Michael Fränkel

Michael Fränkel

Samstag, 14 März 2026 08:52

Krebs - Angebote und Austausch im Café

FRANKENBERG. Das Info-Café Mutmacher im Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg öffnet wieder und richtet sich an Menschen, die mit einer Krebserkrankung leben, an Angehörige sowie an Interessierte. Am 24. März ab 15 Uhr sind Gäste zu einer lockeren Runde bei Kaffee und Kuchen eingeladen, bei der zwei Expertinnen begleitende Angebote für Patientinnen und Patienten vorstellen.

Selbstfürsorge und Beratung

Anke Scheld vom Verein „Leben mit Krebs Marburg e. V.“ stellt das Beratungs- und Kursangebot des Vereins vor. Der Verein, der aus einer Initiative von Betroffenen entstand, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Eigenverantwortung und Lebensqualität Erkrankter zu stärken. Neben Kontakt- und Selbsthilfemöglichkeiten bietet der Verein Kurse in den Bereichen Entspannung, Bewegung und Ernährung. Anke Scheld ist Geschäftsführerin des Vereins, berät Patientinnen und Patienten, fungiert als Ansprechpartnerin für die Selbsthilfegruppe Betroffener und leitet verschiedene Gesundheitskurse. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das „Waldbaden“: Als IHK-zertifizierte Waldbademeisterin vermittelt sie, wie Natur positiv auf Immunsystem und seelisches Wohlbefinden wirken kann.

Digitale Hilfe auf Rezept: Der „PINK! Coach“

Christiane Schmidt präsentiert die zertifizierte Gesundheits-App „PINK! Coach“, die Brustkrebspatientinnen durch Therapie und Nachsorge begleitet. Konzipiert ist die App als digitaler Assistent für Ernährung, Sport und mentale Gesundheit. Mit täglich wechselnden und individuellen Zielen, angepasst an Diagnose, Therapie und Belastbarkeit, sollen Patientinnen motiviert und gefordert werden. Weitere Funktionen sind ein Nebenwirkungs-Chatbot, eine Infothek und eine Dokumentenablage. Entwickelt und betreut wird das Angebot von einem interdisziplinären Expertenteam aus Gynäkologie, Onkologie, Ernährungsmedizin, Sportwissenschaften und Psychologie. Ziel des ganzheitlichen Konzepts ist es, Nebenwirkungen aktiv zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zertifizierte App kann auf Rezept des behandelnden Arztes genutzt werden.

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter der kommissarischen Leitung von Frau Gabriele Schalk bittet um Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter der Telefonnummer 06451 55-355.

WALDECK-FRANKENBERG. (Stellenanzeige) Das gute Leben - im Landkreis Waldeck-Frankenberg kann man es finden. Ob Genießer, Naturfans, Kulturliebhaber, Familienmenschen, Freizeitsportler, Karrieremacher oder Freunde der Geselligkeit: Der flächenmäßig größte Landkreis in Hessen bietet Platz für unterschiedliche Lebensentwürfe. Ob als Wirtschaftsstandort, Freizeitregion oder Zuhause für fast 160.000 Einwohner - mit zwei Großunternehmen, die es zu Weltruf gebracht haben, drei Stauseen und einem Nationalpark sowie viel Platz, um gesund aufzuwachsen, individuell zu wohnen und sich selbst zu verwirklichen, bietet Waldeck-Frankenberg die besten Voraussetzungen für ein gutes Leben im Herzen Hessens. Die Kreisverwaltung des Landkreises ist mit über 1.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region. 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich jetzt bei uns! 

Alle aktuellen Stellenangebote und Praktika des Landkreises Waldeck-Frankenberg finden Sie unter diesem Link (hier klicken) - hier können Sie sich auch direkt online bewerben! Bei weiteren Fragen steht Ihnen der Fachdienst Personal gern unter der Telefonnummer 05631/9541331 zur Verfügung.

Link: Stellen- und Bewerbungsportal des Landkreises Waldeck-Frankenberg

Landkreis Waldeck-Frankenberg

Südring 2

34497 Korbach

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Wie schon seit einigen Jahren bietet der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Landkreises auch in 2026 wieder eine Freizeit für Alleinerziehende an. Die Reise in den Sommerferien führt erneut auf die Nordseeinsel Sylt. Vom 12. bis 19. Juli ist das Jugendseeheim des Landkreises Kassel mitten in den Dünen zwischen Kampen und List Ziel und Standort für eine Eltern-Kind-Ferienwoche voller Abenteuer, Entspannung, Spiel und Spaß.

