Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
jedes Jahr in der Adventszeit frage ich mich von Neuem, was ich den Menschen im Landkreis Waldeck-Frankenberg als Botschaft mit in das neue Jahr geben könnte. Ich denke an die bald zu Ende gehenden 365 Tage zurück und überlege, was uns von den unzähligen Ereignissen in Erinnerung bleiben wird, was auch am ehesten in das nächste Jahr hineinwirkt. Momentan sind es wahrscheinlich die Geschehnisse im letzten Jahresquartal, einfach weil diese noch am frischesten und eindringlichsten sind. Aber was werden wir wohl in ein paar Jahren mit dem Jahr 2025 verbinden, wovon werden wir erzählen, uns worüber unterhalten?
Zur Auswahl stehen so eindrückliche Ausrufezeichen wie die Vereidigung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit all ihren Folgen für die Weltpolitik. Der Tod von Papst Franziskus oder der 80. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs... die Anerkennung von Palästina als Staat durch einige bedeutende Nationen wie Kanada... das schwere Erdbeben in Afghanistan mit mehr als 2.200 Todesopfern... nicht zuletzt der Brand des Hochhauskomplexes in Hongkong, der über 150 Menschen das Leben kostete – sie alle haben das Zeug, zu „globalen Erinnerungsstücken 2025“ zu werden.
Ganz andere Themen werden wohl bei den Ereignissen im Landkreis weit vorne auf der Prioritätenliste stehen. Angefangen von der weiterhin mehr als prekären Haushaltssituation der Kommunen über Krankenhausfusion oder Ederseeresolution bis hin zur Sorge um den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest und den tatsächlichen Ausbruch der Vogelgrippe - die regionalen Erinnerungsstücke sind eher von der Sorge um direkte Einschnitte in die Lebenssituation in Waldeck-Frankenberg geprägt.
Es liegt leider in der menschlichen Natur, dass wir uns viel intensiver an Dinge erinnern, die schiefgegangen sind, an peinliche Situationen, an all das Schlechte, was uns zugestoßen ist. Dabei machen wir uns das Leben mit rückwirkenden Gedanken an Negatives unnötig schwer, verstärken dadurch nur das alltägliche Gefühl, in schlimmen Zeiten zu leben und lediglich düstere Zukunftsaussichten zu haben. Dabei stimmt das gar nicht und das merken wir ganz schnell, wenn wir auch einmal die „frohen Botschaften“ des Jahres 2025 im Landkreis Revue passieren lassen.
So sind wir zum Beispiel auf einem guten Weg, mit den Folgen des Klimawandels besser umgehen zu können; wir haben in der Kreisverwaltung Anfang 2025 ein Klimaanpassungs-Management etabliert, das aus zwei Personen besteht und unter anderem für jede Kommune einen individuellen Maßnahmenkatalog zur Anpassung an den Klimawandel erstellen wird. Einen großen Schritt zur Sicherung des dualen Studienangebots im Landkreis haben wir ebenfalls gemacht: Der Neubau des StudiumPlus-Standorts der Technischen Hochschule Mittelhessen in Frankenberg macht Fortschritte, ein wichtiger Faktor für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Waldeck-Frankenberg.
Auch in der Breitband-Mobilfunkabdeckung, der Beseitigung „weißer Flecken“ zur Verbesserung unserer digitalen Infrastruktur hat sich im zu Ende gehenden Jahr einiges getan – bei Haina-Hüttenrode und Hatzfeld-Lindenhof wurden neue Mobilfunkmasten errichtet.
Und nicht zuletzt können wir stolz sein auf eine höchst leistungsfähige Klinik in der Philipp-Soldan-Stadt, denn in der renommierten Studie der FAZ wurde das Kreiskrankenhaus Frankenberg als eines von „Deutschlands besten Krankenhäusern 2025“ gelistet. Gemeinsam mit dem Stadtkrankenhaus in Korbach werden wir nach der in 2026 anstehenden Klinikfusion ein zukunftsfähiges gemeinsames Krankenhaus an zwei Standorten haben. So können wir allen Menschen in der Region eine bestmögliche und nachhaltige Gesundheitsversorgung bieten.
