MARSBERG. Erneuter Einsatz am 24. November für die Feuerwehr im Marsberger Ortsteil Bredelar. Nur einen Tag nach dem Verkehrsunfall mussten die Blauröcke erneut nach Bredelar ausrücken: Ein bestätigter Austritt von Kohlenmonoxid aus einer defekten Gastherme erforderte den Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Gegen 12.45 Uhr gab es Alarm für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei: In einem Wohngebäude hatte ein Kohlenmonoxid-Melder ausgelöst.
Die Bewohner des Hauses taten das einzig Richtige: Sie verließen das Gebäude und alarmierten die Rettungskräfte. In der Tat konnten die Einsatzkräfte mit Messgeräten das Atemgift nachweisen. Ursächlich für den Austritt war eine defekte Gastherme, der Melder löste also bestimmungsgemäß aus und warnte die Bewohner frühzeitig – und dürfte Schlimmeres verhindert haben.
Die Feuerwehr erkundete unter Atemschutz das Gebäude, nahm entsprechende Messungen vor und sicherte die Gastherme. Sie wurde stromlos geschaltet und die Gaszufuhr abgeschiebert. Die beiden anwesenden Hausbewohner wurden dem Rettungsdienst zur Untersuchung übergeben.
Nach erfolgter Erstmessung wurde das Gebäude belüftet und anschließend erneut gemessen; als nichts mehr festgestellt werden konnte, konnte das Gebäude den Eigentümern wieder übergeben werden. Da bei ihnen durch den Notarzt keine Kohlenmonoxid-Vergiftung nachgewiesen werden konnte, mussten sie nicht ins Krankenhaus gebracht werden und konnten in ihr Haus zurückkehren.
Kohlenmonoxid ist ein hochgefährliches Atemgift, das bei einer unvollständigen Verbrennung entsteht. Es tritt auch oft bei defekten Gasthermen aus. Es ist bereits in sehr geringen Konzentrationen in der Umgebungsluft tödlich. Es ist brennbar und annähernd genauso schwer wie die Atemluft, weshalb es sich gleichmäßig in geschlossenen Räumen verbreiten kann. Im Körper schädigt es die roten Blutkörperchen, so dass diese keinen Sauerstoff mehr binden können. Im Falle einer akuten Kohlenmonoxid-Vergiftung müssen die Patienten umgehend in eine Spezialklinik gebracht werden, wo sie intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Daher sind Kohlenmonoxid-Warner eine sinnvolle und wichtige Anschaffung bei Gasheizungen und können Leben retten.
Sollten in einem Wohngebäude Kohlenmonoxid- oder Rauchmelder auslösen, sollte daher das Gebäude unbedingt verlassen werden, da das Gas auch bei unentdeckten Schwelbränden auftritt. Durch die Feuerwehr kann mit geeigneten Messgeräten das betroffene Gebäude dann kontrolliert werden.
Etwa eine Stunde waren ca. 30 Einsatzkräfte aus den Löschgruppen Bredelar, Beringhausen, Padberg und Giershagen im Einsatz, ebenso Rettungsdienst und Polizei. Die Einsatzleitung lag beim Leiter der Feuerwehr Cyrill Stute. Eingesetzt wurden bei dem Einsatz die Messgeräte der kommunalen ABC-Messkomponente, die ebenfalls in Bredelar stationiert ist; dort werden für Lagen mit gefährlichen Stoffen Messgeräte verschiedenster Art vorgehalten, die bei Bedarf stadt- oder kreisweit in den Einsatz gebracht werden können, so wie bei der beschriebenen Einsatzlage.
BEVERUNGEN. Am Samstag, 29. November 2025, wurde gegen 15 Uhr im Beverunger Ortsteil Wehrden durch Ruderer eine leblose männliche Person im Bereich des Weserufers gesichtet.
Unverzüglich alarmierte Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei konnten nur noch den Tod der aufgefundenen Person feststellen.
Ob es sich bei dem Toten um einen seit mehreren Tagen vermissten 80-jährigen Wehrdener handelt, kann derzeit seitens der Polizei nicht bestätigt werden.
Mit den weiteren Ermittlungen ist die Kriminalpolizei befasst. Derzeit ist davon auszugehen, dass erst in den nächsten Tagen Gewissheit über die Identität des Toten und die Todesumstände besteht.
