KASSEL. An der Holländischen Straße nahe der Straße „Schenkebier Stanne“ kommt es seit dem Vormittag zu einer Blockade einer Werkszufahrt.
Am Freitag, 31. Oktober, ab 9.20 Uhr parkten zwei Männer und zwei Frauen einen Transporter quer im Zufahrtsbereich eines Firmengeländes, auf dem auch ein Rüstungskonzern ansässig ist. Anschließend klebten sich die Personen auf der Fahrbahn und am geparkten Transporter fest. Mitgeführt wurden Transparente, die den Nahost-Konflikt thematisieren.
Die Polizei Kassel ist mit mehreren Streifen vor Ort und sperrte stadteinwärts einen Fahrstreifen der Holländischen Straße, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kommt. Nachdem die Beteiligten den Aufforderungen, die Blockade aufzugeben, nicht nachkamen, werden sie von Fahrbahn und Fahrzeug gelöst; sie sind festgenommen. Die weitere Einsatzdauer ist derzeit noch nicht absehbar. Es wird geprüft, welche Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten durch die Blockadeaktion begangen worden sein könnten.
BAUNATAL. In Großenritte soll es zu einem versuchten Raub auf einen 15-Jährigen gekommen sein. Am Donnerstag, 30. Oktober, gegen 7.20 Uhr war der Jugendliche nach eigenen Angaben in der Schauenburger Straße im Bereich des Bahnhofs unterwegs, als ihn ein Unbekannter ansprach und die Herausgabe seiner Jacke forderte. Als der 15-Jährige sich weigerte, schlug der Täter zu. Der Jugendliche wehrte sich, woraufhin der Angreifer flüchtete.
Täterbeschreibung
Etwa 17 bis 18 Jahre alt
Circa 1,90 Meter groß
Ziegenbart, lockiges Haar
Der Mann war in Begleitung eines etwa gleichaltrigen Begleiters, der an der Tat nicht beteiligt gewesen sein soll. Dieser wurde als etwa 1,70 Meter groß und kräftig beschrieben, mit längeren, zur Seite gegelten Haaren.
Zeugenaufruf
Hinweise bitte an das Kommissariat 36 (Haus des Jugendrechts) beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561-9100.
KASSEL. Am 20. November 2024 wurde die Kasseler Polizei zum Fund einer Leiche in einer Garage in der Straße „Franzgraben“ in Kassel gerufen. Eine Frau, die die zu einem Wohnkomplex gehörende Garage neu angemietet hatte, und ein Helfer hatten die sterblichen Überreste bei Aufräumarbeiten in einem Besenschrank in der Garage gefunden. Die Identität des männlichen Leichnams war zunächst unbekannt. Der Mann war augenscheinlich schon vor längerer Zeit verstorben. Wie üblich in solchen Fällen, bei denen die Ursache des Todes nicht zweifelsfrei geklärt werden kann, leiteten die Ermittler des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo ein Todesermittlungsverfahren ein, um die Identität des Toten sowie die Ursache und die Umstände des Todes zu klären. Eine anschließende Obduktion ergab deutliche Hinweise, dass der Verstorbene Opfer einer Gewalttat und somit eines Tötungsdelikts geworden war. Durch aufwendige gerichtsmedizinische Untersuchungen konnte die Identität des Toten mittlerweile eindeutig geklärt werden, wobei es sich um einen seit dem 25. Mai 2020 vermissten Mann aus Kassel handelt. Der damals in der Franz-Hals-Straße wohnende 57-Jährige hatte sein gewohntes Lebensumfeld verlassen, weshalb besorgte Angehörige seinerzeit eine Vermisstenanzeige erstattet hatten. Die Polizei hatte sich nach seinem Verschwinden mit einer Öffentlichkeitsfahndung an die Bevölkerung gewandt, woraufhin jedoch keine Hinweise auf den Verbleib des spurlos verschwundenen Mannes eingegangen waren. Auch alle weiteren Suchmaßnahmen der mit dem Fall betrauten Beamten des K 11 der Kasseler Kripo und die intensiven Ermittlungen im Lebensumfeld konnten nicht zu seinem Auffinden führen. Zuletzt wurde er am 25.05.2020 im Bereich der Anlage Süd des Naturheilvereins Kassel 1891 e. V. lebend gesehen, wo er selbst eine Parzelle gemietet hatte.
