Michael Fränkel

Michael Fränkel

Donnerstag, 05 Februar 2026 13:53

16 Entweichungen aus Vitos-Forensik

KASSEL. Die Zahl der Entweichungen ist 2025 mit insgesamt 16 halb so hoch wie im Vorjahr und eine der niedrigsten im Bundesvergleich.

Von den im Jahr 2025 durchschnittlich 962 (2024: 950) in den Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie (KFP) untergebrachten Patientinnen und Patienten sind insgesamt 16 Patienten entwichen (2024: 31). Davon sind 10 Patienten aus einer Dauerbelastungserprobung, 4 während eines unbegleiteten und ein Patient während eines begleitenden Ausgangs entwichen. Ein Patient ist aus der Klinik für Forensische Psychiatrie Hadamar ausgebrochen.

Insgesamt ist die Zahl der Entweichungen damit halb so hoch wie im Vorjahr. Vitos arbeitet in Hessen gemeinsam mit der Fachaufsicht, dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege an einer stetigen Verbesserung der Sicherheitsmaß­nah­men und Unterbringungsbedingungen im Maßregelvollzug. Im bundesweiten Vergleich steht Hessen sehr gut da. Die Entweichungsrate pro 100 Belegungsfälle liegt in Hessen mit 0,2 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 0,81 (Entweichungen geteilt durch Durchschnittsbelegung mal 100).

Ein wesentliches Ziel des Maßregelvollzugs ist es, die Patienten so zu therapieren, dass sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können, ohne erneut straffällig zu werden. Je nach therapeutischem Fortschritt gibt es verschiedene so genannte Lockerungsstufen und Alltagserprobungen. Das beginnt bei kleinen Freigängen in geschlossenen Bereichen und geht bis zur Dauerbeurlaubung zur Ent­lassungs­vorbereitung. Die Patienten müssen dabei strenge Regeln einhalten. Sie dürfen die gewährten Lockerungszeiten nicht überschreiten, müssen regelmäßig und zu bestimmten Zeiten Kontakt mit der Klinik aufnehmen usw. Jedes Mal, wenn Patienten die vorgegebenen Zeiten überschreiten und nicht innerhalb einer bestimmten Karenzzeit erreichbar sind, wird nach ihnen gefahndet und man spricht von einer Entweichung. Der überwiegende Anteil der Entweichungen aus dem Maßregelvollzug in Hessen findet dann statt, wenn sich Patienten bereits allein außerhalb der Klinik in Lockerungsmaßnahmen befinden. Im Jahr 2025 lag dieser Anteil bei 88 Prozent.

Im Gegensatz zu einer Entweichung ist ein Ausbruch das geplante Überwinden technischer und/oder personeller Sicherheitsvorkehrungen innerhalb der geschlossenen Maßregelvollzugseinrichtung durch den Patienten.

Rückkehr der Patienten

10 Patienten wurden von der Polizei zurückgebracht. 6 Patienten sind immer noch flüchtig.2 Patienten waren bereits am gleichen Tag, 4 innerhalb von zwei Tagen bis fünf Tagen und 4 nach mehr als einer Woche wieder zurück.

In den Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie standen 2025 insgesamt 943 Behandlungsplätze zur Behandlung von Maßregelvollzugspatienten zur Verfügung. 2025 waren die Behandlungskapazitäten zu rund 102 Prozent ausgelastet. Der Mehrbedarf an Behandlungskapazitäten wurde durch das Vorhalten von Interimskapazitäten kompensiert.

Details zur Entweichungsstatistik

Kliniken für psychisch kranke Rechtsbrecher (§ 63 StGB)

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Eltville

Aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Eltville entwich 2025 ein Patient.

Es sind keine Delikte während der Entweichung bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Eltville:
Anzahl Patienten: 1 aus unbegleitetem Ausgang
Entweichungsdauer in Tagen: 3
Rückkehrart: durch Polizei

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina

Aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina entwich 2025 ein Patient.

