KASSEL. Nach einer Verkehrsunfallflucht im Stadtteil Brasselsberg sucht die Polizei nach Zeugen. Eine 14 Jahre alte Radfahrerin kam auf dem Weg zur Schule zu Fall, nachdem es zum Zusammenstoß mit einem anfahrenden Auto gekommen sein soll.
Wie das Mädchen später gemeinsam mit einem Erziehungsberechtigten beim Polizeirevier Süd-West zur Anzeige brachte, war sie am Mittwochmorgen, 6. April, gegen 7.50 Uhr in der Dachsbergstraße unterwegs. Sie fuhr von der Konrad-Adenauer-Straße kommend in Richtung Kuhbergstraße.
Plötzlich soll ein am Straßenrand geparkter blauer Kleinwagen angefahren und gegen das Rennrad der 14-Jährigen gestoßen sein. Das Mädchen habe daraufhin die Kontrolle über ihr Fahrrad verloren, sei auf den Gehweg geraten und schließlich gestürzt.
Obwohl der unbekannte Autofahrer den Sturz mitbekommen habe, sei der blaue Kleinwagen anschließend davongefahren, ohne sich um das leicht verletzte Kind zu kümmern.
Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise auf den blauen Kleinwagen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)
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KORBACH. Derzeit überwachen die Behörden die Geschwindigkeit in der Flechtdorfer Straße. Gemessen wird gegenüber eines Fahrradgeschäfts.
An der Messstelle gilt Schrittgeschwindigkeit.
Geschwindigkeitskontrollen dienen der Verkehrssicherheit und sollen Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit verhindern. Insbesondere auf Landstraßen kann zu schnelles Fahren ein hohes Risiko darstellen.
Das Team von 112-magazin.de appelliert an alle Fahrer, die geltenden Tempolimits grundsätzlich einzuhalten – auch dann, wenn keine Blitzer gemeldet werden.
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FRANKENBERG. Das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg freut sich, einen Experten für die Frauenheilkunde gewonnen zu haben: Zum 1. Mai hat Dr. med. Mehmet Yiğit die chefärztliche Leitung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe übernommen. Mit seiner Erfahrung in der onkologischen Chirurgie und der speziellen Geburtshilfe wird die wohnortnahe Versorgung in der ländlichen Region nachhaltig gestärkt und der Aufbau spezialisierter Zentren vorangetrieben.
In diesem Jahr haben im Frankenberger Kreißsaal schon über 100 Kinder das Licht der Welt erblickt. Herr Dr. Yiğit freut sich auf die Arbeit in der Geburtshilfe, die ihm besonders am Herzen liegt und ein zentrales Entscheidungskriterium für seine Bewerbung war. Das etablierte Info-Café Mutmacher für onkologische Patientinnen wird er ebenfalls fortsetzen und dazu Experten aus seinem beruflichen Netzwerk einladen. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Frankenberg gilt als Leuchtturm der medizinischen Versorgung für Frauen - auch über die Region hinaus. Dr. Yiğit wird als Chefarzt diese Position mit seiner Expertise ausbauen. Er betont: „Für mich stehen die Patientin und ihre Herausforderungen im Fokus meiner Arbeit.“
Fokus auf ländliche Versorgung und Brustkrebstherapie
Die Gewinnung von Dr. Yiğit unterstreicht das Ziel des Klinikums, eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau auch abseits der Metropolregionen zu garantieren. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Standorts ist dabei der landkreisweit einzige Versorgungsauftrag für Operationen bei Brustkrebspatientinnen. Dr. Yiğit wird hier seine Expertise einbringen, um die Qualität der onkologischen Versorgung auszubauen. Die Geschäftsführerin Anne Bülling blickt sehr zuversichtlich in die Zukunft der Abteilung: „Mit Dr. Yiğit gewinnen wir eine Persönlichkeit, die fachliche Exzellenz mit strategischer Weitsicht verbindet und über eine langjährige Erfahrung in unserem medizinischen Schwerpunkt verfügt. Seine Expertise als Senior-Mammaoperateur ist für unseren Standort von existenzieller Bedeutung. Dies ist ein klares Signal für die Stärkung unserer ländlichen Region. Ein herzliches Dankeschön sprechen wir unserer leitenden Oberärztin Gabriele Schalk aus, die die Vakanz der Stelle als kommissarische Leiterin überbrückte und dabei ein außerordentliches Engagement gezeigt hat. Dem ganzen Team der Gynäkologie und Geburtshilfe, ob Ärzte, Hebammen, die Mitarbeiterinnen der Chemo-Ambulanz oder der Pflege, gilt unsere Anerkennung für ihre empathische und professionelle Fürsorge für ihre Patientinnen.“
