Michael Fränkel

Michael Fränkel

Dienstag, 05 Mai 2026 13:24

Station 3 nach Brand wieder eröffnet

FRANKENBERG. Nach einer intensiven Phase des Wiederaufbaus und der Modernisierung infolge des Brandes im Oktober 2024 (Wir berichteten) nimmt die Station 3 heute offiziell ihren Betrieb wieder auf. Mit einem konsequenten Fokus auf den „Lean-Hospital“-Ansatz wurden nicht nur die Räumlichkeiten grundlegend saniert, sondern auch Prozesse optimiert, um die Patientenversorgung und die Arbeitsbedingungen für das Personal nachhaltig zu verbessern. Die Belegung der Station wird vorrangig mit Patienten der Inneren Medizin erfolgen.

Patientenwohl im Mittelpunkt: Komfort und Würde

Die neu gestaltete Station bietet eine deutliche Steigerung der Aufenthaltsqualität. Alle Patientenzimmer sind nach dem Brand renoviert und verfügen über eigene, moderne Bäder direkt im Zimmer. Das helle und freundliche Design schafft eine angenehme Atmosphäre, die den Heilungsprozess unterstützen soll.

Die Geschäftsführerin Anne Bülling erklärt: „Station 3 war die am meisten betroffene Station des Brandes und eine Komplettrenovierung war notwendig. Nachdem die Fachfirma zur Beseitigung der Brandschäden abgezogen war, standen quasi nur noch die Außenwände. Das gab uns die Chance, von Grund auf wiederaufzubauen. Die zusätzlichen Investitionen, die den Beitrag der Versicherung übersteigen, werden aus Eigenmitteln und durch die Spenden der Bürgerinnen und Bürger nach dem Brand finanziert, für die wir uns herzlich bedanken.“

Der Vorsitzende des Fördervereins des Kreiskrankenhauses, Dr. med. Harald Schmid, ergänzt: „Nach dem schrecklichen Brand erlebten wir eine Welle der Hilfsbereitschaft im ganzen Frankenberger Land. Wir bedanken uns nochmals herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die durch ihre große Solidarität einen bemerkenswerten Beitrag zur Abmilderung der Brandfolgen an „ihrem Krankenhaus“ geleistet haben. Sie profitieren nun auch selbst im Krankheitsfall von den Modernisierungen.“

„Ein besonderes Herzstück der Station ist der ‚Raum der Stille‘. Er bietet Angehörigen einen geschützten, würdevollen Ort, um in Ruhe Abschied von ihrem verstorbenen Familienmitglied zu nehmen und einen letzten Moment des Innehaltens zu erleben. Ein solcher Raum ist von großer Bedeutung für den Trauerprozess: Er gibt Halt in einer Ausnahmesituation, schafft Raum für persönliche Rituale und ermöglicht es den Hinterbliebenen, bewusst Abschied zu nehmen“, betont die Klinikseelsorgerin Sabrina Niemeyer.

Optimierte Abläufe durch „Lean Hospital“ und Digitalisierung

Neben dem Patientenkomfort standen effiziente Arbeitsvoraussetzungen für das Team im Fokus der Planung. Durch die Umsetzung des Lean-Hospital-Konzepts wurden Wege verkürzt, Strukturen modernisiert und Arbeitsabläufe optimiert. Da die Arztzimmer in unmittelbarer Nähe zu den Patientenzimmern platziert sind, sind Absprachen zwischen Pflegekräften und Ärzten schnell möglich und der Kontakt zum Patienten wird intensiviert.

Das bauliche Konzept sorgt für kurze Wege zwischen Stützpunkt, Versorgungsbereichen und Patientenzimmern. Die Materialwirtschaft in den Lagerräumen ist durch ein Kanban-System optimiert. Da viele Patienten der Inneren Medizin zur Untersuchung in die Endoskopie gebracht werden, profitieren alle von dem nun kürzeren Weg dorthin.

