Michael Fränkel

Michael Fränkel

KASSEL. Fast ein Kilogramm Haschisch hat eine Streife des Polizeireviers Mitte in der Nacht auf Freitag im Auto einer 24-Jährigen gefunden. Die Frau aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg soll zudem unter Drogeneinfluss am Steuer gesessen haben.

Wie die Beamten berichten, waren sie gegen 1 Uhr in der Friedrich-Ebert-Straße wegen der auffälligen und unsicheren Fahrweise auf die 24-Jährige aufmerksam geworden. Unter anderem fuhr sie starke Schlangenlinien, bremste mehrfach ohne erkennbaren Grund ab und war bei erlaubten 50 km/h nur mit etwa 25 Stundenkilometern unterwegs.

Die Anhaltesignale des Streifenwagens beachtete die Frau erst nach einiger Zeit und stoppte schließlich in der Wilhelmshöher Allee. Ein Drogenvortest zeigte dann den Grund für ihre Fahrweise und reagierte positiv auf den Wirkstoff Kokain.

Als sei das noch nicht genug, fanden die Polizisten bei der 24-Jährigen dann auch noch die größere Menge Betäubungsmittel in einem Rucksack. Für sie führte der weitere Weg daraufhin zunächst zwecks Blutentnahme auf die Dienststelle.

Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung der 24-Jährigen konnten indes keine weiteren Betäubungsmittel aufgefunden werden. Die Frau muss sich nun wegen der Drogenfahrt und dem Besitz von Betäubungsmitteln verantworten. Die Ermittlungen dauern an.

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Freitag, 15 Mai 2026 15:08

Zoll in Gießen zieht Jahresbilanz

GIESSEN. Einnahmen in Milliardenhöhe, Schutz vor Produktfälschungen und Drogen in Paketen, Vollstreckung von offenen Forderungen, Kontrollen in Zügen und auf den Autobahnen sowie Bekämpfung illegaler Beschäftigung. So unterschiedlich die einzelnen Aufgaben auch sind, stehen sie beispielhaft für das vielfältige Arbeitsspektrum der Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Gießen im Jahr 2025, mit ihren Zuständigkeiten in Nord-, Ost- und Mittelhessen.

„Der Zoll ist viel mehr als eine Behörde an der Grenze. Er ist eine der wichtigsten Säulen der staatlichen Sicherheits- und Finanzarchitektur. Mit seinen vielfältigen Aufgaben sorgt er dafür, dass der internationale Warenverkehr funktioniert, Steuern korrekt erhoben werden und Kriminalität konsequent bekämpft wird“, betont die Leiterin des Hauptzollamtes Gießen, Uta Ruge.

Einige Schwerpunkte der Jahresbilanz 2025 im Einzelnen:

Insgesamt konnte das Hauptzollamt Gießen Steuereinnahmen von rund 2,4 Milliarden Euro verzeichnen. Hierunter fallen nicht nur die Einfuhrumsatzsteuer, Zölle und Verbrauchsteuern, sondern auch die Kfz-Steuer.

Zu den zentralen Aufgaben der Zollverwaltung zählt die Warenabfertigung - von der Containerladung bis zum Postpaket. Beim Hauptzollamt Gießen sorgen die Beschäftigten an den Zollämtern in Oberursel, Wetzlar, Marburg, Kassel, Fulda und Bad Hersfeld täglich dafür, dass grenzüberschreitende Warenströme möglichst reibungslos fließen. Im Jahr 2025 fertigten sie rund 13 Millionen Warensendungen im Bereich Einfuhr, Ausfuhr und Versand ab. Hierunter fallen auch die zahlreichen Paketsendungen des internationalen Postverteilzentrums in Niederaula.

Dabei überwachen die Bediensteten an den Zollämtern neben der Erhebung von Einfuhrabgaben auch die Einhaltung von Verboten und Beschränkungen nach anderen Gesetzen sowie den Zollvorschriften, wie z. B. dem Lebensmittel-, Marken- oder Waffenrecht sowie dem Produktsicherheits- und dem Betäubungsmittelgesetz.

Aufgrund von Verstößen gegen das Markenrecht wurden im Jahr 2025 insgesamt allein 5.578 Warensendungen im Wert von rund 1,8 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen.

