GIEßEN. Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamtes Gießen, Standort Kassel, entdeckten bei einer Kontrolle auf der A 4 insgesamt 83.600 unversteuerte Zigaretten.
Im Bereich Bad Hersfeld überprüfte eine Zollstreife einen Personenkraftwagen mit polnischem Kennzeichen auf der Fahrt von Polen nach Frankreich. Der 29-jährige Fahrer aus Polen gab zunächst an, keine Zigaretten mitzuführen; lediglich sogenannte Heets zum Eigenverbrauch habe er dabei. Außerdem erklärte er, das Fahrzeug gehöre einem in Polen lebenden Freund.
Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrzeugs fanden die Beamten unter einem schwarzen Tuch im Kofferraum 83.600 Zigaretten. Der Fahrer zeigte sich überrascht und erklärte, sich keiner Schuld bewusst zu sein. „Solche Funde zeigen, dass auch Routinekontrollen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung leisten“, erklärte Stephanie Auerswald, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Gießen. „Bei dieser Menge gehen wir von gewerbsmäßigem Handel aus.“
Durch den versuchten Schmuggel entstand ein Steuerschaden von rund 16.000 Euro. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet; die Zigaretten wurden sichergestellt.
BRILON. Nach einem CO-Alarm in einem Wohnhaus in Brilon-Wald fanden Einsatzkräfte einen 60-jährigen leblosen Mann; ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Am Mittwoch, 8. Oktober, gegen 14 Uhr erhielt die Polizei Brilon Kenntnis von möglichem Gasgeruch in der Korbacher Straße. Bei Eintreffen schlugen die dienstlich gelieferten CO-Warngeräte an, die Beamten verließen umgehend das Gebäude und veranlassten die Alarmierung der Feuerwehr. Um 14.22 Uhr rückten der Löschzug Brilon, die Außenwache Brilon sowie die ABC-Kommunal-Komponente mit dem Stichwort „H2-ABC, unklarer Gasgeruch“ an.
Ein Trupp unter schwerem Atemschutz betrat das Haus. Im Wohnzimmer ließ sich ein Brandherd feststellen; das Feuer war bereits von selbst erloschen. In dem Raum lag der 60-Jährige, der vor Eintreffen der Kräfte verstorben war. Anschließend belüftete die Feuerwehr das Gebäude umfangreich und führte Messungen durch. Die Korbacher Straße war während der Maßnahmen teilweise gesperrt.
Rund 20 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren etwa zwei Stunden im Einsatz. Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei; nähere Angaben lagen zunächst nicht vor.
Bereits am Morgen hatte die Feuerwehr Brilon drei weitere Einsätze abgearbeitet: zwei Ölspuren nach Verkehrsunfällen am Thülener Kreuz und am Lederker Weg (Löschgruppe Thülen und Löschzug Brilon) sowie gegen 8.15 Uhr eine Aufzugstörung mit eingeschlossener Person am Bahnhof Brilon-Wald (Außenwache Brilon).
KIRCHHAIN. Auf der Bahnstrecke Kassel–Frankfurt hielt sich ein Mann im Gleis auf; der Regionalexpress kam nach Schnellbremsung rechtzeitig zum Stehen.
Am Dienstag, 7. Oktober, gegen 18.40 Uhr erkannte der Zugführer der Hessischen Landesbahn (HLB) 15027 auf der Fahrt von Stadtallendorf nach Bad Vilbel kurz vor Kirchhain eine Person im Gleis und leitete eine Schnellbremsung ein. Verletzt wurde niemand.
Der 33-jährige Iraker entfernte sich vom Ort des Vorfalls; eine Streife des Bundespolizeireviers Gießen traf ihn zunächst nicht an. Durch Bürgerhinweise konnte die Person im Nachgang ausfindig gemacht werden; die Polizeistation Stadtallendorf übermittelte die Personalien.
Zwischen 18.47 und 19.32 Uhr war die Strecke gesperrt. Acht Züge verspäteten sich um jeweils rund 22 Minuten.
Die Bundespolizeiinspektion Kassel ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und hat ein Strafverfahren eingeleitet. Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 0561/816-160 oder online unter www.bundespolizei.de entgegen. (ots/r)
LANDKREIS HÖXTER. Unter dem Motto „Augen auf und Tasche zu“ bietet die Kreispolizeibehörde Höxter in dieser Woche Beratungen an und gibt Tipps zum Schutz vor Taschendieben.
