Michael Fränkel

Michael Fränkel

Donnerstag, 15 Januar 2026 19:13

Kripo ermittelt nach tödlichem Brand

REINHARDSHAGEN. In einem Mehrparteienhaus im Ortsteil Veckerhagen ist am Mittwochnachmittag ein folgenschwerer Brand ausgebrochen.

Um 15.02 Uhr am Mittwoch (14. Januar) löste die Leitfunkstelle Großalarm für die Rettungskräfte in der Eduard-Stremme-Straße aus. Verschiedene Einsatzfahrzeuge, darunter ein Einsatzleitwagen, ein Staffellöschfahrzeug sowie ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein Gerätewagen-Nachschub, eilten unmittelbar zum Unglücksort. Bereits während der Anfahrt erhielten die Helfer die Information, dass sich eine Person in akuter Lebensgefahr in dem Gebäude befinden soll. Am Einsatzort angekommen, stellten die Helfer eine starke Rauchentwicklung fest, die aus einer der Wohnungen drang.

Schwierige Menschenrettung in verrauchter Wohnung

Wegen der extremen Gefahrenlage drangen umgehend Spezialkräfte unter schwerem Atemschutz in die betroffenen Räumlichkeiten vor. Infolge der völligen Orientierungslosigkeit durch dichten Qualm – der sogenannten Nullsicht – mussten sich die Trupps durch das Abtasten von Wänden und Böden den Weg bahnen, bis sie den Bewohner entdeckten. Trotz des schnellen Vorstoßes kam für den Mann jede Hilfe zu spät; ein Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph 7 konnte nur noch den Tod feststellen. Kriminalbeamte identifizierten den Verstorbenen später als den 67-jährigen Mieter der Wohnung.

Ursachensuche durch Sachverständige

Druckbelüfter kamen zum Einsatz, um die Sichtverhältnisse zu verbessern und den giftigen Brandrauch aus dem Gebäude zu leiten. Während letzte Brandnester mit einem C-Rohr abgelöscht wurden, begannen Experten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo sowie Sachverständige des Hessischen Landeskriminalamts mit der Spurensicherung. Entgegen der ersten polizeilichen Meldung handelte es sich nicht um den Vollbrand eines Einfamilienhauses, sondern um ein Feuer, das auf das Wohnzimmer des Mieters begrenzt blieb. Ein technischer Defekt wird derzeit als mögliche Ursache geprüft, weshalb die Brandwohnung beschlagnahmt blieb. Auf rund 50.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

Zusammenarbeit zahlreicher Rettungsorganisationen

Zahlreiche Einheiten unterstützten den etwa zweistündigen Einsatz, darunter die Feuerwehr Holzhausen als Sicherheitstrupp sowie Kräfte aus Hann. Münden. Neben der Polizei Hofgeismar und zwei Rettungswagen waren auch der Bürgermeister, das Ordnungsamt sowie der Kreisbrandinspektor vor Ort präsent. Nachbesprechungen mit Fachkräften der psychosozialen Notfallversorgung halfen den Beteiligten im Anschluss an die Reinigungsarbeiten in der Feuerwache, die belastenden Erlebnisse des Einsatzes gemeinsam aufzuarbeiten.

- Anzeige -

Donnerstag, 15 Januar 2026 18:07

Sechs Verletzte nach Kellerbrand

KASSEL. In einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Mitte ist am Mittwoch ein Brand ausgebrochen, der einen größeren Rettungseinsatz auslöste.

Gegen 12.25 Uhr am Mittwoch (14. Januar) gingen in der Leitstelle der Feuerwehr Kassel mehrere Notrufe ein; Bewohner des Gebäudes in der Westendstraße hatten dichten Qualm bemerkt und Alarm geschlagen. Da sich laut ersten Meldungen noch mehrere Menschen im Inneren des Gebäudes befinden sollten, wurden der Löschzug der Berufsfeuerwehr der Feuer- und Rettungswache 1 sowie der Rettungsdienst umgehend zum Einsatzort entsandt.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine massive Rauchentwicklung aus dem Eingangsbereich fest, wobei der Treppenraum bis unter das Dach vollständig verraucht war. Da der Rettungsweg dadurch abgeschnitten war, blieben mehrere Bewohner in ihren Wohnungen eingeschlossen, während der Brandrauch bereits durch die Wohnungstüren drückte.

