ALLENDORF (EDER). Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 236 zwischen Osterfeld und Bromskirchen forderte am späten Montagabend drei Verletzte. Ein Pkw aus Tirol war gegen 21:30 Uhr von Osterfeld kommend in Richtung Bromskirchen unterwegs. Au bislang ungeklärter Ursache geriet der mit drei Personen besetzte Kleinwagen auf die Gegenfahrbahn und dort in einen Graben. Dabei stellte sich der Wagen auf die Seite, sodass er halb auf der Fahrerseite lag und halb noch stand.
Die Feuerwehren aus Allendorf, Rennertehausen, Haine und Bromskirchen kamen unter der Einsatzleitung von Christian Henkel-Strieder mit rund 45 Einsatzkräften zum Unfallort. Glücklicherweise waren alle drei Pkw-Insassen bereits selbstständig aus dem Fahrzeug ausgestiegen. Die Feuerwehren waren zunächst mit dem Einsatzstichwort „Hklemm 1Y, Person eingeklemmt“ alarmiert worden.
Drei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge wurden ebenfalls zur Unfallstelle beordert. Die Teams kamen dabei nicht nur aus Waldeck-Frankenberg. Auch aus dem benachbarten Hochsauerlandkreis waren Rettungskräfte vor Ort.
Die Feuerwehren stellten den Brandschutz sicher und leuchteten die Unfallstelle weiträumig aus. Auch Absperrungen vor der Unfallstelle übernahmen die Feuerwehrkameraden. Die B236 blieb über eine Stunde voll gesperrt. Die Verletzten wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Der Pkw wurde total zerstört.
RÖSPE. Paul Bultmann, ein junger Mann aus Bad Berleburg, ist am Rösper Weiher zum Joggen unterwegs. Es ist schönes Herbstwetter, der Weiher ruhig und verlassen. Bis Paul plötzlich einen Mann im Weiher bemerkt, der um sich schlägt und in Panik um Hilfe ruft.
Person im Wasser
Über Notruf 112 fordert Paul Hilfe an. Er kommt mit seinem Notruf bei der Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein raus. „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, in welcher Stadt ist der Notfallort?“, klingt die ruhige Stimme aus Pauls Handy. Etwas aufgeregt schildert der junge Mann dem Disponenten die Situation: „Hier ist ein Mensch im Wasser, der ruft um Hilfe. Der ist mitten im See, sicher 30 Meter. Kommen Sie schnell“. Der Disponent schafft es, Paul etwas zu beruhigen und ihm weitere wichtige Fragen zu stellen. Währenddessen alarmiert er aber bereits die Einsatzkräfte und teilt das dem Anrufer auch mit, damit ihm die Zeit der Notrufabfrage nicht verloren vorkommt. Der DRK Rettungsdienst aus Womelsdorf, der Leiter der Feuerwehr Erndtebrück, die Löschgruppen Womelsdorf und Birkelbach, sowie die Drehleiter aus Erndtebrück erhalten den Einsatzbefehl mit dem Stichwort „Person im Gewässer“. Die Alarm- und Ausrückeordnung bei diesem Einsatzstichwort sieht die Drehleiter als Rettungsmittel vor, weil ein Erreichen einer exponierten Stelle im Gewässer damit gut möglich sein kann. Zusätzlich zum Rettungswagen kommt bei diesem Einsatzstichwort auch ein Notarzt zum Einsatz. In diesem Fall entscheidet der Disponent, den Notarzt mittels Rettungshubschrauber einfliegen zu lassen. In Siegen erhält „Christoph 25“ von der ADAC Luftrettung GmbH seinen Einsatzbefehl ins Zinsetal. Immer noch spricht der Disponent mit Anrufer Paul Bultmann. Wie er zum See gekommen ist, möchte er wissen, um den Einsatzkräften eine optimale Anfahrtbeschreibung geben zu können. Diese sind zu der Zeit bereits auf dem Weg, nehmen Funkkontakt mit der Leitstelle auf – mit einem weiteren Disponenten. „Bitte begeben Sie sich nicht in Gefahr. Wir sind schon unterwegs und schnell bei Ihnen. Gehen Sie nach vorne und weißen sie die Kollegen ein“, der letzte Rat des Disponenten an Paul. Der junge Mann läuft nach vorne, in dem Moment kommt ihm der Rettungswagen aus Womelsdorf bereits entgegen, kurz darauf folgt der Leiter der Feuerwehr und im selben Moment fliegt der Rettungshubschrauber die Einsatzstelle an. Keine sechs Minuten nach Notrufbeginn! Der Hubschrauber dreht eine Runde und geht tiefer. Notfallsanitäter Erkan Okcu von der Berufsfeuerwehr Siegen öffnet seine Tür und wirft ein kleines Päckchen in den Weiher. Kurz nach dem Aufkommen auf der Wasseroberfläche füllt sich das Päckchen mit Luft und bläst sich auf. In Sekundenschnelle. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Restube, von dem „Christoph 25“ gleich vier Stück an Bord mitführt. „Das kann sowohl von vorne, als auch von hinten vom Notarzt aus einer der beiden Schiebetüren abgeworfen werden“, erklärt Markus Scheld, Pilot bei „Christoph 25“. In Sekundenschnelle ist das Restube aufgeblasen und schwimmfähig und bietet dem Strömungsretter der Berufsfeuerwehr Siegen, der hier den Ertrinkenden darstellt, einen Halt, um nicht unter zu gehen und nicht selbst kraftaufwändig paddeln zu müssen, um an der Wasseroberfläche zu bleiben. Die Feuerwehrleute aus Erndtebrück, Birkelbach und Womelsdorf bereiten nun die Rettung des Mannes vor. Nachdem er sich am Restube festhalten kann und nicht mehr akut gefährdet ist, in den nächsten Sekunden unterzugehen, werfen die Feuerwehrleute ihm eine Wurfleine zu und können ihn mit vereinten Kräften zum Ufer ziehen, wo der DRK Rettungsdienst die medizinische Versorgung übernehmen würde. „Wenn wir als erstes an so einer Einsatzstelle sind, landen wir nach dem Abwurf des Restube in unmittelbarer Nähe und unser HEMS läuft los und wirft dem Ertrinkenden dann eine Leine zu“, erklärt Markus Scheld. „Hier hätten wir als nächstes am Schießstand der Kreisjägerschaft landen können“, erklärt der Pilot. Für ihn und seine Besatzung stellte der Einsatz und der Anflug eine anspruchsvolle Situation dar: „Der Weiher war rundherum von Bäumen umgeben und im Tal war es recht windig. Das macht es anspruchsvoll“. Dennoch hat am Donnerstag alles super funktioniert. Davon konnte sich auch Thomas Tremmel, der als Amtsleiter des Amt 38 für den Rettungsdienst, den Bevölkerungsschutz und den Katastrophenschutz zuständig ist, überzeugen. Er hatte die Übung am Donnerstagnachmittag initiiert. Beeindruckt zeigte sich auch Prinz Gustav zu Sayn Wittgenstein Berleburg, der mit seinem Sohn die Übung mitverfolgte und sein Gelände für die Rettungskräfte gerne zur Verfügung stellte. Immer wieder dürfen Feuerwehren oder Rettungsdienste im Gebiet der Wittgenstein Berleburg`schen Rentkammer Übungen und Lehrgänge durchführen. Auch Revierleiter Sebastian Wagner machte sich vor Ort ein Bild vom schnellen und effektiven Vorgehen der Einsatzkräfte.
Mit einfachen Mitteln Leben retten
„Das Restube ist in allen Rettungshubschraubern in Deutschland verlastet“, erklärt Markus Scheld und ist begeistert, wie schnell man mit einfachen Mitteln effektiv helfen und Menschenleben retten kann. „Das sind so einfache Mittel. Eine Wurfleine, ein aufblasbares und wiederverwendbares Restubesystem, bei dem man nur die CO-2 Patrone nach dem Einsatz tauschen muss. Damit können wir Menschenleben retten!“ Der Siegener Rettungshubschrauber hat vier Restubes an Bord und die Station in Siegen zusätzlich eine Wurfleine, um im Einsatzfall schnellstmöglich Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren und zu retten.
Nach der eigentlichen Übung gab es noch zwei weitere Anflüge, bei denen auch Notärztin Dr. Lisa Roth den Abwurf des Restubes aus der Schiebetür üben konnte und auch René Klöckner, als weiterer HEMS den Abwurf üben konnte. Direkt im Anschluss an die Übungsflüge wurde der Rettungshubschrauber bei einem realen Einsatz in Erndtebrück gebraucht. Nach zwei Minuten waren Markus Scheld, Erkan Okcu und Dr. Lisa Roth vor Ort, um ihre Kollegen vom DRK Rettungswagen zu unterstützen.
