EDERTAL. In Vollbrand gestanden hat am späten Abend ein freistehendes Holzhaus im Waldweg. Brandschützer aus mehreren Ortsteilen eilten nach Bringhausen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Durch die massiven Schäden ist das Gebäude nun komplett unbewohnbar.
Dachgeschoss und Dachstuhl in Flammen
Gegen 22.11 Uhr wurde das Feuer am Freitag, 10. April, über Notruf gemeldet, woraufhin um 22.20 Uhr weitere Einheiten alarmiert wurden. Beim Eintreffen der ersten Wehren standen das Dachgeschoss und der Dachstuhl bereits in vollem Umfang in Flammen. Personen befanden sich glücklicherweise nicht im Gebäude, verletzt wurde niemand.
Rund 70 Einsatzkräfte waren unter der Leitung von stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Michael Rese an der Brandstelle im Einsatz. Neben den Feuerwehren aus Bringhausen, Hemfurth, Mehlen, Affoldern und Bergheim-Giflitz unterstützte auch die Feuerwehr Bad Wildungen die Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Wasserversorgung. Zudem waren die ÖTEL-Gruppe der Gemeinde Edertal, ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie die Polizei vor Ort.
Brandbekämpfung nur von außen möglich
Wegen der massiven Brandausbreitung war ein Vorgehen im Inneren des Hauses nicht möglich, teilte Gemeindebrandinspektor Michael Rese gegenüber 112-Magazin mit. Die Brandbekämpfung erfolgte deshalb von außen mit vier Rohren sowie maßgeblich über das Wenderohr einer Drehleiter. „Drei Trupps unter Atemschutz befanden sich hierbei an der Brandstelle. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurden zeitweise vier B-Leitungen verlegt“, so Rese.
Wasserversorgung zeitweise zusammengebrochen
Probleme bei der stabilen Wasserversorgung machten im weiteren Verlauf einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen von Bad Wildungen zum Rehbach erforderlich, da die Versorgung zeitweise zusammengebrochen war. Für das endgültige Ablöschen der verbliebenen Brandnester nutzten die Brandschützer schließlich Schaum. Die Maßnahmen dauerten bis tief in die Nacht an. Bis 9 Uhr übernahmen die Feuerwehren Bringhausen und Hemfurth die Brandwache.
Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache
Ermittlungen zur genauen Brandursache übernimmt die zuständige Kriminalpolizei. Auf etwa 500.000 Euro wird der Gesamtsachschaden an dem nun unbewohnbaren Holzhaus geschätzt. Kreisbrandmeister Steffen Bricher sowie der örtliche Wassermeister machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.