Umgehend ging ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung in die oberen Stockwerke vor, während ein weiterer Trupp zur Brandbekämpfung in den Keller geschickt wurde. Dort brannte Unrat auf einem Treppenabsatz des Kellerabgangs, den die Feuerwehrleute schnell löschen konnten. Zeitgleich wurde das Gebäude maschinell belüftet, um den Rauch ins Freie zu befördern, bevor die Bewohner sicher ins Freie geführt werden konnten.

Insgesamt sechs Bewohner erlitten durch das Einatmen der Rauchgase Verletzungen und mussten rettungsdienstlich versorgt werden. Drei von ihnen wurden für weitere Untersuchungen mit Rettungswagen in Krankenhäuser transportiert. Nach Abschluss der Belüftungsarbeiten konnten die übrigen Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Auf rund 5000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt, der vor allem durch starke Verrußungen im Treppenhaus entstand. Kriminalbeamte des für Branddelikte zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo haben die Ermittlungen aufgenommen und gehen derzeit von einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Brandlegung aus. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 bei der Polizei zu melden. (ots/r)

Donnerstag, 15 Januar 2026 17:38

Serie von Taschendiebstählen im Kreis

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Am Mittwoch, 14. Januar, kam es im Landkreis Waldeck-Frankenberg erneut zu mehreren Fällen von Taschendiebstählen. Zwei Taten ereigneten sich in Geschäften, eine in einem Linienbus. In allen Fällen bemerkten die Opfer erst später, dass sie bestohlen worden waren. Die Polizei warnt eindringlich vor diesem Phänomen und gibt Tipps, wie man sich vor Taschendieben schützen kann.

In Bad Wildungen war eine 62-Jährige in der Zeit zwischen 14.10 Uhr und 14.30 Uhr mit einem öffentlichen Bus in der Innenstadt unterwegs. Während der Fahrt wurde sie Opfer von Taschendieben, die ihre Geldbörse unbemerkt aus einer Umhängetasche entwendeten. In der Geldbörse befand sich auch eine EC-Karte, mit der unmittelbar nach dem Diebstahl an einem Geldautomaten in der Straße Breiter Hagen eine größere Summe Bargeld abgehoben wurde.

In Korbach waren Diebe gegen 15.45 Uhr in einem Discounter im Südring aktiv. Sie stahlen einer 74-jährigen Frau die Geldbörse aus ihrer Handtasche. In diesem Fall befand sich lediglich eine geringe Menge Bargeld im Portemonnaie.

Etwa zur gleichen Zeit kam es in Willingen-Usseln zu einem weiteren Diebstahl in einem Geschäft in der Korbacher Straße. Hier gingen die Unbekannten besonders dreist vor: Sie schnitten die Stoffeinkaufstasche einer 71-Jährigen mit einem unbekannten, scharfen Gegenstand auf. Aus der Tasche entwendeten sie ein rotes Portemonnaie mit Bargeld, EC-Karte und Ausweispapieren. Die bestohlene Frau bemerkte den Diebstahl erst kurz nach der Tat, da ihr die Tasche plötzlich zu leicht vorkam. Bei einer genaueren Nachschau stellte sie den Schnitt in der Tasche und den Verlust der Geldbörse fest.

In allen drei Fällen konnten die Opfer keine Angaben zu den Tätern machen, da sie den Diebstahl erst zeitverzögert feststellten. Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Korbach unter Tel. 05631-9710 oder der Polizeistation Bad Wildungen unter Tel. 05621-70900 zu melden.

Tipps zum Schutz vor Taschendiebstahl

Taschendiebe lassen sich oft am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. Die Polizei rät daher:

  • Die Handtasche oder der Rucksack gehören nicht in den Einkaufswagen.

  • Eine Einkaufstasche ist kein sicherer Aufbewahrungsort für eine Geldbörse oder Wertgegenstände.

