Michael Fränkel

Michael Fränkel

PADERBORN. Nach einer gefährlichen Körperverletzung auf dem McDonald’s-Parkplatz am Schäferweg sucht die Polizei nach Videomaterial. Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai.

Zu der Tat kam es am Freitag, 22. Mai 2026, gegen 22.05 Uhr. Nach Angaben der Polizei fuhr ein weißer Audi SQ7 auf den Parkplatz. In dem Fahrzeug saßen in Paderborn wohnende Syrer.

Der Fahrer hielt zielgerichtet neben einer Personengruppe und forderte einen 21 Jahre alten Afghanen aus Lichtenau auf, in das Auto zu steigen. Als dieser ablehnte, stiegen der 23 Jahre alte Fahrer und ein 21 Jahre alter Beifahrer aus und versuchten, den Mann gewaltsam in den Audi zu ziehen.

Der 20 Jahre alte Bruder des Mannes mischte sich ein. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. In diese griff nach Polizeiangaben auch ein weiterer 19 Jahre alter Syrer ein, nachdem er aus einem Mercedes ausgestiegen war. Dieses Fahrzeug war kurz nach dem Audi auf den Parkplatz gefahren.

Weiter schlugen und traten die drei Tatverdächtigen auf die beiden Männer ein, als diese bereits am Boden lagen. Zeugen alarmierten die Polizei.

Als die Tatverdächtigen dies mitbekamen, verließen sie den Parkplatz mit dem Audi und dem Mercedes.

Rettungswagen brachten die beiden Geschädigten in Paderborner Krankenhäuser. Ein weiterer 22 Jahre alter Afghane, der zwischenzeitlich schlichten wollte, musste ebenfalls leicht verletzt in einem Krankenhaus behandelt werden.

Da zur Tatzeit viele Menschen in dem Fast-Food-Restaurant und auf dem Parkplatz anwesend waren und die Situation beobachtet haben, bittet die Polizei um Handyaufnahmen von dem Vorfall.

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05251/306-0 bei der Polizei zu melden. (ots/r)

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PADERBORN. Nach einem Dachstuhlbrand in einem leerstehenden Mehrfamilienhaus im Ortsteil Sennelager ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung. Das Gebäude an der Lösekestraße gehört zu einem leerstehenden Gebäudekomplex der britischen Streitkräfte.

Gegen 22.15 Uhr hatte ein Zeuge am Montag, 29. Juni 2026, ein Flackern in dem Gebäude wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Um 22.23 Uhr wurde die Feuerwehr Paderborn zu dem gemeldeten Dachstuhlbrand alarmiert. Kurze Zeit später konnte die Besatzung des zuerst eintreffenden Rettungswagens die Meldung bestätigen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stellten die Einsatzkräfte einen fortentwickelten Brand auf etwa der Hälfte der Dachfläche eines leerstehenden Mehrparteienhauses fest. Zudem wurde vor Ort eine geöffnete Balkontür entdeckt.

Ersteintreffende Kräfte gingen im Innenangriff vor. Parallel bereitete die kurze Zeit später eingetroffene Drehleiter einen Außenangriff vor.

Kurz nachdem die ersten Einsatzkräfte das Gebäude betreten hatten, kam es im Dachstuhl zu einer Durchzündung. Dadurch stand der Dachstuhl auf etwa der halben Dachfläche im Vollbrand.

Um ein Übergreifen auf das unmittelbar angrenzende Nachbargebäude zu verhindern, wurde von außen und innen eine Riegelstellung an der Giebelwand aufgebaut.

Unter Einwirkung des Vollbrandes mussten sich die Trupps im Innenangriff zurückziehen. Kurze Zeit später kam es zu einem Teileinsturz des Dachstuhls.

Infolge dieses Teileinsturzes ging auch die Brandintensität deutlich zurück. Der Brand konnte anschließend durch den Einsatz eines Wasserwerfers aus dem Drehleiterkorb zügig unter Kontrolle gebracht werden.

Ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargebäude konnte verhindert werden. Im weiteren Verlauf wurden verbliebene Glutnester abgelöscht und mehrfach kontrolliert.

Der Dachstuhl wurde dennoch komplett zerstört. Der Gesamtschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 100.000 Euro.

Bei dem etwa zweieinhalbstündigen Einsatz waren neben den hauptamtlichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord auch die ehrenamtlichen Löschzüge Schloss Neuhaus und Elsen im Einsatz. Ebenso unterstützte der Defence Fire and Rescue Service an der Einsatzstelle.

Ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks begutachtete das Gebäude, um zu prüfen, ob durch den Teileinsturz des Dachstuhls eine weitere Einsturzgefahr besteht.

Insgesamt waren an der Einsatzstelle rund 40 Einsatzkräfte tätig.

Zur Brandursache konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und geht derzeit von vorsätzlicher Brandstiftung als mutmaßlichem Auslöser aus.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05251/306-0 bei der Polizei zu melden. (ots/r)

WALDECK. Nach der Beschädigung einer Hauptgasleitung zwischen dem Stadtteil Waldeck und dem Flugplatz ist ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert worden. Große Mengen Erdgas strömten aus der Leitung.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Montag, 29. Juni 2026, um 16.47 Uhr mit dem Einsatzstichwort „H GAS 2“. Neben den Kräften der Feuerwehr der Stadt Waldeck waren auch der Gefahrstoffzug aus Korbach und ein Rettungswagen auf dem Weg zur Einsatzstelle.

Bei Baumaßnahmen war eine Gasleitung zwischen dem Stadtteil Waldeck und dem Flugplatz Waldeck beschädigt worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr befand sich niemand mehr im Gefahrenbereich. Das Ausströmen des Gases war deutlich hörbar.

Schnell stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine herkömmliche Gasleitung handelte, sondern um eine Hauptleitung. Dort herrschen wesentlich höhere Drücke und Durchflussmengen.

Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing wurde ein Löschfahrzeug in etwa 100 Meter Entfernung positioniert. An dieser Stelle schlugen die mitgeführten Mehrfachmessgeräte keinen Alarm. Von dort aus stellten die Einsatzkräfte den Brandschutz sicher, um auf ein mögliches Durchzünden vorbereitet zu sein.

Weitere Einheiten sperrten den Bereich weiträumig ab.

Alle übrigen Fahrzeuge fuhren einen Bereitstellungsplatz an. Dafür wurde ein nahegelegener Parkplatz genutzt. So wurde sichergestellt, dass sich nur die Kräfte dem Gefahrenbereich näherten, die dort tatsächlich tätig werden mussten. Gleichzeitig wären die Einheiten im Ereignisfall schnell greifbar gewesen.

Nachdem der Notdienst des Energieversorgers an der Einsatzstelle eingetroffen war, konnte die Abschaltung der Gasleitung durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Leitungslänge strömte noch einige Zeit weiter Gas aus.

Um eine Gefährdung für die Bevölkerung auszuschließen, führte die Messgruppe des Gefahrstoffzuges Landkreis Waldeck-Frankenberg in und um den Stadtteil Waldeck mehrere Messungen durch. Dafür wurden zwei spezielle Messfahrzeuge eingesetzt. An keinem der Messpunkte konnte eine messbare Gaskonzentration festgestellt werden.

Vom Einsatzleitwagen aus wurde die Einsatzstelle koordiniert. Durch die Vielzahl an Einsatzkräften und Fahrzeugen bestand ein erhöhter Organisationsbedarf.

Die anrückenden Kräfte mussten in den Bereitstellungsraum geleitet werden. Außerdem wurde der Funkverkehr zur Leitstelle abgewickelt und mit dem Energieversorger kommuniziert.

