NORDHESSEN. Wahlhilfen wie Wahl-O-Mat, VOTO oder vergleichbare Tools spielen als Instrument der politischen Bildung eine wichtige Rolle. Am Donnerstag, 12. März, von 18 bis 19.30 Uhr wirft der Wissenschaftler Thilo Dieing von der TU Darmstadt im „Online-Demokratiegespräch Nordhessen“ einen Blick hinter die Kulissen solcher Anwendungen.
Wahlhilfen unterstützen dabei, sich schnell, unkompliziert und verständlich über politische Positionen, zentrale Themen und inhaltliche Schwerpunkte zu informieren. Sie ermöglichen einen strukturierten Vergleich zwischen den eigenen politischen Einstellungen und den Programmen sowie Haltungen politischer Parteien, ausdrücklich ohne eine konkrete Wahlempfehlung auszusprechen.
Die kostenfreie Online-Veranstaltung findet über die Plattform BigBlueButton statt. Kurz vor der Veranstaltung wird ein Link versandt, das Herunterladen einer speziellen Software ist nicht nötig.
Thilo Dieing zeigt in der Online-Veranstaltung auf, wie Wahlhilfen konzipiert und entwickelt werden, wie politische Thesen recherchiert und abgestimmt werden und welche redaktionellen sowie technischen Prozesse hinter der Erstellung der Inhalte stehen. Diskutiert werden dabei Fragen wie: Wer nutzt Wahlhilfen eigentlich – und wer nicht? Wie versuchen Parteien, Einfluss auf Wahlhilfen zu nehmen? Tragen Wahlhilfen zur politischen Teilhabe und zur Stärkung demokratischer Kompetenzen bei? Spielen sie eine Rolle bei der Extremismusprävention? Beeinflussen sie Wahlentscheidungen – und wenn ja, in welcher Weise?
In der nordhessischen Kommune Stadt Kassel sowie in den Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg stehen für die Kommunalwahl lokale Wahlhilfen zur Verfügung. Diese Beispiele sollen im Rahmen der Diskussion aufgegriffen und näher beleuchtet werden. Thilo Dieing ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich „Politisches System Deutschlands und Vergleich politischer Systeme“ der TU Darmstadt und koordiniert dort die wissenschaftliche Begleitung des Wahlhilfetools VOTO im Kontext der hessischen Kommunalwahlen.
Zur Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich und möglich unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/veranstaltungen (Datum 12. März). Für Rückfragen steht die DEXT-Fachstelle Waldeck-Frankenberg, Sachbearbeiterin Kea Sarah Brahms, gerne telefonisch unter der Telefonnummer 05631 954-1561 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.
KORBACH. Auch im Jahr 2026 bietet der Hessencampus Waldeck-Frankenberg wieder eine Veranstaltungsreihe zu einem bestimmten Thema an. „Kompetent! Von Anfang an“ richtet sich an Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, die den Übergang von der Ausbildung in den Berufsalltag erfolgreich gestalten möchten. Die Veranstaltungen bieten neben fachlichem Input auch Raum für Reflexion und persönliche Weiterentwicklung. Zu den kostenlosen Veranstaltungen des Hessencampus ist eine Anmeldung erforderlich.
Der Schritt vom Auszubildenden zur Fachkraft ist eine prägende Phase. Neue Verantwortung, veränderte Rollen im Team und steigende Erwartungen stellen junge Fachkräfte vor vielfältige Herausforderungen. Fachliche Kompetenz allein reicht dabei häufig nicht aus. Gefragt sind professionelle Kommunikation, Selbstorganisation, Resilienz und ein sicheres Auftreten. Die vier praxisnahen Tagesseminare setzen genau hier an. Sie vermitteln konkrete Werkzeuge und Strategien, um Unsicherheiten abzubauen, Handlungskompetenz zu stärken und langfristig motiviert sowie leistungsfähig im Berufsalltag zu bleiben.
Informationen zu den einzelnen Angeboten sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte auf der Webseite des Landkreises unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/hessencampus. Der Hessencampus Waldeck-Frankenberg steht unter der Telefonnummer 05631 954-2134 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! auch gerne zur Beantwortung weiterer Fragen zur Verfügung.
