BRUCHHAUSEN. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag im Hochsauerlandkreis. Zwischen den Olsberger Ortsteilen Bruchhausen und Assinghausen sind zwei Fahrzeuge zusammengestoßen. Insgesamt waren die beiden Autos mit elf Personen besetzt. Sieben wurden bei dem Unfall verletzt, der Fahrer eines roten VW Bullis schwer. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Den Angaben vor Ort zufolge war der Mann mit einem VW Bulli von Bruchhausen in Richtung Assinghausen unterwegs und befuhr die Hochsauerlandstraße. Aus bislang unklarer Ursache kam der VW Fahrer in einer Kurve von seiner Fahrspur ab und kollidierte dann mit einem entgegenkommenden Mercedes aus dem Main-Spessart-Kreis, der mit drei Personen besetzt war. Im VW Bus befanden sich neben dem Fahrer sieben weitere Personen – Mitglieder einer Jugendgruppe. Entgegen der ersten Alarmierungsmeldung war glücklicherweise in keinem der beiden Fahrzeuge jemand eingeklemmt. Aufgrund der ersten Meldungen musste die Leitstelle davon ausgehen, dass zwei bis drei Personen eingeklemmt waren.
Dennoch stellte der Einsatz die Kräfte vor besondere Voraussetzungen: Es gab elf Menschen, die vom Unfall direkt betroffen waren und gesichtet und versorgt werden mussten. Dazu wurde kurz nach der ersten Alarmierung das Einsatzstichwort auf MANV 4+ erhöht. Insgesamt kamen daraufhin sechs Rettungswagen aus dem Hochsauerlandkreis und dem benachbarten Waldeck-Frankenberg, zwei Notärzte, der Rettungshubschrauber „Christoph 8“, der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Malteser Hilfsdienst, sowie die Feuerwehren aus Olsberg, Elleringhausen und Bruchhausen unter der Leitung von Einsatzleiter Florian Stratmann im Einsatz. Auch der Einsatzleitwagen vom Zentrum für Feuerwehr und Rettungswesen war mit im Einsatz. Zudem kamen vier Notfallseelsorger zum Einsatz. Ein zweiter Rettungshubschrauber aus Kassel, der sich im Anflug befand, konnte seinen Einsatz abbrechen. Insgesamt waren somit 87 Einsatzkräfte vor Ort. Von den elf Unfallbeteiligten wurden acht Menschen verletzt. Der schwer verletze Bullifahrer kam mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus, die übrigen Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gefahren. Die unverletzt gebliebenen Jugendlichen wurden vom Malteser Hilfsdienst betreut und von der Unfallstelle weg gebracht.
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme durch die Polizei blieb die Hochsauerlandstraße über Stunden voll gesperrt.
DÖDESBERG. Vermutlich führte zu schnelles Fahren am Sonntagabend zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 480 in Richtung Albrechtsplatz, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden. Ein Audi landete dabei schwer beschädigt auf dem Dach.
Der Fahrer war von Dödesberg kommend in Richtung Albrechtsplatz unterwegs, als er nach Angaben der Polizei von der Fahrbahn abkam, nachdem er ins Schleudern geraten war. Ob das Fahrzeug zuerst nach links abkam und dort die Leitplanken touchierte und der Fahrer dann wieder nach rechts lenkte, wo er auf den unbefestigten Randstreifen geriet, ist derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Ein Schaden in der Leitplanke, könnte auf diesen Hergang deuten. Nun muss zunächst geklärt werden, ob dieser Schaden auch von diesem Unfall stammt. Fest steht, dass der Audifahrer am rechten Fahrbahnrand auf den unbefestigten Randstreifen geraten ist und dann bei schneller Fahrt mit der Beifahrerseite gegen mehrere Felsvorsprünge prallte. Bei einem massiven Felsvorsprung wurde das Fahrzeug schließlich aufgehebelt und landete auf dem Dach. Im Bereich der Steine und auf der Fahrbahn waren deutliche Schlagmarken vom Unfall erkennbar. Die Beifahrerseite des Audi wurde massiv beschädigt, ein Reifen herausgerissen, der bereits einige Meter unterhalb des Unfallfahrzeuges auf der Straße lag. Die Beifahrerin im Pkw erlitt schwere Verletzungen. Die Rettungswagenbesatzung forderte zu deren Versorgung zusätzlich einen Notarzt an. Auch der Fahrer erlitt schwere Verletzungen, allerdings laut Polizei nicht so schwerwiegend, wie seine Beifahrerin. Eine zweite Rettungswagenbesatzung aus Erndtebrück kümmerte sich um ihn.