Spezialisierte Zentren geplant
Neben der Onkologie plant der neue Chefarzt den Ausbau der minimalinvasiven Operationstechniken, Laparoskopie, sowie die Etablierung spezialisierter Zentren für Beckenboden- und Endometriose-Behandlungen. In der Geburtshilfe setzt er auf ein familienorientiertes Konzept unter dem Motto „Sanfte und sichere Geburtshilfe in voller Geborgenheit“. Dr. Mehmet Yiğit betonte bei seiner Vorstellung: „Ich folge herausfordernden Aufgaben, nicht Orten, und suche hier ganz bewusst eine langfristige Führungsaufgabe. Ziele im neuen Team sind Transparenz und eine offene Kommunikation, die Vertrauen schaffen. Besonders wichtig ist es mir, die Potenziale aller Mitarbeitenden zu entfalten und die Verantwortung für die Patienten zu teilen. Besonders am Herzen liegt mir eine empathische Kommunikation auf Augenhöhe – sowohl innerhalb des Teams als auch gegenüber unseren Patientinnen. Das schließt auch meinen Wunsch nach einer starken Vernetzung mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sowie Hebammen vor Ort ein, denn in der Regel beginnt die Versorgung der Frauen in einer ambulanten Praxis und wird nach dem Aufenthalt bei uns dort auch fortgeführt.“
Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Jürgen van der Horst begrüßte Dr. Yiğit herzlich: „Die Besetzung dieser Schlüsselposition mit einem erfahrenen Mediziner mit weit gefächerter Expertise sichert die Zukunftsfähigkeit der gynäkologischen Abteilung. Wir investieren damit gezielt in die Versorgungssicherheit der Menschen vor Ort und festigen unser Profil als verlässlicher Gesundheitsanker in der Region. Auch im fusionierten Klinikum Waldeck-Frankenberg wird es an beiden Standorten, Frankenberg und Korbach, eine Gynäkologie und eine Geburtshilfe geben. Bei der Behandlung von Brustkrebs ziehen sie bereits an einem Strang, denn beide Häuser sind bereits gemeinsam Mitglied im Brustzentrum Regio. Die Chefärzte, Dr. med. Ioannis Tsitlakidis, Standort Korbach, und Dr. Yiğit sind im Austausch, um die Synergien durch eine enge Zusammenarbeit auszuloten.“
Zur Person:
Dr. med. Mehmet Yiğit wurde 1971 in Diez an der Lahn geboren. Er ist verheiratet und Vater von drei Söhnen. Seine Promotion schloss er im August 2024 an der Universität Frankfurt ab.
Dr. Mehmet Yiğit blickt auf über 20 Jahre Berufserfahrung zurück, die Hälfte der Zeit in leitenden Positionen. Seine Zusatzqualifikationen belegen ein breit gefächertes Fachwissen innerhalb der Gynäkologie und Geburtshilfe. So ist er Experte für Gynäkologische Onkologie und seit 2019 zertifizierter Senior-Mammaoperateur, DKG. Er erwarb zudem die Zusatzbezeichnungen für Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Zuletzt war Dr. Yiğit als Chefarzt und Leiter des Brustzentrums am KMG Klinikum Sömmerda tätig. Vorherige Stationen führten ihn unter anderem als Chefarzt nach Bad Salzungen und Wittlich sowie über zwölf Jahre an das Marienhaus Klinikum Neuwied, einen Maximalversorger mit über 1800 Geburten pro Jahr.
WALDECK. Auch das Waldecker Stadtgebiet ist am Dienstagabend von einem Unwetter nicht verschont geblieben. In Sachsenhausen und Alraft rückte die Feuerwehr zu mehreren Einsatzstellen aus, um überflutete Bereiche zu sichern und Wasserschäden abzuwenden.
Der erste Alarm erreichte die Feuerwehr am Dienstag, 5. Mai, in Sachsenhausen. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing wurde die Werbaer Straße nach größeren Regenfällen von Geröll überspült. Die Einsatzkräfte reinigten die Fahrbahn, kontrollierten einen möglicherweise betroffenen Keller und sorgten für freien Ablauf an einem verstopften Kanaldeckel.