Zur sicheren Beurteilung der Lage am Austrittsort wurde eine Drohne eingesetzt. Außerdem wurden Karten zum Festlegen der Messpunkte ausgedruckt sowie Lagemeldungen und Messergebnisse dokumentiert.

Als keine Ausströmung mehr wahrnehmbar war, begutachtete der Energieversorger die Austrittsstelle. Dabei wurde unter anderem ein Bagger eingesetzt, da sich die Beschädigung im Erdreich befand.

Nachdem eine weitere Gefährdung ausgeschlossen werden konnte, wurde die Einsatzstelle an den Energieversorger übergeben.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Netze, Sachsenhausen und Waldeck, der DRK-Rettungsdienst, die Feuerwehr Korbach, die Messgruppe des Landkreises Waldeck-Frankenberg sowie der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer.

Nach zwei Stunden und 28 Minuten war der Einsatz beendet.

WALDECK-FRANKENBERG. Ob Cyberangriff, Datendiebstahl oder Ausfälle in den Rechenzentren: Der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden arbeiten derzeit an einem gemeinsamen Konzept für IT-Notfälle.

Ziel der Kooperation ist es, die Handlungsfähigkeit der Verwaltungen in Krisenszenarien durch gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Maßnahmen zu sichern.

Schnelle und unbürokratische Amtshilfe

Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie sich die Kommunen bestmöglich auf IT-Notfälle vorbereiten können – und wie sie im Ernstfall durch unbürokratische und rasche gegenseitige Unterstützung handlungsfähig bleiben.

Bereits im Jahr 2023 hatte der Landkreis nach einem Cyberangriff auf die Südwestfalen-IT einen der davon betroffenen Landkreise, den Hochsauerlandkreis, unterstützt. Die Autozulassungen wurden damals für einige Wochen von HSK-Mitarbeitern in den Räumlichkeiten des Landkreises Waldeck-Frankenberg durchgeführt.

Dies war ein klassisches Beispiel schneller Amtshilfe, die der Landkreis Waldeck-Frankenberg und seine Kommunen für den Ernstfall auch untereinander vereinbaren wollen.

Ressourcen teilen, Kooperation vereinbaren

Das kann beispielsweise das Teilen von VPN-Zugängen oder Notebooks bedeuten, aber auch das Zurverfügungstellen von Notfallpersonal oder entsprechenden Räumlichkeiten – je nachdem, was die betroffene Kommune im IT-Notfall individuell benötigt.

Gebildet werden soll auch ein gemeinsamer Pool an Notfall-Notebooks, auf die betroffene Kommunen dann schnell zugreifen können. Hier soll auch auf Unterstützungsmaßnahmen des Landes zurückgegriffen werden.

Um das Konzept konkret zu gestalten, wird derzeit auch an einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen dem Landkreis, den Städten und Gemeinden gearbeitet, die die Details der interkommunalen Zusammenarbeit regelt.

Dafür treffen sich die Vertreter der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises in regelmäßigen Abständen, um am Notfallplan zu arbeiten und für den Ernstfall vorzusorgen. Darüber hinaus sollen auch IKZ-Fördermittel beim Land Hessen beantragt werden. Ebenso sind gemeinsame Notfallübungen geplant.

Im Ernstfall schnell, pragmatisch und solidarisch helfen

„Wie wir am Beispiel des Hochsauerlandkreises gesehen haben, können IT-Notfälle jede Verwaltung treffen und die Handlungsfähigkeit deutlich einschränken“, sagt Landrat Jürgen van der Horst.

Davon könnten der Landkreis, Städte und Gemeinden gleichermaßen betroffen sein.

„Mit der geplanten interkommunalen Zusammenarbeit wollen wir uns im Ernstfall schnell, pragmatisch und solidarisch helfen, damit die Serviceleistungen für die Bürgerinnen und Bürger möglichst uneingeschränkt funktionieren“, sagt der Landrat.

