Michael Fränkel

Michael Fränkel

Donnerstag, 12 März 2026 18:53

Wildwechsel - Tucson landet seitlich im Graben

HAINA. Zu einem Alleinunfall auf der Landesstraße 3296 wurden am Donnerstagmorgen zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Ein 23-jähriger Mann aus Kassel war gegen 6.50 Uhr mit seinem weißen Hyundai Tucson zwischen Dodenhausen und Herbelhausen unterwegs, als ein Reh die Fahrbahn kreuzte.

Um eine Kollision mit dem Tier zu vermeiden, wich der Fahrer aus. Dabei geriet der Wagen zunächst rechts auf die Schutzplanke, schleuderte über die Gegenfahrbahn und kam schließlich im Straßengraben auf der Seite zum Liegen. Aufgrund der Erstmeldung über eine im Fahrzeug eingeschlossene Person wurden die Feuerwehren aus Gemünden, Haina, Löhlbach, Dodenhausen und Battenhausen mit dem Alarmstichwort „HKLEMM 1 Y, VU Klemm PKW, eingeschlossen im PKW“ alarmiert.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr Haina gegenüber 112 Magazin mitteilte, war der Fahrer jedoch nicht eingeklemmt. Die Teams vor Ort beschränkten ihre Maßnahmen auf das Batteriemanagement; eine technische Hilfeleistung war nicht erforderlich. Der 23-Jährige blieb unverletzt und kümmerte sich eigenständig um die Abschleppung des Fahrzeugs. Zur Schadenshöhe konnten vor Ort keine Angaben gemacht werden.

GIEßEN. Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Baugewerbe haben rund 100 Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Gießen mehrere Baustellen in Nord-, Ost- und Mittelhessen überprüft. Dabei wurden Verstöße unter anderem gegen das Arbeits- und Aufenthaltsrecht festgestellt.

Im Fokus stand, ob Arbeitgeber Beschäftigte ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden und ob Ausländer die für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen beziehungsweise Aufenthaltstitel besitzen. Auch die Zahlung der gesetzlichen Mindestlöhne wurde überprüft.

Im Bezirk des Hauptzollamtes Gießen wurden 223 Arbeiter von 73 Firmen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt und zahlreiche Dokumente geprüft. Bundesweit waren mehr als 3200 Zöllnerinnen und Zöllner aller Hauptzollämter auf Baustellen unterwegs. „Solche Kontrollen sind wichtig, um faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu sichern. Wer sich nicht an die Regeln hält, verschafft sich einen unrechtmäßigen Vorteil gegenüber ehrlichen Unternehmern“, so Stephanie Auerswald, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Gießen. „Gerade auf Baustellen kommt es immer wieder zu Verstößen. Unternehmen und Beschäftigte müssen jederzeit damit rechnen, dass wir unangekündigt vor Ort prüfen.“

Für drei moldawische Männer im Alter von 28 bis 34 Jahren endete die Arbeit auf einer Baustelle im Landkreis Fulda mit ihrer vorläufigen Festnahme und einem Strafverfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthaltes. Auf einer Baustelle in Gießen wurde außerdem ein 56-jähriger Belarusse vorläufig festgenommen, der Monteur arbeitete ohne gültigen Aufenthaltstitel.

In Kassel wurden auf einer Baustelle drei Serben im Alter von 40 bis 42 und ein Moldawier im Alter von 26 Jahren angetroffen, die keine eindeutigen Aufenthalts- und Arbeitspapiere für die hiesigen Tätigkeiten vorlegen konnten. Die zuständigen Ausländerbehörden wurden eingeschaltet.

Darüber hinaus besteht bei 16 Arbeitern der Verdacht auf Scheinselbständigkeit sowie bei zwei Arbeitern der Verdacht, dass der Mindestlohn nicht gezahlt wird. Die vor Ort erhobenen Daten der Arbeitnehmer werden nun mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Unternehmen sowie weiteren Geschäftsunterlagen abgeglichen.

