Matthias Böhl

Matthias Böhl

GIRKHAUSEN. Einen schwierigen Einsatz im Wald gab es am Sonntagabend kurz vor Einbruch der Dunkelheit für den DRK Rettungsdienst Bad Berleburg, den Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“ und die Polizei. Eine Frau war mit ihrem E-Bike schwer gestürzt und konnte noch selbst einen Notruf absetzen – mehr jedoch nicht mehr. Sie wurde zunächst in der Nähe eines Rettungspunktes festgestellt, der dann an die Rettungskräfte übermittelt wurde. Aus der Luft suchte der Rettungshubschrauber die Patientin, während eine Polizeistreife und ein Rettungswagen über die Waldwege den Weg zum Unfallort suchten. Aufgrund der sehr exponierten Lage geriet die Navigationstechnik an ihre Grenzen. „Manche Wege und Stellen sind so exponiert, dass sie von der Technik nicht erfasst werden können. Viele Trails von Radfahrern haben sich binnen kürzester Zeit entwickelt und sind dahingehend einfach noch nicht erschlossen“, erklärt Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister und Amtsleiter für Rettungsdienst, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz beim Kreis Siegen Wittgenstein. Er lobte zugleich das Vorgehen seiner Kollegen: „Da ist dann menschlich sofort richtig reagiert worden“. Die Disponenten der Rettungsleitstelle standen während der gesamten Anfahrt im telefonischen Kontakt mit der Patientin. Unter Zuhilfenahme des Martinhorn vom Rettungswagen sollte die Patientin hören, ob sie das Horn wahrnimmt, ob es näher kommt, oder sich entfernt. Nach kurzer Zeit konnte die Patientin den Rettungshubschrauber hören, der genau über ihr kreiste. Die Patientin lag auf einem Waldweg, unter dicken Bäumen. Parallel zum Telefonat lief auch die Ortung des Handys, die den Standort bestätigte.

So gelang es den Rettungskräften, die Unfallstelle ausfindig zu machen. Der Pilot setzte seinen Rettungshubschrauber dazu mit einer Kufe im steilen Gelände auf, um die medizinische Besatzung aussteigen zu lassen und suchte danach einen geeigneten Landeplatz in der Nähe der Unfallstelle. Die Schwierigkeit waren dabei die extrem steilen Wiesen, in denen der Hubschrauber mit den Rotorblättern sehr nah an den Boden kommt. Trotz der starken Hangneigung konnte der Pilot seine Maschine aber in der Nähe der Unfallstelle, unweit eines Tals am so genannten Klebebach, abstellen. Nach der Versorgung vor Ort wurde die Patientin mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen. Die Polizei transportierte das E-Bike und die persönlichen Gegenstände der verunfallten Frau ab.

Sonntag, 16 August 2026 17:24

Tolle Ersthelfer nach Motorradunfall

ARFELD. Auf der kurvenreichen, engen Strecke der L903 zwischen Arfeld und Richstein kam es am Freitagabend erneut zu einem Motorradunfall. Dabei kam eine 18-jährige Frau zu Fall und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden.

Nach Auskunft der Polizei vor Ort war die junge Frau am Freitagabend allein mit ihrem Motorrad von Richstein in Richtung Arfeld unterwegs. In einer Kurve rutschte ihr – vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers – das Hinterrad weg und die junge Frau landete in einem Flutgraben neben einer Wiese. Zwei junge Ersthelfer, die unmittelbar hinter der Frau unterwegs waren, leisteten sofort Erste Hilfe. Das Verhalten der beiden jungen Männer und auch der Motorradfahrerin lobten die Polizeibeamten ganz besonders: „Das waren super Ersthelfer!“, machten die Polizisten vor Ort deutlich. Nicht nur die Erstversorgung hatten die jungen Fahrer übernommen. Sie halfen auch der Rettungswagenbesatzung vor Ort und waren schließlich auch behilflich, die Frau aus dem unwegsamen Gelände zum Rettungswagen zu bringen. Im Anschluss schilderten beide der Polizei ihre Beobachtungen zum Unfallhergang. „Auch die Motorradfahrerin hat sich vorbildlich verhalten und ist nach dem Unfall nicht gleich aufgestanden, sondern bewusst liegen geblieben“, waren die Polizeibeamten voll des Lobes.

