Michael Fränkel

Michael Fränkel

Montag, 19 Januar 2026 12:57

Warnung vor fiesem Online-Anlagebetrug

WALDECK-FRANKENBERG. Die Polizei warnt eindringlich vor den Versprechen vom schnellen Reichtum durch Cyber-Trading und Online-Anlagebetrug, da diese Angebote oft zu schön sind, um wahr zu sein. In den vergangenen Monaten registrierten die Ermittler im Landkreis Waldeck-Frankenberg vermehrt Anzeigen wegen dieser Masche, wobei die entstandenen Schäden teilweise bis in den sechsstelligen Bereich reichten.

Das Prinzip hinter dem Betrug ist simpel: Anleger werden auf professionell gestalteten Internetseiten mit dem Versprechen auf unkomplizierte Gewinne durch Kryptowährungen zu hohen Investitionen animiert. Tatsächlich wird das Geld jedoch niemals angelegt, sondern fließt direkt an die Hintermänner. Die Täter nutzen für ihre fiktiven Trading-Plattformen aufwendige Werbung in sozialen Medien und schrecken auch nicht davor zurück, Namen sowie Gesichter prominenter Personen ohne Erlaubnis zu missbrauchen oder gefälschte Bewertungen zu erstellen.

Häufig beginnt der Betrug auch auf Partnerbörsen, wo nach einer Phase des Kennenlernens gezielt Kryptoinvestitionen vorgeschlagen werden. Opfer werden dazu gedrängt, Konten auf den Portalen der Täter zu eröffnen und Bitcoins auf deren Accounts zu transferieren. Um Vertrauen aufzubauen, werden anfangs oft kleine Gewinne ausgezahlt, bevor die Betrüger bei höheren Summen oder Auszahlungswünschen den Kontakt abbrechen oder zusätzliche Zahlungen fordern.

Zwei aktuelle Fälle aus der Region verdeutlichen die Gefahr: Eine 43-jährige Frau aus dem Frankenberger Land verlor einen hohen fünfstelligen Betrag, nachdem sie über Tinder Kontakt zu einem Mann aufgenommen hatte, der sie über WhatsApp zur Installation von Apps und Geldüberweisungen anwies. Ein 40-jähriger Mann aus Nordwaldeck wurde über eine Internet-Werbeanzeige in eine WhatsApp-Gruppe gelockt und überwies auf Anweisung eines angeblichen Brokers mehrfach Geld auf ausländische Konten, was zu einem Schaden im unteren sechsstelligen Bereich führte. In beiden Fällen fand die Kommunikation ausschließlich über Messenger statt.

Die Polizei gibt folgende Tipps zum Schutz:

  • Personen auf virtuellen Plattformen sind oft nicht die, für die sie sich ausgeben.

  • Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlich hohen Gewinnversprechen.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen; seriöse Berater drängen nicht zu schnellen Entscheidungen.

  • Tätigen Sie Investments nur bei Instituten mit europäischer Einlagensicherung.

  • Spekulationen mit Kryptowährungen unterliegen generell sehr großen Risiken.

  • Vorsicht bei ausländischen Konten, da die Durchsetzung von Forderungen dort oft unmöglich ist.

  • Achten Sie stets auf ein nachvollziehbares Impressum und nutzen Sie Internetrecherchen zur Überprüfung.

  • Geben Sie niemals Bankdaten, Passwörter oder Wallet-Schlüssel an Fremde heraus.

Falls Sie bereits betroffen sind:

  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei.

  • Kontaktieren Sie sofort Ihre Hausbank, um Zahlungen eventuell rückgängig zu machen.

  • Brechen Sie den Kontakt zu den Tätern sofort ab.

  • Nehmen Sie keine weiteren Überweisungen vor, auch wenn Sie unter Druck gesetzt werden.

(ots/r)

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Montag, 19 Januar 2026 12:48

Einbruch in Gemeindeverwaltung

BURGWALD. Unbekannte Täter sind in das Gebäude der Gemeindeverwaltung eingedrungen und haben dort nach Diebesgut gesucht.

