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WINTERBERG. Gleich zwei Einsätze musste die Rettungsflieger am 12. Juni absolvieren - in Winterberg stürzten zwei Personen mit ihren Bikes schwer.

Am Sonntag, gegen 11.15 Uhr, verunfallte ein 30-jähriger Mann aus Lemgo im Bikepark Winterberg. Er stürzte aus noch unbekannten Gründen in einer scharfen Rechtskurve auf einem Streckenabschnitt mit relativ großem Gefälle. Der Mann musste schwerverletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Ebenso ein Kind (11) aus dem Edertal. Der Junge befuhr gegen 17 Uhr eine Downhill-Strecke im Bike Park Winterberg. In einer Steilpassage stürzte er ohne Fremdeinwirkung und verletzte sich schwer. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in ein Krankenhaus geflogen.

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 02 Juni 2022 08:19

Brandeinsatz in Winterberg endet glimpflich

WINTERBERG. Glimpflich endete gestern Abend ein Brandeinsatz im Winterberger Stadtgebiet. Gegen 18:50 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Bahnhofstraße gerufen. Dort, so meldete es die Leitstelle aus Meschede, gebe es einen Wohnungsbrand und es seien noch Menschen im Gebäude, die sich in akuter Lebensgefahr befänden.

Wenige Minuten nach dem Alarm machten sich der Löschzug Winterberg, gemeinsam mit den Löschgruppen aus Altastenberg, Elkeringhausen und Niedersfeld, der Atemschutzanhänger aus Grönebach, der Winterberger Notarzt, zwei Rettungswagen und die Polizei auf den Weg zur Einsatzstelle.

Drei Bewohner, die sich noch im Gebäude befanden, hatten es glücklicherweise noch selbstständig und vor Eintreffen der Rettungskräfte verlassen können. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute aus Winterberg, die zunächst unter schwerem Atemschutz vorgingen, war eine Rauchentwicklung aus der Seitenfassade des Hauses unter der Verschieferung zu erkennen. Diese Rauchentwicklung, so erklärte es Pressesprecher Jens Vogelsang vor  Ort, sei auch ins Gebäudeinnere gezogen und habe zum Notruf geführt.

Die Kameraden öffneten die Fassade und löschten dort einen Entstehungsbrand ab, der Dank des schnellen Eingreifens nicht auf das Gebäude übergriff.

Die Bewohner, die das Haus verlassen hatten, wurden vor Ort vom Notarzt und den Rettungswagenbesatzungen untersucht und konnten ohne Verletzungen vor Ort verbleiben. Auch das Haus war nach dem Einsatz weiterhin bewohnbar.

Die Höhe des genauen Sachschadens und die Brandursache sind noch nicht endgültig geklärt. Hier hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Montag, 10 Januar 2022 14:07

Kind schwerverletzt in Klinik geflogen

WINTERBERG. Am Sonntagnachmittag, um 15.47 Uhr, kam es in Winterberg auf der B 236, in Höhe des Skilifts Astenstraße, zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Rückreiseverkehr aus dem Skigebiet Winterberg begonnen. Auf der B236 in Fahrtrichtung Züschen staute sich der Verkehr, während die Fahrzeuge die Gegenrichtung im Stop-and-Go-Verkehr befuhren. Zum Unfallzeitpunkt wollte ein 10-jähriger Junge aus Essen Mühlheim zwischen den stehenden Fahrzeugen auf der Fahrspur Richtung Züschen hindurchlaufen, um die andere Straßenseite zu erreichen.

Er wurde dabei von dem Pkw eines 55-jährigen Mannes erfasst, der nach eigenen Angaben und Zeugenaussagen die Straße in Fahrtrichtung Berleburg mit mäßiger Geschwindigkeit im Stop-and-Go-Verkehr befuhr. Der Junge wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik verbracht. Es besteht nach derzeitigen Erkenntnissen keine Lebensgefahr. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei
Freitag, 03 Dezember 2021 18:50

Audi kracht in Skoda: eine Person schwer verletzt

ALLENDORF/EDER. Auf spiegelglatter Fahrbahn hat sich am Donnerstagabend ein Unfall im Begegnungsverkehr ereignet - eine Person wurde dabei schwer verletzt und musste ins Frankenberger Krankenhaus transportiert werden.