Zur weiteren Untersuchung und Versorgung wurde die Frau ins Krankenhaus nach Bad Berleburg gebracht. Die L903 blieb im Bereich der Unfallstelle voll gesperrt.

Sonntag, 16 August 2026 13:13

Große Suchaktion nach vermisstem Kind

WEIDENHAUSEN. Glückliches Ende einer Vermisstensuche am späten Donnerstagabend in Weidenhausen. Nach mehreren Stunden konnte ein 13-jähriger Junge gefunden werden. Der Polizeihubschrauber „Hummel 5“ aus Dortmund, ein Großaufgebot an Polizeikräften aus dem gesamten Kreisgebiet, ein Mantrailer der Rettungshundestaffel des DRK Siegen-Wittgenstein, sowie rund 40 Feuerwehrleute aus Weidenhausen, Hemschlar, Rinthe, Berghausen und Arfeld waren am Einsatz beteiligt. Gefunden wurde der vermisste Junge letztlich von einem Jäger.

Gegen 20:20 Uhr lief der Einsatz für die Polizei an. Es wurde mitgeteilt, dass ein 13-jähriger Junge aus einer Jugendgruppe vermisst werde. Zuvor, so die Polizei, sei es zu einem Streit zwischen dem Jungen und einem der Betreuer gekommen, woraufhin der Junge schließlich davon gelaufen sei.

Besonders heikel: Die Jugendgruppe kam nicht aus Wittgenstein. Sie war aus Duisburg im Rahmen eines Ausfluges in Wittgenstein unterwegs und hatte in der Weidenhäuser Mühle übernachtet. Der Junge kannte sich also in den weitläufigen Waldgebieten rund um die Weidenhäuser Mühle nicht aus.

Die Polizei richtete im Feuerwehrgerätehaus Weidenhausen ihre Kräftesammelstelle und Einsatzleitung vor Ort ein. Parallel dazu wurde die Feuerwehr zur Amtshilfe alarmiert. Ebenso erhielt der Polizeihubschrauber „Hummel 5“ von der Polizeifliegerstaffel NRW aus Dortmund seinen Einsatzbefehl nach Wittgenstein. Mittels Wärmebildkamera kann der Hubschrauber innerhalb kürzester Zeit Kalamitätsflächen und Wiesen absuchen und erkennt bereits kleine Temperaturunterschiede und auch menschliche Konturen trotz völliger Dunkelheit. Im Falle eines Fundes kann die Hubschrauberbesatzung Streifenwagen per Funk zum Fundort dirigieren und je nach Situation die Fundstelle auch mit einem Suchscheinwerfer anzeigen.

Weiterhin kam ein Mantrailer mit einer Hundeführerin und einer Helferin des DRK Siegen-Wittgenstein zum Einsatz. Diese speziell ausgebildeten Hunde können mit einem Geruchsträger die Witterung eines Menschen aufnehmen und dessen Spur dann – geführt an einer langen Leine – auch über Stunden noch exakt nachverfolgen. Dabei wurde das Team von ortskundigen Polizeibeamten der Bad Berleburger Wache begleitet. Im Falle eines Fundes können Hundeführerin und Helfer ohne Hund bei Bedarf auch eine medizinische Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicherstellen. Der Mantrailer kam zunächst an der Weidenhäuser Mühle zum Einsatz, wo der Junge mit seiner Gruppe untergebracht war. Dazu musste die B480 zeitweise durch zwei nebeneinander fahrende Polizeiwagen zum Schutz der Einsatzkräfte blockiert werden. Der Polizeihubschrauber überflog zeitgleich die weitere Umgebung mit der Wärmebildkamera. Streifenwagen waren in der näheren Umgebung unterwegs. Die Feuerwehr bereitete Suchtrupps am Gerätehaus vor und die Kameraden der Löschgruppe Arfeld stellten mit ihrem ELW 2 die nötige Infrastruktur hinsichtlich des Funkverkehrs und der Einsatzleitung zur Verfügung.

