Michael Fränkel

Michael Fränkel

KORBACH. Mit einem sogenannten Schockanruf haben Betrüger mehrere tausend Euro von einer Rentnerin aus Korbach erbeutet. Ein falscher Polizist setzte die Frau mit einer erfundenen Unfallgeschichte massiv unter Druck.

Die Tat ereignete sich am Freitag, 26. Juni 2026. Bereits am späten Nachmittag hatte die Seniorin einen Anruf auf ihrem Festnetzanschluss erhalten. Der Anrufer gab sich als Polizist aus.

Er schilderte der Frau, dass ihre Nichte einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Kind ums Leben gekommen sei. Um eine Untersuchungshaft der Nichte zu verhindern, sei sofort eine hohe Kaution in bar erforderlich.

Mit dieser Androhung setzten die unbekannten Täter die Rentnerin so stark unter Druck, dass sie mehrere tausend Euro in einen braunen DIN-A4-Umschlag steckte.

Gegen 20 Uhr übergab die Frau das Geld an der Haustür eines Mehrfamilienhauses an einen vermeintlichen Abholer des Amtsgerichts Korbach. Die Übergabe erfolgte in einem Wohngebiet zwischen der Schwelmer Straße und der Straße Am Buchenbaum.

Nach der Übergabe entfernte sich der Abholer zu Fuß in Richtung Solinger Straße. Als sich die Täter anschließend nicht mehr wie besprochen meldeten, fiel der Frau der Schwindel auf. Sie informierte daraufhin die Polizei.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • etwa 25 Jahre alt
  • dunklerer Hautteint
  • schlanke Statur
  • schwarze Haare
  • bekleidet mit kurzer Jeanshose und grünem T-Shirt

Der Anrufer sowie der Abholer haben nach Angaben des Opfers akzentfrei Deutsch gesprochen.

Die Ermittlungen werden bei der Kasseler Kriminalpolizei geführt. Die Ermittler bitten um Hinweise auf den Abholer der Beute. Wer zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge an der genannten Tatörtlichkeit wahrgenommen hat, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 zu melden. (ots/r)

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MARSBERG. Als Investition in die Gegenwart und die Zukunft bezeichneten die Redner die offizielle Übergabe des neuen Feuerwehrhauses im Ortsteil Westheim. Am Sonntag, 14. Juni 2026, stand dort ein besonderes Ereignis nicht nur für die Löschgruppe Westheim, sondern für die gesamte Freiwillige Feuerwehr der Stadt Marsberg an.

Nach nicht einmal anderthalb Jahren Bauzeit konnte der Löschgruppe Westheim offiziell ihr neues Feuerwehrhaus übergeben werden. Und nicht nur das: Auch ein vom Land NRW gefördertes Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) konnte offiziell an die Kinderfeuerwehr übergeben werden.

Nachdem Löschgruppenführer Jörg Prior die zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr, den beteiligten Firmen und der interessierten Bevölkerung begrüßt hatte, gab er Bürgermeister Matthias Koch das Wort.

Dieser stellte klar, dass die Übergabe des Feuerwehrhauses ein besonderer Tag für die gesamte Stadt sei. Feuerwehr, das sei Zusammenhalt, gelebte Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft. Und dieser steht in Westheim nun ein modernes, allen technischen und taktischen Anforderungen entsprechendes Feuerwehrhaus zur Verfügung.

Nachdem im Mai 2024 der Bauantrag genehmigt und im Dezember 2024 mit dem symbolischen Spatenstich der Bau begonnen worden war, konnte die Löschgruppe Westheim bereits im Mai dieses Jahres ihr neues Feuerwehrhaus beziehen.

Koch lobte alle Beteiligten aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung und den beauftragten Betrieben. Nicht nur, dass die Löschgruppe Westheim ein energetisch und sicherheitstechnisch auf höchstem Stand errichtetes Feuerwehrhaus bekommt. Auch die veranschlagte Bausumme konnte letztlich sogar unterschritten werden. Alles in allem sei dies eine gute und vor allem notwendige Investition für die Sicherheit der Bürger der Stadt.

Matthias Koch hob mehrfach die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft hervor, insbesondere in der Freiwilligen Feuerwehr. Und auch diese braucht für die Zukunft neben moderner Technik vor allem Nachwuchs.

Auch für die Jüngsten wurde eine besondere Investition getätigt. Dank einer Förderung durch das Land NRW konnte für die Kinderfeuerwehr ein Mannschaftstransportfahrzeug beschafft werden.

