HÖXTER. Für einen Polizeieinsatz in der Innenstadt hat ein 32-Jähriger gesorgt, der mit einem Messer in der Hand über eine Straße ging. Die Polizei konnte den psychisch auffälligen Mann nach kurzer Zeit überwältigen und festnehmen.
Am Montag, 4. Mai, wurde der 32-Jährige gegen 7.50 Uhr dabei beobachtet, wie er mit einem Schälmesser beziehungsweise einem kleinen Jagdmesser in der Hand die Nicolaistraße entlang in Richtung Fußgängerzone Höxter ging. Er hantierte mit dem Messer in der Luft, konkret bedrohte er aber niemanden.
Die herbeigerufene Polizei war schnell vor Ort. Bei Ansprache durch die Einsatzkräfte zeigte der Mann keine Reaktion, sondern ging langsam weiter in Richtung Fußgängerzone. Weitere Personen hielten sich im direkten Umfeld nicht auf.
Als der Mann mit dem Messer weiterhin mehrfach in die Luft nach oben stach, griffen die Einsatzbeamten zu und überwältigten den 32-Jährigen. Daraufhin ließ er das Messer fallen, sackte auf die Knie und konnte durch die eingesetzten Kräfte fixiert werden. Das Messer wurde sichergestellt.
Anschließend wurde er für alle weiteren Maßnahmen zur Polizeiwache nach Höxter gebracht. Auf Veranlassung des zuständigen Ordnungsamtes wurde er in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der Mann bereits in psychiatrischer Behandlung, die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall dauern noch an.
Während des Einsatzes kam es im Bereich der Nicolaistraße zu Verkehrsbehinderungen. (ots/r)
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WALDECK-FRANKENBERG. Millionen Menschen wurden während der NS-Zeit verfolgt und ermordet. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, beteiligt sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg an der internationalen Crowdsourcing-Initiative #everynamecounts der Arolsen Archives, dem weltweit größten Archiv für Opfer und Überlebende des Nationalsozialismus. Der Landkreis ruft im Aktionszeitraum vom 8. bis 23. Mai alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an der Initiative mitzuarbeiten.
Dokumente aus NS-Zeit digitalisieren
Wie man an der Aktion teilnehmen kann? Online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/everynamecounts können Dokumente aus der Zeit der NS-Verfolgung im Original erfasst werden. Diese sollen später in das Online-Archiv der Arolsen Archives aufgenommen werden. Dafür müssen sie mit Daten versehen werden, damit sie im Rahmen einer Suche auffindbar sind. Diese Arbeit kann von Programmen bisher nur eingeschränkt geleistet werden, da die Handschriften oft schlecht lesbar oder auch teils auf Sütterlin sind. Deshalb werden echte Menschen gebeten, sich die Dokumente anzuschauen und bestimmte Angaben – vom Namen über den Geburtstag bis hin zur Adresse – zu übertragen. Die einfachsten Dokumente sind schon in unter fünf Minuten digitalisiert.
Einführungsveranstaltung am 12. Mai
Wer mehr darüber wissen möchte, wie die Digitalisierung der Dokumente genau funktioniert, kann am 12. Mai um 18.30 Uhr an einer digitalen Einführungsveranstaltung der Arolsen Archives teilnehmen. Eine Anmeldung ist über die Webseite des Landkreises oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Die Mitmachaktion läuft bis zum 23. Mai, dem Tag der Demokratie. Dann wird geschaut, wie viele Dokumente insgesamt über den gemeinsamen Link von Menschen aus Waldeck-Frankenberg digitalisiert wurden.
Digitales Denkmal für NS-Opfer
Ziel der Aktion ist es, aus Hunderttausenden historischen Dokumenten personenspezifische Daten zu erfassen und so ein digitales Denkmal für die NS-Opfer zu errichten – auch die aus Waldeck-Frankenberg. Auch aus dem Landkreis wurden zwischen 1933 und 1945 hunderte Menschen in die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten deportiert, davon rund 50 mit Inhaftierungen in Buchenwald. Auch ihre Schicksale sollen in Erinnerung behalten werden – beispielsweise das von Friedrich Wagener aus Külte, der als sogenannter Bibelforscher (Zeuge Jehovas) den Kriegsdienst verweigerte und in verschiedenen Konzentrationslagern interniert wurde, bevor er aus dem KZ Buchenwald befreit wurde. Oder auch das von Bernhard Löwenstein aus Korbach, der als Euthanasie-Opfer mit 25 Jahren in einer Tötungsanstalt in Brandenburg vergast wurde.