Während diese Einsatzmaßnahmen auf Hochtouren liefen, war wenige Kilometer weiter, im Kilbe Windpark bei Berghausen ein Jäger im Revier unterwegs, als er plötzlich Hilferufe wahrnahm. Der Jäger konnte den Jungen dann wohlbehalten in seinem Revier aufgreifen und die Einsatzkräfte verständigen. Der Junge wurde vom DRK Rettungsdienst aus Erndtebrück medizinisch untersucht, war aber glücklicherweise unverletzt. Der Einsatz konnte um kurz nach 23 Uhr mit glücklichem Ende abgeschlossen werden.

Donnerstag, 13 August 2026 14:55

Tödlicher Motorradunfall auf der B 62

AFHOLDERBACH. Am Dienstagabend kam es auf der B 62 zwischen Afholderbach und Lützel zu einem schweren Motorradunfall. Dabei verlor ein 28-jähriger Mann aus Siegen sein Leben.

Wie die Polizei mitteilte, war der Mann mit seiner Maschine aus Richtung Lützel kommend, in Richtung Afholderbach unterwegs. Kurz unterhalb der so genannten Applauskurve kam der Motorradfahrer im Bereich einer Kurve zu Fall und rutschte auf die Gegenfahrbahn. Dort war zur selben Zeit ein 36-jähriger Mann mit seinem Skoda unterwegs. Obwohl er den rutschenden Motorradfahrer noch kommen sah und mit seinem Fahrzeug auswich, konnte er einen Einschlag des Mannes in seinen Wagen nicht mehr verhindern. Beim Aufprall in Front und Fahrerseite erlitt der Motorradfahrer, schwerste, tödliche Verletzungen. Das Motorrad wurde stark beschädigt, unter anderem riss der Tank ab. Das Motorrad schlitterte über die Fahrbahn in die angrenzende Böschung. Dabei kam es zu einem Funkenflug, wodurch das Motorrad in Vollbrand geriet und in der Böschung brannte. Die Feuerwehren aus Eschenbach und Netphen löschten den Brand in der Böschung ab. Rettungskräfte von zwei DRK Rettungswagen aus Netphen und des Siegener Rettungshubschraubers „Christoph 25“, sowie Ersthelfer bemühten sich, das Leben des jungen Siegeners zu retten. Trotz aller Bemühungen mussten die Reanimationsmaßnahmen jedoch nach einiger Zeit erfolglos eingestellt werden. Feuerwehreinsatzleiter Sebastian Reh forderte zur Betreuung mehrerer Menschen, darunter die unverletzt gebliebenen Pkw Insassen, Begleiter des Motorradfahrers und Ersthelfer, die Notfallseelsorge an.

Als Ursache für den Sturz kommen laut der Polizei überhöhte Geschwindigkeit und ein Fahrfehler in Frage. Im Bereich der Unfallstelle kommt es seit Jahren immer wieder zu schweren Motorradunfällen, riskante und gefährliche Fahrweisen sind dort regelmäßig zu beobachten. Die Polizei betont, dass sie die Strecke weiterhin im Fokus hat. Erst am Samstag hatte es dort Kontrollen gegeben.

Die Bundesstraße 62 blieb im Bereich der Unfallstelle bis 01:30 Uhr in der Nacht gesperrt. Den Sachschaden gibt die Polizei mit rund 40.000 Euro an.

