Michael Fränkel

Michael Fränkel

BRILON. Auffällige Fahrweise und eine Kollision mit einer Schutzplanke haben eine Polizeikontrolle auf der Bundesstraße 251 nach sich gezogen. Bei einem 40 Jahre alten BMW-Fahrer stellten die Beamten Atemalkoholgeruch fest.

Der graue BMW war am Samstag gegen 20.36 Uhr einer Streifenwagenbesatzung aufgefallen. Das Fahrzeug war auf der B 251 in Fahrtrichtung Brilon-Wald unterwegs.

Auf Höhe des Abzweigs Hoppecke geriet der BMW in einer Linkskurve auf das Bankett und stieß mit der rechten Fahrzeugseite gegen die Schutzplanke. Die Streife war in entgegengesetzter Richtung unterwegs, wendete und fuhr dem BMW nach.

Aufgrund der Kollision und der unsicheren Fahrweise forderten die Polizisten den Fahrer zum Anhalten auf. Im Rahmen der Kontrolle nahmen die Beamten Atemalkoholgeruch wahr. Ein Atemalkoholtest verlief positiv.

Auf der nächstgelegenen Polizeiwache wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Der Führerschein des 40-Jährigen wurde sichergestellt. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte der Mann die Wache wieder verlassen.

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Montag, 22 Juni 2026 10:53

Staatsschutz ermittelt nach Autokorso

KASSEL. Nach einem Autokorso anlässlich des WM-Spiels Deutschlands gegen die Elfenbeinküste ist es in der Kasseler Innenstadt zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein 28-Jähriger steht im Verdacht, auf dem Dach eines Ford Mustang den Hitlergruß gezeigt zu haben.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren am Sonntag, 21. Juni 2026, gegen 1.20 Uhr drei Männer im Alter von 22 bis 40 Jahren sowie eine 16-Jährige gemeinsam in einem Ford Mustang auf der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt kam der Verkehr aufgrund zahlreicher Personen und Fahrzeuge bereits nahezu vollständig zum Erliegen.

Im Verdacht steht ein 28 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Kassel. Er soll den Pkw verlassen und auf dem Autodach stehend den Hitlergruß gezeigt haben. In der Folge kam es durch zahlreiche umstehende Personen zu Beschädigungen an dem Ford.

Unter anderem wurde das Kennzeichen abgerissen, dessen Buchstaben- und Zahlenkombination nach Polizeiangaben auch eine bekannte Symbolik im Rechtsextremismus darstellt. Zudem wurden die Fahrzeuginsassen teilweise durch die geöffneten Fenster attackiert.

Durch den Einsatz zahlreicher Polizeikräfte konnten weitere Aktionen der Person auf dem Fahrzeug sowie der Personen um das Fahrzeug herum unterbunden werden. Die beteiligten Personen wurden festgenommen und auf das Revier gebracht.

Noch in der Nacht übernahm die Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen die weiteren umfangreichen Ermittlungen. Diese wurden auch am selben Tag fortgeführt.

Ermittelt wird gegen den 28-Jährigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zudem richten sich Ermittlungen gegen zwei 20 und 25 Jahre alte Männer, die im Verdacht stehen, die Fahrzeuginsassen angegriffen zu haben. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt.

Die Ermittlungen dauern an und umfassen auch die Überprüfung von Videos im Internet hinsichtlich ihrer Echtheit und möglicher weiterer Ermittlungsansätze.

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EDERTAL. Im Kreuzungsbereich im Ortsteil Wellen sind ein Volkswagen und ein Motorrad zusammengestoßen. Der Motorradfahrer wurde bei dem Unfall verletzt.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag gegen 17.15 Uhr. Ein 37 Jahre alter Mann aus Bad Wildungen war mit einem VW auf der Bachstraße in Richtung Wehrweg und weiter in Richtung Wega unterwegs.

Zur gleichen Zeit befuhr ein 30 Jahre alter Mann aus Baunatal mit einer BMW S 1000 RR die vorfahrtberechtigte Edertalstraße. Er kam aus Richtung Bergheim und fuhr in Richtung Fritzlar.

Im Kreuzungsbereich missachtete der VW-Fahrer die Vorfahrt des Motorradfahrers. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der Motorradfahrer wurde verletzt, der Autofahrer blieb unverletzt.

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Sonntag, 21 Juni 2026 03:11

Schwieriger Waldbrand-Einsatz in Waldeck

WALDECK. Brennender Baum am Urwaldsteig hat einen Waldbrand-Einsatz der Feuerwehr Stadt Waldeck ausgelöst. Schwierige Wege, herabgefallene Äste und hohe Temperaturen erschwerten die Arbeit.