Zeichen für Menschlichkeit, Demokratie und Freiheit
„Mit der Aktion möchten wir in turbulenten Zeiten ein Zeichen setzen, dass wir als Landkreis zusammenstehen: Für Menschlichkeit, für Demokratie, Freiheit und Frieden. Dafür, dass unsere Kinder und Enkelkinder nicht zu Namen auf irgendwelchen Listen werden“, sagt Landrat Jürgen van der Horst. „Ein ehrlicher Blick in die Vergangenheit hat nichts mit persönlicher Schuld zu tun oder damit, dass wir uns schlecht fühlen sollen. Es geht darum, aus bereits Geschehenem zu lernen, zu schätzen, was wir haben und sich klar zu positionieren.“
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MARIENMÜNSTER. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße 946 hat im Ortsteil Löwendorf einen Einsatz von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Ein Motorradfahrer kollidierte in einem kurvenreichen Straßenabschnitt mit einem entgegenkommenden Pkw und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.
Am Freitag ereignete sich der Unfall gegen 16.25 Uhr. Ein 25 Jahre alter Motorradfahrer aus Georgsmarienhütte befuhr die L 946 aus Richtung Niese kommend in Fahrtrichtung Löwendorf.
Im insgesamt sehr kurvigen Straßenabschnitt vor der Ortszufahrt Löwendorf geriet er aus bislang ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs. Dort kollidierte er mit dem entgegenkommenden Pkw eines 28 Jahre alten Mannes aus Neuenkirchen-Vörden.
Durch den Zusammenstoß stürzte der Motorradfahrer, rutschte über die Fahrbahn und kam schließlich im linksseitigen Straßengraben zum Liegen. Hierbei zog er sich schwere Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte den 25-Jährigen in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Auch der beteiligte Pkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde durch Rettungskräfte vor Ort behandelt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden.
Darüber hinaus musste die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle durch die Feuerwehr von ausgetretenen Betriebsflüssigkeiten gereinigt werden. Auf einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich wird der Gesamtsachschaden geschätzt.
Die L 946 war für die Dauer der Unfallaufnahme voll gesperrt.
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ALLENDORF/EDER. Ein Brand an einem Holzbungalow im Ortsteil Bromskirchen hat einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Da sich die Flammen an einer Gebäudeseite bereits stark ausgebreitet hatten, wurden vorsorglich weitere Wehren nachalarmiert.
Die Alarmierung erfolgte am Sonntag, 3. Mai, um 15.28 Uhr zu einem Brand in der Schwalbenstraße in Bromskirchen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte ein Holzbungalow auf einer Seite bereits stark.
Da zu diesem Zeitpunkt eine Brandausbreitung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Feuerwehren aus Allendorf, Rennertehausen und Haine nachalarmiert. Im Einsatz waren damit die Feuerwehren aus Bromskirchen, Somplar, Allendorf, Rennertehausen und Haine.
Insgesamt waren unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Christian Henkel-Strieder 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Das Feuer konnte nach Angaben der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Zur Brandbekämpfung gingen Einsatzkräfte unter Atemschutz vor.
Weil es sich um einen Holzbungalow handelte, musste das Gebäude anschließend umfangreich auf versteckte Glutnester kontrolliert werden. Hierzu setzten die Einsatzkräfte auch eine Wärmebildkamera ein. Zudem wurde Netzmittel verwendet. Die Feuerwehr Bromskirchen stellte anschließend noch längere Zeit eine Brandwache.
Die Brandstelle wurde von der Polizei gesichert. Zudem wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Brandermittler und Kriminalpolizei wurden eingeschaltet. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar.
FRANKENBERG. Bei Erdarbeiten im Stadtteil Viermünden ist ein phosphorhaltiges Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Durch den Kontakt mit Sauerstoff kam es zu einer Reaktion und damit zu einer Rauchentwicklung.
Nach Angaben der Polizei wurde die Phosphorgranate bei Arbeiten in der Ortslage aus dem Boden zu Tage gefördert. Der Bereich um den Auffindeort musste daraufhin bis zum Eintreffen des verständigten Kampfmittelräumdienstes abgesperrt werden.
