Michael Fränkel

Michael Fränkel

VOLKMARSEN. 44 Kinder aus den Kinderfeuerwehren Ehringen, Hörle, Külte und Volkmarsen haben erfolgreich das Feuerwehrabzeichen „Tatze“ abgelegt.

Die Abnahme fand am vergangenen Freitag im Feuerwehrhaus Hörle statt. Im Vordergrund standen Spiel und Spaß. Für das Abzeichen sind jeweils vier Aufgaben zu bewältigen: feuerwehrspezifische Übungen wie Knoten, Verhalten im Notfall, der richtige Umgang mit Feuer sowie eine frei wählbare Aufgabe aus Sport, Kultur oder Kreativität. Das Abzeichen wird in vier Stufen vergeben: Tatze Stufe 1 ab sechs Jahren, Stufe 2 ab sieben Jahren, Stufe 3 ab acht Jahren und Stufe 4 ab neun Jahren.

Alle Kinder meisterten die Aufgaben erfolgreich und erhielten unter großem Applaus der Betreuer, Eltern und Kameraden ihre Urkunden und Abzeichen aus den Händen von Stadtjugendfeuerwehrwart Norbert Flörke. Insgesamt konnten 44 Tatzen verliehen werden:

  • 17 Mal Stufe 1
  • 16 Mal Stufe 2
  • 11 Mal Stufe 3.

Die Kinderfeuerwehr steht allen Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren offen. In Volkmarsen findet der Übungsdienst jeweils am ersten Freitag im Monat von 17 bis 18.30 Uhr im Feuerwehrstützpunkt statt. Auch in Ehringen, Külte und Hörle gibt es aktive Kinderfeuerwehren. Ziel ist es, durch spielerische Jugendarbeit frühzeitig Begeisterung für Feuerwehr und Brandschutz zu wecken und den Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr zu gewinnen. Diese bildet wiederum die wichtigste Quelle für den Nachwuchs der Einsatzabteilung und trägt entscheidend zur Sicherung des Brandschutzes in Volkmarsen bei.

Samstag, 06 September 2025 08:43

Medizinischer Notfall führt zu schwerem Unfall

KORBACH. Auf der Bundesstraße 251 zwischen Korbach und Sachsenhausen sind ein BMW und ein Mercedes-Benz frontal zusammengestoßen.

Am Freitag, 5. September, gegen 13.25 Uhr war ein 24 Jahre alter Mann aus Sachsenhausen mit einem BMW in Richtung Korbach unterwegs. Auf Höhe der „Herder Strecke“ geriet er nach Zeugenaussagen in den Gegenverkehr. Vermutet wird ein medizinischer Notfall, da Zeugen und Ersthelfer von einer Verkrampfung des Fahrers berichteten. Der junge Mann wurde schwer verletzt mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Im entgegenkommenden Mercedes-Benz befand sich eine 48 Jahre alte Frau aus Bad Arolsen, die gemeinsam mit ihrer 17 Jahre alten Beifahrerin leicht verletzt wurde. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht. An den beiden Personenkraftwagen entstand Totalschaden, sie mussten durch die Firma Gäbler abgeschleppt werden.

Feuerwehreinsatz nach Kollision
Die Feuerwehr Sachsenhausen wurde um 14.13 Uhr nachalarmiert, da größere Mengen Betriebsstoffe ausgelaufen waren. Unter der Einsatzleitung von Dirk Müller beseitigten die Einsatzkräfte Trümmerteile und streuten die betroffenen Flächen mit Ölbindemittel ab. Das kontaminierte Material wurde anschließend mit dem Abrollbehälter „Technische Hilfe“ entsorgt. Nachdem die beiden Unfallfahrzeuge verladen waren, gab die Polizei die zuvor voll gesperrte Bundesstraße wieder frei.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Sachsenhausen auch drei Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Polizei Korbach.

TWISTETAL. Hessen Mobil hat die Landesstraße 3297 zwischen den Ortsteilen Berndorf und Mühlhausen um- und ausgebaut und zusätzlich einen neuen Radweg geschaffen. Auch die Gemeinde Twistetal sowie die Kurhessenbahn waren an der Maßnahme beteiligt.

