SCHWALMSTADT. Aus einer geplanten Verkehrskontrolle in Treysa hat sich eine kurze Verfolgungsfahrt entwickelt, die mit einem Unfall und anschließendem Widerstand gegen Polizeibeamte endete.
Im Zuge der anschließenden Maßnahmen ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol beziehungsweise berauschenden Mitteln gestanden haben könnte. Die Einsatzkräfte brachten ihn deshalb zur Polizeistation Schwalmstadt, wo eine Blutentnahme durchgeführt werden sollte.
Dort verhielt sich der Mann zunehmend aggressiv und wehrte sich gegen die Maßnahme. Ein hinzugezogener Arzt konnte die Blutentnahme schließlich durchführen. Währenddessen soll der 47-Jährige die eingesetzten Beamten mehrfach beleidigt haben. Verletzt wurde bei dem Widerstand niemand.
Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Gegen den Mann wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Gegenstand der weiteren Ermittlungen sind unter anderem der Verdacht auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen und eine Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.
Die weiteren Ermittlungen dauern an. (ots/r)
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WALDECK/EDERTAL. Auf der L 3086 zwischen der Edersee-Sperrmauer bei Waldeck und dem Edertaler Ortsteil Hemfurth stehen umfangreiche Bauarbeiten an. Neben der Erneuerung der Fahrbahn sind Felssicherungsarbeiten entlang der Ederseerandstraße vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis voraussichtlich Ende Juni 2027 dauern und werden unter Vollsperrung ausgeführt.
Hessen Mobil beginnt am Montag, 21. September 2026, mit der Erneuerung der Landesstraße. Die gesamte Baumaßnahme wird in mehreren Bauphasen umgesetzt.
Erste Bauphase dauert bis Ende 2026
In der ersten Bauphase wird ein rund einen Kilometer langer Streckenabschnitt erneuert. Gleichzeitig finden Arbeiten an den Steilwänden entlang der Strecke statt. Dort werden stellenweise Felsblöcke abgetragen sowie das bestehende Hangschutznetz erneuert und erweitert.
Diese Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende 2026 dauern. Die beiden weiteren Bauphasen sind für das kommende Jahr vorgesehen und sollen umgesetzt werden, sobald es die Witterung zulässt.
Umleitung während der Vollsperrung
Während der Arbeiten bleibt die L 3086 im betroffenen Abschnitt vollständig gesperrt. Der Verkehr wird aus Richtung Hemfurth-Edersee über Affoldern, Lieschensruh, Buhlen und Netze nach Waldeck und von dort weiter zur Ederseerandstraße geführt. In der Gegenrichtung gilt die Umleitung entsprechend umgekehrt.
Die Umleitung ist entsprechend ausgeschildert.
Das Land Hessen investiert rund 6 Millionen Euro in die Baumaßnahme. Hessen Mobil bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendigen Arbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen.
Ederbrücke wird ebenfalls saniert
Im kommenden Jahr steht außerdem die Sanierung der Ederbrücke bei Hemfurth an, über die die K 35 verläuft.
Zu diesem Vorhaben ist eine Informationsveranstaltung geplant. Die Gemeinde Edertal wird den Termin rechtzeitig bekannt geben.
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DIEMELSTADT. Nach dem Abbiegen von der B 252 in Richtung Wrexen ist ein Bootsanhänger samt Boot umgekippt. Das Zugfahrzeug, ein Wohnmobil, blieb bei dem Unfall unbeschädigt.
Mit dem Wohnmobil war ein Mann aus Hessen am Sonntag, 6. September 2026, am Nachmittag auf der B 252 aus Richtung Bad Arolsen unterwegs. An der Ampel bog er nach links in Richtung Wrexen ab.
Nach wenigen hundert Metern kippte der Anhänger samt Boot um. Nach Angaben von Zeugen könnten Schlaglöcher auf der Strecke dabei eine Rolle gespielt haben. Die genaue Ursache ist jedoch nicht bekannt.
Der Fahrer blieb unverletzt. Am Boot entstand nach ersten Angaben ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.
Die Feuerwehr Rhoden sicherte die Unfallstelle ab und streute den betroffenen Bereich ab. Für die Abschlepparbeiten war die Firma Gäbler im Einsatz.
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DIEMELSTADT. Auf der L 3081 am Wrexer Teich ist ein KTM-Fahrer beim Überholen mit einem abbiegenden BMW zusammengestoßen. Der 63 Jahre alte Motorradfahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt.