Aufgrund der bisherigen Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass mehrere Personen die Leiche in die Garage in der Straße „Franzgraben“ in Kassel transportierten. Es konnten DNA-Spuren von mehreren Personen an einem – mutmaßlich von den Tatbeteiligten verwendeten – Klebeband gesichert werden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft suchen nach möglichen Zeugen, die Hinweise zur Tat, den Tatumständen oder hinsichtlich des Ablageorts der Leiche in der Straße „Franzgraben“ geben können.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat, insbesondere der Ermittlung des Täters oder der Täterin bzw. der Täter führen, wird eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt.
Hinweise werden beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561-9100 entgegengenommen.
Es wird um Verständnis gebeten, dass angesichts der laufenden Ermittlungen keine weiteren Details zum Tatvorwurf oder dem Stand der Ermittlungen mitgeteilt werden können. (ots/r)
FRANKENBERG. Vor einem Jahr hat ein Brand auf Station 3 des Kreiskrankenhauses Frankenberg das gesamte Haus tief erschüttert. Heute, zwölf Monate später, zeigt sich: Aus der Krise ist ein Zeichen des Zusammenhalts geworden. Das Krankenhaus ist im Wesentlichen wieder voll funktionsfähig, Station 7 und 9 erstrahlen in neuem Glanz, und die Arbeiten an der am meisten betroffenen Station 3 laufen weiter auf Hochtouren.
Ein Team, das zusammenhält
Als am Abend des 31. Oktober 2024 die Evakuierung begann, zählte jede Minute. Mitarbeitende handelten ruhig, geordnet und mit bemerkenswerter Professionalität. „Ich war beeindruckt, wie besonnen alle reagierten. Trotz der Aufregung wurde niemand allein gelassen“, erinnert sich eine Patientin, die damals auf Station 9 lag. Den Mitarbeitenden und den Rettungskräften ist es zu verdanken, dass es keine weiteren Opfer gab. Für den Patienten, auf dessen Zimmer das Feuer ausbrach, kam leider jede Hilfe zu spät.
Auch heute ist die Dankbarkeit groß – bei Patienten und Mitarbeitenden gleichermaßen. „Was die Helferinnen und Helfer damals geleistet haben, kann man nur als übermenschlich bezeichnen“, schrieb eine ehemalige Patientin im Anschluss an ihren Aufenthalt.
Versorgung der Patienten steht im Vordergrund
Nach der ersten Bestandsaufnahme und dem Beginn der Aufräum- und Sanierungsarbeiten wurden sofort Pläne geschmiedet, wie man schnell wieder Kapazitäten für die Patientenversorgung erhält. Behandlungsräume wurden verlegt, man rückte näher zusammen, um Platz in den unbeschädigten Räumlichkeiten zu schaffen. In einem enormen Kraftakt und mit viel Improvisationstalent gelang es, dass die ambulante Versorgung im MVZ und in verschiedenen Krankenhausbereichen schon Mitte November wieder an den Start gehen konnte.
Die noch vorhandene Bettenkapazität wurde voll ausgelastet, um auch Notfallpatienten und solche mit geplanten OPs aufnehmen zu können.
Wiederaufbau mit klarer Perspektive
Bereits im Januar 2025 wurde eine Interimsstation im Erdgeschoss eröffnet, um zusätzliche Bettenkapazitäten zu schaffen. Inzwischen sind die Stationen 7 und 9 vollständig saniert und wieder in Betrieb. Die Sanierung der Station 3, auf der der Brand ausbrach, läuft. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr 2026 geplant.
„Das Kreiskrankenhaus ist im Wesentlichen wieder funktionsfähig. Es können wieder alle Leistungen angeboten werden“, betont Landrat Jürgen van der Horst. „Die Herausforderungen nach dem Brand waren enorm – umso größer ist der Respekt für die Leistung aller Beteiligten. Was hier in kurzer Zeit geleistet wurde, verdient höchste Anerkennung.“
Engagement und Unterstützung aus der Region
Die Instandsetzung wird durch die Versicherung abgedeckt. Zusätzlich sammelte der Förderverein mehr als 100.000 Euro – 80.000 Euro für den Wiederaufbau der Station 3, 20.000 Euro als Zeichen der Wertschätzung für das Personal.