FRANKENBERG. Auf der B 252 zwischen Viermünden und Frankenberg kam es am späten Sonntagnachmittag zu einem Verkehrsunfall, der deutlich schlimmere Folgen hätte haben können. Ein mit vier Personen besetzter Pkw überschlug sich und fällte dabei vier Bäume. Zwei Insassen, der 47-jährige Fahrer aus einem Frankenberger Stadtteil, und die 45-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt und kamen ins Frankenberger Krankenhaus. Zwei weitere Mitfahrer blieben unverletzt.
Wie die Polizei mitteilte, war der Mann mit einem Renault Elektrofahrzeug von Korbach in Richtung Frankenberg unterwegs, als er kurz vor der Kläranlage aus bisher ungeklärten Gründen nach links von der Fahrbahn abkam und in einen Flutgraben geriet. Darin stellte sich das Fahrzeug schließlich auf und überschlug sich mehrfach. Dabei wurden auch ein Leuchtpfählchen und vier kleinere Bäume zerstört. Der Pkw blieb dann schwer beschädigt auf den Rädern stehen.
Da zunächst von einer eingeklemmten Person ausgegangen wurde, wurde auch die Feuerwehr zum Unfallort alarmiert. Die Kameraden mussten aber keinen der Insassen befreien. Die B 252 blieb für etwa eine halbe Stunde in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Der total beschädigte Pkw wurde von der Firma Avas abgeschleppt.
BAD LAASPHE. "Ein Bus ist umgefallen. Auf der K41", Paul setzt einen Notruf ab. Gemeinsam mit 20 weiteren Fahrgästen war er in einem Bus vom Bad Laaspher Schloss in Richtung Saßmannshausen unterwegs. Pauls Mitfahrer schreien. Haben Angst und Schmerzen. Der Busfahrer ist hinter seinem Sitz eingeklemmt worden. Weitere Fahrgäste nehmen ihre Handys und holen Hilfe über 112. Für die Disponenten der Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein, die am anderen Ende der "112" sitzen, gibt es wichtige Fragen. "Brennt etwas?", "Wie viele Verletzte gibt es?", "Sind Menschen eingeklemmt?", "Sind weitere Fahrzeuge beteiligt und laufen Flüssigkeiten aus?". Die Anrufer versuchen, die Fragen zu beantworten. Stress. Ausnahmesituation. Schmerzen. Angst. Das macht es nicht leichter. Noch während die Notrufabfrage läuft, beginnen die ersten Alarmierungen. Die beiden Rettungswagen und der Notarzt aus Bad Laasphe fahren direkt zur Unglücksstelle. Auch die Feuerwehr aus Bad Laasphe. Sie sollen helfen, die Menschen aus dem verunfallten Bus zu befreien. Einige sind schon heraus geklettert. Laufen verletzt auf der Straße, oder sitzen in der Böschung. Als nach wenigen Minuten der erste Rettungswagen eintrifft, wird das Team sehnsüchtig erwartet. "Meine Familie liegt da drin. Bitte helfen Sie mir", "Die Frau hat wahnsinnige Schmerzen, da müssen Sie zuerst schauen". Doch das Team bleibt ruhig. Nimmt nur zwei kleine Taschen mit, Funkgeräte und eine weiße Weste. Damit wird jetzt kenntlich gemacht, dass das Team zuerst an der Einsatzstelle war und bis zum Eintreffen des Organisatorischen Leiters dessen Aufgaben übernimmt und für ihn später auch ansprechbar ist.