Die Feuerwehren aus Schüllar-Wemlighausen und Girkhausen stellten den Brandschutz sicher, klemmten die Batterie am Unfallfahrzeug ab und leuchteten die Einsatzstelle aus. Die B 480 musste im Bereich der Unfallstelle während der Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt werden.
WEIDENHAUSEN. Eine riskante und rücksichtslose Fahrweise einer 38 Jahre alten Frau hat am Sonntagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall geführt. Fünf Rettungswagen, drei Notärzte, der Rettungshubschrauber, ein Gerätewagen Sanitätsdienst, die Feuerwehr und ein Tierarzt waren im Einsatz.
Wie die Polizei vor Ort berichtete, war die 38-jährige Frau mit einem Van mit hoher Geschwindigkeit von Hemschlar kommend in Richtung Weidenhausen unterwegs. Im Bereich einer Kurve setzte sie trotz Gegenverkehr zum Überholen an. Ihr entgegen kam ein Ford Focus, in dem drei Menschen saßen. Während des Überholvorganges erkannte die Frau offenbar ihren Fehler und versuchte noch nach links auf einen angrenzenden Parkplatz auszuweichen. Somit konnte zumindest ein frontaler Zusammenstoß verhindert werden. Dennoch schlug der entgegenkommende Ford im Heckbereich des Van ein. Dabei verlor der Van durch die Wucht des Aufpralls ein Hinterrad und begann sich zu drehen. Dadurch, so die Polizei, kam es zu mehreren Einschlägen in der Böschung und einen dort befindlichen Baum. Unfallzeugen, sowohl Fahrer aus dem Gegenverkehr, als auch der Fahrer des überholten Fahrzeugs schilderten der Polizei den genauen Hergang des Unfalles, der sich auch mit den vor Ort gesicherten Unfallspuren deckt. Die Fahrerin des Van wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste nach Befreiung durch Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.
Im Ford wurde ein Ehepaar, 51 und 53 Jahre alt, sowie eine 81-jährige Dame auf der Rückbank verletzt. Die Polizei geht beim Ehepaar von leichteren Verletzungen, bei der Seniorin jedoch ebenfalls von schweren Verletzungen aus. Aufgrund der mehreren Verletzten löste die Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein MANV1 aus.
Im Einsatz befanden sich jeweils ein Rettungswagen der DRK Wachen Bad Berleburg und Erndtebrück, Rettungswagen und Notarzt der DRK Wache Bad Laasphe, der Notarzt aus Bad Berleburg, zwei Rettungswagen aus Breidenbach und Holzhausen, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der Gerätewagen Sanitätsdienst des DRK Ortsverein Bad Laasphe, der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Kreisbrandmeister des Kreises Siegen Wittgenstein, die Feuerwehren aus Bad Berleburg, Weidenhausen, Rinthe, Hemschlar und der Einsatzleitwagen aus Rüppershausen.
Nach dem eigentlichen Rettungseinsatz und der Sicherstellung des Brandschutzes kümmerten sich die Feuerwehrkameraden aus Bad Berleburg liebevoll um einen weiteren Unfallbeteiligten. Im Kofferraum des Van saß ein Hund, der nach dem Unfall und bis zum Eintreffen eines Tierarztes und dem Ehemann der Fahrerin betreut werden musste. Um das Tier nicht zu erschrecken nahmen die Feuerwehrleute dazu ihre Helme ab. Sie besorgten ihr Trinkwasser aus dem Löschfahrzeug, und bauten dem Hund mit einem Falteimer einen provisorischen Napf, aus dem sie ihm extra stilles Wasser anboten und schirmten den Hund so gut wie möglich vom Einsatzgeschehen ab.
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten, sowie die Spurensicherung durch die Polizei musste die B480 im Bereich der Unfallstelle längere Zeit voll gesperrt bleiben. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt, es entstand jeweils Totalschaden.
LAASPHERHÜTTE. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagnachmittag auf der L718 zwischen Herbertshausen und Laaspherhütte. Drei Menschen wurden dabei teils schwer verletzt. Ein Mann musste von der Feuerwehr aus seinem Auto befreit werden und wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen.
Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war dieser Mann auch Verursacher des Unfalls. Vermutlich, so die Polizei weiter, habe der Mann während der Fahrt einen akuten medizinischen Notfall erlitten und sei dadurch auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Mann war gegen 15:40 Uhr zunächst auf der L718 aus Richtung Herbertshausen kommend in Richtung Bad Laasphe unterwegs. Er sei dann auf die Gegenfahrbahn geraten, wo ihm zwei Fahrzeuge entgegenkamen. Eine Frau schaffte es noch, einem Frontalzusammenstoß auszuweichen und wurde lediglich am Heck getroffen. Ihr Wagen drehte sich um 180 Grad und kam in einer angrenzenden Böschung zum Stehen.
Der Fahrer, der mit seinem Tiguan direkt hinter der Frau fuhr, hatte nicht so viel Glück und konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Mann wurde beim Aufprall laut Polizei eher leicht verletzt. Auch die Frau aus dem ersten entgegenkommenden Fahrzeug wurde leicht verletzt. Der Mann, der auf die Gegenfahrbahn geriet, wurde hingegen schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Dabei wurde von den Feuerwehren aus Banfe und Bad Laasphe in enger Absprache mit dem Rettungsdienst und der Notärztin des Hubschraubers eine patientenorientierte Rettung durchgeführt. Das heißt, der Patient ist zwar verletzt, aber das Hauptaugenmerk kann noch auf die schonende Rettung gelegt werden und muss nicht auf einer möglichst schnellen Rettung zum Erhalt der Lebensfunktionen liegen.
Im Anschluss wurde der Mann im Rettungswagen weiter versorgt und dann mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Neben der Rettung des Autofahrers kümmerten sich die Feuerwehrleute unter der Leitung von Dirk Höbener auch um den Brandschutz an der Unfallstelle und sie waren bei der Reinigung der Fahrbahn und dem Verbringen des Patienten in den Rettungshubschrauber behilflich. Für die Feuerwehrkameraden aus Banfe war es ein knapper Einsatz, denn ihr Festkommers zum 125-jährigen Bestehen stand kurz bevor. Neben der Feuerwehr waren drei Rettungswagen der DRK Rettungswache Bad Laasphe, sowie dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen aus den benachbarten Kreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Fill-Kreis, der Rettungshubschrauber "Christoph 25" aus Siegen, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein, sowie mehrere Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Alle drei Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die L718 blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten komplett gesperrt.
ARFELD. Nach dem folgenschweren Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss zwischen Arfeld und Richstein sind die Ermittlungen der Polizei noch nicht abgeschlossen. Nachdem die Ermittler aufgrund der Angaben vor Ort zunächst davon ausgehen mussten, dass der Fahrer der Zündapp, die gegen einen Pkw geprallt war, zu Fuß geflüchtet war, sind an dieser Version mittlerweile Zweifel entstanden.
Laut dem Polizeibericht ist aktuell doch noch nicht klar, wer letztlich die Zündapp gefahren und den schweren Unfall somit verursacht hat. Demnach ist ein 19-jähriger, alkoholisierter Mann von der Unfallstelle geflüchtet. Ob er aber tatsächlich der Fahrer war, oder der ebenfalls alkoholisierte 28-jährige, der mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen worden ist, steht derzeit doch nicht zweifelsfrei fest.
Die beiden Männer waren am Sonntagmittag auf der L903 aus Richtung Richstein kommend in Richtung Arfeld unterwegs. Dabei prallten sie im Kurvenbereich in den entgegenkommenden Pkw einer 55-jährigen Frau. Die beiden Männer befanden sich zum Unfallzeitpunkt mit ihrer Zündapp auf der Gegenfahrbahn und prallten in die Front auf Höhe des Beifahrerplatzes am Pkw. Durch den Aufprall flogen beide Männer durch die Luft. Der 28-jährige blieb in der Folge schwer verletzt im Graben liegen, der 19-jährige flüchtete umgehend von der Unfallstelle.
Sowohl dem schwer Verletzten 28-jährigen, der sich immer noch mit schweren Verletzungen in einer Klinik befindet, als auch dem 19-jährigen Flüchtigen, der später durch die Polizei unweit der Unfallstelle in der Straße "Heide" bei einer privaten Party angetroffen wurde, wurden Blutproben entnommen. Beide waren deutlich alkoholisiert.