Am Ende der Kontrollen leiteten die Zöllnerinnen und Zöllner ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und sieben Strafverfahren ein. Das Hauptzollamt Gießen ermittelte im letzten Jahr gegen mehrere Firmen der Baubranche wegen des Verdachts des Vorenthaltens von Sozialabgaben in Millionenhöhe. Insgesamt führte dies zur Aufdeckung von Schäden für die Sozial- und Steuerkassen in Höhe von mehr als 13 Millionen Euro.

Zusatzinformation

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- und Sonderprüfungen auf Basis des risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese konzertierten Prüfungen sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei.

Im Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk gelten branchenspezifische Mindestlöhne. In allen anderen Branchen des Baugewerbes gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde beträgt.

Mittwoch, 11 März 2026 22:42

Klinik lädt Kitas zu Aktionstagen ein

FRANKENBERG. Das Interesse der umliegenden Kindertagesstätten an einer Besichtigung ist so groß, dass das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg neue Wege geht: Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, bietet das Haus spezielle Aktionstage an, zu denen mehrere Kitas gleichzeitig eingeladen werden. Der Auftakt im Februar stieß auf durchweg positive Resonanz. Sowohl die Kinder und ihre Betreuer als auch das Organisationsteam des Krankenhauses zogen eine begeisterte Bilanz der gemeinsamen Entdeckungstour.

Spielerisches Lernen an verschiedenen Stationen

Nach einem neuen Konzept erkundeten die Kinder in kleinen Gruppen verschiedene Stationen und lernten so die Abläufe der Notaufnahme, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und sogar das Schulzentrum kennen. Die kleinen Besucher aus Allendorf, Frankenberg und Schreufa erfuhren dabei viel über typische Untersuchungen und Behandlungen. Der Fokus lag bewusst auf spielerischen Mitmach-Aktionen, um den Klinikalltag begreifbar zu machen:

  • Selbst aktiv werden: Die Kinder legten Verbände an, probten das Fahren im Rollstuhl oder das Gehen mit Krücken.

  • Medizin hautnah: Bei Messungen von Blutdruck und Sauerstoffsättigung verloren die Kinder schnell die Scheu vor der medizinischen Technik.

  • Kreative Verarbeitung: Themenspezifische Ausmalbilder halfen dabei, das Erlebte direkt vor Ort kreativ zu vertiefen.

Ängste abbauen und Interesse wecken

Jutta Muth aus der Unternehmenskommunikation, die das Konzept entwickelt hat, erklärt: „Wir geben Kindern die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen eigene Erfahrungen mit der Krankenhauswelt zu sammeln. Das hilft enorm, damit sie sich im Ernstfall mutiger auf eine eigene Behandlung in der Notaufnahme einlassen können. Auch wenn ein Familienmitglied ins Krankenhaus muss, ist das für die Kinder dann weniger belastend.“

„Ganz besonders möchte ich mich für das Engagement unserer Mitarbeitenden bedanken: Wir haben ein großartiges Team für diesen ‚Sondereinsatz‘. Neben den Kolleginnen der Zentralen Notaufnahme (ZNA) war erstmals auch das Team aus dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) mit einer Station vertreten. Sie betreuen die Kinder empathisch, schaffen eine fröhliche Atmosphäre und beantworten geduldig die klugen Fragen der kleinen Entdecker. Ganz nebenbei wecken sie durch ihre Arbeit das Interesse an den Berufen in der Gesundheitsversorgung.“

Ein beeindruckender Ausflug

Nach rund zwei Stunden traten die Gruppen den Heimweg an – mit frisch angelegten Pflastern, Verbänden und ihren selbstgemalten Bildern sowie vielen neuen Eindrücken im Gepäck. Emma Paulus, stellvertretende Leitung der Kita Schreufa, bedankte sich im Nachgang im Namen der Kinder, Erzieherinnen und Eltern: „Der Tag war super organisiert, liebevoll durchgeführt und für die Kinder als auch die Erzieherinnen ein tolles Erlebnis. Die Kinder kamen mit einem freudestrahlenden Grinsen zurück in die Kita sowie nach Hause und haben von ihrem Ausflug begeistert erzählt, sodass sich auch heute noch mal viele der Erziehungsberechtigten bedankt haben.“

