OLPE. Eine verdächtige Substanz in einer Sekundarschule hat am Freitagvormittag für einen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei gesorgt.
Gemeldet wurde die Feststellung einer Substanz mit stechendem Geruch im Quellenweg in Lütringhausen gegen 11.42 Uhr am Freitag (16. Januar). Einsatzkräfte vor Ort sperrten das Schulgelände umgehend weiträumig ab. Insgesamt 20 Kinder sowie zwei Hausmeister klagten infolge des Vorfalls über Reizungen ihrer Atemwege.
Beide Hausmeister und zwei der betroffenen Kinder wurden durch den Rettungsdienst unmittelbar vor Ort behandelt. Weitere 18 Kinder mussten zur eingehenden Untersuchung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen handelte es sich bei der Substanz offenbar um Pfefferspray.
Beamte der Kreispolizeibehörde Olpe prüfen nun intensiv, wie das Spray in die Schule gelangen konnte. In diesem Zusammenhang betont die Polizei ausdrücklich, dass Pfefferspray in Deutschland lediglich als Tierabwehrspray verkauft und ausschließlich zu diesem Zweck oder in einer Notwehrsituation eingesetzt werden darf. Ein Gebrauch lediglich aus vermeintlichem Spaß ist streng verboten, wird konsequent verfolgt und zieht in der Regel empfindliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich. (ots/r)
FRANKFURT AM MAIN. Ermittlerinnen und Ermittlern von c und Zoll ist ein bedeutender Schlag gegen die internationale Rauschgiftkriminalität gelungen, bei dem eine enorme Menge Kokain sichergestellt wurde.
Insgesamt sechs Tatverdächtige im Alter von 24 bis 56 Jahren wurden am Mittwoch (14. Januar) im Zuge eines koordinierten Einsatzes im Landkreis Groß-Gerau sowie in Frankfurt vorläufig festgenommen. Sichergestellt wurden dabei 220 Kilogramm Kokain, nachdem der Hamburger Zoll bereits zu Jahresbeginn einen entscheidenden Hinweis ausländischer Behörden erhalten hatte.
Versteckt war das Rauschgift in einem Seecontainer aus Brasilien, der mit über 25.000 Kilogramm Spachtelmasse in Eimern beladen war. Adressiert war die Sendung an eine im Rhein-Main-Gebiet ansässige Firma, woraufhin die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Frankfurt am Main und die Staatsanwaltschaft Darmstadt die weiteren Ermittlungen übernahmen. In deren Verlauf gerieten die Beschuldigten in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden.
Vorwurf gegen die Männer lautet auf bandenmäßige unerlaubte Einfuhr sowie bandenmäßiges illegales Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Anschließende Durchsuchungen von insgesamt sieben Wohn- und Geschäftsräumen im Kreis Groß-Gerau, Dortmund und Frankfurt führten zur Sicherstellung zahlreicher Mobiltelefone, Dokumente sowie 4000 Euro Bargeld. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch das Hauptzollamt Hamburg, das Zollfahndungsamt Hamburg sowie Spezialkräfte der Hessischen Polizei und des Zolls.
Fünf der Festgenommenen wurden am Donnerstag (15. Januar) der Haftrichterin des Amtsgerichts Darmstadt vorgeführt, die Haftbefehl erließ, während ein weiterer Beschuldigter auf freien Fuß gesetzt wurde. Gegründet wurde die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Frankfurt am Main bereits im Jahr 1980 als Zusammenschluss von Ermittlern des Zollfahndungsamtes und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. Ziel dieser Expertendienststelle ist die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität durch besonders umfangreiche Ermittlungsverfahren im Bereich der schweren und organisierten Kriminalität. Weitere Auskünfte werden aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht erteilt. Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.
WARBURG. Auf der Bundesstraße 68 ist am frühen Freitagmorgen ein mit Getreide beladener Sattelzug verunglückt und hat eine stundenlange Sperrung der Strecke verursacht.
Aus Richtung Scherfede kommend war der 58-jährige Fahrer am Freitag gegen 4.30 Uhr mit seinem Gespann in Fahrtrichtung Paderborn unterwegs. In Höhe der Abfahrt Hardehausen kam der Sattelzug aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, woraufhin der voll beladene Auflieger auf die Seite kippte und im Grünstreifen liegen blieb.
Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten den Mann aus seiner Kabine, bevor er zur weiteren medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert wurde. Aufwändige Bergungsarbeiten machten eine zunächst vollständige Sperrung der B 68 erforderlich. Nachdem die Fahrspur in Richtung Warburg gegen 6.30 Uhr wieder freigegeben werden konnte, erfolgte die vollständige Freigabe der Bundesstraße schließlich um 9.45 Uhr.
Unangenehme Folgen hat der Vorfall für drei weitere Verkehrsteilnehmer, die sich über die Absperrungen hinwegsetzten. Sie ignorierten das Durchfahrtsverbot und fuhren trotz der Vollsperrung in den gesperrten Bereich ein. Polizeibeamte stoppten die Fahrer und fertigten entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeigen an. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. (ots/r)
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KASSEL. Ein brennender Pkw auf der Autobahn 7 sowie das Feuer in einer massiv gebauten Gartenlaube haben die Feuerwehr am Mittwochabend gefordert.
Nachdem die Brandschützer bereits am Mittwochmittag bei einem Kellerbrand im Einsatz waren, beschäftigten weitere Brände die Einsatzkräfte in den Abendstunden. Gegen 19 Uhr am Mittwoch (14. Januar) rückte der Löschzug der Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1 zunächst auf die Autobahn 7 in Fahrtrichtung Süden aus. Kurz vor Guxhagen stand ein Pkw bei Eintreffen der Retter bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Zwar konnte der Brand durch die Besatzung schnell abgelöscht werden, an dem Fahrzeug entstand jedoch Totalschaden. Während der Löscharbeiten blieb die Autobahn für rund 30 Minuten voll gesperrt.
Kurze Zeit später erreichte gegen 20.30 Uhr eine Serie von Notrufen die Leitstelle der Feuerwehr Kassel und meldete den Brand einer Gartenlaube auf dem Gelände des ehemaligen Kleingartenvereins Fackelteich. Bei Ankunft des Löschzuges der Feuerwache 1 stand das rund 50 Quadratmeter große und massiv gebaute Gebäude bereits im Vollbrand. Umgehend wurden zwei Löschrohre vorgenommen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Wegen der schwierigen Bedingungen auf dem stillgelegten Gelände musste das Löschwasser mühsam über eine längere Distanz zur Einsatzstelle mitten im Gelände befördert werden. Unterstützung erhielt die Berufsfeuerwehr bei den aufwendigen Löscharbeiten, die mehr als zwei Stunden andauerten, tatkräftig von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Forstfeld/Bettenhausen.
KASSEL. Gleich zwei Großfeuer im Stadtgebiet haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei am Vormittag massiv gefordert und zu erheblichen Sachschäden geführt.
Während des Dienstwechsels der Berufsfeuerwehr gegen 7.45 Uhr am Donnerstag (15. Januar) ging zunächst die Meldung über den Brand eines Autohandels im Stadtteil Wesertor ein. Bei Eintreffen der beiden Löschzüge sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Bettenhausen/Forstfeld, Wolfsanger und Harleshausen stand das Werkstattgebäude in der Straße Franzgraben bereits im Vollbrand. Ersteintreffende Kräfte stellten ein ausgedehntes Feuer im Deckenbereich fest, das sich aufgrund der unübersichtlichen Gebäudestruktur zunächst schwer lokalisieren ließ.
Wegen der starken Rauchentwicklung und der Einsturzgefahr des Daches mussten die Löscharbeiten zeitweise von außen fortgeführt werden. Ein Bagger einer Baufirma kam zum Einsatz, um die Decke an den betroffenen Stellen zu öffnen und die Brandnester gezielt abzulöschen. Während des Einsatzes wurden alle auf dem Hof befindlichen Fahrzeuge in Sicherheit gebracht. Ein 70-jähriger Gebäudeinhaber, der bei Ausbruch des Feuers anwesend war, erlitt eine Rauchgasintoxikation und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Für die Dauer der etwa siebenstündigen Löscharbeiten waren Sperrungen der Ysenburgstraße und des Franzgrabens erforderlich. Auf einen sechsstelligen Betrag wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen derzeit nicht vor.
Fast zeitgleich zu den laufenden Maßnahmen im Wesertor brach gegen 11 Uhr ein zweiter Brand in einer Kindertagesstätte in der Marburger Straße aus. Glücklicherweise lösten die installierten Rauchwarnmelder umgehend aus, sodass die Angestellten und alle Kinder das Gebäude unverletzt verlassen konnten. Sie kamen vorübergehend in einem benachbarten Kindergarten unter. Zusätzliche Einheiten der Feuerwehr, die für solche Paralleleinsätze in Dienst gestellt worden waren, brachten die Flammen schnell unter Kontrolle. Dennoch ist die Einrichtung vorerst nicht mehr nutzbar. Auf rund 100.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.