Am Freitag, 5. September, werden die von Hessen Mobil beauftragten Arbeiten abgeschlossen. Im Laufe des Nachmittags wird die Landesstraße für den Verkehr freigegeben. Der neue Radweg bleibt vorerst gesperrt, da Arbeiten am Bahnübergang durch die Kurhessenbahn noch ausstehen.

Im Zuge der Bauarbeiten wurde die alte Straße vollständig abgetragen und von Grund auf erneuert. Ein Bodenaustausch bildet nun die stabile Grundlage, darauf folgten Schicht für Schicht der Straßenaufbau bis zur Deckschicht. Parallel entstand der neue Radweg, Nebenanlagen wurden erneuert und eine bestehende Amphibienschutzanlage im Bereich eines Teiches erweitert. Auch die Gemeinde Twistetal nutzte die Maßnahme, um einen kombinierten Geh- und Radweg entlang der Ortsdurchfahrt von Berndorf anzulegen und an Trinkwasserleitungen sowie der Kanalisation zu arbeiten.

Arbeiten am Bahnübergang in den Herbstferien
Die Kurhessenbahn beginnt am 4. Oktober mit der Anpassung des Bahnübergangs L 3297 zwischen Berndorf und Mühlhausen. Dafür wird die Strecke zwischen Volkmarsen und Korbach bis zum 26. Oktober voll gesperrt, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Neben der Anpassung des Bahnübergangs werden in diesem Zeitraum mehrere weitere Baumaßnahmen gebündelt, da auch Gleise erneuert und Straße sowie Radweg direkt ans Gleis herangeführt werden.

Hessen Mobil hat sich entschieden, die Straße bereits am 5. September freizugeben, damit sie bis zu Beginn der Arbeiten am Bahnübergang genutzt werden kann. Erst nach Abschluss der Maßnahmen durch die Kurhessenbahn wird auch der Radweg für den Verkehr freigegeben.

Film zur Baumaßnahme
Ein besonderes Highlight wird im Herbst ein kurzer Film sein, der die Arbeiten dokumentiert. An der Produktion beteiligten sich auch eine Schülergruppe der Grundschule Berndorf sowie die NAJU Twistetal. Das genaue Veröffentlichungsdatum wird noch bekannt gegeben.

Nach Abschluss aller Maßnahmen profitieren Kraftfahrzeuge, Radfahrer und ÖPNV gleichermaßen von der modernisierten Infrastruktur. Zudem leistet die neue Amphibienschutzanlage einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Hessen Mobil, die Gemeinde Twistetal und die Kurhessenbahn bedanken sich bei allen Verkehrsteilnehmern für Geduld und Rücksichtnahme während der Bauzeit.

BORGENTREICH. Ein ungewöhnlicher Wildunfall bei Natzungen hat nicht nur zwei Wildschweinen das Leben gekostet, sondern auch dazu geführt, dass ein 28 Jahre alter Autofahrer seinen Führerschein verlor.

Am Donnerstag, 4. September, kurz vor 6 Uhr muss ein bislang unbekanntes Fahrzeug auf der Landesstraße 837 zwischen Natzungen und Willegassen in Höhe eines Maisfeldes zwei Wildschweine angefahren haben. Die Tiere verendeten und blieben auf der Fahrbahn liegen. Dieser Unfall wurde jedoch nicht gemeldet, obwohl das beteiligte Fahrzeug nach Einschätzung der Polizei erheblich beschädigt sein dürfte.

Kurz darauf meldete ein vorbeikommender Autofahrer die beiden Tiere auf der Fahrbahn. Noch während die Polizei auf der Anfahrt war, befuhr gegen 6 Uhr ein 28 Jahre alter Mann mit einem VW Golf die Landesstraße. Beim Versuch, den Wildschweinen auszuweichen, verlor er die Kontrolle über sein Auto. Der Wagen überschlug sich und blieb im Straßengraben auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich unverletzt befreien, am Golf entstand Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Ein nachfolgender BMW stieß leicht gegen die Tierkörper, wobei geringer Sachschaden entstand.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten beim Fahrer des VW Golf drogentypische Ausfallerscheinungen fest. Ein Test bestätigte den Verdacht, sodass eine Blutprobe angeordnet und der Führerschein sichergestellt wurde.