Stationsmanagerin Saskia Hennig freut sich besonders über das neue digitale Board: „Dieses moderne Arbeitsmittel sorgt für eine bessere und schnellere Übersicht der Stationsabläufe. Es erleichtert damit die Absprache zwischen Ärzten und Pflegekräften enorm, und auch die Übergabebesprechungen zwischen den Schichten werden perfekt unterstützt.“

„Die vergangenen 18 Monate haben unser Team vor große Herausforderungen gestellt. Umso beeindruckender war der Zusammenhalt, den die Mitarbeitenden der Station 3 in dieser Zeit gezeigt haben. Mit der Wiedereröffnung kehren sie nicht nur in modernisierte Räume zurück, sondern auch an einen Ort, den sie mit Engagement, Professionalität und Herz geprägt haben. Diese Station lebt durch ihr Team – und genau darauf sind wir besonders stolz“, fasst Pflegedienstleiterin Silvia Vesper zusammen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Jürgen van der Horst zeigt sich beeindruckt von der Leistung des gesamten Teams: „Trotz der schwierigen Situation seit dem Brand wurde hier eine zukunftssichere Umgebung geschaffen, die Sicherheit und höchste medizinische Qualität vereint. Die Bettenkapazität des gesamten Hauses ist nun wieder auf dem gleichen Niveau wie vor dem Brand. Die Ausweichstation für die Innere Medizin kann nun wieder für Büros und Untersuchungszimmer genutzt werden, was die angespannte Raumsituation der Klinik deutlich entlastet. Der Standort Frankenberg im fusionierten Klinikum Waldeck-Frankenberg ist somit sehr gut aufgestellt, um die Anforderungen an die Daseinsvorsorge der Menschen im Landkreis zu gewährleisten.“

HAINA (KLOSTER). Unbekannte sind in eine Tankstelle in der Straße Zur Aulisburg eingebrochen und nach dem Auslösen des Einbruchalarms ohne Beute geflüchtet. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten es die Täter mutmaßlich auf Zigaretten abgesehen.

In der Nacht von Donnerstag, 30. April, auf Freitag, 1. Mai, brachen vier maskierte Täter mit Hebelwerkzeugen die Eingangstür der Tankstelle auf und stiegen in das Gebäude ein. Dabei lösten sie den Einbruchalarm aus.

Daraufhin flüchteten die Einbrecher sofort wieder nach draußen, stiegen in einen blauen VW Golf mit KB-Kennzeichen und fuhren davon. Beute machten sie nicht.

Der an der Tür der Tankstelle angerichtete Sachschaden beläuft sich auf rund 4000 Euro. Die Tatzeit steht genau fest, denn der Einbruchalarm der Tankstelle löste um 2.23 Uhr in der Nacht aus. Die umgehend eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ohne Erfolg.

Die weiteren Ermittlungen werden bei der Kripo des Polizeipräsidiums Nordhessen geführt. Zeugen, die Hinweise zu dem Einbruch in die Tankstelle geben können, melden sich bitte unter der Telefonnummer 0561/9100 bei der Polizei. (ots/r)

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HÖXTER. Gleich sieben Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Zweirädern haben die Einsatzkräfte der Polizei stark gefordert. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, teils schwer.

Am Maifeiertag, 1. Mai, ereigneten sich im Tagesverlauf im Kreis Höxter insgesamt sieben Verkehrsunfälle, bei denen jeweils Zweiräder beteiligt waren. Den Auftakt bildete gegen 11.15 Uhr ein Unfall in Höxter. Eine 17-jährige Fahrradfahrerin war auf der Paul-Keller-Straße in Richtung Lütmarser Straße unterwegs, als sie nach ersten Erkenntnissen stark abbremste und über den Lenker stürzte. Sie erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Nur kurze Zeit später, gegen 11.50 Uhr, kam es auf dem Weserradweg bei Beverungen-Blankenau zu einem weiteren Unfall. Ein 44-jähriger Familienvater, der mit seiner Familie auf Fahrrädern unterwegs war, stürzte, als ein 24-jähriger Fußgänger plötzlich aus einem Gebüsch auf den Radweg trat. Der Radfahrer wurde leicht verletzt und ambulant im Krankenhaus behandelt. Zu einer direkten Kollision kam es nach derzeitigem Stand nicht. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

Gegen 13.30 Uhr ereignete sich in Steinheim-Sandebeck ein Auffahrunfall zwischen zwei Radfahrerinnen aus Marienmünster. Eine 51-Jährige fuhr auf der Wintruper Straße auf eine stehende 50-Jährige auf. Die 51-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Wenig später, gegen 13.55 Uhr, verunglückte ein 69-jähriger Motorradfahrer aus Langenhagen auf der Räuschenbergstraße in Höxter-Brenkhausen. Er kam nach bisherigen Erkenntnissen von der Fahrbahn ab, verlor die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu. Der entstandene Sachschaden beträgt rund 3000 Euro.