Aus Richtung Wrexer Teich war der 47 Jahre alte BMW-Fahrer aus Hamm am Sonntag gegen 18 Uhr in Richtung Wrexen unterwegs. In Höhe des Diemel-Baumarktes wollte er nach links abbiegen. Zur gleichen Zeit setzte der 63-Jährige aus Geeste mit seiner KTM zum Überholen an.
Dabei kollidierte das Motorrad seitlich mit dem BMW.
Nach Angaben von Zeugen war der 63-Jährige gemeinsam mit seinen beiden Söhnen unterwegs. Alle drei fuhren jeweils ein eigenes Motorrad, wobei der Vater mit seiner KTM vorausfuhr. Die beiden Söhne waren an dem Zusammenstoß selbst nicht beteiligt, bekamen den Unfall jedoch unmittelbar mit und setzten anschließend den Notruf ab.
Nach ersten Angaben entstand ein Sachschaden von rund 7000 Euro. Für die Abschlepparbeiten war die Firma Gäbler im Einsatz.
DIEMELSEE. Flammen haben auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots bei Wirmighausen eine Lagerhalle und das darin gelagerte Stroh zerstört (wir berichteten). Tiere oder Maschinen waren von dem Brand nicht betroffen.
Ein Passant bemerkte am Donnerstag, 10. September 2026, gegen 18.15 Uhr Flammen, die aus dem Dach der Halle aufstiegen. Das Gebäude befindet sich in einem Waldstück zwischen Wirmighausen, Korbach-Helmscheid und Twistetal-Gembeck. Der Zeuge verständigte daraufhin Feuerwehr und Polizei.
Nach den am Donnerstagabend vorliegenden Einsatzangaben wurden die Feuerwehren um 18.39 Uhr zunächst mit dem Einsatzstichwort „F 2“ zum Bereich Zollhaus alarmiert. Aufgrund der zunächst unklaren Lage und der starken Rauchentwicklung wurde die Alarmstufe kurze Zeit später auf „F 3“ erhöht.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich das Feuer bereits auf das in der Halle gelagerte Stroh ausgebreitet. Nach Angaben der Polizei befanden sich dort rund 400 Quaderballen. Nach ersten Einsatzangaben wurde die Größe der betroffenen Halle mit etwa 20 mal 20 Metern angegeben.
Löscharbeiten dauern bis in den Freitag
Gegen 0.30 Uhr hatte die Feuerwehr die Flammen gelöscht. Damit war der Einsatz allerdings noch lange nicht beendet. Das Stroh musste aus der Halle abtransportiert werden, zudem galt es, vereinzelte Glutnester abzulöschen.
Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Karl Wilhelm Römer waren insgesamt rund 250 Einsatzkräfte aus Diemelsee, Korbach, Twistetal, Willingen und Bad Arolsen an den umfangreichen Arbeiten beteiligt.
Am Freitag, 11. September 2026, wurde der Einsatz um 11.45 Uhr beendet.
Schaden im sechsstelligen Bereich
Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Beamten der Polizeistation Bad Arolsen liegt der entstandene Sachschaden im unteren sechsstelligen Bereich.
Die Ursache des Feuers ist bislang noch unklar. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde die Brandstelle für die weiteren Ermittlungen der Korbacher Kriminalpolizei beschlagnahmt.
Kriminalpolizei sucht Zeugen
Neben den Ermittlungen zur Brandursache bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, die mit dem Brand im Zusammenhang stehen könnten.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen.
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BAD WILDUNGEN. Bei einem Waldbrand in Reinhardshausen hat die Feuerwehr das Feuer auf einem rund 2500 Quadratmeter großen Steilhang gelöscht. Insgesamt 34 Einsatzkräfte waren vor Ort.
Zu dem Einsatz in der Nähe des Hahnberges wurden die Feuerwehren aus Bad Wildungen und Reinhardshausen am Donnerstag, 10. September 2026, um 15.46 Uhr gemeinsam mit der Polizei alarmiert. Die Brandstelle befand sich etwa zwei Kilometer von der Frankenberger Straße entfernt. Als Einsatzstichwort war „F WALD 1“ ausgegeben worden.
Vor Ort stellte sich heraus, dass ein größerer Steilhang mitten im Wald brannte. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurden weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Wildungen sowie die Feuerwehr Armsfeld nachalarmiert.
Unter Vornahme eines C-Rohres und mehrerer D-Rohre sowie mit Waldbrandwerkzeugen gingen die Einsatzkräfte gegen die Flammen vor. Eine weitere Ausbreitung des Feuers konnte dadurch verhindert werden.