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FRANKENBERG. Auf dem Parkplatz am Philipp-Soldan-Forum hat sich ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall mit drei Personenkraftwagen ereignet.
Wie die Polizei gegenüber 112-Magazin berichtet, wollte ein 83 Jahre alter Mann aus Frankenberg am Freitag, 28. November, gegen 19 Uhr mit einem grauen Opel Grandland in eine Parklücke fahren. Beim Rangieren stieß der Wagen im Frontbereich gegen einen dort abgestellten schwarzen Hyundai i20 und beschädigte diesen.
Anschließend stellte er seinen Opel ab, um sich den entstandenen Schaden anzusehen. Das Fahrzeug war jedoch offenbar nicht ausreichend gegen Wegrollen gesichert, setzte sich führerlos in Bewegung und prallte gegen einen ebenfalls abgestellten schwarzen BMW 218d eines 46 Jahre alten Mannes aus Frankenberg.
Am Grandland wird der Gesamtsachschaden auf etwa 5000 Euro geschätzt. Am Hyundai i20 beträgt die Schadenshöhe rund 2500 Euro, am BMW 218d wird ein weiterer Schaden von etwa 3000 Euro angenommen.
Die Polizei dokumentierte das Unfallgeschehen und hielt die Beschädigungen an allen drei Fahrzeugen fest.
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VÖHL. An einer Kreuzung der B 252 im Bereich der Gemeinde Vöhl hat sich ein Verkehrsunfall mit zwei Personenkraftwagen ereignet.
Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich der Verkehrsunfall am Samstag, 29. November, gegen 7 Uhr. Wie die Polizei gegenüber 112-Magazin berichtet, war ein 59 Jahre alter Mann aus der Gemeinde Vöhl mit einem schwarzen VW Polo auf der B 252 von Herzhausen in Richtung Frankenberg unterwegs. Zur gleichen Zeit wollte ein 51 Jahre alter Mann, ebenfalls aus der Gemeinde Vöhl, mit einem weißen Renault Twingo aus Richtung Buchenberg die Bundesstraße in Richtung Harbshausen überqueren. Dabei übersah er offenbar den vorfahrtberechtigten Polo; dieser prallte in die Seite des Renault.
Der 59-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt und vom Rettungsdienst versorgt, der 51-Jährige blieb unverletzt. Am VW Polo entstand ein Sachschaden von etwa 8000 Euro, am Renault Twingo ein Schaden von rund 4000 Euro. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit.
Im Einsatz waren zwei Rettungswagen, eine Streife der Polizei und Hessen Mobil, das die Fahrbahn reinigte. Die Bergung und Abschleppung des Renault Twingo übernahm die Firma AVAS; der VW Polo wurde von einem weiteren Abschleppunternehmen abtransportiert.
KASSEL. In der Donnerstagnacht (27. November) gegen 1.15 Uhr wurde der Bundespolizeiinspektion Kassel eine Körperverletzung im Eingangsbereich des Kasseler Hauptbahnhofs gemeldet.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 36-jähriger Mann einen 20-jährigen Mann zunächst ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend soll der Tatverdächtige den 20-Jährigen zu Boden gestoßen und ein weiteres Mal gegen eine Laterne am Haupteingang gedrückt haben. Der Geschädigte erlitt hierbei mehrere Verletzungen im Gesicht sowie eine Platzwunde am Hinterkopf. Ein Rettungswagen wurde zur medizinischen Versorgung angefordert.
Zuvor hatte sich der verletzte Mann zum Polizeirevier Mitte begeben, von wo aus die Bundespolizei über den Sachverhalt zuständigkeitshalber informiert wurde. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0561-81616 0 zu melden.
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KORBACH. Die Kernstadtwehr ist zum insgesamt vierten Einsatz des Tages ausgerückt.
Die Alarmierung erfolgte am Mittwoch, 26. November, gegen 21.10 Uhr zu einem Heckenbrand im Bereich Westring/Marienburger Straße; es war bereits der zweite Brandeinsatz, zu dem der Löschzug an diesem Tag ausrücken musste. Auf einem Privatgrundstück stand die rückseitige Hecke in Brand.