Parallel ging eine Einsatzlage aus Alraft ein, die sich nach erster Erkundung zu einem größeren Einsatz entwickelte. Da das weitere Geschehen im Stadtgebiet zunächst nicht absehbar war, wurde frühzeitig das Führungsteam zur Besetzung des Funkraums im Feuerwehrhaus nachalarmiert, um gemeinsam mit dem Einsatzleitwagen die Einsätze zu koordinieren.
Drei Einsatzstellen in Alraft
In Alraft arbeiteten die Einsatzkräfte drei Einsatzstellen ab.
Am Dorfgemeinschaftshaus lief Wasser in Richtung Keller. Mit einer Tauchpumpe und Sandsäcken konnte verhindert werden, dass Wasser in das Gebäude eindrang.
Die Fahrbahn Alraftsgraben wurde durch Wasser aus dem angrenzenden Bach überspült. Dort entfernte die Feuerwehr Geröll und reinigte die Straße mit Wasser über die Schnellangriffseinrichtung.
Zudem waren Bachdurchläufe verstopft, weshalb übergetretene Bäche mehrere Straßenzüge in Bachläufe verwandelten. Hier kontrollierten die Einsatzkräfte die Lage, während ein landwirtschaftliches Unternehmen Erdarbeiten zur Abwendung weiterer Schäden durchführte.
Zur großflächigen Ausleuchtung der Arbeitsbereiche brachte die Feuerwehr neben dem Abrollbehälter für Technische Hilfe auch den Abrollbehälter Flutlicht mit dem Wechsellader nach Alraft. Bürgermeister und Anwohner machten sich vor Ort ebenfalls ein Bild der Lage.
Nach rund drei Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Während der gesamten Maßnahmen arbeiteten die Einsatzkräfte überwiegend im strömenden Regen.
WARBURG. Eine Verkehrskontrolle auf der Papenheimer Straße hat für einen 45 Jahre alten Mann mit Festnahme und Polizeigewahrsam geendet.
Am Dienstag, 5. Mai, führten Beamte der Polizeiwache Warburg eine allgemeine Verkehrskontrolle auf der Papenheimer Straße in Fahrtrichtung B 252 durch. Dabei hielten sie einen Citroën mit polnischer Zulassung an.
Am Steuer saß ein 45-jähriger polnischer Staatsbürger, auf dem Beifahrersitz seine 40-jährige Ehefrau. Der Fahrer gab zunächst an, ausschließlich Polnisch zu sprechen. Da ein Polizeibeamter diese Sprache beherrschte, konnte die Kontrolle unmittelbar auf Polnisch fortgeführt werden.
Im Verlauf der Überprüfung machte der Mann zunächst falsche Angaben zu seiner Identität. Nach weiteren Ermittlungen und durch die Vorlage eines Ausweisdokuments durch die Beifahrerin konnten die tatsächlichen Personalien des 45-Jährigen festgestellt werden.
Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag. Er wurde daraufhin festgenommen und dem Polizeigewahrsam zugeführt. (ots/r)
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FRANKENBERG. Ein Brand in der Müllumladestation in Geismar und zehn weitere Einsätze nach einem Unwetter mit Starkregen haben die Feuerwehr am Dienstagabend stark beansprucht. Innerhalb weniger Stunden rückten die Kräfte zunächst zu einem Brandeinsatz und anschließend zu mehreren Einsatzstellen in verschiedenen Stadtteilen aus.
Brandeinsatz in Geismar
Der erste Alarm erreichte die Feuerwehr am Dienstag, 5. Mai, gegen 18 Uhr unter dem Stichwort „F 2 Rauchentwicklung Gebäude - unklar“. Einsatzort war die Müllumladestation in Geismar. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Frankenberg und Geismar unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Martin Trost.
Vor Ort musste ein Container geöffnet werden. Anschließend löschten die Einsatzkräfte den brennenden Inhalt über die Drehleiter unter Zumischung von Netzmittel ab. Danach wurde der Container mit Schaum abgedeckt. Rund 30 Einsatzkräfte waren bei diesem Brandeinsatz vor Ort. Die Brandursache ist bislang unbekannt.