Veranstaltungsüberblick
Tagesseminar „SMART starten“
Datum: 21. April 2026, Uhrzeit: 8:30 - 16:30 Uhr
Ort: Kreishaus, Südring 2, Korbach
Referentin: Yvonne Welker, Battenberg (Eder)
Anmeldeschluss: 13. April 2026
Tagesseminar: Professionelle Kommunikation und Auftreten im Berufsalltag; Zielgruppe
Datum: 28. Mai 2026, Uhrzeit: 8:30 - 16:30 Uhr
Ort: Kreishaus, Südring 2, Korbach
Referentin: Nadine Kühn, Korbach
Anmeldeschluss: 18. Mai 2026
Tagesseminar: Kraftvoll durch den Berufsalltag
Datum: 11. Juni 2026, Uhrzeit: 8:30 - 16:30 Uhr
Ort: DIAKO Seminarzentrum Edersee, Vöhl-Asel
Referentin: Kristin Frese, Winterberg
Anmeldeschluss: 1. Juni 2026
Tagesseminar: Rollenwechsel meistern – vom Azubi zur Fachkraft
Datum: 16. September 2026, Uhrzeit: 8:30 - 16:30 Uhr
Ort: Kreishaus, Südring 2, Korbach
Referentin: Danuta Moro, Frankenberg (Eder)
Anmeldeschluss: 7. September 2026
KORBACH. Die Zulassungs- und Führerscheinstelle im Kreishaus wird wegen Umbauarbeiten vom 2. bis 13. März geschlossen. Um den Kundenservice, die Arbeitsabläufe und den Datenschutz in der Zulassungs- und Führerscheinstelle zu verbessern, baut der Landkreis Waldeck-Frankenberg seine bisherigen Großraumbüros im Korbacher Kreishaus in moderne Einzel- und Doppelarbeitsplätze um.
Während der Bauarbeiten zieht die Zulassungs- und Führerscheinstelle im Kreishaus in Korbach übergangsweise in andere Räumlichkeiten um, und zwar ins Erdgeschoss in den linken Flügel in die Räume 20 bis 30. Wegen des Umzugs bleibt die Stelle vom 2. bis 13. März geschlossen. Auch die telefonische Erreichbarkeit kann eingeschränkt sein.
Wieder geöffnet am 16. März
Am Montag, 16. März steht die Führerschein- und Zulassungsstelle dann wieder allen Kundinnen und Kunden für ihre Anliegen rund um Auto und Führerschein zur Verfügung, dann in den neuen übergangsweisen Räumlichkeiten, die über den Haupteingang des Kreishauses zu erreichen sind.
Anliegen bei weiteren Zweigstellen erledigen
Während der Schließung stehen die weiteren Zulassungsstellen in Bad Arolsen, Bad Wildungen, Frankenberg und Battenberg nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung. Für Angelegenheiten rund um den Führerschein können sich Kundinnen und Kunden in dringenden Fällen an die Führerscheinstelle in Frankenberg wenden. Auch hier ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Alle Infos und Kontaktdaten zur Terminvereinbarung gibt es online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/verkehr.
Online-Leistungen nutzen
Darüber hinaus können zahlreiche Anliegen rund um das Thema Verkehr bereits schnell und einfach mit wenigen Klicks auch digital erledigt werden. Weitere Infos und eine Übersicht über die Online-Leistungen gibt es unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/onlineantrag. Dort dann in der Suchmaske einfach das gewünschte Stichwort eingeben und die online verfügbaren Leistungen wie beispielsweise „Fahrerlaubnis online beantragen“ oder „KFZ online zulassen“ werden auf einen Blick angezeigt.
Moderne und serviceorientierte Anlaufstelle
Der Umbau der Führerschein- und Zulassungsstelle wird voraussichtlich bis Sommer 2027 dauern. Danach wird den Kundinnen und Kunden eine neue moderne und serviceorientierte Anlaufstelle für alle Führerschein- und Zulassungsangelegenheiten zur Verfügung stehen, inklusive separatem Kunden- und Backoffice-Bereich. „Die neuen Einzel- und Doppelbüros bieten eine schnelle und ungestörte Beratung bei unterschiedlichen Antragsstellungen und persönlichen Vorsprachen“, berichtet die Leiterin des Fachdienstes Verkehr des Landkreises, Petra Gerhold. „Das wird gegenüber den bisherigen Großraumbüros künftig eine deutliche Verbesserung sowohl für unsere Kundinnen und Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden darstellen.“
DIEMELSTADT. Unbekannte Täter entwendeten in der Nacht zum Freitag (20. Februar) aus einem Lastwagen eine große Anzahl von Saugrobotern. In der Zeit zwischen 2 Uhr und 3 Uhr stand der Lastwagen auf einem Parkplatz bei einer Gaststätte am SVG-Hof in Rhoden.