Während die Polizei zunächst aufgrund der Angaben der Befragten vor Ort davon ausgehen musste, dass der 19-jährige Flüchtige auch der Fahrer der Zündapp war, gab es später weitere Hinweise, die dies nun nicht mehr eindeutig erscheinen lassen.
Deshalb ermittelt aktuell das Verkehrskommissariat aus Bad Berleburg zu den genaueren Hintergründen der Fahrt und bittet mögliche Zeugen, sich dringend zu melden:
Die Polizei Bad Berleburg ist dafür unter der Nummer 02751-9090 erreichbar.
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ARFELD. Alkoholbedingter, schwerer Verkehrsunfall am Sonntagmittag im Ahlen, zwischen Arfeld und Richstein. Ein junger Mann wurde schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Sein betrunkener Kumpel, der den folgenschweren Unfall verursacht hatte, flüchtete zu Fuß und ließ seinen Freund am Unfallort zurück. Der Mann wurde später auf einer Party in der Arfelder „Heide“ von der Polizei aufgegriffen.
Unterdessen waren an der Unfallstelle zwei Rettungswagen der DRK Wache Bad Berleburg, der Bad Berleburger Notarzt, der Rettungshubschrauber „Christoph 25“, ein Krankentransportwagen aus Erndtebrück, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und die Feuerwehr Arfeld im Einsatz. Wie die Polizei berichtete, waren die beiden Männer mit einer Zündapp in Richtung Arfeld unterwegs. Der Fahrer hatte wahrscheinlich aufgrund seiner Alkoholisierung die Kontrolle über das Zweirad verloren und war in der Front und der Beifahrerseite eines aus Richtung Arfeld kommenden Pkw kollidiert. Daraufhin landete das Zweirad in einem Graben neben der Straße. Der Sozius blieb dort mit schweren Verletzungen liegen. Der Fahrer flüchtete zu Fuß vom Unfallort. Die Fahrerin des Pkw aus Waldeck-Frankenberg erlitt leichte Verletzungen. Ihr Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Für den schwer verletzten Zündappbeifahrer hatten die Einsatzkräfte vor Ort aufgrund der Schwere der Verletzungen einen Rettungshubschrauber angefordert, der in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle in einer Wiese landete. Nach der Versorgung vor Ort wurde der Mann in eine Klinik geflogen. Für die Suche nach dem flüchtigen Unfallverursacher war bereits eine Drohne mit Wärmebildkamera angefordert worden. Eine Streifenwagenbesatzung hatte bereits das nähere Umfeld der Unfallstelle abgesucht. Im Verlauf des Einsatzes konnte der Mann unweit der Unfallstelle, in der Straße „Heide“ aufgegriffen werden, wo er sich offenbar bei einer Privatfeier befand. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann leicht verletzt und zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Ob er auch von dieser Party zu der verhängnisvollen Fahrt gestartet ist und weitere Personen diese Fahrt möglicherweise hätten verhindern können, ist derzeit noch nicht bekannt.
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die L903 für längere Zeit voll gesperrt.
BAD BERLEBURG. „Dachstuhlbrand“, war die Meldung die Bad Berleburger Feuerwehr, die Löschgruppe Schüllar-Wemlighausen, die Löschgruppen Berghausen, Dotzlar und Arfeld, sowie den DRK Rettungsdienst aus Bad Berleburg am Freitagnachmittag erreichte. „Die Anfahrt erfolgte auf Sicht“, berichtete Einsatzleiter Philip Kloos.
Eine riesige Rauchwolke hatte die „Lause“ umhüllt. Die Flammen schlugen aus dem Dach und der Giebelseite eines Wohnhauses in der Straße „An der Lause“. Die drei Menschen, die bei Brandausbruch im Haus waren, konnten das brennende Gebäude glücklicherweise noch selbst verlassen. Die Feuerwehrkameraden aus Bad Berleburg begannen schnellstmöglich mit dem Löschangriff von außen – von innen war der Einsatz lange Zeit zu riskant, der hintere Teil des Gebäudes brannte in voller Ausdehnung. Die drei Bewohner – eine Frau und zwei kleine Kinder wurden währenddessen durch die Besatzung des Bad Berleburger Rettungswagens betreut. Die Frau kam später ins Krankenhaus. Ein weiterer Rettungswagen aus Winterberg wurde nachgefordert, da eine Nachbarin bei geöffnetem Fenster größere Mengen Rauch eingeatmet hatte, erklärte der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort.