Starkregen sorgt für zehn weitere Einsätze
Nach dem Brandeinsatz folgten ab 19.10 Uhr die nächsten Alarmierungen infolge eines Unwetters mit Starkregen. Betroffen waren Röddenau, Schreufa und Viermünden. Dort wurden Straßen und Grundstücke überflutet, teils standen auch Keller unter Wasser.
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Frankenberg, Rodenbach, Röddenau, Schreufa, Viermünden und Willersdorf. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Martin Trost arbeiteten die Kräfte an insgesamt zehn Einsatzstellen. Dort übernahmen sie Reinigungs- und Pumparbeiten, öffneten Sinkkästen und Straßeneinläufe und nahmen die Feuerwehr-Einsatzzentrale sowie den Stab in Betrieb.
„Rund 80 Einsatzkräfte waren bei den Unwettereinsätzen im Einsatz. Gegen 21.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden“, berichtet Trost.
BAD AROLSEN / DIEMELSTADT. Beamte der Polizeistation Bad Arolsen haben am Dienstag Verkehrskontrollen zur Steigerung der Verkehrssicherheit durchgeführt und dabei ein besonderes Augenmerk auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gelegt.
Bei den Kontrollmaßnahmen, die in der Zeit von 14 bis 20 Uhr in der Thielebachstraße in Bad Arolsen und an der B 252 bei Rhoden stattfanden, wurden sie von Kollegen der Polizeistationen Bad Wildungen und Melsungen, dem Regionalen Verkehrsdienst sowie der Autobahnpolizei Baunatal unterstützt.
In dieser Zeit wurden rund 120 Fahrzeuge einer Verkehrskontrolle unterzogen. Insgesamt drei der kontrollierten Fahrzeugführer hatten sich unter dem Einfluss von THC hinters Steuer gesetzt, zwei andere standen unter Alkoholeinfluss.
Sie mussten die Beamten auf die Dienststelle begleiten, wo ihnen ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Gegen sie wird nun wegen des Führens eines Kraftfahrzeuges unter Drogen- beziehungsweise Alkoholeinfluss ermittelt.
Außerdem verwarnten die Polizisten zwölf Verkehrsteilnehmer wegen Ordnungswidrigkeiten, wie etwa nicht angelegten Sicherheitsgurten, und stellten in zwei Fällen technische Mängel an Kraftfahrzeugen fest. (ots/r)
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BRILON. Ein Dachstuhlbrand nach einem Blitzeinschlag hat am Montagabend einen Feuerwehreinsatz im Ortsteil Madfeld ausgelöst. Durch ein schnelles Eingreifen konnte die Feuerwehr einen größeren Brand verhindern.
Am Montag, 4. Mai, wurde die Feuerwehr Brilon um 18.47 Uhr zu dem Einsatz in der Schützenstraße in Madfeld alarmiert. Die Löschgruppe Madfeld konnte einen Entstehungsbrand im Dachbereich durch einen schnellen Einsatz unter schwerem Atemschutz eindämmen.
Über die Drehleiter wurde nachfolgend die Dachhaut geöffnet. Mit einer Wärmebildkamera konnten dabei kleinere Glutnester festgestellt und mit einem Kleinlöschgerät abgelöscht werden.
Im Anschluss an die Löschmaßnahmen wurde der betroffene Dachbereich über die Drehleiter mit einer Plane provisorisch abgedeckt, um das Gebäude vor weiteren Witterungseinflüssen zu schützen.
Die Löschgruppen Madfeld und Thülen sowie der Löschzug Brilon waren mit 37 Einsatzkräften vor Ort. Personen kamen nicht zu Schaden. Zur Höhe des Sachschadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor. Die Löschgruppe Madfeld konnte den Einsatz gegen 22 Uhr beenden.
Zeitgleich wurden drei weitere kleinere Einsätze abgearbeitet. In Messinghausen wurde die Löschgruppe Messinghausen zu einer Nachschau alarmiert. Dort wurde im Bahnhofsbereich eine Bahnanlage nach einem vermutlichen Blitzschlag ohne weitere Feststellung überprüft. In der Kernstadt gab es daneben zwei Alarmierungen wegen vollgelaufener Keller.
BRILON. Bei einem Wohnungsbrand in der Straße „Am Renzelsberg“ sind in der Nacht mehrere Menschen gerettet worden. In einem Mehrfamilienhaus schlugen Flammen aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss, während sich auf mehreren Balkonen noch Bewohner befanden.