Die Täter konnten über 100 Saugroboter der Marke „Ecovacs“ von der Ladefläche des Lastwagens entwenden, der genaue Tatablauf ist noch unklar. Das Diebesgut hat einen Wert im mittleren fünfstelligen Bereich.
Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen. Hinweise nimmt die Polizeistation Bad Arolsen unter der Telefonnummer 05691-97990 entgegen. (ots/r)
-Anzeige-
BRILON. In einem Kindergarten an der Propst-Meyer-Straße hat es eine Rauchentwicklung im Keller gegeben. Am Donnerstag um 13.03 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Objekt alarmiert, nachdem kurz nach 13 Uhr die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte.
Bei Eintreffen hatten alle Erzieherinnen mit 17 anwesenden Kindern das Gebäude bereits verlassen. Einsatzkräfte kontrollierten den Kellerbereich unter Atemschutz mit einer Wärmebildkamera und einem Gasmessgerät. Als Ursache wurde die Heizungsanlage ermittelt, die nach einem Neustart vermutlich eine geringe Menge Rauch in den Heizungskeller ausgestoßen hatte. Ein Feuer wurde nicht festgestellt.
Anschließend wurden der Kellerbereich und der Kindergarten umfangreich belüftet. Der Einsatz konnte um 14.15 Uhr beendet werden.
Personen kamen nicht zu Schaden. Während der Maßnahmen wurden die Kinder und die Erzieherinnen in der nahegelegenen Marienschule untergebracht. Der Löschzug Brilon war mit 14 Einsatzkräften vor Ort, weitere alarmierte Kräfte mussten nicht mehr ausrücken. Zur Ursache der Rauchentwicklung liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.
NORDHESSEN. Bei Kontrollen in der Karnevalszeit hat die nordhessische Polizei in diesem Jahr 100 Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die nicht nüchtern unterwegs waren. In 35 Fällen wurden Verfahren wegen Alkohol am Steuer eingeleitet, 65 Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen richten sich gegen Fahrer, die offenbar drogenberauscht unterwegs waren, 31-mal beschlagnahmten Polizeibeamte Führerscheine. Trotz der vielerorts durchgeführten und vorab angekündigten Kontrollen blieben Verkehrsunfälle wegen Alkohol und Drogen am Steuer nicht aus: Bei sechs Unfällen mit zwei Verletzten war Alkohol im Spiel, ein Unfall geht auf das Konto eines drogenberauschten Fahrzeugführers.
2598 Fahrzeuge und 3326 Personen kontrolliert
Um andere Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren durch nicht mehr fahrtüchtige Fahrer zu schützen, waren auch in diesem Jahr in der Karnevalszeit viele Beamte auf den nordhessischen Straßen im Einsatz und stoppten Fahrzeuge im fließenden Verkehr oder an fest eingerichteten Kontrollstellen. 2598 Fahrzeuge sowie 3326 Personen wurden zwischen dem 2. Februar und dem gestrigen Aschermittwoch mit dem Hauptaugenmerk auf die Fahrtauglichkeit überprüft. Dabei führten die Kontrollierenden 936 Atemalkoholtests und 381 Drogenvortests durch.
Von den 35 unter Alkoholeinfluss stehenden Fahrern müssen sich zwölf wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten. Bei ihnen lag der Wert unter 1,1 Promille und es kamen keine weiteren Ausfallerscheinungen hinzu. Sie müssen mindestens mit einem Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. In den übrigen 23 Fällen wurden Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr oder Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet, da Werte ab 0,3 Promille und alkoholbedingte Ausfallerscheinungen vorlagen oder die Fahrer mit mehr als 1,1 Promille angehalten wurden. Hier drohen Geldstrafen und ein längerer Führerscheinentzug.
Auch die 65 mutmaßlich drogenberauschten Fahrer erwartet Konsequenzen in Form von Geldbußen oder -strafen sowie Fahrverboten oder Entzug der Fahrerlaubnis.