Brandermittler des zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo haben beide Brandstellen untersucht. In der Kindertagesstätte deuten alle Spuren auf einen technischen Defekt an zwei Kühlschränken in der Küche hin, der das Feuer auslöste. Ein fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln ist nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht erkennbar. Die Untersuchungen zur Ursache des Werkstattbrandes dauern hingegen noch an. (ots/r)
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KREIS PADERBORN. Eine Seniorin ist Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sich mit einer perfiden Schock-Masche als Behördenvertreter ausgaben.
Am Donnerstagnachmittag (15. Januar 2026) erhielt die ältere Dame im Kreisgebiet einen Anruf von einem bislang unbekannten Täter, der vorgab, Polizeibeamter zu sein. Dieser Tatverdächtige, welcher akzentfreies Deutsch sprach, behauptete, ihre Tochter hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse nun eine hohe Kaution zahlen. Um die Glaubwürdigkeit zu untermauern, wurde das Telefon an die angebliche Tochter weitergereicht, die unter Schluchzen und Weinen massiven Druck auf die Frau ausübte.
An der Haustür übergab die Seniorin schließlich eine Bargeldsumme sowie Schmuck an einen Abholer, der sich als Mitarbeiter des zuständigen Gerichts ausgab. Mit seiner Beute flüchtete der Täter im Anschluss. Erst nachdem die Frau ihre Kinder informierte, die daraufhin die Polizei benachrichtigten, wurde der Betrug erkannt.
Eindringlich warnt die Polizei vor allen Arten des Telefonbetrugs, da die Täter meist ältere Menschen als Ziel wählen und diese oft stundenlang unter psychologischem Druck am Telefon festhalten. Dabei wird mit allen Tricks gearbeitet, um den Opfern vorzugaukeln, Unheil könne nur durch Geldübergabe abgewendet werden. Oft sind die Betroffenen tatsächlich regelrecht geschockt am Telefon.
Paderborner Beamte gehen in vielen Bereichen gegen dieses Problem vor und haben dazu die breit angelegte Kampagne „Geschockt am Telefon? – Auflegen!“ gestartet. Alle Informationen dazu sind auf der Website der Kreispolizeibehörde Paderborn zu finden. Jüngere Angehörige werden zudem gebeten, mit Älteren über Maschen wie falsche Polizeibeamte, Enkeltricks oder angebliche Bankmitarbeiter zu sprechen. Tipps, Flyer und persönliche Beratungen unter der Telefonnummer 05251 306-0 stehen für Interessierte zur Verfügung. (ots/r)
KASSEL. In einem umfangreichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden.
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main führten Beamte des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA) gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Nordhessen am Donnerstag (15. Januar) die Festnahmen an den Flughäfen in Hannover und Stuttgart durch. Ermittler werfen den zwei deutschen Staatsangehörigen im Alter von 27 und 18 Jahren vor, eine Straftat gemäß § 89 a des Strafgesetzbuches vorbereitet zu haben. Die beiden Männer, die Bezüge in die islamistische Szene aufweisen, wurden bereits einem Haftrichter in Frankfurt am Main vorgeführt und befinden sich nun in Untersuchungshaft.
Verdacht auf geplante Ausreise nach Syrien
Intensive polizeiliche Maßnahmen unter Einbeziehung von Spezialeinsatzkräften konkretisierten zuvor den Verdacht, dass die Beschuldigten eine Ausreise nach Syrien planten. Weitreichende Ermittlungen der beteiligten Strafverfolgungsbehörden mit bundeslandübergreifenden Bezügen, insbesondere nach Nordrhein-Westfalen, deuteten darauf hin, dass sich die Männer dort mutmaßlich ausbilden lassen wollten, um an Kampfhandlungen im Ausland teilzunehmen. Diese Ausreisevorhaben konnten durch den Zugriff an den Flughäfen erfolgreich unterbunden werden.
Sicherstellung von Beweismaterial in Nordhessen
Gefunden wurden bei anschließenden Durchsuchungen von Wohnungen in Kassel und im Landkreis Kassel unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen sowie zahlreiche Flyer und Broschüren mit Bezug zur Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Zudem stellten die Beamten Bargeld, diverse Mobiltelefone und Datenträger sicher, die nun im Detail ausgewertet werden.