„Daher stimmen wir uns bereits jetzt ab und erarbeiten präventiv ein Konzept für den Ernstfall – in der Hoffnung, dass wir dieses nicht anwenden müssen.“

Dienstag, 30 Juni 2026 15:19

Festnahme nach Großfahndung in Waldau

KASSEL. Nach einem Tötungsdelikt im Stadtteil Waldau sitzt der 18 Jahre alte Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Gegen den Mann aus Kassel mit deutscher Staatsangehörigkeit ordnete ein Haftrichter die Haft wegen Fluchtgefahr und der Schwere der Tat an.

Der 18-Jährige muss sich im Zusammenhang mit dem Tod seines 21 Jahre alten Bruders wegen eines vollendeten Tötungsdelikts verantworten.

Festgenommen worden war der Tatverdächtige am Dienstag, 30. Juni 2026, gegen 8.30 Uhr in einer Kleingartenanlage in Kassel-Waldau. Seit Sonntag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft öffentlich nach ihm gefahndet (Wir berichteten).

Vor der Festnahme hatte es in diesem Bereich eine Großfahndung unter Beteiligung von Spezialkräften und einem Polizeihubschrauber gegeben. Hintergrund war ein weiterer Vorfall in der Nacht zum Dienstag.

Gegen 3 Uhr soll der 18-Jährige auf dem Gartengelände auf einen 19 Jahre alten Mann geschossen haben, der sich zu dieser Zeit in einer Gartenlaube aufgehalten hatte. Das verletzte Opfer aus Kassel konnte sich anschließend in Sicherheit bringen und wurde vorübergehend in einem Krankenhaus behandelt.

Nach der Festnahme fanden Polizeibeamte in einer anderen Gartenlaube auf dem Gelände einen weiteren Mann mit schweren Verletzungen. Nach erstem Ermittlungsstand soll der 18-Jährige kurz vor seiner Festnahme in der Hütte unvermittelt auf den 30-Jährigen geschossen und ihn dabei schwer verletzt haben. Beide waren offenbar nicht miteinander bekannt.

Nach bisherigen Erkenntnissen besteht für den schwer verletzten 30-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz hat, keine Lebensgefahr.

Die Kleingartenanlage war für die Spurensicherung und die weiteren polizeilichen Maßnahmen bis in die Mittagsstunden abgesperrt. Die genauen Hintergründe und die Abläufe der beiden weiteren Taten sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

In beiden Fällen wird aktuell wegen des Verdachts des versuchten Tötungsdelikts und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der 18 Jahre alte Mann ist dringend tatverdächtig, seinen 21 Jahre alten Bruder in einer Wohnung in Waldau gewaltsam getötet zu haben.

Der Leichnam des Opfers war in der Nacht zum Sonntag in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Waldau von der Polizei gefunden worden. Einige Stunden zuvor hatten sich Angehörige gemeldet und den 21-Jährigen wegen ausbleibenden Kontakts vermisst gemeldet.

Die Auffindesituation des Verstorbenen sprach bereits eindeutig für ein Fremdverschulden. Die Obduktion bestätigte dies.

Demnach muss davon ausgegangen werden, dass der 21-Jährige durch stumpfe Gewalt mit einem noch unbekannten Tatwerkzeug getötet wurde.

Die umfangreichen Ermittlungen der Kasseler Kripo ergaben bereits frühzeitig einen Verdacht gegen den Bruder des Opfers.

Die Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen dauern an. Die Motive, die Hintergründe und die Abläufe des Tötungsdelikts sowie der weiteren Taten sind bislang noch ungeklärt und ebenfalls Gegenstand der laufenden Ermittlungen. (ots/r)

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KORBACH. Mit einem sogenannten Schockanruf haben Betrüger mehrere tausend Euro von einer Rentnerin aus Korbach erbeutet. Ein falscher Polizist setzte die Frau mit einer erfundenen Unfallgeschichte massiv unter Druck.