Im Juni 2024 wurde beim Innenministerium ein Förderantrag eingereicht, im September 2024 ging dann der positive Förderbescheid ein. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass landesweit nur sechs solcher MTF gefördert wurden – bei einem Gesamtvolumen von 288.000 Euro.

Dank des Förderbescheids konnte im September 2024 das MTF beauftragt werden, im November 2025 erfolgte dann die Auslieferung.

Koch lobte die Kinder- und Jugendarbeit in der Feuerwehr. Neben Spiel, Spaß und Feuerwehrdienst lernen die Jüngsten bereits Werte wie Zusammenhalt, Engagement und Verantwortung. Mit dem Fahrzeug bringen Stadt und Land ihre Wertschätzung für die Kinder- und Jugendarbeit deutlich zum Ausdruck.

Wehrleiter Cyrill Stute stellte im Anschluss heraus, dass das Feuerwehrhaus in Westheim nach Helminghausen und Heddinghausen das mittlerweile dritte neu erbaute Feuerwehrhaus in diesem Jahrzehnt sei. Auch weitere Um- und Neubauten von Feuerwehrhäusern seien geplant.

Dies trage den immer höheren Ansprüchen an Sicherheit, Tagesverfügbarkeit, Hilfsfristen und Krisenvorsorge Rechnung. Das neue Feuerwehrhaus in Westheim war erforderlich geworden, da der alte Standort nahe Schule und Schützenhalle nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach.

Auch für die Krisenvorsorge ist der neue Standort der Löschgruppe vorgesehen. So ist das Feuerwehrhaus eine Anlaufstelle bei Strommangellagen. Deshalb verfügt das Gerätehaus auch über eine Notstromeinspeisung.

Für die Kinderfeuerwehr wurde dank des Förderbescheids ein Fahrzeug mit hohen Sicherheitsstandards beschafft. Ebenso kündigte Stute ein Fahrsicherheitstraining für die Betreuerinnen und Betreuer der Kinderfeuerwehr an.

Besonderer Dank gilt der Löschgruppe Essentho. Dort ist das neue MTF untergebracht.

Jörg Prior stellte dann noch einmal das neue Feuerwehrhaus vor und lud alle Gäste zu einem Rundgang ein. Da das alte Feuerwehrhaus vom Standort her nicht mehr optimal war und das neue HLF 10 schlicht nicht mehr in die alten Fahrzeughallen passte, war ein Neubau die einzig mögliche Option.

Dank einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2022 konnte schließlich der Weg zu einem Neubau statt Umbau beschritten werden. Entstanden ist ein neues Feuerwehrhaus, das optimal für Einsätze, Ausbildung, Übung und Kameradschaft ist – auf höchstem technischen Standard.

Durch Diakon Klaus Rosenkranz und Pfarrerin Kathrin Günther erhielten Feuerwehrhaus und Fahrzeug den kirchlichen Segen. Beide würdigten das besondere Engagement der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner und stellten es in den Zusammenhang mit der frohen Botschaft Jesu.

Pfarrerin Günther legte den Leitsatz der Feuerwehr „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ mit einer schönen Erzählung über die Erschaffung der Feuerwehrfrau und des Feuerwehrmanns am Ende des sechsten Schöpfungstages aus.

Zum Ende des offiziellen Teils ergriff der stellvertretende Löschgruppenführer Andreas Geise das Wort. Er würdigte das besondere Engagement Jörg Priors für die Löschgruppe Westheim. Prior leitet seit nunmehr 20 Jahren die Geschicke der Löschgruppe Westheim – zunächst als stellvertretender Löschgruppenführer von 2006 bis 2012 und seit 2012 als Löschgruppenführer.

Dessen herausragende Arbeit gipfelt jetzt im Bezug des neuen Feuerwehrhauses. Bei dessen Bau brachte sich Jörg Prior in besonderer Weise ein, sodass den besonderen Anforderungen der Löschgruppe Rechnung getragen werden konnte.

Daher konnte Geise dem sichtlich gerührten Löschgruppenführer eine interne Auszeichnung sowie ihm und seiner Frau ein kleines Präsent überreichen.

Mit dem Abschluss des offiziellen Teils begann ein schöner Sonntagnachmittag mit vielen Gästen aus nah und fern. Auch viele Kinder waren anwesend und nutzten die zahlreichen Spieleangebote.