Lage und Ausstattung des Jugendseeheims eröffnen Eltern und Kindern viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Bewegung, Spiel, Sport, Erleben der Natur, das alles wird angeboten, daneben lässt es sich aber auch bestens einfach nur entspannen. Weitere Informationen zu der Unterkunft sind unter www.freizeiteinrichtungen-kreiskassel.de abrufbar.

Der Teilnahmebeitrag der Eltern-Kind-Ferienwoche beträgt für Erwachsene 395 Euro, Jugendliche von 15 bis 17 Jahren zahlen 320 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 280 Euro und Kinder von 3 bis 5 Jahren 165 Euro, Kinder unter drei Jahren sind frei. Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe, Programm sowie die An- und Abreise mit der Deutschen Bahn ab und bis Kassel sind in dem Beitrag enthalten. Alleinerziehende mit geringfügigem Einkommen können eine Beihilfe erhalten.

Anmeldungen zur Freizeit für Alleinerziehende in den Sommerferien auf der Nordseeinsel Sylt sind ab sofort möglich. Nähere Auskunft erteilt der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Landkreises Waldeck-Frankenberg unter der Telefonnummer 05631 954-1318 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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KREIS HÖXTER. Die Kreispolizeibehörde Höxter hat ihren Verkehrsbericht für 2025 vorgestellt. Sieben Menschen kamen im Jahr 2025 auf den Straßen im Kreis Höxter ums Leben, das entspricht der Zahl vom Vorjahr. „Jeder Todesfall ist einer zu viel“, betonte Behördenleiter Landrat Michael Stickeln, der gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Polizei, Polizeidirektor Karsten Koutsky, und EPHK Markus Tewes als Direktionsleiter Verkehr die Eckpunkte der Jahresstatistik erläuterte.

Die Zahl der Schwerverletzten ist hingegen deutlich zurückgegangen. Sie sank um 38 auf 111, das entspricht einem Rückgang um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Leichtverletzten liegt bei 473, das ist der höchste Stand seit zehn Jahren. Mit insgesamt 4.300 Unfällen bewegt sich das Unfallaufkommen etwa auf dem Niveau der vergangenen zehn Jahre, im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl leicht um 167 gestiegen.

Sorgen bereitet der Kreispolizeibehörde grundsätzlich das Thema Geschwindigkeit. Die Statistik zeigt abermals, dass zu hohe Geschwindigkeit eine Hauptursache für Unfälle ist und außerdem insbesondere außerhalb geschlossener Ortschaften für die schweren Unfallfolgen verantwortlich ist. Hier will die Polizei weiterhin durch Kontrollen und präventive Maßnahmen gegensteuern. Dass die Bemühungen der Vergangenheit schon Erfolge zeigen, lässt sich im Verkehrsbericht an der deutlich gesunkenen Zahl an Schwerverletzten bereits ablesen.

Als weitere Ursache für Unfälle rückt immer mehr der Bereich „Unaufmerksamkeit“ in den Fokus. Dazu zählt Ablenkung durch Handy am Steuer oder auch durch komplizierte Entertainment-Steuerung an Bord. „Unfälle passieren nicht, Unfälle werden verursacht“, betont dazu Markus Tewes. „Im Straßenverkehr können kleine Fehler große Auswirkungen haben“.

Ein weiteres Problemfeld, das sich in der Verkehrsstatistik 2025 zeigt, betrifft Unfälle mit E-Scootern. 17 Menschen wurden bei Unfällen mit den so genannten „Elektrokleinstfahrzeugen“ im Straßenverkehr verletzt, darunter sieben Kinder. Diese sieben Kinder unter 14 Jahren haben einen E-Scooter entweder selber gesteuert, was verboten ist, oder standen als Mitfahrer auf dem Brett, was ebenfalls nicht erlaubt ist. Hier appelliert die Polizei an das Verantwortungsbewusstsein der Eltern.

Alle weiteren Zahlen und Entwicklungen sind im Verkehrsbericht 2025 auf der Internetseite der Polizei Höxter nachzulesen. Unter folgendem Link steht der gesamte Bericht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung: https://hoexter.polizei.nrw/Verkehrsbericht2025

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HELSA. Auf dem Neuen Friedhof sind von rund 20 Gräbern Schalen und Vasen entwendet worden, zudem wurde eine Tür der Friedhofskapelle aufgebrochen. Die Polizei ermittelt wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls, Störung der Totenruhe sowie Sachbeschädigung und bittet um Hinweise.