Es sind keine Delikte während der Entweichung bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Haina:
Anzahl Patienten: 1 aus unbegleitetem Ausgang
Entweichungsdauer in Tagen: 2
Rückkehrart: durch Polizei

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Gießen

2025 gab es in der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Gießen keine Entweichung.

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Riedstadt

Aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Riedstadt entwich 2025 ein Patient.

Es sind keine Delikte während der Entweichung bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Riedstadt:
Anzahl Patienten: 1 aus Dauerbeurlaubung zur Entlassvorbereitung
Entweichungsdauer in Tagen: 0
Rückkehrart: durch Polizei

Kliniken für suchtkranke Rechtsbrecher (§ 64 StGB)

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal

2025 entwichen aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal insgesamt sieben Patienten.

Bei keinem der Patienten sind Delikte während ihrer Entweichungen bekannt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Bad Emstal:
Anzahl Patienten: 5 aus Dauerbeurlaubung zur Entlassvorbereitung, 2 bei unbegleitetem Ausgang
Entweichungsdauer in Tagen: 1x3, 1x17, 1x105, 4 noch flüchtig
Rückkehrart: 3 x durch Polizei

Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Hadamar

2025 gab es in der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Hadamar fünf Entweichungen und einen Ausbruch.

Gegen einen Entwichenen wird wegen Diebstahldelikten während der Entweichung ermittelt.

Zusammenfassung Entweichungen KFP Hadamar:
Anzahl Patienten: 4 aus Dauerbeurlaubung zur Entlassvorbereitung, 1 bei begleitetem Ausgang, 1 Ausbruch
Entweichungsdauer in Tagen: 1x0, 1x5, 1x66, 1x109, 2 noch flüchtig
Rückkehrart: 4 x durch Polizei

Jugendforensische Klinik

Vitos jugendforensische Klinik Marburg

Aus der Vitos jugendforensischen Klinik Marburg gab es 2025 keine Entweichungen.

Erläuterungen

Statistik: Entweichungsrate

Zwei der 2025 aus den Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie entwichenen Patienten fließen in den statistischen Bundesvergleich ein. Die Entweichungsrate pro 100 Belegungsfälle (Entweichungen geteilt durch die Durchschnittsbelegung mal 100) liegt für die Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie 2025 bei 0,2 Patienten.

Die bundesdurchschnittliche Entweichungsrate lag bei der letzten Datener­hebung 2024 bei 0,81 Patienten. Hessen liegt somit 2025 erneut deutlich unter dem Durchschnitt der insgesamt 15 teilnehmenden Bundesländer.

Statistik: Entweichungen und Ausbrüche

Zum Bundesvergleich von Entweichungen und Ausbrüchen werden nur solche Ereignistypen als Entweichung gezählt, die wenig Interpretationsspielraum zulassen. Das sind Ausbrüche (Überwindung von baulichen, technischen oder personellen Hindernissen) und Entweichungen bei begleiteten Ausgängen.

Missbrauch von Vollzugslockerungen sind meistens verspätete Rückkehrer aus unbegleiteten Ausgängen. Deren Zählweise ist aber je nach Bundesland bzw. Klinik unterschiedlich. Manche zählen ab der ersten Verspätungsminute, andere räumen eine gewisse Kulanz ein. Somit sind diese Daten nicht valide und werden nicht mehr berücksichtigt. Entweichungen aus der Dauerbeurlaubung zur Vorbereitung auf die Entlassung werden im Kerndatensatz nicht erfasst.

Maßregelvollzug

In Hessen sind die Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie mit dem Maßregelvollzug beauftragt.