Die zahlreichen Gäste nutzten zudem die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das neue Feuerwehrhaus und zur Besichtigung der ausgestellten Einsatzfahrzeuge.

KASSEL. Psychokardiologie ist ein neuer Schwerpunkt im therapeutischen Angebot der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Kassel. Damit reagiert die Klinik auf die zunehmende Bedeutung psychischer Belastungen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Wir reagieren damit auf die zunehmende Bedeutung psychischer Belastungen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schaffen ein spezialisiertes Behandlungsangebot für betroffene Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Dr. Martin Ohlmeier.

Ohlmeier hat das neue psychokardiologische Angebot gemeinsam mit Oberärztin Dr. Lara Kaulitz konzipiert und etabliert. Beide verfügen über langjährige Erfahrung in der Behandlung psychischer beziehungsweise psychosomatischer Erkrankungen und verfolgen einen integrativen Ansatz, der körperliche und psychische Gesundheitsaspekte gleichermaßen berücksichtigt.

„Die enge Verbindung zwischen Herz und Psyche ist wissenschaftlich gut belegt: Herz-Kreislauf-Erkrankungen können psychische Beschwerden wie Ängste, depressive Symptome oder Stressbelastungen auslösen oder verstärken. Gleichzeitig beeinflussen psychische Faktoren den Verlauf kardiologischer Erkrankungen maßgeblich“, so Prof. Ohlmeier.

Zielgruppe des psychokardiologischen Angebots

Das neue Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Herzangst, depressiven Symptomen bei bestehenden Herzerkrankungen, psychischen Belastungen nach Herzinfarkt oder Herzoperationen sowie stressassoziierten Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Auch Patienten mit Einschränkungen der Krankheitsbewältigung oder psychosozialen Belastungen im Zusammenhang mit chronischen Herzerkrankungen finden dort spezialisierte Unterstützung.

„Herzerkrankungen betreffen nie ausschließlich das Herz. Sie beeinflussen häufig das gesamte Leben eines Menschen – körperlich, emotional und sozial. Mit unserem psychokardiologischen Angebot schließen wir eine wichtige Versorgungslücke und ermöglichen eine Behandlung, die Herz und Psyche gleichermaßen berücksichtigt. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität und Krankheitsbewältigung der Betroffenen nachhaltig zu verbessern“, erklärt Prof. Dr. med. Martin Ohlmeier, Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Kassel.

Die psychokardiologische Behandlung erfolgt auf psychosomatisch-psychotherapeutischer Grundlage unter Berücksichtigung der jeweiligen kardiologischen Grunderkrankung. Ziel ist es, körperliche und psychische Aspekte gemeinsam zu betrachten und individuelle therapeutische Wege zu entwickeln.

Zum Behandlungskonzept gehören unter anderem:

  • psychosomatische und psychotherapeutische Diagnostik
  • ärztliche und psychotherapeutische Einzelgespräche
  • Stressbewältigungs- und Entspannungsverfahren
  • körperorientierte Therapieangebote
  • Unterstützung bei Krankheitsverarbeitung und Lebensstiländerungen
  • enge Zusammenarbeit mit kardiologischen Fachabteilungen und weiterbehandelnden Ärzten

Die Behandlung erfolgt im Rahmen einer teilstationären psychosomatischen Therapie.

Enge Zusammenarbeit mit Kardiologie

Das neue psychokardiologische Angebot wurde in enger Abstimmung mit den kardiologischen Versorgungspartnern der Region entwickelt.

Es entsteht in Kooperation mit der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen des Klinikums Kassel, dem Herzzentrum Kassel sowie dem Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen.

„Durch diese sektorenübergreifende Zusammenarbeit können Patientinnen und Patienten entlang des gesamten Behandlungsverlaufs – von der Akutversorgung über die Rehabilitation bis zur psychosomatischen Weiterbehandlung – umfassend begleitet werden. Die enge Vernetzung ermöglicht eine optimale Abstimmung zwischen kardiologischer und psychosomatischer Behandlung“, erläutert Prof. Ohlmeier.

Psychokardiologische Sprechstunde

Zur diagnostischen Abklärung bietet die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zudem eine spezielle psychokardiologische Sprechstunde in der Ambulanz an.

„Im Rahmen eines ambulanten Erstgesprächs überprüfen wir, ob eine Indikation für eine psychosomatisch-psychokardiologische Behandlung besteht. Die Anmeldung erfolgt über das Aufnahmemanagement der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“, erklärt Oberärztin Dr. Kaulitz.