Für die Feuerwehrkameraden und den Rettungsdienst bedeutete der Einsatz bei dem extremen Wetter körperliche Schwerstarbeit. Bei Temperaturen rund um 36 Grad mussten die Kräfte in dicken Schutzjacken, mit Helmen und teils unter schwerem Atemschutz in den Einsatz gehen. Fast unvorstellbar, welchen Belastungen der Körper dabei ausgesetzt ist. Erschwerend kam die Enge der Straße hinzu, die eine Anfahrt für die Rettungswagen beispielsweise unmöglich machte, um die Feuerwehrkräfte nicht zu blockieren, die mit der Drehleiter, Hilfeleistungslöschfahrzeugen, sowie einem Tanklöschfahrzeug die Brandstelle unmittelbar erreichen mussten. Die Rettungskräfte luden ihre Materialien auf die Trage und rannten damit über mehrere hundert Meter den steilen Berg hoch. Dabei halfen Passanten den Rettungskräften, die Trage durch die sengende Hitze zu schieben. Besonders kräftezehrend war auch der Einsatz aus dem Korb der Drehleiter, der in unmittelbarer Nähe zu den Flammen und unter schwerem Atemschutz erfolgte. Zwei weitere Kräfte waren in unmittelbarer Nähe und unwegsamem Umfeld ebenfalls unter schwerem Atemschutz im Einsatz, während die Dachpfannen unter der enormen Hitze der Flammen zerbrachen und wie Geschosse durch die Luft flogen. Von der Bergseite her kämpften wiederum andere Kameraden gegen die Flammen. Das Vorgehen gelang: Nach kurzer Zeit konnten die Brandschützer das Feuer unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung der Flammen erfolgreich verhindern. Im Anschluss an die Feuerbekämpfung wurde das Dach von der Drehleiter auch geöffnet und Nachlöscharbeiten durchgeführt. Zusätzlich wurde zum Eigenschutz der Feuerwehrleute ein weiterer Rettungswagen des DRK Ortsverein Bad Laasphe angefordert, nachdem die beiden anderen Rettungswagen die Patientinnen in Krankenhäuser transportierten.
Die Brandermittlungen zur Schadenshöhe und einer möglichen Ursache werden durch die Kriminalpolizei geführt. Die Streifenwagenbesatzungen vor Ort sicherten bereits erste Beweise und sprachen mit Zeugen. Die Straße „An der Lause“ blieb während der Löscharbeiten gesperrt.
ALBRECHTSPLATZ. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge sind am Mittwochmorgen gegen 07:30 Uhr drei Personen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Auf der B 480 in Richtung Albrechtsplatz war es zu dem folgenschweren Unfall gekommen. Ein 21-jähriger Mann war vom Albrechtsplatz kommend in Richtung Bad Berleburg unterwegs, als er in einer Rechtskurve aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit dem Wagen einer 58-jährigen Frau frontal zusammenstieß, die in Richtung Winterberg unterwegs war. Die Frau, die in dem blauen Suzuki unterwegs war, erlitt schwere Verletzungen und musste mit Rettungswagen und Notarzt der DRK Wache Bad Berleburg in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der 21-jährige Unfallverursacher, der in einem silbernen Skoda unterwegs war, überstand den Unfall nahezu unverletzt, kam aber zur Sicherheit ebenfalls in ein Krankenhaus. Auch der Beifahrer des Skoda wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Da auch große Mengen Kraftstoff ausliefen, waren neben den Rettungskräften aus Bad Berleburg, Winterberg, Bad Fredeburg und dem Bad Berleburger Notarzt auch die Feuerwehren aus Schüllar-Wemlighausen und Bad Berleburg, sowie der Leiter der Feuerwehr Bad Berleburg, Matthias Limper, im Einsatz. Die Kameraden streuten eine größere Ölspur ab und klemmten die Batterien beider Unfallfahrzeuge ab. Bis zur endgültigen Reinigung der Fahrbahn durch eine Spezialfirma blieb die B 480 über Stunden bis in den Mittag hinein voll gesperrt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro.
SOMPLAR. Bei einem schweren Brandunfall in Somplar sind am Sonntagmittag drei Personen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Der Mann musste mit einem Rettungshubschrauber ins Kasseler Klinikum geflogen werden.