BRUCHHAUSEN. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag im Hochsauerlandkreis. Zwischen den Olsberger Ortsteilen Bruchhausen und Assinghausen sind zwei Fahrzeuge zusammengestoßen. Insgesamt waren die beiden Autos mit elf Personen besetzt. Sieben wurden bei dem Unfall verletzt, der Fahrer eines roten VW Bullis schwer. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Den Angaben vor Ort zufolge war der Mann mit einem VW Bulli von Bruchhausen in Richtung Assinghausen unterwegs und befuhr die Hochsauerlandstraße. Aus bislang unklarer Ursache kam der VW Fahrer in einer Kurve von seiner Fahrspur ab und kollidierte dann mit einem entgegenkommenden Mercedes aus dem Main-Spessart-Kreis, der mit drei Personen besetzt war. Im VW Bus befanden sich neben dem Fahrer sieben weitere Personen – Mitglieder einer Jugendgruppe. Entgegen der ersten Alarmierungsmeldung war glücklicherweise in keinem der beiden Fahrzeuge jemand eingeklemmt. Aufgrund der ersten Meldungen musste die Leitstelle davon ausgehen, dass zwei bis drei Personen eingeklemmt waren.

Dennoch stellte der Einsatz die Kräfte vor besondere Voraussetzungen: Es gab elf Menschen, die vom Unfall direkt betroffen waren und gesichtet und versorgt werden mussten. Dazu wurde kurz nach der ersten Alarmierung das Einsatzstichwort auf MANV 4+ erhöht. Insgesamt kamen daraufhin sechs Rettungswagen aus dem Hochsauerlandkreis und dem benachbarten Waldeck-Frankenberg, zwei Notärzte, der Rettungshubschrauber „Christoph 8“, der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Malteser Hilfsdienst, sowie die Feuerwehren aus Olsberg, Elleringhausen und Bruchhausen unter der Leitung von Einsatzleiter Florian Stratmann im Einsatz. Auch der Einsatzleitwagen vom Zentrum für Feuerwehr und Rettungswesen war mit im Einsatz. Zudem kamen vier Notfallseelsorger zum Einsatz. Ein zweiter Rettungshubschrauber aus Kassel, der sich im Anflug befand, konnte seinen Einsatz abbrechen. Insgesamt waren somit 87 Einsatzkräfte vor Ort. Von den elf Unfallbeteiligten wurden acht Menschen verletzt. Der schwer verletze Bullifahrer kam mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus, die übrigen Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gefahren. Die unverletzt gebliebenen Jugendlichen wurden vom Malteser Hilfsdienst betreut und von der Unfallstelle weg gebracht.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme durch die Polizei blieb die Hochsauerlandstraße über Stunden voll gesperrt.

DÖDESBERG. Vermutlich führte zu schnelles Fahren am Sonntagabend zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 480 in Richtung Albrechtsplatz, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden. Ein Audi landete dabei schwer beschädigt auf dem Dach.

Der Fahrer war von Dödesberg kommend in Richtung Albrechtsplatz unterwegs, als er nach Angaben der Polizei von der Fahrbahn abkam, nachdem er ins Schleudern geraten war. Ob das Fahrzeug zuerst nach links abkam und dort die Leitplanken touchierte und der Fahrer dann wieder nach rechts lenkte, wo er auf den unbefestigten Randstreifen geriet, ist derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Ein Schaden in der Leitplanke, könnte auf diesen Hergang deuten. Nun muss zunächst geklärt werden, ob dieser Schaden auch von diesem Unfall stammt. Fest steht, dass der Audifahrer am rechten Fahrbahnrand auf den unbefestigten Randstreifen geraten ist und dann bei schneller Fahrt mit der Beifahrerseite gegen mehrere Felsvorsprünge prallte. Bei einem massiven Felsvorsprung wurde das Fahrzeug schließlich aufgehebelt und landete auf dem Dach. Im Bereich der Steine und auf der Fahrbahn waren deutliche Schlagmarken vom Unfall erkennbar. Die Beifahrerseite des Audi wurde massiv beschädigt, ein Reifen herausgerissen, der bereits einige Meter unterhalb des Unfallfahrzeuges auf der Straße lag. Die Beifahrerin im Pkw erlitt schwere Verletzungen. Die Rettungswagenbesatzung forderte zu deren Versorgung zusätzlich einen Notarzt an. Auch der Fahrer erlitt schwere Verletzungen, allerdings laut Polizei nicht so schwerwiegend, wie seine Beifahrerin. Eine zweite Rettungswagenbesatzung aus Erndtebrück kümmerte sich um ihn.