Zwischen Freitagmittag (16. Januar) und Montagmorgen (19. Januar) gelangten die Einbrecher in das Objekt in der Hauptstraße, nachdem sie eine Fensterscheibe gewaltsam eingeschlagen hatten. Im Inneren der Verwaltung entwendeten die Unbekannten Lebensmittel im Wert von 30 Euro.

Auf 530 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt, der durch den Einbruch und den Diebstahl entstanden ist. Hinweise von Zeugen, die im relevanten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Hauptstraße beobachtet haben, nimmt die Polizeistation Frankenberg unter der Telefonnummer 06451-72030 entgegen. (ots/r)

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Montag, 19 Januar 2026 09:37

Mietwagen kracht gegen Strommast

TWISTETAL. Nach einer heftigen Kollision mit einem Strommasten am Ortsausgang von Nieder-Waroldern sucht die Polizei nach dem flüchtigen Autofahrer.

Die Einsatzkräfte wurden am Sonntag durch ein automatisches E-Call-System zu der Unfallstelle an der Strecke in Fahrtrichtung Höringhausen gerufen. In einer Linkskurve hatte der Fahrer eines keine vier Wochen alten Mini Coopers die Kontrolle verloren und war nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dort riss der Mietwagen zunächst einen Leitpfosten aus dem Boden, bevor er frontal gegen einen hölzernen Strommasten prallte und diesen vollständig durchtrennte.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte befand sich keine Person mehr an dem verlassenen Wrack. Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten dazu, dass zwei Männer im Alter von 33 und 51 Jahren aus Bad Arolsen im Ortsbereich von Nieder-Waroldern angetroffen werden konnten. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den beiden um den Beifahrer und einen weiteren Mitfahrer handelte. Vom Fahrer des verunfallten Wagens fehlt jedoch seither jede Spur.

Suchmaßnahmen im unwegsamen Gelände wurden durch die Feuerwehren aus Twistetal und Waldeck unterstützt. Während die Twistetaler Brandschützer die Unfallstelle für die Spurensicherung weiträumig ausleuchteten, setzte die Feuerwehr Waldeck eine Drohne ein, um das Areal aus der Luft abzusuchen. An dem neuwertigen Fahrzeug mit Münchener Kennzeichen entstand Totalschaden. Auf 49.100 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Das Abschleppunternehmen Gäbler übernahm im Anschluss die Bergung des völlig zerstörten Mietwagens von der Unfallstelle

Hinweise zum flüchtigen männlichen Fahrer nimmt die Polizeistation Bad Arolsen unter der Telefonnummer 05691-97990 entgegen.

Samstag, 17 Januar 2026 10:56

Großeinsatz nach Reizgasaustritt

OLPE. Eine verdächtige Substanz in einer Sekundarschule hat am Freitagvormittag für einen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei gesorgt.

Gemeldet wurde die Feststellung einer Substanz mit stechendem Geruch im Quellenweg in Lütringhausen gegen 11.42 Uhr am Freitag (16. Januar). Einsatzkräfte vor Ort sperrten das Schulgelände umgehend weiträumig ab. Insgesamt 20 Kinder sowie zwei Hausmeister klagten infolge des Vorfalls über Reizungen ihrer Atemwege.

Beide Hausmeister und zwei der betroffenen Kinder wurden durch den Rettungsdienst unmittelbar vor Ort behandelt. Weitere 18 Kinder mussten zur eingehenden Untersuchung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen handelte es sich bei der Substanz offenbar um Pfefferspray.

Beamte der Kreispolizeibehörde Olpe prüfen nun intensiv, wie das Spray in die Schule gelangen konnte. In diesem Zusammenhang betont die Polizei ausdrücklich, dass Pfefferspray in Deutschland lediglich als Tierabwehrspray verkauft und ausschließlich zu diesem Zweck oder in einer Notwehrsituation eingesetzt werden darf. Ein Gebrauch lediglich aus vermeintlichem Spaß ist streng verboten, wird konsequent verfolgt und zieht in der Regel empfindliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich. (ots/r)

Samstag, 17 Januar 2026 10:47

220 Kilo Kokain sichergestellt

FRANKFURT AM MAIN. Ermittlerinnen und Ermittlern von c und Zoll ist ein bedeutender Schlag gegen die internationale Rauschgiftkriminalität gelungen, bei dem eine enorme Menge Kokain sichergestellt wurde.