Am Donnerstag, 9. Oktober, stehen die Präventionsberater der Polizei, Annemarie Berghoff und Albert Ecke, im Laufe des Vormittags an einem Infostand im Kaufland an der Brenkhäuser Straße in Höxter für persönliche Gespräche bereit.
Vor allem bei Menschenansammlungen, auf Märkten und beim Einkauf kommt es immer wieder zu Taschendiebstählen. Täter nutzen kurze Ablenkungen, Rempler oder ein Ansprechen und greifen unbemerkt zu. Viele Opfer bemerken den Diebstahl erst an der Kasse; häufig bleiben Taten unaufgeklärt.
Besonders teuer wird es, wenn Bankkarte und PIN zusammen aufbewahrt werden. Die Polizei rät, eine individuelle PIN zu wählen und sich diese ohne Zettel zu merken. Wertgegenstände sollten körpernah und verdeckt getragen werden; nur so viel Bargeld mitnehmen, wie nötig. Weitere Hinweise gibt es bei der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Höxter unter der Telefonnummer 05271/962-1351 oder online unter www.polizei-beratung.de . (ots/r)
HATZFELD. Hessen Mobil prüft die Ederbrücke bei Reddighausen; die K 115 wird für mehrere Stunden voll gesperrt, der Verkehr läuft über Dodenau.
Am Montag, 13. Oktober 2025, zwischen 8 und 14 Uhr findet die turnusgemäße Hauptuntersuchung statt. In diesem Zeitraum ist die Brücke für den Verkehr gesperrt; die Umleitung ist in beiden Richtungen ausgeschildert.
Hessen Mobil bittet um Verständnis für die Einschränkungen während der notwendigen Maßnahme.
BAD WILDUNGEN. Ein vorbeifahrender Wagen erfasste im Herrenmühlsweg einen Fußgänger; der Mann wurde am Arm verletzt.
Am Dienstag, 7. Oktober, gegen 13.15 Uhr kam es zu dem Unfall. Beteiligt war ein grüner Personenkraftwagen mit WA-Kennzeichen; dabei klappte der Spiegel ein.
Der Fahrer des Wagens und Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizeistation Bad Wildungen unter der Telefonnummer 05621/70900 zu melden.
BAD WILDUNGEN. Türöffnung wurde zum Gaseinsatz; eine Person gerettet, in der Wohnung lag eine sehr hohe Kohlenmonoxidkonzentration vor.
Am Dienstag, 7. Oktober 2025, gegen 14.32 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Bad Wildungen und den Rettungsdienst mit dem Stichwort „H 1 Y“ zu einer Türöffnung in einem Mehrfamilienhaus in der Dr.-Born-Straße.
Beim Öffnen der Wohnungstür schlugen die CO-Warner der Einsatzkräfte an (Kohlenmonoxid ist geruchlos); das Alarmstichwort wurde auf „H GAS 1“ erhöht und weitere Einheiten alarmiert. Ein Atemschutztrupp rettete die Person aus der Wohnung und übergab sie an den Rettungsdienst. In der Wohnung wurde eine sehr hohe CO-Konzentration festgestellt. Eine an einer Kochstelle angeschlossene Gasflasche wurde gesichert und ins Freie verbracht; anschließend belüfteten die Kräfte die Wohnung und führten Messungen durch.
Vorsorglich wurden auch die weiteren Wohnungen des Hauses kontrolliert und belüftet. Eingebunden waren zudem Rettungsdienst, EWF, ein Schornsteinfeger und die Polizei.
Im Einsatz standen 18 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen unter der Einsatzleitung von Wehrführer Alexander Conradi; die Maßnahmen dauerten knapp zwei Stunden.
MARSBERG. Ein 14-Jähriger steht im Verdacht, Kindern in einer Kindertagesstätte Gewaltdarstellungen auf seinem Handy gezeigt zu haben; die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Am Montag, 6. Oktober 2025, wurde der Polizei in Marsberg der Sachverhalt bekannt. Mehrere Kinder sollen zu Hause ihren Eltern berichtet haben, dass es sich bei dem gezeigten Inhalt um ein Tötungsvideo handelte.
Eingesetzt war der 14-jährige Marsberger als Praktikant in einer Kindertagesstätte im Stadtgebiet; der Vorfall soll sich Ende September ereignet haben. Zur Anzeige gebracht wurde der Vorgang durch die Schule des Tatverdächtigen.