FRANKENBERG. Am Dienstag, 19. Mai, öffnet das Info-Café Mutmacher im Kreiskrankenhaus Frankenberg ab 15 Uhr wieder seine Türen. In dieser Ausgabe der Vortragsreihe steht ein Thema im Mittelpunkt, das für viele Betroffene existenziell ist, aber oft unterschätzt wird: „Krebs geheilt – Geld am Ende?“
Finanzielle Themen frühzeitig angehen
Die Auswirkungen einer Krebserkrankung und der damit verbundenen Therapien auf die Arbeitssituation und die Finanzen sind erheblich. Da finanzielle Ungewissheit die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann, ist es wichtig, diesen Themenkomplex frühzeitig und offen anzusprechen. Wie sich die Krankheit und Therapie einer Krebserkrankung auf die Arbeits- und Finanzsituation der Betroffenen und ihrer Familien auswirken, wird im Info-Café thematisiert.
Kompetente Einblicke durch Prof. Dr. Ulf Seifart
Als Referent konnte Prof. Dr. Ulf Seifart gewonnen werden. Der Ärztliche Direktor der Klinik Sonnenblick wird Betroffenen, Angehörigen und Interessierten einen umfassenden Überblick über das Sozialrecht geben. Im Fokus stehen dabei unter anderem Arbeitsunfähigkeit und Krankengeld, die Erwerbsminderungsrente sowie die berufliche Wiedereingliederung.
Prof. Dr. Ulf Seifart ist Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie und Ärztlicher Direktor der Klinik Sonnenblick in Marburg. Er führt die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin. Zudem ist Prof. Seifart leitender Ärztlicher Direktor der Deutschen Rentenversicherung Hessen.
Die leitende Oberärztin Gabriele Schalk wird ebenfalls dabei sein und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung findet in lockerer Runde im Café am Goßberg im Untergeschoss des Kreiskrankenhauses statt.
Eingeladen sind Krebspatienten, deren Angehörige sowie alle Interessierten. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe bittet um vorherige Anmeldung. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Telefonnummer 06451/55-355.
HÖXTER. Eine Summe von 60.000 Euro hat eine 89-jährige Frau in einem Ortsteil von Höxter durch einen Telefon-Betrug verloren. Sie war auf kriminelle Anrufer hereingefallen, die sie am Telefon so unter Druck gesetzt hatten, dass sie schließlich die geforderte Summe an der Haustür übergab.
Betrüger geben sich als Polizei aus
Der Betrug ereignete sich am Dienstag, 12. Mai. Die 89-Jährige erhielt gegen 16 Uhr einen Anruf von Unbekannten, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgaben. Angeblich habe ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um den Sohn vor einer Freiheitsstrafe zu bewahren, solle die Angerufene 60.000 Euro übergeben. Ursprünglich hatten die unbekannten Täter sogar 100.000 Euro verlangt.
Derart unter Druck gesetzt, ging die Seniorin auf die Forderung ein und übergab das Geld wenig später einem Abholer an der Haustür. Dieser flüchtete mit dem Geld in unbekannte Richtung. Erst später fiel der Seniorin auf, dass sie offenbar auf einen Betrug hereingefallen war und verständigte die echte Polizei.
Polizei warnt vor perfider Masche
Die Polizei im Kreis Höxter warnt eindringlich vor betrügerischen Anrufen dieser Art: Die echte Polizei fragt am Telefon niemals nach Geld oder Wertgegenständen. Sobald ein unbekannter Anrufer das Gespräch auf Ihre Vermögenswerte oder vertrauliche Daten lenkt, legen Sie sofort auf und verständigen Sie die echte Polizei. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Auflegen ist in einem solchen Fall nicht unhöflich.
Die Polizei appelliert daran, bei Anrufen von Unbekannten grundsätzlich aufmerksam und misstrauisch zu bleiben und auch weitere Angehörige und Nachbarn vor solchen Betrugsmaschen zu warnen. (ots/r)
Tipps der Redaktion
- Anzeige -
KASSEL. Gleich zweimal wurde ein Mann am Dienstag bei Senioren im Kasseler Osten als falscher Bankmitarbeiter vorstellig. In beiden Fällen gelang es den Betrügern noch vor der Sperrung der Karten, Geld an Automaten abzuheben.