Laut Polizei ereignete sich der Unfall gegen 22.20 Uhr auf der Schulstraße in Allendorf. Zum angegebenen Zeitpunkt befuhr ein 39-Jähriger aus Winterberg (HSK) mit seinem weißen Audi A4 die Schulstraße vom Kreisel am Homberg in Richtung Ortsmitte. Auf eisglatter Fahrbahn schleuderte der A4 über die Gegenfahrbahn und prallte in einen entgegenkommenden braunen Skoda eines Mannes (62) aus Allendorf. Bei dem Zusammenstoß wurde der 39-Jährige in seinem Fahrzeug eingeklemmt, sodass die Freiwillige Feuerwehr, der Notarzt und eine RTW-Besatzung ausrücken mussten. Nach einer Sofortrettung aus seinem Audi konnte der schwerverletzte Mann dem Notarzt übergeben werden. Mit einem RTW ging die Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn zum Frankenberger Krankenhaus. 

Im weiteren Verlauf musste die Straße gereinigt und gestreut werden. Insgesamt entstand ein Sachschaden von 17.500 Euro, wobei der Löwenanteil von 15.000 Euro auf den Audi entfällt. Der Skoda-Fahrer blieb unverletzt. Den Abtransport des A4 übernahm die Firma AVAS aus Frankenberg.

Link: Unfallstandort Schulstraße am 2. Dezember 2021 in Allendorf.

Publiziert in Feuerwehr
Donnerstag, 02 Dezember 2021 07:14

Feuerwehr rettet Zuhause einer Winterberger Familie

WINTERBERG. Dass eine Familie aus Winterberg ihr Haus weiter bewohnen kann und nicht obdachlos wurde, das ist ohne Zweifel dem schnellen Handeln der Winterberger Feuerwehr zu verdanken. In der Nacht zum Donnerstag hatten die Kameraden aus Winterberg, Elkeringhausen und Altastenberg das Haus der Familie gerettet.

Der eigentliche Einsatz begann um kurz vor vier Uhr in der Früh mit der Meldung, dass es zu einem Russbrand in einem Schornstein gekommen sei. Als die ersten Kameraden wenige Minuten später am Einsatzort unweit des Feuerwehrhauses eintrafen, schlugen allerdings Flammen aus der Hausfassade. Umgehend, so erklärten es die Feuerwehrleute vor Ort, seien dann zur Unterstützung die Löschgruppen Ellkeringhausen und Altastenberg nachalarmiert worden, sodass der komplette Löschzug 1 im Einsatz stand.

Die Feuerwehrkameraden gingen den Brand von zwei Seiten an: „Wir haben einen Trupp unter Atemschutz im Inneren des Gebäudes in Riegelstellung, der Schwerpunkt liegt aber klar an der Außenfassade“, erklärte Patrick Wahle, der in der Nacht vor Ort die Funktion des Zugführers inne hatte. Von der Außenfassade aus habe man einen massiven Löschangriff durchgeführt, und um an die Brandherde zu gelangen, auch die Fassade eröffnet. Die Einsatzkräften kamen dabei sowohl über die Drehleiter, als auch über normale Leitern an die Fassade, beziehungsweise auf den Balkon. Unter schwerem Atemschutz führten sie ihren Kräfte zehrenden Einsatz durch. Nach einiger Zeit, wenn die Atemluftflaschen einen bestimmten Druck unterschritten hatten, begannen die Geräte zu pfeifen, um den Einsatzkräften anzuzeigen, dass ein neues Team eingesetzt werden muss. Dies wurde aber zudem auch von den Kameraden des Einsatzleitwagens beziehungsweise der Atemschutzüberwachung überwacht. Der anstrengende Einsatz unter Atemschutz ist nur immer für eine begrenzte Zeit möglich. Deshalb wurden die Kameraden auch mit dem Atemschutzanhänger und einem Team der Feuerwehr Niedersfeld bei diesem Einsatz unterstützt. Nachdem die Feuerwehrleute die Flammen gelöscht, und den Brand unter Kontrolle hatten, wurde zusätzlich mit der neuen Einsatzdrohne des Löschzuges Winterberg die Einsatzstelle abgeflogen, um mit der integrierten Wärmebildkamera sicherstellen zu können, dass tatsächlich alle Glutnester gefunden und abgelöscht wurden.