Ein weiterer Unfall ereignete sich in Warburg auf der Delbrückstraße. Eine 74-jährige Autofahrerin kollidierte trotz Vollbremsung mit einem 27-jährigen Pedelec-Fahrer, der auf Höhe eines Fußgängerüberwegs auf die Straße fuhr. Der Mann wurde leicht verletzt, lehnte jedoch eine medizinische Behandlung ab. Während der Unfallaufnahme stellten die eingesetzten Beamten Alkoholgeruch fest. Ein Test bestätigte den Verdacht, sodass eine Blutprobe entnommen wurde.

Gegen 16.25 Uhr kam es auf der L 946 zwischen Niese und Löwendorf zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 25-jähriger Motorradfahrer aus Georgsmarienmünster geriet aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem Pkw eines 28-Jährigen aus Neuenkirchen-Vörden. Der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen, der Autofahrer wurde leicht verletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Auf etwa 12.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

Den Abschluss des unfallreichen Tages bildete ein weiterer Unfall auf dem Weserradweg zwischen Beverungen und Blankenau. Zwei Rennradfahrer - ein 44-Jähriger aus Köln und ein 45-Jähriger aus Bremen - fuhren hintereinander, als sich ihre Fahrräder berührten. Der 45-Jährige stürzte und erlitt schwere Verletzungen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 44-Jährige blieb unverletzt.

Verkehrskontrollen am Feiertag

Neben den zahlreichen Unfallaufnahmen führte der Verkehrsdienst gezielte Kontrollen auf der gesperrten Strecke der L 755 zwischen Langeland und Altenbeken durch. Die Maßnahmen zeigten Wirkung:

  • 31 Verwarngelder wurden erhoben
  • 2 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis gefertigt
  • In einem Fall wurde die Weiterfahrt untersagt (ots/r)

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KASSEL. Nach einem Straßenraub auf einem Parkplatz an der Markthalle in der Straße Graben sucht die Kasseler Kripo nach Zeugen. Das leicht verletzte Opfer, eine 14 Jahre alte Jugendliche aus Kassel, hatte die Tat bei der Polizei angezeigt.

Nach Angaben des Mädchens ereignete sich der Vorfall am Mittwochnachmittag gegen 17.10 Uhr. Die 14-Jährige saß auf einer Bank auf dem Parkplatz, als sie von einer sechsköpfigen Gruppe Jugendlicher angegriffen worden sein soll.

Im weiteren Verlauf wurde sie nach ihren Angaben von zwei Täterinnen geschlagen und getreten. Anschließend nahmen diese ihr Mobiltelefon und Geld aus der Jackentasche weg.

Während des Raubes sollen die anderen Personen der Gruppe, die aus drei männlichen und drei weiblichen Jugendlichen bestanden haben soll, das Opfer bespuckt und die Tat gefilmt haben.

Eine 15 Jahre alte Tatverdächtige aus Kassel konnte inzwischen ermittelt werden. Neben den laufenden Ermittlungen zu den weiteren Tätern suchen die Ermittler der Kasseler Kripo nun Zeugen, die die Tat auf dem Parkplatz beobachtet haben und Hinweise zur Aufklärung geben können.

Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 entgegen. (ots/r)

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HÖXTER. Für einen Polizeieinsatz in der Innenstadt hat ein 32-Jähriger gesorgt, der mit einem Messer in der Hand über eine Straße ging. Die Polizei konnte den psychisch auffälligen Mann nach kurzer Zeit überwältigen und festnehmen.

Am Montag, 4. Mai, wurde der 32-Jährige gegen 7.50 Uhr dabei beobachtet, wie er mit einem Schälmesser beziehungsweise einem kleinen Jagdmesser in der Hand die Nicolaistraße entlang in Richtung Fußgängerzone Höxter ging. Er hantierte mit dem Messer in der Luft, konkret bedrohte er aber niemanden.

Die herbeigerufene Polizei war schnell vor Ort. Bei Ansprache durch die Einsatzkräfte zeigte der Mann keine Reaktion, sondern ging langsam weiter in Richtung Fußgängerzone. Weitere Personen hielten sich im direkten Umfeld nicht auf.

Als der Mann mit dem Messer weiterhin mehrfach in die Luft nach oben stach, griffen die Einsatzbeamten zu und überwältigten den 32-Jährigen. Daraufhin ließ er das Messer fallen, sackte auf die Knie und konnte durch die eingesetzten Kräfte fixiert werden. Das Messer wurde sichergestellt.

Anschließend wurde er für alle weiteren Maßnahmen zur Polizeiwache nach Höxter gebracht. Auf Veranlassung des zuständigen Ordnungsamtes wurde er in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der Mann bereits in psychiatrischer Behandlung, die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall dauern noch an.