Sichtung der Verletzten
In der einen Tasche befinden sich Verletztenanhängekarten. Die bekommt jeder Patient, damit am Ende nachvollziehbar ist, wer in welches Krankenhaus gebracht wurde. Aufkleber mit Zahlencodes und eine entsprechende Handliste ermöglichen die lückenlose Erfassung. Verschieden wählbare Farben geben einen groben Aufschluss über die Verletzungen und die Priorität von Versorgung und Transport. Versorgungen oder Behandlungen führt das ersteintreffende Team nicht durch, um keine Zeitverzögerung für alle anderen Verletzten zu riskieren. Nur lebensrettende Sofortmaßnahmen. Dafür ist die zweite Tasche. Darin befinden sich Tourniquets, mit denen man lebensbedrohliche Blutungen durch Abbinden von Extremitäten stoppen kann. Oder Wendl-Tuben. Kleine, flexible Plastikschläuche zum Einschieben in die Nase, um dem Patienten bei Bedarf weiteres Atmen zu ermöglichen. Als kurze Zeit später der erste Notarzt vor Ort eintrifft, zieht auch eine weiße Weste an. Bis zum Eintreffen seines Kollegen ist er jetzt Leitender Notarzt vor Ort. Er trifft medizinische Entscheidungen. Wer bekommt welche Sichtungskategorie, wer muss schnell transportiert werden, wer hat noch Zeit und wen muss man vielleicht auch zugunsten anderer Verletzter unversorgt liegen lassen, weil seine Verletzungen zu schwer sind in dieser Situation. Das ist anders, als im alltäglichen Rettungseinsatz. Bei einer so großen Anzahl von Verletzten reicht die Versorgungskapazität zunächst nicht aus. Weitere Rettungskräfte treffen ein. Leichter verletzte Patienten werden von den Rettungskräften und der Feuerwehr aus dem Bus gehoben und sammeln sich neben einer Pferdekoppel. Dort werden sie von Feuerwehrleuten betreut. Die vielen weiteren Rettungswagen und Notärzte der Wittgensteiner und Siegerländer Wachen und die ehrenamtlichen DRK Helfer verschiedener Ortsvereine warten in einem Bereitstellungsraum unterhalb des Schlossbergs und werden nach Bedarf abgerufen. So bleibt Platz an der eigentlichen Einsatzstelle. Im umgekippten Bus beginnt nun auch die individuelle Versorgung. Die Feuerwehr befreit eingeklemmte Personen, Rettungsdienst und Notarzt stabilisieren die Patienten, um sie aus dem Bus zu bringen und weiter versorgen, oder nach Priorität abtransportieren zu lassen. An den so genannten Patientenablagen werden vom mittlerweile eingetroffenen Organisatorischen Leiter Rettungskräfte als Abschnittsleiter eingeteilt und entsprechend gekennzeichnet. Sie organisieren jetzt die Versorgung und Transporte von dort. Bereits eine halbe Stunde nach dem Alarm befindet sich niemand mehr im Bus. Die Rettungswagen aus Bad Laasphe, Bad Berleburg, Hilchenbach, Erndtebrück, oder Netphen führen bereits Transporte durch. Viele weitere Patienten werden entsprechend ihrer Priorität versorgt und der Transport geplant und vorbereitet. Hilfe bekommen die Einsatzkräfte nun vom Rettungsbus, der eigens aus Siegen angerückt ist. Hierin können Patienten betreut und abtransportiert werden, die nicht so schwer verletzt sind. Mit dem Bus schafft man es, eine große Anzahl Betroffener abzutransportieren, ohne dafür weitere Rettungsfahrzeuge zu binden, die woanders dringender gebraucht werden.
Erste Hilfe für die Seele
Notfallseelsorger treffen ein. Sie haben die wichtige und zugleich schwierige Aufgabe, gleich nach zwei Dingen zu schauen: Ob jemand der Betroffenen seelsorgerische Hilfe benötigt und auch, ob einer der Helfer Unterstützung braucht. Die Seelsorger kümmern sich um einen Mann, dessen Angehöriger bei dem Unglück sein Leben verloren hat. Sie sind ihm jetzt Halt und unterstützen ihn in dieser Ausnahmesituation. Durch Reden, durch Zuhören und manchmal auch nur durch ihre Anwesenheit. Sie achten darauf, dass Spätfolgen möglichst nicht auftreten und von Anfang an eine optimale Betreuung gewährleistet ist.
Realer Notfall vor Übungsbeginn
Am Ende zeigt Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister des Kreises Siegen-Wittgenstein sich mit den Leistungen der Einsatzkräfte zufrieden. Die anspruchsvolle Einsatzübung am Samstagmorgen diente dazu, die Strukturen an einer derart dimensionierten Einsatzstelle zu trainieren. Ebenso war es wichtig die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst zu üben und diesen Einsatz optimal abzuarbeiten. Nicht nur die Übung verlangte den Einsatzkräften, die übrigens vorher nichts von der Übung wussten, und Organisatoren alles ab. Leider kam es in den Übungsvorbereitungen zu einem tatsächlichen medizinischen Notfall, bei dem ein Mitglied der Darsteller von der DLRG Weidenau schwer erkrankte und mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden musste. Danach stellte Thomas Tremmel es den Darstellern frei, ob die Übung wie geplant beginnen soll, oder abgesagt werden soll. Der Tenor der Darsteller war eindeutig: Es wäre im Sinne ihres Kameraden, das wie geplant durchzuführen. „Das gebe ein Donnerwetter von ihm, wenn wir das jetzt nicht mehr machen“.