Zwischenzeitlich mussten neun Anwohner ihre Wohngebäude verlassen, da sich diese im Evakuierungsbereich befanden. Eine Sondierung des betroffenen Bereiches führte nicht zum Auffinden weiterer Kampfmittel.
Die aufgefundene Phosphorgranate wurde durch den Kampfmittelräumdienst zwecks Vernichtung abtransportiert. Im Einsatz waren 43 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit neun Fahrzeugen. Beteiligt waren die Feuerwehr Viermünden, die Feuerwehr Frankenberg mit der Gefahrstoffgruppe, die Feuerwehr Korbach mit der Messkomponente sowie der Brandschutzaufsichtsdienst.
Zusätzlich waren ein Rettungswagen zur Absicherung der Einsatzkräfte sowie der Kampfmittelräumdienst vor Ort. Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandinspektor Martin Trost.
KASSEL. Ein Kleintransporter ist auf dem Rastplatz Staufenberg an der Autobahn 7 in Brand geraten und vollständig ausgebrannt. Trotz eines schnellen Eingreifens konnte ein Vollbrand des Fahrzeugs nicht mehr verhindert werden.
Am Nachmittag des 1. Mai erreichte kurz vor 15.30 Uhr ein Notruf die Leitstelle der Feuerwehr Kassel, in dem ein brennender Kleintransporter auf dem Rastplatz Staufenberg gemeldet wurde. Umgehend wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr Kassel von der Feuerwache 1 entsendet.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Kleintransporter bereits in Vollbrand. Eine zufällig auf dem Rastplatz befindliche Freiwillige Feuerwehr aus Bingen am Rhein hatte noch versucht, den Brand mit Feuerlöschern einzudämmen, konnte den Vollbrand aber nicht mehr verhindern.
Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Kassel löschten das Feuer schließlich unter Atemschutz ab. Der Verkehr auf der A 7 wurde durch die Einsatzmaßnahmen nicht beeinträchtigt.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
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KORBACH. Nach einer Verkehrsunfallflucht in der Poststraße bittet die Polizei um Zeugenhinweise. Beschädigt wurde ein weißer Toyota Yaris einer 28 Jahre alten Frau aus Bielefeld.
Die Frau hatte ihr Auto am Freitag, 1. Mai, um 18.45 Uhr in der Poststraße in Höhe der Hausnummer 6 auf dem dortigen Parkplatz abgestellt. Als sie um 20 Uhr zu dem Wagen zurückkehrte, stellte sie an der Fahrerseite einen Lackkratzer und Gummiabrieb in einer Höhe von 93 Zentimetern fest.
Der Schaden beträgt etwa 1000 Euro. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand er vermutlich bei einem Ein- oder Ausparkvorgang durch die verursachende Person.
Die Polizei ermittelt wegen Verkehrsunfallflucht. Hinweise nimmt die Polizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen.
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WALDECK. Ein gemeldeter Waldbrand hat am Freitagabend einen mehrstündigen Einsatz mehrerer Feuerwehren im Bereich Höringhausen ausgelöst. Im Wald zwischen Höringhausen und Dehringhausen brannten auf einer rund 500 Quadratmeter großen Fläche Waldboden und Gehölz.
Am 1. Mai wurden die Feuerwehr Höringhausen und die Waldecker Stadtbrandinspektoren um 18.48 Uhr unter dem Stichwort F WALD 1 ursprünglich zu einem gemeldeten Waldbrand zwischen Ober- und Nieder-Waroldern alarmiert, um die Twistetaler Feuerwehren zu unterstützen. Der Einsatzort lag im Bereich Höhenweg bei Höringhausen.
Recht schnell konnten die Höringhäuser Kräfte die Rauchentwicklung jedoch dem Wald zwischen Höringhausen und Dehringhausen zuordnen, der im Waldecker Stadtgebiet liegt, und erkundeten in diese Richtung. Vom Einsatzleitwagen aus starteten die Einsatzkräfte eine Drohne und konnten schnell und gleichzeitig mit den Höringhäuser Kräften den genauen Einsatzort mitten im Wald an einem Steilhang lokalisieren.
Die starke Rauchentwicklung machte teils Atemschutz erforderlich. Zu den ersten Herausforderungen zählten der begrenzte Wassertank, die Überwindung des Steilhangs und schlecht befahrbare Wege. Die Brandbekämpfung konnte dennoch zügig eingeleitet werden.