„Diese Unterstützung aus der Region hat uns tief berührt“, sagt die Stationsmanagerin der Station 3, Saskia Hennig. „Wir spüren, dass die Menschen in Frankenberg und Umgebung hinter uns stehen – das gibt Kraft.“
„Es war eine herausfordernde Zeit – aber auch eine, an der wir als Team gewachsen sind. Wir wissen jetzt noch mehr, was wir gemeinsam schaffen können.“
Ein Jahr später: Dank und Zuversicht
Heute blickt das Kreiskrankenhaus Frankenberg mit Zuversicht nach vorn. Der Brand hat Spuren hinterlassen, aber auch den Teamgeist gestärkt. Neue Abläufe wurden etabliert, Arbeitsbereiche modernisiert und die Zusammenarbeit zwischen Pflege, Ärzten und Verwaltung weiter verbessert.
BAD WILDUNGEN. Zwei dreiste Trickdiebe verschafften sich unter dem Vorwand, Handwerker zu sein, Zutritt zum Haus eines Seniors und stahlen Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von über 1.000 Euro. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise und warnt vor Trickdiebstahl an der Haustür.
Am 28. Oktober, zwischen 15.30 und 16 Uhr, klingelte ein Unbekannter an der Haustür eines über 80-Jährigen in der Radkestraße in Bad Wildungen. Der Mann gab sich als Mitarbeiter einer Firma aus und schilderte, dass er dringend eine Wasserleitung überprüfen müsse, da es zu einem Rohrbruch gekommen sei. Als der Senior den Unbekannten in das Haus ließ und in den Keller begleitete, konnte ein zweiter Täter in das Haus gelangen. Dieser entwendete Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von über 1.000 Euro. Den Diebstahl bemerkte der bestohlene Mann erst zwei Tage später; er erstattete Anzeige bei der Polizei Bad Wildungen, die nun um Hinweise bittet.
Der erste Täter konnte wie folgt beschrieben werden:
Dünne Gestalt,
kurze Haare, vermutlich Deutscher, trug blaue oder grüne Arbeitshose.
Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen bitte an die Polizeistation Bad Wildungen, Telefonnummer 05621/70900.
Um sich vor einem Trickdiebstahl in den eigenen vier Wänden zu schützen, gibt die Polizei folgende Ratschläge:
Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
Lassen Sie einen unbekannten Besucher nur herein, wenn Sie nicht alleine sind.
Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das Gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.
Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde oder über den Notruf 110 die Polizei an. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus. (ots/r)
LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Am Freitag, 7. November 2025, treffen sich die 71 Abgeordneten des Kreistags Waldeck-Frankenberg um 14 Uhr im Kreistagssitzungssaal des Kreishauses in Korbach zu ihrer vorletzten Sitzung in diesem Jahr. Hauptberatungsgegenstand ist die Einbringung des Kreishaushalts 2026. Kreistagsvorsitzender Rainer Hesse lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung ein.
Auf der Tagesordnung stehen neben Vorlage und Begründung von „Haushaltssatzung und Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2026, Investitionsprogramm und Ergebnis- und Finanzplanung für den Zeitraum 2025–2029“ sowie von „Haushaltsplanung 2026 – Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes nach § 92a HGO für den Zeitraum 2025–2029“ acht weitere Punkte. Neben der „Fragestunde“, der „Aktuellen Stunde“ und „Verschiedenes“ handelt es sich dabei um zwei Anträge von Kreistagsfraktionen: „Willkommenskultur für Neugeborene“ und „Verbesserung des sozialen Wohnungsbaus im Landkreis Waldeck-Frankenberg“.
Die drei weiteren Tagesordnungspunkte befassen sich zum einen mit der sukzessiven Auflösung der DELTA Waldeck-Frankenberg GmbH bis zum 31.12.2026. Zum anderen wird über den Wirtschaftsplan der Waldeckischen Domanialverwaltung für das Wirtschaftsjahr 2026 beraten sowie über die 6. Änderung der Gebührensatzung zur Abfallentsorgungssatzung des Landkreises Waldeck-Frankenberg vom 04.11.2013. Eine Anmeldung zum Besuch der Kreistagssitzung am 7. November 2025 ist nicht erforderlich.
WINTERBERG. In einem leerstehenden Gebäude in Siedlinghausen an der Hochsauerlandstraße wurde ein Brand gemeldet; Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückten aus.
