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Montag, 05 Juli 2021 11:29

Polizeiwache zieht übergangsweise um

WINTERBERG/BRILON. Die Polizeiwache in Winterberg ist ab dem 13. Juli 2021 übergangsweise in der Poststraße 6 zu finden. Die Kriminalpolizei, die ebenfalls in dem Gebäude in der Franziskusstraße untergebracht war, wird zum Überbrücken der Umbaumaßnahmen bereits ab dem 06. Juli in der Dienststelle in Brilon untergebracht. Anzeigenaufnahmen und andere polizeiliche Aufgaben werden selbstverständlich weiterhin ohne Probleme möglich sein und die Einsatzbereitschaft in der Interimswache wird nicht beeinträchtigt.

Wie bereits berichtet, haben Landrat Dr. Schneider und der Investor des Umbauprojektes, Maximilian Jürging, Anfang März den Mietvertrag für die Wache Winterberg unterschrieben. Die bereits bestehende Polizeiwache in der Franziskusstraße soll saniert werden. Es ist beabsichtigt die Wache zu renovieren, an- und umzubauen und einen eingezäunten Parkplatz zu errichten. Um die geplanten Änderungen zu realisieren, wurde das angrenzende, unbewohnte Gebäude rechts neben der Wache abgerissen. Der gewonnene Platz wird zukünftig als Parkfläche der Einsatzfahrzeuge dienen.

Die Wache selber wird im Bereich des Haupteingangs um- und angebaut. Auch ein neuer Nebeneingang wird geschaffen, der den Einsatzkräften ein schnelles Erreichen des neuen gesicherten Parkplatzes garantiert.

Durch die umfangreichen Maßnahmen werden die neusten technischen und baulichen Standards zukunftssicher realisiert. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei

ZÜSCHEN/WINTERBERG. Schwerer Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag auf der B236 zwischen Züschen und Winterberg: Ein Fahrer eines Kleinlasters wurde dabei verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Sein total zerstörter Kleinlaster wurde nach dem Aufprall auf einen vorausfahrenden Sattelzug abgeschleppt.

Wie die Polizei mitteilte, war ein Sattelzug von Züschen in Richtung Winterberg unterwegs, der seine Geschwindigkeit verringerte. Direkt hinter dem Sattelzug fuhr ein Mann mit einem Kleinlaster. Hinter dem Kleinlaster waren wiederum ein Dacia und ein Audi unterwegs. Der Dacia überholte die Kolonne als Erster, dann folgte der Audi. Den Überholvorgang des Audis hatte der Fahrer des Kleinlasters offenbar zunächst nicht bemerkt und erst zu spät registriert. Er setzte ebenfalls zum Überholen an. Als der Fahrer des Kleinlasters den Audi bemerkte, scherte er wieder hinter dem Sattelzug ein und prallte dabei auf das Heck. Der Fahrer des Kleinlasters verletzte sich dabei und wurde mit dem Rettungswagen ins Frankenberger Krankenhaus gebracht. Der Sattelzug konnte seine Fahrt nach der polizeilichen Unfallaufnahme fortsetzen. Bis zum Abschleppen des Kleinlasters blieb die B 236 zwischen Züschen und Winterberg voll gesperrt.

Publiziert in HSK Retter

WILLINGEN/WINTERBERG.  Mit schweren Verletzungen musste am Samstag ein 40-jähriger Mann mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Wie die Polizei des Hochsauerlandkreises mitteilt, befuhr der Willinger mit seinem im Landkreis Waldeck-Frankenberg zugelassenen Motorrad am 19. Juni gegen 18.15 Uhr die B 236 von Neuastenberg in Richtung Winterberg. Im Bereich einer Linkskurve geriet er mit seinem Krad nach rechts auf die Bankette, kam ins Schleudern und geriet in den Gegenverkehr. Dort stieß er mit dem Pkw einer 61-jährigen Frau aus Winterberg zusammen.

Durch den Zusammenstoß wurde der Motorradfahrer schwerverletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Frau aus Winterberg kam ebenfalls leichtverletzt in eine Klinik.