Mittwoch, 11 März 2026 22:34

HSK: Vorstellung des Verkehrsberichts 2025

HOCHSAUERLANDKREIS. Die Verkehrsunfallentwicklung im Hochsauerlandkreis zeigt im Jahr 2025 ein differenziertes Bild: Während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle leicht gestiegen ist, sind sowohl die Unfälle mit Personenschaden als auch die Zahl der verunglückten Menschen zurückgegangen.

Landrat Thomas Grosche, stellv. Abteilungsleiterin Mareen Weische und der Direktionsleiter Verkehr Victor Ocansey stellten die Zahlen im Rahmen einer Pressekonferenz vor. „Die statistische Wahrscheinlichkeit in unserem Kreisgebiet in einen Verkehrsunfall mit Personenschaden oder Schlimmeren verwickelt zu werden, ist geringer als in anderen Teilen von NRW“, so der Landrat und Behördenleiter der Kreispolizeibehörde. „Das ist aber keineswegs ein Grund, sich zurückzulehnen – im Gegenteil! Ein höchstmögliches Maß an Verkehrssicherheit für die Menschen in unserem Kreis ist unser Auftrag und unsere eigene Verpflichtung zugleich. Daher gibt es für uns Jahr für Jahr viel zu tun.“

Die Verunglücktenhäufigkeitszahl liegt im Hochsauerlandkreis mit 402 pro 100.000 Einwohnern weiterhin deutlich unter dem Landesdurchschnitt Nordrhein-Westfalens.

Im Jahr 2025 registrierte die Polizei im Hochsauerlandkreis 8901 Verkehrsunfälle. Der Anstieg ist vor allem auf Sachschadensunfälle sowie Verkehrsunfallfluchten zurückzuführen.

Positiv ist hingegen die Entwicklung bei den schweren Unfallfolgen:

  • weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden

  • weniger Verunglückte insgesamt

  • weniger Verkehrstote

Die Zahl der Verkehrstoten sank von 10 auf 9.

„Unser Ziel bleibt klar: Kein Mensch soll im Straßenverkehr sein Leben verlieren. Jeder tödliche Unfall ist einer zu viel und schmerzt uns alle sehr“, betont Polizeirat Victor Ocansey.

Motorradunfälle bleiben Schwerpunkt

Motorradfahrende sind weiterhin überproportional häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt. Obwohl sie nur einen vergleichsweise kleinen Anteil (6%) am gesamten Unfallgeschehen (28%) ausmachen, stellen sie einen großen Anteil der Schwerverletzten. Im Jahr 2025 verstarben zudem drei Motorradfahrer.

Das Hochsauerlandkreis gilt seit vielen Jahren als eine der attraktivsten Motorradregionen Deutschlands. Kurvenreiche Landstraßen, abwechslungsreiche Topografie und landschaftlich reizvolle Strecken ziehen jedes Jahr zahlreiche Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer an.

Doch genau diese Eigenschaften machen das Sauerland auch zu einer Region mit besonderen Herausforderungen für die Verkehrssicherheit.

Häufigste Unfallursache ist nicht angepasste Geschwindigkeit.

„Motorradunfälle sind zahlenmäßig nicht dominant, aber häufig mit besonders schweren Folgen verbunden, denn gerade hinter jeder Kurve kann der Tod lauern“, erklärt Ocansey.

Ein weiterer Faktor, der die Präventionsarbeit erschwert: Ein großer Teil, etwa 70%, der verunfallten Motorradfahrenden stammt nicht aus dem Hochsauerlandkreis.

Kinder im Radverkehr stärker betroffen

Eine besondere Entwicklung zeigt sich im Bereich der Verkehrsunfälle mit Kindern.

Während die Zahl der verunglückten Radfahrenden insgesamt leicht rückläufig ist, ist die Zahl der verunglückten Kinder auf Fahrrädern gestiegen.