Wie die Polizei mitteilte, waren mehere Personen damit beschäftigt, an einem Roller zu arbeiten. Dabei war die Benzinleitung des Rollers defekt und beim Überprüfen einer Zündkerze entstand ein Funke, der zum schlagartigen Entzünden von bereits ausgetretenem Benzin führte. Dabei kam es zu Verletzungen bei drei Personen. Ein Mann wurde dabei schwer verletzt und die Rettungskräfte, die mit Rettungswagen aus Waldeck-Frankenberg und dem Hochsauerlandkreis angerückt waren, forderten einen Rettungshubschrauber an. Der Hubschrauber „Christoph Gießen“ landete wenige Minuten später auf dem Somplarer Sportplatz, von wo aus die Besatzung zunächst von der Feuerwehr an die Einsatzstelle gefahren wurde. Nach der weiteren Versorgung vor Ort eskortierte ein örtliches Feuerwehrfahrzeug den Rettungswagen des Hochsauerlandkreises von der engen, und für eine Hubschrauberlandung nicht geeignete Einsatzstelle zum Sportplatz, wo „Christoph Gießen“ gelandet war. Von dort aus wurde der verletzte Mann mit schweren Verbrennungen in eine Kasseler Klinik geflogen.
Die Feuerwehren aus Somplar und Bromskirchen waren unter schwerem Atemschutz im Einsatz, um die Unglücksstelle „Am Kamp“ in Somplar zu erkunden und Nachlöscharbeiten durchzuführen. „Die Leute hatten die Flammen zum Großteil mit einem Gartenschlauch bereits selbst gelöscht, als die ersten Kräfte eintrafen“, erklärte Einsatzleiter Patrick Kemmler vor Ort. Die Wehrleute suchten unmittelbar auch mit der Wärmebildkamera nach weiterer Hitzeentwicklung und führten Kohlenmonoxidmessungen auch im direkt angrenzenden Wohngebäude durch.
Die Polizei in Frankenberg bezifferte den entstandenen Sachschaden mit rund 5000 Euro. „Die Deckenverkleidung und der Roller wurden beschädigt“, erklärte ein Polizeibeamter.
SCHAMEDER. Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am frühen Donnerstagmorgen ein 32-jähriger Mann aus Bad Berleburg ums Leben gekommen. Er war mit seinem BMW frontal mit einem entgegenkommenden Lkw mit Mulde kollidiert. Dessen 57-jährige Fahrerin wurde schwer verletzt und musste ins Weidenauer Krankenhaus eingeliefert werden.
Die genaue Unfallursache steht noch nicht fest. Die Polizei erklärte aber, dass der junge Mann von Schameder kommend in Richtung Erndtebrück unterwegs war und aus einer Kurve getragen wurde. In der Folge kam es zu der schweren Kollision mit dem entgegenkommenden Lkw. Der BMW stellte sich nach dem Aufprall quer zur Fahrbahn, der Lkw stand nach dem Aufprall weit in der Gegenfahrspur. Die Schlagspuren des BMW Motors auf der Fahrbahn zeigten vor Ort jedoch, dass der BMW sich beim Aufprall auf der Spur des Lkw befand.
Dem DRK Rettungsdienst aus Womelsdorf und dem DRK Notarzt aus Bad Laasphe blieb es nur, den Tod des jungen Mannes festzustellen, der zu dieser Zeit noch im Fahrzeug eingeklemmt war. Die Fahrerin des Lkw wurde vor Ort versorgt und mit Verletzungen ins Weidenauer Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren aus Erndtebrück und Schameder waren vor Ort, um Menschen aus den Fahrzeugen zu befreien und dem Rettungsdienst und der Polizei behilflich zu sein. Für die Einsatzkräfte kam ein PSU Team zum Einsatz, um die Kräfte nach den belastenden Eindrücken vor Ort zu betreuen. Insbesondere die Feuerwehr hatte auch die schwere Aufgabe, den Verstorbenen aus dem Auto zu schneiden.
Für die Aufnahme dieses schweren Unfalls wurde ein VU Team der Polizei aus Gummersbach angefordert. Bei tödlich verlaufenden Verkehrsunfällen ist der Einsatz dieser Spezialisten üblich. Die B 62 blieb für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten Stunden lang voll gesperrt.