Die Beschäftigten beim Zollamt Wetzlar stoppten eine Sendung aus Großbritannien mit 480 Stück Kopfhörern eines bekannten Herstellers. Die Prüfung ergab eindeutig: Es handelte sich um Fälschungen, die die Markenrechte des Herstellers verletzten.

Beim Zollamt Kassel führte bereits der Geruch einer Sendung mit der Deklaration „Kräutermischung und Pflanzenölen“ auf die richtige Spur. Der Verdacht bestätigte sich beim Öffnen des Pakets: 520 g Cannabissamen, 140 g Cannabismischung und fünf Liter Cannabisöl wurden sichergestellt – ein Verstoß gegen das Konsumcannabisgesetz.

Auch beim Zollamt Oberursel griff der Zoll ein: Zwei aus China importierte Hubwagen wiesen gefälschte Prüfkennzeichen auf und erfüllten nicht die Anforderungen an die Produktsicherheit. Die Geräte wurden aus dem Verkehr gezogen und vernichtet.

Mit dem wachsenden E-Commerce-Boom steigt auch das Abfertigungsvolumen im privaten Postverkehr kontinuierlich. Dabei gilt: Pakete aus Nicht-EU-Ländern darf der Zoll öffnen und prüfen – auch wenn der Absender beim Online-Kauf nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Vor der Bestellung lohnt es sich daher, zu prüfen, ob die gewünschte Ware überhaupt eingeführt werden darf. Im Internet bestellte Waren (vor allem Elektronik), die die Voraussetzungen des Produktsicherheitsgesetzes nicht erfüllen, werden vernichtet oder zurückgesandt.

Auch im Bereich Artenschutz kam es 2025 im Internationalen Postzentrum Niederaula zu mehreren außergewöhnlichen Aufgriffen:

So wurden bei 21 Sendungen aus der Schweiz insgesamt 6.840 Tabletten des Medikaments „Padma 28 N“ sichergestellt. Neben der unzulässigen Einfuhr stellte sich hier heraus, dass das Präparat die streng geschützte Himalayaschartenwurzel enthielt.

Es wurde außerdem versucht, eine in Formaldehyd präparierte Königspython in einer Glaskugel sowie einen Bilderrahmen mit einem präparierten Schwalbenschwanz aus Großbritannien einzuführen. Auch diese Sendung stoppte der Zoll.

Zudem wurde der Versuch, 40 lebende und geschützte Kakteen aus Israel einzuführen, unterbunden.

Die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) mit den Standorten in Gießen und Kassel überwacht den kompletten Zuständigkeitsbereich des HZA Gießen von 15.500 Quadratkilometern.

Ihr Auftrag: mobile zoll- und verbrauchsteuerrechtliche Kontrollen. Dabei überwacht sie nicht nur den grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr, sondern auch die Einhaltung von Verbrauchsteuervorschriften im Inland.

10.701 Kontrollen ergaben Steuerfestsetzungen in Höhe von 184.165,00 Euro und zahlreiche Sicherstellungen im Rahmen von eingeleiteten Ordnungswidrigkeiten- und Steuerstrafverfahren. Allein bei Tabaksteuerwaren wurden rund 675 kg Tabak, rund 654.704 Stück Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Heets sowie rund 870 Liter Liquide sichergestellt. Darüber hinaus stellten die Kontrolleure fast 1,7 Tonnen Betäubungsmittel sowie 25.601 Stück und 4.846 ml Arznei- und Dopingmittel sicher. Auch 20 Waffen und 66 kg Sprengstoff/Feuerwerkskörper wurden aus dem Verkehr gezogen.

Zusatz für die Medien in Bad Hersfeld/Osthessen

Mit rund 180 Beschäftigten gehört die Vollstreckungsstelle Bad Hersfeld des Hauptzollamtes Gießen zu den größten des Zolls in Deutschland. Sie ist für ganz Hessen zuständig und kümmert sich nicht nur um die offenen Forderungen des Zolls,

sondern auch um Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit, der Sozialversicherungen und weiterer Bundesbehörden.