An der großangelegten Aktion waren neben Kräften des HLKA und des Polizeipräsidiums Nordhessen auch Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei, des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz sowie des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main beteiligt. Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand laut offiziellen Angaben zu keinem Zeitpunkt. Die weiteren Ermittlungen der Behörden dauern an. (ots/r)
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REINHARDSHAGEN. In einem Mehrparteienhaus im Ortsteil Veckerhagen ist am Mittwochnachmittag ein folgenschwerer Brand ausgebrochen.
Um 15.02 Uhr am Mittwoch (14. Januar) löste die Leitfunkstelle Großalarm für die Rettungskräfte in der Eduard-Stremme-Straße aus. Verschiedene Einsatzfahrzeuge, darunter ein Einsatzleitwagen, ein Staffellöschfahrzeug sowie ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein Gerätewagen-Nachschub, eilten unmittelbar zum Unglücksort. Bereits während der Anfahrt erhielten die Helfer die Information, dass sich eine Person in akuter Lebensgefahr in dem Gebäude befinden soll. Am Einsatzort angekommen, stellten die Helfer eine starke Rauchentwicklung fest, die aus einer der Wohnungen drang.
Schwierige Menschenrettung in verrauchter Wohnung
Wegen der extremen Gefahrenlage drangen umgehend Spezialkräfte unter schwerem Atemschutz in die betroffenen Räumlichkeiten vor. Infolge der völligen Orientierungslosigkeit durch dichten Qualm – der sogenannten Nullsicht – mussten sich die Trupps durch das Abtasten von Wänden und Böden den Weg bahnen, bis sie den Bewohner entdeckten. Trotz des schnellen Vorstoßes kam für den Mann jede Hilfe zu spät; ein Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph 7 konnte nur noch den Tod feststellen. Kriminalbeamte identifizierten den Verstorbenen später als den 67-jährigen Mieter der Wohnung.
Ursachensuche durch Sachverständige
Druckbelüfter kamen zum Einsatz, um die Sichtverhältnisse zu verbessern und den giftigen Brandrauch aus dem Gebäude zu leiten. Während letzte Brandnester mit einem C-Rohr abgelöscht wurden, begannen Experten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo sowie Sachverständige des Hessischen Landeskriminalamts mit der Spurensicherung. Entgegen der ersten polizeilichen Meldung handelte es sich nicht um den Vollbrand eines Einfamilienhauses, sondern um ein Feuer, das auf das Wohnzimmer des Mieters begrenzt blieb. Ein technischer Defekt wird derzeit als mögliche Ursache geprüft, weshalb die Brandwohnung beschlagnahmt blieb. Auf rund 50.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.
Zusammenarbeit zahlreicher Rettungsorganisationen
Zahlreiche Einheiten unterstützten den etwa zweistündigen Einsatz, darunter die Feuerwehr Holzhausen als Sicherheitstrupp sowie Kräfte aus Hann. Münden. Neben der Polizei Hofgeismar und zwei Rettungswagen waren auch der Bürgermeister, das Ordnungsamt sowie der Kreisbrandinspektor vor Ort präsent. Nachbesprechungen mit Fachkräften der psychosozialen Notfallversorgung halfen den Beteiligten im Anschluss an die Reinigungsarbeiten in der Feuerwache, die belastenden Erlebnisse des Einsatzes gemeinsam aufzuarbeiten.
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KASSEL. In einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Mitte ist am Mittwoch ein Brand ausgebrochen, der einen größeren Rettungseinsatz auslöste.
Gegen 12.25 Uhr am Mittwoch (14. Januar) gingen in der Leitstelle der Feuerwehr Kassel mehrere Notrufe ein; Bewohner des Gebäudes in der Westendstraße hatten dichten Qualm bemerkt und Alarm geschlagen. Da sich laut ersten Meldungen noch mehrere Menschen im Inneren des Gebäudes befinden sollten, wurden der Löschzug der Berufsfeuerwehr der Feuer- und Rettungswache 1 sowie der Rettungsdienst umgehend zum Einsatzort entsandt.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine massive Rauchentwicklung aus dem Eingangsbereich fest, wobei der Treppenraum bis unter das Dach vollständig verraucht war. Da der Rettungsweg dadurch abgeschnitten war, blieben mehrere Bewohner in ihren Wohnungen eingeschlossen, während der Brandrauch bereits durch die Wohnungstüren drückte.