Nach Angaben der Beamten wurde der Diebstahl am Donnerstag (12. März) gegen 11 Uhr bekannt, nachdem ein Mitarbeiter des Bauhofes die Tat bemerkt hatte. Bei der Anzeigenaufnahme stellten Polizisten an rund 20 Gräbern fest, dass teils fest mit den Grabplatten verbundene Schalen und Vasen abgebrochen und mitgenommen worden waren. Dabei wurden teilweise auch Grabplatten beschädigt.

Gewaltsam verschafften sich die Täter außerdem Zutritt zur Friedhofskapelle, daraus wurde nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nichts entwendet. Die Tatzeit liegt nach derzeitigem Stand zwischen Dienstag, 14 Uhr, und 11 Uhr am folgenden Vormittag. Aufgrund der Menge der entwendeten Gegenstände geht die Polizei davon aus, dass zum Abtransport ein Fahrzeug genutzt wurde.

Zeugen, die im Bereich des Friedhofes verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0561-9100 entgegen. (ots/r)

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Freitag, 13 März 2026 22:34

Revision gegen Urteil im Radlader-Prozess

BURGWALD. Gegen das Urteil des Landgerichts Marburg im Verfahren gegen den 29-jährigen Radlader-Fahrer ist Revision eingelegt worden. Nach Angaben der Justiz hat die Verteidigung am 11. März Rechtsmittel eingelegt, damit wurde die Wochenfrist nach der Urteilsverkündung am 4. März eingehalten.

Die 6. Strafkammer des Landgerichts Marburg hatte den Angeklagten am 4. März unter anderem wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Das Urteil ist weiterhin nicht rechtskräftig.

Hintergrund ist ein Vorfall am Donnerstagabend, 29. Mai 2025: Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann zunächst in Ernsthausen mit einem Radlader unterwegs und fuhr dort einen Baum um. Kurz darauf befuhr er gegen 20 Uhr die B 252 in Richtung Bottendorf, geriet dabei wiederholt in den Gegenverkehr und stieß mit mehreren Fahrzeugen sowie Leitplanken zusammen. Eine Person wurde leicht verletzt.

Erheblich beschädigt wurden nach Polizeiangaben ein brauner VW Polo und eine schwarze Mercedes E-Klasse am Ortsausgang von Ernsthausen sowie ein blauer Skoda etwa zwei Kilometer weiter. Anschließend bog der Radlader in einen Waldweg ein, wo die Fahrt an einem Teich endete. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Ernsthausen und Bottendorf, außerdem zwei Notärzte, vier Rettungswagen und fünf Streifenwagen der Polizei. Der Tatverdächtige wurde nach einer medizinischen Untersuchung in Gewahrsam genommen. Am Freitag, 30. Mai 2025, wurde er der Haftrichterin des Amtsgerichts Marburg vorgeführt, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erließ. Der Beschuldigte befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft.

Mit der Revision muss die Verteidigung das Rechtsmittel nun begründen. Danach geht das Verfahren an den Bundesgerichtshof, der über die Revision zu entscheiden hat.

Link: Serie von Unfällen auf der B 252 – Festnahme

Link: Nach Radlader-Fahrt in Untersuchungshaft

Link: Amokfahrt mit Radlader: 7 Jahre Freiheitsstrafe

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VÖHL. Auf der Landesstraße zwischen Basdorf und Vöhl ist ein Toyota von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Am Freitag gegen 15.20 Uhr war ein 26-Jähriger aus der Gemeinde Vöhl aus Richtung Basdorf in Richtung Vöhl unterwegs, als es aus bislang ungeklärten Gründen zu dem Alleinunfall kam.

Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Aufgrund der Erstmeldung über eine eingeklemmte Person wurden die Feuerwehren der Nationalparkgemeinde Vöhl und der Stadt Waldeck unter der Leitung von Marco Amert alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte war der Mann im Fußraum seines Kleinwagens eingeklemmt. Während die Feuerwehr Vöhl und der Notarzt die Erstversorgung einleiteten, übernahm die Feuerwehr Sachsenhausen als ersteintreffende Einheit mit hydraulischem Rettungsgerät die technische Rettung.