  • Vorsicht im Supermarkt, wenn Fremde Sie ansprechen oder anrempeln: Es könnte sein, dass aus Ihrer Tasche oder Kleidung etwas gestohlen wird.

  • Führen Sie an Bargeld oder Zahlungskarten nur das Notwendigste mit sich.

  • Achten Sie bei Menschengedränge und in unübersichtlichen Situationen noch stärker auf Ihre Wertsachen.

  • Halten Sie Ihre Handtasche stets geschlossen und lassen Sie diese nie unbeaufsichtigt.

  • Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung und möglichst dicht am Körper.

  • Tragen Sie Hand- oder Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.

  • Bewahren Sie EC- oder Kreditkarten immer getrennt vom Code / PIN auf.

  • Melden Sie den Diebstahl sofort der Polizei über den Notruf 110.

  • Zahlungskarte verloren oder gestohlen? Dann sperren Sie diese am besten sofort unter der zentralen Notruf-Nummer 116 116.(ots/r)

- Anzeige -

 

 

 

 

 

Donnerstag, 15 Januar 2026 13:14

Unfallflucht: Brauner Opel beschädigt

KORBACH. Auf dem Lidl-Parkplatz in der Medebacher Landstraße 23 ereignete sich am Sonntag (5. Januar) zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr eine Verkehrsunfallflucht. Ein bislang unbekanntes Fahrzeug touchierte einen dort abgestellten braunen Opel Insignia. Dabei entstand eine Eindellung am vorderen rechten Radkasten. Der Verursacher entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort, ohne seinen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen. Hinweise nimmt die Polizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631-9710 entgegen.

- Anzeige -

Mittwoch, 28 Januar 2026 17:36

Winterruhe und Genuss in der Mühle

FRANKENAU. (Anzeige)

Winterruhe und Genuss in der Bärenmühle

Wenn die Tage kürzer werden und klare Winterluft das Tal erfüllt, entfaltet die Bärenmühle ihre besondere Atmosphäre. Sanftes Kerzenlicht, das Knistern des Feuers und die stille Landschaft rund um den winterlichen Hof schaffen einen Ort, an dem man zur Ruhe kommt – fernab vom Alltag.

Im Romantik Hotel Landhaus Bärenmühle laden individuell gestaltete Zimmer im eleganten Landhausstil zum Verweilen ein. Der Tag beginnt mit dem reichhaltigen Bärenfrühstück, bevor sich die Umgebung erkunden lässt. Direkt vor der Haustür führen idyllische Wanderwege durch Wälder und Wiesen, die im Winter ihren ganz eigenen Reiz entfalten. Nach einem Tag in der Natur sorgt die Wiesensauna für wohltuende Wärme, bevor der Abend entspannt bei einem Glas Wein am Kamin ausklingt. Natur und Genuss stehen hier im Einklang – passende Übernachtungsangebote finden Sie online auf der Webseite des Hotels.

Auch für einen Tagesausflug ist die Bärenmühle ein besonderes Ziel. Eingebettet in eine der schönsten Winterlandschaften Nordhessens liegt die ehemalige Wassermühle abgeschieden im Tal, umgeben von Wald, Wiesen und dem leisen Rauschen des Baches. Ein Ort, der entschleunigt und Raum zum Durchatmen bietet.

Kulinarisch wird der Winter in der Bärenmühle ebenso genussvoll begleitet. Im Bistro Buddenbroock erwarten Sie von Donnerstag bis Sonntag zwischen 12.00 und 17.00 Uhr frisch zubereitete Gerichte aus der feinen Landküche. Während am Nachmittag hausgebackene Kuchen zum Verweilen einladen, ergänzen zur Mittagszeit herzhafte Klassiker das Angebot.

Am Abend öffnet das Restaurant Maison Martron seine Türen. Hier kreiert der Küchenchef täglich ein sorgfältig komponiertes 3- bis 6-Gang-Menü, auf Wunsch auch in vegetarischer Ausführung. Das Restaurant ist von Mittwoch bis Sonntag zwischen 18.00 und 21.00 Uhr geöffnet. Ihre Tischreservierung nehmen wir gern unter 06455 759040 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

Die Bärenmühle – ein Ort für stille Wintertage, feinen Genuss und besondere Momente. Zum Restaurant Maison Martron gelangen Sie direkt über diesen Link.