ALLENDORF. Am Samstagnachmittag kam es zum Brand der Kämmersmühle in Allendorf. Das alte Gebäude wurde bei dem Brand stark beschädigt. Das Feuer war vermutlich im Bereich des Dachgeschosses entstanden – dort waren zumindest die meisten Schäden zu sehen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der obere Bereich des leerstehenden Gebäudes bereits in Vollbrand. Über mehrere Wege verschafften die rund 60 Einsatzkräfte sich Zugang zu dem mittlerweile eingewachsenen Gebäude, um die Löscharbeiten starten zu können. Unter anderem von zwei Seiten im Außenangriff, wie auch aus dem Korb der Drehleiter, die auf dem Radweg oberhalb des Hauses positioniert worden war. Im Inneren des Gebäudes fand aufgrund der Einsturzgefahr kein Löschangriff statt. Löschwasser konnten die Feuerwehrleute unter anderem aus dem nahe gelegenen Linspherbach entnehmen und zur Einsatzstelle fördern. Zusätzlich wurde von der Drohne aus Haine die Brandstelle aus der Luft beurteilt. Auch am Boden kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz, um alle Glutnester finden und bekämpfen zu können. Unter der Einsatzleitung von Christian Henkel-Strieder waren Feuerwehrkräfte aus Allendorf, Rennertehausen, Haine, Battenberg und Battenfeld, sowie ein Rettungswagen des DRK Rettungsdienstes Waldeck-Frankenberg im Einsatz. Die Kameraden schafften es, ein Übergreifen der Flammen auf umstehende Gebäude zu verhindern. Die Nachlöscharbeiten dauern derzeit noch an. Zur Höhe des entstandenen Schadens konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.
EIFA. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am frühen Samstagmorgen auf der B 253 zwischen der Sackpfeife und Eifa. Dabei kam ein Pferd ums Leben, ein weiteres wurde verletzt, ein drittes Pferd blieb unverletzt.
Wie die Polizei in Frankenberg mitteilte, war ein Transporter einer Bäckerei auf der B 253 in Richtung Eifa unterwegs, als die Tiere unvermittelt auf der Fahrbahn waren. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem eines der Pferde starb. Ein weiteres Tier erlitt Verletzungen und wurde vor Ort durch einen Tierarzt versorgt. Ein drittes Pferd sei unverletzt geblieben. Die Halterin der Tiere erschien ebenfalls an der Unfallstelle. Warum die Pferde auf der Fahrbahn waren, wird derzeit noch ermittelt.
Der Transporter wurde bei dem Unfall total zerstört, der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Die B 253 wurde voll gesperrt, die Feuerwehr Eifa unterstützte bei den Aufräum- und Bergungsarbeiten, und leuchtete die Unfallstelle aus. Außerdem reinigten die Kameraden die Fahrbahn. Der Transporter wurde vom Abschleppdienst Avas abtransportiert.
DIEMELSTADT. Aktuell ist die Bundesstraße 252 zwischen Diemelstadt-Rhoden und der Abfahrt Schmillinghausen in beide Richtungen voll gesperrt. Dort hat es einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Es gibt mehrere Schwerverletzte. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch zwei Rettungshubschrauber aus Kassel und Dortmund sind im Einsatz.
Die Polizei bittet, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Weitere Infos und Fotos folgen!
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BAD BERLEBURG. Dem schnellen Eingreifen der Bad Berleburger Feuerwehr ist es zu verdanken, dass ein Wohnhaus auf der Emil-Wolff-Straße vor den Flammen gerettet werden konnte. Genau vor dem Haus mit der Nummer 17 war am Mittwochabend ein Kleintransporter in Brand geraten, nachdem es darin mehrere Explosionen gegeben hatte.
Wie die Polizei mitteilte, hatte der Fahrer des Transporters einen sehr lauten Knall aus dem Laderaum vernommen und sein Fahrzeug unverzüglich angehalten, um im Heck nachzuschauen, was geschehen war. Beim Öffnen der Hecktüren schlugen dem Mann bereits Flammen entgegen und das Auto stand in kürzester Zeit im Vollbrand. Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, war der Kleintransporter bereits nicht mehr zu retten. Die Kameraden löschten den Brand unter schwerem Atemschutz ab und konnten so in letzter Sekunde einen Wohnhausbrand verhindern. Die Flammen haben das Gebäude bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Schaummittel wurden alle restlichen Glutnester erstickt und das Fahrzeug, sowie das Gebäude mit der Wärmebildkamera kontrolliert.