§ 63 StGB: Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung, einer geistigen Behinderung oder einer Persönlichkeitsstörung eine Straftat begangen haben, werden von einem Gutachter dahingehend untersucht, ob sie zum Tatzeitpunkt nicht oder nur vermindert schuldfähig waren. Wenn das der Fall ist, und wenn aufgrund der Erkrankung weitere erhebliche Straftaten zu erwarten sind, weist sie das Gericht in eine Klinik für forensische Psychiatrie ein. Hier wird ihre Erkrankung ärztlich behandelt und eine sichere Unterbringung gewährleistet.

§ 64 StGB: Suchtkranke Menschen, die straffällig geworden sind und bei denen wegen ihrer Suchterkrankung erheblich Wiederholungstaten zu erwarten sind, werden in forensische Kliniken für Suchtkranke eingewiesen. Voraussetzung ist die nötige Erfolgsaussicht der Suchttherapie.

Dauerbelastungserprobung (Entlassungsurlaub)

Der Entlassungsurlaub ist für die Wiedereingliederung eines Patienten in die Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Er findet in der Regel in einer Nachsorgeeinrichtung am Ort des zukünftigen Wohnortes statt. Bei dieser wichtigen Rehabilitationsmaßnahme soll sich der Patient über einen längeren Zeitraum (bis zu acht Monate) außerhalb der Einrichtung in relativer Selbstständigkeit bewähren. Eine Entweichung aus dem Entlassungsurlaub liegt dann vor, wenn er gegen Auflagen verstößt. Das heißt, wenn er Meldepflichten nicht einhält und für das Personal der forensisch-psychiatrischen Ambulanz nicht mehr erreichbar ist.

Vitos

Vitos ist der größte Anbieter für die Behandlung von psychisch erkrankten Menschen in Hessen. Das Unternehmen betreibt psychiatrische, psychosomatische und forensisch-psychiatrische Kliniken sowie Einrichtungen der psychiatrischen Rehabilitation. Die begleitenden psychiatrischen Dienste richten sich mit ihrem Angebot an chronisch psychisch erkrankte Menschen.

Neben seiner Kernaufgabe – der Diagnostik und Behandlung psychisch erkrankter Menschen – betreibt Vitos auch eine orthopädische Fachklinik in Kassel sowie hessenweit Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe.

Vitos ist ein Unternehmen des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen. Zum Unter­neh­mens­verbund mit Zentrale in Kassel gehören 17 gemeinnützige Gesellschaften.

12.200 Mitarbeitende erwirtschaften an 115 Standorten einen jährlichen Gesamtertrag von 1,15 Mrd. Euro. Sie behandeln insgesamt 44.000 Patient/-innen stationär/teilstationär und erbringen 300.000 ambulante Behandlungen im Jahr. (Vitos)

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Donnerstag, 05 Februar 2026 06:43

Gebäudebrand nach Schornsteinfeuer

BRILON. Ein Schornsteinbrand im Ortsteil Alme weitete sich auf ein Gebäude aus und sorgte für umfassende Maßnahmen zahlreicher Rettungskräfte.

Am Dienstag (3. Februar) wurde die Feuerwehr um 8.49 Uhr in die Sebastianstraße alarmiert. Während der Anfahrt der Rettungsteams meldeten weitere Anrufer der Leitstelle, dass das Feuer bereits auf das Wohnhaus übergegriffen hatte. Infolge dieser Entwicklung wurde die Alarmstufe erhöht, um den notwendigen Personalbedarf zu decken.

Zusätzliche Einheiten aus Bad Wünnenberg, Scharfenberg und Thülen unterstützten die Löscharbeiten vor Ort. Zeitweise war ein Innenangriff nicht möglich, da im Gebäude Deckeneinstürze auftraten. Aus diesem Grund erfolgte die Brandbekämpfung ausschließlich von außen über Drehleitern.

Vorsorglich untersuchte der Rettungsdienst eine Person auf eine mögliche Rauchgasvergiftung. Gegen 12.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, woraufhin umfangreiche Nachlöscharbeiten begannen. Beendet war die Tätigkeit der insgesamt 46 Helfer gegen 14.20 Uhr. Neben der Feuerwehr waren auch die Polizei sowie der zuständige Energieversorger an der Brandstelle präsent.

