Schockanruf: Seniorin um Beute geprellt

Freitag, 16. Januar 2026 09:51 geschrieben von  Michael Fränkel
Mit der Kampagne „Geschockt am Telefon?“ warnt die Polizei im Kreis Paderborn im Jahr 2026 vor dreisten Betrügern, die Seniorinnen und Senioren mit Schockanrufen um ihr Erspartes bringen wollen. Mit der Kampagne „Geschockt am Telefon?“ warnt die Polizei im Kreis Paderborn im Jahr 2026 vor dreisten Betrügern, die Seniorinnen und Senioren mit Schockanrufen um ihr Erspartes bringen wollen. Foto: Kreispolizeibehörde Paderborn

KREIS PADERBORN. Eine Seniorin ist Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sich mit einer perfiden Schock-Masche als Behördenvertreter ausgaben.

Am Donnerstagnachmittag (15. Januar 2026) erhielt die ältere Dame im Kreisgebiet einen Anruf von einem bislang unbekannten Täter, der vorgab, Polizeibeamter zu sein. Dieser Tatverdächtige, welcher akzentfreies Deutsch sprach, behauptete, ihre Tochter hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse nun eine hohe Kaution zahlen. Um die Glaubwürdigkeit zu untermauern, wurde das Telefon an die angebliche Tochter weitergereicht, die unter Schluchzen und Weinen massiven Druck auf die Frau ausübte.

An der Haustür übergab die Seniorin schließlich eine Bargeldsumme sowie Schmuck an einen Abholer, der sich als Mitarbeiter des zuständigen Gerichts ausgab. Mit seiner Beute flüchtete der Täter im Anschluss. Erst nachdem die Frau ihre Kinder informierte, die daraufhin die Polizei benachrichtigten, wurde der Betrug erkannt.

Eindringlich warnt die Polizei vor allen Arten des Telefonbetrugs, da die Täter meist ältere Menschen als Ziel wählen und diese oft stundenlang unter psychologischem Druck am Telefon festhalten. Dabei wird mit allen Tricks gearbeitet, um den Opfern vorzugaukeln, Unheil könne nur durch Geldübergabe abgewendet werden. Oft sind die Betroffenen tatsächlich regelrecht geschockt am Telefon.

Paderborner Beamte gehen in vielen Bereichen gegen dieses Problem vor und haben dazu die breit angelegte Kampagne „Geschockt am Telefon? – Auflegen!“ gestartet. Alle Informationen dazu sind auf der Website der Kreispolizeibehörde Paderborn zu finden. Jüngere Angehörige werden zudem gebeten, mit Älteren über Maschen wie falsche Polizeibeamte, Enkeltricks oder angebliche Bankmitarbeiter zu sprechen. Tipps, Flyer und persönliche Beratungen unter der Telefonnummer 05251 306-0 stehen für Interessierte zur Verfügung. (ots/r)

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