Michael Fränkel

Michael Fränkel

FRANKENBERG. Überschlagen hat sich ein Personenkraftwagen am frühen Dienstagmorgen auf der B 253 zwischen Burgwald und Bottendorf. Der junge Fahrer wurde leicht verletzt.

Mit einem weißen Seat befuhr ein 19 Jahre alter Mann aus Frankenau am Dienstag gegen 5.35 Uhr die Bundesstraße von Allendorf (Eder) kommend in Fahrtrichtung Herzhausen. Zwischen den Abfahrten Burgwald und Bottendorf kam der Autofahrer aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab.

Anschließend überschlug sich der Seat und kam auf dem Dach liegend zum Stehen. Der 19-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Der Seat wurde von AVAS abgeschleppt.

FRANKFURT. Mutmaßliche Auftragsmorde im Bereich der Innenstadt verhindert haben Kräfte der Zollfahndung und der Polizei mit Unterstützung von Spezialeinheiten. Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden sollte die geplante Tat von einem beauftragten Schützen zudem mit einer Videobrille aufgezeichnet werden.

Ausgangspunkt für den Großeinsatz waren kriminaltaktische Maßnahmen in einem laufenden Ermittlungsverfahren. Dabei erfuhren Fahnder von Zoll und Polizei am Freitag, 3. Juli 2026, dass eine Gruppierung noch am selben Tag geplant haben soll, mindestens eine Person durch einen Schützen erschießen zu lassen. Durch das umgehende Eingreifen der Einsatzkräfte konnten die unmittelbar bevorstehenden Tötungsdelikte unterbunden werden. Noch vor einer möglichen Tatausführung nahmen die Kräfte fünf Personen in Frankfurt fest. Unter den festgenommenen Männern im Alter von 18 und 19 Jahren befindet sich nach Angaben der Behörden auch der mutmaßliche Schütze.

Sichergestellt wurden bei anschließenden Durchsuchungen zwei scharfe Schusswaffen, 50 Schuss Munition, weitere tatrelevante Gegenstände sowie rund 300 Gramm Haschisch. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wurden die festgenommenen Tatverdächtigen am Samstag, 4. Juli 2026, dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Wiesbaden vorgeführt. Gegen alle fünf Beschuldigten ordnete der Richter Untersuchungshaft an. Geführt werden die weiteren Ermittlungen gemeinschaftlich von der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, dem Zollfahndungsamt Frankfurt und dem Hessischen Landeskriminalamt. (ots/r)

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BAUNATAL/EDERMÜNDE. Einer Verkehrskontrolle auf der A 49 bei Baunatal entzogen hat sich ein junger Motorradfahrer. Bei der späteren Überprüfung an seiner Wohnanschrift kam zudem mutmaßlicher Drogeneinfluss ans Licht.

Kontrollieren wollten Beamte der Autobahnpolizeistation Baunatal den Fahrer am Montag, 6. Juli 2026, auf der A 49. Bereits beim Erkennen des Streifenwagens erhöhte der Mann nach Angaben der Polizei deutlich die Geschwindigkeit. Auch auf die Anhaltesignale der Polizisten reagierte der Motorradfahrer nicht und setzte seine Fahrt rasant fort.

Abgebrochen werden musste die Verfolgung mit eingeschaltetem Blaulicht schließlich aus Sicherheitsgründen, nachdem der Mann mit seiner Maschine in Edermünde von der Autobahn abgefahren war.

Bekannt waren den Beamten sowohl das Motorrad als auch der Fahrer bereits aus früheren Einsätzen. Da die Polizisten zudem wussten, dass der 18 Jahre alte Mann aus Kassel keine Fahrerlaubnis besitzt, suchten sie ihn wenig später an seiner Wohnanschrift auf.

Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der junge Mann offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Test reagierte positiv auf Cannabis im Urin des Fahrers. Begleiten musste der 18-Jährige die Beamten deshalb zur Blutentnahme auf die Dienststelle.

Ohne Führerschein und ohne Kennzeichen war der Mann nach Angaben der Polizei auf der Autobahn unterwegs gewesen. Das Motorrad wurde beschlagnahmt und von einem Abschleppdienst abtransportiert.