Die Tat ereignete sich am Freitag, 26. Juni 2026. Bereits am späten Nachmittag hatte die Seniorin einen Anruf auf ihrem Festnetzanschluss erhalten. Der Anrufer gab sich als Polizist aus.

Er schilderte der Frau, dass ihre Nichte einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Kind ums Leben gekommen sei. Um eine Untersuchungshaft der Nichte zu verhindern, sei sofort eine hohe Kaution in bar erforderlich.

Mit dieser Androhung setzten die unbekannten Täter die Rentnerin so stark unter Druck, dass sie mehrere tausend Euro in einen braunen DIN-A4-Umschlag steckte.

Gegen 20 Uhr übergab die Frau das Geld an der Haustür eines Mehrfamilienhauses an einen vermeintlichen Abholer des Amtsgerichts Korbach. Die Übergabe erfolgte in einem Wohngebiet zwischen der Schwelmer Straße und der Straße Am Buchenbaum.

Nach der Übergabe entfernte sich der Abholer zu Fuß in Richtung Solinger Straße. Als sich die Täter anschließend nicht mehr wie besprochen meldeten, fiel der Frau der Schwindel auf. Sie informierte daraufhin die Polizei.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • etwa 25 Jahre alt
  • dunklerer Hautteint
  • schlanke Statur
  • schwarze Haare
  • bekleidet mit kurzer Jeanshose und grünem T-Shirt

Der Anrufer sowie der Abholer haben nach Angaben des Opfers akzentfrei Deutsch gesprochen.

Die Ermittlungen werden bei der Kasseler Kriminalpolizei geführt. Die Ermittler bitten um Hinweise auf den Abholer der Beute. Wer zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge an der genannten Tatörtlichkeit wahrgenommen hat, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 zu melden. (ots/r)

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MARSBERG. Als Investition in die Gegenwart und die Zukunft bezeichneten die Redner die offizielle Übergabe des neuen Feuerwehrhauses im Ortsteil Westheim. Am Sonntag, 14. Juni 2026, stand dort ein besonderes Ereignis nicht nur für die Löschgruppe Westheim, sondern für die gesamte Freiwillige Feuerwehr der Stadt Marsberg an.

Nach nicht einmal anderthalb Jahren Bauzeit konnte der Löschgruppe Westheim offiziell ihr neues Feuerwehrhaus übergeben werden. Und nicht nur das: Auch ein vom Land NRW gefördertes Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) konnte offiziell an die Kinderfeuerwehr übergeben werden.

Nachdem Löschgruppenführer Jörg Prior die zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr, den beteiligten Firmen und der interessierten Bevölkerung begrüßt hatte, gab er Bürgermeister Matthias Koch das Wort.

Dieser stellte klar, dass die Übergabe des Feuerwehrhauses ein besonderer Tag für die gesamte Stadt sei. Feuerwehr, das sei Zusammenhalt, gelebte Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft. Und dieser steht in Westheim nun ein modernes, allen technischen und taktischen Anforderungen entsprechendes Feuerwehrhaus zur Verfügung.

Nachdem im Mai 2024 der Bauantrag genehmigt und im Dezember 2024 mit dem symbolischen Spatenstich der Bau begonnen worden war, konnte die Löschgruppe Westheim bereits im Mai dieses Jahres ihr neues Feuerwehrhaus beziehen.

Koch lobte alle Beteiligten aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung und den beauftragten Betrieben. Nicht nur, dass die Löschgruppe Westheim ein energetisch und sicherheitstechnisch auf höchstem Stand errichtetes Feuerwehrhaus bekommt. Auch die veranschlagte Bausumme konnte letztlich sogar unterschritten werden. Alles in allem sei dies eine gute und vor allem notwendige Investition für die Sicherheit der Bürger der Stadt.

Matthias Koch hob mehrfach die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft hervor, insbesondere in der Freiwilligen Feuerwehr. Und auch diese braucht für die Zukunft neben moderner Technik vor allem Nachwuchs.