Alarmiert wurde die Feuerwehr am Samstag, 20. Juni 2026, um 11.03 Uhr nach Waldeck-See. Der Ortszusatz „Urwaldsteig“ deutete bereits darauf hin, dass die Einsatzstelle nur erschwert zu erreichen sein würde.

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Leitstelle und der noch vor Ort befindlichen Anruferin konnte ein Nationalparkrettungspunkt ausfindig gemacht werden. Mithilfe der vorbereiteten technischen Ausstattung im Einsatzleitwagen konnte der Ort zielgenau angefahren werden, wodurch eine lange Suche erspart blieb.

Ein erstes schmaleres Löschfahrzeug fuhr direkt mit in den Wald ein, um die Lage zu erkunden und erste Löschmaßnahmen einzuleiten. Alle weiteren Einheiten blieben zunächst auf der Ederseerandstraße in Bereitstellung.

Der Weg zum Feuer gestaltete sich schwierig. Durch den Sturm in der vorherigen Nacht lagen mehrere dicke Äste auf dem Waldweg und machten das Befahren unmöglich. Mehrfach musste angehalten und der Weg freigeräumt werden. Matschiger Untergrund und enge Wege erschwerten das Vorankommen zusätzlich und verlangten den Fahrzeugen und Maschinisten einiges ab.

An der gemeldeten Stelle stand ein Baum in Brand. Betroffen waren sowohl ein auf dem Waldboden liegender Stamm als auch der noch stehende Teil des Baumes. Umgehend wurden Löschmaßnahmen mit einem Schnellangriffsschlauch eingeleitet.

Anschließend wurden zwei weitere Löschfahrzeuge gezielt an die Einsatzstelle geführt, um die Löschwasserversorgung über die Fahrzeugtanks sicherzustellen. Zudem wurde weiteres Personal benötigt.

In Absprache mit einem Nationalparkranger wurde der Baum nach dem ersten Ablöschen mit einer Motorkettensäge zerkleinert. Dadurch konnten auch die Glutnester im Inneren erreicht und abgelöscht werden. Eine weitere Ausbreitung auf den Waldboden konnte verhindert werden. Bei den sommerlich hohen Temperaturen wäre dies nach Angaben der Feuerwehr nicht unwahrscheinlich gewesen.

Zusätzlich belastete die Hitze die Arbeit der Kräfte. Besonders in der dicken Schutzkleidung, die bei Arbeiten mit der Kettensäge erforderlich ist, kamen sie sichtbar ins Schwitzen. Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurden Getränke ausgegeben, um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen.

Unter der Einsatzleitung von Andreas Przewdzing dauerte der Einsatz rund eineinhalb Stunden.

Sonntag, 21 Juni 2026 02:57

Lagerfeuer ruft Feuerwehr auf den Plan

FRANKENBERG. Rauchentwicklung in einer Gartenanlage in der Hengstfurt hat am Vormittag einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Eine Gefahr für Personen, Umwelt oder eine weitere Ausbreitung bestand nicht.

Alarmiert wurde die Kernstadtwehr am Freitag, 19. Juni 2026, gegen 10.46 Uhr. Gemeldet worden war zunächst ein unklares Feuer in einem Schrebergarten.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine leichte Rauchentwicklung fest und kontrollierten den betroffenen Bereich. Ursache war ein Lagerfeuer, bei dem sich Personen aufhielten.

Da keine Gefahr bestand, waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Im Einsatz waren drei Fahrzeuge der Kernstadtwehr sowie ein Rettungswagen. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Stefan Stroß.

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FRANKENBERG. Ein Blitzeinschlag in ein Wohnhaus im Stadtteil Röddenau hat am späten Abend einen Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Ein Feuer entstand nicht.

Der Einsatz begann am Freitag, 19. Juni 2026, gegen 23.30 Uhr im Schlingeweg. Nach ersten Informationen traf der Blitz den Giebel des Hauses und verursachte Schäden bis in die Hausverteilung. Teile der Dachziegel wurden durch den Einschlag beschädigt.

Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Martin Trost wurde das Gebäude kontrolliert. Auch das Dach wurde über eine Steckleiter und mit Absturzsicherung überprüft. Hinweise auf ein Feuer oder weitere Gefahren ergaben sich dabei nicht.

Die Panzersicherung wurde von einem Elektriker gezogen, weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich.

Im Einsatz waren rund 30 Kräfte der Feuerwehren Frankenberg und Röddenau.

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BAD WILDUNGEN. Beim Auffahren auf die Bundesstraße 485 ist es im Bereich Berliner Straße zu einem Zusammenstoß zwischen einem Renault Zoe und einem Audi A6 gekommen. Eine Autofahrerin erlitt einen Schock und wurde mit einem Rettungswagen in die Asklepiosklinik gebracht.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag gegen 13 Uhr. Eine 53 Jahre alte Frau aus Kassel war mit einem Renault Zoe auf der Berliner Straße unterwegs und wollte auf die B 485 auffahren.