Aufgrund der abgelegenen Lage mussten knapp 200 Meter Schlauchleitung bis zur Brandstelle verlegt werden. Zusätzlich erschwerte der sehr steile Hang die Löscharbeiten erheblich.
Nach etwa zweieinhalb Stunden konnte der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden. Anschließend führten die Einsatzkräfte noch Nachlöscharbeiten durch.
Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul waren die Feuerwehren Bad Wildungen, Reinhardshausen und Armsfeld im Einsatz. Gegen 19 Uhr konnten die Einsatzkräfte nach Abschluss aller Maßnahmen in ihre Unterkünfte zurückkehren.
HOMBERG. Defekte Kennzeichenbeleuchtung hat in Homberg eine Verkehrskontrolle ausgelöst. Im Verlauf der Kontrolle ergaben sich Hinweise darauf, dass die 50 Jahre alte Fahrerin unter Alkoholeinfluss stehen könnte.
Aufgrund der defekten Kennzeichenbeleuchtung fiel der Wagen einer Streife der Polizeistation Homberg am Mittwoch gegen 21.45 Uhr auf. Die Beamten folgten dem Fahrzeug zunächst und entschlossen sich nach etwa 500 Metern zu einer Kontrolle. Daraufhin stellte die Fahrerin ihren Pkw auf einem Parkplatz in der Hersfelder Straße ab.
Bei der anschließenden Kontrolle bemerkten die Einsatzkräfte einen unsicheren Gang der Frau sowie leichten Alkoholgeruch. Gegenüber den Beamten gab die 50-Jährige aus Homberg an, keinen Alkohol konsumiert zu haben. Ihren unsicheren Gang erklärte sie mit starken Hüftschmerzen und der Einnahme eines Schmerzmittels.
Ein freiwilliger Atemalkoholtest gelang trotz mehrerer Versuche nicht. Da die Frau nach Einschätzung der Beamten jedoch deutlich unter Alkoholeinfluss stand, ordneten sie eine Blutentnahme an. Diese wurde von einer Ärztin durchgeführt.
Anschließend stellten die Einsatzkräfte die Fahrzeugschlüssel sicher und untersagten der Frau die Weiterfahrt. Gegen die 50-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. (ots/r)
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PADERBORN. Mehrere erhebliche technische Veränderungen an einem Ford Fiesta haben bei einer Verkehrskontrolle in Paderborn zur Sicherstellung des Fahrzeugs geführt. Dem 23 Jahre alten Fahrer drohen nun ein Bußgeld sowie die Kosten für ein Gutachten.
Beamte des Verkehrsdienstes waren am Mittwoch gegen 16.35 Uhr auf dem Paderwall unterwegs, als ihnen der augenscheinlich technisch veränderte Ford Fiesta auffiel. Sie hielten den 23 Jahre alten Fahrer aus Paderborn daraufhin an und kontrollierten das Fahrzeug.
Bei der Überprüfung stellten die Einsatzkräfte mehrere teilweise erhebliche technische Veränderungen fest. Betroffen waren unter anderem die Räder, das Fahrwerk und die Hinterachse sowie die Abgasanlage und der Luftfilter.
Betriebserlaubnis möglicherweise erloschen
Beim Tuning gilt grundsätzlich: Veränderungen müssen zugelassen, fachgerecht eingebaut und ordnungsgemäß eingetragen sein. Nicht zulässige Umbauten können dazu führen, dass die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erlischt. In einem solchen Fall darf das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden und kann bei einer Kontrolle stillgelegt werden.
Da die Polizeibeamten bei dem Ford Fiesta vor Ort von einem Erlöschen der Betriebserlaubnis ausgehen mussten, stellten sie das Fahrzeug sicher. Ein Kraftfahrzeugsachverständiger soll nun die technischen Veränderungen beweissicher dokumentieren.
Auf den 23-Jährigen können neben einem Bußgeld auch die Kosten für das zu erstellende Gutachten zukommen.
Polizei kontrolliert regelmäßig die Tuning-Szene
Der Verkehrsdienst der Polizei Paderborn führt regelmäßig Kontrollen gegen aggressives Verhalten im Straßenverkehr durch. Anlass dafür sind unter anderem auch Beschwerden aus der Bevölkerung. Dabei nimmt die Polizei insbesondere die Szene der illegalen Tuner, Poser, Raser und Dater ins Visier.
Besonderes Augenmerk legen die Beamten nach eigenen Angaben auf die Detmolder Straße und deren Umfeld.