Sie sehen an dieser Auflistung, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, im auslaufenden Jahr gab es wahrhaftig genug, das uns zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen kann. Und genau das möchte ich Ihnen für 2026 mit auf den Weg geben – seien Sie zuversichtlich, lassen Sie sich nicht von negativen Schlagzeilen vereinnahmen, sehen Sie die vielen guten Ereignisse, die Ihnen überall immer wieder begegnen. Ich bin mir sicher, dass mit einer solch positiven Grundeinstellung die neuen 365 Tage im Landkreis Waldeck-Frankenberg gelingen werden. Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich einen entspannten, harmonischen Jahreswechsel und nur das Allerbeste für 2026.
Ihr Landrat
Jürgen van der Horst
KORBACH. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit bei winterlichen Straßenverhältnissen ist ein Autofahrer von der Fahrbahn abgekommen und in mehrere parkende Fahrzeuge geprallt.
Am Montag war ein 29-jähriger Mann aus Korbach gegen 1.05 Uhr mit seinem BMW auf der Louis-Peter-Straße unterwegs. Er befuhr die Strecke von der Briloner Landstraße kommend in Richtung Medebacher Landstraße. In Höhe der Hausnummer 16 verlor der Fahrer auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen.
Der BMW kam nach rechts von der Straße ab und kollidierte dort mit drei geparkten Pkw. Verletzt wurde bei dem Unfall glücklicherweise niemand. Die Wucht des Aufpralls war jedoch so stark, dass sowohl der BMW als auch die drei geparkten Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit waren. Der nicht mehr fahrbereite BMW musste vom Abschleppdienst Gäbler geborgen werden.
Auf rund 10.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.
TWISTESEE. Eine heftige Detonation hat einen Snackautomaten am Twistesee zerstört und einen Einsatz der Feuerwehr sowie der Kriminalpolizei ausgelöst.
In der Nacht zum Sonntag ereignete sich die Tat am Wohnmobilhafen im Bericher Seeweg. Eine Videoaufzeichnung zeigt den Tathergang: Ein Unbekannter steckte einen Gegenstand in den Ausgabeschacht des Geräts und entfernte sich zügig. Um 4.02 Uhr kam es zu einer starken Explosion, die den Automaten zerstörte und sofort in Brand setzte.
Der Täter kehrte anschließend zum Wrack zurück, griff sich die Geldkassette und flüchtete zu Fuß in Richtung Staudamm. Eine nähere Beschreibung der Person ist anhand des Videos nicht möglich. Ein Zeuge beobachtete jedoch unmittelbar nach der Tat ein dunkles Auto, das sich schnell über den Staudamm in Richtung Wetterburg entfernte.
Die Feuerwehr musste anrücken, um den brennenden Automaten zu löschen. Auf mindestens 10.000 Euro wird der Sachschaden geschätzt. Der Wert des erbeuteten Bargelds liegt im mittleren dreistelligen Bereich.
Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion aufgenommen. Die Beamten suchen Zeugen, die Hinweise zu dem dunklen Pkw geben können. Hinweise nimmt die Polizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen. (ots/r)
DELBRÜCK. Eine verfrüht gezündete Silvesterrakete hat an einem Wohnhaus einen Brand verursacht und für einen Einsatz der Rettungskräfte gesorgt.
Am Montag wurde die Feuerwehr gegen 1.21 Uhr zu dem Feuer in der Gerhard-Hauptmann-Straße in Boke gerufen. Die Mieterin des Hauses war bereits gegen 0.40 Uhr durch laute Knallgeräusche erwacht. Kurzzeitig fiel auch der Strom aus, bevor die Frau den Brand auf ihrer Terrasse entdeckte und sofort den Notruf wählte.
Beim Eintreffen der Polizei hatte die Feuerwehr die Flammen bereits gelöscht. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Kriminalbeamte beschlagnahmten den Brandort und stellten als Ursache zweifelsfrei eine Silvesterrakete fest. Auf rund 10.000 Euro wird der entstandene Gebäudesachschaden geschätzt.
Eindringlich weist die Polizei in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Abbrennen von Feuerwerk in Deutschland offiziell nur vom 31. Dezember, 0 Uhr, bis zum 1. Januar, 24 Uhr, erlaubt ist. Gemeinden können diese Zeiten weiter einschränken oder Verbotszonen einrichten. Alles andere ist nicht nur strafbar, sondern auch hochgefährlich. (ots/r)
Das sagt die Polizei:
Ein Knall – und das Leben kann anders aussehen.