Während des Einsatzes kam es im Bereich der Nicolaistraße zu Verkehrsbehinderungen. (ots/r)

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WALDECK-FRANKENBERG. Millionen Menschen wurden während der NS-Zeit verfolgt und ermordet. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, beteiligt sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg an der internationalen Crowdsourcing-Initiative #everynamecounts der Arolsen Archives, dem weltweit größten Archiv für Opfer und Überlebende des Nationalsozialismus. Der Landkreis ruft im Aktionszeitraum vom 8. bis 23. Mai alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an der Initiative mitzuarbeiten.

Dokumente aus NS-Zeit digitalisieren

Wie man an der Aktion teilnehmen kann? Online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/everynamecounts können Dokumente aus der Zeit der NS-Verfolgung im Original erfasst werden. Diese sollen später in das Online-Archiv der Arolsen Archives aufgenommen werden. Dafür müssen sie mit Daten versehen werden, damit sie im Rahmen einer Suche auffindbar sind. Diese Arbeit kann von Programmen bisher nur eingeschränkt geleistet werden, da die Handschriften oft schlecht lesbar oder auch teils auf Sütterlin sind. Deshalb werden echte Menschen gebeten, sich die Dokumente anzuschauen und bestimmte Angaben – vom Namen über den Geburtstag bis hin zur Adresse – zu übertragen. Die einfachsten Dokumente sind schon in unter fünf Minuten digitalisiert.

Einführungsveranstaltung am 12. Mai

Wer mehr darüber wissen möchte, wie die Digitalisierung der Dokumente genau funktioniert, kann am 12. Mai um 18.30 Uhr an einer digitalen Einführungsveranstaltung der Arolsen Archives teilnehmen. Eine Anmeldung ist über die Webseite des Landkreises oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Die Mitmachaktion läuft bis zum 23. Mai, dem Tag der Demokratie. Dann wird geschaut, wie viele Dokumente insgesamt über den gemeinsamen Link von Menschen aus Waldeck-Frankenberg digitalisiert wurden.

Digitales Denkmal für NS-Opfer

Ziel der Aktion ist es, aus Hunderttausenden historischen Dokumenten personenspezifische Daten zu erfassen und so ein digitales Denkmal für die NS-Opfer zu errichten – auch die aus Waldeck-Frankenberg. Auch aus dem Landkreis wurden zwischen 1933 und 1945 hunderte Menschen in die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten deportiert, davon rund 50 mit Inhaftierungen in Buchenwald. Auch ihre Schicksale sollen in Erinnerung behalten werden – beispielsweise das von Friedrich Wagener aus Külte, der als sogenannter Bibelforscher (Zeuge Jehovas) den Kriegsdienst verweigerte und in verschiedenen Konzentrationslagern interniert wurde, bevor er aus dem KZ Buchenwald befreit wurde. Oder auch das von Bernhard Löwenstein aus Korbach, der als Euthanasie-Opfer mit 25 Jahren in einer Tötungsanstalt in Brandenburg vergast wurde.

Zeichen für Menschlichkeit, Demokratie und Freiheit

„Mit der Aktion möchten wir in turbulenten Zeiten ein Zeichen setzen, dass wir als Landkreis zusammenstehen: Für Menschlichkeit, für Demokratie, Freiheit und Frieden. Dafür, dass unsere Kinder und Enkelkinder nicht zu Namen auf irgendwelchen Listen werden“, sagt Landrat Jürgen van der Horst. „Ein ehrlicher Blick in die Vergangenheit hat nichts mit persönlicher Schuld zu tun oder damit, dass wir uns schlecht fühlen sollen. Es geht darum, aus bereits Geschehenem zu lernen, zu schätzen, was wir haben und sich klar zu positionieren.“

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MARIENMÜNSTER. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße 946 hat im Ortsteil Löwendorf einen Einsatz von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Ein Motorradfahrer kollidierte in einem kurvenreichen Straßenabschnitt mit einem entgegenkommenden Pkw und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

Am Freitag ereignete sich der Unfall gegen 16.25 Uhr. Ein 25 Jahre alter Motorradfahrer aus Georgsmarienhütte befuhr die L 946 aus Richtung Niese kommend in Fahrtrichtung Löwendorf.

Im insgesamt sehr kurvigen Straßenabschnitt vor der Ortszufahrt Löwendorf geriet er aus bislang ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs. Dort kollidierte er mit dem entgegenkommenden Pkw eines 28 Jahre alten Mannes aus Neuenkirchen-Vörden.