FRANKENBERG. Mehrere versuchte Fahrzeugöffnungen und zwei vollendete Diebstähle beschäftigen derzeit die Polizei. In einem Wohngebiet war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Unbekannter unterwegs.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereigneten sich die Taten in der Nacht von Donnerstag, 25. Juni 2026, auf Freitag. Der Unbekannte versuchte, mehrere Autos zu öffnen.

Schließlich entwendete er aus einer Garage im Teichweg ein Pedelec im Wert von rund 4200 Euro. In derselben Garage stand zudem ein unverschlossenes Auto, aus dem der Täter 50 Euro stahl.

Die Geschädigten bemerkten die Diebstähle erst am nächsten Morgen. Aufgrund von Videoaufnahmen konnte jedoch festgestellt werden, dass sich die Taten gegen 1 Uhr ereigneten.

Bereits gegen 0 Uhr hatte ein aufmerksamer Zeuge eine männliche Person gemeldet, die in der Wilhelm-Tischbein-Straße um Fahrzeuge herumschlich und versuchte, Türen zu öffnen. Aufgrund der Gesamtumstände geht die Polizei von einem Tatzusammenhang aus.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 40 Jahre alt
  • hagere Statur
  • südländisches Erscheinungsbild
  • schwarze Haare
  • 5-Tage-Bart
  • weißes Poloshirt mit schwarzen Applikationen

Das Pedelec wurde am nächsten Vormittag in der Straße Auf der Leimenkaute aufgefunden und an den Geschädigten ausgehändigt.

Die Polizei sucht weitere Zeugen oder Geschädigte. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen.

WALDECK. Ausgelaufene Betriebsstoffe haben im Stadtteil Sachsenhausen einen kurzen Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Betroffen war der Kreuzungsbereich der Wildunger Straße und der Freienhagener Straße.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Sonntag um 11.25 Uhr mit dem Einsatzstichwort „H 1 Ölspur“. Kurz vor Beginn der Verkehrsabsicherung für das Schützenfest war dort eine Ölspur gemeldet worden.

Mit einem Fahrzeug rückten die Einsatzkräfte zur gemeldeten Ölspur aus. Unter der Leitung von Meik Schmidt nahmen sie die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Bindemittel auf.

Dadurch wurde die Rutschgefahr beseitigt, insbesondere für Motorradfahrer. Ein Verursacher konnte nicht festgestellt werden.

Im Einsatz war die Feuerwehr Sachsenhausen mit dem Löschgruppenfahrzeug. Nach rund 15 Minuten war der Einsatz beendet.

ALLENDORF/EDER. Sachschaden von rund 55.000 Euro und zwei leicht verletzte Frauen sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls auf der B 253 im Bereich des Abzweigs nach Haine. Beteiligt waren ein Subaru, ein Jeep und ein Skoda.

Zu dem Unfall kam es am Samstag gegen 13.40 Uhr. Eine 71 Jahre alte Frau aus Battenberg war mit ihrem Subaru auf der B 253 in Richtung Allendorf/Eder unterwegs.

Während der Fahrt bekam die Frau gesundheitliche Probleme und verlor dadurch offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Der Subaru geriet auf die Gegenfahrbahn.

Dort kam es zur seitlichen Kollision mit dem Jeep einer 50 Jahre alten Frau aus Stadtallendorf, die in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Nach dem Zusammenstoß schleuderten beide Fahrzeuge von der Fahrbahn. Der Jeep kam im Straßengraben zum Stillstand, der Subaru landete in einem angrenzenden Feld.

Durch die Kollision wurden Fahrzeugteile herumgeschleudert. Diese trafen den Skoda einer 43 Jahre alten Frau aus Edertal, die ebenfalls in Richtung Allendorf/Eder unterwegs war. Auch ihr Fahrzeug wurde dadurch beschädigt.

Leicht verletzt wurden die 50 Jahre alte Jeep-Fahrerin und die 43 Jahre alte Skoda-Fahrerin. Die 71 Jahre alte Subaru-Fahrerin blieb unverletzt.

Um 13.47 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Vor Ort befand sich in einem der beteiligten Fahrzeuge noch eine Frau, die jedoch nicht eingeklemmt war. Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Christian Henkel-Strieder sicherten die Einsatzkräfte die Unfallstelle ab und unterstützten den Rettungsdienst.