Darüber hinaus kontrollierte die Polizei in der Karnevalszeit fünf Personen, die mit Haftbefehlen gesucht wurden und acht Fahrer, die keinen Führerschein hatten. Sie müssen sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. (ots/r)
-Anzeige-
MARSBERG. Zwischen Essentho und Meerhof ist ein Pkw verunglückt, die Fahrerin wurde schwer verletzt und konnte sich nicht selbst befreien. Am Mittwoch gegen 12 Uhr wurden die Löschgruppen Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim sowie der Löschzug Marsberg, die Rathauswache und der Rettungsdienst alarmiert.
Kurz vor dem Ortseingang Essentho aus Richtung Meerhof kam die Frau mit ihrem Fahrzeug aus noch ungeklärter Ursache von der Straße ab. Anschließend kollidierte der Pkw mit Gebüsch am Straßenrand, die Fahrerin blieb im Fahrzeug eingeschlossen.
Rettungskräfte versorgten die Verletzte an der Unfallstelle. Einsatzkräfte stabilisierten das Fahrzeug mit zwei Paratech-Stützen und schalteten das E-Auto stromlos. Eine Rettungskarte, die über die Leitstelle digital bereitgestellt werden konnte, leistete dabei gute Hilfe.
Mit Unterstützung der Feuerwehr wurde die Fahrerin aus dem Auto befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Ein Krankenhaus transportierte sie anschließend zur weiteren Behandlung.
Rund anderthalb Stunden dauerte der Einsatz der 30 Einsatzkräfte aus den genannten Einheiten unter der Leitung von Frank Steker aus Marsberg. Voll gesperrt war die Strecke zwischen Essentho und Meerhof für die Dauer des Einsatzes, die Polizei ermittelt zum Unfallhergang.
-Anzeige-
VOLKMARSEN. Im Ehringer Weg ist es zu einem Schornsteinbrand gekommen. Am Donnerstag um 19.04 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort „F2 KAMIN“ alarmiert, bereits auf der Anfahrt war Funkenflug aus dem Schornstein sichtbar.
Ein Trupp ging unter Atemschutz in den Wohnbereich vor und kontrollierte diesen sorgfältig mit einer Wärmebildkamera. Parallel wurde eine Hubarbeitsbühne in Stellung gebracht, um den Schornstein von oben zu kontrollieren und den Brandverlauf zu beurteilen.
Nach dem Eintreffen des zuständigen Schornsteinfegers erfolgte eine erneute Kontrolle des Schornsteins. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung verhindert und die Gefahr beseitigt werden. Nach der entsprechenden Kontrolle wurde der Einsatz beendet.
Im Einsatz waren der Löschzug Mitte sowie Polizei und ein Rettungswagen.
WALDECK. Erneut haben Betrüger Bargeld und Schmuck im Wert von über 10.000 Euro ergaunert. Ein Täter stellte sich am Telefon als Kriminalbeamter vor und gaukelte einer Seniorin vor, ihr Vermögen sei in Gefahr. Die unter Druck gesetzte Frau glaubte die Geschichte und übergab schließlich Bargeld und Schmuck. Die Kriminalpolizei Korbach führt die weiteren Ermittlungen, bittet um Hinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen und warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche.
Am Dienstag, 17. Februar, gegen 17.00 Uhr ging bei der Seniorin aus Waldeck ein Anruf ein. Der Anrufer stellte sich als „Herr Sperling vom K 4 des Raubdezernat Korbach“ vor. Dramatisch schilderte er, dass eine Nachbarin der angerufenen Frau in ihrem Haus durch Einbrecher gefesselt, geknebelt und ausgeraubt worden sei. Die Polizei habe einen der Täter festnehmen können und dabei eine Liste mit weiteren Adressen aufgefunden, wobei auch die Anschrift der Seniorin aufgeführt sei. Mit dem angeblichen Ziel, weitere Raubstraftaten verhindern zu wollen, sei man auf ihre Hilfe angewiesen. Ihr gesamtes zu Hause gelagertes Vermögen müsse gesichert werden. Von dem Betrüger unter Druck gesetzt, folgte sie den Anweisungen, legte Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von über 10.000 Euro in einen Kochtopf und stellte diesen gegen 19.00 Uhr vor ihr Haus.