Die Feuerwehren aus Schüllar-Wemlighausen und Girkhausen stellten den Brandschutz sicher, klemmten die Batterie am Unfallfahrzeug ab und leuchteten die Einsatzstelle aus. Die B 480 musste im Bereich der Unfallstelle während der Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt werden.

WEIDENHAUSEN. Eine riskante und rücksichtslose Fahrweise einer 38 Jahre alten Frau hat am Sonntagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall geführt. Fünf Rettungswagen, drei Notärzte, der Rettungshubschrauber, ein Gerätewagen Sanitätsdienst, die Feuerwehr und ein Tierarzt waren im Einsatz.

Wie die Polizei vor Ort berichtete, war die 38-jährige Frau mit einem Van mit hoher Geschwindigkeit von Hemschlar kommend in Richtung Weidenhausen unterwegs. Im Bereich einer Kurve setzte sie trotz Gegenverkehr zum Überholen an. Ihr entgegen kam ein Ford Focus, in dem drei Menschen saßen. Während des Überholvorganges erkannte die Frau offenbar ihren Fehler und versuchte noch nach links auf einen angrenzenden Parkplatz auszuweichen. Somit konnte zumindest ein frontaler Zusammenstoß verhindert werden. Dennoch schlug der entgegenkommende Ford im Heckbereich des Van ein. Dabei verlor der Van durch die Wucht des Aufpralls ein Hinterrad und begann sich zu drehen. Dadurch, so die Polizei, kam es zu mehreren Einschlägen in der Böschung und einen dort befindlichen Baum. Unfallzeugen, sowohl Fahrer aus dem Gegenverkehr, als auch der Fahrer des überholten Fahrzeugs schilderten der Polizei den genauen Hergang des Unfalles, der sich auch mit den vor Ort gesicherten Unfallspuren deckt. Die Fahrerin des Van wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste nach Befreiung durch Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Im Ford wurde ein Ehepaar, 51 und 53 Jahre alt, sowie eine 81-jährige Dame auf der Rückbank verletzt. Die Polizei geht beim Ehepaar von leichteren Verletzungen, bei der Seniorin jedoch ebenfalls von schweren Verletzungen aus. Aufgrund der mehreren Verletzten löste die Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein MANV1 aus.

Im Einsatz befanden sich jeweils ein Rettungswagen der DRK Wachen Bad Berleburg und Erndtebrück, Rettungswagen und Notarzt der DRK Wache Bad Laasphe, der Notarzt aus Bad Berleburg, zwei Rettungswagen aus Breidenbach und Holzhausen, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der Gerätewagen Sanitätsdienst des DRK Ortsverein Bad Laasphe, der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Kreisbrandmeister des Kreises Siegen Wittgenstein, die Feuerwehren aus Bad Berleburg, Weidenhausen, Rinthe, Hemschlar und der Einsatzleitwagen aus Rüppershausen.

Nach dem eigentlichen Rettungseinsatz und der Sicherstellung des Brandschutzes kümmerten sich die Feuerwehrkameraden aus Bad Berleburg liebevoll um einen weiteren Unfallbeteiligten. Im Kofferraum des Van saß ein Hund, der nach dem Unfall und bis zum Eintreffen eines Tierarztes und dem Ehemann der Fahrerin betreut werden musste. Um das Tier nicht zu erschrecken nahmen die Feuerwehrleute dazu ihre Helme ab. Sie besorgten ihr Trinkwasser aus dem Löschfahrzeug, und bauten dem Hund mit einem Falteimer einen provisorischen Napf, aus dem sie ihm extra stilles Wasser anboten und schirmten den Hund so gut wie möglich vom Einsatzgeschehen ab.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten, sowie die Spurensicherung durch die Polizei musste die B480 im Bereich der Unfallstelle längere Zeit voll gesperrt bleiben. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt, es entstand jeweils Totalschaden.