Knapp zwei Stunden nach Ende dieses Vorfalls kam es zu einer weiteren Hilfeleistung im Stadtgebiet. Um 15.43 Uhr löste der eCall eines Fahrzeugs nach einem Verkehrsunfall auf der Hüttenstraße in Altenbüren aus.

Zwei verletzte Personen wurden medizinisch versorgt, waren jedoch nicht in ihrem Wagen eingeklemmt. Helfer der Löschgruppe Altenbüren sicherten die Unfallstelle in Fahrtrichtung Olsberg ab und kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsstoffe.

Mittwoch, 04 Februar 2026 19:45

Widerspruch nach Unfall in der Brunnenallee

BAD WILDUNGEN. Bei einem Verkehrsunfall in der Brunnenallee ist am Dienstagnachmittag, 3. Januar, ein Fußgänger von einem Pkw erfasst worden. Da die Beteiligten den Hergang unterschiedlich schildern, sucht die Polizei nun Zeugen.

Gegen 14.30 Uhr soll es in Höhe der Hausnummer 44 zum Zusammenstoß gekommen sein. Während der Autofahrer angab, der Fußgänger sei ihm von hinten in das Fahrzeug gelaufen, erklärte der Fußgänger, er sei von der Fahrzeugfront erfasst worden. Der genaue Ablauf ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Bad Wildungen unter Tel. 05621/70900 zu melden.

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Mittwoch, 04 Februar 2026 17:35

Polizei sucht Hinweise nach Schlägerei

BAD WILDUNGEN. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2025 kam es vor einer Diskothek in der Ederstraße in Wega zu einer gefährlichen Körperverletzung, an der mehrere Personen beteiligt waren. Die Polizei Bad Wildungen sucht weitere Zeugen.

Am frühen Morgen des 1. Weihnachtstags, gegen 04.20 Uhr, war die Polizei Bad Wildungen zu einer Schlägerei vor der Diskothek gerufen worden. Nach den ersten Erkenntnissen am Ereignisort sollen mehrere Personen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Weitere Ermittlungen ergaben, dass im Verlauf der körperlichen Angriffe drei Täter auf einen Mann eingeschlagen haben sollen, der in einem Auto saß.

Der 25-Jährige erlitt dabei mehrere Verletzungen, unter anderem im Gesicht, die später ärztlich versorgt werden mussten. Da der genaue Tatablauf und die beteiligten Personen anhand der bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen nicht abschließend feststehen, sucht die Polizei Bad Wildungen weitere Zeugen der gemeinschaftlichen, gefährlichen Körperverletzung.

Wer die Tat beobachtet hat, eventuell Bild- oder Videoaufnahmen besitzt oder Hinweise auf die beteiligten Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Bad Wildungen unter Tel. 05621/70900 zu melden. (ots/r)

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Mittwoch, 04 Februar 2026 11:26

Schockanruf scheitert an Wachsamkeit

KASSEL. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin hat einen Betrug durch bislang unbekannte Täter verhindert und die Polizei eingeschaltet. Gegen 15.30 Uhr wollte ein aufgeregter Kunde 25.000 Euro für eine angebliche Zahlung an die Staatsanwaltschaft abheben, woraufhin die Angestellte misstrauisch wurde und sofort die Beamten verständigte. Ermittlungen zufolge war der Senior Opfer von sogenannten Schockanrufern geworden.

In Bettenhausen rief die Bankmitarbeiterin die Polizei, nachdem der Verdacht auf Betrug aufgekommen war. Kurze Zeit später bestätigte sich dieser. Wie die Ermittlungen der Polizisten des Reviers Ost ergaben, hatten Unbekannte den Senior bereits einige Tage zuvor zu Hause angerufen und mit der Nachricht schockiert, ein naher Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Nur durch die Zahlung einer Kaution könne eine Haftstrafe abgewendet werden, so die Täter. In dem Glauben, helfen zu können, hatte das unter Druck gesetzte Opfer bereits drei Überweisungen an die Betrüger getätigt.