Als Brandursache, so ein Feuerwehrmann vor Ort, der gleichzeitig zuständiger Schornsteinfeger ist, sei kein Russbrand zu sehen. „Es hat kein Russ im Schornstein gebrannt“, machte er klar. Eher sei es zu einen Hitzestau in der Holzverkleidung gekommen, erklärte er. Zudem sei in dem Haus am Abend zwei Mal eine Sicherung geflogen und die Hausbewohner hätten Schmorgeruch wahrgenommen. Die genaue Ursache muss nun noch ermittelt werden.

Während der Arbeiten wurde die Einsatzstelle voll gesperrt. Die genaue Schadenshöhe stand noch nicht fest, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Sonntag, 19 September 2021 11:17

Während der Fahrt Kiste Bier auf dem Schoß

WINTERBERG. Erneut mussten die Freiwillige Feuerwehr Winterberg und Polizeikräfte zu einem Unfall ausrücken - das Besondere: Beide Fahrzeugführer hatten vorher ordentlich "getankt", Nachschub für den Kradfahrer lieferte sein Sozius, der hatte eine Kiste Bier auf den Knien.

Am 18. September um 19 Uhr befuhr ein Kleinkraftradfahrer mit seinem Sozius die Straße "Am Waltenberg" aus Fahrtrichtung B 236. Der Sozius hatte während der Fahrt noch eine Kiste Bier auf dem Schoß. Ein dem Kleinkraftrad entgegenkommender Personenkraftwagen wollte nach links abbiegen und übersah das Zweirad. Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Bei dem Verkehrsunfall wurden der 17-jährige Kleinkraftradfahrer und sein 15-jähriger Sozius schwer verletzt. Beide mussten mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser verbracht werden.

Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr. Beim Fahrer des Kleinkraftrades und beim 64-jährigen Fahrer des Pkw konnte zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme Alkoholgeruch festgestellt werden. Ein Alkotest verlief positiv - bei den beiden Fahrzeugführern wurden Blutproben angeordnet und die Führerscheine  sichergestellt.

Die Feuerwehr Winterberg müsste ausrücken, um die Fahrbahn der Straße "Am Waltenberg" von den Scherben der Bierflaschen zu reinigen, die sich vormals in der Kiste auf dem Schoß des Sozius des Kleinkraftrades befunden haben.

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Publiziert in HSK Polizei

WINTERRBERG. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am späten Freitagnachmittag auf der B 236 zwischen Winterberg und Züschen. Dabei wurde der Fahrer eines VW Lupo aus dem Raum Winterberg eingeklemmt und schwer verletzt. Zuvor war ein Auflieger eines Lkw in die Front und die Fahrerseite des Lupos gekracht.

Wie die Polizei vor Ort erklärte, war der Lkw, der einen Silotank mit Gefahrgut mitführte, aus Richtung Winterberg in Richtung Hallenberg unterwegs. In einer Rechtskurve geriet der Auflieger auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und prallte dort in den in Richtung Winterberg fahrenden Lupo.

Die Einsatzkräfte des Löschzuges Winterberg wurden alarmiert, um den eingeklemmten Fahrer zu befreien. Philipp Wiese, der bei der Technischen Rettung zuständig war, erklärte an der Unfallstelle: „Es gab zunächst keine richtige Zugangsöffnung, um den Patienten erreichen zu können. Wir haben dann einen Zugang über die Heckklappe geschaffen und sofort einen unserer Helfer zum Patienten geschickt“. Anschließend, so erklärte der Feuerwehrmann aus Winterberg, der selbst im Rettungsdienst arbeitet, habe man in enger Absprache mit dem Rettungsdienst vor Ort die Fahrertür entfernt und den Patienten aus dem Auto befreit und auf einem Spineboard gesichert. Außerdem stellten die insgesamt 26 Feuerwehrkameraden unter der Leitung von Patrick Wahle vor Ort den Brandschutz sicher, streuten auslaufende Betriebsmittel ab, waren bei den Aufräumarbeiten und der Pkw Bergung behilflich und unterstützten den Rettungsdienst beim Umladen in den Rettungshubschrauber.