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Publiziert in Retter

WINTERBERG. Am Freitag gegen 10 Uhr wurden die Rettungskräfte zu einem Unfall mit einem Schneemobil auf einer Skipiste am Herrloh gerufen. Ein 50-jähriger Angestellter des dortigen Skiclubs befuhr mit einem Mitarbeiter einer Firma, die technische Arbeiten an der Piste durchführte, den Hang in Richtung Talgrund. Aus bislang ungeklärter Ursache verlor der Winterberger die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit einem Kassenhäuschen. Der Winterberger verstarb noch an der Unfallstelle, sein 52-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt. Der Mann aus Lennestadt musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Die Hintergründe des Unfalls sind bislang unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (ots/r)

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Publiziert in Polizei
Freitag, 11 Dezember 2020 09:36

Holzlaster überladen - Polizei greift hart durch

HOCHSAUERLANDKREIS. Lkw-Unfälle sind gefährlich und haben fast immer dramatische Folgen. Insbesondere die Ladungssicherung spielt beim Güterverkehr eine entscheidende Rolle: Überladene Lkw werden instabil, sind schwer zu steuern und der Bremsweg verlängert sich. Die bereits hohe Aufprallenergie steigt weiter an. Ungesicherte Ladung setzt sich unweigerlich in Bewegung. Bei Unfällen verwandelt sich die Fracht in ein Geschoss mit tödlicher Wirkung.

Deshalb kontrolliert die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis täglich den Güterverkehr auf unseren Straßen. Am Donnerstag kontrollierten die Spezialisten des Verkehrsdienstes den Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße 480 bei Winterberg. Hierbei fiel ihnen ein vollgeladener Langholztransporter auf. Der Lkw wurde angehalten und kontrolliert. Aufgrund der anzunehmenden Überladung wurde der Transporter auf eine geeignete Waage in Brilon begleitet. Diese zeigte ein Gewicht von 60 Tonnen an. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 44 Tonnen bedeutete das eine Überladung von 16 Tonnen.

Den 37-jährigen selbstständigen Fahrer aus dem Hochsauerlandkreis erwarten nun ein dreistelliges Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg. Bereits am Montag hatte der Verkehrsdienst einen polnischen Langholztransporter auf der Landstraße 735 in Arnsberg-Wildshausen aus dem Verkehr gezogen. Der 44-jährige Fahrer hatte seinen Lkw um 8 Tonnen überladen. Er musste einen dreistelligen Betrag als Sicherheitsleistung hinterlassen. Immer wieder stellt die Polizei schwere Überladungsverstöße oder schlecht gesicherte Ladung fest. Deshalb wird sie auch in Zukunft den Güterverkehr auf den Straßen des Sauerlandes kontrollieren. Auf dem beigefügten Bild ist der 60 Tonnen schwere Langholztransporter bei der Kontrolle am Donnerstag zu sehen. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei

SIEDLINGHAUSEN. Wenn man sich das Meldebild eines Verkehrsunfalls vor Augen führt, zu dem die Feuerwehren des Löschzuges drei der Stadt Winterberg zusammen mit dem HLF und dem ELW des Löschzuges 1 am Dienstagnachmittag auf die L 740 nach Siedlinghausen ausrücken mussten, dann kann man ruhigen Gewissens sagen, dass dieser Unfall glücklicherweise glimpflich verlaufen ist.

„Wir wurden mit H3 Klemm alarmiert und ein entsprechend großes Kräfteaufgebot wurde alarmiert“, erklärt Einsatzleiter Michael Wiedenbeck vor Ort. Im gleichen Moment kann er aber erleichtert mitteilen: „Wir konnten die Kräfte nach und nach auslösen, als klar war, dass es sich um eine stabile Lage handelt“.