In enger Absprache mit dem Notarzt unterbauten die Teams das Fahrzeug und trennten mit einem Spreizer die Fahrertür heraus. Um die eingeklemmten Beine zu befreien, setzten die Kräfte einen Rettungszylinder ein. Die Rettung erfolgte per Spineboard über die Fahrerseite, anschließend wurde der Patient an den Rettungsdienst übergeben und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Im Anschluss übernahmen die Vöhler Kräfte die weiteren Arbeiten am Fahrzeug. Da es sich um ein Hybridfahrzeug handelte, wurde der Toyota stromlos geschaltet. Am Pkw entstand Totalschaden, auf 4000 Euro wird der Sachschaden geschätzt. Abschleppdienst Gäbler übernahm die Bergung. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Maßnahmen an die Polizei übergeben.

Donnerstag, 12 März 2026 18:53

Wildwechsel - Tucson landet seitlich im Graben

HAINA. Zu einem Alleinunfall auf der Landesstraße 3296 wurden am Donnerstagmorgen zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Ein 23-jähriger Mann aus Kassel war gegen 6.50 Uhr mit seinem weißen Hyundai Tucson zwischen Dodenhausen und Herbelhausen unterwegs, als ein Reh die Fahrbahn kreuzte.

Um eine Kollision mit dem Tier zu vermeiden, wich der Fahrer aus. Dabei geriet der Wagen zunächst rechts auf die Schutzplanke, schleuderte über die Gegenfahrbahn und kam schließlich im Straßengraben auf der Seite zum Liegen. Aufgrund der Erstmeldung über eine im Fahrzeug eingeschlossene Person wurden die Feuerwehren aus Gemünden, Haina, Löhlbach, Dodenhausen und Battenhausen mit dem Alarmstichwort „HKLEMM 1 Y, VU Klemm PKW, eingeschlossen im PKW“ alarmiert.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr Haina gegenüber 112 Magazin mitteilte, war der Fahrer jedoch nicht eingeklemmt. Die Teams vor Ort beschränkten ihre Maßnahmen auf das Batteriemanagement; eine technische Hilfeleistung war nicht erforderlich. Der 23-Jährige blieb unverletzt und kümmerte sich eigenständig um die Abschleppung des Fahrzeugs. Zur Schadenshöhe konnten vor Ort keine Angaben gemacht werden.

GIEßEN. Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Baugewerbe haben rund 100 Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Gießen mehrere Baustellen in Nord-, Ost- und Mittelhessen überprüft. Dabei wurden Verstöße unter anderem gegen das Arbeits- und Aufenthaltsrecht festgestellt.

Im Fokus stand, ob Arbeitgeber Beschäftigte ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden und ob Ausländer die für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen beziehungsweise Aufenthaltstitel besitzen. Auch die Zahlung der gesetzlichen Mindestlöhne wurde überprüft.

Im Bezirk des Hauptzollamtes Gießen wurden 223 Arbeiter von 73 Firmen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt und zahlreiche Dokumente geprüft. Bundesweit waren mehr als 3200 Zöllnerinnen und Zöllner aller Hauptzollämter auf Baustellen unterwegs. „Solche Kontrollen sind wichtig, um faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu sichern. Wer sich nicht an die Regeln hält, verschafft sich einen unrechtmäßigen Vorteil gegenüber ehrlichen Unternehmern“, so Stephanie Auerswald, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Gießen. „Gerade auf Baustellen kommt es immer wieder zu Verstößen. Unternehmen und Beschäftigte müssen jederzeit damit rechnen, dass wir unangekündigt vor Ort prüfen.“

Für drei moldawische Männer im Alter von 28 bis 34 Jahren endete die Arbeit auf einer Baustelle im Landkreis Fulda mit ihrer vorläufigen Festnahme und einem Strafverfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthaltes. Auf einer Baustelle in Gießen wurde außerdem ein 56-jähriger Belarusse vorläufig festgenommen, der Monteur arbeitete ohne gültigen Aufenthaltstitel.

In Kassel wurden auf einer Baustelle drei Serben im Alter von 40 bis 42 und ein Moldawier im Alter von 26 Jahren angetroffen, die keine eindeutigen Aufenthalts- und Arbeitspapiere für die hiesigen Tätigkeiten vorlegen konnten. Die zuständigen Ausländerbehörden wurden eingeschaltet.

Darüber hinaus besteht bei 16 Arbeitern der Verdacht auf Scheinselbständigkeit sowie bei zwei Arbeitern der Verdacht, dass der Mindestlohn nicht gezahlt wird. Die vor Ort erhobenen Daten der Arbeitnehmer werden nun mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Unternehmen sowie weiteren Geschäftsunterlagen abgeglichen.