„Kinder gehören zu den verletzlichsten Verkehrsteilnehmern. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen oftmals noch nicht zuverlässig einschätzen“, so Ocansey.

Die Polizei setzt deshalb weiterhin intensiv auf Verkehrserziehung und Radfahrausbildung in Schulen.

„Die Entwicklungen rund um den Fahrrad- und Pedelecverkehr nehmen wir sehr ernst. Auch wenn einzelne Zahlen in diesem Jahr rückläufig sind, wäre es völlig falsch, sich darauf auszuruhen. Gerade der Anstieg bei verunglückten Kindern zeigt uns, dass wir hier weiter intensiv arbeiten müssen. Deshalb werden Rad- und Pedelecverkehr im Jahr 2026 einen noch stärkeren Schwerpunkt unserer Verkehrssicherheitsarbeit bilden“, so Ocansey.

Junge Erwachsene weiterhin Risikogruppe

Die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ist weiterhin überdurchschnittlich häufig an Verkehrsunfällen beteiligt.

„Junge Erwachsene stellen nur einen kleinen Anteil an der Bevölkerung, tauchen aber deutlich häufiger im Unfallgeschehen auf“, erklärt Ocansey. „Das kommt ganz besonders im Hochsauerlandkreis, der der flächenmäßig größte Kreis im Land ist, zum Tragen, da der öffentliche Nahverkehr oder innovative Mobilitätslösungen nicht wie in Ballungsgebieten in jedem Stadtteil oder gar an jeder Straßenecke zur Verfügung stehen kann. Die Menschen in ländlichen Regionen sind auf die Fahrzeugmobilität regelrecht angewiesen.“

Programme wie Crash Kurs NRW (https://polizei.nrw/artikel/realitaet-erfahren-echt-hart) bleiben daher ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit.

Alkohol, Drogen und Unfallflucht

Auch im Jahr 2025 bleibt der Einfluss von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr ein wichtiges Thema.

„Wer berauscht fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmende“, betont Ocansey. „Hier gibt es keinerlei Kompromisse, denn es geht um nichts Geringeres als Menschenleben!“

Verkehrsunfallfluchten

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist von 1661 auf 1746 gestiegen. Gleichzeitig konnte die Polizei ihre Aufklärungsquote von 44% auf 46% weiter verbessern, was ein Ansporn für die gute Ermittlungsarbeit der Verkehrskommissariate ist. „Beinahe jede zweite Verkehrsunfallflucht geht in die Fänge unserer Ermittlerinnen und Ermittler“, so Ocansey. „Das ist zwar ein verhältnismäßig guter Ermittlungswert, aber auch nicht gut genug. Wir arbeiten weiter hart daran, noch besser zu werden.“

Verkehrssicherheit bleibt Gemeinschaftsaufgabe

Die Polizei setzt weiterhin auf einen sinnvollen Dreiklang aus Prävention, Kontrolle und Zusammenarbeit mit Kommunen und Netzwerkpartnern.

„Verkehrssicherheit entsteht nicht nur durch Regeln, sondern vor allem durch Rücksicht, Aufmerksamkeit und Verantwortung im Straßenverkehr“, so Landrat Thomas Grosche. „Verkehrssicherheit funktioniert aber auch am besten im Netzwerk. Deshalb freue ich mich sehr, dass der Hochsauerlandkreis am 30. Mai 2026 dem bislang bundesweit größten Präventionsnetzwerk für Verkehrssicherheit im Rahmen einer öffentlichen landeszentralen Veranstaltung in der Arnsberg-Neheimer Fußgängerzone unter Beteiligung von NRW-Innenminister Herbert Reul und Verkehrsminister Oliver Krischer beitreten wird – der NRW-Initiative #sicherimStraßenverkehr.“ (https://sicherimstrassenverkehr.nrw/)

