BRILON. Die Feuerwehr war bei zwei Verkehrsunfällen im Stadtgebiet im Einsatz. Bei einem Unfall an der K 59 wurden zwei Personen verletzt, während mehrere Verkehrsteilnehmer trotz wahrnehmbarer Hilferufe keine Erste Hilfe leisteten.
Zu einem Verkehrsunfall mit eingeschlossenen Personen wurde der Löschzug Brilon am Dienstag um 14.42 Uhr an die Kreisstraße 52f9, Einmündung Aamühlen, alarmiert. Dort war ein Personenkraftwagen mit einem Trecker kollidiert.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Zugang zu den beiden Insassen bereits geschaffen. Die Einsatzkräfte unterstützten den Rettungsdienst bei der Rettung der Personen aus dem Fahrzeug. Danach wurde der Personenkraftwagen gesichert.
Die Fahrerin wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Der männliche Beifahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Treckers blieb unverletzt.
Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen war die Kreisstraße nach Scharfenberg voll gesperrt. Mit 15 Einsatzkräften war der Löschzug Brilon rund anderthalb Stunden im Einsatz. Zur Unfallursache und zur Höhe des Sachschadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.
Völlig unverständlich aus Sicht der Feuerwehr: Vor Eintreffen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei umfuhren mehrere Fahrzeuge den quer auf der Straße stehenden verunfallten Personenkraftwagen. Trotz wahrnehmbarer Hilferufe aus dem Fahrzeug leisteten die Fahrer keine Erste Hilfe.
Noch während des Einsatzes im Aatal wurde die Feuerwehr um 15.03 Uhr zu einem weiteren Verkehrsunfall auf dem Nehdener Weg gerufen. Dort war ein Fahrzeug in Höhe der Zufahrt Egger von der Fahrbahn abgekommen und hatte zwei Bäume touchiert.
Bei diesem zweiten Einsatz leistete die Feuerwehr Erste Hilfe und sicherte das Fahrzeug. Der Fahrer des Personenkraftwagens blieb unverletzt.
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PADERBORN. Bei einem Dachstuhlbrand in einem Einfamilienhaus an der Straße Am Silberbrink ist ein Schaden von rund 600.000 Euro entstanden. Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, verletzt wurde niemand.
Ausgebrochen war das Feuer am Montag gegen 15.30 Uhr im Bereich des Dachstuhls. Nach Angaben der Polizei war nachweislich ein technischer Defekt an der PV-Anlage die Ursache. Die Feuerwehr Paderborn wurde um 15.37 Uhr zu dem Brandeinsatz alarmiert.
Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr befand sich die fünfköpfige Familie bereits außerhalb des Hauses. Der Dachstuhl brannte zu diesem Zeitpunkt vollständig. Bemerkt hatte das Feuer der 16 Jahre alte Sohn der Familie. Er alarmierte die Feuerwehr und seine Mutter und war anschließend mit seinen Geschwistern ins Freie geflohen.
Nach Angaben der Feuerwehr war es im Bereich der Solarpaneele, die gleichzeitig auch als Dacheindeckung verwendet waren, aus zunächst ungeklärter Ursache zu dem Dachstuhlbrand gekommen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachfirst bereits auf der gesamten Länge in Brand.
Umgehend wurde ein Trupp unter Atemschutz mit einem Strahlrohr zum Innenangriff im Wohngebäude eingesetzt. Gleichzeitig wurde ein weiteres Strahlrohr zur Brandbekämpfung von außen eingesetzt und eine Drehleiter in Stellung gebracht. Die Wasserversorgung wurde über mehrere Hydranten sichergestellt.
In einem zweiten Brandabschnitt wurde von der Neuhäuser Straße aus eine weitere Drehleiter eingesetzt, um eine Riegelstellung zum Schutz der Nachbargebäude einzurichten. Durch die Dachausführung in Nagelbinderbauweise stürzte kurz nach Eintreffen der Feuerwehr der Dachstuhl auf der gesamten Länge ein. Der im Innenangriff befindliche Trupp musste aufgrund dessen die Brandbekämpfung im Gebäude abbrechen.
Im weiteren Einsatzverlauf wurden mit mehreren Strahlrohren über tragbare Leitern der Feuerwehr gezielt Glutnester im Bereich des Dachstuhls gelöscht. Zum Teil mussten dazu die Fassadenplatten entfernt werden. Durch die beiden freistehenden Giebel bestand zwischenzeitlich Einsturzgefahr. Um die Gefahr beurteilen zu können, wurde ein Baufachberater des THW angefordert.