Freitag, 17 Juli 2026 23:03

Drei Verletzte bei Frontalzusammenstoß

LAASPHERHÜTTE. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagnachmittag auf der L718 zwischen Herbertshausen und Laaspherhütte. Drei Menschen wurden dabei teils schwer verletzt. Ein Mann musste von der Feuerwehr aus seinem Auto befreit werden und wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen.

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war dieser Mann auch Verursacher des Unfalls. Vermutlich, so die Polizei weiter, habe der Mann während der Fahrt einen akuten medizinischen Notfall erlitten und sei dadurch auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Mann war gegen 15:40 Uhr zunächst auf der L718 aus Richtung Herbertshausen kommend in Richtung Bad Laasphe unterwegs. Er sei dann auf die Gegenfahrbahn geraten, wo ihm zwei Fahrzeuge entgegenkamen. Eine Frau schaffte es noch, einem Frontalzusammenstoß auszuweichen und wurde lediglich am Heck getroffen. Ihr Wagen drehte sich um 180 Grad und kam in einer angrenzenden Böschung zum Stehen.

Der Fahrer, der mit seinem Tiguan direkt hinter der Frau fuhr, hatte nicht so viel Glück und konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Mann wurde beim Aufprall laut Polizei eher leicht verletzt. Auch die Frau aus dem ersten entgegenkommenden Fahrzeug wurde leicht verletzt. Der Mann, der auf die Gegenfahrbahn geriet, wurde hingegen schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Dabei wurde von den Feuerwehren aus Banfe und Bad Laasphe in enger Absprache mit dem Rettungsdienst und der Notärztin des Hubschraubers eine patientenorientierte Rettung durchgeführt. Das heißt, der Patient ist zwar verletzt, aber das Hauptaugenmerk kann noch auf die schonende Rettung gelegt werden und muss nicht auf einer möglichst schnellen Rettung zum Erhalt der Lebensfunktionen liegen.

Im Anschluss wurde der Mann im Rettungswagen weiter versorgt und dann mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Neben der Rettung des Autofahrers kümmerten sich die Feuerwehrleute unter der Leitung von Dirk Höbener auch um den Brandschutz an der Unfallstelle und sie waren bei der Reinigung der Fahrbahn und dem Verbringen des Patienten in den Rettungshubschrauber behilflich. Für die Feuerwehrkameraden aus Banfe war es ein knapper Einsatz, denn ihr Festkommers zum 125-jährigen Bestehen stand kurz bevor. Neben der Feuerwehr waren drei Rettungswagen der DRK Rettungswache Bad Laasphe, sowie dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen aus den benachbarten Kreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Fill-Kreis, der Rettungshubschrauber "Christoph 25" aus Siegen, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein, sowie mehrere Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Alle drei Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die L718 blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten komplett gesperrt.

ARFELD. Nach dem folgenschweren Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss zwischen Arfeld und Richstein sind die Ermittlungen der Polizei noch nicht abgeschlossen. Nachdem die Ermittler aufgrund der Angaben vor Ort zunächst davon ausgehen mussten, dass der Fahrer der Zündapp, die gegen einen Pkw geprallt war, zu Fuß geflüchtet war, sind an dieser Version mittlerweile Zweifel entstanden. 

Laut dem Polizeibericht ist aktuell doch noch nicht klar, wer letztlich die Zündapp gefahren und den schweren Unfall somit verursacht hat. Demnach ist ein 19-jähriger, alkoholisierter Mann von der Unfallstelle geflüchtet. Ob er aber tatsächlich der Fahrer war, oder der ebenfalls alkoholisierte 28-jährige, der mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen worden ist, steht derzeit doch nicht zweifelsfrei fest. 