Dabei missachtete sie die Vorfahrt einer 42 Jahre alten Frau aus Edertal, die mit einem Audi A6 auf der B 485 aus Richtung Giflitz in Richtung Hundsdorf fuhr. Im Einmündungsbereich prallte der Audi in den linken Kotflügel des Renault.

An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Der Schaden am Renault wird auf 10.000 Euro geschätzt, am Audi auf 7000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

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EDERTAL. Schadstellen auf der Bringhäuser Straße in Hemfurth werden beseitigt. Für die Arbeiten an der Kreisstraße 35 muss der Abschnitt zwischen dem Kindergarten und Hausnummer 31 voll gesperrt werden.

Geplant ist die Schadstellensanierung von Dienstag, 23. Juni 2026, bis Freitag, 27. Juni 2026. Auf einer Länge von etwa 125 Metern erneuert Hessen Mobil den Fahrbahnasphalt.

Während der Arbeiten wird der Verkehr in Richtung Bringhausen über die Straßen Im Kleegarten, Die Breite und die Querstraße umgeleitet. In der Gegenrichtung führt die Umleitung über die Forsthausstraße, Die Breite und Im Kleegarten.

Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite regelt eine Baustellenampel den Verkehr in den Straßen Im Kleegarten und Die Breite. Hessen Mobil bittet alle Verkehrsteilnehmer sowie Anwohner um Verständnis und Rücksicht während der Maßnahme.

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Freitag, 19 Juni 2026 14:00

Betrüger erbeuten hohen Bargeldbetrag

KORBACH. Opfer dreister Betrüger geworden ist eine Seniorin in Korbach. Mit einer frei erfundenen Geschichte über einen angeblichen Autounfall ihrer Tochter erbeuteten die Täter einen hohen Bargeldbetrag.

Die hochbetagte Frau erhielt am Donnerstag, 18. Juni 2026, gegen 11 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Eine weinerlich klingende Frau gab vor, die Tochter der Geschädigten zu sein. Sie schilderte, in einen Autounfall verwickelt zu sein, bei dem ein Kind zu Schaden gekommen sei.

Um diesem Kind zu helfen und von der Polizei nicht verhaftet zu werden, benötige sie angeblich einen Geldbetrag in Höhe von 85.000 Euro. Im Gespräch meldete sich später eine männliche Stimme und gab sich als Polizist aus.

Der angebliche Polizist sprach akzentfrei Russisch, sodass die weitere Kommunikation in dieser Sprache fortgeführt wurde. Von der Seniorin forderte er sogar einen Betrag von 100.000 Euro zur Abwendung des angeblichen Schadens.

Im weiteren Verlauf setzten die Täter die Rentnerin derart unter Druck, dass sie schließlich zwischen 12 Uhr und 13 Uhr einem Abholer einen hohen Bargeldbetrag an ihrer Haustür in der Weizackerstraße übergab. Erst Stunden nach der Tat, als die Tochter der Seniorin ihre Mutter besuchte, fiel der Betrug auf.

Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • etwa 1,70 Meter groß
  • schlank
  • heller Teint
  • kurzes schwarzes Haar
  • dunkle Umhängetasche

Die Ermittlungen werden bei der Kriminalpolizei in Kassel geführt. Zeugen, die den Geldabholer beobachtet haben oder anderweitig Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)

Tipps der Redaktion

Die Polizei warnt immer wieder vor sogenannten Schockanrufen. Dabei setzen Betrüger ihre Opfer gezielt unter Druck und behaupten zum Beispiel, ein Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht oder müsse dringend vor einer Festnahme bewahrt werden.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort misstrauisch werden:

  • Legen Sie auf, wenn Geld, Schmuck oder Wertsachen gefordert werden.
  • Rufen Sie den betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Telefonnummer selbst zurück.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Sprechen Sie mit Angehörigen, Nachbarn oder vertrauten Personen über den Anruf.
  • Verständigen Sie im Zweifel sofort die Polizei über den Notruf 110.

Wichtig: Echte Polizeibeamte verlangen am Telefon niemals Geld oder Wertsachen, um eine angebliche Festnahme, Strafe oder Kaution abzuwenden.

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Freitag, 19 Juni 2026 12:36

Herzmedizin im regionalen Netzwerk

FRANKENBERG. Unter dem Motto „Ihr Herz im Fokus“ hat das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg zu einer Informationsveranstaltung in das Philipp-Soldan-Forum eingeladen. Im Mittelpunkt stand die regionale Versorgung von Herzpatienten – von der ersten Diagnostik bis zur spezialisierten Behandlung im Netzwerk.