Der angeforderte Energieversorger stellte vorsorglich die Strom- und Gaszufuhr zum Gebäude ab. Die Paderborner Notfallseelsorge unterstützte bei der Betreuung der Bewohner.
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Der Dachstuhl brannte komplett aus. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 600.000 Euro, das Haus ist unbewohnbar.
Zu dem Einsatz wurden neben den hauptamtlichen Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd mit zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF), zwei Drehleitern (DLK), einem Tanklöschfahrzeug (TLF), einem Rettungswagen (RTW) und zwei Einsatzleitwagen (ELW) auch die ehrenamtlichen Löschzüge Stadtmitte und Elsen alarmiert, die mit drei weiteren Löschfahrzeugen zur Einsatzstelle ausrückten.
Außerdem wurde auch das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehrschule eingesetzt, das sogenannte TOJ-HLF für „Training on the Job“. Dieses Fahrzeug war mit Auszubildenden der Feuerwehr besetzt.
Darüber hinaus rückte der Gerätewagen Rettungsdienst aus, der nach dem Hygienekonzept der Feuerwehr Paderborn Getränke und saubere Schutzkleidung zur Einsatzstelle lieferte. Damit wurde sichergestellt, dass die eingesetzten Einsatzkräfte ihre kontaminierte Schutzkleidung wechseln konnten.
Erst gegen 20 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Um 22 Uhr führte ein Hilfeleistungslöschfahrzeug noch eine Brandnachschau durch, um mögliche Glutnester erkennen zu können. (ots/r)
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KORBACH. Betrüger haben ein Rentnerpaar um mehrere tausend Euro gebracht. Mit einem Schockanruf setzten die Täter die Senioren massiv unter Druck.
Über den Festnetzanschluss erhielt das Paar am Donnerstagabend einen Anruf. In russischer Sprache gab sich ein Mann als Polizist aus und schilderte, dass die Nichte der Angerufenen in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt sei und nun in Untersuchungshaft kommen solle.
Verhindert werden könne dies angeblich nur durch die sofortige Zahlung einer hohen Kaution in bar. Auf diese Weise setzten die Betrüger das Rentnerpaar so stark unter Druck, dass die Senioren das Geld in zwei Briefumschlägen verstauten.
Abgeholt wurde das Geld gegen 22 Uhr an der Wohnungstür der Opfer in einem Wohngebiet nahe der Großsporthalle „Auf der Hauer“. Offenbar gab der Abholer vor, von der Polizei geschickt worden zu sein.
Erst als die Senioren später Kontakt zu ihrer Nichte aufnahmen, wurde ihnen klar, dass sie Betrügern aufgesessen waren. Anzeige bei der Polizei erstatteten sie am Freitag.
Da die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei Kassel bislang nicht zur Identifizierung der Täter geführt haben, bitten die Beamten des für Betrugsdelikte zuständigen Kommissariats um Hinweise aus der Bevölkerung.
Der Abholer wird wie folgt beschrieben:
Wer zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge in dem Wohngebiet nahe der Großsporthalle „Auf der Hauer“ gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)
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DIEMELSTADT. Rollen mit Kupferkabeln im Wert von rund 20.000 Euro haben bislang unbekannte Täter von einem Firmengelände entwendet. Die Kriminalpolizei Korbach sucht Zeugen.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen öffneten die Kupferdiebe in der Nacht zu Samstag zwischen 1.10 Uhr und 2 Uhr gewaltsam das Zufahrtstor an der Rückseite eines Firmengeländes im Wendeweg.
Anschließend begaben sich die Täter offenbar zielstrebig zu einem Lagercontainer, brachen diesen auf und schafften die darin gelagerten Kabeltrommeln über das Grundstück zum Zufahrtstor.
Aufgrund des Gewichts der Beute geht die Polizei davon aus, dass die Täter für den Abtransport ein größeres Fahrzeug nutzten. Mit diesem flüchteten sie schließlich in unbekannte Richtung.
Die weiteren Ermittlungen führen die für Einbruchsdelikte zuständigen Ermittler der Kriminalpolizei Korbach. Wer Hinweise auf die unbekannten Täter geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 zu melden. (ots/r)
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BIELEFELD/LIPPE. Auf der A 2 ist ein Personenkraftwagen nach einem Sekundenschlaf auf einen Sattelzug aufgefahren. Der Autofahrer wurde leicht verletzt.