Am Donnerstag, den 30. Oktober, um 9.07 Uhr, drang beim Eintreffen der ersten Einheiten dichter Rauch aus dem ersten Obergeschoss sowie aus dem Dachstuhl. Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich um ein baufälliges, stark zugewachsenes und marodes Gebäude. Aufgrund des schlechten Zustands war ein Innenangriff nicht möglich, sodass die Brandbekämpfung ausschließlich von außen erfolgen musste.
Um mit der Drehleiter an den Dachbereich zu gelangen, mussten zunächst mehrere Bäume entfernt werden. Dabei verletzte sich ein Feuerwehrmann an der Hand und wurde mit einem Rettungswagen in eine Spezialklinik gebracht.
Nach den Freischnittarbeiten öffnete die Feuerwehr unter schwerem Atemschutz über die Drehleiter mit Einreißhaken die Dachhaut und löschte verdeckte Glutnester ab. Während der Löscharbeiten blieb die Hochsauerlandstraße für den Verkehr voll gesperrt.
Die letzten Einsatzkräfte verließen die Einsatzstelle gegen 13 Uhr. Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, DRK und Versorgungsunternehmen im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehr-Einheiten aus Siedlinghausen, Altenfeld, Silbach, Winterberg und Hildfeld.
BAD WILDUNGEN. Brand in einem Geräteschuppen auf einem Klinikgelände; die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten durch.
Am 30. Oktober, gegen 12.15 Uhr, wurden die Feuerwehren aus Bad Wildungen, Reinhardshausen und Odershausen in die Günter-Hartenstein-Straße alarmiert. Ausgerückt waren HLF 20, DLK 23/12, StLF 20/25, TLF 4000 und ELW 1 aus Bad Wildungen, die Feuerwehr Reinhardshausen mit MLF sowie die Feuerwehr Odershausen mit TSF-W; zudem waren Polizei und Rettungsdienst vor Ort.
Mitarbeiter hatten den Brand bereits mit einem Feuerlöscher gelöscht. Die Einsatzkräfte führten Nachlöscharbeiten durch; ein Atemschutztrupp nahm ein C-Rohr vor und kontrollierte den Bereich mit einer Wärmebildkamera.
KORBACH. Großraum- und Schwertransporte konnten im Bereich Korbach bislang immer über das übergeordnete Straßennetz abgewickelt werden. Zuletzt wurde für den Windpark Marke ein Lagerplatz direkt an der B 251/B 252 im Bereich der Strother Straße eingerichtet. Für die künftig anstehenden Transporte zum Windpark Nieder-Schleidern werden nun erstmals auch das Stadtgebiet sowie mehrere Kreis- und Landesstraßen betroffen sein. Erste vorbereitende Maßnahmen beginnen am 10. November 2025.
Für diesen Windpark wird ebenfalls ein separater Umladeplatz geschaffen. Er befindet sich an der B 251 unterhalb der Ortslage von Lelbach im Bereich des Knotenpunktes zur Briloner Landstraße. Die Schwertransporte kommen von der BAB 44 über Berndorf nach Korbach und schwenken von dort über die Umgehungsstraße in Richtung Lelbach.
Auf dieser Trasse ist eine erste bauliche Maßnahme notwendig: Die Mittelinsel des Kreisverkehrs Raiffeisenstraße/Am Ziegelgrund wird so ausgestattet, dass sie von Transportfahrzeugen überfahren werden kann. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr dort durch eine Lichtsignalanlage geregelt.
Ab dem Lagerplatz vor Lelbach erfolgt der Weitertransport der einzelnen Bauteile. Die Flügel werden mit sogenannten „Selbstfahrern“ transportiert. Vorgesehen ist folgende Transporttrasse: Briloner Landstraße – Westring – Medebacher Landstraße – L 3083 über Lengefeld an Goldhausen vorbei bis zur Walmemühle bei Eppe – L 3437 in Richtung Alleringhausen bis zum Abzweig Nieder-Schleidern – K 60 bis zur Zufahrt zum neuen Windpark. Die Ortslage Lengefeld wird dabei über bestehende Feldwege und eine provisorische Baustraße umfahren.