Auch im Kreis Paderborn stellt die Polizei momentan vermehrt fest, dass bereits mit Böllern hantiert wird. Unter anderem kam es zu einem Böllerwurf in eine Paderborner Babyklappe. Zum Teil wurde Pyrotechnik auch uch durch Fenster in Wohnungen, auf Balkone etc. geworfen.
Das ist nicht nur strafbar, sondern auch hochgefährlich. Daher bitten wir, dass Zeugen aktiv Personen melden, die mit Böllern hantieren oder von denen bekannt ist, dass sie im Besitz von Böllern sind.
Der Umgang mit insbesondere mit illegalen Böllern führt jedes Jahr zu heftigen Verletzungen:
Und ja: Vieles davon passiert, bevor überhaupt Silvester ist.
Illegale oder selbstgebaute Böller? Lebensgefährlich und strafbar.
Was viele nicht wissen:
Feuerwerk aus dem Ausland kann ungeprüft sein – und damit hochgefährlich.
„Selbstlaborate“ – also selbstgebaute Böller – können schon bei kleinen Erschütterungen explodieren.
Besitz, Einfuhr und Zünden solcher Böller können euch Geld- oder sogar Freiheitsstrafen einbringen.
So schützt ihr euch – Tipps der Polizei
Und nach Silvester?
Liegt ein Blindgänger auf der Straße: Finger weg!
Jedes Jahr verletzen sich Kinder, weil sie Reste wieder anzünden wollen.
Feuerwerksmüll nur dann einsammeln, wenn er wirklich abgekühlt ist.
Warum wir das sagen
Weil wir nicht noch mehr Menschen verlieren wollen – an Verletzungen, an Krankenhausaufenthalte, an schmerzhafte Operationen oder dauerhafte Schäden, die euer Leben und eure Zukunft beeinflussen können.
Mach’s nicht für Likes.
Mach’s nicht für Klicks.
Mach’s für dich.
Finger weg, sonst Finger ab!
Bleib safe. (Polizei Paderborn)
KASSEL. Ein verheerender Brand hat in der Nacht zum Dienstag eine Gaststätte im Grünen Weg vollständig zerstört und einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst.
Gegen 3.20 Uhr wurden die Feuerwehr und die Polizei zu dem Feuer gerufen. Die 76-jährige Betreiberin des Lokals hatte den Brand, der im Bereich eines mit Öl betriebenen Ofens ausgebrochen war, selbst bemerkt. Eigene Versuche der Frau, die Flammen zu löschen, scheiterten jedoch aufgrund der schnellen Ausbreitung. Sie konnte das Gebäude gerade noch verlassen, bevor es in Vollbrand geriet.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus den Fenstern des eingeschossigen Gebäudes. Da zunächst gemeldet worden war, dass sich noch Personen und Haustiere im Inneren aufhalten könnten, hatte die Rettung höchste Priorität. Während sich die Bewohnerin selbst retten konnte, war ein Betreten des Hauses für die Feuerwehr aufgrund der massiven Brandausbreitung nicht mehr möglich. Die knapp 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Niederzwehren und Nordshausen führten daher einen umfassenden Löschangriff von außen durch, unter anderem über Drehleitern und mit mehreren Strahlrohren.
Die 76-Jährige wurde vom Rettungsdienst versorgt und wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise konnte sie die Klinik schon einige Stunden später wieder verlassen. Für ein Haustier kam jedoch jede Hilfe zu spät; es wurde während der Nachlöscharbeiten tot geborgen.
Der Einsatz gestaltete sich aufwendig: Die Städtischen Werke mussten Gas und Strom abstellen, und die KVG schaltete den Fahrdraht der Straßenbahn frei. Da das Löschwasser bei den winterlichen Temperaturen auf der Straße gefror, waren die Stadtreiniger mit Streusalz im Einsatz. Erst kurz nach 7 Uhr morgens waren die Nachlöscharbeiten beendet.
Das Lokal brannte vollständig aus und ist nun einsturzgefährdet. Beamte des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo haben die Brandstelle am Dienstagmorgen untersucht und gehen von einem technischen Defekt am Ölofen als Ursache aus. Hinweise auf eine Straftat liegen nicht vor. Auf rund 150.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.