Die beiden Männer waren am Sonntagmittag auf der L903 aus Richtung Richstein kommend in Richtung Arfeld unterwegs. Dabei prallten sie im Kurvenbereich in den entgegenkommenden Pkw einer 55-jährigen Frau. Die beiden Männer befanden sich zum Unfallzeitpunkt mit ihrer Zündapp auf der Gegenfahrbahn und prallten in die Front auf Höhe des Beifahrerplatzes am Pkw. Durch den Aufprall flogen beide Männer durch die Luft. Der 28-jährige blieb in der Folge schwer verletzt im Graben liegen, der 19-jährige flüchtete umgehend von der Unfallstelle. 

Sowohl dem schwer Verletzten 28-jährigen, der sich immer noch mit schweren Verletzungen in einer Klinik befindet, als auch dem 19-jährigen Flüchtigen, der später durch die Polizei unweit der Unfallstelle in der Straße "Heide" bei einer privaten Party angetroffen wurde, wurden Blutproben entnommen. Beide waren deutlich alkoholisiert.

Während die Polizei zunächst aufgrund der Angaben der Befragten vor Ort davon ausgehen musste, dass der 19-jährige Flüchtige auch der Fahrer der Zündapp war, gab es später weitere Hinweise, die dies nun nicht mehr eindeutig erscheinen lassen. 

Deshalb ermittelt aktuell das Verkehrskommissariat aus Bad Berleburg zu den genaueren Hintergründen der Fahrt und bittet mögliche Zeugen, sich dringend zu melden: 

Die Polizei Bad Berleburg ist dafür unter der Nummer 02751-9090 erreichbar.

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ARFELD. Alkoholbedingter, schwerer Verkehrsunfall am Sonntagmittag im Ahlen, zwischen Arfeld und Richstein. Ein junger Mann wurde schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Sein betrunkener Kumpel, der den folgenschweren Unfall verursacht hatte, flüchtete zu Fuß und ließ seinen Freund am Unfallort zurück. Der Mann wurde später auf einer Party in der Arfelder „Heide“ von der Polizei aufgegriffen.

Unterdessen waren an der Unfallstelle zwei Rettungswagen der DRK Wache Bad Berleburg, der Bad Berleburger Notarzt, der Rettungshubschrauber „Christoph 25“, ein Krankentransportwagen aus Erndtebrück, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und die Feuerwehr Arfeld im Einsatz. Wie die Polizei berichtete, waren die beiden Männer mit einer Zündapp in Richtung Arfeld unterwegs. Der Fahrer hatte wahrscheinlich aufgrund seiner Alkoholisierung die Kontrolle über das Zweirad verloren und war in der Front und der Beifahrerseite eines aus Richtung Arfeld kommenden Pkw kollidiert. Daraufhin landete das Zweirad in einem Graben neben der Straße. Der Sozius blieb dort mit schweren Verletzungen liegen. Der Fahrer flüchtete zu Fuß vom Unfallort. Die Fahrerin des Pkw aus Waldeck-Frankenberg erlitt leichte Verletzungen. Ihr Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Für den schwer verletzten Zündappbeifahrer hatten die Einsatzkräfte vor Ort aufgrund der Schwere der Verletzungen einen Rettungshubschrauber angefordert, der in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle in einer Wiese landete. Nach der Versorgung vor Ort wurde der Mann in eine Klinik geflogen. Für die Suche nach dem flüchtigen Unfallverursacher war bereits eine Drohne mit Wärmebildkamera angefordert worden. Eine Streifenwagenbesatzung hatte bereits das nähere Umfeld der Unfallstelle abgesucht. Im Verlauf des Einsatzes konnte der Mann unweit der Unfallstelle, in der Straße „Heide“ aufgegriffen werden, wo er sich offenbar bei einer Privatfeier befand. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann leicht verletzt und zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Ob er auch von dieser Party zu der verhängnisvollen Fahrt gestartet ist und weitere Personen diese Fahrt möglicherweise hätten verhindern können, ist derzeit noch nicht bekannt.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die L903 für längere Zeit voll gesperrt.

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