Zunächst erhielt ein hochbetagter Mann am Vormittag einen Anruf auf seinem Festnetzanschluss. Der Anrufer gab sich glaubhaft als Mitarbeiter seiner Bank aus und schilderte, im Rahmen der Bankaufsicht seien unrechtmäßige Abbuchungen vom Konto des Seniors registriert worden. Durch die geschickte Gesprächsführung des Betrügers wartete der in Sorge um die Sicherheit seines Geldes geratene Mann schließlich auf einen angeblichen Bankmitarbeiter, der seine EC-Karte zur Überprüfung abholen sollte.
Der Unbekannte erschien gegen 11 Uhr an der Haustür eines Mehrfamilienhauses in der Hafenstraße nahe der Hafenbrücke. Dort ließ er sich die Karte aushändigen und die PIN nennen. Nachdem der Mann verschwunden war, kamen dem Opfer Zweifel, woraufhin es die Polizei alarmierte.
Der zweite Fall ereignete sich am Nachmittag gegen 15.30 Uhr in Kassel-Bettenhausen. Mit der gleichen Masche gelang es mutmaßlich demselben Täter nach dem vorherigen Anruf eines Komplizen, die EC-Karte samt PIN bei einer Seniorin in der Miramstraße nahe der Eichwaldstraße abzuholen. Noch bevor das Opfer den Betrug bemerkte und die Karte sperren ließ, hob der Unbekannte an einem nahegelegenen Bankautomaten in der Leipziger Straße 1500 Euro ab. Anschließend verliert sich seine Spur.
Bei dem Abholer der EC-Karten soll es sich um einen 30 bis 40 Jahre alten und etwa 1,80 Meter großen Mann mit dunklerem Teint gehandelt haben, der eine schwarze Jacke und eine dunkle Hose trug.
Zeugen, die im Bereich der beiden Tatorte verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben und den Ermittlern Hinweise auf den beschriebenen Täter geben können, melden sich bitte unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen. (ots/r)
- Anzeige -
FRANKENBERG. Im Notfall zählt jede Sekunde – besonders bei einem Schlaganfall. Um die neurologische Notfallversorgung in der Region zu stärken, hat das Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) am Standort Frankenberg eine neue Zusatzausrüstung für das CT, die sogenannte CT-Perfusion, in Betrieb genommen. Ermöglicht wurde diese Investition durch die großzügige Unterstützung der Viessmann Foundation, vermittelt durch den Förderverein des Kreiskrankenhauses Frankenberg.
Präzisionsdiagnostik: Was ist CT-Perfusion?
Die CT-Perfusion ist ein spezialisiertes bildgebendes Verfahren. Während ein Standard-CT lediglich zeigt, ob bereits Hirngewebe geschädigt ist, blickt die Perfusion in die unmittelbare Zukunft: Sie misst den Blutfluss durch die feinsten Kapillaren des Gehirns in Echtzeit. Durch den Einsatz der Software wird sichtbar, welches Gewebe aktuell zwar unterversorgt, aber noch zu retten ist, die sogenannte „Penumbra“. Diese Information ist entscheidend für die weitere medizinische Versorgung.
Ein Quantensprung für die Patientenversorgung
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet diese Technik vor allem eines: Sicherheit und individuelle Therapie. Die bisherige Versorgung gibt ein klassisches Zeitfenster von maximal sechs Stunden nach dem Schlaganfall vor, in denen eine medikamentöse Auflösung des Gerinnsels, die Lyse-Therapie, erfolgsversprechend ist. Man spricht vom sogenannten Lyse-Fenster. Dieser Richtwert ist jedoch nicht unumstößlich. „Aktuelle Studien zeigen, dass bei bestimmten Patienten mit noch ausreichender Kollateralisierung, also Gefäßen, die die Engstelle umgehen und eine Umleitung bilden, auch bis zu neun Stunden, manchmal sogar bis zu 24 Stunden nach Symptombeginn rettbares Gewebe vorhanden sein kann. Außerdem gibt es häufiger Patienten, bei denen der genaue Zeitpunkt des Schlaganfalls unklar ist, zum Beispiel wenn erst beim Aufwachen morgens bemerkt wird, dass etwas nicht stimmt (Wake-up-Stroke). Dank der Perfusion können wir nun auch bei diesen Patienten präzise bestimmen, ob eine Lyse-Behandlung noch erfolgreich sein kann. Diese Information ist neben der Darstellung der hirnversorgenden Arterien (CT-Angiographie) entscheidend für die weitere medizinische Versorgung“, konkretisiert der Sektionsleiter der Neurologie, Dr. med. Wael Marouf.