Umgehend ging ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung in die oberen Stockwerke vor, während ein weiterer Trupp zur Brandbekämpfung in den Keller geschickt wurde. Dort brannte Unrat auf einem Treppenabsatz des Kellerabgangs, den die Feuerwehrleute schnell löschen konnten. Zeitgleich wurde das Gebäude maschinell belüftet, um den Rauch ins Freie zu befördern, bevor die Bewohner sicher ins Freie geführt werden konnten.
Insgesamt sechs Bewohner erlitten durch das Einatmen der Rauchgase Verletzungen und mussten rettungsdienstlich versorgt werden. Drei von ihnen wurden für weitere Untersuchungen mit Rettungswagen in Krankenhäuser transportiert. Nach Abschluss der Belüftungsarbeiten konnten die übrigen Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Auf rund 5000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt, der vor allem durch starke Verrußungen im Treppenhaus entstand. Kriminalbeamte des für Branddelikte zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo haben die Ermittlungen aufgenommen und gehen derzeit von einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Brandlegung aus. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 bei der Polizei zu melden. (ots/r)
LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Am Mittwoch, 14. Januar, kam es im Landkreis Waldeck-Frankenberg erneut zu mehreren Fällen von Taschendiebstählen. Zwei Taten ereigneten sich in Geschäften, eine in einem Linienbus. In allen Fällen bemerkten die Opfer erst später, dass sie bestohlen worden waren. Die Polizei warnt eindringlich vor diesem Phänomen und gibt Tipps, wie man sich vor Taschendieben schützen kann.
In Bad Wildungen war eine 62-Jährige in der Zeit zwischen 14.10 Uhr und 14.30 Uhr mit einem öffentlichen Bus in der Innenstadt unterwegs. Während der Fahrt wurde sie Opfer von Taschendieben, die ihre Geldbörse unbemerkt aus einer Umhängetasche entwendeten. In der Geldbörse befand sich auch eine EC-Karte, mit der unmittelbar nach dem Diebstahl an einem Geldautomaten in der Straße Breiter Hagen eine größere Summe Bargeld abgehoben wurde.
In Korbach waren Diebe gegen 15.45 Uhr in einem Discounter im Südring aktiv. Sie stahlen einer 74-jährigen Frau die Geldbörse aus ihrer Handtasche. In diesem Fall befand sich lediglich eine geringe Menge Bargeld im Portemonnaie.
Etwa zur gleichen Zeit kam es in Willingen-Usseln zu einem weiteren Diebstahl in einem Geschäft in der Korbacher Straße. Hier gingen die Unbekannten besonders dreist vor: Sie schnitten die Stoffeinkaufstasche einer 71-Jährigen mit einem unbekannten, scharfen Gegenstand auf. Aus der Tasche entwendeten sie ein rotes Portemonnaie mit Bargeld, EC-Karte und Ausweispapieren. Die bestohlene Frau bemerkte den Diebstahl erst kurz nach der Tat, da ihr die Tasche plötzlich zu leicht vorkam. Bei einer genaueren Nachschau stellte sie den Schnitt in der Tasche und den Verlust der Geldbörse fest.
In allen drei Fällen konnten die Opfer keine Angaben zu den Tätern machen, da sie den Diebstahl erst zeitverzögert feststellten. Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Korbach unter Tel. 05631-9710 oder der Polizeistation Bad Wildungen unter Tel. 05621-70900 zu melden.
Tipps zum Schutz vor Taschendiebstahl
Taschendiebe lassen sich oft am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. Die Polizei rät daher:
Die Handtasche oder der Rucksack gehören nicht in den Einkaufswagen.
Eine Einkaufstasche ist kein sicherer Aufbewahrungsort für eine Geldbörse oder Wertgegenstände.
Vorsicht im Supermarkt, wenn Fremde Sie ansprechen oder anrempeln: Es könnte sein, dass aus Ihrer Tasche oder Kleidung etwas gestohlen wird.
Führen Sie an Bargeld oder Zahlungskarten nur das Notwendigste mit sich.
Achten Sie bei Menschengedränge und in unübersichtlichen Situationen noch stärker auf Ihre Wertsachen.
Halten Sie Ihre Handtasche stets geschlossen und lassen Sie diese nie unbeaufsichtigt.
Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung und möglichst dicht am Körper.
Tragen Sie Hand- oder Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
Bewahren Sie EC- oder Kreditkarten immer getrennt vom Code / PIN auf.
Melden Sie den Diebstahl sofort der Polizei über den Notruf 110.
Zahlungskarte verloren oder gestohlen? Dann sperren Sie diese am besten sofort unter der zentralen Notruf-Nummer 116 116.(ots/r)
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