Im Jahr 2025 wurden dort etwa 422.000 Vollstreckungsfälle bearbeitet und über 213 Millionen Euro beigetrieben – ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Teil der gepfändeten Gegenstände landet in der bundesweit einzigartigen Zoll-Auktion, die ebenfalls in Bad Hersfeld betrieben wird. Die Plattform war auch im vergangenen Jahr sehr gefragt: Neben Fahrzeugen, Schmuck und Alkoholika wurde sogar ein komplettes Holzhaus angeboten.

Insgesamt erzielte die Auktion des Zolls einen Umsatz von 123 Millionen Euro. Damit kann der Zoll nicht nur seine Vollstreckungsaufträge im Sinne der Gläubiger und auch der Schuldner effizient umsetzen, sondern auch zahlreichen anderen Behörden und Institutionen steht die Nutzung der Online-Versteigerung über die Zoll-Auktion offen. 170.673 registrierte Bieter sowie 5.071 Anbieter nutzten das Angebot des Zolls.

„Auch im vergangenen Jahr war das HZA Gießen von Oberursel bis Kassel und Limburg bis Fulda und Bad Hersfeld wieder ein verlässlicher Partner der Wirtschaft, der Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Zusammenarbeitsbehörden. Gerade in unsicheren Zeiten und angesichts globaler Krisen zeigt sich, wie wichtig unsere Arbeit ist“, betont die Leiterin.

„Der Zoll schützt die Wirtschaft vor unfairen Wettbewerbsbedingungen und sorgt gleichzeitig dafür, dass Menschen in unserem Land vor gefährlichen, illegalen oder unsicheren Produkten geschützt werden“, so die Gießener Zollchefin angesichts des Jahresergebnisses ihrer Behörde abschließend.

Zusatzinformation:

Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder auf eine ausgewählte Darstellung der Ergebnisse in der Jahresstatistik konzentriert. Alle weiteren Zahlen sind jedoch verfügbar und können bei Bedarf gerne bereitgestellt werden.

Die bundesweiten Daten der Zollverwaltung sind unter www.zoll.de einsehbar.

Neben seinen hoheitlichen Aufgaben ist der Zoll auch ein moderner Arbeitgeber. Bundesweit arbeiten mehr als 48.000 Beschäftigte bei der Zollverwaltung. Das Hauptzollamt Gießen bietet mehr als 1.000 Arbeitsplätze. Derzeit absolvieren 117 Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium in der Bundesbehörde. 49 von ihnen werden im Sommer ihre Ausbildung abschließen.

„Der Zoll bietet sichere Arbeitsplätze, spannende Aufgaben und echte Perspektiven“, sagt die Behördenleiterin weiter. „Wir suchen engagierte Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen.“

Als Arbeitgeber bietet der Zoll eine fundierte Ausbildung oder ein duales Studium, ein breites Aufgabenspektrum, flexible Arbeitszeitmodelle, eine gute Bezahlung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Krisensicherheit. Auch für das kommende Jahr sucht das Hauptzollamt Gießen Nachwuchskräfte.

Interessierte Bewerber und Bewerberinnen können sich direkt beim Hauptzollamt Gießen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden oder sich auf der Internet- und Karriereseite des Zolls auch via Instagram informieren.

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HATZFELD. Ein Alarm in einer Metzgerei in der Oberau hat am Donnerstagvormittag (14. Mai) einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Lüfter in einem Kühlraum verschmort war.

Die Alarmierung erfolgte um 9.12 Uhr unter dem Stichwort „F 2 Brand in Metzgerei“. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Hatzfeld, Eifa, Holzhausen und Reddighausen.

Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Peter Haffner machten die Einsatzkräfte den betroffenen Raum stromlos und kontrollierten die Anlage mit einer Wärmebildkamera.

Vor Ort waren 40 Einsatzkräfte sowie die Polizei und ein Rettungswagen. Der Einsatz konnte nach etwa 30 Minuten beendet werden, wie Peter Haffner uns berichtet.

Donnerstag, 14 Mai 2026 15:00

Brand im Lokschuppen löst Großeinsatz aus

FRANKENBERG. Ein Brand in einem Lagergebäude an der Ecke Berleburger Straße/Friedrichstraße hat am frühen Donnerstagmorgen einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang bereits Rauch aus dem Gebäude.