Erneut meldeten sich die Anrufer später als falscher Staatsanwalt bei dem Senior und forderten nun die Barzahlung der hohen Summe. Der Mann fuhr daraufhin zur Bank, um den Betrag abzuheben. Dort verhinderte die Angestellte, dass die Täter weiteres Geld erbeuteten. Die Ermittlungen der EG SÄM der Kasseler Kripo dauern an.

Der geschilderte Fall zeigt, wie geübt und geschickt Betrüger vorgehen. Um sich davor zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

 

  • Sprechen Sie mit Angehörigen, die Opfer werden könnten, über bekannte Betrugsmaschen.

  • Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon.

  • Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft erfragen am Telefon keine Details zu Kontodaten oder Wertgegenständen im Haus.

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Beenden Sie das Gespräch mit dem Anrufer unbedingt zuvor.

  • Übergeben Sie niemals Geld beziehungsweise Wertgegenstände an Unbekannte.

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Mittwoch, 04 Februar 2026 11:04

Paderborn: Eisregen verursacht Unfälle

PADERBORN. Eisregen hat im Kreisgebiet für glatte Straßen und zahlreiche Unfälle gesorgt. Zwischen Dienstag 16 Uhr und Mittwoch 9 Uhr verletzten sich dabei drei Verkehrsteilnehmer leicht, außerdem nahm die Polizei neun Unfälle mit Sachschäden auf.

Leichte Verletzungen erlitten zwei Autofahrer bei einem Unfall im Einmündungsbereich der K 36 mit der L 956 in Bad Wünnenberg, Ortsteil Bleiwäsche. Ein 19-Jähriger war am Dienstag gegen 16.10 Uhr mit einem VW Golf von der K 36 in Richtung der Landstraße unterwegs. Als er an der Haltelinie anhalten wollte, rutschte das Auto auf der glatten Fahrbahn weiter. Der VW kam auf der gegenüberliegenden Seite im Straßengraben zum Stillstand, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Rettungswagen brachten den Fahrer und einen ebenfalls 19 Jahre alten Beifahrer in Paderborner Krankenhäuser. Abschleppen lassen musste die Besatzung den Golf. Auf 15.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

Am Mittwochmorgen stürzte in Elsen ein zehnjähriges Mädchen mit dem Fahrrad auf der Kirchstraße und verletzte sich leicht. Einen Helm trug das Kind, ein Rettungswagen war nicht erforderlich.

Neun weitere Unfälle mit Sachschäden registrierte die Polizei im genannten Zeitraum. Betroffen waren neben dem Paderborner Stadtgebiet besonders Lichtenau und Altenbeken. (ots/r)

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KREIS HÖXTER. Winterliche Straßenverhältnisse haben im Kreisgebiet zu mehreren Polizeieinsätzen geführt, der Schwerpunkt lag auf Verkehrsunfällen.

In der Zeit von Dienstag (3. Februar) 6 Uhr bis Mittwoch (4. Februar) 6 Uhr registrierte die Polizei insgesamt zehn witterungsbedingte Einsätze. Eine Gefahrenstelle entstand durch einen liegengebliebenen Lastkraftwagen auf der B 83 zwischen Albaxen und Stahle.

Gegen 9.30 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 863 zwischen Beverungen, Ortsteil Tietelsen, und Brakel, Ortsteil Erkeln. Eine 54-jährige Frau aus Moringen kam mit einem Seat von der Fahrbahn ab und touchierte einen Leitpfosten. Leichte Verletzungen erlitt die Fahrerin, eine medizinische Versorgung vor Ort war jedoch nicht erforderlich. Abschleppen lassen musste die Frau den Wagen.

