefan Herrmann (Radiologische Praxis) gab Einblicke in die dortigen Abläufe und räumlichen Besonderheiten. Stefan Stollburges (Pädagogische Leitung ITS und Anästhesie) zeigte den Einsatzkräften die besonderen Anforderungen auf der Intensivstation und im Bereich der Anästhesie.
Nicht erst reagieren, wenn es brennt
„Brandschutz beginnt lange vor dem eigentlichen Einsatz“, lautet die zentrale Botschaft der gemeinsamen Begehung. Denn gerade im Krankenhaus kann ein Brand schnell zu einer besonderen Herausforderung werden. Menschen, die auf medizinische Unterstützung angewiesen sind, können nicht einfach selbstständig das Gebäude verlassen. Gleichzeitig müssen medizinische Versorgung und lebenswichtige Geräte möglichst lange aufrechterhalten werden.
Für die Feuerwehr ist es deshalb entscheidend, die räumlichen Gegebenheiten, Zugänge und Besonderheiten der medizinischen Bereiche bereits vor einem möglichen Einsatz zu kennen. Für das Klinikum wiederum ist der direkte Austausch mit den Einsatzkräften ein wichtiger Bestandteil der eigenen Sicherheitsstrategie.
Die gemeinsame Begehung macht deutlich: „Der Brandschutz wird am Standort Korbach nicht dem Zufall überlassen.“ Regelmäßige Abstimmungen, die Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und das gemeinsame Durchsprechen möglicher Einsatzsituationen schaffen wichtige Voraussetzungen dafür, im Ernstfall schnell und koordiniert handeln zu können.
„Wir wollen vorbereitet sein, bevor etwas passiert“, so die Zielsetzung des Klinikums. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist dabei ein wichtiger Baustein. Denn wenn es tatsächlich einmal brennt, bleibt keine Zeit, sich erst mit den Besonderheiten eines Krankenhauses vertraut zu machen. „Dann muss jeder Handgriff sitzen.“
Über das Klinikum Waldeck-Frankenberg
Das Klinikum Waldeck-Frankenberg ist aus dem Zusammenschluss des Stadtkrankenhauses Korbach und des Kreiskrankenhauses Frankenberg entstanden. Als ein Klinikum an zwei Standorten bündelt es medizinische Kompetenz, moderne Versorgungsstrukturen und die langjährige Erfahrung beider Häuser. Ziel ist es, die stationäre und ambulante Gesundheitsversorgung der Menschen in Waldeck-Frankenberg nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln – wohnortnah, leistungsstark und menschlich.
KASSEL. Bei einem Brand auf dem Gelände des Kleingartenvereins Fasanenhof stand eine Gartenlaube in Vollbrand. Verletzt wurde niemand.
Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Dienstag, 18. August 2026, gegen 15.15 Uhr. In einer Parzelle des Kleingartenvereins brannte die Gartenlaube.
Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr zwei Strahlrohre ein. Ein Trupp ging dabei unter Atemschutz vor.
Begünstigt wurden die Löscharbeiten durch das regnerische Wetter. Gemeinsam mit dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr konnte dadurch eine Ausbreitung des Brandes auf benachbarte Parzellen verhindert werden.
Im Einsatz waren der Löschzug der Berufsfeuerwehr Kassel von der Feuerwache 1, die Freiwillige Feuerwehr Kassel-Wolfsanger, ein Rettungswagen sowie die Polizei.
An der Gartenlaube entstand Sachschaden, dessen Höhe auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag geschätzt wird.
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BIELEFELD. Bei einem nächtlichen Verkehrsunfall in Gellershagen ist ein 19-jähriger Autofahrer mit seinem 7er-BMW von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen eine Mauer geprallt. Sowohl der junge Mann aus Herford als auch sein 20 Jahre alter Beifahrer blieben unverletzt.
Mit dem BMW befuhr der 19-Jährige am Sonntag gegen 3.15 Uhr die Jöllenbecker Straße in Richtung Feilenstraße. An der Kreuzung Am Güterbahnhof / Mindener Straße / Feilenstraße wollte er nach links in die Straße Am Güterbahnhof abbiegen.
Beim Abbiegen verlor der Herforder die Kontrolle über das Fahrzeug und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Anschließend fuhr der BMW über einen Grünstreifen und einen Gehweg, bevor er frontal gegen eine Mauer prallte.
