Terrorverdacht: Zwei Festnahmen

Freitag, 16. Januar 2026 09:35 geschrieben von  Michael Fränkel
Spezialeinsatzkräfte und Ermittler des HLKA durchsuchten nach den Festnahmen an den Flughäfen mehrere Wohnungen in Nordhessen, um Beweismaterial gegen die beiden Terrorverdächtigen zu sichern. Spezialeinsatzkräfte und Ermittler des HLKA durchsuchten nach den Festnahmen an den Flughäfen mehrere Wohnungen in Nordhessen, um Beweismaterial gegen die beiden Terrorverdächtigen zu sichern. Symbolbild: Michael Fränkel / 112-magazin.de

KASSEL. In einem umfangreichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main führten Beamte des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA) gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Nordhessen am Donnerstag (15. Januar) die Festnahmen an den Flughäfen in Hannover und Stuttgart durch. Ermittler werfen den zwei deutschen Staatsangehörigen im Alter von 27 und 18 Jahren vor, eine Straftat gemäß § 89 a des Strafgesetzbuches vorbereitet zu haben. Die beiden Männer, die Bezüge in die islamistische Szene aufweisen, wurden bereits einem Haftrichter in Frankfurt am Main vorgeführt und befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Verdacht auf geplante Ausreise nach Syrien

Intensive polizeiliche Maßnahmen unter Einbeziehung von Spezialeinsatzkräften konkretisierten zuvor den Verdacht, dass die Beschuldigten eine Ausreise nach Syrien planten. Weitreichende Ermittlungen der beteiligten Strafverfolgungsbehörden mit bundeslandübergreifenden Bezügen, insbesondere nach Nordrhein-Westfalen, deuteten darauf hin, dass sich die Männer dort mutmaßlich ausbilden lassen wollten, um an Kampfhandlungen im Ausland teilzunehmen. Diese Ausreisevorhaben konnten durch den Zugriff an den Flughäfen erfolgreich unterbunden werden.

Sicherstellung von Beweismaterial in Nordhessen

Gefunden wurden bei anschließenden Durchsuchungen von Wohnungen in Kassel und im Landkreis Kassel unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen sowie zahlreiche Flyer und Broschüren mit Bezug zur Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Zudem stellten die Beamten Bargeld, diverse Mobiltelefone und Datenträger sicher, die nun im Detail ausgewertet werden.

An der großangelegten Aktion waren neben Kräften des HLKA und des Polizeipräsidiums Nordhessen auch Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei, des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz sowie des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main beteiligt. Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand laut offiziellen Angaben zu keinem Zeitpunkt. Die weiteren Ermittlungen der Behörden dauern an. (ots/r)

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Zuletzt bearbeitet am Freitag, 16. Januar 2026 09:51

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