Als Gastredner präsentierten sich Serguei Korboukov, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Korbach, und Prof. Dr. Bernhard Schieffer, Direktor der Kardiologie am Universitätsklinikum Marburg. Vor zahlreichen interessierten Bürgern verdeutlichten die Referenten, wie die enge Vernetzung der Kliniken eine lückenlose Rettungskette in der Region sicherstellt.

Die erste Stunde entscheidet

Yaseen Omar, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme und Kardiologe in Frankenberg, eröffnete die Vortragsreihe mit einem klaren Fokus auf die Basisversorgung im ländlichen Raum. Er betonte, dass der lokale Erstversorger oft über Leben und Tod entscheidet, da die erste Stunde nach einem Infarkt maßgeblich für die Langzeitprognose des Patienten ist.

  • Diagnostik vor Ort: In Frankenberg werden die initiale Diagnostik und Stabilisierung durchgeführt.
  • Effiziente Triage: Nicht jeder Fall muss verlegt werden. Viele Krankheitsbilder wie Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen sowie Schlaganfälle in der Stroke Unit werden direkt vor Ort versorgt, um die Zentren nicht zu überlasten.
  • Vernetzte Rettung: Falls eine Verlegung nötig ist, wird diese von Frankenberg veranlasst und die aufnehmende Klinik direkt informiert. So kann diese die Zeit während des Transports nutzen, um die operative Versorgung des Patienten vorzubereiten. Dadurch erfolgt die Versorgung im Zentrum so schnell, als wäre der Patient direkt dort eingeliefert worden.

Invasive Kardiologie und Nachsorge in Korbach

Serguei Korboukov, Chefarzt der Kardiologie des Klinikums Waldeck-Frankenberg am Standort Korbach, gab Einblicke in die spezialisierte Infrastruktur seiner Klinik. Seit 2008 wurde dort die invasive Kardiologie kontinuierlich ausgebaut.

  • Hochleistungsmedizin: Mit einem 24/7-Herzkatheterlabor, einer Chest-Pain-Unit und einer Stroke Unit ist Korbach als Notfallstufe 2 für die Region unverzichtbar.
  • Sektorenübergreifende Nachsorge: Über das Medizinische Versorgungszentrum wird eine engmaschige poststationäre Betreuung komplexer Patienten sichergestellt.
  • Vertrauensvolle Kooperation: Für Korboukov ist eine Kommunikation auf Augenhöhe zwischen den Partnerkliniken die Grundvoraussetzung für den Erfolg.

Kardiologie im Netzwerk

Die Experten unterstrichen die regionale Versorgungsqualität. Dabei wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit der Standorte Frankenberg und Korbach sowie die Anbindung an überregionale Partnerkliniken eine wichtige Grundlage für eine schnelle und sichere Versorgung von Herzpatienten bildet.

Zukunft der Medizin: Spezialisierung und Zentralisierung

Prof. Dr. Bernhard Schieffer, Direktor der Kardiologie am Universitätsklinikum Marburg, warf einen Blick auf die strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen. Er verdeutlichte, dass Ressourcen aufgrund des zunehmenden Kostendrucks und Personalmangels gezielter gesteuert werden müssen.

  • Trend zur Ambulantisierung: Viele Eingriffe, die früher stationär erfolgten, werden schon jetzt und künftig regelhaft ambulant durchgeführt.
  • Qualität durch Zentralisierung: Hochkomplexe Eingriffe erfordern eine Zentralisierung, um die nötige Erfahrung und technische Ausstattung zu gewährleisten.
  • Positive Bilanz: Schieffer vermittelte Zuversicht beim Publikum. Die Versorgung in der Region Waldeck-Frankenberg/Marburg sei hervorragend organisiert und stabiler als in vielen Ballungsräumen.

Gemeinsam in die Zukunft

Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund der Fusion des Kreiskrankenhauses Frankenberg und des Stadtkrankenhauses Korbach zum neuen Klinikum Waldeck-Frankenberg statt. Diese strukturelle Verbindung, kombiniert mit der langjährigen Kooperation mit dem Universitätsklinikum Marburg und dem Klinikum Kassel, schafft ein starkes medizinisches Netzwerk.

Dieses Netzwerk verknüpft eine stabile Basisversorgung mit moderner Hochleistungsmedizin und bringt diese direkt zu den Menschen in der Region. Der Abend endete mit einem intensiven Austausch, bei dem die Bürger ihre Fragen direkt an die Experten richten konnten – ein lebendiger Beweis dafür, dass die regionale Herzmedizin ihre Patienten fest im Blick hat.

Neustes 112-Video

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