Unmittelbar nach dem Unfall wurde eine Streifenwagenbesatzung auf den demolierten Wagen aufmerksam. Gegenüber den Beamten berichteten die beiden Insassen, dass sie zuvor in der Stadt zum Feiern unterwegs gewesen waren.
Während des Gesprächs stellten die Polizisten Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest beim 19-Jährigen bestätigte den Verdacht, woraufhin die Beamten eine Blutprobe anordneten.
Am BMW entstand ein Sachschaden von etwa 10.000 Euro. Zusätzlich wurden bei dem Unfall die Mauer und ein Werbeschild beschädigt. (ots/r)
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MARSBERG. Mehrere Tage, an die 2000 Einsatzkräfte: Für die Stadt Marsberg war es der größte Feuerwehreinsatz der Geschichte. Mit dem Ende der Löschmaßnahmen werden die Ausmaße des Einsatzes immer deutlicher – Gelegenheit für eine erste Bilanz. Besonders wichtig: Es entstand kein Schaden an Personen und Wohngebäuden. 35 Hektar Wiesen- und Waldfläche waren betroffen.
Feuer breitet sich rasant aus
Am frühen Nachmittag des 13. August 2026 begann der Einsatz in Helminghausen mit dem Alarmstichwort „Flächenbrand mit Ausbreitungsgefahr; brennt Feld“. Vor Ort waren die Einsatzkräfte mit einem sich sehr schnell ausbreitenden Flächenbrand konfrontiert, die Rauchentwicklung war weithin sichtbar.
Während nah gelegene Wohngebäude schnell geschützt werden konnten, breitete sich das Feuer rasant in ein Waldstück aus, darüber dann in den sogenannten Remstoß, einen Pass zwischen Helminghausen und Messinghausen. Starker Wind aus immer wieder wechselnden Richtungen machte das Ausbreitungsverhalten nicht kontrollierbar. Die extrem hohen Temperaturen von weit über 30 °C belasteten die Einsatzkräfte zudem enorm – bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit arbeiteten die Frauen und Männer vor Ort.
Vollalarm für die Feuerwehr der Stadt Marsberg
Diese extrem dynamische Lage erforderte einen massiven Personalansatz: So wurde Vollalarm für die gesamte Feuerwehr der Stadt Marsberg ausgelöst. Auch die vorgeplanten überörtlichen Löschzüge der Städte und Gemeinden des Hochsauerlandkreises wurden hinzugezogen; Einsatzkräfte aus der Gemeinde Diemelsee und der Stadt Bad Arolsen waren ebenfalls vor Ort. Trotzdem war klar, dass die eigenen Einsatzkräfte aus Stadt und Kreis bei Weitem nicht ausreichten und der Einsatz mehrere Tage andauern würde.
Mehrere Einsatzabschnitte wurden gebildet, um die Brandbekämpfung, Wasserversorgung, den Nachschub und die Versorgung der Einsatzkräfte zu organisieren; in Bredelar wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet.
Neben der Feuerwehr wurden auch Einheiten des THW, des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes alarmiert. Die Brandbekämpfung fokussierte sich auf das betroffene Waldstück nördlich von Helminghausen und den Remstoß zwischen Helminghausen und Messinghausen; Riegelstellungen zu Wohngebieten und anderen Gebäuden wurden aufgebaut, sodass keine Häuser zu Schaden kamen.
Löschwasser im Pendelverkehr und aus dem Diemelsee
Die Wasserversorgung erfolgte in den ersten Stunden über Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren aus dem gesamten HSK und dem Kreis Paderborn sowie aus Warburg und Willingen. Örtliche Landwirte unterstützten mit zahlreichen Güllefässern und waren ebenfalls in den Pendelverkehr eingebunden.
Bis zur Abenddämmerung unterstützte ein Löschhubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft; das Löschwasser wurde aus dem Diemelsee entnommen. Dies wurde von der DLRG und Feuerwehren aus Bad Arolsen und Bad Wünnenberg gesichert und organisiert.
Für die Bevölkerung wurden Warnmeldungen herausgegeben. Bürgermeister Matthias Koch, dessen allgemeiner Vertreter Klaus Rosenkranz, das Ordnungsamt, Mitarbeiter der Stadtwerke sowie des Betriebshofes waren vor Ort, um den Einsatzablauf vonseiten der Stadt zu unterstützen.
Einsatzleitung des Hochsauerlandkreises nimmt Arbeit auf
Weil gleichzeitig auch in Sundern-Stemel seit dem Vortag ein großer Waldbrandeinsatz lief, trat die Einsatzleitung des Hochsauerlandkreises zusammen, über die im Verlauf des Einsatzes dann die Nachforderungen koordiniert wurden.