Was war passiert? Auf der L740 am Ortseingang von Siedlinghausen, auf der Hochsauerlandstraße, war es zu einem Unfall mit zwei schweren Lastwagen gekommen, eine Person wurde dabei im Fahrzeug eingeklemmt. „Das erklärt sich von selbst, oder?“, berichtet ein Polizeibeamter den ich bereits von vielen anderen Einsätzen kenne. Der Fahrer eines Baustellenlasters aus dem Kreis Gütersloh ist aus Richtung Silbach kommend auf seinen Vordermann aufgefahren. Eine kräftige Bremsspur zeugt noch vom Versuch, den Zusammenstoß zu vermeiden. Dennoch kam es zur Kollision. Der erste Laster mit seinem Schüttgutauflieger wurde dabei weit nach vorne geschoben. Der zweite stark beschädigt. Der zweite Wagen – ebenfalls mit Schüttgutauflieger – blieb auf der Straße stehen und der Fahrer wurde im Fußraum eingeklemmt. Er wurde durch die Feuerwehr mit dem Rettungssatz aus Siedlinghausen befreit. Dazu mussten die Kameraden die Fahrertür des Lkw abtrennen und nutzten auch eine Plattform, auf der die Einsatzkräfte während der Rettungsarbeiten stehen konnten und auf einer Höhe mit dem Lkw-Führerhaus waren. Der Fahrer, der im Fußraum eingeklemmt war, konnte nach der Befreiung an den Rettungsdienst und Notarzt aus Winterberg übergeben werden. Ersten Angaben vor Ort zu Folge wurde der Mann glücklicherweise nur leicht verletzt.

Der Lkw Fahrer, auf den der zweite Laster auffuhr, überstand den Unfall unverletzt.

Die Hochsauerlandstraße blieb für die Dauer des Einsatzes komplett gesperrt.

Publiziert in HSK Feuerwehr

WINTERBERG. Es ist kalt und zumindest etwas winterlich, als ich an der Bergrettungswache Winterberg klingele. Ich bin mit Marc Sartorius verabredet. Er ist ehrenamtlicher Bergwachtmann. Gibt auf viele Skifahrer und Besucher Acht. In seiner Freizeit. Neben seinen Diensten als Rettungssanitäter beim Hochsauerlandkreis.

Kilometerweit durch Schnee und Berge

Am späten Vormittag empfängt er mich und wir gehen in die Fahrzeughalle. Marc möchte mir zunächst sein heutiges Einsatzgebiet zeigen. Dazu fährt er ein wendiges Kettenfahrzeug aus der Halle. Ausgestattet mit Notfallrucksäcken, Blaulicht, und Einsatzhorn. Wie auf der Straße auch. Er setzt sich drauf und ruft: „So Matthias, kannst aufsteigen!“. Ich sitze hinter dem erfahrenen Bergretter und los geht es kilometerweit über Schnee bedeckte Skihänge, vorbei an tausenden von Skifahrern, an Schneekanonen, Liftanlagen und über Bergstationen, und Talstationen - an alle möglichen Punkte des Skigebietes. Den Überblick habe ich längst verloren, aber ich genieße die Fahrt durch den Schnee. Ich freue mich wie ein kleiner Junge über diese Rundfahrt und vergesse dabei fast, weshalb ich überhaupt da bin. Marc fährt mich routiniert und sicher über die Skihänge. Manchmal nur wenige Zentimeter an den vielen Gästen vorbei, während er in unzähligen Lenkbewegungen hochkonzentriert zwischen den Menschenmassen an der Liftstelle hindurch steuert. Dabei immer noch ein Lächeln für die Kleinsten, die den Mann von der Bergwacht von der Piste aus bewundern, oder ihm zuwinken. Viel zu schnell ist die Fahrt an diesem Samstagmorgen zu Ende. Dann folgen Fotos und unser Gespräch für die Serie.

Marc kenne ich schon länger. Immer wieder begegne ich ihm, wenn ich zur Berichterstattung für unser 112-Magazin unterwegs bin. Beim Rettungsdienst, oder eben bei der DRK Bergwacht. Manchmal auch bei der Feuerwehr. Der junge Niedersfelder ist in allen drei Organisationen aktiv. Immer mit nur einem Ziel: Menschen in Not zu helfen.

Eine besondere Eigenschaft, wie ich finde, in so facettenreichen und zugleich unterschiedlichen Hilfsorganisationen aktiv zu sein. Deshalb möchte ich Euch, liebe Leser, Marc Sartorius und sein Engagement etwas näher vorstellen.