Lebenswichtig für den ländlichen Raum
In unserer ländlich geprägten Region ist der Faktor Zeit oft die größte Herausforderung. Lange Wege zum nächsten Maximalversorger können ohne präzise Erstdiagnose wertvolle Zeit kosten. „In der Schlaganfallversorgung gilt das Credo: ,Time is Brain‘ – Zeit ist Gehirn“, erklärt Dr. med. Wael Marouf, Sektionsleiter der Neurologie in der Klinik für Innere Medizin. „Durch die neue Technik können wir hier vor Ort in Minuten entscheiden, was früher wertvolle Transportzeit gekostet hätte. Mit dieser Methode können auch diejenigen Betroffenen identifiziert werden, die zunächst milde Symptome aufweisen, bei denen jedoch ein hohes unmittelbares Risiko für eine Verschlechterung besteht. Wir bringen eine hochpräzise Diagnostik direkt zu den Menschen in der Fläche.“
Dank an die Viessmann Foundation
„Die Spende der Viessmann Foundation ist ein klares Bekenntnis zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Mit der neuen CT-Perfusion stellen wir eine innovative Diagnosetechnologie bereit, die es ermöglicht, bei Schlaganfallpatienten vor Ort schneller und präziser lebenswichtige Behandlungsentscheidungen zu treffen. Dies wertet die medizinische Versorgung am Standort Frankenberg gezielt weiter auf“, sagt Annette Viessmann.
Die Installation des Systems wäre ohne externe finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen. Angesichts der allgemein angespannten Finanzlage im Gesundheitswesen und begrenzter Investitionsmittel der Klinik übernahm die Viessmann Foundation die kompletten Anschaffungs- und Schulungskosten in Höhe von 83.000 Euro. „Das innovative Projekt ist ein Meilenstein in der Behandlung der Volkskrankheit ,Schlaganfall‘, die im Krankenhaus Frankenberg häufig behandelt wird. Wir bedanken uns im Namen aller Patienten und ihrer Angehörigen bei der Viessmann Foundation“, erläutert der Vorsitzende des Fördervereins des Kreiskrankenhauses Frankenberg, Dr. med. Harald Schmid. „Durch diese gemeinsame Anstrengung zusammen mit Klinik und Förderverein werden die Menschen hier vor Ort nach einem Schlaganfall eine bessere Chance auf ein Leben ohne bleibende Behinderungen haben.“
Drei Neuerungen für eine bessere Patientenversorgung
Die Aufrüstung des CTs mit der Perfusion ist nur eine von drei aktuellen Investitionen in den Standort Frankenberg. Der Computertomograph selbst wurde ebenfalls ausgetauscht. Mit dem neu eingebauten Hochleistungs-CT verbessern sich die Diagnostik und die Strahlenbelastung für alle Patienten, die eine Untersuchung benötigen – egal, ob sie Erkrankungen des Bewegungsapparates, der inneren Organe oder des Gehirns zu uns führen. Andrea Schreiner, Leitende MTRA, erläutert die Vorteile: „Das neue CT kann wesentlich mehr Daten erfassen, bei gleichzeitig geringerer Strahlenbelastung für den Patienten und verkürzter Untersuchungsdauer. Das ist ein enormer technologischer Fortschritt. Die Darstellung der Bilder ist phänomenal. Man erhält eine 3D-Ansicht des Organs, das man zur genauen Betrachtung beliebig drehen kann. Gefäße und deren Durchblutung können mit den hochauflösenden Bildern sehr genau beurteilt werden. Bei Aufnahmen des Bewegungsapparates, zum Beispiel bei der Kontrolle eines Implantats, kann das CT differenzierte Darstellungen aus einer Aufnahme liefern. So kann man wählen, ob man nur die Knochenstruktur oder nur die eingesetzten Schrauben und Implantate sehen möchte.“