Am Ende der Kontrollen leiteten die Zöllnerinnen und Zöllner ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und sieben Strafverfahren ein. Das Hauptzollamt Gießen ermittelte im letzten Jahr gegen mehrere Firmen der Baubranche wegen des Verdachts des Vorenthaltens von Sozialabgaben in Millionenhöhe. Insgesamt führte dies zur Aufdeckung von Schäden für die Sozial- und Steuerkassen in Höhe von mehr als 13 Millionen Euro.

Zusatzinformation

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- und Sonderprüfungen auf Basis des risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese konzertierten Prüfungen sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei.

Im Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk gelten branchenspezifische Mindestlöhne. In allen anderen Branchen des Baugewerbes gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde beträgt.

Mittwoch, 11 März 2026 22:42

Klinik lädt Kitas zu Aktionstagen ein

FRANKENBERG. Das Interesse der umliegenden Kindertagesstätten an einer Besichtigung ist so groß, dass das Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg neue Wege geht: Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, bietet das Haus spezielle Aktionstage an, zu denen mehrere Kitas gleichzeitig eingeladen werden. Der Auftakt im Februar stieß auf durchweg positive Resonanz. Sowohl die Kinder und ihre Betreuer als auch das Organisationsteam des Krankenhauses zogen eine begeisterte Bilanz der gemeinsamen Entdeckungstour.

Spielerisches Lernen an verschiedenen Stationen

Nach einem neuen Konzept erkundeten die Kinder in kleinen Gruppen verschiedene Stationen und lernten so die Abläufe der Notaufnahme, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und sogar das Schulzentrum kennen. Die kleinen Besucher aus Allendorf, Frankenberg und Schreufa erfuhren dabei viel über typische Untersuchungen und Behandlungen. Der Fokus lag bewusst auf spielerischen Mitmach-Aktionen, um den Klinikalltag begreifbar zu machen:

  • Selbst aktiv werden: Die Kinder legten Verbände an, probten das Fahren im Rollstuhl oder das Gehen mit Krücken.

  • Medizin hautnah: Bei Messungen von Blutdruck und Sauerstoffsättigung verloren die Kinder schnell die Scheu vor der medizinischen Technik.

  • Kreative Verarbeitung: Themenspezifische Ausmalbilder halfen dabei, das Erlebte direkt vor Ort kreativ zu vertiefen.

Ängste abbauen und Interesse wecken

Jutta Muth aus der Unternehmenskommunikation, die das Konzept entwickelt hat, erklärt: „Wir geben Kindern die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen eigene Erfahrungen mit der Krankenhauswelt zu sammeln. Das hilft enorm, damit sie sich im Ernstfall mutiger auf eine eigene Behandlung in der Notaufnahme einlassen können. Auch wenn ein Familienmitglied ins Krankenhaus muss, ist das für die Kinder dann weniger belastend.“

„Ganz besonders möchte ich mich für das Engagement unserer Mitarbeitenden bedanken: Wir haben ein großartiges Team für diesen ‚Sondereinsatz‘. Neben den Kolleginnen der Zentralen Notaufnahme (ZNA) war erstmals auch das Team aus dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) mit einer Station vertreten. Sie betreuen die Kinder empathisch, schaffen eine fröhliche Atmosphäre und beantworten geduldig die klugen Fragen der kleinen Entdecker. Ganz nebenbei wecken sie durch ihre Arbeit das Interesse an den Berufen in der Gesundheitsversorgung.“

Ein beeindruckender Ausflug

Nach rund zwei Stunden traten die Gruppen den Heimweg an – mit frisch angelegten Pflastern, Verbänden und ihren selbstgemalten Bildern sowie vielen neuen Eindrücken im Gepäck. Emma Paulus, stellvertretende Leitung der Kita Schreufa, bedankte sich im Nachgang im Namen der Kinder, Erzieherinnen und Eltern: „Der Tag war super organisiert, liebevoll durchgeführt und für die Kinder als auch die Erzieherinnen ein tolles Erlebnis. Die Kinder kamen mit einem freudestrahlenden Grinsen zurück in die Kita sowie nach Hause und haben von ihrem Ausflug begeistert erzählt, sodass sich auch heute noch mal viele der Erziehungsberechtigten bedankt haben.“

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