Die Alarmierung erfolgte gegen 5.45 Uhr unter dem Stichwort „F 3 - Rauch aus Lagerhalle“. Nach Angaben der Feuerwehr brannten im Bereich des Lokschuppens Teile des Daches auf einer Fläche von etwa fünf bis zehn Quadratmetern sowie Abraum in einem ansonsten leeren Raum.

Zur Brandbekämpfung gingen Einsatzkräfte unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Martin Trost mit einem C-Rohr über die Drehleiter sowie mit einem weiteren C-Rohr im Innenangriff vor. Beide Trupps arbeiteten unter Atemschutz. Zudem wurde Netzmittel beigemischt. Die Wasserversorgung stellten Tanklöschfahrzeuge sicher.

Verletzt wurde niemand. Im Einsatz waren insgesamt 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Frankenberg, Röddenau, Rodenbach und Schreufa. Weitere Stadtteilfeuerwehren standen in der Berleburger Straße in Bereitschaft und wurden nach und nach aus dem Einsatz entlassen, berichtet Martin Trost.

Ebenfalls vor Ort waren ein Rettungswagen zur Absicherung der Brandstelle, die Polizei sowie der Brandschutzaufsichtsdienst.

Nach Angaben der Polizei war ein Lagerfeuer ursächlich für den Brand. Der Verursacher ist bislang unbekannt.

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Donnerstag, 14 Mai 2026 01:21

Feuerwehr Frankenberg löscht Küchenbrand

FRANKENBERG. Ein Küchenbrand im Dachgeschoss eines mehrstöckigen Hauses in der Bremer Straße hat einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang bereits Rauch aus dem Fenster einer Dachgaube.

Am Mittwoch, 13. Mai, erfolgte um 11.40 Uhr die Alarmierung unter dem Stichwort eines Brandes mit Gefahr für Menschenleben. Gemeldet worden war ein Brand in der Küche im Dachgeschoss.

Rettungsdienst und Polizei räumten das Gebäude umgehend. Personen befanden sich nach Angaben der Brandschützer zum Zeitpunkt des Eintreffens nicht mehr in der betroffenen Wohnung.

Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Martin Trost gingen Teams mit einem C-Rohr unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Parallel dazu wurde die Drehleiter in Anleiterbereitschaft positioniert. Ein Überflurhydrant in der Fußgängerzone diente zur Sicherstellung der Wasserversorgung.

Nach dem Brand folgten Nachlöscharbeiten sowie eine Kontrolle der Einsatzstelle mit der Wärmebildkamera. Zudem wurde das Gebäude gelüftet und eine Schadstoffmessung durchgeführt. Diese verlief negativ, wie Martin Trost gegenüber 112-Magazin berichtet.

Insgesamt 32 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Frankenberg und Röddenau waren an den Maßnahmen beteiligt. Ebenfalls vor Ort befanden sich die Polizei sowie der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug.

Als Ursache für den Ausbruch des Feuers kommt nach ersten Erkenntnissen vermutlich entzündetes Öl in Betracht.

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FRANKENBERG. Am Dienstag, 19. Mai, öffnet das Info-Café Mutmacher im Kreiskrankenhaus Frankenberg ab 15 Uhr wieder seine Türen. In dieser Ausgabe der Vortragsreihe steht ein Thema im Mittelpunkt, das für viele Betroffene existenziell ist, aber oft unterschätzt wird: „Krebs geheilt – Geld am Ende?“

Finanzielle Themen frühzeitig angehen

Die Auswirkungen einer Krebserkrankung und der damit verbundenen Therapien auf die Arbeitssituation und die Finanzen sind erheblich. Da finanzielle Ungewissheit die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann, ist es wichtig, diesen Themenkomplex frühzeitig und offen anzusprechen. Wie sich die Krankheit und Therapie einer Krebserkrankung auf die Arbeits- und Finanzsituation der Betroffenen und ihrer Familien auswirken, wird im Info-Café thematisiert.

Kompetente Einblicke durch Prof. Dr. Ulf Seifart

Als Referent konnte Prof. Dr. Ulf Seifart gewonnen werden. Der Ärztliche Direktor der Klinik Sonnenblick wird Betroffenen, Angehörigen und Interessierten einen umfassenden Überblick über das Sozialrecht geben. Im Fokus stehen dabei unter anderem Arbeitsunfähigkeit und Krankengeld, die Erwerbsminderungsrente sowie die berufliche Wiedereingliederung.