Den Hubschrauber hatten die Einsatzkräfte zuvor für den Transport des Lupo-Fahrers angefordert. Der Lkw wurde beim Aufprall zwar erheblich beschädigt, das geladene Gefahrgut trat aber glücklicherweise nicht aus. Der Laster konnte seine Fahrt noch bis zum Firmensitz im benachbarten Hallenberg fortsetzen. Der Fahrer des Lasters blieb unverletzt.

Was genau die Ursache für das Schleudern des Anhängers war, ermittelt derzeit die Polizei.

Die B 236 blieb für etwa zwei Stunden voll gesperrt.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Mittwoch, 18 August 2021 17:03

Polizei im HSK sucht Lkw-Fahrer

HOCHSAUERLANDKREIS. Wie 112-magazin.de bereits wenige Stunden nach dem Unfall auf der Bundesstraße 480 berichten konnte, kam es am 17. August bei Olsberg gegen 5.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall.

Nach Angaben der Polizei war ein 33-jähriger Mann aus Brilon am Dienstag mit seinem Wagen von Bigge aus kommend in Richtung Winterberg unterwegs gewesen. Beim Überholen eines Lkws wechselte er auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Auto eines 57-jährigen Mannes aus Winterberg. Beide Männer wurden schwer verletzt in Spezialkliniken geflogen. Die Fahrbahn musste für mehrere Stunden gesperrt werden. (112-magazin.de berichtete, hier klicken, mit Fotostrecke)

Auf diesem Weg sucht die Polizei den Fahrer oder die Fahrerin des überholten Lkws. Hinweise nimmt die Polizeiwache in Brilon unter der Telefonnummer 02961 /90200 entgegen.

Link: Schwerer Verkehrsunfall bei Olsberg - Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz (17.08.2021)

Publiziert in Polizei

OLSBERG. Welch ein Fortschritt, und welch ein Segen es ist, dass mittlerweile Rettungshubschrauber auch bei Dunkelheit zum Einsatzort fliegen können und bei entsprechendem Flugwetter rund um die Uhr zur Verfügung stehen, merkten heute Morgen die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, die gemeinsam zwei schwerverletzte Menschen nach einem Verkehrsunfall auf der B 480 versorgten und betreuten. 

Noch während einer der beiden Männer in seinem Unfallfahrzeug behandelt wurde, landete der erste von zwei Rettungshubschraubern auf der Olsberger Ortsumgehung auf der B480, wo es zum Unfall gekommen war.  Bereits um 5.25 Uhr hatte die Kreisleitstelle des Hochsauerlandkreises, zuständig für Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze und den Krankentransport, Alarm ausgelöst. "Unfall mit einer eingeklemmten Person", stand in den Meldeempfängern der Einsatzkräfte. Dies stellte sich beim Eintreffen der Feuerwehrkameraden aus Bigge-Olsberg vor Ort zum Glück anders dar: „Die Personen waren eingeschlossen, nicht eingeklemmt“, erklärte der Feuerwehreinsatzleiter vor Ort. 