Mittwoch, 14 Januar 2026 22:18

Digitale Elternabende für Familien

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg erweitert im neuen Jahr sein Unterstützungs- und Informationsangebot für Familien: Mit den digitalen Elternabenden startet ein neues Format, das niedrigschwellig und ortsunabhängig Wissen und Orientierung zu zentralen Themen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen bietet. Die Abende finden alle zwei Wochen dienstags statt. Die erste Online-Veranstaltung ist für den 20. Januar geplant.

„Eltern stehen heute vor vielen Herausforderungen. Mit den digitalen Elternabenden möchten wir sie dabei unterstützen, sich zu informieren und mehr Sicherheit im Familien- und Schulalltag zu gewinnen“, sagt Svenja Lotze vom Fachdienst Schulen und Bildung des Landkreises. „Das neue Format ermöglicht es, Expertinnen und Experten einzubinden und Informationen unabhängig von Zeit und Ort bereitzustellen.“

Eltern in Erziehungsarbeit stärken

Die digitalen Elternabende werden vielfältige Fragestellungen rund um das Familienleben, den schulischen Alltag sowie die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aufgreifen. Ziel ist es, Eltern in ihrer Erziehungsarbeit zu stärken, aktuelle Themen aufzugreifen und fachlich fundierte Impulse zu geben – flexibel, zeitgemäß und gut erreichbar. Die Referentinnen und Referenten werden hierfür sorgfältig ausgewählt und verfügen über ausgewiesene fachliche Expertise sowie praktische Erfahrung in den jeweiligen Themenbereichen.

Online-Veranstaltung: „Als Paar trennen, Eltern bleiben“

Die erste Veranstaltung zum Thema „Als Paar trennen, Eltern bleiben“ findet am 20. Januar von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr im digitalen Raum statt. Trennungen gehören zu den tiefgreifendsten Umbrüchen im Leben – besonders dann, wenn es gemeinsame Kinder gibt. In diesem Vortrag werden Wege aufgezeigt, wie Mütter und Väter trotz partnerschaftlicher Trennung eine stabile, verlässliche Elternschaft fortführen können. Die Teilnehmenden erhalten einen kompakten Überblick über zentrale Aspekte einer gelungenen elterlichen Zusammenarbeit nach der Trennung. Der Vortrag greift typische Konfliktpunkte auf, vermittelt psychologisches Hintergrundwissen und stellt praxistaugliche Strategien vor, die helfen, das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

Alle Informationen rund um die Teilnahme gibt es unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/veranstaltungen. Interessierte sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Über den auf der Webseite hinterlegten Link kann man sich einfach und schnell in die Online-Veranstaltungen einwählen. Das Angebot der digitalen Elternabende ist finanziert aus Fördermitteln des landesweiten Programms „Jugend erleben“ und richtet sich an Eltern aller Altersgruppen sowie an pädagogisch Interessierte. Die digitalen Elternabende ergänzen bestehende Beratungs- und Informationsangebote des Landkreises und tragen dazu bei, Familien im Landkreis nachhaltig zu stärken. Für Fragen und Anregungen zum Angebot steht der Fachdienst Schulen und Bildung, Svenja Lotze, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

- Anzeige -

Mittwoch, 14 Januar 2026 21:19

Klinik setzt Fokus auf Altersmedizin

BAD AROLSEN. Mit Blick auf die Krankenhausreform hat sich das Krankenhaus Bad Arolsen bereits frühzeitig als Spezialist für Innere Medizin positioniert und einen Fokus auf die Versorgung älterer Menschen gelegt. Wegen des stetig steigenden Bedarfs wird das Krankenhaus Bad Arolsen sein Angebot der geriatrischen Krankenhausversorgung erweitern.