An den beiden Kreisverkehrsplätzen im Stadtgebiet (Briloner Landstraße/Westring und Westring/Medebacher Landstraße) müssen teilweise Mittelinseln zurückgebaut und mit Stahlplatten überfahrbar gemacht werden. Gleiches gilt für weitere Knotenpunkte entlang der Strecke. Schwenkbereiche in der Bankette werden befestigt und ebenfalls mit Stahlplatten ausgelegt. Verkehrsschilder und andere Einrichtungen werden „mobilisiert“, damit sie bei Bedarf rasch entfernt werden können.
Für die Vorarbeiten an den einzelnen Knotenpunkten sind jeweils nur wenige Stunden eingeplant, sodass die Einschränkungen für den Verkehr überschaubar bleiben. Die eigentlichen Großraum- und Schwertransporte für die drei geplanten Windkraftanlagen sollen ab der Kalenderwoche 2 / 2026 beginnen. Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, erfolgen die Transporte grundsätzlich nachts, zwischen 22 und 5 Uhr. Das Durchfahren der Ortslagen dürfte auch zahlreiche Schaulustige anziehen.
Nach Abschluss der Transporte werden sämtliche baulichen Maßnahmen zurückgebaut. Der Rückbau soll bis Ende Februar abgeschlossen sein.
FRANKENAU. Ein Fall von Umweltverschmutzung hat am Montag in Altenlotheim einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Unbekannte hatten Altöl in den Kanal eingebracht, das bis in die Kläranlage gelangte und dort umfangreiche Maßnahmen erforderlich machte.
Am 27. Oktober, gegen 11.30 Uhr, wurde der Polizei gemeldet, dass in der Kläranlage Altenlotheim eine größere Menge Öl festgestellt worden war. Die Kriminalpolizei Korbach übernahm am Montagnachmittag die Ermittlungen am Einsatzort. Nach bisherigen Erkenntnissen muss das Altöl – vermutlich mehr als 100 Liter – in der Zeit von Sonntag, 26. Oktober, 11 Uhr, bis Montag, 27. Oktober, 11.30 Uhr, durch eine bislang unbekannte Person in die Kanalisation eingebracht worden sein. Über den Mischwasserkanal gelangte das Öl in die Kläranlage und dort in den Fettabscheider, in geringen Mengen auch in den Bach Lorfe.
Vor Ort waren die Feuerwehren aus Korbach, Frankenau, Altenlotheim, Schmittlotheim und Herzhausen im Einsatz. Die Leitung hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Müller. Auch der Fachdienst Umwelt und Klimaschutz des Landkreises Waldeck-Frankenberg, mehrere Mitarbeiter der Stadt Frankenau sowie eine Spezialfirma für Gewässersanierung und Gewässerschutz waren vor Ort.
Die Feuerwehr setzte mehrere Ölsperren und schwimmfähige Bindemittel ein, um eine weitere Ausbreitung des Öls zu verhindern. Im Bereich der Lorfe wurden Sperren in Richtung Schmittlotheim errichtet. Die Feuerwehr Korbach kam mit dem Umweltschutzzug und einem Ölsanimat zum Einsatz, um das Öl aus dem Wasser zu filtern und ein Überlaufen der Kläranlage zu verhindern. Insgesamt wurden zahlreiche Bindemittel eingesetzt und Ölbindewürfel ausgebracht, um den Schadstoff aufzunehmen.
Durch die sofort eingeleiteten Maßnahmen konnte ein größerer Schaden für die Umwelt verhindert werden. Der Einsatz lief in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Feuerwehren, der Polizei und den Umweltbehörden. Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte wurde als vorbildlich bezeichnet. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle durch den Einsatzleiter der Stadt Frankenau an die Polizei übergeben.
Nach Einschätzung der Ermittler dürfte der entstandene Schaden mehrere tausend Euro betragen. Die bisherigen Ermittlungen zum Verursacher, die von der Kriminalpolizei Korbach gemeinsam mit der Stadt Frankenau geführt wurden, blieben bislang ohne Ergebnis.
Frankenaus Bürgermeister Manuel Steiner lobte die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten, die Schlimmeres verhindert habe. Zugleich wies er darauf hin, dass die erheblichen Kosten – falls kein Verursacher ermittelt werden kann – von der Allgemeinheit zu tragen seien und somit alle Bürgerinnen und Bürger betreffen.
Die Kriminalpolizei Korbach bittet um Hinweise aus der Bevölkerung unter der Telefonnummer 05631/9710 sowie bei der Stadt Frankenau unter der Telefonnummer 06455/7990.