Schon in Kindertagen zur Feuerwehr -später zur Bergwacht und zum Rettungsdienst

Marc ist 30 Jahre alt und hat bereits vor 19 Jahren mit seiner ehrenamtlichen Arbeit in der Feuerwehr seines Heimatortes Niedersfeld begonnen – damals als kleiner Jung ein der Jugendfeuerwehr. „Eigentlich war es damals nur ein Gruppenzwang in der Kindheit“, gesteht er mir im Gespräch. Aber dann – „Das hat mir richtig Spaß gemacht“, schwärmt er noch heute von seinen Jugendfeuerwehrdiensten. Da verwundert es nicht, dass der sympathische Rettungssanitäter heute selbst unter anderem auch für den Nachwuchs der Feuerwehr aktiv ist.

Im „normalen“ Feuerwehrdienst kümmert sich Marc als Gruppenführer und als aktive Einsatzkraft um alle Belange der Niedersfelder Feuerwehr. Gemeinsam mit seinen Kameraden ist er bei Verkehrsunfällen, Umweltkatastrophen, Such- und Rettungsaktionen, und natürlich bei den klassischen Brandeinsätzen im Einsatz. Bei letzteren trägt er auch je nach Anlass eine Atemschutzflasche auf dem Rücken über seiner dicken Einsatzkleidung. „Dann ist der Bart aber abrasiert“, lacht er. Denn sonst würde die Maske nicht richtig abdichten.

Im Einsatz für Gleitschirmflieger und Skifahrer - Krafttraining in der Freizeit

„Über zwei Freunde kam ich schließlich auch zur Bergwacht“, erklärt Marc mir seinen weiteren Werdegang. Und da war es ganz ähnlich, wie anfangs bei der Feuerwehr: „Das hat mir sooo viel Spaß gemacht“, erinnert er sich zurück. Doch einfach nur „in der Bergwacht sein“, ist da nicht. Viele Stunden Ausbildung musste Marc absolvieren. Genau wie auch alle seine Kameraden. In Bad Tölz beispielsweise, wo die Bergwachtler in einer Trainingshalle den Umgang mit der Rettungswinde eines Hubschraubers trainieren. Aber auch über Naturschutz, Notfallmedizin, Sommer- und Winterrettung, oder Seiltechniken musste Marc viele Details erlernen. „Die Arbeit in der Höhe macht für mich einen ganz besonderen Reiz aus“, erzählt er mir. Dabei muss der 30-jährige oft hoch hinaus: Immer wieder kommt es zwischen Eslohe, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg – dem Einsatzgebiet der Bergwacht – zu Flugunfällen mit Gleitschirmfliegern, die im Baum hängen bleiben und dann gerettet werden müssen. Eine Kräfte zehrende Arbeit. Denn beim Aufstieg in den Baum müssen sämtliche Äste zunächst weg gebrochen werden. „Ein Geretteter hat mit mir auf dem Schützenfest mal ein Bier getrunken“, erzählt mir Marc. So etwas freut ihn – ganz klar. Neben Gleitschirmunfällen gehören aber auch Rettungen aus unwegsamem Gelände zusammen mit der Feuerwehr oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes zu den Bergwachtaufgaben, die übrigens alle ehrenamtlich ausgeführt werden. Hinzu kommen über die Wintermonate die täglichen Dienste an den Skipisten in Winterberg. Für einen Ausgleich in der Freizeit sorgt da ein sehr guter Freundeskreis: „Meine Freunde mag ich auf gar keinen Fall missen“, macht Marc deutlich. Krafttraining macht der 30-jährige beim vielen Sport treiben, und beim Klettern.

Auch im Rettungsdienst arbeitet Marc. Da wiederum ist er über die Bergwacht hingekommen. „Ich habe keine Sekunde bereut und gehe jeden Morgen gerne zur Arbeit“, berichtet er mir mit einem Strahlen in den Augen. Das kommt von Herzen, zutiefst ehrlich. Seit vier Jahren hat der Niedersfelder im Rettungsdienst seinen Traumberuf gefunden, vorher übrigens als Bäcker gearbeitet. Die Bürger von Winterberg und Umgebung und die unzähligen Touristen nicht nur auf den Skihängen können sich sicher sein, dass sie mit Marc einen besonderen Helfer an ihrer Seite haben. Einen, der alle Facetten der Hilfsorganisation mit sehr viel Herzblut ausführt, der stets freundlich zugewandt ist, fundierte Ausbildungen in allen Hilfsorganisationen hat und für den immer das Wohl der Menschen im Vordergrund steht.