In den Abendstunden ereignete sich ein weiterer Verkehrsunfall auf der B 252 in Höhe Brakel, Ortsteil Gehrden. Eine 48-jährige Fahrerin aus Schwäbisch Gmünd kam mit einem Mercedes-Benz von der Straße ab, kollidierte mit einem Baum und kam auf der Seite liegend zum Stillstand. Unverletzt blieb die Fahrerin. Nicht mehr fahrbereit war das Fahrzeug, geborgen wurde es mithilfe eines Krans.

Erneut weist die Polizei darauf hin, die Fahrweise den Witterungs- und Straßenverhältnissen anzupassen. (ots/r)

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Dienstag, 03 Februar 2026 21:18

Chaos auf den Straßen durch Schnee

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Massive Schneefälle und extreme Glätte führen im gesamten Kreisgebiet zu erheblichen Verkehrsbehinderungen sowie einer Vielzahl von Einsätzen für Polizei und Winterdienst.

Infolge der aktuellen Wetterlage gab die App „HessenWarn“ am Dienstagnachmittag (3.2.2026) gegen 13.45 Uhr eine offizielle Unwetterwarnung vor starkem Schneefall heraus, der nach aktuellen Prognosen erst am Mittwoch gegen 6 Uhr enden wird. Ununterbrochen sind die Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz, um die Verkehrssicherheit auf den Hauptwegen zu gewährleisten. Um Verständnis wird seitens der Behörden gebeten, da der Winterdienst aufgrund der Intensität der Niederschläge nicht gleichzeitig an allen Einsatzorten präsent sein kann.

Zahlreiche witterungsbedingte Verkehrsunfälle auf den tief verschneiten Fahrbahnen beschäftigen die Polizei bereits seit den Nachmittagsstunden. Zwischen Geismar und Dainrode rutschte unter anderem ein Lastkraftwagen in den Straßengraben, während der Sattelhänger quer über die Fahrbahn schwenkte und die Strecke vollständig blockierte. Angesichts der prekären Lage befinden sich die Beamten im Dauereinsatz, um Unfallstellen abzusichern und liegengebliebenen Fahrzeugen zu helfen.

Vorsichtige Fahrweise sowie die unbedingte Anpassung der Geschwindigkeit an die Schneeglätte werden von offizieller Seite dringend angemahnt. Empfohlen wird zudem, unnötige Fahrten zu vermeiden und idealerweise zu Hause zu bleiben, da auch notwendige Einkäufe auf den Folgetag verschoben werden können.

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Dienstag, 03 Februar 2026 20:26

Gestrickte Hilfe gegen kalte Füße

FRANKENBERG. Im Info-Café Mutmacher des Klinikum Waldeck-Frankenberg am Standort Frankenberg standen diesmal zwei Gäste im Mittelpunkt, die Chemo-Patientinnen mit praktischer Unterstützung und fachlichem Rat begleiteten. Gunda Riedesel bringt mit selbst gestrickten Wollsocken Wärme in die Behandlung, Apotheker Thorsten Junk gab Hinweise zu Wirkungen und Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie.

Bunte Socken wärmen Fuß und Herz

Jede achte Frau in Deutschland erhält die Diagnose Brustkrebs. Oft folgt eine Chemotherapie, bei der langandauernde Infusionen den Körper fordern. Als häufige, unangenehme Begleiterscheinung treten kalte Füße auf – ein Problem, das Patientinnen das ganze Jahr über und nicht nur im Winter belastet.