Verstärkung in der Neurologie
Das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg wurde auch personell aufgewertet. Die Klinik für Innere Medizin, Sektion Neurologie, verstärkte ihr Team mit dem Oberarzt Atif Elatana. Herr Elatana studierte Medizin in Berlin und Iaşi (Rumänien). Seine Facharztausbildung zum Neurologen, die er 2022 abschloss, absolvierte er vornehmlich in Kasseler Kliniken in den Abteilungen Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie. Zuletzt war er als Facharzt für Neurologie in der Bad Wildunger Westend-Klinik beschäftigt. Seit Ende letzten Jahres arbeitet er im Krankenhaus in Frankenberg und ist zudem im MVZ tätig, wodurch in den neurologischen Sprechstunden deutlich mehr ambulante Patienten versorgt werden können. Auch der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, PD Dr. med. Matthias Klingele, freut sich sehr über die Verstärkung: „Herr Elatana ist eine Bereicherung für unser Team. Die Notfallversorgung neurologischer Patientinnen und Patienten, aber auch aller Patientinnen und Patienten mit neurologischen Symptomen aus allen Abteilungen profitiert von der zusätzlichen neurologischen Fachkompetenz.“
Wohnortnahe Versorgung im Fokus
Geschäftsführerin Anne Bülling betont: „Wir verstärken unsere Teams stetig, um das Angebot für unsere Patientinnen und Patienten weiter auszubauen. Da wir im Bereich Neurologie ein steigendes Patientenaufkommen verzeichnen, sichern wir mit Herrn Dr. Marouf und Herrn Elatana eine exzellente wohnortnahe Versorgung.“ Auch am zweiten Standort des zukünftigen Klinikums Waldeck-Frankenberg (KWF) in Korbach wird eine qualitativ hochwertige Schlaganfallversorgung nach modernsten Standards angeboten.
„Die Stärkung der Neurologie und die Versorgung von Schlaganfall-Patienten mit aktueller Technik und Know-how ist uns eine Herzensangelegenheit. Im Rahmen der Fusion der Kliniken in Korbach und Frankenberg zum Klinikum Waldeck-Frankenberg stand dieser Auftrag von Anfang an auf der Agenda. Wir möchten der Bevölkerung in Waldeck-Frankenberg aufzeigen, dass die Fusion nicht auf den Abbau von Leistungen zielt, sondern im Gegenteil die Versorgung an beiden Standorten aufwerten wird“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Jürgen van der Horst.
PADERBORN. Im Rahmen eines Sondereinsatzes hat die Polizei in der Innenstadt rund 60 Personenkontrollen durchgeführt. Dabei sprachen die Einsatzkräfte zahlreiche Platzverweise aus, schrieben Strafanzeigen und nahmen mehrere Personen vorübergehend in Gewahrsam.
Am Dienstag, 12. Mai, kontrollierte die Polizei Paderborn zwischen 14 und 22 Uhr im Zuge eines Sondereinsatzes rund 60 Personen in der Innenstadt. Unterstützt wurden die Beamten bei den Maßnahmen von der Ausländerbehörde Paderborn und dem Ordnungsamt.
Im Fokus der Kontrollen lagen die Bereiche Westernmauer, Brückengasse, Königsplätze, die Grünanlagen Le-Mans-Wall und Riemekepark sowie der Bereich am Eisernen Kreuz.
Insgesamt sprachen die eingesetzten Beamten 33 Platzverweise aus und schrieben sechs Strafanzeigen. Unter anderem fanden die Einsatzkräfte bei kontrollierten Personen ein Messer und einen Schlagring.
Weiterhin fertigte die Polizei drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen, beispielsweise wegen Urinierens auf öffentlichen Plätzen und des Konsums von Cannabis in der Nähe eines Kinderspielplatzes. Drei Personen kamen vorübergehend in Gewahrsam.
