FRANKFURT AM MAIN. Ermittlerinnen und Ermittlern von c und Zoll ist ein bedeutender Schlag gegen die internationale Rauschgiftkriminalität gelungen, bei dem eine enorme Menge Kokain sichergestellt wurde.
Insgesamt sechs Tatverdächtige im Alter von 24 bis 56 Jahren wurden am Mittwoch (14. Januar) im Zuge eines koordinierten Einsatzes im Landkreis Groß-Gerau sowie in Frankfurt vorläufig festgenommen. Sichergestellt wurden dabei 220 Kilogramm Kokain, nachdem der Hamburger Zoll bereits zu Jahresbeginn einen entscheidenden Hinweis ausländischer Behörden erhalten hatte.
Versteckt war das Rauschgift in einem Seecontainer aus Brasilien, der mit über 25.000 Kilogramm Spachtelmasse in Eimern beladen war. Adressiert war die Sendung an eine im Rhein-Main-Gebiet ansässige Firma, woraufhin die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Frankfurt am Main und die Staatsanwaltschaft Darmstadt die weiteren Ermittlungen übernahmen. In deren Verlauf gerieten die Beschuldigten in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden.
Vorwurf gegen die Männer lautet auf bandenmäßige unerlaubte Einfuhr sowie bandenmäßiges illegales Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Anschließende Durchsuchungen von insgesamt sieben Wohn- und Geschäftsräumen im Kreis Groß-Gerau, Dortmund und Frankfurt führten zur Sicherstellung zahlreicher Mobiltelefone, Dokumente sowie 4000 Euro Bargeld. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch das Hauptzollamt Hamburg, das Zollfahndungsamt Hamburg sowie Spezialkräfte der Hessischen Polizei und des Zolls.
Fünf der Festgenommenen wurden am Donnerstag (15. Januar) der Haftrichterin des Amtsgerichts Darmstadt vorgeführt, die Haftbefehl erließ, während ein weiterer Beschuldigter auf freien Fuß gesetzt wurde. Gegründet wurde die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Frankfurt am Main bereits im Jahr 1980 als Zusammenschluss von Ermittlern des Zollfahndungsamtes und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. Ziel dieser Expertendienststelle ist die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität durch besonders umfangreiche Ermittlungsverfahren im Bereich der schweren und organisierten Kriminalität. Weitere Auskünfte werden aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht erteilt. Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.