Um den großen Bedarf an Einsatzkräften und Material decken zu können, wurde daher auf vorgeplante Landeskonzepte zurückgegriffen, die dann nach und nach in den Einsatz gebracht wurden. Dies betraf einmal die sogenannten Wasserförderzüge, deren spezielle Technik es erlaubt, große Mengen Löschwasser über mehrere Kilometer Wegstrecke zu fördern.
Diese wurden vom Land NRW beschafft und landesweit verteilt, ein Großteil davon war aber bereits bei den Einsätzen in Sundern, im Kreis Düren, in der Eifel und am Möhnesee gebunden. Erst in den späten Abendstunden konnte mit drei solchen HFS-Systemen aus Düsseldorf, Krefeld und Emmerich am Rhein eine Wasserversorgung aus dem Diemelsee aufgebaut werden.
Bezirksbereitschaften aus Nordrhein-Westfalen angefordert
Neben den Wasserförderzügen wurden zudem die sogenannten Bezirksbereitschaften der Feuerwehr für die Einsatzmaßnahmen angefordert. Jede Bezirksregierung stellt dazu aus ihren Kreisen und kreisfreien Städten mehrere solcher Bezirksbereitschaften zusammen; jede einzelne solche Bezirksbereitschaft umfasst 140 Einsatzkräfte, zusammengefasst in fünf Löschzügen und einer zugehörigen Führungseinheit. Da der Brand in Marsberg nur einer von mehreren Waldbränden in NRW war, erstreckten sich die Anforderungswege bis ins Innenministerium.
Daher rückten seit Donnerstagabend Einsatzkräfte aus ganz NRW nach Marsberg an, um den enormen Personalbedarf decken zu können, schließlich mussten die Einsatzkräfte nach mehreren Stunden Arbeit abgelöst und ausgetauscht werden. Einsatzkräfte aus Dortmund, Bochum, Düsseldorf, den Kreisen Münster, Paderborn, Höxter, Warendorf und dem Ennepe-Ruhr-Kreis waren vor Ort; aufgrund der hohen Anzahl an Einsatzkräften ist diese Auflistung womöglich nicht vollständig. Am Samstag waren mehrere Bereitschaften aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem Schwalm-Eder-Kreis aus Hessen vor Ort im Einsatz.
An die 2000 Einsatzkräfte vor Ort
Die genaue Anzahl an Einsatzkräften dürfte aktuell nur zu schätzen sein. Auszugehen ist von 2000 Einsatzkräften von Feuerwehr, THW, DLRG, Bergwacht und den Hilfsorganisationen, die vom 13. bis 16. August 2026 vor Ort waren.
Um die ca. 2.000 Einsatzkräfte verpflegen zu können, wurde in der Helminghauser Schützenhalle eine Versorgungsstelle eingerichtet. Hierzu musste ein Ferienlager, das eigentlich in der Schützenhalle stattfinden sollte, kurzerhand in die Obermarsberger Schützenhalle verlegt werden.
„Feuer aus“ am Sonntagabend
Am Sonntag, 16. August 2026, begannen bereits umfangreiche Aufräumarbeiten: So waren die HFS-Systeme bereits für die Einsätze in der Eifel und im Kreis Düren eingeplant. Das Feuer war bereits seit Freitag, 14. August 2026, um 10.00 Uhr unter Kontrolle; die Rückmeldung „Feuer aus“ ging Sonntagabend gegen 20.15 Uhr bei der Leitstelle ein.
Offiziell beendet war der Einsatz am 17. August 2026 um 18.00 Uhr; zuvor hatte die Löschgruppe Padberg letzte Glutnester abgelöscht.
Dank an Einsatzkräfte und Bevölkerung
Wehrleiter Cyrill Stute und Bürgermeister Matthias Koch bedanken sich ausdrücklich bei allen eingesetzten Kräften für ihr Engagement. In den Dank beziehen sie auch die Einwohnerinnen und Einwohner von Helminghausen mit ein, die an vielen Stellen durch ihre Mithilfe zum Gelingen des Einsatzes beigetragen haben.
WALDECK. Nach einem Verkehrsunfall zwischen zwei Motorrädern ist die Feuerwehr Sachsenhausen in die Wildunger Straße ausgerückt. Neben dem Rettungsdienst war auch die Polizei an der Einsatzstelle.