Die Polizei bittet um Hinweise zu dem ursprünglichen Wildunfall unter Telefonnummer 05271/9620.

Außerdem weisen die Ermittler auf die Gefahr von Wildwechsel in der Nähe von Maisfeldern hin, die für Wildtiere derzeit besonders attraktive Futterplätze sind. Im Kreis Höxter ereignen sich im Jahresdurchschnitt rund 1300 Wildunfälle, das entspricht drei bis vier pro Tag. In allen Fällen sollte direkt die Polizei informiert werden.

WALDECK-FRANKENBERG. Am 11. September findet bundesweit der nächste Warntag statt, an dem in ganz Deutschland die unterschiedlichen Warnsysteme getestet werden. Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg werden Sirenen ausgelöst und Warnmeldungen auf das Smartphone versendet. Wichtig ist: Es handelt sich um einen Test, es besteht keine Gefahr.

Am zweiten Donnerstag im September, zwischen 11 und 12 Uhr, werden die 227 digitalisierten Sirenen mit dem Signalton „Bevölkerungswarnung“ sowie die 45 noch analogen Sirenen mit dem Signalton „Feueralarm“ ausgelöst. Ziel ist es, alle 272 Sirenen im Landkreis gleichzeitig auszulösen – unabhängig davon, ob sie analog oder digital laufen. Zusätzlich werden Warn-Apps wie HessenWARN oder NINA Push-Nachrichten versenden, sofern die Funktion aktiviert ist. Außerdem erfolgt eine Warnung über das System „Cell Broadcast“: Alle Smartphones mit aktuellem Betriebssystem und aktivierter Funktion für Testwarnungen erhalten automatisch eine Mitteilung. Am Ende des Tests ertönt der Entwarnungston über die digitalisierten Sirenen, parallel erfolgt auch eine Entwarnung auf dem Smartphone.

Mögliche Katastrophenlagen wie Unwetter, Chemieunfälle, Stromausfälle oder Großbrände zeigen, wie wichtig eine funktionierende Bevölkerungswarnung ist. Durch den Warntag wird geübt, im Ernstfall möglichst viele Menschen zuverlässig zu erreichen. Je vertrauter die Bevölkerung mit den Warnsystemen ist, desto selbstständiger und effektiver kann im Ernstfall gehandelt werden.

Der letzte bundesweite Warntag fand im vergangenen Jahr statt. Ziel der Probewarnungen ist es, technische Schwachstellen in den Warnmitteln oder Abläufen aufzudecken und im Nachgang zu beseitigen. So soll die Warnung der Bevölkerung stetig verbessert werden. Weitere Informationen sind online abrufbar unter:

Freitag, 05 September 2025 12:24

Alarm vertreibt Einbrecher aus Tankstelle

KORBACH. Unbekannte Täter haben versucht, in eine Tankstelle in der Frankenberger Landstraße einzubrechen.

In der Nacht zum Freitag, 5. September, gegen 0.45 Uhr hebelten die Täter eine Tür auf und verschafften sich Zutritt zum Verkaufsraum. Dabei lösten sie einen akustischen Alarm aus und flüchteten kurz darauf ohne Beute. Zurück blieb ein Sachschaden von rund 1000 Euro.

Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, sich unter Telefonnummer 05631/9710 zu melden.

FRANKENBERG. Am Stadtrand von Frankenberg ist ein Waldbrand ausgebrochen, der durch das Zündeln zweier Kinder mit Feuerwerkskörpern verursacht wurde.

Alarmierung und erster Einsatz
Am 3. September gegen 18 Uhr ging die Meldung über ein Feuer in einem Waldstück oberhalb des Lerchenwegs nahe der Wigand-Gerstenberg-Schule ein. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Frankenberg, Schreufa, Rodenbach und Dörnholzhausen rückten mit insgesamt elf Fahrzeugen aus. Zur Brandbekämpfung kamen zwei C-Rohre, drei D-Rohre und Netzmittel zum Einsatz.