Nun begann die koordinatorische Herausforderung. Die Feuerwehr Sachsenhausen sowie das Führungsteam der Stadt Waldeck wurden nachalarmiert. Nachdem der Einsatzleitwagen die Einsatzstelle im Wald erreicht hatte, lotsten die Einsatzkräfte die wasserführenden Fahrzeuge über für Großfahrzeuge befahrbare Wege in den Wald. Mit Fahrzeugortung und Waldwegesystem wurde der beste Weg aus Richtung Dehringhausen organisiert. Dadurch konnte viel Zeit eingespart und die Unterstützung der Einsatzkräfte an der Brandstelle beschleunigt werden.
Damit stand durch die wasserführenden Fahrzeuge aus Berndorf und Sachsenhausen ausreichend Löschwasser für eine massive Brandbekämpfung zur Verfügung. Auch Waldbrandpatschen kamen bei dem kräftezehrenden Einsatz zum Einsatz. Zusätzlich richteten die Einsatzkräfte einen Pendelverkehr nach Dehringhausen ein und setzten letztlich 10.000 Liter Wasser für die etwa 500 Quadratmeter große Fläche ein.
Es brannten Waldboden und Gehölz. Nach dem abschließenden Beimischen von Netzmittel konnte das Feuer gelöscht und eine größere Ausbreitung verhindert werden.
Der Wechsellader transportierte die verschmutzte Einsatzkleidung ab und stellte vor Ort Wechselkleidung bereit. Weitere Einsatzfahrzeuge aus Twistetal standen an einem Bereitstellungsplatz in Bereitschaft, mussten den Waldweg aufgrund der verhältnismäßig geringeren Tankinhalte aber nicht mehr befahren.
Unter der Leitung von Andreas Przewdzing dauerte der Einsatz insgesamt 3 Stunden 20 Minuten.
PADERBORN. Eine groß angelegte Übung bei der Firma Diebold Nixdorf hat die Jugendfeuerwehren aus mehreren Paderborner Stadtteilen gefordert. Im Mittelpunkt standen die Brandbekämpfung im Außenbereich sowie die Versorgung von Verletzten nach einem angenommenen Explosionsereignis.
Am Sonntag (26. April) trafen sich die Jugendfeuerwehren aus Elsen, Marienloh, Sande, Schloß Neuhaus, Stadtmitte und Wewer zu der Übung auf dem Gelände des Unternehmens. Angenommen wurde eine Explosion im Gebäude im Bereich der Gasübergabe. Daraufhin breitete sich das Feuer im und außerhalb des Gebäudes aus, außerdem wurden durch die Explosion zehn Personen verletzt.
Die Übung beschränkte sich auf die Brandbekämpfung außerhalb des Gebäudes und die Verletztenversorgung. Die insgesamt 87 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und Angehörige der Löschzüge brachten zunächst die Verletzten zu einer Patientenablage und mussten dort die angegebenen Verletzungsmuster bei den Übungspuppen unter fachkundiger Anleitung versorgen.
Gleichzeitig wurde damit begonnen, Wasser aus der nahegelegenen Alme zu entnehmen, um damit im Außenbereich das Feuer zunächst einzudämmen und im weiteren Verlauf zu löschen. Nachdem die Verletzten versorgt waren und dem Rettungsdienst zum Transport ins Krankenhaus übergeben wurden, konnten immer mehr Strahlrohre vorgenommen werden, sodass zum Schluss 18 Strahlrohre die Flammen bekämpften.
Im Nachgang der Übung zollten Michael Beivers, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, und Jürgen Kersting, Kreisjugendfeuerwehrwart, den Jugendlichen ihren Respekt für die guten Leistungen und bedankten sich für das Engagement, an einem Sonntag so früh freiwillig aufzustehen. Weiterhin bedankten sie sich für die Vorbereitung der Übung und für die Bereitstellung des Geländes.
Vor Übungsbeginn hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich die Produktion der Firma Diebold Nixdorf anzuschauen. Seit über 40 Jahren werden dort die verschiedensten Geldautomaten, KI-gestützte Selbstbedienungskassen und Kassensysteme, Software sowie damit verbundene Dienstleistungen entwickelt und produziert, und das von rund 1500 Beschäftigten allein an diesem Standort. Weltweit gibt es 20.000 Mitarbeiter, die in mehr als 100 Ländern vertreten sind. Viele waren überrascht, was für eine Produktionsstätte in dem von außen unscheinbaren Gebäude steckt.