Verantworten muss sich der Kasseler nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie wegen weiterer Verkehrsverstöße. (ots/r)

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BAD WILDUNGEN. Direkt am Eigentümer vorbeigefahren ist ein mutmaßlicher Autodieb in Bad Wildungen mit einem zuvor entwendeten Volkswagen. Der Geschädigte erkannte seinen Wagen wieder und ermöglichte so die Festnahme des Tatverdächtigen.

Erkannt hat der betroffene Autohändler den VW zufällig am Montag, 6. Juli 2026, gegen 17.20 Uhr. Am Steuer des gestohlenen Wagens saß zu diesem Zeitpunkt ein 35 Jahre alter Mann. Ereignet hatte sich der Diebstahl des über 20 Jahre alten Fahrzeugs bereits am Samstagnachmittag, 4. Juli 2026, auf dem Gelände eines Autohauses in der Berliner Straße. Nachdem der Eigentümer den Passat am Montagnachmittag im Stadtgebiet entdeckt hatte, folgte er dem VW gemeinsam mit zwei Mitarbeitern.

In der Straße Am Bruch hielt der Fahrer schließlich an. Die zwischenzeitlich hinzugeeilte Streife der Polizeistation Bad Wildungen konnte den 35-Jährigen vor Ort festnehmen. Zuvor hatte sich der Mann nach seiner Entdeckung zunächst in einem Gebüsch versteckt und war anschließend kurz in ein angrenzendes Waldstück geflüchtet.

Begleiten musste der Tatverdächtige die Beamten zur Dienststelle, während der gestohlene VW von der Polizei sichergestellt wurde. Im Zuge der ersten Überprüfungen fanden die Beamten heraus, dass der Mann offenbar auch einen Satz Kompletträder vom Gelände eines weiteren Autohauses sowie ein Paar Kennzeichenschilder entwendet und an dem Passat angebracht hatte.

Verantworten muss sich der 35-Jährige nun wegen Diebstahls in mehreren Fällen. Die Ermittlungen der Polizeistation Bad Wildungen dauern an. (ots/r)

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KASSEL. Tot aufgefunden hat die Polizei nach Abschluss der Löscharbeiten einen Mann in einer Wohnung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Frankfurter Straße. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelt es sich bei dem Toten um einen 68 Jahre alten Bewohner der betreffenden Wohnung. Letzte Zweifel an der Identität soll ein DNA-Abgleich ausräumen, dessen Ergebnis derzeit noch aussteht.

Gemeldet wurde der Wohnungsbrand in der Kasseler Südstadt nahe der Heinrich-Heine-Straße am Montag gegen 12.20 Uhr. Mehrere Notrufe erreichten gegen 12.30 Uhr die Leitstelle der Feuerwehr Kassel. Aufgrund des ausgedehnten Brandes im Obergeschoss wurde neben dem Löschzug der Feuerwache 1 ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie drei Freiwillige Feuerwehren der Stadt Kassel nachalarmiert.

Gerettet werden konnten ein weiterer Bewohner des Gebäudes und sein Hund durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr über eine Drehleiter. Über den Treppenraum brachten die Einsatzkräfte eine weitere Person ins Freie. Mehrere weitere Hausbewohner wurden von der Feuerwehr unverletzt nach draußen gebracht. Weitere Bewohner konnten sich eigenständig in Sicherheit bringen und wurden vor Ort vom Rettungsdienst betreut. Weitere Personen wurden nach bisherigem Kenntnisstand nicht verletzt.

Wegen der verwinkelten Bauweise des Hauses mussten insgesamt vier Atemschutztrupps parallel zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt werden. Ein Zimmer der betroffenen Wohnung brannte vollständig aus, die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar und aktuell beschlagnahmt. Zudem wurden auch die angrenzenden Wohnungen auf der Etage, das Treppenhaus und die Fassade des Hauses durch Löschwasser und Rußanhaftungen in Mitleidenschaft gezogen. Der Gesamtsachschaden wird nach ersten Schätzungen der Kriminalbeamten auf rund 500.000 Euro beziffert.