MARSBERG. Ein schwerer Alleinunfall hat in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag einen Großeinsatz von Rettungskräften auf der Autobahn ausgelöst.
Kurz nach Mitternacht am Freitag (26. Dezember) ereignete sich der Vorfall auf der A 44 zwischen den Anschlussstellen Lichtenau und Marsberg. Ausgelöst wurde der Alarm durch mehrere automatische Notrufe von Apple Watches, die bei den Leitstellen in Paderborn und Meschede-Enste eingingen. Ein Land Rover war aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und verunfallt.
Während zwei Insassen den zerstörten Wagen selbstständig verlassen konnten, befreiten Ersthelfer eine dritte Person aus dem Wrack. Nach der Erstversorgung durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst kamen alle drei Verletzten in ein Krankenhaus nach Marsberg. Das Trümmerfeld an der Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von rund 150 Metern.
Unter der Leitung von Cyrill Stute waren die Löschgruppen Meerhof, Essentho und Oesdorf sowie der Löschzug Marsberg im Einsatz. Auch der Rettungsdienst aus Marsberg, Borchen und Bad Wünnenberg war vor Ort. Nach etwa zweieinhalb Stunden konnte die Einsatzstelle an ein Abschleppunternehmen übergeben werden.
Über die Feiertage war dies nicht der einzige Alarm für die Feuerwehr Marsberg. Bereits an Heiligabend und am späten zweiten Weihnachtstag mussten die Wehrleute zu ausgelösten Brandmeldeanlagen sowie einer Türöffnung ausrücken.
KASSEL. Zu einer körperlichen Auseinandersetzung unter Einsatz von Pfefferspray ist es in einer Regio Tram gekommen.
Am vergangenen Samstag (27. Dezember) ereignete sich der Vorfall gegen 15.35 Uhr auf der Fahrt von Grebenstein in Richtung Kassel Hauptbahnhof. Ein 30-Jähriger sollte von der Zugbegleiterin kontrolliert werden, versuchte aber offenbar noch im letzten Moment, einen Fahrschein zu ziehen. Die Mitarbeiterin unterband dies und nahm die Personalien auf.
Da der Fahrgast seine Adresse verweigerte und hörte, dass die Bundespolizei hinzugezogen werden sollte, geriet er in Panik. Er wechselte den Wagen und versuchte beim Halt am Jungfernkopf aus der Bahn zu flüchten. Ein 38-Jähriger, der als Sicherheitspersonal bei den Verkehrsbetrieben angestellt ist, stellte sich ihm in den Weg, um den Ausstieg zu verhindern. Daraufhin begann der 30-Jährige zu schubsen und versuchte, seinen Kontrahenten zu schlagen.
Reagiert hat der Sicherheitsmitarbeiter mit dem Einsatz von Pfefferspray, dessen gesamten Inhalt er dem Angreifer ins Gesicht sprühte. Der 30-Jährige schlug wild um sich und traf den 38-Jährigen so am Arm, dass dieser sich versehentlich selbst Reizstoff in das linke Auge sprühte. Während die Zugbegleiterin und der Sicherheitsmitarbeiter bis zum Hauptbahnhof weiterfuhren, konnte der 30-jährige algerische Staatsangehörige in der Nähe des Haltepunkts Jungfernkopf angetroffen werden. Eine Rettungswagenbesatzung behandelte ihn vor Ort.
Ernsthafte Verletzungen trugen beide Beteiligten nicht davon. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und gegen beide Männer ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann oder selbst betroffen war, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/816160 zu melden. (ots/r)
KASSEL. Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei endete für einen jungen Autofahrer nach einem schweren Verkehrsunfall im Stadtgebiet an einer Schutzplanke und geparkten Fahrzeugen.
Am frühen Samstagmorgen (27. Dezember) fiel einer Streife des Polizeireviers Süd-West kurz nach 2 Uhr ein Skoda Fabia in der Weserstraße auf. Da der Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, wollten die Beamten den Fahrer kontrollieren und schalteten Anhaltesignale sowie das Blaulicht ein. Anstatt zu stoppen, beschleunigte der Mann jedoch und flüchtete über die Weserstraße in die Fuldatalstraße.