Auch für die Jüngsten wurde eine besondere Investition getätigt. Dank einer Förderung durch das Land NRW konnte für die Kinderfeuerwehr ein Mannschaftstransportfahrzeug beschafft werden.

Im Juni 2024 wurde beim Innenministerium ein Förderantrag eingereicht, im September 2024 ging dann der positive Förderbescheid ein. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass landesweit nur sechs solcher MTF gefördert wurden – bei einem Gesamtvolumen von 288.000 Euro.

Dank des Förderbescheids konnte im September 2024 das MTF beauftragt werden, im November 2025 erfolgte dann die Auslieferung.

Koch lobte die Kinder- und Jugendarbeit in der Feuerwehr. Neben Spiel, Spaß und Feuerwehrdienst lernen die Jüngsten bereits Werte wie Zusammenhalt, Engagement und Verantwortung. Mit dem Fahrzeug bringen Stadt und Land ihre Wertschätzung für die Kinder- und Jugendarbeit deutlich zum Ausdruck.

Wehrleiter Cyrill Stute stellte im Anschluss heraus, dass das Feuerwehrhaus in Westheim nach Helminghausen und Heddinghausen das mittlerweile dritte neu erbaute Feuerwehrhaus in diesem Jahrzehnt sei. Auch weitere Um- und Neubauten von Feuerwehrhäusern seien geplant.

Dies trage den immer höheren Ansprüchen an Sicherheit, Tagesverfügbarkeit, Hilfsfristen und Krisenvorsorge Rechnung. Das neue Feuerwehrhaus in Westheim war erforderlich geworden, da der alte Standort nahe Schule und Schützenhalle nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach.

Auch für die Krisenvorsorge ist der neue Standort der Löschgruppe vorgesehen. So ist das Feuerwehrhaus eine Anlaufstelle bei Strommangellagen. Deshalb verfügt das Gerätehaus auch über eine Notstromeinspeisung.

Für die Kinderfeuerwehr wurde dank des Förderbescheids ein Fahrzeug mit hohen Sicherheitsstandards beschafft. Ebenso kündigte Stute ein Fahrsicherheitstraining für die Betreuerinnen und Betreuer der Kinderfeuerwehr an.

Besonderer Dank gilt der Löschgruppe Essentho. Dort ist das neue MTF untergebracht.

Jörg Prior stellte dann noch einmal das neue Feuerwehrhaus vor und lud alle Gäste zu einem Rundgang ein. Da das alte Feuerwehrhaus vom Standort her nicht mehr optimal war und das neue HLF 10 schlicht nicht mehr in die alten Fahrzeughallen passte, war ein Neubau die einzig mögliche Option.

Dank einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2022 konnte schließlich der Weg zu einem Neubau statt Umbau beschritten werden. Entstanden ist ein neues Feuerwehrhaus, das optimal für Einsätze, Ausbildung, Übung und Kameradschaft ist – auf höchstem technischen Standard.

Durch Diakon Klaus Rosenkranz und Pfarrerin Kathrin Günther erhielten Feuerwehrhaus und Fahrzeug den kirchlichen Segen. Beide würdigten das besondere Engagement der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner und stellten es in den Zusammenhang mit der frohen Botschaft Jesu.

Pfarrerin Günther legte den Leitsatz der Feuerwehr „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ mit einer schönen Erzählung über die Erschaffung der Feuerwehrfrau und des Feuerwehrmanns am Ende des sechsten Schöpfungstages aus.

Zum Ende des offiziellen Teils ergriff der stellvertretende Löschgruppenführer Andreas Geise das Wort. Er würdigte das besondere Engagement Jörg Priors für die Löschgruppe Westheim. Prior leitet seit nunmehr 20 Jahren die Geschicke der Löschgruppe Westheim – zunächst als stellvertretender Löschgruppenführer von 2006 bis 2012 und seit 2012 als Löschgruppenführer.