„Beide Fahrzeuge sind frontal zusammen gestoßen. Langsam waren vermutlich beide nicht“, erklärt ein Polizeibeamter vor Ort, während er die Brücke für die Landung der Hubschrauber sperrt und den Einsatz seiner Kollegen vor Ort koordiniert und Funkkontakt zur Leitstelle hält. Um vieles müssen die Beamten sich nun kümmern: Es geht um die Beweissicherung an der Unfallstelle und die Spurenauswertung, um im Nachhinein die Schuldfrage eindeutig klären zu können. „Der Wagen, der aus Richtung Brilon kam, hat einen Lkw überholt und ist mit dem Wagen der aus Richtung Winterberg kam, frontal zusammengestoßen“, so die ersten Erkenntnisse. „Langsam werden beide nicht gewesen sein, etwa 80 km/h“, erklärt der Polizeibeamte. Er geht mit mir zu den Unfallwracks, nachdem beide Verletzte in den bereit stehenden Rettungswagen aus Winterberg und Olsberg von den Rettungsteams und den Notärzten versorgt werden. „Wenn man das sieht, dann merkt man doch, dass unsere Autos immer sicherer werden“, erklärt er mir. „Man sagt, pro km/h etwa 10 Zentimeter. So ein Unfall vor zehn oder 15 Jahren und das hätte noch viel schlimmer geendet“, erklärt der Beamte. Seine Kollegen sind derweil bereits mit der genauen Vermessung der Unfallstelle beschäftigt. Alles muss genau erfasst und dokumentiert werden. Wieder andere Beamte haben die Unfallstelle verlassen – nach Brilon und Winterberg, um dort die Angehörigen zu informieren, dass es einen schweren Unfall gegeben hat.  Auch der Einsatzleiter der Feuerwehr Olsberg hat in der ruhigeren Phase nun Zeit, das Handeln der Feuerwehr zu erklären: „Beide Patienten wurden aus den Fahrzeugen befreit, waren aber nicht eingeklemmt. Beim VW T-Rock mussten wir das Dach abtrennen, um den Fahrer retten zu können“. Beim Opel reichte es, eine Tür zu entfernen.

Doch nicht nur diese Aufgaben hatten die Kameraden vor Ort. Sie leuchteten die Einsatzstelle auch aus, sie stellten den Brandschutz sicher und halfen nach der Unfallaufnahme bei den Aufräumarbeiten. Die Rettungswagenbesatzungen und Notärzte aus Winterberg und Olsberg waren mit der medizinischen Versorgung der Verletzten betraut. Wenn Verletzte keine genauen Angaben über ihre Beschwerden mehr machen können, ist dies nicht immer eine einfache Aufgabe. Mit standardisierten Unterbuchungsschemas, bei denen neben der Atmung, den Atemwegen und der Kreislaufsituation auch die Neurologie und der Wachheitsgrad, sowie die Begleitumstände binnen weniger Minuten überprüft und eingeschätzt werden können, können die Rettungskräfte diese Aufgabe dennoch meistern, ohne Probleme und Verletzungen zu übersehen. An jeder Stelle wird direkt nach Priorität eine Versorgung durchgeführt: Beim Atmen helfen, wo es nötig ist einen Beatmungsschlauch legen und eine Narkose einleiten, bedrohliche Blutungen stillen, den Kreislauf stabilisieren, oder ein Auskühlen verhindern.  Bereits während der Versorgung erkannten die Rettungskräfte, dass beide Patienten in weiter entfernte Spezialkliniken gebracht werden mussten.

Die Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“ von der ADAC Luftrettung GmbH aus Greven bei Münster und „Christoph Gießen“ von der Johanniter Luftrettung aus Gießen wurden zur Einsatzstelle beordert. Diese Hubschrauber dürfen auch nachts zu Einsatzorten fliegen, wenn es noch dunkel draußen ist. Aus diesem Grund kamen auch die normal zuständigen Hubschrauber aus Siegen, Lünen, Kassel oder Dortmund nicht zum Einsatz – sie besitzen keine Nachtflugerlaubnis.  Die beiden Hubschrauber landeten nacheinander auf der Brücke, die von den Polizeibeamten zur Landung gesperrt worden war. Nach kurzem Aufenthalt am Boden übernahmen die Luftretter optimal versorgte Patienten, um sie schnell und schonend in geeignete Kliniken zu fliegen.  Während der Einsatz für die Rettungskräfte und später auch die Feuerwehr endete, musste die Polizei die Strecke vom Abzweig Olsberg in Richtung des Tunnels in Richtung Brilon noch lange gesperrt lassen, da die Staatsanwaltschaft noch den Einsatz eines Gutachters angeordnet hatte, um den Unfallhergang genau rekonstruieren zu können. Dies ist sehr wichtig, um am Ende die Schuldfrage für diesen schweren Unfall genau klären zu können.  Nach etwa drei Stunden konnte die Polizei die Strecke wieder für den Verkehr freigeben. Außer der Sprühkreide auf der Fahrbahn und den Beulen in der Leitplanke wird dann nichts mehr von dem schweren Unfall zu sehen sein.