Warum es zu der Explosion kam, ermittelt nun die Kriminalpolizei, das Fahrzeug wurde sichergestellt. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand. Die Emil-Wolff-Straße war voll gesperrt.
SOMPLAR. Ein Verkehrsunfall zwischen Bromskirchen und Somplar hat am Montagmorgen für einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt.
Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war es zu einer bislang unbekannten zu einem Unfall gekommen, bei dem sich ein roter Golf mehrfach überschlagen hatte. Morgens war der Wagen schwer beschädigt in einem Acker aufgefallen. Vom Fahrer fehlte jedoch jede Spur. „Wir können nichts ausschließen“, erklärte ein Polizeibeamter vor Ort. Um zunächst sicher zu sein, dass der Fahrer nicht irgendwo verletzt in der Umgebung liegt oder umher irrt, wurde ein Sucheinsatz durchgeführt. Dazu wurden die Feuerwehren aus Bromskirchen, Somplar und Haine unter der Leitung von Christian Henkel-Strieder alarmiert. Mit einer Wärmebilddrohne wurde die Umgebung der Unfallstelle großräumig abgeflogen. Hochsitze, Schuppen und andere markante Punkte in der Nähe wurden durch Fußtrupps kontrolliert. Auch nach längerem Einsatz fanden die rund zwanzig Einsatzkräfte keinen Anhalt auf eine verletzte Person in der Nähe der Unfallstelle.
Nach der Spurenlage vor Ort war der Pkw, ein roter Golf, von Bromskirchen kommend in Richtung Somplar unterwegs und kam nach rechts auf die unbefestigte Bankette. Dann dürfte der Fahrer gegengesteuert und seinen Wagen vermutlich übersteuert haben, sodass er nach links von der Fahrbahn abkam und in eine Böschung geriet. Nach den Spuren hat der Wagen sich dabei mehrfach überschlagen und kam schwer beschädigt auf den Rädern in einem Acker zum Stehen. Das total zerstörte Unfallfahrzeug musste geborgen und abgeschleppt werden.
BERGHAUSEN. Zu einem Gasaustritt außerhalb eines Gebäudes wurden die Feuerwehren am Samstagnachmittag um kurz nach 15:00 Uhr nach Berghausen in die Straße „Zur Ecke“ alarmiert. Bei Arbeiten mit einem Bosch-Hammer war es zu einem Unfall gekommen, der weitaus schlimmer hätte enden können. Ein Mann war damit beschäftigt, an seinem Grundstück eine mit Palisaden errichtete Mauer vor einem Rasen zu entfernen. Dabei hatte er eine tief unter der Erde liegende Stromleitung getroffen. Daraufhin habe es zunächst einen kurzen Feuerschein gegeben und es ein Gasgeruch wahrnehmbar gewesen. Am Aufsatz des Bosch-Hammers kam es außerdem zum Herausbrechen einiger Stücke aus dem Meißel-Aufsatz, sowie zur Verfärbung des Meißels. Der Mann alarmierte die Feuerwehr und schilderte seine Situation. Daraufhin alarmierte die Kreisleitstelle die Einheiten der Feuerwehren aus Berghausen und Raumland, ein Messfahrzeug des Löschzuges Aue-Wingeshausen, die Drehleiter und den Einsatzleitwagen aus Bad Berleburg, die Polizei und den Gasversorger. Der Anwohner selbst informierte noch direkt seinen Nachbarn Mike Radenbach, der selbst in der Feuerwehr aktiv ist, auch als einer der Leiter der Bad Berleburger Gesamtwehr. Er konnte bereits mit einem Gasmessgerät Messungen durchführen und hinsichtlich eines Gasaustritts schnell Entwarnung geben. Auch der Gasversorger der Firma Westnetz konnte keine Gaskonzentration nachweisen. Vorsorglich war der Bereich bis dahin weiträumig abgesperrt worden. Im weiteren Verlauf zeigte sich, dass der Mann eine Stromleitung getroffen hatte und die Gasleitung einige Meter daneben verlief. Der Einsatz konnte dann für die Feuerwehr schnell beendet werden. Durch die Firma Westnetz wurde ein Verantwortlicher für die Stromversorgung hinzugezogen, der dann die weiteren Maßnahmen übernahm.