Insgesamt sechs Tatverdächtige im Alter von 24 bis 56 Jahren wurden am Mittwoch (14. Januar) im Zuge eines koordinierten Einsatzes im Landkreis Groß-Gerau sowie in Frankfurt vorläufig festgenommen. Sichergestellt wurden dabei 220 Kilogramm Kokain, nachdem der Hamburger Zoll bereits zu Jahresbeginn einen entscheidenden Hinweis ausländischer Behörden erhalten hatte.

Versteckt war das Rauschgift in einem Seecontainer aus Brasilien, der mit über 25.000 Kilogramm Spachtelmasse in Eimern beladen war. Adressiert war die Sendung an eine im Rhein-Main-Gebiet ansässige Firma, woraufhin die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Frankfurt am Main und die Staatsanwaltschaft Darmstadt die weiteren Ermittlungen übernahmen. In deren Verlauf gerieten die Beschuldigten in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden.

Vorwurf gegen die Männer lautet auf bandenmäßige unerlaubte Einfuhr sowie bandenmäßiges illegales Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Anschließende Durchsuchungen von insgesamt sieben Wohn- und Geschäftsräumen im Kreis Groß-Gerau, Dortmund und Frankfurt führten zur Sicherstellung zahlreicher Mobiltelefone, Dokumente sowie 4000 Euro Bargeld. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch das Hauptzollamt Hamburg, das Zollfahndungsamt Hamburg sowie Spezialkräfte der Hessischen Polizei und des Zolls.

Fünf der Festgenommenen wurden am Donnerstag (15. Januar) der Haftrichterin des Amtsgerichts Darmstadt vorgeführt, die Haftbefehl erließ, während ein weiterer Beschuldigter auf freien Fuß gesetzt wurde. Gegründet wurde die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Frankfurt am Main bereits im Jahr 1980 als Zusammenschluss von Ermittlern des Zollfahndungsamtes und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. Ziel dieser Expertendienststelle ist die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität durch besonders umfangreiche Ermittlungsverfahren im Bereich der schweren und organisierten Kriminalität. Weitere Auskünfte werden aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht erteilt. Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Freitag, 16 Januar 2026 19:10

Lkw mit Getreide auf B 68 umgekippt

WARBURG. Auf der Bundesstraße 68 ist am frühen Freitagmorgen ein mit Getreide beladener Sattelzug verunglückt und hat eine stundenlange Sperrung der Strecke verursacht.

Aus Richtung Scherfede kommend war der 58-jährige Fahrer am Freitag gegen 4.30 Uhr mit seinem Gespann in Fahrtrichtung Paderborn unterwegs. In Höhe der Abfahrt Hardehausen kam der Sattelzug aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, woraufhin der voll beladene Auflieger auf die Seite kippte und im Grünstreifen liegen blieb.

Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten den Mann aus seiner Kabine, bevor er zur weiteren medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert wurde. Aufwändige Bergungsarbeiten machten eine zunächst vollständige Sperrung der B 68 erforderlich. Nachdem die Fahrspur in Richtung Warburg gegen 6.30 Uhr wieder freigegeben werden konnte, erfolgte die vollständige Freigabe der Bundesstraße schließlich um 9.45 Uhr.

Unangenehme Folgen hat der Vorfall für drei weitere Verkehrsteilnehmer, die sich über die Absperrungen hinwegsetzten. Sie ignorierten das Durchfahrtsverbot und fuhren trotz der Vollsperrung in den gesperrten Bereich ein. Polizeibeamte stoppten die Fahrer und fertigten entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeigen an. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. (ots/r)

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Freitag, 16 Januar 2026 18:55

Feuerwehr löscht zwei Brände am Abend

KASSEL. Ein brennender Pkw auf der Autobahn 7 sowie das Feuer in einer massiv gebauten Gartenlaube haben die Feuerwehr am Mittwochabend gefordert.