Rund drei Stunden dauerte der umfassende Feuerwehreinsatz, bei dem etwa 60 Kräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Kassel im Einsatz waren. Außerdem waren drei Rettungswagen, ein Notarzt, die Polizei und die KVG vor Ort. Die restlichen Wohnungen wurden durch weitere eingesetzte Atemschutztrupps kontrolliert.

Die weiteren Ermittlungen haben die Beamten der Kasseler Kriminalpolizei übernommen. Sie suchten die Brandstelle noch am Montagnachmittag auf. Bei den Ermittlungen zur Brandursache haben sich bislang keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden oder eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Die genaue Ursache ist jedoch weiterhin ungeklärt. Zur weiteren Klärung sind auch Brandsachverständige des Hessischen Landeskriminalamts in die Ermittlungen eingebunden.

BRILON. Schwere Verletzungen hat ein sieben Jahre alter Junge bei einem Unfall mit einem Traktor auf der Straße Am Kapellenstein erlitten. Zunächst war befürchtet worden, dass das Kind eingeklemmt sei.

Mit dem roten Case war ein 39 Jahre alter Mann aus Brilon am Samstag gegen 11.50 Uhr zwischen Wülfte und Brilon unterwegs. Kurz hinter einer Bergkuppe kam das landwirtschaftliche Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Auf einem angrenzenden Feld kippte es auf die linke Seite.

Neben dem Fahrer saß auch der sieben Jahre alte Junge in der Kabine. Entgegen der ersten Notrufmeldung hatten beide Insassen den Traktor beim Eintreffen der Feuerwehr bereits eigenständig verlassen.

Rettungsdienst und Notarzt versorgten die beiden Verletzten vor Ort. Leichte Verletzungen erlitt der 39 Jahre alte Fahrer. Schwer verletzt wurde der Junge, der nach der Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen wurde.

Stark beschädigt wurde bei dem Unfall die Zugmaschine. Betriebsstoffe liefen aus und wurden von der Feuerwehr aufgefangen und abgestreut. Außerdem stellte der alarmierte Löschzug Brilon den Brandschutz sicher. Auch die Untere Wasserbehörde wurde informiert.

Mit 16 Einsatzkräften war die Feuerwehr rund anderthalb Stunden im Einsatz. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen kam es im Bereich der Unfallstelle zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

EDERTAL. Hessen Mobil lässt auf der K 33 die Ederbrücke bei Bergheim auf ihren Zustand untersuchen.

Start der Arbeiten im Auftrag von Hessen Mobil ist Montag, 13. Juli 2026. Voraussichtlich rund vier Wochen dauert die Maßnahme. Bei Bergheim führt die Kreisstraße 33 über ein etwa 94 Meter langes Brückenbauwerk über die Eder. Untersucht wird dort der Spannstahl, um die Tragfähigkeit zu überprüfen.

In ausgewählten Teilbereichen trägt eine Fachfirma zunächst die Asphaltdecke ab. Anschließend wird Beton abgebrochen, um die Spannglieder freizulegen. An diesen Spanngliedern werden Proben entnommen. Außerdem stehen die Kontaktpunkte der Spannglieder auf Korrosion im Fokus.

Nach Abschluss der Bauwerksuntersuchung werden die Entnahmestellen wieder verschlossen und asphaltiert. Im Labor folgt anschließend die Prüfung der Spannstahlproben. Dabei geht es um Zugfestigkeit, Verformbarkeit vor einem Bruch sowie mögliche Oberflächen- oder Korrosionsschäden.

Aufschluss geben sollen die Ergebnisse über den Zustand der Brücke sowie über die weitere Nutzung des Bauwerks. Zusätzlich wird ein Brückenmonitoring installiert. Sensoren an dem Bauwerk sollen mögliche Schadensereignisse genau erfassen.

Während der Arbeiten bleibt die Ederbrücke voll gesperrt. Ab Bergheim führt die Umleitung über Lieschensruh, Mehlen und Giflitz sowie in umgekehrter Richtung. Ausgeschildert wird die Umleitungsstrecke vor Ort. Fußweg und Radweg auf der Brücke können während der Arbeiten weiterhin genutzt werden.