Prof. Dr. Ulf Seifart ist Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie und Ärztlicher Direktor der Klinik Sonnenblick in Marburg. Er führt die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin. Zudem ist Prof. Seifart leitender Ärztlicher Direktor der Deutschen Rentenversicherung Hessen.

Die leitende Oberärztin Gabriele Schalk wird ebenfalls dabei sein und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung findet in lockerer Runde im Café am Goßberg im Untergeschoss des Kreiskrankenhauses statt.

Eingeladen sind Krebspatienten, deren Angehörige sowie alle Interessierten. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe bittet um vorherige Anmeldung. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Telefonnummer 06451/55-355.

HÖXTER. Eine Summe von 60.000 Euro hat eine 89-jährige Frau in einem Ortsteil von Höxter durch einen Telefon-Betrug verloren. Sie war auf kriminelle Anrufer hereingefallen, die sie am Telefon so unter Druck gesetzt hatten, dass sie schließlich die geforderte Summe an der Haustür übergab.

Betrüger geben sich als Polizei aus

Der Betrug ereignete sich am Dienstag, 12. Mai. Die 89-Jährige erhielt gegen 16 Uhr einen Anruf von Unbekannten, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgaben. Angeblich habe ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um den Sohn vor einer Freiheitsstrafe zu bewahren, solle die Angerufene 60.000 Euro übergeben. Ursprünglich hatten die unbekannten Täter sogar 100.000 Euro verlangt.

Derart unter Druck gesetzt, ging die Seniorin auf die Forderung ein und übergab das Geld wenig später einem Abholer an der Haustür. Dieser flüchtete mit dem Geld in unbekannte Richtung. Erst später fiel der Seniorin auf, dass sie offenbar auf einen Betrug hereingefallen war und verständigte die echte Polizei.

Polizei warnt vor perfider Masche

Die Polizei im Kreis Höxter warnt eindringlich vor betrügerischen Anrufen dieser Art: Die echte Polizei fragt am Telefon niemals nach Geld oder Wertgegenständen. Sobald ein unbekannter Anrufer das Gespräch auf Ihre Vermögenswerte oder vertrauliche Daten lenkt, legen Sie sofort auf und verständigen Sie die echte Polizei. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Auflegen ist in einem solchen Fall nicht unhöflich.

Die Polizei appelliert daran, bei Anrufen von Unbekannten grundsätzlich aufmerksam und misstrauisch zu bleiben und auch weitere Angehörige und Nachbarn vor solchen Betrugsmaschen zu warnen. (ots/r)

Tipps der Redaktion

  • Die echte Polizei fordert am Telefon niemals Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände.
  • Wer am Telefon von einem schweren Unfall, einer angeblichen Kaution oder einer sofortigen Geldübergabe hört, sollte das Gespräch sofort beenden.
  • Rufen Sie Angehörige oder die Polizei immer selbst unter der bekannten Nummer zurück.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger arbeiten gezielt mit Angst, Zeitdruck und Schock.
  • Geben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen an der Haustür heraus.
  • Sprechen Sie mit älteren Angehörigen, Nachbarn und Freunden über diese Betrugsmasche.
  • Im Zweifel gilt immer: auflegen, nachfragen, Polizei informieren.

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KASSEL. Gleich zweimal wurde ein Mann am Dienstag bei Senioren im Kasseler Osten als falscher Bankmitarbeiter vorstellig. In beiden Fällen gelang es den Betrügern noch vor der Sperrung der Karten, Geld an Automaten abzuheben.

Zunächst erhielt ein hochbetagter Mann am Vormittag einen Anruf auf seinem Festnetzanschluss. Der Anrufer gab sich glaubhaft als Mitarbeiter seiner Bank aus und schilderte, im Rahmen der Bankaufsicht seien unrechtmäßige Abbuchungen vom Konto des Seniors registriert worden. Durch die geschickte Gesprächsführung des Betrügers wartete der in Sorge um die Sicherheit seines Geldes geratene Mann schließlich auf einen angeblichen Bankmitarbeiter, der seine EC-Karte zur Überprüfung abholen sollte.