Die im Fahrzeug befindliche Frau konnte mit Unterstützung selbstständig über die Beifahrerseite aussteigen. Insgesamt wurden zwei Personen mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Im Einsatz waren die Polizei, drei Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Feuerwehren Allendorf, Haine und Rennertehausen mit insgesamt 32 Einsatzkräften.

Am Subaru entstand Sachschaden von rund 20.000 Euro. Der Schaden am Jeep wird mit etwa 30.000 Euro angegeben, am Skoda mit rund 5000 Euro. Subaru und Jeep wurden von AVAS abgeschleppt. Der Skoda konnte nach bisherigen Informationen weiterfahren. Der Verkehr auf der B 253 war für etwa zwei Stunden beeinträchtigt.

KASSEL. Nach einem Tötungsdelikt im Stadtteil Waldau fahndet die Polizei aktuell nach dem tatverdächtigen Bruder des Opfers und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht wird der 18 Jahre alte Dimitar Hans-Jürgen Lenz aus Kassel.

Er steht im Verdacht, seinen 21 Jahre alten Bruder in einer Wohnung in Waldau gewaltsam getötet zu haben. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen führten bislang nicht zur Festnahme des Tatverdächtigen.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass der Tatverdächtige nicht angesprochen werden sollte, da von ihm eine Gefahr ausgehen könnte. Sollte Dimitar Lenz gesehen werden, soll umgehend über die Notrufnummer 110 die Polizei verständigt werden.

Allgemeine Hinweise zum Aufenthaltsort nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen darüber hinaus unter der Telefonnummer 0561/9100 entgegen.

Dimitar Lenz wird wie folgt beschrieben:

  • 18 Jahre alt
  • 1,74 Meter groß
  • schlank
  • kurze dunkelbraune Haare
  • braune Augen

Er könnte aktuell mit einem weißen T-Shirt, einer Jeanshose und grauen Sneakern bekleidet sein.

Der Leichnam des 21-Jährigen war in der vergangenen Nacht in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Waldau von der Polizei gefunden worden. Einige Stunden zuvor hatten sich Angehörige gemeldet und den Mann wegen ausbleibenden Kontaktes vermisst gemeldet.

Die Auffindesituation des Verstorbenen sprach bereits eindeutig für ein Fremdverschulden. Die am heutigen Sonntag durchgeführte Obduktion bestätigte dies.

Demnach muss davon ausgegangen werden, dass der 21-Jährige durch stumpfe Gewalt mit einem noch unbekannten Tatwerkzeug getötet wurde.

Die seit dem gestrigen Abend laufenden umfangreichen Ermittlungen der Kasseler Kripo ergaben frühzeitig einen Verdacht gegen den 18 Jahre alten Bruder des Opfers.

Am heutigen Nachmittag erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kassel die Öffentlichkeitsfahndung nach dem tatverdächtigen Dimitar Lenz.

Die weiteren Ermittlungen sowie die Fahndung dauern aktuell an und laufen auf Hochtouren.

BAD WILDUNGEN. Mehr Patienten als üblich behandelt derzeit die Zentrale Notaufnahme der Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen wegen hitzebedingter Beschwerden. Der Sommer nimmt einen neuen Anlauf, Wetterexperten kündigen für die kommenden Tage für fast alle Regionen Deutschlands Hitzewarnungen an.

Erwartet werden Höchsttemperaturen von bis zu 35 Grad und mehr. Auch die Nächte werden den Prognosen zufolge so warm wie seit Jahresbeginn nicht.

Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind typische Symptome von Patienten, die sich in einer Notaufnahme vorstellen oder dorthin gebracht werden. Häufig ist Flüssigkeitsmangel Ursache für die Beschwerden.

Insbesondere ältere Menschen reagieren empfindlicher auf einen Flüssigkeitsverlust, zum Beispiel durch Schwitzen, weil bei ihnen der Anteil von Flüssigkeit am Körpergewicht nur etwa 60 Prozent ausmacht.


© Asklepios Stadtklinik

Patrick Müller-Nolte, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme an der Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen, appelliert, bei hitzebedingten Beschwerden rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

„Besonders gefährlich sind der Flüssigkeitsmangel und die direkte Hitzeeinwirkung“, erklärt Patrick Müller-Nolte, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen, die jährlich etwa 12.000 Notfallpatienten behandelt.