Illegales Tuning und rücksichtsloses Fahrverhalten seien keine Kavaliersdelikte. Nach Angaben der Polizei gefährden entsprechende Fahrer nicht nur sich selbst, sondern auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer – teilweise mit fatalen Folgen. Um die Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, will die Polizei deshalb auch weiterhin gegen Verkehrssünder vorgehen, Grenzen aufzeigen und Verstöße konsequent ahnden.
Polizei setzt auch auf Beratung
Neben den Kontrollen setzt die Polizei auf Prävention und den Dialog mit Fahrzeughaltern. Wer Fragen zur Zulässigkeit von Veränderungen an seinem Fahrzeug hat oder sich bei Umbauten unsicher ist, kann sich an die Kreispolizeibehörde Paderborn unter der Telefonnummer 05251/306-0 wenden. (ots/r)
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PADERBORN. Feuer in einer Souterrainwohnung eines Bungalows am Archenholdweg hat einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Ein 24 Jahre alter Bewohner wurde verletzt, die betroffene Wohnung ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar.
Bewohner verlassen Gebäude
Der 24 Jahre alte Mieter alarmierte am Mittwoch, 9. September 2026, gegen 17 Uhr die Feuerwehr, nachdem er im Wohnzimmer seiner Wohnung ein brennendes Sofa entdeckt hatte. Zu diesem Zeitpunkt stand der Mann unter Alkoholeinfluss. Zunächst versuchte er selbst, die Flammen zu löschen. Nachdem dies nicht gelang, verließ er die im Souterrain gelegene Wohnung.
Auch eine 87 Jahre alte Frau und ein 79 Jahre alter Mann, die in der darüber liegenden Wohnung des Bungalows leben, hatten den Brand bemerkt. Mit Unterstützung einer weiteren Anwohnerin aus dem Archenholdweg konnten auch sie das Gebäude verlassen.
Mit dem Einsatzstichwort „Zimmerbrand mit Menschenleben in Gefahr“ rückten Feuerwehr und Rettungsdienst zum Archenholdweg aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten bereits alle betroffenen Bewohner das Gebäude verlassen. In der Souterrainwohnung hatte sich zu diesem Zeitpunkt ein fortgeschrittener Zimmerbrand entwickelt.
Während seiner eigenen Löschversuche hatte sich der 24-Jährige leichte Brandverletzungen im Gesicht zugezogen und Rauchgas eingeatmet. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er mit einem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus gebracht.
Feuer zügig gelöscht
Um eine weitere Ausbreitung von Feuer und Rauch auf andere Teile des Gebäudes zu verhindern, leitete die Feuerwehr unmittelbar einen Löschangriff ein. Ein Angriffstrupp ging gegen die Flammen vor und konnte den Brand zügig löschen.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde die betroffene Wohnung maschinell belüftet und vom Brandrauch befreit. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte die darüber liegende Wohnung mit einem Mehrgasmessgerät auf mögliche Rückstände von Rauchgasen. Dort waren weder Brand- noch Rauchschäden entstanden, auch die Messungen zeigten keine Auffälligkeiten.
Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die 87 Jahre alte Bewohnerin und der 79 Jahre alte Bewohner wieder in ihre Wohnung zurückkehren. Die Souterrainwohnung des 24-Jährigen bleibt dagegen bis auf Weiteres unbewohnbar.
Zigarettenasche könnte Brand ausgelöst haben
Nach Angaben der Polizei entstand durch das Feuer ein Gesamtschaden im sechsstelligen Bereich. Brandsachverständige der Polizei untersuchten anschließend die Brandursache. Nach deren Ermittlungen ist das Feuer vermutlich auf fahrlässige Brandstiftung zurückzuführen. Als möglicher Auslöser kommt die Asche einer Zigarette infrage.
84-Jähriger widersetzt sich Polizei
Während der Löscharbeiten kam es außerdem zu einem Zwischenfall mit einem 84 Jahre alten Mann. Er weigerte sich zunächst, den Anweisungen der Polizei zu folgen und den Einsatzbereich zu verlassen, um die Löscharbeiten nicht zu behindern. Gegen ihn läuft nun eine Strafanzeige wegen Beleidigung und Widerstands gegenüber Polizeibeamten.
Rund 40 Einsatzkräfte vor Ort
Am Einsatz beteiligt waren die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord sowie die ehrenamtlichen Einheiten der Löschzüge Stadtmitte, Stadtheide und Benhausen. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte vor Ort. Eingesetzt wurden fünf Löschfahrzeuge, zwei Drehleitern und zwei Rettungswagen. Außerdem waren ein Notarzt sowie der Führungsdienst mit B- und C-Dienst im Einsatz. (ots/r)
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KASSEL. Gezielte Bewegung kann Menschen während und nach einer Krebserkrankung unterstützen. Das Angebot „OnkoAktiv“ des Tumorzentrums Nordhessen hilft dabei, passende Sport- und Bewegungsangebote zu finden und Bewegung in den Alltag zu integrieren.
Sport und Bewegung gewinnen in allen Phasen einer onkologischen Erkrankung zunehmend an Bedeutung. Bereits zu Beginn einer Therapie kann gezielte körperliche Aktivität dazu beitragen, Nebenwirkungen zu mildern und den Therapieverlauf positiv zu beeinflussen. Auch während der Behandlung ist es sinnvoll, aktiv zu bleiben oder zu werden. Bewegung kann auf vielfältigen körperlichen und psychischen Ebenen helfen.
„Die Studienlage zu begleitendem Sport bei einer Krebstherapie ist sehr umfangreich und die positiven Effekte sind überzeugend“, sagt Jakob Muth. Der Bewegungs- und Sportwissenschaftler mit Lizenzprüfung Onkologie bietet die onkologische Sportberatung am Klinikum Kassel an. Außerdem ist er durch das Netzwerk „OnkoAktiv“ zusätzlich dafür qualifiziert.
Bedeutung von Sport während und nach der Therapie
„Sport und Bewegung können während der Therapie Nebenwirkungen lindern und körperlichen Abbauprozessen entgegenwirken - sowohl muskulär als auch konditionell. Nach der Therapie sind Sport und Bewegung wichtig, um chronische Folgeerkrankungen zu vermeiden oder einzudämmen“, so Jakob Muth.
Bei einer Krebserkrankung fällt es Betroffenen häufig schwer, ein passendes Sport- und Bewegungsangebot zu finden. Viele sind unsicher, welche Aktivitäten für sie geeignet sind. Die onkologische Sportberatung „OnkoAktiv“ unterstützt daher während und nach einer Krebserkrankung dabei, Sport und Bewegung stärker in den Alltag zu integrieren.
„Unsicherheit und Motivationsschwierigkeiten sind keine Seltenheit. Sie kommen sogar bei den Kindern und Jugendlichen, mit denen ich regelmäßig arbeite, vor. Ziel der Beratung ist es daher auch, diese Hindernisse zu überwinden und die Freude am Training zu fördern“, so Jakob Muth.
Die Beratung bei Jakob Muth erfolgt flexibel in Präsenz oder telefonisch. Sie orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und ist unabhängig von bisherigen sportlichen Erfahrungen. Zum Angebot gehören:
• die Vermittlung wohnortnaher Sportangebote,
• die Erstellung individueller Trainingspläne,
• praxisnahe Bewegungsempfehlungen.
Ablauf der Beratung
Wie die Beratung abläuft, erläutert Jakob Muth: „Am Anfang steht die gründliche Anamnese, das heißt, ich schaue mir die Diagnose an und bespreche, welche anderen Probleme es gibt. Dann setzen wir dort an, wo die Person sich bereits sicher fühlt, und klären etwa, ob sie den Sport, den sie vorher gemacht hat, weiter betreiben kann. Oder ob sie mit Bewegung ganz neu anfängt.“
Häufige Beschwerden bei Krebserkrankungen
Zu den Beschwerden, die in der Beratung häufig zur Sprache kommen, zählen laut Muth Fatigue, Verlust von Ausdauerleistungsfähigkeit, muskuläre Einbußen, Polyneuropathie oder auch Gangunsicherheiten.
Bei der Empfehlung kann es sich um ein Gruppentraining handeln – zum Beispiel in einer Krebssportgruppe. Am Klinikum Kassel selbst gibt es spezifische Sportgruppen bei Polyneuropathie oder zum Schließmuskeltraining. Es kann aber auch Vereins- oder Individualsport das Richtige sein – je nachdem, was die Patient*innen an Interessen und Ressourcen mitbringen. „Egal, wo man gerade steht, Freude an der Bewegung ist wichtig, um dabei zu bleiben“, so Jakob Muth.
Die onkologische Sportberatung wird vom Tumorzentrum Nordhessen angeboten.
Das Tumorzentrum ist ein zertifiziertes Zentrum des OnkoAktiv-Netzwerks des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT).
Termine und Anmeldung
Die Sportberatung findet regelmäßig montags von 14 bis 16.40 Uhr statt. Ein Beratungstermin dauert 40 Minuten und ist kostenlos.
Die Anmeldung zu „OnkoAktiv“ erfolgt über die Patientenlotsinnen: Telefon: 0561/980-3518, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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