Durch den Zusammenstoß stürzte der Motorradfahrer, rutschte über die Fahrbahn und kam schließlich im linksseitigen Straßengraben zum Liegen. Hierbei zog er sich schwere Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte den 25-Jährigen in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Auch der beteiligte Pkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde durch Rettungskräfte vor Ort behandelt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden.

Darüber hinaus musste die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle durch die Feuerwehr von ausgetretenen Betriebsflüssigkeiten gereinigt werden. Auf einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

Die L 946 war für die Dauer der Unfallaufnahme voll gesperrt.

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ALLENDORF/EDER. Ein Brand an einem Holzbungalow im Ortsteil Bromskirchen hat einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Da sich die Flammen an einer Gebäudeseite bereits stark ausgebreitet hatten, wurden vorsorglich weitere Wehren nachalarmiert.

Die Alarmierung erfolgte am Sonntag, 3. Mai, um 15.28 Uhr zu einem Brand in der Schwalbenstraße in Bromskirchen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte ein Holzbungalow auf einer Seite bereits stark.

Da zu diesem Zeitpunkt eine Brandausbreitung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Feuerwehren aus Allendorf, Rennertehausen und Haine nachalarmiert. Im Einsatz waren damit die Feuerwehren aus Bromskirchen, Somplar, Allendorf, Rennertehausen und Haine.

Insgesamt waren unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Christian Henkel-Strieder 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Das Feuer konnte nach Angaben der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Zur Brandbekämpfung gingen Einsatzkräfte unter Atemschutz vor.

Weil es sich um einen Holzbungalow handelte, musste das Gebäude anschließend umfangreich auf versteckte Glutnester kontrolliert werden. Hierzu setzten die Einsatzkräfte auch eine Wärmebildkamera ein. Zudem wurde Netzmittel verwendet. Die Feuerwehr Bromskirchen stellte anschließend noch längere Zeit eine Brandwache.

Die Brandstelle wurde von der Polizei gesichert. Zudem wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Brandermittler und Kriminalpolizei wurden eingeschaltet. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar.

FRANKENBERG. Bei Erdarbeiten im Stadtteil Viermünden ist ein phosphorhaltiges Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Durch den Kontakt mit Sauerstoff kam es zu einer Reaktion und damit zu einer Rauchentwicklung.

Nach Angaben der Polizei wurde die Phosphorgranate bei Arbeiten in der Ortslage aus dem Boden zu Tage gefördert. Der Bereich um den Auffindeort musste daraufhin bis zum Eintreffen des verständigten Kampfmittelräumdienstes abgesperrt werden.

Zwischenzeitlich mussten neun Anwohner ihre Wohngebäude verlassen, da sich diese im Evakuierungsbereich befanden. Eine Sondierung des betroffenen Bereiches führte nicht zum Auffinden weiterer Kampfmittel.

Die aufgefundene Phosphorgranate wurde durch den Kampfmittelräumdienst zwecks Vernichtung abtransportiert. Im Einsatz waren 43 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit neun Fahrzeugen. Beteiligt waren die Feuerwehr Viermünden, die Feuerwehr Frankenberg mit der Gefahrstoffgruppe, die Feuerwehr Korbach mit der Messkomponente sowie der Brandschutzaufsichtsdienst.

Zusätzlich waren ein Rettungswagen zur Absicherung der Einsatzkräfte sowie der Kampfmittelräumdienst vor Ort. Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandinspektor Martin Trost.

KASSEL. Ein Kleintransporter ist auf dem Rastplatz Staufenberg an der Autobahn 7 in Brand geraten und vollständig ausgebrannt. Trotz eines schnellen Eingreifens konnte ein Vollbrand des Fahrzeugs nicht mehr verhindert werden.

Am Nachmittag des 1. Mai erreichte kurz vor 15.30 Uhr ein Notruf die Leitstelle der Feuerwehr Kassel, in dem ein brennender Kleintransporter auf dem Rastplatz Staufenberg gemeldet wurde. Umgehend wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr Kassel von der Feuerwache 1 entsendet.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Kleintransporter bereits in Vollbrand. Eine zufällig auf dem Rastplatz befindliche Freiwillige Feuerwehr aus Bingen am Rhein hatte noch versucht, den Brand mit Feuerlöschern einzudämmen, konnte den Vollbrand aber nicht mehr verhindern.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Kassel löschten das Feuer schließlich unter Atemschutz ab. Der Verkehr auf der A 7 wurde durch die Einsatzmaßnahmen nicht beeinträchtigt.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

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