Der Unbekannte erschien gegen 11 Uhr an der Haustür eines Mehrfamilienhauses in der Hafenstraße nahe der Hafenbrücke. Dort ließ er sich die Karte aushändigen und die PIN nennen. Nachdem der Mann verschwunden war, kamen dem Opfer Zweifel, woraufhin es die Polizei alarmierte.

Der zweite Fall ereignete sich am Nachmittag gegen 15.30 Uhr in Kassel-Bettenhausen. Mit der gleichen Masche gelang es mutmaßlich demselben Täter nach dem vorherigen Anruf eines Komplizen, die EC-Karte samt PIN bei einer Seniorin in der Miramstraße nahe der Eichwaldstraße abzuholen. Noch bevor das Opfer den Betrug bemerkte und die Karte sperren ließ, hob der Unbekannte an einem nahegelegenen Bankautomaten in der Leipziger Straße 1500 Euro ab. Anschließend verliert sich seine Spur.

Bei dem Abholer der EC-Karten soll es sich um einen 30 bis 40 Jahre alten und etwa 1,80 Meter großen Mann mit dunklerem Teint gehandelt haben, der eine schwarze Jacke und eine dunkle Hose trug.

Zeugen, die im Bereich der beiden Tatorte verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben und den Ermittlern Hinweise auf den beschriebenen Täter geben können, melden sich bitte unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen. (ots/r)

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FRANKENBERG. Im Notfall zählt jede Sekunde – besonders bei einem Schlaganfall. Um die neurologische Notfallversorgung in der Region zu stärken, hat das Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) am Standort Frankenberg eine neue Zusatzausrüstung für das CT, die sogenannte CT-Perfusion, in Betrieb genommen. Ermöglicht wurde diese Investition durch die großzügige Unterstützung der Viessmann Foundation, vermittelt durch den Förderverein des Kreiskrankenhauses Frankenberg.

Präzisionsdiagnostik: Was ist CT-Perfusion?

Die CT-Perfusion ist ein spezialisiertes bildgebendes Verfahren. Während ein Standard-CT lediglich zeigt, ob bereits Hirngewebe geschädigt ist, blickt die Perfusion in die unmittelbare Zukunft: Sie misst den Blutfluss durch die feinsten Kapillaren des Gehirns in Echtzeit. Durch den Einsatz der Software wird sichtbar, welches Gewebe aktuell zwar unterversorgt, aber noch zu retten ist, die sogenannte „Penumbra“. Diese Information ist entscheidend für die weitere medizinische Versorgung.

Ein Quantensprung für die Patientenversorgung

Für die Patientinnen und Patienten bedeutet diese Technik vor allem eines: Sicherheit und individuelle Therapie. Die bisherige Versorgung gibt ein klassisches Zeitfenster von maximal sechs Stunden nach dem Schlaganfall vor, in denen eine medikamentöse Auflösung des Gerinnsels, die Lyse-Therapie, erfolgsversprechend ist. Man spricht vom sogenannten Lyse-Fenster. Dieser Richtwert ist jedoch nicht unumstößlich. „Aktuelle Studien zeigen, dass bei bestimmten Patienten mit noch ausreichender Kollateralisierung, also Gefäßen, die die Engstelle umgehen und eine Umleitung bilden, auch bis zu neun Stunden, manchmal sogar bis zu 24 Stunden nach Symptombeginn rettbares Gewebe vorhanden sein kann. Außerdem gibt es häufiger Patienten, bei denen der genaue Zeitpunkt des Schlaganfalls unklar ist, zum Beispiel wenn erst beim Aufwachen morgens bemerkt wird, dass etwas nicht stimmt (Wake-up-Stroke). Dank der Perfusion können wir nun auch bei diesen Patienten präzise bestimmen, ob eine Lyse-Behandlung noch erfolgreich sein kann. Diese Information ist neben der Darstellung der hirnversorgenden Arterien (CT-Angiographie) entscheidend für die weitere medizinische Versorgung“, konkretisiert der Sektionsleiter der Neurologie, Dr. med. Wael Marouf.