Ein Trupp unter Atemschutz konnte das Feuer schnell eindämmen, so dass lediglich ein Teilstück der Hecke von etwa drei Metern Länge zerstört wurde. Nach rund 30 Minuten stellten die ehrenamtlichen Kräfte die Einsatzbereitschaft im Stützpunkt wieder her. Zur Brandursache hat die Polizei entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
EDERTAL. Zwischen den Ortsteilen Wellen und Wega ist ein roter VW Touran im Motorraum in Brand geraten.
Die Feuerwehren wurden am Freitag, 28. November, um 7.34 Uhr mit dem Stichwort F 1, Brand eines Fahrzeugs, alarmiert; um 8.26 Uhr war der Einsatz beendet. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte es bereits im Motorraum, die Frontscheibe war schon geborsten.
Zwei Trupps unter Atemschutz gingen unter der Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Michael Rese nach dem Öffnen der Motorhaube mit einem C-Strahlrohr vor und löschten den Brand im Motorraum schnell ab.
Im Einsatz standen die Feuerwehr Anraff unter der Leitung von Wehrführer Christian Pfeil mit sechs Einsatzkräften sowie die Feuerwehr Wellen unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Tobias Wagener mit neun Einsatzkräften, jeweils mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W). Außerdem waren die Polizei und Bürgermeister Frederick Westmeier vor Ort, der sich ein Bild von der Lage machte.
Zur Höhe des Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor; als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet. Während der Löscharbeiten war die Strecke zwischen Wellen und Wega voll gesperrt.
WILLINGEN. Am Donnerstag, 27. November, zwischen 13.30 und 21.30 Uhr brachen Unbekannte in ein Wohnhaus in Willingen ein.
Die Täter zerstörten eine Fensterscheibe des Wohnhauses im Sonnenweg in Willingen und konnten so in das Gebäude einsteigen. Hier durchsuchten sie fast alle Schränke und andere Behältnisse in allen Räumen. Ob die Täter etwas entwenden konnten, ist noch unklar. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 500 Euro.
Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Korbach, Telefonnummer 05631-9710.
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KASSEL. Sprichwörtlich "zur richtigen Zeit am richtigen Ort" war am Mittwochnachmittag (26. November) eine Streife des Polizeireviers Mitte in der Obersten Gasse in Kassel unterwegs: Die Beamten waren gegen 16.45 Uhr auf dem Weg zu einer Verkehrsunfallflucht, als eine 14-Jährige hilfesuchend auf den Streifenwagen zulief, nachdem sie von einem unbekannten Mann sexuell belästigt worden war.
Wie das sichtlich aufgelöste Mädchen aus Kassel den Beamten schilderte, hatte der Täter sie zuvor in der Unteren Königsstraße zu Fuß verfolgt, ihr an das Gesäß gefasst und sie unsittlich berührt, woraufhin sie sich ruckartig von dem Unbekannten abwandte und die Flucht ergriff. Noch bevor sie den Notruf wählen konnte, erblickte sie den Streifenwagen.
Mithilfe der abgegebenen Täterbeschreibung konnten die Polizisten nach nur kurzer Fahndung an der Straßenbahnhaltestelle "Am Stern" einen 21-jährigen Tatverdächtigen festnehmen und brachten ihn für die weiteren polizeilichen Maßnahmen auf das Revier. Der bereits hinreichend polizeibekannte Mann, der die Tat zugab, aber als Spaß bezeichnete, muss sich nun wegen des Sexualdelikts verantworten.
Das Opfer blieb glücklicherweise unverletzt und zeigte sich sehr erleichtert. Die weiteren Ermittlungen gegen den 21-Jährigen werden bei der Kasseler Kripo geführt.
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WALDECK FRANKENBERG / HOCHSAUERLANDKREIS. Die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Hochsauerlandkreis haben in einer beispielhaften länderübergreifenden Gemeinschaftsmaßnahme die grundhafte Erneuerung der Kreisstraße K 76 (Hessen, Landkreis Waldeck-Frankenberg) und der weiterführenden K 64 (Nordrhein-Westfalen, Hochsauerlandkreis) realisiert. Ziel war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig höchste Anforderungen an den Trinkwasser- und Umweltschutz zu erfüllen. Besonders hervorzuheben ist hier die sehr gute und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen und den jeweiligen Genehmigungsbehörden.