In Höhe der Wolfsangerstraße verlor der 23-Jährige auf der winterglatten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Kleinwagen. Er durchbrach eine Schutzplanke und kollidierte anschließend mit einem dahinter geparkten Mazda sowie einem VW. Trotz des heftigen Aufpralls, bei dem der Skoda stark beschädigt wurde, flüchtete der Fahrer zunächst zu Fuß. Anhand von im Fahrzeug zurückgelassenen Gegenständen konnte der Mann aus Kassel jedoch schnell identifiziert und wenig später in der Wohnung eines Bekannten festgenommen werden. Da er sich bei dem Zusammenstoß leicht verletzt hatte, brachte ihn ein Rettungswagen in ein Krankenhaus.
Die weiteren Ermittlungen deckten eine lange Liste von Vergehen auf. Der Skoda war weder zugelassen noch versichert, und die angebrachten Kennzeichen gehörten eigentlich zu einem anderen Fahrzeug. Im Inneren des Autos fanden die Beamten zudem weitere als gestohlen gemeldet waren Kennzeichen. Einen Führerschein besitzt der 23-Jährige nicht. Da die Besitzverhältnisse des Wagens nicht abschließend geklärt werden konnten, stellten die Polizisten diesen sicher.
Auf über 20.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Der Tatverdächtige muss sich nun unter anderem wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht und eines illegalen Kraftfahrzeugrennens verantworten. (ots/r)
VÖHL. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf glatter Fahrbahn ist es auf der Bundesstraße 252 zu einem schweren Verkehrsunfall im Begegnungsverkehr gekommen.
Am Freitagnachmittag ereignete sich der Zusammenstoß um 14.56 Uhr zwischen Herzhausen und Dorfitter. Ein 36-jähriger Mann aus dem Landkreis Herford war zu diesem Zeitpunkt mit seinem schwarzen Audi von Frankenberg in Richtung Korbach unterwegs. Der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Wagen und kollidierte mit einem entgegenkommenden weißen Hyundai, der von einem 30-Jährigen aus Korbach in Richtung Frankenberg gesteuert wurde.
Während der 36-jährige Unfallverursacher unverletzt blieb, wurde seine 34-jährige Beifahrerin leicht verletzt. Im Hyundai erlitten der Fahrer sowie seine Beifahrerin Verletzungen und mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser nach Marburg und Korbach gebracht werden. Auch ein zweijähriges Kind, das im Hyundai mitfuhr, trug leichte Verletzungen davon.
Um 15.19 Uhr wurde die Feuerwehr Thalitter mit dem Stichwort „H 1 Betriebsstoffe aufnehmen“ alarmiert. Unter der Leitung von Marco Amert streuten die Einsatzkräfte die auslaufenden Betriebsstoffe ab und nahmen diese auf. Anschließend konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr drei Rettungswagen, die Polizei sowie Helfer aus mehreren Ortsteilen der Nationalparkgemeinde Vöhl.
An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von jeweils rund 12.000 Euro. Auf 24.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. Sowohl der Audi als auch der Hyundai waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
FRANKFURT AM MAIN. Ein kleines Weihnachtsabenteuer mit glücklichem Ausgang hat ein Siebenjähriger an Heiligabend erlebt. Der Junge war am Mittwochvormittag, 24. Dezember, versehentlich allein mit dem Zug verreist.
Gegen 11 Uhr stand der 7-Jährige mit seiner Mutter am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main. In einem unbeobachteten Moment stieg der junge Mann in einen bereitstehenden Zug und machte sich alleine auf die Fahrt in Richtung Gießen. Ein aufmerksamer Zugbegleiter nahm sich des reiselustigen Kindes an und verständigte das Bundespolizeirevier Gießen.
Dort hatte sich zwischenzeitlich auch schon die besorgte Mutter gemeldet und die Beamten um Hilfe gebeten. Eine Streife nahm den kleinen Ausreißer bei der Ankunft am Bahnsteig in Empfang und brachte ihn zur Dienststelle. Dort gab es dann das schönste Weihnachtsgeschenk für die Familie: Gegen 12 Uhr konnte der 7-Jährige wohlbehalten an seine Mutter übergeben werden.