Publiziert in HSK Feuerwehr

WINTERBERG. Etwas Aufregung war schon dabei, als Marc Sartorius von der Bergwacht Winterberg seinen Anruf vom DRK Kreisverband Brilon, dem die Bergwacht Winterberg untersteht, entgegennahm. „Könnt Ihr Luftretter ins Flutgebiet schicken? Die Polizeifliegerstaffel NRW hat hier angefragt“, wendet sich der Kreisverband an Sartorius, der selbst ehrenamtlicher Luftretter bei der Bergwacht ist. Einer von denen, die im Einsatzfall von der Winde eines Hubschraubers zu in Not geratenen Menschen abgewincht werden, um diese dann an Bord des Hubschraubers zu bringen.

„Es musste alles ganz schnell gehen und es hieß, dass der Hubschrauber uns in Winterberg abholen würde“, berichtet Marc Sartorius. Hauptberuflich im Rettungsdienst, hatte er an diesem Tag frei. Drei weitere Kollegen hatten sich ebenfalls schnell zurück gemeldet, mit Arbeitgebern gesprochen, oder kurzfristig Urlaub genommen, um im Krisengebiet irgendwo in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen helfen zu können. Schließlich ist die Bergwacht Winterberg nur kurze Zeit später mit vier Leuten – den Luftrettern Marc Sartorius, Tobias Lutter und Marc Ramspott, sowie dem Bergretter Steffen Schnier nach Düsseldorf gestartet – zu einem der insgesamt zwei Standorte der Polizeifliegerstaffel NRW. „Eine Maschine war zu dieser Zeit bereits auf dem Weg ins Schadensgebiet, so dass wir schließlich bodengebunden nach Düsseldorf fahren mussten“, erklärt Marc Sartorius. Es sei der erste reale Luftrettungseinsatz für die Bergwacht Winterberg, berichtet Marc Sartorius. Allein deshalb schon habe sich das jahrelange Training am Hubschraubersimulator im Trainingszentrum in Bad Tölz gelohnt. Überhaupt sei deshalb auch erst die Alarmierung zu Stande gekommen: „Mitarbeiter der Polizeifliegerstaffel NRW haben damals mit uns in Bad Tölz gemeinsam trainiert und konnten sich daran erinnern, dass wir Luftretter in unserer Bergwacht haben“, berichtet Sartorius.

Kaum in Düsseldorf angekommen, erreicht die Kräfte der erste Hilferuf: Mit Hilfe der Hubschrauber soll ein Krankenhaus evakuiert werden. Da die Polizeihubschrauber jedoch über keine Krankentrage verfügen, muss dieser Einsatz schnell wieder abgebrochen werden. Die Kameraden aus Winterberg stellen nun mit einer Hubschrauberbesatzung den Grundschutz im regulären Einsatzradius des Hubschraubers sicher. Nach kurzer Zeit geht ein Notruf ein, dass ein Mensch im Rhein bei Düsseldorf treibt. Sofort startet der Hubschrauber mit den Luftrettern an Bord und nimmt Kurs in Richtung Rhein. Aus der Luft wird die vermeintliche Einsatzstelle erkundet, nach dem Menschen gesucht. Nach kurzer Zeit stellte sich allerdings heraus, dass die Person bereits nicht mehr im Rhein ist. Rückflug nach Düsseldorf. Gegen 20:00 Uhr ist der Einsatz, der für die Winterberger Kameraden gegen 12:00 Uhr begonnen hatte, beendet und sie können den Heimweg nach Winterberg antreten.

Besonders gefallen hat den Bergwachtlern die äußerst kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Hubschrauberbesatzungen der Polizei NRW. „Das war ein Arbeiten auf Augenhöhe, es haben alle dieselbe Sprache gesprochen. Das jahrelange Training hat sich einfach ausgezahlt“, resümiert Marc Sartorius.

Publiziert in HSK Retter
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