Außerdem fertigten die Beamten drei Festnahmeanzeigen zur Durchsetzung von Platzverweisen, zwei Beobachtungs- und Feststellungsberichte sowie einen Bericht an das Ausländeramt Bielefeld.
Innerhalb des Behördenschwerpunkts 2026 „Wir sind da - mit Sicherheit in der Paderborner Innenstadt“ legt die Polizei gemeinsam mit den örtlichen Ordnungsbehörden den Fokus auf Ordnungsstörungen und Straftaten, insbesondere Gewalt-, Betäubungsmittel- und Eigentumsdelikte. Ziel ist eine Aufhellung des Dunkelfelds, um kriminelle Strukturen durch sichtbare Präsenz und gezielte Schwerpunkteinsätze zu zerschlagen. (ots/r)
- Anzeige -
KASSEL. Die Asiatische Hornisse breitet sich zunehmend in Hessen aus. Inzwischen wurden auch in Kassel erste Exemplare gesichtet. Bei der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) handelt es sich um eine invasive, nicht-heimische Hornissenart.
Wer kann in Kassel Nester der Asiatischen Hornisse entfernen?
Bürgerinnen und Bürger sollten die Nester auf privaten Grundstücken keinesfalls selbst entfernen. Das ist Aufgabe der ausgebildeten Fachberater. Sichtungen sollten über die genannten Stellen gemeldet werden, damit Entfernungen veranlasst werden können. Die ausgebildeten Fachberater stellen derzeit sogenannte Locktöpfe an gemeldeten Sichtungsstellen auf, um mögliche Neststandorte zu lokalisieren. Ein persönlicher Kontakt ist über den Imkerverein Kassel möglich. Kontaktmöglichkeiten finden sich auf deren Webseite: www.imkerverein-kassel.de/asiatische-hornisse.
Für die Entfernung von Nestern an Schulen, Kindergärten sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen ist das städtische Ordnungsamt zuständig. Entsprechende Einrichtungen können sich dort telefonisch unter der Behördennummer 115 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.
Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse und was ist bei einem Stich zu tun?
Die Asiatische Hornisse gilt grundsätzlich nicht als aggressiver als heimische Wespen- oder Hornissenarten und verhält sich Menschen gegenüber in der Regel nur dann aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlt oder ihr Nest gestört wird. Für gesunde Menschen sind einzelne Stiche zwar schmerzhaft, jedoch meist nicht gefährlicher als ein Stich einer heimischen Europäischen Hornisse. Vorsicht ist jedoch bei Allergikerinnen und Allergikern sowie bei mehreren Stichen geboten, insbesondere im Bereich von Mund oder Hals. Nach einem Stich sollte die betroffene Stelle gekühlt und auf mögliche allergische Reaktionen wie Atemnot, starke Schwellungen oder Kreislaufprobleme geachtet werden. In solchen Fällen ist umgehend medizinische Hilfe erforderlich. Grundsätzlich wird empfohlen, Abstand zu Nestern zu halten.
Wie ist die Asiatische Hornisse von Europäischen Hornissen zu unterscheiden?
Ob es sich um eine invasive Asiatische Hornisse oder die geschützte heimische Europäische Hornisse handelt, lässt sich anhand von Körperfärbung, Größe und Nestform unterscheiden. Die Asiatische Hornisse unterscheidet sich von der heimischen Europäischen Hornisse vor allem durch ihren deutlich dunkleren Körper, gelbe Beinenden sowie orangene Binden auf dem Hinterleib. Die Europäische Hornisse ist dagegen größer, stärker gelb und rotbraun gefärbt und weist mehrere gelbe Streifen mit Punkten am Hinterleib auf. Zudem baut die Asiatische Hornisse ihre Nester häufig hoch in Bäumen mit seitlichem Einflugloch, während Europäische Hornissen bevorzugt geschützte Hohlräume mit untenliegendem Einflug nutzen. Die Europäische Hornisse ist eine geschützte heimische Art und darf nicht entfernt oder getötet werden.
Wie verändert die Asiatische Hornisse das heimische Ökosystem?
Eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse kann erhebliche Auswirkungen auf heimische Ökosysteme sowie auf die Imkerei haben. Die Art jagt intensiv Honigbienen und andere bestäubende Insekten, wodurch Bienenvölker geschwächt und die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen beeinträchtigt werden kann. Für die Landwirtschaft und den Obstbau könnten dadurch mittel- bis langfristig wirtschaftliche Schäden entstehen.
- Anzeige -
WALDECK. Hessen Mobil setzt die Sanierung der Landstraße 3256 fort und leitet in Kürze den nächsten Bauabschnitt ein. Im Fokus der Baumaßnahme steht die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn zwischen dem Stadtgebiet und dem Anschluss an die B 485.
Am Montag, 18. Mai, beginnen die Arbeiten im Bereich der Bahnhofstraße. Während die Erneuerung der Dr.-Mauser-Straße zum Wochenende abgeschlossen wird und die Freigabe für den Verkehr erfolgt, erfordert der neue Abschnitt umfangreiche Anpassungen. Neben der Fahrbahnsanierung werden neue Verkehrsinseln errichtet und Versorgungsleitungen umgelegt. Zudem sieht die Planung den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle am ehemaligen Bahnhof nahe dem Ederseebahn-Radweg vor.
Innerhalb der Maßnahme werden auch Verbesserungen für den Radverkehr umgesetzt. Bestehende Wege, die das Stadtgebiet an den Ederseebahn-Radweg anbinden, werden von 1,50 Meter auf 2,50 Meter verbreitert. Diese Maßnahme soll den Komfort sowie die Sicherheit im Begegnungsverkehr erhöhen.
Voraussichtlich bis zum Jahresende bleibt die Landstraße voll gesperrt. Eine Umleitung für Kraftfahrzeuge erfolgt ab der B 485 über die Landstraße 3388. Für Radfahrende wird eine Route ab Netze über die Oranier-Fahrrad-Route sowie den Haardtweg und Waldwege nach Buhlen eingerichtet. Sämtliche Strecken werden entsprechend ausgeschildert.
Künftig wird die Entwässerung der Straße über ein neues System geregelt. Das Regenwasser gelangt über Straßendurchlässe in eine Sedimentationsanlage, in der Feststoffe wie Sand oder Erde abgelagert werden. Das gereinigte Wasser wird anschließend in drei Speicherrigolen geleitet, um allmählich im Boden zu versickern. Dieses Verfahren beugt Verschmutzungen der Kanäle und Überschwemmungen der Fahrbahn vor.
- Anzeige -
BERLIN. Der Internationale Tag der Familie am 15. Mai rückt in diesem Jahr auch die Sicherheit älerter Angehöriger in den Mittelpunkt. Das Netzwerk für Brandschutz in der Küche mit der Initiative „Stop Herdbrand“ nutzt den Aktionstag, um auf Brandrisiken im Haushalt aufmerksam zu machen und Familien für präventive Maßnahmen zu sensibilisieren.
Internationaler Tag der Familie am 15. Mai: Mehr Sicherheit für ältere Angehörige
Der Internationale Tag der Familie am 15. Mai wurde 1993 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und wird von der Weltgesundheitsorganisation unterstützt. Er erinnert daran, wie wichtig Zusammenhalt, Fürsorge und gegenseitige Unterstützung im Alltag sind. Für viele Familien ist er ein willkommener Anlass, Zeit mit Eltern, Großeltern und anderen Angehörigen zu verbringen. Gleichzeitig bietet er eine gute Gelegenheit, auch die Sicherheit im Haushalt älterer Familienmitglieder stärker in den Blick zu nehmen.
Das Netzwerk für Brandschutz in der Küche mit der Initiative „Stop Herdbrand“ rät Familien, regelmäßige Besuche bei älteren Angehörigen auch dazu zu nutzen, sie im Alltag zu unterstützen. Dazu zählen kleinere Reparaturen, das Prüfen von Rauchmeldern und Beleuchtung sowie das Beseitigen von Stolperfallen in Fluchtwegen. Auch alte Kabel und beschädigte Elektrogeräte sollten ausgetauscht werden, um Brandrisiken zu verringern.