Dessen herausragende Arbeit gipfelt jetzt im Bezug des neuen Feuerwehrhauses. Bei dessen Bau brachte sich Jörg Prior in besonderer Weise ein, sodass den besonderen Anforderungen der Löschgruppe Rechnung getragen werden konnte.

Daher konnte Geise dem sichtlich gerührten Löschgruppenführer eine interne Auszeichnung sowie ihm und seiner Frau ein kleines Präsent überreichen.

Mit dem Abschluss des offiziellen Teils begann ein schöner Sonntagnachmittag mit vielen Gästen aus nah und fern. Auch viele Kinder waren anwesend und nutzten die zahlreichen Spieleangebote.

Die zahlreichen Gäste nutzten zudem die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das neue Feuerwehrhaus und zur Besichtigung der ausgestellten Einsatzfahrzeuge.

KASSEL. Psychokardiologie ist ein neuer Schwerpunkt im therapeutischen Angebot der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Kassel. Damit reagiert die Klinik auf die zunehmende Bedeutung psychischer Belastungen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Wir reagieren damit auf die zunehmende Bedeutung psychischer Belastungen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schaffen ein spezialisiertes Behandlungsangebot für betroffene Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Dr. Martin Ohlmeier.

Ohlmeier hat das neue psychokardiologische Angebot gemeinsam mit Oberärztin Dr. Lara Kaulitz konzipiert und etabliert. Beide verfügen über langjährige Erfahrung in der Behandlung psychischer beziehungsweise psychosomatischer Erkrankungen und verfolgen einen integrativen Ansatz, der körperliche und psychische Gesundheitsaspekte gleichermaßen berücksichtigt.

„Die enge Verbindung zwischen Herz und Psyche ist wissenschaftlich gut belegt: Herz-Kreislauf-Erkrankungen können psychische Beschwerden wie Ängste, depressive Symptome oder Stressbelastungen auslösen oder verstärken. Gleichzeitig beeinflussen psychische Faktoren den Verlauf kardiologischer Erkrankungen maßgeblich“, so Prof. Ohlmeier.

Zielgruppe des psychokardiologischen Angebots

Das neue Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Herzangst, depressiven Symptomen bei bestehenden Herzerkrankungen, psychischen Belastungen nach Herzinfarkt oder Herzoperationen sowie stressassoziierten Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Auch Patienten mit Einschränkungen der Krankheitsbewältigung oder psychosozialen Belastungen im Zusammenhang mit chronischen Herzerkrankungen finden dort spezialisierte Unterstützung.

„Herzerkrankungen betreffen nie ausschließlich das Herz. Sie beeinflussen häufig das gesamte Leben eines Menschen – körperlich, emotional und sozial. Mit unserem psychokardiologischen Angebot schließen wir eine wichtige Versorgungslücke und ermöglichen eine Behandlung, die Herz und Psyche gleichermaßen berücksichtigt. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität und Krankheitsbewältigung der Betroffenen nachhaltig zu verbessern“, erklärt Prof. Dr. med. Martin Ohlmeier, Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Kassel.

Die psychokardiologische Behandlung erfolgt auf psychosomatisch-psychotherapeutischer Grundlage unter Berücksichtigung der jeweiligen kardiologischen Grunderkrankung. Ziel ist es, körperliche und psychische Aspekte gemeinsam zu betrachten und individuelle therapeutische Wege zu entwickeln.

Zum Behandlungskonzept gehören unter anderem:

  • psychosomatische und psychotherapeutische Diagnostik
  • ärztliche und psychotherapeutische Einzelgespräche
  • Stressbewältigungs- und Entspannungsverfahren
  • körperorientierte Therapieangebote
  • Unterstützung bei Krankheitsverarbeitung und Lebensstiländerungen
  • enge Zusammenarbeit mit kardiologischen Fachabteilungen und weiterbehandelnden Ärzten

Die Behandlung erfolgt im Rahmen einer teilstationären psychosomatischen Therapie.