Rund 320.000 Euro investiert der Landkreis Waldeck-Frankenberg in die Baumaßnahme. Hessen Mobil und der Landkreis bitten um Verständnis für die Maßnahme und die damit verbundenen verkehrlichen Einschränkungen.

Hintergrund zur Maßnahme

Errichtet wurde die Brücke im Baur-Leonhardt-Verfahren. Beim Abriss einer Brücke in Brandenburg mit gleicher Bauweise wurde im Jahr 2021 eine neue Art von Beschädigung festgestellt. Dabei können Stahlspannglieder durch die Einwirkung von Wasserstoff spröde werden.

Mögliche Folgen sind Korrosion an den Kontaktpunkten, Risse an der Drahtoberfläche oder eine eingeschränkte Verformbarkeit des Spannstahls vor einem Bruch. Solche Korrosionsschäden können auch dann auftreten, wenn die Spannglieder vorschriftsmäßig und schadensfrei eingebaut wurden.

Deshalb hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr Sonderprüfungen entsprechender Brücken veranlasst.

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Montag, 06 Juli 2026 15:41

Mann entblößt sich auf Spielplatz

KASSEL. Auf einem Spielplatz im Stadtteil Unterneustadt hat sich ein bislang unbekannter Mann vor einer Frau und ihrem Kind entblößt.

Die 44 Jahre alte Frau hielt sich am Sonntag gegen 12 Uhr mit ihrem Kind auf dem Spielplatz auf. Nach Angaben der Polizei setzte sich der Unbekannte unmittelbar neben ihr auf eine Schaukel und zog seine Hose herunter.

Daraufhin flüchtete die Frau mit ihrem Kind von dem Gelände und alarmierte die Polizei. Trotz umgehender Fahndungsmaßnahmen konnte der Mann nicht mehr angetroffen werden.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kasseler Kriminalpolizei.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

35 bis 40 Jahre alt
etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß
normale Statur
dunklerer Hautteint
dunkel gekleidet
dunkle Kappe
Sonnenbrille

Zeugen, die den Mann im Bereich des Tatorts gesehen haben oder Hinweise zu seiner Identität geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)

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HESSEN. Bei hessenweiten Kontroll- und Durchsuchungsmaßnahmen sind zahlreiche Verdachtsfälle im Bereich der Sozialkriminalität festgestellt worden.

Zwischen Montag, 29. Juni 2026, und Sonntag, 5. Juli 2026, lag der Schwerpunkt der Maßnahmen auf der Bekämpfung von Sozialkriminalität. Beteiligt waren Kräfte aller sieben hessischen Polizeipräsidien. Koordiniert wurde der großangelegte Einsatz vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA).

Die Bilanz umfasst mehr als 890 kontrollierte Personen bei 75 mobilen Kontrollen. Zudem wurden 32 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und zwei Haftbefehle umgesetzt. Gefertigt wurden 36 Strafanzeigen sowie mehr als 35 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Missbrauchs staatlicher Leistungen.

Im Raum stehen Vorwürfe wie Sozialleistungsbetrug, Schwarzarbeit, Scheinselbstständigkeit und Geldwäsche. Während der Maßnahmen wurden außerdem Anzeigen wegen weiterer 36 Straftaten und 49 Ordnungswidrigkeiten aus sonstigen Anlässen gefertigt. Darüber hinaus konnten Vermögenswerte im Gesamtwert von rund 95.000 Euro gesichert werden.

Sofortprogramm für das Bahnhofsviertel wird umgesetzt

Innenminister Roman Poseck wertete die Einsatzwoche als starkes Signal. Die Bundesregierung habe mit ihrem in der vergangenen Woche beschlossenen Reformpaket auch die Bekämpfung des Sozialleistungsmissbrauchs zu einer bundesweiten Priorität gemacht. Schärfere Kontrollen gegen Schwarzarbeit und ein besserer Datenaustausch zwischen den Behörden seien Anliegen, für die sich Hessen seit langem stark mache.

Der Bund folge damit einem Weg, den Hessen bereits konsequent gehe. Wer sich Sozialleistungen erschleiche, betrüge alle. Jeder Euro, der zu Unrecht in kriminelle Taschen fließe, fehle bei Familien, Rentnern und Menschen, die ohne eigenes Verschulden auf die Solidarität der Gemeinschaft angewiesen seien.