In Abstimmung mit dem Land Hessen wird dafür im Gegenzug zum Ende des ersten Quartals 2026 die Teilnahme an der Intensiv- und Notfallversorgung im Landkreis Waldeck-Frankenberg beendet. Dr. Michael Knapp, der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen, erklärt dazu: „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Wir mussten sie aber nicht zuletzt wegen der abnehmenden Anzahl an Notfallpatienten und wegen des zunehmenden Mangels an Fachpersonal in den Bereichen Intensiv- und Notfallmedizin treffen.“

Das Krankenhaus Bad Arolsen soll die Region Bad Arolsen weiter optimal versorgen. Diese Aufgabe soll erfüllt werden, indem das Haus den Entscheidungen der Politik folgt und das Leistungsangebot entsprechend weiter spezialisiert. „Das ist ein zunächst schwieriger Schritt für uns, aber grundsätzlich sind wir dem Land Hessen und allen weiteren Partnern sehr dankbar für die konstruktiven Gespräche und die Möglichkeit – gemeinsam mit unserem hochqualifizierten und sehr engagierten Team vor Ort – unseren Krankenhausstandort Bad Arolsen weiterentwickeln zu können“, so Dr. Knapp weiter.

Verstärkter Fokus auf die Altersmedizin

Für das Jahr 2026 ist der Aufbau von weiteren Behandlungskapazitäten auf insgesamt 80 Betten im Bereich der Altersmedizin geplant. Im kommenden Jahr sollen zusätzlich 20 Betten hinzukommen, sodass künftig insgesamt 100 Betten für die Geriatrie zur Verfügung stehen werden. In den vergangenen Monaten wurden die bereits bestehende allgemeine Geriatrie und die Alterstraumatologie bereits um die Neurogeriatrie erweitert. Dies war die maßgebliche Weichenstellung für die Versorgungskompetenz neurologischer Erkrankungen im Alter, wie zum Beispiel Parkinson und Demenz.

Der Chefarzt der Altersmedizin in der Gesundheit Nordhessen, Dr. Jürgen Sasse, freut sich über die positive Entwicklung und erklärt: „Am Krankenhaus Bad Arolsen schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine geriatrische Versorgung. Gemeinsam mit der Chefärztin der Neurogeriatrie, Frau Dr. Katarina Gabriel, können wir noch in diesem Jahr 80 Patientinnen und Patienten bestmöglich in unseren modern ausgestatteten Therapieräumen mit unseren hochqualifizierten Mitarbeitenden versorgen.“

Die Neurogeriaterin Dr. Katarina Gabriel ergänzt: „Wir reagieren hier auf die Bedürfnisse der Menschen, die eine längere Lebenszeit mit sich bringt. Vor diesem Hintergrund wird die Altersmedizin auch künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten eine optimale Behandlung und ihren Angehörigen beratende Unterstützung. Unser Ziel ist es, dass unsere Patientinnen und Patienten die größtmögliche Selbstständigkeit für ihren Alltag zurückerlangen.“

Umbauphase startet - Personalkonzept ist erarbeitet – weiteres Personal gesucht

Alle betroffenen Mitarbeitenden der Notaufnahme und der Intensivstation erhalten selbstverständlich anderweitige Beschäftigungsangebote und -möglichkeiten im Haus oder innerhalb anderer Einrichtungen der Gesundheit Nordhessen. Durch das Einstellen der Teilnahme an der Notfallversorgung werden auch die rettungsdienstlichen Anfahrten des Krankenhauses gänzlich eingestellt werden. Diese haben zuletzt ein so geringes Ausmaß angenommen, dass ein Weiterbetrieb der zentralen Notaufnahme nicht mehr bedarfsnotwendig ist.

Geschäftsführer Nikolai Dippel erläutert das weitere Vorgehen der Umbauphase: „Da wir in diesem Jahr weiterwachsen wollen, benötigen wir auch weiteres Fachpersonal. Die Einstellung der Intensiv- und Notfallversorgung ist bereits zum Ende des ersten Quartals 2026 angedacht. Wir würden es sehr begrüßen, wenn sich die Mehrheit der von der Veränderung betroffenen Kolleginnen und Kollegen entscheidet, in andere Bereiche des Hauses zu wechseln.“

Parallel dazu wird die Personalsuche intensiviert. Für den Kapazitätszuwachs werden dringend Pflegefachkräfte und Mediziner gesucht, die Interesse an der Krankenhausversorgung älterer Menschen haben; auch Initiativbewerbungen sind willkommen. Die ambulanten Leistungen im Bereich der Gastroenterologie, der Kardiologie und der Urologie sowie die hausärztliche Versorgung durch das MVZ Vimedos bleiben am Haus erhalten.