Publiziert in HSK Retter

WINTERBERG. Souverän, routiniert und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. So kann man es beschreiben, was die Winterberger Rettungskräfte samt Feuerwehr und Polizei am Freitagabend geleistet haben. Es galt, eine verletzte Frau aus einem Auto zu befreien. Aber diesmal war etwas anders, als bei den meisten anderen Einsätzen dieser Art. Der Einsatzort war keine Landstraße, keine stark befahrene Bundesstraße, oder eine abschüssige Ortsverbindung. Diesmal war der Einsatzort mitten im Fokus. Im Fokus vieler Mc Donalds Besucher, vieler Autofahrer, die eigentlich zur Tankstelle wollten, oder Durchreisender, die gerade von den Skihängen kamen, an denen Flutlichtfahrten angeboten wurden. Große Sichtschutztücher halten die Feuerwehrkameraden hoch, um damit die im Auto sitzende Frau vor den Blicken der vorbeifahrenden Autofahrer zu schützen. Selbst, wenn die Autofahrer hier nicht mit Absicht hinsehen würden, würden sie zwangsläufig auf das Geschehen blicken, wenn sie durch den nahe gelegenen Kreisverkehr fahren. Der Verkehr staut sich von Mc Donalds zurück bis in den Kreisverkehr und die anschließende Haarfelder Straße.

Direkt nebenan, auf dem Gelände der Aral-Tankstelle arbeiten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei Hand in Hand, um die Frau im Seat optimal zu versorgen. Dahinter steht ein Geländewagen, der im Laufe des Einsatzes weggefahren wird. „Ich hole jetzt mal den Fahrer hier hin, damit er wegfahren kann und sich das Drama nicht mit ansehen muss“, entscheidet einer der vor Ort befindlichen Polizeibeamten. Einfühlsam spricht er mit dem Mann. Hören kann ich das nicht. Aber ich kenne den Polizeibeamten, weiß, wie er „tickt“. Und ich sehe, die Gestik und Mimik der beiden während des Gespräches. Das Gespräch mit dem Polizeibeamten hilft dem Mann einen Moment lang. Er darf dann mit seinem Auto wegfahren. Beschädigt ist es augenscheinlich nicht. Nun wird die Sicht auf den Seat frei, in dem die Frau noch sitzt. Feuerwehre und Rettungsdienstmitarbeiter versorgen sie und bereiten deren Befreiung und Rettung aus dem Pkw vor. Dieser ist aber auch nicht beschädigt. Was dem Laien etwas rätselhaft vorkommt, ist dennoch recht einfach zu erklären: Zwei Frauen sind mit ihrem Seat vom Kreisverkehr auf das Tankstellengelände gefahren, der Geländewagen dahinter. Als der Seat etwas abbremste, bremste auch der Geländewagen ab, rutschte allerdings weiter, sodass er auf den Seat prallte. Dabei hat sich die Beifahrerin im Seat schwere Verletzungen, vermutlich im Bereich der Halswirbelsäule, zugezogen.

Der Rettungsdienst stellte somit die Indikation einer technischen Rettung aus dem Wagen.

Als ich vor Ort komme, laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren. Ich gehe zum Streifenwagen und bleibe dort stehen. Ich möchte warten, bis die Patientin nicht mehr im Fahrzeug ist und dann erst Fotos machen. Aus der Distanz sehe ich die Arbeit der Einsatzkräfte. Ruhig sind die und sehr routiniert. Eine große Plane wurde ausgebreitet, auf der verschiedene Werkzeuge und Gerätschaften gelagert sind, die nach und nach benötigt werden.