8.901 Verkehrsunfälle im HSK

  • Weniger Unfälle mit Personenschaden

  • Weniger Verunglückte insgesamt

  • Verkehrstote von 10 auf 9 gesunken

  • Motorradunfälle weiterhin häufig mit schweren Folgen

  • Mehr verunglückte Kinder auf Fahrrädern

  • Junge Erwachsene weiterhin überdurchschnittlich beteiligt

  • Alkohol- und Drogenunfälle leicht gestiegen

  • Unfallfluchten nehmen zu – Aufklärungsquote verbessert (ots/r)

 

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Mittwoch, 11 März 2026 22:18

Holzsäge brennt - Feuerwehr im Einsatz

WALDECK. Zu einer brennenden Holzsäge in einem offenen Geräteschuppen wurden die Kräfte am Mittwochmorgen in den Ortsteil Alraft alarmiert. Der Brand in der Straße Zum Alraftsgraben konnte dank des schnellen Eingreifens aufmerksamer Augenzeugen frühzeitig begrenzt werden.

Zufällig vorbeifahrende Handwerker bemerkten das Feuer um 8.13 Uhr und wendeten durch erste Maßnahmen eine weitere Brandausbreitung auf das Gebäude ab. Die unter der Leitung von Andreas Przewdzing eintreffenden Teams der Feuerwehr Sachsenhausen übernahmen daraufhin die weiteren Nachlöscharbeiten. Dabei wurde die Säge mittels Schnellangriffseinrichtung und Löschwasser aus den Fahrzeugtanks umfassend gekühlt.

Zum Abschluss der Maßnahmen kontrollierten die Kräfte die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera auf versteckte Glutnester. Nach rund 40 Minuten war die Gefahr beseitigt und die Stelle konnte an die Polizei übergeben werden.

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Mittwoch, 11 März 2026 22:12

GRW-Förderung: Drei Projekte im Fokus

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, kurz GRW-Förderung, stellen Bund und Länder Mittel bereit, um Projekte zu unterstützen, die die regionale Wirtschaft stärken. Der Landkreis, seine Wirtschaftsförderung sowie einige Kommunen und Unternehmen wollen für drei Projekte in Waldeck-Frankenberg eine Zuwendung erreichen und haben sich dazu vor Ort mit Regierungspräsident Mark Weinmeister und Vertretern der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ausgetauscht, die das Verfahren in Hessen abwickelt.

Wirtschaft gestalten, Potenziale aktivieren, Flächenverbrauch senken

Das Programm wurde zum 1. Januar modernisiert. „Der Zugang zur Regionalförderung ist seit diesem Jahr vereinfacht. Mit der Neuauflage sind Verfahren zur Reaktivierung von Industrie- und Gewerbeflächen deutlich einfacher“, erklärt der Wirtschaftsförderer des Landkreises Dimitrij Schmalz. Künftig rücken Vorhaben aus den Feldern Digitalisierung, Nachhaltigkeit, touristische Infrastruktur, regionale Wertschöpfung sowie die Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen stärker in den Fokus.

„Die Reform zielt darauf ab, die regionale Wirtschaftsstruktur nachhaltiger zu gestalten und gleichwertige Lebensverhältnisse zu fördern, insbesondere in ländlichen Regionen mit viel Potenzial“, sagt Landrat Jürgen van der Horst. „Dazu passen auch drei Projekte im Landkreis, zu denen wir uns derzeit gemeinsam mit Vertretern der WIBank austauschen.“ Vor Ort lernten die Vertreter die Vorhaben in Bad Arolsen, Mengeringhausen und Berndorf kennen.