Mittwoch, 14 Januar 2026 20:30

Unbekannter belästigt 12-Jährige

KASSEL. Ein bislang unbekannter Mann hat am Dienstagnachmittag ein zwölfjähriges Mädchen in einer Straßenbahn in der Kasseler Nordstadt sexuell belästigt. Die Ermittler der Kriminalpolizei Kassel suchen nun nach Zeugen der Tat, die sich gegen 13:20 Uhr im Bereich der Unteren Königsstraße und der Holländischen Straße ereignet hatte.

Das Opfer war an der Haltestelle „Am Stern“ in die Straßenbahn gestiegen, die weiter in Richtung Halitplatz fuhr. Wie die Zwölfjährige später der Polizei gegenüber angab, habe der etwa 30 Jahre alte Täter in der vollen Bahn hinter ihr gestanden und sie unsittlich am Gesäß berührt. Dabei stand das verängstigte Mädchen so stark unter dem Eindruck des Erlebten, dass sie sich anderen Fahrgästen gegenüber nicht bemerkbar machte.

An der Haltestelle „Halitplatz“ verließ die Zwölfjährige dann die Bahn wieder, während der Unbekannte weiterfuhr. Zu Hause vertraute sich das Mädchen seiner Mutter an und sie informierten die Polizei, die nun wegen sexueller Belästigung ermittelt.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • ca. 30 Jahre alt

  • Erscheinungsbild: dunklerer Hautteint, große Nase mit auffälligem Höcker

  • Drei-Tage-Bart

  • Kleidung: beigefarbene Jacke

Wer die Tat beobachtet hat oder der Polizei Hinweise auf den Mann geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 bei der Polizei in Kassel zu melden.

- Anzeige -

Mittwoch, 14 Januar 2026 20:24

Tödlicher Schuss traf die Schulter

WARBURG. Im Rahmen der Ermittlungen zu dem tödlichen Jagdunfall am 9.1.2026 bei Warburg (wir berichteten) ist am Dienstag, 13. Januar, auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Paderborn die Obduktion des Opfers durchgeführt worden. Das Obduktionsergebnis der Rechtsmedizin Münster bestätigt die ursprüngliche Annahme, dass der 23-Jährige von einem Projektil im rechten Schulterbereich getroffen wurde. Die Verletzung war laut den Gutachtern todesursächlich.

Die weiteren Ermittlungen zu den näheren Umständen der Schussabgabe dauern unterdessen nach wie vor an. In diesem Zusammenhang wird detailliert überprüft, wie es zu dem tödlichen Schuss kommen konnte, ob ein Nachtsichtgerät eingesetzt wurde und wo genau sich die Beteiligten zum Zeitpunkt der Schussabgabe aufgehalten haben. Zu diesem Zweck soll die sichergestellte Jagdausrüstung technisch untersucht und der Schusswinkel genauestens rekonstruiert werden.

Außerdem waren die Ermittler im Laufe des Dienstags ein weiteres Mal vor Ort, um zusätzliche Erkenntnisse im Umfeld des Tatortes zu erhalten. Geprüft wurden unter anderem die Sichtverhältnisse und der Abstand der Hochsitze, der nach derzeitigen Erkenntnissen über 100 Meter betragen hat. Ob sich die Beteiligten zum Zeitpunkt der Schussabgabe aber überhaupt in ihren jeweiligen Hochsitzen aufgehalten haben, ist zum jetzigen Zeitpunkt Gegenstand der laufenden Ermittlungen. (ots/r)

- Anzeige -

Mittwoch, 14 Januar 2026 11:19

Klinikfusion bekommt neuen Namen

LANDKREIS-WALDECK-FRANKENBERG.