Zur Aufnahme auslaufender Betriebsstoffe wurde die Feuerwehr Sachsenhausen am Samstag um 16.15 Uhr nachalarmiert. Dort war es zuvor zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Motorrädern gekommen.
Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing sicherten die Einsatzkräfte auf der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt den Rettungsdienst gegen den fließenden Verkehr ab. Dazu wurde die Strecke durch Verkehrsposten halbseitig gesperrt.
Durch den Unfall ausgelaufenes Benzin nahmen die Feuerwehrkräfte mit Ölbindemittel auf, um die Rutschgefahr zu beseitigen. Bis zum Eintreffen eines nachalarmierten zweiten Rettungswagens betreuten sie zudem einen weiteren Patienten.
Nach rund 45 Minuten konnte der Feuerwehreinsatz beendet werden.
VÖHL. Nach einem Kontrollverlust auf der L 3084 zwischen Herzhausen und Vöhl ist eine 59-jährige Autofahrerin mit ihrem Fiat Panda verunglückt. Die Frau blieb unverletzt.
Die 59-Jährige war am Dienstag, 18. August 2026, gegen 15.30 Uhr mit ihrem Fiat Panda von Herzhausen in Richtung Vöhl unterwegs. Am Ausgang einer Linkskurve verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug.
Der Fiat hatte erst kurz zuvor neue Reifen bekommen. Als mögliche Ursache für den Unfall wird die Fahrbahnbeschaffenheit vermutet. Nach der langen Trockenperiode und durch Reifenabrieb soll die Strecke derzeit sehr schmierig sein.
Der Fiat Panda wird von einem Abschleppunternehmen von der Unfallstelle abtransportiert.
Tipp der Redaktion
Aufgrund der trockenen vergangenen Wochen und des Reifenabriebs auf dem Asphalt können die Fahrbahnen nach dem Regen derzeit extrem rutschig sein. Verkehrsteilnehmer sollten deshalb besonders aufmerksam fahren, die Geschwindigkeit anpassen und unnötig starke Lenk- oder Bremsmanöver vermeiden.
KASSEL. Täuschend echt aussehende Smartphones und Smartwatches beschäftigen derzeit die Kasseler Kriminalpolizei. Eine Tätergruppierung soll gefälschte Markenprodukte verkauft haben, die äußerlich und selbst beim Einschalten den Eindruck erwecken, von Apple zu stammen. Erst beim Einrichten bemerkten die Käufer, dass es sich um Totalfälschungen handelt.
Wie die Polizei am Dienstag, 18. August 2026, mitteilt, bearbeiten die Ermittler derzeit rund zwei Dutzend Betrugsfälle. Neben den laufenden Ermittlungen gegen die Tätergruppierung warnt die Polizei vor besonders günstigen Angeboten und gibt Hinweise, wie sich Käufer vor solchen Betrugsmaschen schützen können.
Täuschend echte Fälschungen in Originalverpackungen
Die ersten Anzeigen der Betrugsserie wurden bereits vor einigen Wochen bei der Polizei erstattet. In den meisten bislang bekannten Fällen waren Apple-Smartphones und Apple-Watches in Originalverpackungen über ein Kleinanzeigenportal als Neuware angeboten worden. Die Preise lagen deutlich unter dem üblichen Marktpreis und wirkten dadurch für die späteren Opfer besonders attraktiv.
Nach der Kontaktaufnahme erhöhten die Verkäufer nach Angaben der Polizei häufig den Druck. So wurde beispielsweise behauptet, das Angebot sei nur an diesem Tag gültig oder es gebe bereits mehrere Interessenten.
Anschließend vereinbarten die Betrüger Verkaufstreffen im öffentlichen Raum. Diese fanden an unterschiedlichen Orten in Kassel und im Landkreis Kassel statt, unter anderem in Lohfelden und Hofgeismar.
Die Opfer stammen aus ganz Nordhessen sowie aus Südniedersachsen. Nach der Bezahlung erhielten sie das vermeintlich originalverpackte Produkt. Häufig wurde sogar eine Rechnung ausgehändigt, wodurch der Kauf zusätzlich seriös erschien.
Auch in Geschäften und Straßenbahnen angesprochen
Nach Angaben der Ermittler gab es zudem mehrere Fälle, in denen Mitglieder der Tätergruppierung die späteren Betrugsopfer direkt in Geschäften, Spielhallen oder Straßenbahnen ansprachen. Diese Fälle ereigneten sich überwiegend in der Kasseler Innenstadt.