Enge Zusammenarbeit mit Kardiologie

Das neue psychokardiologische Angebot wurde in enger Abstimmung mit den kardiologischen Versorgungspartnern der Region entwickelt.

Es entsteht in Kooperation mit der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen des Klinikums Kassel, dem Herzzentrum Kassel sowie dem Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen.

„Durch diese sektorenübergreifende Zusammenarbeit können Patientinnen und Patienten entlang des gesamten Behandlungsverlaufs – von der Akutversorgung über die Rehabilitation bis zur psychosomatischen Weiterbehandlung – umfassend begleitet werden. Die enge Vernetzung ermöglicht eine optimale Abstimmung zwischen kardiologischer und psychosomatischer Behandlung“, erläutert Prof. Ohlmeier.

Psychokardiologische Sprechstunde

Zur diagnostischen Abklärung bietet die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zudem eine spezielle psychokardiologische Sprechstunde in der Ambulanz an.

„Im Rahmen eines ambulanten Erstgesprächs überprüfen wir, ob eine Indikation für eine psychosomatisch-psychokardiologische Behandlung besteht. Die Anmeldung erfolgt über das Aufnahmemanagement der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“, erklärt Oberärztin Dr. Kaulitz.

FRANKENBERG. Mehrere versuchte Fahrzeugöffnungen und zwei vollendete Diebstähle beschäftigen derzeit die Polizei. In einem Wohngebiet war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Unbekannter unterwegs.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereigneten sich die Taten in der Nacht von Donnerstag, 25. Juni 2026, auf Freitag. Der Unbekannte versuchte, mehrere Autos zu öffnen.

Schließlich entwendete er aus einer Garage im Teichweg ein Pedelec im Wert von rund 4200 Euro. In derselben Garage stand zudem ein unverschlossenes Auto, aus dem der Täter 50 Euro stahl.

Die Geschädigten bemerkten die Diebstähle erst am nächsten Morgen. Aufgrund von Videoaufnahmen konnte jedoch festgestellt werden, dass sich die Taten gegen 1 Uhr ereigneten.

Bereits gegen 0 Uhr hatte ein aufmerksamer Zeuge eine männliche Person gemeldet, die in der Wilhelm-Tischbein-Straße um Fahrzeuge herumschlich und versuchte, Türen zu öffnen. Aufgrund der Gesamtumstände geht die Polizei von einem Tatzusammenhang aus.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 40 Jahre alt
  • hagere Statur
  • südländisches Erscheinungsbild
  • schwarze Haare
  • 5-Tage-Bart
  • weißes Poloshirt mit schwarzen Applikationen

Das Pedelec wurde am nächsten Vormittag in der Straße Auf der Leimenkaute aufgefunden und an den Geschädigten ausgehändigt.

Die Polizei sucht weitere Zeugen oder Geschädigte. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen.

WALDECK. Ausgelaufene Betriebsstoffe haben im Stadtteil Sachsenhausen einen kurzen Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Betroffen war der Kreuzungsbereich der Wildunger Straße und der Freienhagener Straße.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Sonntag um 11.25 Uhr mit dem Einsatzstichwort „H 1 Ölspur“. Kurz vor Beginn der Verkehrsabsicherung für das Schützenfest war dort eine Ölspur gemeldet worden.

Mit einem Fahrzeug rückten die Einsatzkräfte zur gemeldeten Ölspur aus. Unter der Leitung von Meik Schmidt nahmen sie die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Bindemittel auf.

Dadurch wurde die Rutschgefahr beseitigt, insbesondere für Motorradfahrer. Ein Verursacher konnte nicht festgestellt werden.

Im Einsatz war die Feuerwehr Sachsenhausen mit dem Löschgruppenfahrzeug. Nach rund 15 Minuten war der Einsatz beendet.

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