Lebenswichtig für den ländlichen Raum

In unserer ländlich geprägten Region ist der Faktor Zeit oft die größte Herausforderung. Lange Wege zum nächsten Maximalversorger können ohne präzise Erstdiagnose wertvolle Zeit kosten. „In der Schlaganfallversorgung gilt das Credo: ,Time is Brain‘ – Zeit ist Gehirn“, erklärt Dr. med. Wael Marouf, Sektionsleiter der Neurologie in der Klinik für Innere Medizin. „Durch die neue Technik können wir hier vor Ort in Minuten entscheiden, was früher wertvolle Transportzeit gekostet hätte. Mit dieser Methode können auch diejenigen Betroffenen identifiziert werden, die zunächst milde Symptome aufweisen, bei denen jedoch ein hohes unmittelbares Risiko für eine Verschlechterung besteht. Wir bringen eine hochpräzise Diagnostik direkt zu den Menschen in der Fläche.“

Dank an die Viessmann Foundation

„Die Spende der Viessmann Foundation ist ein klares Bekenntnis zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Mit der neuen CT-Perfusion stellen wir eine innovative Diagnosetechnologie bereit, die es ermöglicht, bei Schlaganfallpatienten vor Ort schneller und präziser lebenswichtige Behandlungsentscheidungen zu treffen. Dies wertet die medizinische Versorgung am Standort Frankenberg gezielt weiter auf“, sagt Annette Viessmann.

Die Installation des Systems wäre ohne externe finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen. Angesichts der allgemein angespannten Finanzlage im Gesundheitswesen und begrenzter Investitionsmittel der Klinik übernahm die Viessmann Foundation die kompletten Anschaffungs- und Schulungskosten in Höhe von 83.000 Euro. „Das innovative Projekt ist ein Meilenstein in der Behandlung der Volkskrankheit ,Schlaganfall‘, die im Krankenhaus Frankenberg häufig behandelt wird. Wir bedanken uns im Namen aller Patienten und ihrer Angehörigen bei der Viessmann Foundation“, erläutert der Vorsitzende des Fördervereins des Kreiskrankenhauses Frankenberg, Dr. med. Harald Schmid. „Durch diese gemeinsame Anstrengung zusammen mit Klinik und Förderverein werden die Menschen hier vor Ort nach einem Schlaganfall eine bessere Chance auf ein Leben ohne bleibende Behinderungen haben.“

Drei Neuerungen für eine bessere Patientenversorgung

Die Aufrüstung des CTs mit der Perfusion ist nur eine von drei aktuellen Investitionen in den Standort Frankenberg. Der Computertomograph selbst wurde ebenfalls ausgetauscht. Mit dem neu eingebauten Hochleistungs-CT verbessern sich die Diagnostik und die Strahlenbelastung für alle Patienten, die eine Untersuchung benötigen – egal, ob sie Erkrankungen des Bewegungsapparates, der inneren Organe oder des Gehirns zu uns führen. Andrea Schreiner, Leitende MTRA, erläutert die Vorteile: „Das neue CT kann wesentlich mehr Daten erfassen, bei gleichzeitig geringerer Strahlenbelastung für den Patienten und verkürzter Untersuchungsdauer. Das ist ein enormer technologischer Fortschritt. Die Darstellung der Bilder ist phänomenal. Man erhält eine 3D-Ansicht des Organs, das man zur genauen Betrachtung beliebig drehen kann. Gefäße und deren Durchblutung können mit den hochauflösenden Bildern sehr genau beurteilt werden. Bei Aufnahmen des Bewegungsapparates, zum Beispiel bei der Kontrolle eines Implantats, kann das CT differenzierte Darstellungen aus einer Aufnahme liefern. So kann man wählen, ob man nur die Knochenstruktur oder nur die eingesetzten Schrauben und Implantate sehen möchte.“