Entwicklung eines Wohnquartiers auf dem Lahrmann-Areal in Bad Arolsen

Ziel der Stadt Bad Arolsen ist es, auf dem Gelände des ehemaligen Lahrmann-Areals ein qualitativ hochwertiges Wohnquartier zu entwickeln, in dem aktuelle Anforderungen an nachhaltige Baumaterialien, regenerative Energienutzung sowie Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung berücksichtigt werden. „Nachhaltiger und attraktiver Wohnraum in ansprechender Umgebung ist ein wichtiger Big Point in der Fachkräfteakquise und dient unmittelbar der Stärkung der heimischen Wirtschaftsstruktur“, betont Bürgermeister Marko Lambion. „Das optimal gelegene Lahrmann-Areal erfüllt alle Voraussetzungen, wenn es uns gelingt, das Gelände zielgerichtet, strukturiert und vor allem wirtschaftlich zu einem zukunftsweisenden Wohnquartier zu entwickeln.“

Verwertung mineralischer Bauabfälle in Mengeringhausen

Die Firma Wenowa Baustoffe in Mengeringhausen möchte einen energieautarken, vollelektrischen und digital gesteuerten Wertstoffhof zur Annahme, Aufbereitung und Verwertung mineralischer Bauabfälle etablieren, inklusive Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur, vollelektrifiziertem Maschinenpark und digitaler Steuerungssysteme. Ziel ist nach Angaben des Unternehmens die Förderung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft mit CO2-Reduktion, regionaler Wertschöpfung sowie langfristiger Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit. „Mitten in Nordwaldeck entsteht mit unserem energieautarken Wertstoffhof ein neuer Maßstab für die Verwertung mineralischer Bauabfälle“, sagt Geschäftsführer Jörg Marpe. „Durch moderne elektrische Technologien, digitale Intelligenz und echte Kreislaufwirtschaft schaffen wir hier ein zukunftsweisendes System, ökologischen Mehrwert und treiben den Weg in eine CO2 arme Zukunft voran. Damit stärken wir nicht nur die Umwelt, sondern auch die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unserer Region.“

Umnutzung des ehemaligen Wilke-Geländes in Berndorf

Die Gemeinde Twistetal möchte in Berndorf das „Stukenhof-Gelände“, das Areal des ehemaligen Unternehmens Wilke, revitalisieren, einschließlich des Rückbaus schadstoffbelasteter Gebäude und anschließender Nachnutzung. Der Rückbau wurde in zwei Bauabschnitte gegliedert: Der erste wurde bereits umgesetzt und umfasste Gebäudeschadstoffsanierung, maschinellen Abbruch und zusätzliche Betonsanierung. Der zweite Bauabschnitt ist in Planung. Geprüft wird auch die Nutzung des sanierten Hauptgebäudes als Rohbau für eine künftige Folgenutzung. „Das Stukenhof-Areal ist Aufgabe und Chance zugleich“, sagt Bürgermeister Friedrich Vogel. „Eine zukunftsorientierte Entwicklung inklusive des Schulneubaus für die Twistetaler Grundschule ist das erklärte Ziel der Gemeinde.“

Inwiefern die vorgestellten Projekte die Förderbedingungen für die GRW-Förderung erfüllen, obliegt der Bewertung der WIBank, die in Hessen die Antragsstellung abwickelt und im Rahmen der Richtlinien über die nicht rückzahlbaren Investitionszuschüsse der Anteilsfinanzierungen entscheidet. In 2026 stehen deutschlandweit insgesamt etwa 1,3 Milliarden Euro für die GRW zur Verfügung, Bund und Länder teilen sich die Finanzierung jeweils hälftig. „Die Maßnahmen sind hoch interessant und sehr kreativ“, sagt der Sprecher der Geschäftsleitung der WIBank Gottfried Milde. „Wir schauen uns alle Fördermöglichkeiten sehr gern an und prüfen natürlich auch eine mögliche GRW-Förderung.“

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WOLFHAGEN. Beamte der Polizeistation Wolfhagen haben am Montag gemeinsam mit Kräften aus Hofgeismar sowie den Kasseler Revieren großangelegte Verkehrskontrollen durchgeführt. Im Fokus der Maßnahmen an der B 450 und der B 251 stand insbesondere die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf Alkohol und Drogen.

Zwischen 14.30 Uhr und 23 Uhr kontrollierten die Teams insgesamt 45 Fahrzeuge sowie 52 Personen. Gegen 19.50 Uhr geriet ein 25-jähriger Audi-Fahrer aus dem Landkreis Kassel an der B 450 ins Visier der Beamten. Es stellte sich heraus, dass der Mann nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war und zudem unter Drogeneinfluss stand. Er musste die Polizisten zur Dienststelle begleiten, wo ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm.