Mit einem Opel befuhr ein 33 Jahre alter Mann aus Herford am Freitag gegen 15.25 Uhr den rechten Fahrstreifen der A 2 in Richtung Hannover. Zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Ost und Ostwestfalen/Lippe fuhr er aufgrund eines Sekundenschlafs auf den vorausfahrenden Sattelzug eines 48 Jahre alten Mannes aus Polen auf.
Ein Abschleppunternehmen transportierte den schwer beschädigten Opel ab. Der Sattelzug blieb fahrbereit. Den Sachschaden schätzt die Polizei insgesamt auf 40.000 Euro. Ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung wurde eingeleitet.
Während der Unfallaufnahme war die Richtungsfahrbahn Hannover kurzzeitig komplett gesperrt. Ab 16.15 Uhr blieb nur noch der rechte Fahrstreifen gesperrt. Um 16.50 Uhr war die Fahrtrichtung Hannover wieder frei.
Die Polizei erinnert daran, bei Anzeichen von Müdigkeit sofort auf dem nächsten Parkplatz anzuhalten und eine Pause zu machen. Wer bei 100 km/h drei Sekunden einschläft, legt bereits eine Strecke von 83 Metern im Blindflug zurück. (ots/r)
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BEVERUNGEN. In einem Mehrfamilienhaus in der Straße Im kleinen Felde ist es zu einem Wohnungsbrand gekommen. Rauchentwicklung stellten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei am Freitag, 10. Juli 2026, gegen 10 Uhr bereits vor dem Gebäude und im Hausflur fest.
Ausgangspunkt war eine Wohneinheit im Erdgeschoss. Das Gebäude wurde unverzüglich evakuiert. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die betroffene Wohnung wurde anschließend durch die Feuerwehr geöffnet.
Der Brandort konnte in den Räumen der Wohneinheit lokalisiert und das Feuer gelöscht werden. In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte außerdem drei Hunde vor, die durch die Feuerwehr aus dem Haus gerettet werden konnten.
Nach erster Einschätzung am Einsatzort bestand für die Hunde aufgrund ihres Aufenthalts in der brennenden Wohnung Lebensgefahr. Die Tiere wurden zunächst vor Ort durch die Feuerwehr erstversorgt und anschließend in eine nahegelegene Tierarztpraxis gebracht.
Die Brandursache ist derzeit unklar, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich. Die betroffene Wohnung ist momentan nicht bewohnbar. (ots/r)
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BATTENBERG. In einer frei zugänglichen Toilettenanlage eines Dorfgemeinschaftshauses im Ortsteil Berghofen hat es gebrannt (wir berichteten).
Gegen 21 Uhr war das Feuer am Sonntag, 12. Juli 2026, gemeldet worden. Eine Streife der Polizeistation Frankenberg wurde gemeinsam mit der Feuerwehr zum Brandort gerufen.
Nach Angaben der Polizei war das Feuer offenbar in der Toilettenanlage ausgebrochen und konnte schnell gelöscht werden. Dennoch entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Erste Ermittlungen am Brandort ergaben bereits Hinweise darauf, dass Kinder für das Feuer verantwortlich sein könnten. Erhärtet wurden diese Hinweise, als sich am Abend ein Erziehungsberechtigter bei der Polizei meldete. Nach dessen Angaben soll sein Kind gemeinsam mit zwei Freunden in der Toilette gezündelt haben.
Tatverdächtig sind drei Kinder im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren. Bei ihrer Anhörung durch die Polizei zeigten sie sich reumütig. Die Ermittlungen dauern an.
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PADERBORN. Tödliche Verletzungen hat ein Autofahrer bei einem Frontalzusammenstoß auf der B 1 neu zwischen dem Diebesweg und Bad Lippspringe erlitten.
Im morgendlichen Berufsverkehr kam es am Montag gegen 7.50 Uhr zwischen den Anschlussstellen Diebesweg und Bad Lippspringe zu dem schweren Unfall. Ein 51 Jahre alter Mann war mit einem Skoda auf dem linken von zwei Fahrstreifen der Bundesstraße in Richtung Bad Lippspringe unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache geriet der Wagen nach links in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen. Am Steuer des Lkw saß ein 40 Jahre alter Fahrer.