Nach Angaben des Innenministers zeigen die Ergebnisse der Einsatzwoche, dass sich Hessen mit diesem Unrecht nicht abfindet. Die Sicherheitsbehörden gingen entschlossen, koordiniert und hessenweit gegen diejenigen vor, die den Sozialstaat als Selbstbedienungsladen missverstehen.

Der Schulterschluss von Polizei, Zoll, Steuerfahndung, Financial Intelligence Unit, Jobcentern und Kommunen erhöhe den Ermittlungsdruck und mache kriminelle Strukturen angreifbar. Diesen Weg wolle Hessen konsequent fortsetzen. Sozialkriminalität sei kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf den Sozialstaat und den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Auch im Frankfurter Bahnhofsviertel führten die eingesetzten Kontrollkräfte im Aktionszeitraum gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Finanz- und Sozialkriminalität durch. Damit wurde nach Angaben des Innenministeriums bereits kurzfristig eine wichtige Maßnahme aus dem Sofortprogramm für das Bahnhofsviertel umgesetzt.

Erst in der vergangenen Woche hatten Oberbürgermeister Mike Josef und Innenminister Roman Poseck das Programm im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Ziel ist es, Sozialleistungsmissbrauch und verdächtige Bargeldbewegungen gezielt im Bahnhofsviertel aufzudecken.

Kontrollen im Bahnhofsviertel liefern erste Ergebnisse

Im Bahnhofsgebiet wurden die etablierten Präsenzmaßnahmen mit einem besonderen Fokus auf Sozialkriminalität umgesetzt. Dabei führten die Einsatzkräfte Personenkontrollen durch.

Ein besonderer Mehrwert ergab sich aus der Zusammenarbeit mit benachbarten Organisationseinheiten und Behörden. Dadurch wurde eine ganzheitliche Betrachtung des Phänomenbereichs aus verschiedenen Perspektiven ermöglicht.

Bei einer Kontrolle im Bereich Römerhof deckte das Hauptzollamt mehrere Verdachtsfälle illegaler Arbeitsaufnahme auf. Bei weiteren Kontrollen ergaben sich Anhaltspunkte für einen möglichen unrechtmäßigen Leistungsbezug. Diese Fälle werden nun durch die zuständigen sachbearbeitenden Dienststellen weiter geprüft.

Kontrollkräfte vollstreckten außerdem eine Steuerpfändung über 50.000 Euro. Teil der Pfändung war eine hochwertige Armbanduhr im Wert von etwa 15.000 Euro.

Daniel Muth, Präsident des Hessischen Landeskriminalamtes, erklärte, aus polizeilicher Sicht lägen die Ermittlungsschwerpunkte im Bereich der Sozialkriminalität vor allem auf der Bekämpfung organisierter Missbrauchsstrukturen und der Geldwäsche.

Um kriminelle Strukturen wirksam und nachhaltig zu zerschlagen, müsse man Geldflüssen folgen, sie offenlegen und illegal erlangtes Vermögen konsequent abschöpfen. Es freue ihn besonders, dass dies in der vergangenen Woche gelungen sei. Sein ausdrücklicher Dank gelte allen eingesetzten Kräften.

Hintergrund zur Sozialkriminalität

Wer staatliche Leistungen bezieht, die ihm nicht zustehen, macht sich nicht nur strafbar, sondern schädigt auch die Sozialkassen. Zudem wird nach Angaben der Behörden das Vertrauen der Allgemeinheit in ein funktionierendes Sozialsystem massiv untergraben.

In der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden in Hessen im Jahr 2025 insgesamt 642 Fälle von Sozialleistungsbetrug erfasst. Dabei handelt es sich um das Hellfeld. Die Behörden gehen von einem deutlich größeren Dunkelfeld aus.

Die hessische Polizei hat sich zum Ziel gesetzt, konzentriert gegen den Missbrauch staatlicher Leistungen vorzugehen. Innerhalb der nächsten Monate sollen unter Verantwortung des HLKA gemeinsam mit den Polizeipräsidien in ausgewählten Musterkommunen interdisziplinäre Workshops durchgeführt werden.