Fusion: Gemeinsames Krankenhaus wird „Klinikum Waldeck-Frankenberg“ heißen

Nachdem die Gremien von Landkreis und Stadt Korbach vor Kurzem offiziell die Fusion des Kreiskrankenhauses Frankenberg mit dem Stadtkrankenhaus Korbach beschlossen haben, steht nun auch der künftige Name der Klinik fest: Das neue gemeinsame Haus wird „Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF)“ heißen.

Gemeinsam stark für unsere Gesundheit

„Der Name drückt die enge Verbundenheit beider Standorte mit Waldeck-Frankenberg aus und unterstreicht den Anspruch, die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zusammen nachhaltig und auf einem hohen Qualitätsniveau zu gewährleisten und weiterzuentwickeln“, betont Landrat Jürgen van der Horst als künftiger Aufsichtsratsvorsitzender des gemeinsamen Hauses. „Das Klinikum Waldeck-Frankenberg wird für eine verlässliche und regionale Gesundheitsversorgung stehen – nah am Menschen und zukunftssicher.“

Der neue Name soll Vertrauen schaffen, ausdrücken, wofür die Klinik steht, Orientierung bieten und eine regionale Identität vermitteln. Hergeleitet wurde er von einem gemeinsamen Projektteam in einem strukturierten Prozess – von der Analyse der Zielgruppen und Wettbewerbssituation über die Entwicklung des Markenkerns, der Ideensammlung, strategischen Auswertung und rechtlichen Prüfung bis hin zur Beteiligung von Politik und den Mitarbeitenden der Krankenhäuser.

Im Fokus der Namensfindung stand, dass dieser den Anforderungen der Zielgruppe entspricht, zwar einen eindeutigen Kreisbezug hat, aber keinen Standort bevorzugt, sich klar von Mit-Wettbewerbern in der Region abgrenzt, die Identität der Marke widerspiegelt sowie markenrechtlich einwandfrei und auch digital optimal einsetzbar ist.

Mitarbeitende haben final entschieden

Das Herzstück des Prozesses war aber die Beteiligung der Politik und der Belegschaften der Häuser an beiden Standorten. Die Mitarbeitenden der Krankenhäuser haben dabei abschließend über den finalen Namen entschieden: In den vergangenen vier Wochen durften sie in einem Online-Voting über den künftigen Namen des gemeinsamen Hauses und ihres künftigen Arbeitgebers entscheiden. Mit einem Votum von 78 Prozent aller Teilnehmenden fiel das Ergebnis ganz deutlich auf Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF).

„Das ist ein gutes Ergebnis, das eine breite Akzeptanz des neuen Namens zeigt, die neue gemeinsame Identität unterstützt und den Zusammenhalt ausdrückt“, freut sich Stefan Kieweg, der Bürgermeister der Stadt Korbach, die bis zum abgeschlossenen Fusionsprozess Trägerin des Stadtkrankenhauses ist. „Er bringt den Anspruch einer modernen, fachlich gut aufgestellten, patientenzentrierten und verlässlichen medizinischen Versorgung für den gesamten Landkreis zum Ausdruck.“

Verschmelzung zu gemeinsamer Krankenhauswelt

Die Namensentscheidung ist ein wichtiger Meilenstein im weiteren Transformationsprozess, der im Jahr 2026 weiter an Dynamik gewinnen wird. Denn nach dem rechtlichen Zusammenschluss, der zur Mitte des Jahres rückwirkend zum 1. Januar 2026 abgeschlossen sein soll, erfolgt bereits in den kommenden Monaten nach und nach auch die Verschmelzung beider Häuser zu einer gemeinsamen Krankenhauswelt auf Arbeitsebene.

„Hierfür haben sich bereits Expertenteams aus den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung gebildet, die schon in den vergangenen Wochen mit dem fachlichen Austausch begonnen haben“, berichtet Transformationsmanager Gerd Brückmann, der den Prozess begleitet. „In den kommenden Monaten werden sie sich immer stärker auch fachlich-organisatorisch vernetzen und die Voraussetzungen für eine standortübergreifende Zusammenarbeit erarbeiten.“ Weitere Informationen zur Fusion und zum Transformationsprozess gibt es auch online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/krankenhausfusion.

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige