FRANKENBERG. Auszubildende und Lehrkräfte des Schulzentrums für Pflegeberufe am Kreiskrankenhaus Frankenberg haben in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kindertagesstätte Linnertor ein besonderes Projekt umgesetzt. Ziel war es, den Kindern auf anschauliche und spielerische Weise wichtige Aspekte rund um das Thema Gesundheit näherzubringen.
Im Rahmen des Projekts besuchten die Auszubildenden des dritten Lehrjahres (Kurs PFK 10/22) an zwei Tagen die Schulanfängergruppe der Kita und gestalteten ein abwechslungsreiches Programm. Die angehenden Pflegefachpersonen hatten sich im Vorfeld verschiedene gesundheitsrelevante Themen erarbeitet und präsentierten diese den Kindern mit viel Kreativität und Eigeninitiative. Besonders wichtig war dabei die Interaktion mit den Kindern sowie eine altersgerechte Wissensvermittlung.
Am ersten Projekttag wurden die Kinder von einem Rettungswagen begrüßt. In kleinen Gruppen lernten sie das Notfallmanagement kennen, übten das Absetzen eines Notrufs und das Anlegen von Wundverbänden. Ein besonderes Highlight war das Einüben des gründlichen Händewaschens an bemalten Händen sowie ein kleines Experiment mit Spülmittel und Pfeffer, das die Bedeutung von Hygiene auf spielerische Weise verdeutlichte.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen gesunder Ernährung und des menschlichen Körpers. Eine Gruppe der Auszubildenden stellte die Ernährungspyramide vor und veranstaltete ein Quiz, bei dem die Kinder ihr Wissen über die Wirkung verschiedener Lebensmittel auf die Organe testen konnten. Als Belohnung gab es gesundes Obst und Gemüse, das in verschiedenen Formen ausgestochen wurde. Eine weitere Gruppe brachte den Kindern den Aufbau des Körpers näher – dabei kam „Erwin“, eine kindgerechte Anatomiepuppe, zum Einsatz. Die Kinder bastelten zudem Lungenmodelle und gestalteten Ausmalbilder.
Auch das Thema gesunde Schlafgewohnheiten spielte eine wichtige Rolle. Die Kinder erfuhren, wie eine optimale Schlafumgebung und Abendroutine helfen können, zur Ruhe zu kommen und besser einzuschlafen. Gleichzeitig wurde besprochen, welche Faktoren dabei störend wirken können.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zahngesundheit. An einem Kiefermodell konnten die Kinder zunächst das richtige Zähneputzen üben, bevor sie ihre eigenen Zähne putzten. Mit einer speziellen Mundspüllösung wurde anschließend sichtbar, ob sie gründlich gereinigt hatten oder ihre Putztechnik noch verbessern konnten.
„Für uns bot das Projekt eine wertvolle Gelegenheit, theoretische Inhalte wie Gesundheitsförderung, Kommunikation sowie das Informieren, Schulen und Beraten mit der praktischen Umsetzung zu verknüpfen“, erklärt Sabrina Göllmann, Berufspädagogin im Gesundheitswesen B.A. „Da die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau Einsätze in allen Versorgungsbereichen und Altersstufen umfasst, war es uns ein Anliegen, den Fokus auf die Pädiatrie zu legen. Die Auszubildenden arbeiten in ihren praktischen Einsätzen überwiegend mit Erwachsenen und älteren Menschen – umso wichtiger war es, Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern zu sammeln. Natürlich kam dabei auch der Spaß nicht zu kurz. Es gab viele Momente, in denen herzlich gelacht wurde.“
Das Projekt war eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Die Kinder profitierten vom Fachwissen der Auszubildenden, während die angehenden Pflegefachkräfte wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammelten und ihre Kommunikationsfähigkeiten stärken konnten. Unterstützt wurde das Projekt von der Schulleitung, Frau Schembier Hebebrand, dem DRK-Kreisverband Frankenberg e. V. und der Erzieherin Valentina Sticker von der evangelischen Kindertagesstätte Linnertor. Eine Wiederholung des Projekts im kommenden Jahr ist bereits in Planung.
FRANKENBERG. Unbekannte Täter sind am Samstag (15. Februar) zwischen 10 und 20 Uhr in ein Wohnhaus im Kleiberweg eingebrochen. Die Polizei sucht Zeugen.
Während die Bewohner abwesend waren, hebelten die Einbrecher eine Terrassentür auf und durchsuchten mehrere Räume. Sie entwendeten Bargeld und Schmuck, die genaue Schadenshöhe ist noch unklar. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro.
Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter Tel. 05631-9710. (ots/r)
FRANKENBERG. Ein Unbekannter zerstach am Freitag (14. Februar) in Frankenberg alle vier Reifen eines Audi SQ5 und verursachte dabei einen Schaden von rund 1000 Euro. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
Der schwarze Audi stand auf dem Parkplatz der Wigand-Gerstenberg-Schule. Nach aktuellem Ermittlungsstand geschah die Tat zwischen 17 und 19 Uhr.
Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zum Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Frankenberg unter Tel. 06451-72030 zu melden. (ots/r)
FRANKENBERG. Die Feuerwehr Frankenberg steht vor einem bedeutenden Schritt: Der Umzug in den neuen Stützpunkt „Auf den Weiden“ steht an.
Am Samstag, den 22. Februar 2025, wird der moderne Standort offiziell in Betrieb genommen. Nach über dreieinhalb Jahren Bauzeit ziehen Fahrzeuge und Ausrüstung um, sodass Einsätze ab Samstagabend von dort aus koordiniert werden.
Zur Feier des Tages wird es ab 18 Uhr einen Blaulichtkorso durch Frankenberg geben. Die Route führt vom bisherigen Stützpunkt in der Auestraße über Röddenauer Straße, Marburger Straße, Berliner Straße, Bottendorfer Straße, Hainstraße, Auf der Heide, Kanton-Brou-Straße, Uferstraße und Jahnstraße bis zum neuen Standort „Auf den Weiden“. Dort wird der besondere Anlass intern gefeiert.
Eine offizielle Einweihung sowie ein Tag der offenen Tür sind für einen späteren Zeitpunkt geplant.
KORBACH. In der Briloner Landstraße, Höhe TÜV, kam es im Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 28. Januar zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein bislang unbekanntes Fahrzeug beschädigte einen Verstärkerkasten von Vodafone und verließ den Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.
Aufgrund der Spurenlage besteht der Verdacht, dass es sich bei dem verursachenden Fahrzeug möglicherweise um ein Fahrzeug mit Schneepflug handeln könnte.
Die Polizei bittet um Hinweise: Wer in dem genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Unfallverursacher machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 05631/9710 bei der Polizeistation Korbach zu melden.
KASSEL. Am Mittwochnachmittag (12. Februar) verursachte ein bislang unbekannter Fahrer in der Kasseler Nordstadt einen Unfall, als er auf dem Parkplatz eines Baumarktes in der Holländischen Straße mit seinem Fahrzeug gegen einen geparkten Ford Mondeo stieß. Trotz eines beschädigten linken Rücklichts des Ford fanden sich später keine Scherben oder Trümmerteile mehr am Unfallort. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer den Unfall bemerkt, ausgestiegen und die Teile aufgesammelt hat, bevor er flüchtete.
Der Unfall ereignete sich zwischen 15.30 und 15.50 Uhr. Die Beamten vermuten, dass es sich bei dem flüchtigen Fahrzeug um ein größeres Modell, wie etwa einen Sprinter, handelte. Der Schaden am Ford Mondeo wird auf rund 3000 Euro geschätzt.
Die Unfallfluchtgruppe der Kasseler Polizei ermittelt nun weiter. Zeugen, die Hinweise auf den flüchtigen Fahrer oder das Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0561 - 9100 bei der Polizei zu melden. (ots/r)
KASSEL. In der Nacht von Donnerstag (13. Februar) auf Freitag fiel Polizeibeamten auf der Heinrich-Schütz-Allee ein Audi A3 mit gestohlenen Kennzeichen auf. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, flüchteten die drei Insassen. Einer der Tatverdächtigen konnte festgenommen werden, die beiden anderen entkamen in die nahegelegene Dönche.
Die Kennzeichen des Audis waren erst vor etwa einer Woche im Ortsteil Waldau von einem VW gestohlen worden. Als zivile Ermittler der EG-Tuner der Kasseler Polizei den Audi in Höhe des Westfriedhofs stoppen wollten, rannten die drei Insassen zu Fuß davon. Die Polizisten nahmen sofort die Verfolgung auf und konnten einen 16-jährigen Mann aus Kassel festnehmen. Während der Flucht entsorgte der Jugendliche rund 80 Gramm Haschisch und eine Feinwaage, die er in einem Blumenstrauß versteckt hatte.
Die beiden anderen Männer liefen in die Dönche und konnten trotz intensiver Fahndung nicht mehr gefasst werden. Das Fahrzeug wurde durchsucht und sichergestellt. Bei dem Festgenommenen fanden die Beamten zudem Bargeld in der für den Drogenhandel typischen Stückelung.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen laufen weiter. (ots/r)
FRANKENBERG. Aktuelle Themen, neue Projekte und fachliche Diskussionen: Auch in diesem Jahr lud das Kreiskrankenhaus Frankenberg wieder zum traditionellen Neujahrsempfang ein. Mitarbeitende der Klinik, Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik sowie niedergelassene Arztpraxen aus der Region nutzten die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.
Fachlicher Austausch zu medizinischen Schwerpunkten
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Entwicklungen und Projekte des Krankenhauses:
Neue Software für das Belegungsmanagement
Über eine wichtige Neuerung im Krankenhausbetrieb berichtete Sandra Huthwelker, die Einblicke in das Zentrale Belegungsmanagement gab. Sie stellte eine neue Software für die strukturierte medizinische Ersteinschätzung vor, die kürzlich am Kreiskrankenhaus eingeführt wurde.
Ziel des Systems ist es, durch gezielte Fragen bereits am Empfang eine fundierte Einschätzung zum Behandlungsbedarf der Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Diese Verbesserung stößt besonders bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten auf Interesse, da sie ihre Patientinnen und Patienten gezielter einweisen und über den weiteren medizinischen Verlauf besser informiert werden können. Die neue Software soll die Zusammenarbeit zwischen Klinik und einweisenden Praxen weiter optimieren.
Behandlungskapazitäten nach Brand weiter ausgebaut
„Der Neujahrsempfang bietet eine wertvolle Gelegenheit, um mit allen Akteuren des Gesundheitswesens, insbesondere den niedergelassenen Praxen, in den Dialog zu treten“, betonte Margarete Janson, Geschäftsführerin des Kreiskrankenhauses.
„Natürlich haben wir auch über den aktuellen Stand nach dem Brand berichtet. Wir sind auf einem guten Weg, die Behandlungskapazitäten Schritt für Schritt wieder auszuweiten.“ Dazu trage auch eine neu eingerichtete Station bei, die nach dem Brand umgerüstet und kurzfristig in Betrieb genommen wurde.
Auch der Aufsichtsratsvorsitzende und Landrat Jürgen van der Horst richtete den Blick in die Zukunft: „Unser Ziel ist es, die Medizinstandorte in Waldeck-Frankenberg langfristig zu sichern. Die geplante Fusion der Krankenhäuser in Korbach und Frankenberg ist dabei ein wichtiger Schritt.“
Frankenbergs Bürgermeisterin Barbara Eckes betonte die hohe Akzeptanz des Krankenhauses in der Bevölkerung: „Die Loyalität zum Krankenhaus ist deutlich spürbar.“
Persönlicher Austausch im Anschluss
Nach den Vorträgen hatten die Gäste Gelegenheit, sich in persönlichen Gesprächen weiter auszutauschen und offene Fragen zu klären.