Angestrebt wird eine abgestimmte und rechtlich fundierte Zusammenarbeit mit allen relevanten Partnern, um dem Missbrauch staatlicher Leistungen zielgerichtet zu begegnen. (ots/r)

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BIELEFELD / DIEMELSTADT. Die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen sind zu zwei Verkehrsunfällen kurz hintereinander alarmiert worden.

Schwerer Unfall auf der A 44

Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 44 wurden Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei am Sonntag, 5. Juli 2026, gegen 14.20 Uhr alarmiert. Ein 67 Jahre alter Mann aus Ettlingen war mit einem Volvo XC 40 von der Rastanlage Biggenkopf-Süd auf die A 44 in Richtung Kassel aufgefahren.

Vom Beschleunigungsstreifen wechselte der Volvo-Fahrer unmittelbar über den rechten Fahrstreifen auf den linken Fahrstreifen, um ein Wohnmobil zu überholen. Nach Angaben von Zeugen soll der Mann dabei nicht geblinkt haben.

Dabei übersah der 67-Jährige einen Hyundai Kona, der bereits auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war. Dessen 69 Jahre alter Fahrer aus Warburg konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Volvo auf. Durch den Zusammenstoß verlor der Hyundai-Fahrer die Kontrolle über sein Auto, geriet nach links und kam an der Mittelschutzplanke zum Stehen. Nach der Kollision lenkte der Volvo-Fahrer sein Fahrzeug auf den Seitenstreifen und hielt dort an.

Leichte Verletzungen erlitten der 69 Jahre alte Hyundai-Fahrer und eine 72 Jahre alte Mitfahrerin auf der Rückbank. Die 70 Jahre alte Beifahrerin wurde schwer verletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Um 14.24 Uhr wurden die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen mit dem Stichwort „H Klemm 1 Y“ alarmiert. Eine Person war nicht eingeklemmt. Insgesamt 23 Einsatzkräfte sicherten die Einsatzstelle ab, unterstützten den Rettungsdienst und reinigten die Fahrbahn. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Florian Tepel. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet.

Noch während des laufenden Einsatzes konnte der nachfolgende Verkehr über den rechten Fahrstreifen und die Beschleunigungsspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Gegen den 67 Jahre alten Volvo-Fahrer wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall ermittelt.

In diesem Zusammenhang erinnert die Polizei daran, beim Auffahren auf die Autobahn den gesamten Beschleunigungsstreifen zu nutzen, um die erforderliche Geschwindigkeit zu erreichen. Beim Einfädeln auf den rechten Fahrstreifen muss sich der Fahrer dem fließenden Verkehr anpassen und diesen vorbeilassen. Ein Reißverschlussprinzip gilt hier nicht. Das Überspringen von Fahrstreifen kann je nach Situation eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat darstellen, wenn andere Verkehrsteilnehmer rücksichtslos gefährdet werden.

Weiterer Unfall bei Rhoden

Noch am Stützpunkt wurden die Einsatzkräfte um 15.46 Uhr erneut alarmiert. Diesmal ging es um einen E-Call ohne Sprachkontakt im Bereich Rhoden. Auch dieser Einsatz dauerte rund eine Stunde.

Nach Angaben der Polizei Bad Arolsen befuhr ein 54 Jahre alter Mann aus Kassel mit einem Ford-Wohnmobil die B 252 von Rhoden in Richtung Scherfede. Im Kreuzungsbereich zur A 44 in Richtung Kassel wollte er nach links abbiegen.

Dabei übersah der Fahrer des Wohnmobils einen vorfahrtberechtigten 58 Jahre alten Mann aus Herborn, der mit einem Audi Q5 aus Richtung Scherfede entgegenkam. Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision.

Unverletzt blieben beide Fahrer. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, das Wohnmobil und der Audi mussten abgeschleppt werden. Auch an dieser Einsatzstelle sicherten die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen den Bereich ab und reinigten die Fahrbahn. Die Einsatzleitung hatte erneut der stellvertretende Stadtbrandinspektor Florian Tepel.

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