Auch dort wurden die vermeintlichen Apple-Produkte zum Kauf angeboten. Wie bei den zuvor vereinbarten Treffen bemerkten die Käufer erst im Nachhinein, dass sie eine Fälschung erhalten hatten und einem Betrug aufgesessen waren. Ein Kontakt zu den Verkäufern ließ sich anschließend nicht mehr herstellen.
Tatverdächtige identifiziert und Wohnungen durchsucht
Durch die Ermittlungen der Kriminalbeamten konnten einzelne Mitglieder der Tätergruppierung identifiziert werden, die im Landkreis Kassel leben.
Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Wohnungen von Tatverdächtigen durchsucht. Trotz der laufenden Ermittlungen kann nach Einschätzung der Polizei nicht ausgeschlossen werden, dass die Verkaufsgeschäfte fortgeführt werden.
Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Betrug
Um sich beim Kauf eines Smartphones oder einer Smartwatch vor einem Betrug zu schützen, gibt die Polizei folgende Hinweise:
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PADERBORN. Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Grunigerstraße ist eine Wohnung durch Brand- und Raucheinwirkung unbewohnbar geworden. Drei Personen mussten medizinisch versorgt werden.
Unter dem Einsatzstichwort „Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr“ wurde die Feuerwehr Paderborn am Montag um 17.52 Uhr in die Innenstadt alarmiert. Aufmerksame Nachbarn und weitere Bürger aus der Innenstadt hatten den Brand in der Hinterhofbebauung bemerkt und den Notruf gewählt.
Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Grunigerstraße erkennen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand eine Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes in Vollbrand. Der Bewohner war zu diesem Zeitpunkt bereits von den zuerst eingetroffenen Polizeikräften aus dem Gefahrenbereich gerettet worden.
Insgesamt wurden drei Personen medizinisch versorgt. Zwei von ihnen mussten nach der Versorgung vor Ort in örtliche Krankenhäuser gebracht werden.
Zur Brandbekämpfung gingen insgesamt vier Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz vor. Parallel richteten die Einsatzkräfte im rückwärtigen Bereich eine Riegelstellung ein, um ein Übergreifen des Brandes auf die umstehenden Bäume und Gebäude zu verhindern.
Im weiteren Verlauf wurde die betroffene Wohnung auf Brandnester kontrolliert. Durch die Brand- und Raucheinwirkung ist sie nicht mehr bewohnbar.
Im Anschluss nahm die Polizei die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache auf.
Fast drei Stunden dauerte der Einsatz. Neben den hauptamtlichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord waren auch die ehrenamtlichen Löschzüge Stadtmitte und Stadtheide alarmiert. Währenddessen wurden die verwaisten Wachen Süd und Nord durch die ehrenamtlichen Löschzüge Wewer und Marienloh besetzt.
Insgesamt befanden sich rund 50 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Zum eingesetzten Fuhrpark gehörten unter anderem vier Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, zwei Drehleitern, ein Gerätewagen Logistik sowie zwei Wechselladerfahrzeuge. (ots/r)
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KASSEL. Zwei Brände an und in Gebäuden haben die Feuerwehr in der Nacht beschäftigt. Meterhohe Flammen sorgten bei einem der Einsätze für eine gefährliche Situation. Beide Brände verliefen ohne Verletzte.
Zu dem ersten Einsatz wurden Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr am Samstag um 2.34 Uhr in die Schirmerstraße alarmiert. Dort brannten ein Abfallcontainer sowie eine Gebäudeeinfriedung. Das Feuer drohte auf ein Wohnhaus überzugreifen, konnte durch einen schnellen Löschangriff jedoch rechtzeitig gestoppt werden.
Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach Angaben der Feuerwehr entstand an der Gebäudeeinfriedung Sachschaden. Die Schadenshöhe wird auf einen vierstelligen Betrag geschätzt.
Nur wenige Stunden später wurden Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr um 5.42 Uhr erneut alarmiert. Diesmal brannte es in einer Wohnung im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Grebensteiner Straße.
Bei dem Feuer handelte es sich um einen Kleinbrand von Raumdekoration. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte hatte ein Bewohner die Flammen gelöscht.
Im Einsatz waren der Löschzug der Berufsfeuerwehr von der Feuerwache 1, die Freiwillige Feuerwehr Wolfsanger, der Rettungsdienst sowie die Polizei. Einsatzleiter war Philipp Weitzel.
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