Nachdem die Brandschützer bereits am Mittwochmittag bei einem Kellerbrand im Einsatz waren, beschäftigten weitere Brände die Einsatzkräfte in den Abendstunden. Gegen 19 Uhr am Mittwoch (14. Januar) rückte der Löschzug der Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1 zunächst auf die Autobahn 7 in Fahrtrichtung Süden aus. Kurz vor Guxhagen stand ein Pkw bei Eintreffen der Retter bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Zwar konnte der Brand durch die Besatzung schnell abgelöscht werden, an dem Fahrzeug entstand jedoch Totalschaden. Während der Löscharbeiten blieb die Autobahn für rund 30 Minuten voll gesperrt.

Kurze Zeit später erreichte gegen 20.30 Uhr eine Serie von Notrufen die Leitstelle der Feuerwehr Kassel und meldete den Brand einer Gartenlaube auf dem Gelände des ehemaligen Kleingartenvereins Fackelteich. Bei Ankunft des Löschzuges der Feuerwache 1 stand das rund 50 Quadratmeter große und massiv gebaute Gebäude bereits im Vollbrand. Umgehend wurden zwei Löschrohre vorgenommen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Wegen der schwierigen Bedingungen auf dem stillgelegten Gelände musste das Löschwasser mühsam über eine längere Distanz zur Einsatzstelle mitten im Gelände befördert werden. Unterstützung erhielt die Berufsfeuerwehr bei den aufwendigen Löscharbeiten, die mehr als zwei Stunden andauerten, tatkräftig von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Forstfeld/Bettenhausen.

Freitag, 16 Januar 2026 18:33

Großfeuer in Werkstatt und Kita

KASSEL. Gleich zwei Großfeuer im Stadtgebiet haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei am Vormittag massiv gefordert und zu erheblichen Sachschäden geführt.

Während des Dienstwechsels der Berufsfeuerwehr gegen 7.45 Uhr am Donnerstag (15. Januar) ging zunächst die Meldung über den Brand eines Autohandels im Stadtteil Wesertor ein. Bei Eintreffen der beiden Löschzüge sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Bettenhausen/Forstfeld, Wolfsanger und Harleshausen stand das Werkstattgebäude in der Straße Franzgraben bereits im Vollbrand. Ersteintreffende Kräfte stellten ein ausgedehntes Feuer im Deckenbereich fest, das sich aufgrund der unübersichtlichen Gebäudestruktur zunächst schwer lokalisieren ließ.

Wegen der starken Rauchentwicklung und der Einsturzgefahr des Daches mussten die Löscharbeiten zeitweise von außen fortgeführt werden. Ein Bagger einer Baufirma kam zum Einsatz, um die Decke an den betroffenen Stellen zu öffnen und die Brandnester gezielt abzulöschen. Während des Einsatzes wurden alle auf dem Hof befindlichen Fahrzeuge in Sicherheit gebracht. Ein 70-jähriger Gebäudeinhaber, der bei Ausbruch des Feuers anwesend war, erlitt eine Rauchgasintoxikation und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Für die Dauer der etwa siebenstündigen Löscharbeiten waren Sperrungen der Ysenburgstraße und des Franzgrabens erforderlich. Auf einen sechsstelligen Betrag wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen derzeit nicht vor.

Fast zeitgleich zu den laufenden Maßnahmen im Wesertor brach gegen 11 Uhr ein zweiter Brand in einer Kindertagesstätte in der Marburger Straße aus. Glücklicherweise lösten die installierten Rauchwarnmelder umgehend aus, sodass die Angestellten und alle Kinder das Gebäude unverletzt verlassen konnten. Sie kamen vorübergehend in einem benachbarten Kindergarten unter. Zusätzliche Einheiten der Feuerwehr, die für solche Paralleleinsätze in Dienst gestellt worden waren, brachten die Flammen schnell unter Kontrolle. Dennoch ist die Einrichtung vorerst nicht mehr nutzbar. Auf rund 100.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

Brandermittler des zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo haben beide Brandstellen untersucht. In der Kindertagesstätte deuten alle Spuren auf einen technischen Defekt an zwei Kühlschränken in der Küche hin, der das Feuer auslöste. Ein fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln ist nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht erkennbar. Die Untersuchungen zur Ursache des Werkstattbrandes dauern hingegen noch an. (ots/r)

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Freitag, 16 Januar 2026 09:51

Schockanruf: Seniorin um Beute geprellt

KREIS PADERBORN. Eine Seniorin ist Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sich mit einer perfiden Schock-Masche als Behördenvertreter ausgaben.