Die Frau im Auto ist nicht alleine. Rettungsdienstmitarbeiter und ein Feuerwehrmann haben sich in das Auto dazu gesetzt. Jeder Schritt wird erklärt und angekündigt. Die Frau selbst wird beruhigt und es wird etwas gegen die Schmerzen, das Frieren und die Angst getan. Immer wieder höre ich das Durchtrennen von Metall durch die Rettungsschere. Das Dach wird vom Fahrzeug abgetrennt, auch die Windschutzscheibe wird mit einem speziellen Gerät zerstört und herausgenommen. Das Rettungsteam hat eine Trage mit Vakuummatratze vorbereitet, eine Spezialmatratze die Styroporkügelchen enthält. Darauf wird die Patientin gelagert und dann die Luft aus der Matratze abgesaugt. So passen sich die Kügelchen genau an den Körper  

an. Wie ein rohes Ei muss man Menschen, die an der Wirbelsäule verletzt sind, versorgen. Den Einsatzkräften in Winterberg geling das. Hand in Hand arbeiten die NAW Besatzung und die Polizei, sowie die Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Günter Braun zusammen. Nach einiger Zeit wird die Patientin vorsichtig aus dem Auto auf die Vakuummatratze gehoben und dann in den Rettungswagen gebracht, wo sie weiter versorgt, optimal betreut und in ein für die Verletzungen geeignetes Krankenhaus gebracht wird. Dann packen die Feuerwehrleute ihre Materialien wieder zusammen. Souverän, routiniert und durch nichts aus der Ruhe zu bringen.

Publiziert in HSK Feuerwehr

WINTERBERG. Nicht mehr eingreifen konnte am Sonntag der Vater eines neunjährigen Kindes an einem Winterberger Skilift.

Am Sonntagnachmittag wurde ein neunjähriges Mädchen aus den Niederlanden bei einem Unfall am Skilift in Winterberg schwer verletzt. Gegen 14.35 Uhr stürzte das Mädchen aus bislang ungeklärter Ursache aus einer Gondel. Der 38-jährige Vater des Kindes saß ebenfalls in dem Lift, konnte das Unfallgeschehen aber nicht mehr verhindern.

Alarmierte Rettungskräfte inklusive Bergwacht und Notarzt trafen umgehend am Unfallort ein und versorgten das Kind medizinisch. Der angeforderte Rettungshubschrauber musste noch auf dem Anflug aufgrund des Wetters umkehren. Das verletzte Kind wurde mit einem Rettungswagen in eine Spezialklinik gefahren. Im Nachgang musste der Vater, der sichtlich unter Schock stand, betreut werden.

Die polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall dauern an - Fremdeinwirkung als Ursache für den Absturz schließen die Beamten aber aus. 

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WINTERBERG. Die Skisaison hat in Winterberg noch nicht begonnen, da musste die Feuerwehr bereits in das Skigebiet ausrücken. Um 4.42 Uhr wurde die Winterberger Einheit am Dienstag zu einem winterlichen Einsatz alarmiert. Auf der Skipiste im Bereich des Schneewittchenhangs fanden die Einsatzkräfte einen Pkw vor - dieser war über den Großraumparkplatz und das Biathlonstadion auf die Skipiste gefahren und letztendlich in einem Schneehaufen stecken geblieben.

Aufgrund der Örtlichkeit war die Bergung des Fahrzeugs durch ein Abschleppunternehmen nicht möglich. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug konnte über einen noch befahrbaren Wirtschaftsweg zum festgefahrenen Fahrzeug gelangen. Mit Hilfe der am HLF verbauten Seilwinde wurde der Pkw dann wieder auf einen befestigten Weg gezogen.

Den Einsatzkräften stellte sich natürlich die Frage, wie das Fahrzeug überhaupt in das Skigebiet gelangt ist. Auf Nachfrage gaben die aus dem Ruhrgebiet stammenden Personen an, von dem Navigationsgerät auf die Skipiste geleitet worden zu sein. An dem nächtlichen Einsatz waren 9 Einsatzkräfte mit einem Fahrzeug beteiligt - außerdem war ein Streifenwagen der Polizei vor Ort.

Nach rund 45 Minuten war der Einsatz um 5.24 Uhr beendet. Seitens der Stadt Winterberg wird die Kostenpflichtigkeit des Einsatzes gegenüber dem Verursacher geprüft. (Feuerwehr Winterberg)

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Publiziert in HSK Feuerwehr
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