Verstärkung in der Neurologie

Das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg wurde auch personell aufgewertet. Die Klinik für Innere Medizin, Sektion Neurologie, verstärkte ihr Team mit dem Oberarzt Atif Elatana. Herr Elatana studierte Medizin in Berlin und Iaşi (Rumänien). Seine Facharztausbildung zum Neurologen, die er 2022 abschloss, absolvierte er vornehmlich in Kasseler Kliniken in den Abteilungen Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie. Zuletzt war er als Facharzt für Neurologie in der Bad Wildunger Westend-Klinik beschäftigt. Seit Ende letzten Jahres arbeitet er im Krankenhaus in Frankenberg und ist zudem im MVZ tätig, wodurch in den neurologischen Sprechstunden deutlich mehr ambulante Patienten versorgt werden können. Auch der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, PD Dr. med. Matthias Klingele, freut sich sehr über die Verstärkung: „Herr Elatana ist eine Bereicherung für unser Team. Die Notfallversorgung neurologischer Patientinnen und Patienten, aber auch aller Patientinnen und Patienten mit neurologischen Symptomen aus allen Abteilungen profitiert von der zusätzlichen neurologischen Fachkompetenz.“

Wohnortnahe Versorgung im Fokus

Geschäftsführerin Anne Bülling betont: „Wir verstärken unsere Teams stetig, um das Angebot für unsere Patientinnen und Patienten weiter auszubauen. Da wir im Bereich Neurologie ein steigendes Patientenaufkommen verzeichnen, sichern wir mit Herrn Dr. Marouf und Herrn Elatana eine exzellente wohnortnahe Versorgung.“ Auch am zweiten Standort des zukünftigen Klinikums Waldeck-Frankenberg (KWF) in Korbach wird eine qualitativ hochwertige Schlaganfallversorgung nach modernsten Standards angeboten.

„Die Stärkung der Neurologie und die Versorgung von Schlaganfall-Patienten mit aktueller Technik und Know-how ist uns eine Herzensangelegenheit. Im Rahmen der Fusion der Kliniken in Korbach und Frankenberg zum Klinikum Waldeck-Frankenberg stand dieser Auftrag von Anfang an auf der Agenda. Wir möchten der Bevölkerung in Waldeck-Frankenberg aufzeigen, dass die Fusion nicht auf den Abbau von Leistungen zielt, sondern im Gegenteil die Versorgung an beiden Standorten aufwerten wird“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Jürgen van der Horst.

PADERBORN. Im Rahmen eines Sondereinsatzes hat die Polizei in der Innenstadt rund 60 Personenkontrollen durchgeführt. Dabei sprachen die Einsatzkräfte zahlreiche Platzverweise aus, schrieben Strafanzeigen und nahmen mehrere Personen vorübergehend in Gewahrsam.

Am Dienstag, 12. Mai, kontrollierte die Polizei Paderborn zwischen 14 und 22 Uhr im Zuge eines Sondereinsatzes rund 60 Personen in der Innenstadt. Unterstützt wurden die Beamten bei den Maßnahmen von der Ausländerbehörde Paderborn und dem Ordnungsamt.

Im Fokus der Kontrollen lagen die Bereiche Westernmauer, Brückengasse, Königsplätze, die Grünanlagen Le-Mans-Wall und Riemekepark sowie der Bereich am Eisernen Kreuz.

Insgesamt sprachen die eingesetzten Beamten 33 Platzverweise aus und schrieben sechs Strafanzeigen. Unter anderem fanden die Einsatzkräfte bei kontrollierten Personen ein Messer und einen Schlagring.

Weiterhin fertigte die Polizei drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen, beispielsweise wegen Urinierens auf öffentlichen Plätzen und des Konsums von Cannabis in der Nähe eines Kinderspielplatzes. Drei Personen kamen vorübergehend in Gewahrsam.

Außerdem fertigten die Beamten drei Festnahmeanzeigen zur Durchsetzung von Platzverweisen, zwei Beobachtungs- und Feststellungsberichte sowie einen Bericht an das Ausländeramt Bielefeld.

Innerhalb des Behördenschwerpunkts 2026 „Wir sind da - mit Sicherheit in der Paderborner Innenstadt“ legt die Polizei gemeinsam mit den örtlichen Ordnungsbehörden den Fokus auf Ordnungsstörungen und Straftaten, insbesondere Gewalt-, Betäubungsmittel- und Eigentumsdelikte. Ziel ist eine Aufhellung des Dunkelfelds, um kriminelle Strukturen durch sichtbare Präsenz und gezielte Schwerpunkteinsätze zu zerschlagen. (ots/r)

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