Aus Sicherheitsgründen sollte sie sich anschließend von der Haustür und den Fenstern fernhalten. Ein paar Minuten später wurde ihr mitgeteilt, dass die Vermögenswerte abgeholt worden seien. Anschließend hielten die Betrüger die Seniorin noch bis etwa 21.30 Uhr am Telefon. Dabei wurde ihr noch gesagt, dass man sich am nächsten Tag erneut melden werde, da ihre bei einem Geldinstitut gelagerten Vermögenswerte nicht sicher seien, weil auch ein Bankmitarbeiter in die Sache verwickelt sei.
Als die Frau am Mittwochmorgen, 18. Februar, bei ihrem Geldinstitut anrief, fiel der Betrug auf und sie meldete sich sofort bei der Polizei. Am Donnerstagmorgen, 19. Februar, gingen tatsächlich zahlreiche weitere Anrufe ein, die inzwischen informierte Seniorin fiel aber nicht nochmal auf die Betrüger rein.
Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Wer am Dienstag, 17. Februar, insbesondere in der Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr, aber auch an den Folgetagen im Bereich der Bahnhofstraße und der Straße Am Ziegenberg in Waldeck verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 zu melden.
Da es in den letzten Wochen im Landkreis Waldeck-Frankenberg auch wieder vermehrt zu Betrugsversuchen am Telefon gekommen ist, ist davon auszugehen, dass die Kriminellen auch zukünftig mit ihren verschiedenen Betrugsmaschen am Telefon versuchen, Bürger um ihre Ersparnisse zu bringen.
Die Polizei gibt daher die folgenden Tipps:
Die „echte“ Polizei erfragt am Telefon keine Details zu Bargeld oder Wertgegenständen im Haus.
Die Polizei nimmt kein Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung oder Überprüfung entgegen.
Die Polizei fragt nie nach Kontodaten und fordert Sie auch niemals auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen.
Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder familiären Verhältnissen preis.
Seien Sie misstrauisch: Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Sie haben immer Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen, Vertrauenspersonen und der örtlichen Polizei.
Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen oder einschüchtern. Legen Sie einfach auf.
Auch wenn Sie im Display die „110“ oder eine Telefonnummer mit einer Ihnen bekannten Vorwahl sehen: Das sogenannte „Call-ID-Spoofing“ erlaubt es Kriminellen, die eigene Rufnummernanzeige zu ändern und statt der Originalrufnummer eine beliebige Rufnummer anzeigen zu lassen. Kriminelle nutzen diese Möglichkeit nicht nur, um ihre Identität zu verschleiern, sondern auch, um gezielt bei ihrem Gesprächspartner den Eindruck zu erwecken, es handele sich um einen Anruf der Polizei oder einer anderen Behörde.
-Anzeige-
WILLINGEN. Auf der B 251 sind ein Auto und ein Linienbus zusammengestoßen, dabei wurden drei Personen verletzt. Am Dienstag gegen 15.50 Uhr war ein 25-Jähriger aus Arnsberg mit einem BMW von Willingen in Richtung Brilon unterwegs.
Ein 55-Jähriger aus Olsberg fuhr mit einem Linienbus der Marke MAN in entgegengesetzter Richtung. Wie die Polizei gegenüber 112-Magazin mitteilt, kam der BMW am Ortsausgang in einer langgezogenen Rechtskurve aus ungeklärter Ursache von der Fahrspur ab und stieß mit dem entgegenkommenden Bus zusammen.
Schwerverletzt musste der 25-Jährige ins Krankenhaus nach Brilon gebracht werden. Der 55-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde in das Krankenhaus nach Korbach gebracht. Außerdem wurde eine 36-Jährige aus Frankenberg als Mitfahrerin im Bus verletzt.
Der BMW erlitt Totalschaden, der Sachschaden wird mit 17.000 Euro angegeben. Am Linienbus entstand ein Schaden von geschätzt 30.000 Euro.
Nach Angaben der Feuerwehr Willingen wurde die Einsatzstelle unter der Leitung von Kevin Kruk abgesichert. Einsatzkräfte klemmten die Batterien ab, unterstützten Polizei und Rettungsdienste und streuten Betriebsstoffe ab, die anschließend aufgenommen wurden. Im Einsatz waren drei Fahrzeuge und zehn Einsatzkräfte.