Ausbreitung des Feuers
Wie Stadtbrandinspektor Martin Trost gegenüber 112-Magazin mitteilte, hatte sich das Feuer auf einer Fläche von etwa 900 Quadratmetern ausgebreitet und drohte, sich im Waldhang weiter auszubreiten. Gegen 18.35 Uhr war der Brand weitgehend gelöscht, ein von innen brennender Baum musste durch HessenForst gefällt und anschließend abgelöscht werden. Gegen 20 Uhr war der Einsatz beendet.

Ortsteilwehren im Bereitstellungsraum
Die Feuerwehren Schreufa, Rodenbach und Dörnholzhausen waren zwar vor Ort, mussten jedoch nicht mehr eingreifen, da das Feuer bereits unter Kontrolle war.

Ermittlungen der Polizei
Parallel nahm die Polizei Frankenberg die Ermittlungen am Brandort auf. Zwei Kinder wurden vor Ort angetroffen, eines von ihnen hatte selbst die Feuerwehr alarmiert. In unmittelbarer Nähe fanden die Beamten Reste von Pyrotechnik. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen hatten die Kinder mit Feuerwerkskörpern gezündelt und dadurch den Brand verursacht. Erziehungsberechtigte der Kinder waren ebenfalls vor Ort.

Über die Höhe des entstandenen Schadens konnten bislang keine Angaben gemacht werden. Neben der Polizei und den Feuerwehren war auch HessenForst im Einsatz.

LICH. Auf einem unbeschrankten Bahnübergang zwischen der Landesstraße 3358 und dem Golfplatz kam es zu einem tödlichen Unfall zwischen einem Zug und einem Radfahrer.

Am Mittwochabend, 3. September, gegen 18.30 Uhr überquerte ein 45 Jahre alter Mann mit seinem Fahrrad den unbefestigten Feldweg am Bahnübergang. In diesem Moment passierte ein Zug die Strecke und erfasste das Fahrrad. Der Radfahrer stürzte und erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Die Bahnstrecke musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeistation Grünberg unter Telefonnummer 06401/91430 zu melden.

BRAKEL. Eine Motorradstreife des Verkehrsdienstes Höxter stoppte in Brakel-Rheder einen Transporter mit polnischer Zulassung, auf dessen Ladefläche zahlreiche Reifen – darunter auch große Traktorreifen – transportiert wurden.

Am Dienstag, 2. September, gegen 12.35 Uhr wurde das Fahrzeug im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle überprüft. Da der Verdacht einer erheblichen Überladung bestand, brachten die Beamten den Transporter auf eine nahegelegene Waage. Dort bestätigte sich der Verdacht eindrucksvoll: Statt der erlaubten 3500 Kilogramm wog das Fahrzeug fast 7000 Kilogramm – eine Überladung von nahezu 100 Prozent.

Gefahren hatte ein 36 Jahre alter Mann aus Polen, der angab, die Ladung in Brakel aufgenommen und nach Polen transportieren zu wollen. Wegen der massiven Überschreitung ging der kontrollierende Beamte von vorsätzlichem Handeln aus, wodurch sich das zu erwartende Bußgeld verdoppelt.

Gegen den Fahrer wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt. Da er keinen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Weiterfahrt wurde untersagt, bis ein Großteil der Reifen entladen war. Erst danach durfte der Transporter die Fahrt fortsetzen.

Nach Angaben der Polizei stellen überladene Fahrzeuge ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Sie verlängern den Bremsweg, beeinträchtigen die Fahrstabilität und erhöhen die Unfallgefahr deutlich. Verstöße dieser Art werden weiterhin konsequent geahndet.

KORBACH. In Eppe sind unbekannte Täter in eine Metzgerei eingebrochen und haben Bargeld gestohlen.

In der Nacht zum Donnerstag, 4. September, gelangten die Einbrecher durch ein gewaltsam geöffnetes Fenster in die Geschäftsräume und durchsuchten diese. Zusätzlich wurde ein Fenster im Obergeschoss aufgehebelt, wodurch sich die Täter auch dort Zutritt verschafften und alle Räume durchsuchten.

Gestohlen wurde Bargeld. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Gesamtschaden auf mehrere tausend Euro.

Hinweise nimmt die Polizeistation Korbach unter Telefonnummer 05631/9710 entgegen.

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