An heißen Tagen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf mitunter erheblich und es kann zu einer Dehydrierung kommen. Der Mangel an Flüssigkeit im Körper ist dabei Folge von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme und einem großen Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen.

Durch das Schwitzen gehen auch wertvolle Mineralstoffe verloren, die der Körper für seine Stoffwechselprozesse benötigt.

„Man darf nicht vergessen, dass unser Körper die Flüssigkeit benötigt, um lebenswichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Im Falle eines Flüssigkeitsmangels klagen die Patienten häufig über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein“, so Müller-Nolte.

Sein dringender Rat: „Bei zunehmenden Beschwerden – insbesondere bei Bewusstseinsstörungen, Atemnot oder Verwirrtheit – sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.“

„Vor allem ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen mit chronischen Erkrankungen – insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder des Stoffwechsels – müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig sein“, warnt der Notfallmediziner.

Auch Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten ärztlich klären, ob Anpassungen notwendig sind. Bei Patienten mit Herzschwäche ist bei zunehmenden Beschwerden zeitnah der Hausarzt oder behandelnde Arzt zu kontaktieren.

Tägliches Wiegen sowie regelmäßige Blutdruckkontrollen können zur Einschätzung des Flüssigkeitshaushaltes und der Kreislaufsituation hilfreich sein.

Zehn goldene Regeln der Mediziner

Während die meisten Menschen die Sommerwärme genießen, sollten vor allem ältere Menschen und Kinder vernünftig mit der Hitze umgehen. Diese Tipps geben die Experten der Asklepios Kliniken:

  • Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus. Tragen Sie luftige Kleidung und eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind.
  • Halten Sie sich möglichst in kühlen Räumen auf. Wohnräume sollten morgens früh gelüftet werden. Danach sollten Fenster geschlossen und abgedunkelt werden.
  • Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung. Sport oder Gartenarbeit sollten in die frühen Morgenstunden verlegt werden.
  • Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause und machen Sie Siesta.
  • Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
  • Trinken Sie mehr als sonst, „immer über den Durst“, aber keinen Alkohol, keine zu kühlen Getränke und möglichst keine Softdrinks, denn diese sind zucker- und kalorienreich.
  • Trinken Sie nicht zu viel auf einmal, denn pro Stunde kann der Körper nur 500 bis 800 Milliliter Flüssigkeit aufnehmen und sinnvoll verwerten. Am besten trinken Sie über den Tag verteilt jede Stunde ein Glas Wasser, auch wenn Sie noch keinen Durst haben.
  • Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium, Magnesium und Calcium. Deshalb ist es ratsam, entsprechend angereicherte Mineralwässer zu trinken. Herz- und nierenkranke Menschen sollten allerdings vorsichtig sein und ihren Arzt fragen, welche Wassersorten und welche Trinkmengen für sie geeignet sind.
  • Achten Sie auch auf andere: Alleinlebende sowie körperlich oder mental eingeschränkte Personen sollten regelmäßig kontaktiert werden.
  • Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto zurück.

Flüssigkeitsverlust und Durst

Kleine Kinder und ältere Menschen reagieren empfindlicher auf Flüssigkeitsverlust, vor allem durch Schwitzen. Bei Senioren macht der Anteil von Flüssigkeit am Körpergewicht nur etwa 60 Prozent aus.

Bei großer Hitze gehen mit dem Körperwasser immer auch Natrium, Magnesium und Calcium verloren. Das betrifft vor allem die Körperzellen einschließlich des Nervengewebes. Diese trocknen dann regelrecht aus.

Betroffene werden dadurch müde und matt, die Reaktionsfähigkeit lässt nach. Das kann unter anderem im Straßenverkehr riskant werden. Im Extremfall kann es zu regelrechten Verwirrtheitszuständen kommen.

Auch das Herz-Kreislauf-System ist gefährdet, etwa durch ein Versacken des Blutes mit Blutdruckabfall sowie durch Eindicken des Blutes mit Thrombose und Embolie.

Da im Alter auch das spontane Durstgefühl nachlässt, lautet eine der goldenen Regeln: „Trinken Sie über den Durst“.

In Einrichtungen wie Heimen oder Krankenhäusern wird regelmäßig zum Trinken animiert. Anhand von Trinkplänen wird die Flüssigkeitsaufnahme dort auch kontrolliert.