Wenig später, gegen 21.10 Uhr, stoppten die Kräfte einen 15-Jährigen auf einem Motorroller. Auch der Jugendliche verfügte nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis, was entsprechende Ermittlungen nach sich zieht. Ein weiterer Autofahrer wurde aus dem Verkehr gezogen, da er während der Fahrt Videos auf seinem Mobiltelefon geschaut hatte. Zudem registrierten die Beamten einen Verstoß gegen die Gurtpflicht. Erfreulicherweise blieben weitere Verstöße aus; ein Atemalkoholtest bei einem anderen Fahrer lag mit 0,3 Promille unter der rechtlich relevanten Grenze. (ots/r)

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KORBACH. Nach einer Unfallflucht auf dem Parkdeck des Kaufland-Marktes sucht die Polizei nach Zeugen. Am Dienstagabend wurde dort ein roter Skoda beschädigt, während der Verursacher unerkannt entkam.

Der Vorfall ereignete sich im Zeitraum zwischen 21.05 Uhr und 21.30 Uhr im ersten Obergeschoss des Parkdecks. Ein bislang unbekanntes blaues Fahrzeug war vermutlich links neben dem Skoda geparkt. Beim Rangieren stieß der Fahrer des blauen Wagens gegen die linke Fahrzeugseite des roten Skoda und verursachte dabei blauen Farbabrieb sowie einen Sachschaden.

Anstatt den Vorfall zu melden, entfernte sich der Unbekannte von der Unfallstelle, ohne seinen Pflichten nachzukommen. Auf rund 2000 Euro wird der Gesamtsachschaden am Skoda geschätzt.

Zeugen, die Hinweise zu dem blauen Fahrzeug oder dem Fahrer geben können, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631-9710 entgegen.

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Mittwoch, 11 März 2026 21:24

Schwere Verletzungen nach Motorradunfall

BRILON. Auf der Landesstraße 637 zwischen Bredelar und Madfeld hat sich am Montagnachmittag ein schwerer Motorradunfall ereignet. Ein 30-jähriger Mann aus Delbrück befuhr um 13.47 Uhr die Strecke in Richtung Madfeld, als er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Im Bereich einer Linkskurve kam der Kradfahrer von der Fahrbahn ab. Bei dem Sturz zog er sich schwere Verletzungen zu. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle brachten ihn Kräfte des Rettungsdienstes in ein örtliches Krankenhaus.

Für die Dauer der polizeilich eingeleiteten Maßnahmen zur Unfallaufnahme musste die Landesstraße voll gesperrt werden. Erst etwa eine Stunde nach dem Vorfall konnte die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen, um zu klären, wie es zu dem Abkommen von der Fahrbahn kommen konnte. (ots/r)

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Dienstag, 10 März 2026 22:51

Jobcenter am 25. März geschlossen

KORBACH. Die Dienststellen des Jobcenters Waldeck-Frankenberg bleiben am Mittwoch, den 25. März, für den Publikumsverkehr geschlossen. Betroffen von dieser Regelung sind die Standorte in Korbach, Bad Arolsen, Frankenberg und Bad Wildungen.

Hintergrund der Schließung ist eine interne Veranstaltung für die Mitarbeitenden. Teams und Kräfte stehen daher vor Ort für persönliche Vorsprachen nicht zur Verfügung. Um die Erreichbarkeit dennoch sicherzustellen, weist die Behörde auf digitale Alternativen hin.

Dringende Anliegen können während der Schließung über die hauseigene App eingereicht werden. Durch diese Maßnahmen sollen wichtige Anfragen auch ohne persönliche Präsenz in den Dienststellen zeitnah bearbeitet werden können. Ab dem darauf folgenden Arbeitstag stehen die Standorte wieder zu den gewohnten Zeiten zur Verfügung.

 

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