Während der Führung durfte ein Hinweis auf die vielfältigen Ausbildungsberufe, darunter Industriemechaniker, Elektroniker, Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik, IT-Systemelektroniker und Industriekaufmann beziehungsweise Industriekauffrau, sowie die Möglichkeit, ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsinformatik oder Mechatronik zu absolvieren, nicht fehlen. Der Leiter der Montage, Tobias Schulte, betonte in seiner Ansprache auch die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements und stellte heraus, dass Diebold Nixdorf seine Angestellten dazu ermutige, sich ehrenamtlich zu engagieren. (ots/r)
BRILON. Verantwortung, Einsatzbilanz, Ehrungen und Beförderungen haben die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Brilon geprägt. Im Feuerwehrhaus begrüßte Löschzugführer Marc Heines 118 Feuerwehrfrauen und -männer des Löschzuges sowie des Tambourkorps.
Neben den Feuerwehrfrauen und -männern der Jugendfeuerwehr, der Einsatzabteilung, des Tambourkorps und der Ehrenabteilung waren auch der Bürgermeister der Stadt Brilon, Dr. Christof Bartsch, der Leiter der Feuerwehr, Thomas Bauerfeind, sowie Vertreter des Stadtrats und der Verwaltung der Stadt Brilon anwesend.
Das Thema Verantwortung stand im Fokus der Begrüßung durch Löschzugführer Marc Heines. Die Verantwortung, eigene Probleme lösen zu können, werde immer mehr durch Technik und Assistenzsysteme abgelöst. Doch was passiere, wenn diese ausfallen? Probleme zu lösen, auch wenn es nicht die eigenen sind, sei Teil der Verantwortung, die jede Einheit im Katastrophenschutz trage. Marc Heines bedankte sich bei allen, die Verantwortung übernehmen.
In seinem Jahresbericht blickte Marc Heines auf das vergangene Jahr des Löschzuges zurück. Das Highlight war die Übergabe der neuen Fahrzeughalle. Im Jahr 2025 war der Löschzug bei 189 Einsätzen insgesamt 2468 Stunden unterwegs, um in Not geratenen Bürgern oder Tieren zu helfen. Nach einem Höchststand im Jahr 2024 seien die Zahlen minimal rückläufig. Verglichen mit den vergangenen Jahren bewegten sie sich dennoch auf einem hohen Niveau. Gestiegen seien insbesondere die Einsätze der Kategorie „Überörtliche Hilfe“, sagte der stellvertretende Löschzugführer Michael Klaholz, der die Einsatzstatistik vorstellte. Dabei handelt es sich um Einsätze, bei denen Feuerwehrleute außerhalb der Briloner Stadtgrenzen unterstützen.
Im Jahr 2025 konnten insgesamt 23 Personen aus einer Notlage gerettet werden. In Summe leisteten 85 aktive Einsatzkräfte mehrere tausend Stunden ehrenamtlichen Dienst für Einsätze, Ausbildung und alle weiteren anfallenden Aufgaben.
Nach den Jahresberichten, die auch von der Jugendfeuerwehr, dem Tambourkorps und der Ehrenabteilung vorgetragen wurden, begrüßte Bürgermeister Dr. Christof Bartsch die Anwesenden.
Im Anschluss nahm der Bürgermeister die Ehrungen für langjähriges Engagement vor. Die Auszeichnung für 35 Jahre erhielt Bernd Lahme. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Reinhard Becker und Klaus Lüke geehrt. Die höchste Auszeichnung erhielt der ehemalige Löschzugführer Engelbert Sprenger für 60 Jahre Dienst für die Allgemeinheit.
Dem Leiter der Feuerwehr oblag es, die Beförderungen und Funktionsernennungen vorzunehmen. Gabriel Klaholz, Laurin Ledebur, Tom Arne Steinert und Felix Voß wurden zum Feuerwehrmann befördert. Nils Wigge wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. Jannick Heines, Maximilian Jänsch, Marvin Thiele und Felix Schmidt wurden zum Unterbrandmeister befördert. Daniel Becker wurde zum Oberbrandmeister und Stefan Böddicker zum Brandinspektor befördert. Ebenfalls wurde Dirk Mainzer zum Brandoberinspektor befördert.
Im kommenden Jahr findet der Wandertag am 19.07.2026 statt. Außerdem können sich Gäste aus nah und fern auf das traditionelle Waldfest im Rochus freuen, das am 15. und 16.08.2026 gefeiert wird.
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