Um 7.57 Uhr alarmierte die Kreisleitstelle Paderborn die Feuerwehren Paderborn und Bad Lippspringe sowie den Rettungsdienst zu einem gemeldeten Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf die B 1 neu. Nach Angaben der Feuerwehr war zwischen den Ausfahrten Diebesweg und der L 814 ein Skoda Octavia aus unbekannter Ursache in den Gegenverkehr geraten. Dort kam es zum Frontalzusammenstoß zwischen dem Personenkraftwagen und einem Volvo-Sattelzug.
Der Skoda-Fahrer wurde nach Angaben der Polizei im Auto eingeklemmt. Bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte war der schwerstverletzte Fahrer durch das beherzte Eingreifen anderer Verkehrsteilnehmer bereits aus dem Pkw befreit worden, sodass umgehend mit Reanimationsmaßnahmen begonnen werden konnte. Trotz eingeleiteter und umfangreicher Rettungsmaßnahmen durch den Rettungsdienst verstarb der Mann noch an der Unfallstelle.
Der Fahrer des Volvo-Sattelzuges blieb unverletzt. Neben der Besatzung von zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug wurde auch der Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“, der am Flughafen Münster/Osnabrück stationiert ist, zur Einsatzstelle entsandt.
Im weiteren Verlauf streuten die Einsatzkräfte ausfließende Betriebsstoffe mit Ölbindemittel ab. Außerdem wurde der Brandschutz mit Pulverlöscher und Strahlrohr sichergestellt.
Das Unfallaufnahmeteam der Polizei Paderborn sicherte die Spuren an der Einsatzstelle. Der Skoda wurde sichergestellt. Der Lkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Durch die Bergungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme war die B 1 zwischen den Abfahrten Diebesweg und Bad Lippspringe bis in den Mittag hinein komplett gesperrt. Durch den morgendlichen Berufsverkehr bildeten sich auf beiden Seiten der Einsatzstelle lange Rückstaus. Der Verkehr wurde in Fahrtrichtung Bad Lippspringe an der Ausfahrt Diebesweg abgeleitet. In Richtung A 33 leitete die Polizei den Verkehr bereits in Bad Lippspringe ab.
Im Rückstau ereignete sich gegen 9 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Bad Lippspringe ein weiterer Unfall. Dabei wurde ein Lkw, der aus Schlangen kommend in Richtung Paderborn fuhr, bei einem Auffahrunfall beschädigt.
Die Feuerwehr Paderborn entsandte neben den Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswache Nord mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einer Drehleiter auch die Besatzung der Feuer- und Rettungswache Süd mit einem weiteren Hilfeleistungslöschfahrzeug sowie einem Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Rüst. Unterstützt wurden die hauptberuflichen Kräfte durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Löschzuges Marienloh sowie durch das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehrschule, das sogenannte TOJ-HLF für „Training on the Job“. Die Einsatzkräfte aus der Nachbarstadt Bad Lippspringe brauchten nicht mehr tätig zu werden. (ots/r)
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WILLINGEN. Auf dem Parkplatz des Lagunenbads ist ein silbergrauer Mercedes beschädigt worden.
Der Mercedes A 200 wurde am Samstag, 11. Juli 2026, gegen 14 Uhr auf dem Parkplatz abgestellt. Als der Fahrer gegen 17.30 Uhr zu dem Fahrzeug zurückkehrte, stellte er eine Beschädigung vorne rechts fest.
Vermutlich wurde der Wagen beim Rangieren durch einen bislang unbekannten Fahrzeugführer beschädigt. Anschließend entfernte sich der Verursacher von der Unfallstelle, ohne seinen Pflichten nachzukommen.
Hinweise zum Verursacher nimmt die Polizeistation Korbach unter der Telefonnummer 05631/9170 entgegen.
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FRANKENBERG. Beim „Info-Café Mutmacher“ des Klinikums Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg standen Sozialrecht, finanzielle Absicherung und der Weg zurück in den Beruf nach einer Krebserkrankung im Mittelpunkt.
Das Klinikum Waldeck-Frankenberg berichtete am 10. Juli 2026 über die Veranstaltung. Dank moderner Therapien überleben heute 60 Prozent der Krebspatienten langfristig. Die Krankheit wandelt sich damit zunehmend zur chronischen Erkrankung. Viele Betroffene sind zwar vom Tumor geheilt, aber noch lange nicht gesund: Sie leiden unter Spätfolgen wie chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen oder Nervenschäden und stehen vor großen finanziellen sowie beruflichen Herausforderungen. Um Orientierung zu bieten, lud das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg im Rahmen der Reihe „Info-Café Mutmacher“ zu einem existenziellen Themennachmittag ein.