Am Donnerstagnachmittag (15. Januar 2026) erhielt die ältere Dame im Kreisgebiet einen Anruf von einem bislang unbekannten Täter, der vorgab, Polizeibeamter zu sein. Dieser Tatverdächtige, welcher akzentfreies Deutsch sprach, behauptete, ihre Tochter hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse nun eine hohe Kaution zahlen. Um die Glaubwürdigkeit zu untermauern, wurde das Telefon an die angebliche Tochter weitergereicht, die unter Schluchzen und Weinen massiven Druck auf die Frau ausübte.

An der Haustür übergab die Seniorin schließlich eine Bargeldsumme sowie Schmuck an einen Abholer, der sich als Mitarbeiter des zuständigen Gerichts ausgab. Mit seiner Beute flüchtete der Täter im Anschluss. Erst nachdem die Frau ihre Kinder informierte, die daraufhin die Polizei benachrichtigten, wurde der Betrug erkannt.

Eindringlich warnt die Polizei vor allen Arten des Telefonbetrugs, da die Täter meist ältere Menschen als Ziel wählen und diese oft stundenlang unter psychologischem Druck am Telefon festhalten. Dabei wird mit allen Tricks gearbeitet, um den Opfern vorzugaukeln, Unheil könne nur durch Geldübergabe abgewendet werden. Oft sind die Betroffenen tatsächlich regelrecht geschockt am Telefon.

Paderborner Beamte gehen in vielen Bereichen gegen dieses Problem vor und haben dazu die breit angelegte Kampagne „Geschockt am Telefon? – Auflegen!“ gestartet. Alle Informationen dazu sind auf der Website der Kreispolizeibehörde Paderborn zu finden. Jüngere Angehörige werden zudem gebeten, mit Älteren über Maschen wie falsche Polizeibeamte, Enkeltricks oder angebliche Bankmitarbeiter zu sprechen. Tipps, Flyer und persönliche Beratungen unter der Telefonnummer 05251 306-0 stehen für Interessierte zur Verfügung. (ots/r)

Freitag, 16 Januar 2026 09:35

Terrorverdacht: Zwei Festnahmen

KASSEL. In einem umfangreichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main führten Beamte des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA) gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Nordhessen am Donnerstag (15. Januar) die Festnahmen an den Flughäfen in Hannover und Stuttgart durch. Ermittler werfen den zwei deutschen Staatsangehörigen im Alter von 27 und 18 Jahren vor, eine Straftat gemäß § 89 a des Strafgesetzbuches vorbereitet zu haben. Die beiden Männer, die Bezüge in die islamistische Szene aufweisen, wurden bereits einem Haftrichter in Frankfurt am Main vorgeführt und befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Verdacht auf geplante Ausreise nach Syrien

Intensive polizeiliche Maßnahmen unter Einbeziehung von Spezialeinsatzkräften konkretisierten zuvor den Verdacht, dass die Beschuldigten eine Ausreise nach Syrien planten. Weitreichende Ermittlungen der beteiligten Strafverfolgungsbehörden mit bundeslandübergreifenden Bezügen, insbesondere nach Nordrhein-Westfalen, deuteten darauf hin, dass sich die Männer dort mutmaßlich ausbilden lassen wollten, um an Kampfhandlungen im Ausland teilzunehmen. Diese Ausreisevorhaben konnten durch den Zugriff an den Flughäfen erfolgreich unterbunden werden.

Sicherstellung von Beweismaterial in Nordhessen

Gefunden wurden bei anschließenden Durchsuchungen von Wohnungen in Kassel und im Landkreis Kassel unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen sowie zahlreiche Flyer und Broschüren mit Bezug zur Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Zudem stellten die Beamten Bargeld, diverse Mobiltelefone und Datenträger sicher, die nun im Detail ausgewertet werden.

An der großangelegten Aktion waren neben Kräften des HLKA und des Polizeipräsidiums Nordhessen auch Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei, des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz sowie des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main beteiligt. Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand laut offiziellen Angaben zu keinem Zeitpunkt. Die weiteren Ermittlungen der Behörden dauern an. (ots/r)

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