KASSEL. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin hat einen Betrug durch bislang unbekannte Täter verhindert und die Polizei eingeschaltet. Gegen 15.30 Uhr wollte ein aufgeregter Kunde 25.000 Euro für eine angebliche Zahlung an die Staatsanwaltschaft abheben, woraufhin die Angestellte misstrauisch wurde und sofort die Beamten verständigte. Ermittlungen zufolge war der Senior Opfer von sogenannten Schockanrufern geworden.
In Bettenhausen rief die Bankmitarbeiterin die Polizei, nachdem der Verdacht auf Betrug aufgekommen war. Kurze Zeit später bestätigte sich dieser. Wie die Ermittlungen der Polizisten des Reviers Ost ergaben, hatten Unbekannte den Senior bereits einige Tage zuvor zu Hause angerufen und mit der Nachricht schockiert, ein naher Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Nur durch die Zahlung einer Kaution könne eine Haftstrafe abgewendet werden, so die Täter. In dem Glauben, helfen zu können, hatte das unter Druck gesetzte Opfer bereits drei Überweisungen an die Betrüger getätigt.
Erneut meldeten sich die Anrufer später als falscher Staatsanwalt bei dem Senior und forderten nun die Barzahlung der hohen Summe. Der Mann fuhr daraufhin zur Bank, um den Betrag abzuheben. Dort verhinderte die Angestellte, dass die Täter weiteres Geld erbeuteten. Die Ermittlungen der EG SÄM der Kasseler Kripo dauern an.
Der geschilderte Fall zeigt, wie geübt und geschickt Betrüger vorgehen. Um sich davor zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:
-
Sprechen Sie mit Angehörigen, die Opfer werden könnten, über bekannte Betrugsmaschen.
-
Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon.
-
Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft erfragen am Telefon keine Details zu Kontodaten oder Wertgegenständen im Haus.
-
Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
-
Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
-
Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
-
Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Beenden Sie das Gespräch mit dem Anrufer unbedingt zuvor.
-
Übergeben Sie niemals Geld beziehungsweise Wertgegenstände an Unbekannte.
-Anzeige-