Planung und Finanzierung
Die Initiative zur Sanierung wurde durch eine bereits im September/Oktober 2020 abgeschlossene Ausbauvereinbarung besiegelt. Nachdem der Kreistag des Landkreises Waldeck-Frankenberg die Haushaltsmittel für 2025 freigegeben hatte, konnte die Umsetzung beginnen.
Die Federführung für die Maßnahme, die eine Gesamtlänge von 1,896 km umfasste – davon 1,351 km im Hochsauerlandkreis und 0,545 km im Landkreis Waldeck-Frankenberg –, übernahm der Hochsauerlandkreis. Eine ursprüngliche Planung sah einen früheren Baubeginn vor, jedoch musste der Zeitplan aufgrund von Schwierigkeiten beim Grunderwerb auf westfälischer Seite angepasst werden. Die Ausschreibung der Baumaßnahme wurde im Herbst 2024 durchgeführt, der Auftrag wurde dann Ende 2024 vergeben. Der Baubeginn war für das Frühjahr 2025 vorgesehen und wurde dann auch umgesetzt.
Fokus auf Grundwasserschutz
Besondere Bedeutung hatte das Projekt aufgrund des Verlaufs der Kreisstraße durch das sensible Trinkwasserschutzgebiet Zone II „Marsberg-Vasbeck“. Hier wurden in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg, mit dem Regierungspräsidium Kassel sowie den zuständigen Unteren Wasserbehörden strenge Vorgaben zum Grundwasserschutz festgelegt.
Um eine durchgehende Bauausführung ohne technische Brüche an der Landesgrenze zu gewährleisten, wurden die westfälischen Auflagen im Einvernehmen aller Beteiligten auf den gesamten Streckenabschnitt übertragen, einschließlich des hessischen Teils. Dies ist nicht selbstverständlich, zumal das Wasserrecht in die Hoheit des jeweiligen Bundeslandes fällt und je nach Bundesland andere Vorgaben eingehalten werden müssen. Hier galt es, Kompromisse zu finden, ohne den Schutzstatus zu gefährden.
Technische Umsetzung
Die Baumaßnahme zielte darauf ab, die vorhandene Fahrbahnbreite von rund 5 Metern auf eine regelkonforme Breite von 6 Metern zu vergrößern, um dem landwirtschaftlichen Verkehr besser Rechnung zu tragen. Im Zuge der Arbeiten wurden zudem Kurvenradien angepasst und die Entwässerungssituation optimiert.
Der Ausbau erfolgte nahezu ausschließlich im Hocheinbau (Damm), um Erdarbeiten im sensiblen Untergrund zu minimieren. In den Verbreiterungsbereichen wurde nach Abtrag des Mutterbodens eine spezielle, hochdichte geosynthetische Tondichtungsbahn aufgebracht, um das Versickern schädlicher Stoffe auszuschließen.
Das anfallende Oberflächenwasser der Straße wurde über Bankette und neu angelegte, 1,25 Meter breite Entwässerungsmulden breitflächig abgeleitet. Durch Staustufen in den Mulden wurde eine Rückhaltung und Versickerung über die belebte Bodenzone ermöglicht. Zusätzlich wurde im Straßenkörper des Hochsauerlandkreises eine Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) festgestellt, die auf kompletter Länge fachgerecht aufgenommen und verwertet wurde.
Hintergrund
Planung/Bauüberwachung: Hochsauerlandkreis
ausführendes Unternehmen: Heinrich Rohde, Korbach
Die Linien- und Gradientenführung wurde durch den Ausbau nach den neuesten Richtlinien verändert. Wirtschaftswegeanschlüsse, Rohrdurchlässe, Zufahrten zu Wiesen und Feldern und Scheunen wurden ebenfalls mit angeglichen bzw. erneuert.
Kosten
Gesamtsumme rd. 2,103 Millionen Euro
davon rd. 1,479 Millionen Euro Hochsauerlandkreis
davon rd. 0,624 Millionen Euro Landkreis Waldeck-Frankenberg
In der Gesamtsumme sind nur die reinen Baukosten enthalten, ohne Planung, Grunderwerb und Schlussvermessung.
Baulänge 1,9 km
Fahrbahnbreite 6 m (zuzüglich 1,5 m Bankett beidseitig)
Bauzeit 12. Mai 2025 – 15. Oktober 2025; die Bauarbeiten erfolgten unter Vollsperrung bei Aufrechterhaltung des Anliegerverkehrs.
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