„Wir freuen uns sehr über die große Beteiligung“, resümierte Margarete Janson. „Der enge Kontakt mit unseren niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen ist entscheidend für eine optimale Patientenversorgung in der Region.“
KASSEL. Am Mittwoch führten Beamte des Polizeireviers Süd-West und der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen gemeinsam mit der Stadtpolizei Kassel Verkehrskontrollen auf der Rasenallee durch. Der Schwerpunkt lag auf der Schulwegsicherung, insbesondere der Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit.
Aufgrund von Bürgerbeschwerden kontrollierten die Polizisten zwischen 7.15 und 9 Uhr sowie zwischen 11 und 13 Uhr die Verkehrsteilnehmer. Dabei achteten sie besonders auf Geschwindigkeitsverstöße und weitere Verkehrsverstöße. Auch die Fußgängerampel an der Eschebergstraße wurde gezielt beobachtet, um Rotlichtverstöße zu ahnden.
Zur Geschwindigkeitsmessung setzten die Behörden zwei Geräte ein:
Ergebnisse der Kontrolle:
Positiv: Keine Rotlichtverstöße an der Fußgängerampel und keine schwerwiegenden Verstöße im Fahrverbotsbereich.
Die Polizei kündigte an, weiterhin verstärkt Kontrollen zur Schulwegsicherung durchzuführen. (ots/r)
POHLHEIM. Nach der Ausstrahlung des Mordfalls „Klingelhöfer“ in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY sind rund 20 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Diese werden nun von den Ermittlern der Cold-Case-Einheit des Polizeipräsidiums Mittelhessen sowie der Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft Gießen geprüft. Angaben zur Qualität oder Stoßrichtung der Hinweise können derzeit noch nicht gemacht werden.
Zudem ist es Sachverständigen des Kriminaltechnischen Instituts des Hessischen Landeskriminalamts gelungen, eine weitere DNA-Spur einer bislang unbekannten männlichen Person am Tresor zu sichern. Damit wurden insgesamt zwei DNA-Spuren von unterschiedlichen männlichen Personen am Tatort festgestellt. Die Untersuchungen und Abgleiche mit internationalen Datenbanken laufen.
Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, ist eine Belohnung von insgesamt 8.000 Euro ausgesetzt (5000 Euro privat, 3000 Euro durch die Staatsanwaltschaft). Die Auszahlung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges und ist ausschließlich für Privatpersonen bestimmt.
Die Ermittler appellieren an mögliche Mitwisser: Eine etwaige Anstiftung zu einem Wohnungseinbruchsdiebstahl im Jahr 2011 oder eine Strafvereitelung sind mittlerweile verjährt. Mögliche Mitwisser müssen daher keine Strafverfolgung mehr fürchten und werden dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise können auch vertraulich gegeben werden.
Kontakt:
• Polizei Gießen: 0641/7006 4444
• E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Warum sind Cold Cases so wichtig?
• Die Aufklärung solcher Fälle gibt den Hinterbliebenen die Möglichkeit, endlich mit dem Geschehenen abzuschließen.
• Schwerste Kapitalverbrechen müssen gesühnt werden, um die Geltungskraft der Normen wiederherzustellen. Täter sollen wissen, dass sie auch nach vielen Jahren noch zur Verantwortung gezogen werden können.
• Die Festnahme eines Täters verhindert zudem weitere mögliche Verbrechen.
Cold-Case-Einheit – Polizeipräsidium Mittelhessen
• Das Cold-Case-Management bewertet regelmäßig ungeklärte Kapitalverbrechen und entscheidet gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft, welche Fälle neu aufgerollt werden.
• Die Einheit besteht aus fünf erfahrenen Ermittlern aus verschiedenen Fachbereichen, die jeden Fall aus unterschiedlichen kriminalistischen Blickwinkeln betrachten.
• Cold Cases werden mit modernsten Methoden neu analysiert – von digitalen Ermittlungen über DNA-Analysen bis hin zu klassischen Vernehmungen.
• Alle Spuren, Akten und Asservate werden erneut geprüft und mit aktuellen Datenbanken abgeglichen.
• Die Mithilfe der Bevölkerung ist oft entscheidend – auch viele Jahre nach der Tat. Mord verjährt nicht – jede Spur kann zur Aufklärung beitragen. (ots/r)