Gefahren erkennen und Risiken verringern
„Viele möchten ältere Angehörige unterstützen, wissen aber nicht immer, wo sie anfangen sollen. Gerade in der Küche können schon kleine Einschränkungen im Gedächtnis, beim Sehen oder in der Reaktionsfähigkeit zu gefährlichen Situationen führen. Deshalb ist es wichtig, Risiken frühzeitig zu erkennen und praktische Lösungen zu nutzen, die im Alltag unterstützen“, sagt Saskia Weiß, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz.
Technische Unterstützung kann gerade für Familien, in denen bereits eine Pflegebedürftigkeit oder beginnende kognitive Einschränkungen eine Rolle spielen, ein wichtiger Baustein sein. Sie schafft zusätzliche Sicherheit, ohne die Selbstständigkeit vorschnell einzuschränken.
In der Küche ist das Risiko besonders hoch
Besonders die Küche birgt für ältere Menschen Gefahren. Der Grund: 48 Prozent der Brände entstehen in der Küche und 61 Prozent der Brandopfer in Deutschland sind älter als 60 Jahre. Gerade bei Senioren können nachlassende Sinneswahrnehmungen, Gedächtnisprobleme oder eingeschränkte Mobilität dazu führen, dass sie gefährliche Situationen am Herd zu spät erkennen und sie nicht mehr schnell genug reagieren können.
Herdwächter verhindern Brände, bevor sie entstehen
Eine wirksame präventive Lösung sind sogenannte Herdwächter. Sie überwachen das Koch-Geschehen gezielt über einen Sensor oberhalb des Kochfeldes. Erkennt das System eine gefährliche Temperaturentwicklung, wird zunächst ein akustisches Warnsignal ausgelöst. Erfolgt keine Reaktion, unterbricht die Steuereinheit die Spannungszufuhr und schaltet das Kochfeld automatisch ab.
„Herdwächter sind ein sehr gutes Beispiel für modernen Brandschutz. Sie setzen genau dort an, wo in vielen Haushalten ein hohes Risiko besteht: in der Küche. Wenn eine gefährliche Situation erkannt und die Kochplatte automatisch abgeschaltet wird, kann ein Brand verhindert werden, bevor Menschen überhaupt in Gefahr geraten. Herdwächter bieten daher besonders für ältere Menschen und ihre Familien ein wichtiges Plus an Sicherheit“, meint Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes und ständiger Vertreter des Präsidenten.
Pflegekassen fördern die Installation von Herdwächtern
Herdwächter sind anerkannte technische Pflegehilfsmittel. In vielen Fällen kann die Pflegeversicherung die Kosten für die Anschaffung und den Einbau eines Herdwächters übernehmen. Grundvoraussetzung hierfür ist ein Pflegegrad. Der Antrag als Pflegehilfsmittel kann durch den/die Pflegebedürftige/n, bevollmächtigte Angehörige/Vertreter, Pflegefachkräfte oder den medizinischen Dienst erfolgen. Alternativ zur Kostenübernahme als Pflegehilfsmittel können Herdwächter von den Pflegekassen auch als wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bezuschusst werden.
Über Stop Herdbrand
„Stop Herdbrand“ ist eine Initiative des Netzwerks für Brandschutz in der Küche. Unterstützer dieses Netzwerks sind die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. (DAG), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), der Ausschuss Brandschutzerziehung, Brandschutzaufklärung und Selbsthilfe von DFV und vfdb, die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik sowie Hersteller von Herdwächtern.
- Anzeige -
PADERBORN. Eine Serie von Unfällen auf der B 64 hat am Vormittag zu massiven Behinderungen und mehreren Verletzten geführt. Infolge eines Überholvorgangs kam es zu einer Kettenreaktion, die umfangreiche Maßnahmen von Rettungsteams und Polizei erforderlich machte.
Erster Unfall mit mehreren Schwerverletzten
Gegen 7.44 Uhr ereignete sich zwischen dem George-Marshall-Ring und der Warburger Straße ein Überholunfall. Beteiligt waren nach polizeilichen Erkenntnissen ein 27-jähriger Opel-Fahrer aus dem Kreis Gütersloh, ein 47-jähriger Paderborner in einem VW Golf sowie ein weiterer 27-jähriger Mann in einem Honda. Zudem waren eine 52-jährige Kia-Fahrerin und ein am Fahrbahnrand geparkter Baustellenkran involviert.