Für die 76-jährige Gunda Riedesel aus Hatzfeld ist Stricken eine große Leidenschaft. Zufällig erfuhr sie, dass in der Chemo-Ambulanz Wollsocken für Patientinnen benötigt werden. Kurz entschlossen besorgte sie Wolle und begann, warme, weiche, bunt gemusterte Socken zu stricken. Unterstützung erhält sie von ihrer Tochter Anja Riedesel, die Wolle mitbringt und sie auch zur Übergabe der fertigen Socken begleitet hat: „Meine Mutter schafft ein Paar Socken pro Tag. Sie versorgt unsere ganze Familie und wir tragen sie alle sehr gerne.“

Dank für das Engagement kam auch aus dem Klinikteam: Die Leitende Oberärztin Gabriele Schalk, die derzeit die kommissarische Leitung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe übernommen hat, bedankte sich herzlich für die Spende der Strümpfe: „Ich bin begeistert von der aufwendig doppelt gestrickten Ferse, das ist Profi-Arbeit. Die Socken sind wunderschön bunt und weich und ein liebevolles Trostpflaster für unsere Patientinnen.“

Fachwissen nimmt die Angst vor der Therapie

Neben der emotionalen Unterstützung bot der Nachmittag fachliche Einblicke durch Apotheker Thorsten Junk, Inhaber der Lahn-Apotheke in Gießen. Seine Apotheke ist ein spezialisierter Partner des Klinikums; eine Fachapothekerin für Onkologie stellt die individuellen Infusionen für die Chemotherapien in Frankenberg her.

In seinem Vortrag legte Junk großen Wert darauf, Vorbehalte gegenüber der medikamentösen Therapie abzubauen. Er erläuterte, wie moderne Begleitmedikamente Nebenwirkungen heute effektiv abmildern können. Ein zentraler Appell galt der Sicherheit: „Vertrauen Sie Ihrem behandelnden Arzt und nicht selbsternannten Internet-Experten“, so Junk. Eindringlich warnte er vor unkontrollierter Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Präparaten oder Nahrungsergänzungsmitteln, da diese gefährliche Wechselwirkungen auslösen oder den Therapieerfolg gefährden könnten.

Er erklärte außerdem, wie Mediziner mit einer ausgeklügelten Begleitmedikation Nebenwirkungen reduzieren und den Therapieverlauf engmaschig kontrollieren. Bei starken oder ungewöhnlichen Nebenwirkungen melden sich Ärzte beim Apotheker, um gemeinsam das weitere Vorgehen abzustimmen und bei Bedarf alternative Medikamente zu finden. Bei Bedarf vermittelt die Chemo-Ambulanz in Frankenberg Patientinnen zudem den direkten Kontakt zur Fachapothekerin für Onkologie.

Einfache Hausmittel mit großer Wirkung

Apotheker Junk betonte, dass Patientinnen bereits mit einfachen Mitteln viel erreichen können, ohne dafür eine Apotheke aufsuchen zu müssen. Als Empfehlung nannte er Leinöl aufgrund seines hohen Anteils an α-Linolensäure, um Entzündungen im Körper entgegenzuwirken. Für die Pflege der Mundschleimhaut empfahl er Spülungen mit Olivenöl, die beruhigend auf Irritationen wirken. Zur Vorbeugung gegen Übelkeit riet er zu regelmäßigen kleinen Mahlzeiten und einer ausreichenden Trinkmenge. Besonders wichtig sei zudem, verordnete Medikamente gegen Übelkeit (Antiemetika) strikt nach Zeitplan einzunehmen, um Symptome von Beginn an wirksam auszubremsen. Im Anschluss nahm sich Junk Zeit, um auf individuelle Fragen der Gäste einzugehen.

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Dienstag, 03 Februar 2026 14:14

Diesel aus Bagger abgezapft

HAINA. Unbekannte haben zwischen Donnerstagmittag (29. Januar) und Montagmorgen (2. Februar) an einer Baustelle bei den Wohrateichen rund 150 Liter Diesel aus einem Bagger gestohlen. Die Polizei bittet um Hinweise.

Der Bagger stand im Bereich der Wohrateiche nahe der K 107 bei Haina/Kloster. Der Täter öffnete nach bisherigen Erkenntnissen den Tankdeckel und zapfte den Kraftstoff ab. Hinweise nimmt die Polizeistation Frankenberg unter der Telefonnummer 06451-72030 entgegen. (ots/r)

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