Gegen 1.40 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in der Nacht zu Dienstag, 5. Mai, alarmiert. Zunächst war ein Balkonbrand mit Menschenleben in Gefahr gemeldet worden.
Den ersteintreffenden Einsatzkräften bot sich ein dramatisches Bild: Aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss schlugen die Flammen vollflächig aus den Balkonfenstern. Auf den Balkonen im Erd- und Obergeschoss befand sich jeweils eine Person, auf einem Balkon im Dachgeschoss stand eine Mutter mit ihren beiden Kindern.
Umgehend wurde parallel die Rettung der Personen von den Balkonen mittels tragbarer Leitern sowie ein Löschangriff eingeleitet. Da die Briloner Drehleiter aufgrund einer Störung nicht ausrücken konnte, befand sich die Drehleiter aus Olsberg auf der Anfahrt.
Aufgrund der erhöhten Anzahl verletzter beziehungsweise betroffener Bewohner wurde das Rettungsdienst-Stichwort ManV, Massenanfall von Verletzten, ausgelöst. Dadurch wurden weitere Rettungswagen und Notärzte alarmiert.
Innerhalb kürzester Zeit konnten alle Bewohner in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben werden. Der Bewohner der Brandwohnung hatte nach ersten Löschversuchen das Haus selbstständig verlassen.
Nach der Sichtung durch den leitenden Notarzt wurden sechs Personen vom Organisatorischen Leiter Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung auf eine mögliche Rauchgasintoxikation auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Keine der Personen erlitt schwere Verletzungen.
Bei den Löscharbeiten im Innenangriff zog sich auch ein Feuerwehrmann eine leichte Rauchgasintoxikation zu. Auch er wurde in ein Krankenhaus transportiert, konnte dieses jedoch nach kurzer Untersuchung ohne Befund wieder verlassen.
Das Feuer war gegen kurz vor 3 Uhr unter Kontrolle, etwa 45 Minuten später konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.
Der Löschzug Brilon, der mit 35 Einsatzkräften vor Ort war, konnte die Einsatzstelle gegen 5 Uhr verlassen. Im Anschluss waren noch umfangreiche Aufräumarbeiten notwendig, um die Feuerwehrfahrzeuge wieder einsatzklar zu machen.
Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.
NORDHESSEN. Behördenübergreifende Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs auf der Autobahn 7 bei Malsfeld haben am Montag zahlreiche Verstöße ans Licht gebracht. In vier Fällen waren die Beanstandungen so gravierend, dass die betroffenen Fahrzeuge vorübergehend oder endgültig stehenbleiben mussten.
Beamte der Polizeistation Melsungen führten die Kontrollen gemeinsam mit Polizisten der Verkehrsdienste Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg, der Direktion Verkehrssicherheit/ Sonderdienste und des Kasseler Polizeireviers Nord durch. Unterstützt wurden die fachkundigen Beamten von Mitarbeitern des Bundesamtes für Logistik und Mobilität, BALM, und vom Regierungspräsidium Kassel.
Insgesamt überprüften die Kontrollkräfte zwischen 9 und 18 Uhr auf dem Maxi-Autohof Malsfeld 24 Fahrzeuge, darunter acht mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 12 Tonnen. Ziel der Maßnahmen war die Steigerung der Verkehrssicherheit. Insgesamt wurden 15 Verstöße gegen Verkehrsvorschriften festgestellt.
Bei einem Großteil der Verstöße handelte es sich um fehlende Aufzeichnungen der Fahrtenschreiber und fehlende Unterlagen. In einem Fall war das vorgeschriebene Kontrollgerät in einem Lastwagen überhaupt nicht vorhanden.
Darüber hinaus stellten die Polizisten mehrere Verstöße gegen die Sozialvorschriften und Mängel an den Fahrzeugen, etwa an den Bremsen und dem Fahrgestell, fest. Den Fahrern von zwei Sattelzügen und einem Kleintransporter wurde die Weiterfahrt wegen unzureichender Ladungssicherung und Mängeln an den Reifen untersagt.
Vorerst dauerhaft stehenbleiben musste ein Fahrzeuggespann, bei dem die zulässige Achslast zu 100 Prozent überschritten wurde. Die Deichsel des gezogenen Anhängers, der mit einem Pritschenwagen beladen war, befand sich durch die Überschreitung nur wenige Zentimeter über dem Boden. Die Beamten beendeten die gefährliche Fahrt, bevor etwas passierte. Den Fahrer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. (ots/r)
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