Der Golf-Fahrer, der Honda-Fahrer und der Opel-Fahrer erlitten schwere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser transportiert. Die Kia-Fahrerin und der 52 Jahre alte Kranführer blieben unverletzt.
Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst
Um 7.43 Uhr alarmierte die Leitstelle am 12. Mai mit dem Meldebild einer eingeklemmten Person die Feuerwehr. Von der Feuer- und Rettungswache Süd rückten ein Einsatzleitwagen, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Rüst sowie zwei Rettungswagen aus. Zusätzlich wurden ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein Einsatzleitwagen der Wache Nord sowie Mitglieder des Löschzugs Stadtmitte beordert. Ein Notarzt aus Hövelhof unterstützte die medizinische Versorgung vor Ort.
An der Einsatzstelle fanden die Teams zunächst vier Pkw vor, wobei ein VW Tiguan auf der Beifahrerseite lag. Insgesamt waren laut Feuerwehr sieben Personen in sieben Fahrzeugen betroffen. Drei Personen befanden sich noch in ihren Fahrzeugen, waren jedoch nicht eingeklemmt und wurden patientenorientiert gerettet. Ein weiterer Notarzt und ein zusätzlicher Rettungswagen wurden nachgefordert. Einsatzkräfte sicherten die Stelle ab, stellten den Brandschutz sicher und führten ein Batteriemanagement durch.
Zwei weitere Unfälle in unmittelbarer Nähe
In unmittelbarer Nähe kam es in etwa 20 Meter Entfernung zu einem Folgeunfall mit drei weiteren Fahrzeugen, bei dem es bei Blechschäden blieb. Ein dritter Vorfall ereignete sich in Höhe Dahl, wobei die Beteiligten beim Eintreffen der Fachleute nicht mehr anzutreffen waren.
Sperrung bis in den Mittag
Sperrungen der B 64 blieben bis 11.20 Uhr in beide Fahrtrichtungen bestehen. Ein Unfallaufnahmeteam der Polizei sicherte Spuren, während die Staatsanwaltschaft die Sicherstellung des Mobiltelefons des Opel-Fahrers anordnete. Rückstaus behinderten die Anfahrt der Rettungsfahrzeuge, da einige Autofahrer gefährliche Wendemanöver vollzogen. Auf 35.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. (ots/r)
BRAKEL. Ein Zusammenstoß zwischen einem Transporter und einem Moped hat auf der Kreisstraße 50 zu schweren Verletzungen bei einem Zweiradfahrer geführt. Die Kollision ereignete sich im Bereich einer Abfahrt zur B 252.
Gegen 5.30 Uhr am Dienstag befuhr ein 56-jähriger Mann mit seinem Piaggio-Moped die Strecke aus Riesel kommend in Richtung Brakel. In Höhe des Abfahrtsarms zur B 252 kam ihm ein 41-jähriger Fahrer mit einem Transportfahrzeug entgegen, der die Straße stadtauswärts befuhr. Als der Fahrer des Transporters nach links auf den Abfahrtsarm abbiegen wollte, missachtete er das entgegenkommende Zweirad.
Infolge der Kollision wurde der 56-Jährige von seinem Moped geschleudert und schwer verletzt. Zunächst konnte an der Unfallstelle eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden. Rettungskräfte brachten den Mann nach einer Erstversorgung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus, wo später Entwarnung gegeben werden konnte.
Der 41-Jährige stand unter Schock, blieb körperlich jedoch unverletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von einem Abschleppdienst geborgen werden.
Zur Sicherung der Spuren forderten die Beamten ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam aus Paderborn an. Bis etwa 8.40 Uhr blieb die Kreisstraße 50 für die polizeilichen Maßnahmen teilweise gesperrt. Im weiteren Verlauf übernahmen Fachkräfte des Verkehrskommissariats der Polizei Höxter die Ermittlungen zum genauen Hergang. (ots/r)
- Anzeige -