Ältere Autofahrer sollten ebenfalls ein Prinzip der Regelmäßigkeit pflegen und alle zwei Stunden eine Pause zum Abkühlen und Trinken einlegen. Dies ist umso wichtiger, da die fehlende Wärmeabgabe im überhitzten Auto fatale Folgen für Reaktionsvermögen und Kreislauf haben kann.

Warme oder kalte Getränke

Kalte und eiskalte Getränke belasten den Körper deutlich mehr als wohltemperierte oder warme Getränke, denn der Körper muss viel Energie aufbringen, um die Temperatur zu regulieren. Als Folge schwitzen Menschen noch mehr.

Dadurch werden zusätzliche Kalorien verbrannt, mit dem Effekt, dass zusätzliche Körperwärme entsteht. Extrem kalte Getränke können außerdem zu Magenproblemen und Unwohlsein führen.

Deshalb der Hinweis: Auch warmer Pfefferminztee kann erfrischen und die Blutgefäße in Magen und Darm erweitern, sodass der Tee besser und schneller als kalte Getränke ins Blut gelangen kann.

Gefühlte Temperaturen

Die sogenannte gefühlte Temperatur weicht von der tatsächlich gemessenen Temperatur ab. Sie wird anhand von Luftfeuchte, Strahlung, Wind, tatsächlicher Temperatur sowie menschlichem Verhalten, also Aktivität und Bekleidung, berechnet.

Im Notfall immer 112 anrufen

Wenn es zu einem Hitzschlag oder Kollaps gekommen ist oder der Verdacht darauf besteht, ist sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zu verständigen.

Betroffene Personen sollten an einen kühlen Ort gebracht werden. Kleidung sollte gelockert werden. Außerdem sollte die betroffene Person mit feuchten Tüchern abgekühlt werden.

Getränke sollten gereicht werden, allerdings nicht zu kühl und nicht zu viel auf einmal.

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FRANKENBERG. Rauch aus dem Keller eines Wohnhauses am Kegelberg hat einen Einsatz der Feuerwehr Frankenberg ausgelöst. Ursache war nach ersten Erkenntnissen eine Fehlfunktion der Heizungsanlage.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Freitag, 26. Juni 2026, um 21.43 Uhr mit dem Einsatzstichwort „F 2 – Brand Keller“. Gemeldet worden war Rauch aus dem Kellerbereich, vermutlich durch eine Pelletheizung.

Beim Eintreffen bestätigte sich die Rauchentwicklung im Keller. Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude. Bewohner waren nicht in Gefahr.

Unter Atemschutz kontrollierte ein Trupp den Keller und die Heizungsanlage. Offenes Feuer wurde dabei nicht festgestellt. Gefahr für das Gebäude bestand nicht, die Rauchentwicklung war auf die Anlage begrenzt.

Der Keller und die Wohnräume wurden anschließend mit einem Drucklüfter rauchfrei gemacht. Zudem wurden die Räume auf Kohlenmonoxid kontrolliert und freigemessen.

Auch der zuständige Schornsteinfeger war vor Ort und überprüfte die Anlage. Nach der Kontrolle wurde die Einsatzstelle an den Schornsteinfeger und den Hausbesitzer übergeben.

Im Einsatz war die Feuerwehr Frankenberg mit dem erweiterten Löschzug und 26 Einsatzkräften unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Stefan Stroß. Ebenfalls vor Ort war ein Rettungswagen. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.

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BRILON. Bei einem Unfall auf einem Parkplatz an der Bahnhofstraße ist eine 84 Jahre alte Rollstuhlfahrerin leicht verletzt worden. Der Fahrer eines Audi entfernte sich anschließend, ohne sich um die Frau zu kümmern.

Zu dem Unfall kam es am Samstag gegen 11.08 Uhr. Ein 34 Jahre alter Mann aus Brilon fuhr mit seinem Audi rückwärts aus einer Parklücke.

Dabei stieß der Wagen leicht gegen den Rollstuhl einer 84 Jahre alten Frau aus Brilon, die den Parkplatz langsam querte. Die Frau wurde bei dem Zusammenstoß glücklicherweise nur leicht verletzt.

Nach dem Unfall entfernte sich der Audi-Fahrer vom Parkplatz. Ein aufmerksamer Zeuge hatte den Vorfall beobachtet und die Polizei informiert.

Polizeibeamte trafen den 34-Jährigen später an seiner Wohnanschrift an. Dort ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Drogenkonsum des Mannes. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet.

Zudem stellten die Beamten den Führerschein des Autofahrers sicher.

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