Kompetente Orientierung im Behördendschungel
Im Mittelpunkt der vom Frankenberger Krankenhaus organisierten Veranstaltung stand das für Betroffene lebenswichtige Thema Sozialrecht und die finanzielle Absicherung nach einer Krebserkrankung. Als hochkarätiger Referent informierte Prof. Dr. Ulf Seifart, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie sowie Ärztlicher Direktor der Klinik Sonnenblick in Marburg, welche als einzige Klinik in Hessen ein sozialmedizinisches Kompetenzzentrum unterhält.
Der Experte besitzt die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin und ist leitender Ärztlicher Direktor der Deutschen Rentenversicherung Hessen. Unterstützt wurde er im Diskussionsteil von der Leitenden Oberärztin Gabriele Schalk, die ebenfalls Fragen beantwortete und Tipps gab.
Finanzielle Weichenstellungen frühzeitig überdenken
Prof. Dr. Seifart verdeutlichte anhand von Fallbeispielen, wie sich die finanzielle Situation entwickeln kann und welche Entlastungen bei welchen Behörden beantragt werden können. Ein zentraler Sorgenfaktor ist das Geld. Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung sinkt das Einkommen spürbar: Das anschließende Krankengeld liegt deutlich unter dem vorherigen Nettoeinkommen und wird für maximal 78 Wochen gezahlt.
Der Referent riet eindringlich, Folgeschritte wie Arbeitslosengeld oder eine Erwerbsminderungsrente sehr frühzeitig zu überdenken, da Behörden oft langsam arbeiten. Um im „Dschungel“ der Zuständigkeiten den Überblick zu behalten, empfahl er Lotsen. Kompetente Ansprechpartner seien hierbei Krebsberatungsstellen, DKH, Selbsthilfegruppen, Sozialdienste, VDK, Internetportale wie das der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, aber auch Rehabilitation.
Zurück in den Beruf: Der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg
Ein weiterer Schwerpunkt war die berufliche Wiedereingliederung. Rund 63 Prozent aller Krebspatienten kehren ins Berufsleben zurück. Prof. Dr. Seifart betonte, dass dies am ehesten mit einem strukturierten Plan gelingt.
Die Statistik spricht eine klare Sprache: 86 Prozent der Angestellten schaffen mithilfe eines strukturierten Wiedereingliederungsplans den dauerhaften Einstieg – ohne Plan geben hingegen 50 Prozent wieder auf. Wie wertvoll dieser Schritt ist, schilderte eine Zuhörerin: Ihr Arbeitsplatz und -umfang wurden in Absprache mit dem Chef und dem BMAS-Beauftragten flexibel ihrer Belastbarkeit angepasst.
Die Arbeit gebe ihr durch die Aufgaben, den Tagesablauf und die sozialen Kontakte enorme mentale Kraft und lasse die Gedanken an die Erkrankung in den Hintergrund treten. Prof. Dr. Seifart bestärkte dies und ermunterte Patienten, wann immer möglich – auch zwischen den Chemophasen –, zur Arbeit zu gehen und offen mit der eigenen Belastbarkeit umzugehen. Vorgesetzte und Kollegen seien meist sehr unterstützungsbereit. Zudem können diverse Wiedereingliederungshilfen, etwa für die ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes, beantragt werden.
Ein voller Erfolg für Betroffene und Angehörige
Die rege Beteiligung und die Fragerunde zeigten, wie groß der Informationsbedarf ist und dass sich viele Patienten im Vorfeld unzureichend informiert fühlten. Dank der profunden Antworten von Prof. Dr. Seifart konnten viele Ängste genommen werden.
„Die Klinik in Frankenberg beweist damit einmal mehr, dass zu einer ganzheitlichen Patientenversorgung mehr gehört als die reine Medizin: nämlich den Menschen auch auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben aktiv zu begleiten“, resümierte die Leitende Oberärztin Gabriele Schalk am Ende des informativen Nachmittags.
Info-Café Mutmacher wieder am 21. Juli
Der nächste Termin des Info-Cafés findet am 21. Juli 2026 um 15 Uhr statt. Der neue Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. med. Mehmet Yiğit, wird über „Neues in der hormonellen Mammakarzinomtherapie“ referieren. Um Anmeldung wird gebeten über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 06451/55-355.